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Die Erfindung bezieht sich auf einen Behälterverschluss, bei welchem auf dem auf die Behäl- termündung auf- bzw. eingesetzten Teil ein im Bereich der Durchgangsöffnung des Verschlusses eingesetzter Verschlusszapfen vorgesehen ist, auf welchen eine auf den auf- bzw. eingesetzten Teil aufschiebbare Verschlusskappe, die eine in Form und Grösse dem Querschnitt des Verschluss- zapfens entsprechende Austrittsöffnung aufweist, dicht aufschiebbar ist, wobei in Schliessstellung die Verschlusskappe mittels eines den in die Behältermündung auf- bzw. eingesetzten Teil dicht umschliessenden Kragens an diesem Teil gehalten ist, und wobei eine die Verschlusskappe auf- nehmende dichte Abdeckkappe vorgesehen ist, die über Sollbruchstellen mit einem Ring verbun- den ist, der auf einem an dem auf die Behältermündung auf- bzw.
eingesetzten Teil vorgesehenen, in Achsrichtung nach aussen wegragenden Ringkragen gehalten ist.
Derartige Behälterverschlüsse sind derzeit für Getränkeflaschen allgemein im Handel, wobei die Abdeckkappen nur über die Sollbruchstellen mit dem Haltering verbunden sind und solcherart auf den Verschlusskappen sitzen. Zwischen den Sollbruchstellen ist üblicherweise ein Schlitz oder dergleichen vorgesehen.
US 5 662 247A z. B. offenbart einen wiederverschliessbaren Flaschenverschluss mit Originali- tätsschutz, der aus einem Ausgussaufsatz mit einem Druck-Zug-Mechanismus und einer zylindri- schen Abdeckkappe, welche im Abstand zu dem Ausgussaufsatz angeordnet ist, besteht. Der Originalitätsschutz besteht aus einem Ring, der durch eine Vielzahl von zerbrechlichen, radial nach innen weisenden Elementen mit der Abdeckkappe verbunden ist und der einen grösseren Durch- messer aufweist als die Abdeckkappe. Der Ring liegt auf einer die Flaschenöffnung abdeckenden und mit dem Ausgussaufsatz verbundenen Platte auf. Von dieser Platte steht eine kreisförmige Schulter mit einem radial nach innen weisenden Flansch ab, welcher Flansch einen Innendurch- messer aufweist, der geringer ist als der Aussendurchmesser des Ringes und somit den Ring überdeckt.
Beim erstmaligen Öffnen des Flaschenverschlusses müssen die zerbrechlichen Ele- mente durch Anwendung einer Zug- bzw. Drehbewegung zerbrochen werden, um die Abdeckkap- pe abheben zu können. Der Ring, der wie bereits erwähnt einen Aussendurchmesser aufweist, der grösser ist als der Innendurchmesser des Flansches, wird dabei vom Flansch zurückgehalten. Um bei der Produktion den mit der Abdeckkappe durch die zerbrechlichen Elemente verbundenen Ring unter den Flansch stecken zu können, ist es notwendig, dass der Flansch aus elastischem Material gebildet ist (die Einheit Abdeckkappe-zerbrechliche Elemente-Ring muss funktionellerweise aus einem harten Material bestehen, da ansonsten ein Zerbrechen der Elemente unmöglich ist), mit seinen freien Enden nach innen gedrückt wird und über den Ring schnappt.
Damit der Ring unter den Flansch schnappen und der Flansch sich wieder in seine Ausgangslage zurückbewegen kann, muss ein entsprechender Abstand in vertikaler Richtung und damit ein Spalt zwischen der Untersei- te des Flansches und der Oberseite des Rings bestehen.
Aus Hygienegründen werden derartige Verschlüsse, bevor sie auf die gefüllten Trinkflaschen aufgesetzt werden, mit Desinfektionsmitteln behandelt, die auf die auf einem Sieb befindlichen Verschlüsse aufgesprüht bzw. aufgespritzt werden. Nach entsprechender Abrinndauer und Ein- wirkdauer werden die Verschlüsse mit destilliertem Wasser ausgewaschen und in einem starken Luftstrahl getrocknet, sodass keine wesentlichen Rückstände an Desinfektionsmittel in den Verschlusskappen verbleiben. Bei dieser Behandlung kann es aber vorkommen, dass durch die Schlitze zwischen den Sollbruchstellen bzw. durch den Spalt gemäss der genannten US 5 662 247 Desinfektionsmittel in den Innenraum zwischen Innenwandung der Abdeckkappe und Aussenwan- dung der Verschlusskappe hineingelangt, welche Flüssigkeit dann beim anschliessenden Reinigen nicht entfernt wird.
Dies führt dazu, dass beim Entfernen der Abdeckkappe und Trinken des im Behälter befindlichen Gutes die Lippen mit dem auf der Aussenwandung der Verschlusskappe befindlichen Desinfektionsmittel in Berührung kommen, was unter Umständen zu Verätzungen führen kann. In jedem Fall entsteht jedoch beim ersten Abnehmen der Abdeckkappe und nachfol- genden Verdampfen des Desinfektionsmittels eine starke Geruchsbeeinträchtigung.
Vorliegender Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Behälterverschluss der eingangs genannten Art so auszubilden, dass ein Eindringen von Desinfektionsmittel in den Innenraum der Abdeckkappe verhindert ist.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Abdeckkappe an ihrem freien, dem auf den Behälter auf- bzw. einsetzbaren Teil zugewandten Rand, zwischen den Sollbruchstel- len und dem Innenraum der Abdeckkappe eine umlaufende, zur Anlage an dem freien, nach aussen
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weisenden Rand des Ringkragens bestimmte Dichtfläche aufweist. Damit wird erreicht, dass der Innenbereich der Abdeckkappe gegenüber der umgebenden Atmosphäre abgedichtet ist, sodass beim Aufsprühen des Desinfektionsmittels auch bei Anwendung höheren Druckes ein Eindringen von Desinfektionsmittel bzw. von n Nebeln oder Dämpfen derselben in den Innenraum der Abdeck- kappe verhindert ist.
Vorteilhafterweise kann die Dichtfläche als an der dem Ring gegenüberliegenden Mantelfläche bzw. Randkante des Ringkragens in Anlage bringbare Dichtlippe ausgebildet sein, wodurch die Abdeckkappe in ihren Abmessungen möglichst klein gehalten werden kann. Dabei kann die Dicht- fläche die Mantelfläche des Ringkragens nach Art einer Schnappverbindung hintergreifen, wodurch erreicht wird, dass nach erstmaligem Öffnen, und Brechen der Sollbruchstellen die Abdeckkappe wieder fest auf den Behälterverschluss aufsetzbar ist, sodass bei nur teilweiser Entleerung des Behälters die Kappe zur Verhinderung von Verschmutzung der Verschlusskappe aufsetzbar ist.
Schliesslich kann der Ringkragen und der Ring an den einander zugewanden Mantelflächen mit einer Rillung versehen sein, wobei die Rillungen ineinander eingreifen. Dadurch ist ein leichtes Öffnen bzw. Brechen der Sollbruchstellen ermöglicht.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt eine erste Variante im Längsmittelschnitt in ihrer Schliessstellung. Fig. 2 ist eine Draufsicht auf den mit der Abdeckkappe versehenen Behälterverschluss. Fig. 3 gibt eine Seitenansicht dieses Behälterverschlusses wieder. Fig. 4 ist eine der Fig. 1 analoge Schnittdarstellung der zweiten Ausführungsvariante.
Mit 1 ist der in die Behälteröffnung einsetzbare bzw. auf diese aufsetzbare Teil bezeichnet, wel- cher aus einer Schraubkappe 1', einem auf die Flaschenmündung aufsetzbaren Schnappteil 1" und zwischen diesen beiden befindlichen Sollbruchstellen 1"' besteht. In diesem aufsetzbaren bzw. einsetzbaren Teil 1 ist eine Austrittsöffnung 2 vorgesehen, in welcher ein Verschlusszapfen 3 über Haltebügel 4 angeordnet ist, wobei der Verschlusszapfen mittels dieser Haltebügel 4 in Abstand von der Wandung 7 der Austrittsöffnung 2 gehalten ist. Auf diesen in die Behälteröffnung ein- bzw. aufsetzbaren Teil 1 ist eine Verschlusskappe 5 aufschiebbar, welche eine Austrittsöffnung 6 auf- weist, die in der Schliessstellung auf den zentralen Verschlusszapfen 3 aufschiebbar ist.
Die Aus- trittsöffnung weist eine Grösse und Form auf, die der Aussenkontur des Verschlusszapfens entspricht und damit eine dichte Anlage der Verschlusskappe mit dem Rand der Austrittsöffnung an dem Aussenmantel des Verschlusszapfens erreicht.
Der in die Behälteröffnung einsetzbare bzw. auf diese aufsetzbare Teil 1 ist im Bewegungsbe- reich der Verschlusskappe 5 vorliegend zylindrisch ausgebildet, wobei die Verschlusskappe 5 einen zylindrischen Kragen 8 aufweist, der über den zylindrischen Bereich des in die Behälteröffnung ein- bzw. auf sie aufsetzbaren Teiles 1 reicht. Dieser Kragen weist an seiner Innenseite einen Dicht- wulst 8 auf, welcher an der Aussenwandung des zylindrischen Teiles des in die Behälteröffnung einsetzbaren bzw. aufsetzbaren Teiles 1 gleitet. Im Bereich der Mündung der Durchgangsöffnung 2 weist der zylindrische Bereich des Teiles 1 eine umlaufende Wulst 10 auf, welche vom Dichtwulst 9 hintergriffen wird. Damit wird ein Herabfallen der Verschlusskappe 5 vom Teil 1 verhindert.
An der ebenfalls zylindermantelförmig ausgebildeten Aussenseite der Verschlusskappe 5 liegt ein zusätzli- cher Dichtkragen 12 an, der die Aussenseite der Verschlusskappe 5 abdichtet. Dieser zusätzliche Dichtkragen 12 ist an einer quer zur Austrittsoffnung verlaufenden Platte 13 angebracht, die mit ihrer Innenseite an der Oberseite der Mündung des Behälters anliegt.
Mit 14 ist eine Abdeckkappe bezeichnet, die die Verschlusskappe 5 zur Gänze übergreift. Diese Abdeckkappe 14 ist über Sollbruchstellen 18 mit einem Ring 16 verbunden, der auf einem Ring- kragen 15 aufgeschnappt ist. Mit 17 sind Längsrippen an der Aussenseite der Abdeckkappe 14 bezeichnet.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 - 3 ist an der Innenseite der Abdeckkappe 14 eine eine Dichtfläche 19 bildende Dichtlippe vorgesehen, die an der Innenseite des Ringkragens 15 in Anlage kommt, wenn die Abdeckkappe mittels des Ringes 16 über die Sollbruchstellen am Ring- kragen 15 festgelegt ist. Diese Dichtlippe liegt an der inneren Mantelfläche 20 des Ringkragens dicht an, wobei gegebenenfalls noch eine umlaufende Dichtwulst vorgesehen sein könnte, die im vorliegenden Fall nicht dargestellt ist. Über diese die Dichtfläche 19 bildende Dichtlippe ist der Zwischenraum zwischen der Innenwandung der Abdeckkappe 14 und der Aussenwandung der Verschlusskappe 5 nach aussen hin abgedichtet.
Zwischen dem Ringkragen 15 und dem Ring 16 ist
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eine Rillung 21 (siehe Fig. 3) vorgesehen, mit welcher das Mitdrehen des Ringes am Ringkragen 15 bei erstmaliger Abnahme der Abdeckkappe 14 und Abreissen der Sollbruchstellen 18 verhindert wird.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 sind für die gleichen Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet, wobei sich dieses Ausführungsbeispiel von dem gemäss der Fig. 1 - 3 lediglich dadurch unterscheidet, dass die Dichtlippe 19' an der Aussenseite des Ringkragens 15' zur Anlage kommt, wobei der Ring 16' unmittelbar an das Ende der Dichtlippen 19' der Verschlusskappe 14 anschliesst und über Sollbruchstellen 18' entweder mit den Längsrippen 17 der Abdeckkappe 14 oder aber mit dem unteren Rand der Dichtlippe 19' verbunden ist.
An der Innenseite der Abdeckkappe 14 können in nicht dargestellter Weise noch Haltenasen vorgesehen sein, die an der Aussenseite der Verschlusskappe 5 angreifen, um solcherart nach erstmaligem Abnehmen der Abdeckkappe und Brechen der Sollbruchstellen 18' ein Herabfallen der Verschlusskappe 14 vom Behälterverschluss zu verhindern.
Derartige Haltenasen sind bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 - 3 deshalb nicht erforder- lich, weil aufgrund der Dichtlippe 19 und deren Anliegen an der Fläche 20 die Verschlusskappe am Behälterverschluss gehalten werden kann.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Behälterverschluss, bei welchem auf dem auf die Behältermündung auf- bzw. eingesetzten
Teil ein im Bereich der Durchgangsöffnung des Verschlusses eingesetzter Verschluss- zapfen vorgesehen ist, auf welchen eine auf den auf- bzw. eingesetzten Teil aufschiebbare
Verschlusskappe, die eine in Form und Grösse dem Querschnitt des Verschlusszapfens ent- sprechende Austrittsöffnung aufweist, dicht aufschiebbar ist, wobei in Schliessstellung die
Verschlusskappe mittels eines den in die Behältermündung auf- bzw. eingesetzten Teil dicht umschliessenden Kragens an diesem Teil gehalten ist und wobei eine de Verschluss- kappe aufnehmende dichte Abdeckkappe vorgesehen ist, die über Sollbruchstellen mit einem Ring verbunden ist, der auf einem an dem auf die Behältermündung auf- bzw.
ein- gesetzten Teil vorgesehenen, in Achsrichtung nach aussen wegragenden Ringkragen gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckkappe (14) an ihrem freien, dem auf den Behälter auf- bzw. einsetzbaren Teil (1) zugewandten Rand, zwischen den Sollbruch- stellen und dem Innenraum der Abdeckkappe, eine umlaufende, zur Anlage an dem freien, nach aussen weisenden Rand des Ringkragens (15) bestimmte Dichtfläche (19,19') auf- weist.