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Die Erfindung betnfft eine Versteifungsschiene für einen Handgelenksprotektor, vorzugsweise für den Schutz beim Snowboarden, Rollerskaten und dergl., mit einem geradlinigen proximalen
Längsabschnitt und einem distalen Längsabschnitt, weiche im angelegten Zustand palmarseitig vorgesehen sind.
Weiters betrifft die Erfindung auch einen Handgelenksprotektor, vorzugsweise zur Verwendung beim Snowboarden, Rollerskaten und dergl., mit einem elastischen Handschuh, der im angelegten
Zustand palmarseitig eine Öffnung zur Aufnahme einer erfindungsgemässen Versteifungsschiene aufweist.
Distale Unterarms- bzw. Handgelenksverletzungen sind bei Snowboardern mit über 30% aller
Verletzungen, wenn man diese nach Körperregionen aufschlüsselt, mit Abstand die am häufigsten auftretenden Verletzungen. In Österreich treten jährlich beim Snowboarden alleine schätzungswei- se 2000 Brüche im Handgelenksbereich und Wachstumsfugenverletzungen auf. Aufgrund der fest mit dem Snowboard verbundenen Beinstellung, ist im Fall eines Sturzes die einzige Möglichkeit des Snowboarders den Aufprall durch ein Abstützen mit den Unterarmen zu mindern. Dabei kommt es zu einer Vielzahl von schweren Handgelenks- und Fingerverletzungen, wobei schon seit langer
Zeit versucht wird, das Verletzungsrisiko durch das Tragen von Handgelenksprotektoren zu min- dern.
Es sind zwei grundlegend unterschiedliche Handgelenksprotektoren bekannt, wobei die eine
Gruppe eine Schiene an der Streckseite des Handgelenks vorsieht, während die andere Gruppe palmarseitig eine Schiene aufweist.
In einer Studie mit insgesamt 2579 teilnehmenden Snowboardern wurde die Wirkung von
Handgelenksprotektoren getestet, wobei die Anzahl schwerer Handgelenksverletzungen beim
Tragen eines herkömmlichen Handgelenksprotektors um mehr als 1/3 gegenüber Snowboardern ohne Handgelenksprotektor sank, während sich allerdings die Anzahl schwerer Fingerverletzungen um das 3fache erhöhte.
In der EP 0 852 118 A2 ist ein Handgelenksschutz gezeigt, der im Bereich der Handfläche und des Handgelenks zum Schutz vor Verletzungen vorgesehen ist. Da der distale Längsabschnitt des
Handgelenksschutzes jedoch über die proximale Hohlhandbeugefalte hinaus reicht, und zudem der proximale Längsabschnitt des Handschutzes im Handgelenksbereich endet, besteht sowohl ein hohes Risiko für Fingerfrakturen als auch für Unterarmbrüche.
In der US 5 566 389 A ist ein Handgelenkschutz gezeigt, der palmarseitig im angelegten Zustand vorgesehen ist, wobei der Handgelenkschutz über die proximale Hohlhandbeugefalte hinausreicht und im Handgelenksbereich endet, so dass ebenfalls ein erhöhtes Verletzungsrisiko hinsichtlich Fingerfraktur bzw. Unterarmfrakturen vorliegt.
Aus der US 5 898 936 A ist ein Handgelenksprotektor mit einem Schutzhandschuh bekannt, der zur Versteifung eine steife Platte mit einem geneigten Längsabschnitt zur Stützung der Handfläche aufweist. Hiermit sollen Verletzungen im Handgelenksbereich vermieden werden, wobei die vorhergehend erwähnte Studie jedoch belegt hat, dass auf dem Markt erhältliche Handgelenksprotektoren das Verletzungsrisiko nur hinsichtlich bestimmter Verletzungen reduzieren, während andere Verletzungen gleichzeitig häufiger auftraten.
Ziel der Erfindung ist es eine Versteifungsschiene für einen Handgelenksprotektor sowie einen Handgelenksprotektor für die Versteifungsschiene zu schaffen, welche das Risiko einer schweren Handgelenksverletzung bei Stürzen auf die Hand, wie sie insbesondere beim Snowboarden, Rollerskaten, Eislaufen usw. auftreten, senkt und gleichzeitig das Risiko einer schweren Fmgerverlet- zung zumindest nicht erhöht.
Die erfindungsgemässe Versteifungsschiene der eingangs angeführten Art ist dadurch gekennzeichnet, dass der distale Längsabschnitt im angelegten Zustand maximal bis zur proximalen Hohlhandbeugefalte reicht und der proximale Längsabschnitt im angelegten Zustand in der proximalen Hälfte des Unterarms endet.
Die Versteifungsschiene darf die proximale Hohlhandbeugefalte nicht überragen, da ansonsten bei einem Sturz auf die geschlossene Faust die Grundglieder der Finger (mit Ausnahme des Daumens) gegen das distale Ende der Versteifungsschiene gedrückt würden, und somit ein erhöhtes Risiko für Fingerfrakturen resultieren würde. Weiters muss auch eine ausreichende Bewegungsfreiheit der Fingergelenke gewährt sein.
Um den Impuls bei einem Sturz über eine längere Strecke auf den Unterarm übertragen zu
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können, muss die Versteifungsschiene bis in die proximale Hälfte des Unterarms hineinreichen.
Sollte die Versteifungsschiene kürzer sein, erfolgt die Impulsübertragung nur auf die distale Hälfte des Unterarms und es kann vor allem am proximalen Ende der Schiene zu Belastungsspitzen und zu Unterarmbrüchen kommen (vgl. Fig. 5).
Die erfindungsgemässe Versteifungsschiene wurde in einer geheimen, prospektiv randomisier- ten Studie getestet ; wobei ein Teil einen Handgelenksprotektor mit einer erfindungsgemässen
Schiene und der andere Teil keinen Handgelenksprotektor verwendete. Bei der Studie verletzten einige Teilnehmer aus der Schienengruppe die Vorschriften und verwendeten keinen Handge- lenksprotektor, ein Teilnehmer trug seinen eigenen, nicht erfindungsgemässen Handgelenksprotek- tor. In der Nicht-Schienen Gruppe traten 9 schwere Verletzungen (Brüche, Wachstumsfugenlösun- gen) im Handgelenksbereich auf, während in der Schienengruppe nur eine schwere Verletzung im
Handgelenksbereich auftrat, und diese genau bei jenem Teilnehmer der seinen eigenen, nicht erfindungsgemässen Handgelenksprotektor trug.
Somit ergab die Studie das erstaunliche Ergebnis, dass mit einem Handgelenksprotektor mit der erfindungsgemässen Schiene keine einzige schwere
Verletzung im Handgelenksbereich auftrat.
Um den Impuls beim Abstützen im Handgelenksbereich aufnehmen zu können, ohne dass durch die Verbiegung nach dorsal ein grösserer Impulsanteil auf die Handwurzel übertragen wird, ist es vorteilhaft, wenn die im angelegten Zustand im Wesentlichen distale Längshälfte der erfin- dungsgemässen Schiene eine höhere Steifigkeit als die im angelegten Zustand im Wesentlichen proximale Hälfte aufweist.
Auf besonders einfache Weise iässt sich eine hohe Steifigkeit im Handgelenksbereich realisie- ren, wenn die im angelegten Zustand im Wesentlichen distale Längshälfte der Schiene Verstei- fungsrippen aufweist.
Ebenso kann auf effektive Weise eine hohe Steifigkeit der Schiene im Handwurzelbereich er- zielt werden, wenn die im angelegten Zustand im Wesentlichen distale Längshälfte integrierte
Versteifungslamellen, z. B. aus Stahlblech aufweist.
Um ein Durchdringen des Kraftimpulses im Bereich der Handwurzel beim Aufprall auf die
Handwurzel zu vermeiden, ist es vorteilhaft, wenn der distale Längsabschnitt bezüglich der im angelegten Zustand der Handfläche zugewandten Seite eine konkave Krümmung aufweist, weiche im Endabschnitt in eine konvexe Krümmung übergeht, wodurch sich ein Sicherheitsabstand zwi- schen der Handwurzel und der Versteifungsschiene ergibt. Durch die auf den durch die konkave
Krümmung gebildeten Bogen der Versteifungsschiene von palmar her einwirkende Kraft wird die Versteifungsschiene entsprechend seiner Verformbarkeit nach dorsal zur Handwurzel hin gebogen.
Bei keinem oder zu geringem Abstand zwischen Versteifungsschiene und Handwurzel wird der
Impuls zu einem Grossteil auf die Handwurzel übergeleitet, wodurch trotz Versteifungsschiene eine
Fraktur entstehen kann. In Fig. 4 ist eine Radiusfraktur gezeigt, wie sie häufig auftritt, wenn der Impuls direkt in die Handwurzel geleitet wird, d. h. kein Handgelenksprotektor angelegt wurde.
Damit Belastungsspitzen am proximalen Ende der Versteifungsschiene vermieden werden, ist es von Vorteil, wenn der proximale Endabschnitt gegenüber dem geradlinigen proximalen Längsabschnitt um weniger als 50, vorzugsweise um 30 geneigt ist.
Um eine ausreichende Länge der Versteifungsschiene zu erlangen, bei der Brüche des Unterarmes vermieden werden, ist es vorteilhaft, wenn in Richtung der Schienenlängsachse die Länge des proximalen Längsabschnitts mindestens das 2, 5fache der Länge des distalen Längsabschnitts beträgt.
Für eine hinreichende Elastizität bzw. Biegesteifigkeit der Versteifungsschiene für den beim Sturz eines Snowboarders auftretenden Kraftimpuls, ist es von Vorteil, wenn die Versteifungsschiene eine Biegesteifigkeit zwischen 50 Nm2 und 500 Nm2 aufweist.
Um zu verhindern, dass die Versteifungsschiene im Bereich der konkaven Krümmung mit der Handgelenkswurzel in Berührung kommt, wodurch der auftretende Kraftimpuls ungehindert in die Handwurzel eintreten könnte, ist es vorteilhaft, wenn die Versteifungsschiene im Bereich der konkaven Krümmung das Biegesteifigkeitsmaximum, von vorzugsweise im Wesentlichen 300 Nm2, aufweist.
Um Belastungsspitzen in den Endbereichen der Versteifungsschiene zu vermeiden, ist es günstig, wenn die Versteifungsschiene im proximalen Endabschnitt und im distalen Endabschnitt eine Biegesteifigkeit zwischen 50 Nm2 und 150 Nm2, vorzugsweise im Wesentlichen 100 Nm2,
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aufweist. Insbesondere ist wichtig, dass die Steifigkeit nach proximal von der konkaven Krümmung weg abnimmt, um eine gleichmässige Kraftübertragung auf den Unterarm zu gewährleisten.
Der erfindunsgemässe Handgelenksprotektor der eingangs angeführten Art ist dadurch gekenn- zeichnet, dass der elastische Handschuh im angelegten Zustand in der proximalen Hälfte des
Unterarms endet. Somit kann die erfindungsgemässe Versteifungsschiene im angelegten Zustand hinreichend an der Hand bzw. dem Unterarm des Snowboarders befestigt werden, und der auf die
Versteifungsschiene übertragene Kraftimpuls wird im Falle eines Sturzes mit Hilfe des Handge- lenksprotektors in die proximale Hälfte des Unterarms übertragen, wodurch Brüche im Unterarmbe- reich vermieden werden können, wie die bereits vorhergehend erwähnte Studie bestätigt hat.
Für eine Erhöhung der Stützfunktion des Handgelenksprotektors kann es von Vorteil sein, wenn dorsalseitig eine Versteifung vorgesehen ist, welche im angelegten Zustand proximal vor den
Mittelhandköpfchen endet.
Für einen leichten komfortablen Handgelenksprotektor mit einer guten Passform, ist es von
Vorteil, wenn der Handschuh im Wesentlichen aus einem Netzgewebe besteht.
Um eine gute Übertragung der Kraft auf den Unterarm zu gewährleisten und im Augenblick der
Sturzes ein Verrutschen des Kraftträgers zu verhindern ist es vorteilhaft, wenn der Handgelenks- protektor im angelegten Zustand mittels drei Bändern mit Verschlüssen, beispielsweise Kletter- schüssen, fixiert ist.
Damit die Versteifungsschiene am Unterarm ausreichend straff fixiert ist, ist es günstig, wenn im angelegten Zustand ein Band am distalen Ende im Bereich der Daumenschwimmhaut, ein Band unmittelbar proximal des Handgelenks und ein weiteres Band am proximalen Ende vorgesehen sind.
Damit die Versteifungsschiene in ihrer Längsrichtung am Handgelenksprotektor fixiert ist, ist es vorteilhaft, wenn die Versteifungsschiene an dem Handschuh mittels einer Nietverbindung am distalen Ende fixiert ist.
Auf besonders einfache Weise kann die Versteifungsschiene am Handgelenksprotektor ange- bracht werden, wenn palmarseitig im Bereich der Hohlhandbeugefalte im angelegten Zustand eine
Tasche zur Aufnahme des distalen Endes der Versteifungsschiene vorgesehen ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von einem in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel, auf das sie jedoch nicht beschränkt sein soll, noch weiter erläutert. Im Einzel- nen zeigen in der Zeichnung : Fig. 1 eine Seitenansicht einer Versteifungsschiene ; Fig. 2 eine
Draufsicht der Versteifungsschiene ; Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Handschuh in seiner geöffneten Form ; Fig. 4 eine Röntgenaufnahme einer Handgelenks- bzw. Unterarmsverletzung, die häufig bei Nichttragen eines Handgelenksprotektors auftritt ; und Fig. 5 eine Röntgenaufnahme einer Handgelenks- bzw. Unterarmsverletzung, die trotz Verwendung eines Handgelenksprotektors gemäss dem Stand der Technik häufig auftritt.
In Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Versteifungsschiene 1 gezeigt. Hierbei lässt sich die Versteifungsschiene 1 in einen geradlinigen, im angelegten Zustand proximalen Längsabschnitt 2 und einen gekrümmten, im angelegten Zustand distalen Längsabschnitt 3 aufteilen. Die Grenzstelle (Auflagestelle) 4 zwischen dem proximalen Längsabschnitt 2 und dem distalen Längsabschnitt 3 sollte im angelegten Zustand im Bereich des distalen Unterarms aufliegen. Der distale Längsabschnitt 3 weist bezogen auf die dem Unterarm im angelegten Zustand zugewandte Seite der Versteifungsschiene 1 eine konkave Krümmung 5 auf, weiche im Endbereich in eine konvexe Krümmung 6 übergeht.
Der distale Längsabschnitt 3 liegt im angelegten Zustand nur an seinem Beginn 4 und-sofern die Hand im Handgelenk ausreichend weit nach palmar flektiert ist-in seinem konvexen Endabschnitt 6 an der Hand auf. Der zwischen der konkaven Krümmung 5 und der Handfläche auftretende Hohlraum 5'dient als Sicherheitsabstand zwischen der Handwurzel und der Versteifungsschiene 1, wodurch der Kraftimpuls im Falle eines Sturzes von der Handwurzel ferngehalten werden kann. Die Verbindung zwischen der Auflagestelle 4 an dem Unterarm und dem konvexen Endabschnitt 6 in der Hohlhandbeugefalte ist gegenüber der Längsachse 8 der Versteifungsschiene 1 um einen Winkel a geneigt, wodurch der natürlichen Handstellung nachgekommen wird.
An dem relativ kurzen distalen Längsabschnitt 3, bei dem wesentlich ist, dass der Endabschnitt 6 die proximale Hohlhandbeugefalte nicht überragt, schliesst bei 4 der geradlinige proximale Längsabschnitt 2 an. Hierbei ist wesentlich, dass der proximale Längsabschnitt 2 im angelegten Zustand über die distale Halfte des Unterarms hinausragt, um den bei einem Sturz
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auftretenden Kraftimpuls auf eine grosse Widerstandsfläche aufzuteilen und so Belastungsspitzen auf den Unterarm zu mindern. Um die Belastung am proximalen Endabschnitt 7 der Versteifungs- schiene 1 zu reduzieren, ist der proximale Endabschnitt 7 gegenüber der Schienenlängsachse 8 um einen Winkel ss geneigt.
Die im angelegten Zustand distale Hälfte der Versteifungsschiene 1 weist gegenüber der im angelegten Zustand proximalen Hälfte eine wesentlich höhere Steifigkeit auf, um der erhöhten Belastung in diesem Abschnitt nachzukommen und das Handgelenk in die- sem Abschnitt möglichst stabil zu halten. Hierfür kann die aus Kunststoff, z. B. Hart-PVC, Polyethy- len usw., bestehende Versteifungsschiene 1 beispielsweise Versteifungsrippen 9 auf der im ange- legten Zustand der Handfläche entgegengesetzten Seite der Versteifungsschiene 1 aufweisen oder es sind auch im Kunststoffmaterial integrierte Verstärkungslamellen vorgesehen.
In Fig. 2 ist die Versteifungsschiene 1 in einer Draufsicht gezeigt. Hierbei ist die relativ schmale
Breite der Versteifungsschiene 1 ersichtlich, welche in ihrer im angelegten Zustand distalen Hälfte drei Versteifungsrippen 9 aufweist. Ferner ist die Erweiterung 10 der Versteifungsschiene 1 im
Bereich der konkaven Krümmung 5 zu erkennen.
In Fig. 3 ist ein elastischer Handschuh 11 gezeigt, der eine Öffnung 12 zur Aufnahme einer in den Fig. 1 und 2 gezeigten Versteifungsschiene 1 aufweist. Der in Fig. 3 gezeigte Handschuh ist zur Anlage an der rechten Hand vorgesehen, wobei selbstverständlich der zur Anlage an die linke
Hand vorgesehene Handschuh im Wesentlichen ident, jedoch spiegelverkehrt ausgeführt ist. Die
Versteifungsschiene 1 kann über die Öffnung 12 zwischen zwei Lagen des Handschuhs 11 einge- schoben werden. Weiters weist der Handschuh 11 eine Öffnung 13 auf, die zur Aufnahme des konvexen Endabschnitts 6 (s. Fig. 1) der Versteifungsschiene 1 dient. Das konvexe Ende 6 kann unter leichtem Biegen der Versteifungsschiene 1 in die Öffnung 13 eingeführt werden, wodurch die Versteifungsschiene 1 mit dem Handschuh fest verbunden ist.
Es wäre auch möglich, die Verstei- fungsschiene 1 am Handschuh 11 im Bereich der Öffnung 13 anzunieten. Für eine ausreichend straffe Befestigung des aus dem Handschuh 11 und der Schiene 1 bestehenden Handgelenksprotektors weist der Handschuh 11 drei Bänder 14,15, 16 auf, welche mit Klettverschlüssen 14', 15',
16'versehen sind. Das im angelegten Zustand am distalen Ende vorgesehene Band 14 ist im
Bereich der Daumenschwimmhaut vorgesehen. Weiters ist das Band 16 unmittelbar proximal des Handgelenks im angelegten Zustand vorgesehen, und das Band 15 am proximalen Ende des Handschuhs 11 bzw. der Schiene 1 vorgesehen.
Hierbei ist wesentlich, dass der Handgelenksprotektor in der proximalen Hälfte des Unterarms endet, um den bei einem Sturz aufgenommenen Kraftimpuls auf einen grossen Bereich des Unterarms aufzuteilen und somit Belastungsspitzen, weiche zu Unterarmbrüchen führen können, zu vermeiden. An der Oberseite des schraffierten Längsabschnitts 17 sind Schlaufen der Klettverschlussverbindung vorgesehen, in weiche die Häkchen, die an den Unterseiten der Längsabschnitte 14,15 und 16 vorgesehen sind, im geschlossenen Zustand eingreifen, und somit eine Anpassung an unterschiedliche Unterarme ermöglichen. Im länglichen Abschnitt 18, welcher aus einem Netzgewebe mit geringer Elastizität besteht, ist eine Öffnung 19 zum Hindurchführen des Daumens im angelegten Zustand vorgesehen.
Der längliche Abschnitt 17 kann ebenfalls mit einer Versteifung versehen sein, wobei die Steifigkeit dieser im angelegten Zustand streckseitigen Versteifung wesentlich geringer sein muss als die der im angelegten Zustand palmarseitig vorgesehene Versteifungsschiene 1. Die dorsaiseitige Versteifung im länglichen Abschnitt 17 muss eine geringe Steifigkeit aufweisen, da sie ansonsten bei Dorsalflexion im Handgelenk ein Hypomochlion darstellen, wodurch es zu Mittelhandfrakturen kommen kann. Wesentlich ist auch, dass eine derartige dorsalseitige Versteifung nicht über die Mittelhandköpfchen hinausragt, da ansonsten bei einem Sturz auf die überstreckten Finger die Fingergrundglieder gegen das distale Ende der dorsalen Versteifung gedrückt werden würden, und ebenfalls ein erhöhtes Risiko für eine Fingerfraktur resultieren würde.
Selbstverständlich kann die in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigte Versteifungsschiene 1 auch in einem Snowboardhandschuh fix integriert werden.
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