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Die Erfindung betrifft einen Meissel mit einem Schaft, der an einem Ende eine Schneide und am anderen Ende einen Betätigungsansatz trägt, der in ein kraftbetätigtes Werkzeug einsetzbar ist oder auf den ein Schlagwerkzeug einwirken kann, wobei am Übergang des Schaftes zum Betäti- gungsansatz ein Bund vorgesehen ist, der einen grösseren Querschnitt als der Schaft aufweist.
Ein derartiger Meissel ist aus der US 2 629 588 A bekannt und ist dazu gedacht, mit einem Presslufthammer betrieben zu werden. Bei der Handhabung dieses Meissels als Schrifteisen kommt der Daumen mit der unten liegenden Kante eines Flansches unterhalb des Bundes in Berührung, was auf die Dauer unangenehm ist, da durch die Schlagwirkung andauernd eine, wenn auch nur leichte, Bewegung zwischen dem Daumen und dem Meissel auftritt. Der Flansch ist für die Anwen- dung gemäss der US 2 629 588 A erforderlich, um eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Meissel und dem kraftbetätigten Werkzeug herzustellen.
Aus der US 2 910 771 A ist ein Meissel mit sechseckigem oder achteckigem Querschnitt be- kannt, wodurch die Drehstellung des Meissels mit der Hand schwer zu fühlen ist. Auch hier ist ein Bund vorgesehen, der mit einer Kante in den Schaft übergeht, was zu den gleichen Problemen beim Halten mit dem Daumen führt, wie oben angegeben.
Aus der FR 2 021 307 A, der US 1 529 683 A und der GB 2 100 167 A sind verschiedene Querschnittsformen des Schaftes von Meisseln bekannt, doch weisen diese entweder keinen Betä- tigungsansatz auf, oder ihr Querschnitt und Übergangsbereich in den Bund ist nicht gattungsge- mäss.
Derartige Meissel werden für vielfältige Anwendungen eingesetzt, wobei ein spezielles Beispiel die Steinmetztechnik und insbesondere ein Schrifteisen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Meissel der eingangs genannten Art zu schaf- fen, der die Handhabung angenehmer macht und ein ermüdungsfreies Arbeiten ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Schaft benachbart zu dem an dem Bund angrenzenden Bereich einen im wesentlichen quadratischen Querschnitt aufweist, und dass der Querschnitt des Schaftes zum Bund hin in einem Übergangsbereich in etwa konisch auf den Querschnitt des Bundes erweitert ist.
Durch diese Massnahmen wird erreicht, dass einerseits durch die Hand ein gut fühlbarer Hinweis auf die Lage der Schneidkante der Schneide zu fühlen ist, wobei durch die etwa konische Erweite- rung die Belastung auf die Hand durch die Schläge soweit verringert wird, dass ein wesentlich weniger ermüdendes Arbeiten möglich wird als dies mit Meisseln gemäss dem Stand der Technik der Fall war.
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Querschnitt im Übergangsbereich exponentiell ansteigt. Diese Querschnittserweiterung ist der Form und Haltung des Daumens besonders angepasst.
In einer Variante ist vorgesehen, dass der Querschnitt des Schaftes, ausgehend von dessen Mittelbereich, zur Schneide hin konstant ist ; einer ähnlichen Variante ist vorgesehen, dass der Querschnitt des Schaftes in diesem Bereich sich geringfügig vergrössert. Damit wird eine hervorra- gende Einleitung der Schlagenergie in den Schneidenbereich erreicht und es wird der Halt des Meissels durch die Hand nicht beeinträchtigt.
In einer anderen Variante ist vorgesehen, dass der quadratische Querschnitt des Schaftes ab- gerundete Kanten aufweist und dass der Querschnitt des Schaftes zur Schneide hin in einen ellip- senförmigen Querschnitt übergeht. Damit wird die Ermüdungsfreiheit beim Arbeiten weiter erhöht, ohne dass die haptische Erkennung der Position der Schneide merklich herabgesetzt wird und es wird so ein besonders günstiger Übergang von dem Bereich des Schaftes in dem er gehalten wird zum Schneidenbereich geschaffen.
In einer Ausgestaltung dieser Variante ist vorgesehen, dass die grosse Achse des ellipsen- förmigen Querschnitts parallel zur Schneidkante der Schneide verläuft. So wird die Krafteinleitung in die Schneide optimiert.
In einer Ausgestaltung der beiden letzten Varianten ist vorgesehen, dass sich bei einer von der Länge der Schneidkante abweichenden Länge der grossen Achse des ellipsenförmigen Querschnit- tes die Länge dieser grossen Achse exponentiell auf die Länge der Schneidkante ändert. Damit wird die Übertragung der Schlagenergie auf die Schneide in ihrer ganzen Länge besonders gefördert.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungs- beispielen noch näher erläutert. In der Zeichnung zeigen
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Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform eines Meissels, wobei die
Schneidkante der Schneide senkrecht zur Zeichenebene verläuft,
Fig. 2 eine gegenüber Fig. 1 um 90 gedrehte Ansicht des Meissels, wobei die
Schneidkante der Schneide parallel zur Zeichenebene verläuft
Fig. 2a eine Querschnittsansicht entlang der Linie A/A nach Fig. 2,
Fig. 2b eine Querschnittsansicht entlang der Linie B-B nach Fig. 2,
Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht einer Ausführungsform des Meissels mit einer eine grössere Länge aufweisenden Schneidkante,
Fig. 4 einer der Fig. 2 entsprechende Ansicht des Meissels nach Fig. 3,
Fig. 4a u. 4b den Fig.
2a und 2b entsprechende Querschnittsansichten des Meissels nach
Fig. 4,
Fig. 5 eine der Fig. 3 entsprechend Ansicht einer Ausführungsform des Meissels mit weiter vergrösserter Länge der Schneidkante,
Fig. 6 eine der Fig. 4 entsprechende Ansicht des Meissels nach Fig. 5,
Fig. 6a u. 6b den Fig. 1a und 1b entsprechende Querschnittsansichten des Meissels nach
Fig. 6,
Fig. 7 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht einer Ausführungsform des Meissels, bei dem die Querschnittsform des Schaftes konstant und im wesentlichen quadra- tisch ist,
Fig. 8 eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht des Meissels nach Fig. 7,
Fig. 8a u. 8b den Fig. 2a und 2b entsprechende Querschnittsansichten des Meissels nach
Fig. 8,
Fig. 9 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht einer weiteren Ausführungsform des
Meissels,
Fig. 10 eine der Fig.
2 entsprechende Ansicht des Meissels nach Fig. 9,
Fig. 10a u. 10b den Fig. 1a bzw. 1b entsprechende Querschnittsansichten des Meissels nach
Fig. 10.
In Fig. 1 ist eine erste Ausführungsform eines Meissels gezeigt, der einen Schaft 1, eine Schnei- de 2 und einen Betätigungsansatz 4 aufweist, der von dem Hauptteil des Schaftes 1 durch einen Bund 3 getrennt ist. Der Querschnitt des Schaftes 1 ist ausgehend etwa von einem in der hinteren Hälfte des Schaftes liegenden Bereich des Schaftes 1 zum Bund 3 hin in etwa konisch erweitert, wobei diese Erweiterung teilweise exponentiell erfolgen kann, so dass sich ein sanfter und gleich- förmiger Übergangsbereich 7 von dem relativ kleinen Querschnitt im Mittelbereich des Schaftes zu dem Querschnitt des Bundes 3 ergibt. Der Betätigungsansatz 4 kann in ein kraftbetätigtes Werk- zeug eingespannt werden, oder es kann mit einem Schlagwerkzeug auf das Ende des Betäti- gungsansatzes 4 eingewirkt werden.
Die Schneide 2 kann durch eine Schneidplatte 5 gebildet sein, die in einen passenden Schlitz an der Schneide eingesetzt ist.
Bei der Handhabung derartiger Meissel wird der Meissel im Mittelbereich des Schaftes 1 von den Fingern der Hand umfasst, wobei der Daumen zum Bund 3 hin gerichtet ist, so dass der gleichför- mige Übergangsbereich 7 eine angenehme Auflagefläche für den Daumen bildet und gleichzeitig ein Abrutschen des Daumens über den Bund 3 hinweg verhindert.
Wie dies weiterhin aus einem Vergleich der in den Fig. 2a und 2b dargestellten Querschnitts- ansichten zu erkennen ist, geht der im wesentlichen quadratische Querschnitt des Schaftes 1 am vornliegenden Ende des im wesentlichen konisch erweiterten Übergangsbereiches 7 zur Schneide hin bei einer bevorzugten Ausführungsform kontinuierlich in einen ellipsenförmigen Querschnitt über, wobei die grosse Achse der Ellipse parallel zur Schneidkante der Schneide 2 verläuft. Hier- durch wird die Bequemlichkeit beim Arbeiten weiter vergrössert, ohne dass das Gefühl für die Rich- tung der Schneidkante der Schneide bei der Handhabung, verlorengeht.
In Fig. 2 ist weiterhin zu erkennen, dass bei einer relativ kurzen Länge der Schneidkante der Schaft mit einem exponentiell abnehmenden Querschnitt in die Schneide übergeht. Dies gilt selbst- verständlich nicht für den Fall, dass die Länge der Schneidkante der Schneide 2 im wesentlichen der Länge der Hauptachse der Ellipse des Querschnittes nach Fig. 2b entspricht, wie dies bei- spielsweise aus Fig. 4 zu erkennen ist, bei der der ellipsenförmige Querschnitt mit seiner grossen Hauptachse im wesentlichen der Länge, der Schneidkante entspricht.
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Entsprechend ist bei der in den Fig. 5,6 und 6a, 6b dargestellten Ausführungsform die Länge der Schneidkante grösser als die Länge der langen Hauptachse der Ellipse, wobei in diesem Fall der ellipsenförmige Querschnitt kontinuierlich, vorzugsweise ebenfalls exponentiell, zur Schneide hin erweitert ist. Auch hierdurch werden abrupte Übergänge oder Kanten längs der Länge des Schaftes vermieden, so dass sich eine angenehme ermüdungsfreie Handhabung ergibt.
Selbstverständlich lassen sich einzelne Merkmale des in den Fig. 1 bis 6 dargestellten Meissels auch getrennt verwenden. So ist beispielsweise in den Fig. 7,8 und 8a, 8b eine Ausführungsform des Meissels dargestellt die zwar eine kontinuierliche Erweiterung des Schaftes 10 zum Bund 30 hin aufweist, jedoch im übrigen einen, im wesentlichen quadratischen Querschnitt mit abgerunde- ten Kanten über die übrige Länge des Schaftes aufweist. Der Übergangsbereich zur Schneide 2 hin kann ebenso gestaltet sein, wie dies anhand der Fig. 1 bis 6 erläutert wurde.
Ebenso kann das Merkmal eines Überganges von einem quadratischen Querschnitt auf einen elliptischen Querschnitt zur Schneide hin auch eingesetzt werden, ohne dass -eine konische Erwei- terung des Schaftes zum Bund hin vorgesehen ist. Eine derartige Ausführungsform ist in den Fig. 9,10 und 10a, 10b gezeigt, bei dem der Übergang von dem Schaft 100 zu dem Bund 300 in herkömmlicher Weise relativ scharf erfolgt, wobei jedoch der im wesentlichen quadratische Quer- schnitt des Meissels benachbart zu dem Bund 300 in einem ellipsenförmigen Querschnitt zur Schneide hin übergeht, wie dies aus Fig. 10b zu erkennen ist.
Die anhand der Fig. 1 bis 6 erläuterten Ausführungsformen des Übergangsbereiches von dem vorderen Ende des Schaftes zur Schneide 2 hin gelten auch für diese Ausführungsform.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Meissel mit einem Schaft, der an einem Ende eine Schneide und am anderen Ende einen
Betätigungsansatz trägt, der in ein kraftbetätigtes Werkzeug einsetzbar ist oder auf den ein
Schlagwerkzeug einwirken kann, wobei am Übergang des Schaftes zum Betätigungsan- satz ein Bund vorgesehen ist, der einen grösseren Querschnitt als der Schaft aufweist, da- durch gekennzeichnet, dass der Schaft (1;100) benachbart zu dem an den Bund (3;300) angrenzenden Bereich einen im wesentlichen quadratischen Querschnitt aufweist, und dass der Querschnitt des Schaftes (1;10) zum Bund (3;30) hin in einem Übergangsbereich (7;70) in etwa konisch auf den Querschnitt des Bundes (3;30) erweitert ist.