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Die Erfindung betrifft eine Leuchte, insbesondere Scheinwerfer, mit einer in eine Lampenfas- sung eingesetzten Glühlampe, deren Glaskolben von einem der Wärmeabstrahlung entgegenwir- kenden Gaspolster in einem transparenten Hüllkolben umgeben ist, dessen dem Lampensockel zugekehrter Öffnungsrand gegen den umgebenden Innenraum des Leuchtengehäuses abgedichtet ist. Bei Leuchten dieser Gattung sorgt der den Glaskolben der Glühlampe oder dgl. umgebende Gas-, insbesondere Luftpolster dafür, dass die Temperaturen an den von der umgebenden Atmo- sphäre berührten Flächen der Leuchte vorgegebene Grenzwerte nicht überschreiten, sodass die Leuchten in explosionsgefährdeten Räumen verwendet werden können.
Bei einer bekannten Ausführung einer Leuchte der gattungsmässigen Art ist der Öffnungsrand des Hüllkolbens unmittel- bar auf den Sockel der Glühlampe aufgesteckt und mit diesem durch Verkleben oder Anbringen einer Vergussmasse gasdicht verbunden. Diese Ausführung ist nicht bei allen Typen von Glühlam- pen anwendbar und bedingt ausserdem eine kostspielige Sonderbauart der Glühlampe, welche die Herstellungskosten der Leuchte erhöht. Den gleichen Kostennachteil haben Lampeneinheiten gemäss der EP 0 160 037 B1, bei denen ein von einem Hüllkolben umgebener Gaspolster unter Druck steht und ein durch inneren Überdruck verursachtes Bersten des Glaskolbens der verwen- deten Halogenlampe verhindern soll.
Bei der erfindungsgemässen Leuchte wird vorgeschlagen, dass der Öffnungsrand des Hüllkol- bens durch ein Dichtelement verschlossen ist, das zwischen dem Öffnungsrand und einem weite- ren, den Gaspolster vom umgebenden Innenraum abgrenzenden Bauteil eingespannt ist, wobei das Dichtelement eine in das Innere des Hüllkolbens weisende Ringlippe hat, welche in dem abgrenzenden Bauteil ausgebildete Löcher auf der vom Gaspolster abgekehrten Seite des abgren- zenden Bauteils abdeckt, wobei die Ringlippe die Löcher dichtend verschliesst wenn der Druck des Gaspolsters im Hüllkolben geringer ist als im umgebenden Innenraum, wohingegen die Ringlippe die Löcher nicht dichtend verschliesst, und einen Druckausgleich zwischen dem Inneren des Hüll- kolbens und dem umgebenden Innenraum zulässt, wenn der Druck im Hüllkolben höher ist als im umgebenden Innenraum,
wobei vorzugsweise der abgrenzende Bauteil ein an der Lampenfassung vorgesehener ebener Ringflansch ist. Die erfindungsgemässe Anordnung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruches hat den Vorteil, dass Glühlampen oder dgl. normaler, herkömm- licher Bauart verwendet werden können und dass die Abdichtung des Öffnungsrandes des Hüllkol- bens mit bewährten Mitteln und fertigungsgerechten Massnahmen sichergestellt werden kann.
Durch die Erfindung ist erreicht, dass beim ersten Erhitzen der Glühlampe Gas, im Normalfall Luft, aus dem sich ausdehnenden Gaspolster nach aussen entweicht und beim Abkühlen des Luftpolsters nach dem Ausschalten der Leuchte die Ringlippe des Dichtelements vom höheren Umgebungsdruck fest an den Öffnungsrand der Löcher angepresst wird. Dadurch wird die Dicht- heit des Hüllkolbenverschlusses sichergestellt und durch die auch bei eingeschalteter Leuchte sich ergebende Druckreduzierung im Luftpolster dessen wärmeisolierende Wirkung noch erhöht. Durch entsprechende Abstimmung der Lochdurchmesser mit den Parametern des Dichtelementes lässt sich ferner erreichen, dass sich im kalten Zustand der Leuchte die Ringlippe des Dichtelementes in die Löcher hineinwölbt und dadurch einen Indikator für den Unterdruck und die Dichtheit des Hüll- kolbenverschlusses bildet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgen- den Beschreibung näher erläutert. Die einzige Figur zeigt einen Leuchtenkopf eines zur Verwen- dung in explosionsgefährdeten Räumen geeigneten Handscheinwerfers teilweise in Seitenansicht und teilweise im Schnitt.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
Der Leuchtenkopf hat ein Gehäuse 10, in welchem durch eine innere Trennwand 12 ein elektrische Funktionselemente aufnehmender Raum 14 und ein eine Halogenlampe 16 herkömmli- cher Bauart, sowie einen Reflektor 18 aufnehmender Raum 20 gebildet sind, der durch eine Licht- austrittscheibe 22 nach aussen abgeschlossen ist. An das Gehäuse 10 ist ein Handgriff 24 und eine Lagerkonsole 26 angeformt, über welche der Leuchtenkopf mit einem nicht dargestellten Batterie- kasten eines Handscheinwerfers gelenkig verbindbar ist.
Die Halogenlampe 16 steckt in einer Lampenfassung 28, die auf der Trennwand 12 aufsitzt und mit einem ebenen Ringflansch 30 versehen ist. Der Glaskolben 32 der Halogenlampe 16 ist mit
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Abstand von einem aus transparentem Material bestehenden Hüllkolben 34 umgeben, der mit seinem als Flanschrand 36 ausgebildeten Öffnungsrand auf einem als Dichtmanschette 38 gebil- deten Dichtelement aufliegt.
Die Dichtmanschette 38 umgreift den äusseren Ringrandbereich des ebenen Ringflansches 30 und bildet eine in das Innere des Hüllkolbens 34 gerichtete Ringlippe 40, die als Ventilschliessglied wirkend einzelne Löcher 42 im ebenen Ringflansch 30 auf der vom Hüllkolben 34 abgekehrten Seite übergreift. Am Flanschrand 36 des Hüllkolbens 34 greift ein auf einen Gewindeansatz 44 der Trennwand 12 aufgeschraubter Spannring 46 an, der den Hüllkolben 34 dicht an den ebenen Ringflansch 30 der Lampenfassung 28 und diesen fest gegen die Trennwand 12 spannt.
Zwischen dem Glaskolben 32, dem Hüllkolben 34 und dem ebenen Ringflansch 30 des Fas- sungskörpers 28 ist ein Gaspolster, im vorliegenden Fall ein Luftpolster 48 eingeschlossen, der der Wärmeabstrahlung der Halogenlampe 16 auf aussenliegende Flächen des Leuchtenkopfes, insbe- sondere an der Lichtaustrittscheibe 22, entgegenwirkt und eine Erwärmung dieser Flächen auf unzulässig hohe Temperaturen verhindert. Der Luftpolster 48 ist gegen den Zutritt von Luft aus dem Raum 14 bzw. einer zwischen der Trennwand 12 und dem ebenen Ringflansch 30 gebildeten Kammer 50 durch die Ringlippe 40 der Dichtmanschette 38 geschützt. Wenn der Druck in der Kammer 50 höher ist als im Luftpolster 48, wird die Ringlippe 40 dicht an die Mündungsränder der Löcher 42 im Ringflansch 30 angedrückt und dadurch die Löcher 42 geschlossen.
Wenn sich bei der ersten Inbetriebnahme des Handscheinwerfers der Luftpolster 48 erwärmt und ausdehnt, lässt die Ringlippe 40 einen Druckausgleich zur Kammer 50 durch die Löcher 42 zu.
Nach dem Ausschalten der Leuchte und Abkühlen des Luftpolsters 48 sinken dessen Druck und der Luftdruck in der Kammer 50 ab, wobei die Ringlippe 40 einen Druckausgleich verhindert.
Danach steigt bei jedem weiteren Einschalten der Leuchte der Druck im Luftpolster 48 auf einen entsprechend geringeren Wert an, wodurch die wärmeisolierende Wirkung des Luftpolsters 48 noch verbessert wird.
Bei entsprechender Bemessung der Löcher 42 im Ringflansch 30 und der Ringlippe 40 der Dichtmanschette 38 lässt sich erreichen, dass im ausgeschalteten Zustand der Leuchte die Ringlip- pe 40 durch die Druckdifferenz zwischen Kammer 50 und Luftpolster 48 in die Löcher 42 hineinge- wölbt wird, wie in der Zeichnung dargestellt, und bei einem fertigen Erzeugnis durch die Lichtaus- trittscheibe 22 erkennbar ist. In diesem Fall dient die Ringlippe 40 als Indikator, der anzeigt, ob im Luftpolster 48 Unterdruck herrscht und das System dicht ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Leuchte, insbesondere Scheinwerfer, mit einer in eine Lampenfassung eingesetzten Glüh- lampe, deren Glaskolben von einem der Wärmeabstrahlung entgegenwirkenden Gaspols- ter in einem transparenten Hüllkolben umgeben ist, dessen dem Lampensockel zugekehr- ter Öffnungsrand gegen den umgebenden Innenraum des Leuchtengehäuses abgedichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsrand (36) des Hüllkolbens (34) durch ein
Dichtelement (38) verschlossen ist, das zwischen dem Öffnungsrand (36) und einem wei- teren, den Gaspolster (48) vom umgebenden Innenraum (14,50) abgrenzenden Bauteil (30) eingespannt ist, wobei das Dichtelement (38) eine in das Innere des Hüllkolbens (34) weisende Ringlippe (40) hat, welche in dem abgrenzenden Bauteil (30) ausgebildete Lö- cher (42) auf der vom Gaspolster (48) abgekehrten Seite des abgrenzenden Bauteils (30) abdeckt,
wobei die Ringlippe (40) die Löcher (42) dichtend verschliesst, wenn der Druck des Gaspolsters (48) im Hüllkolben (34) geringer ist als im umgebenden Innenraum (14,
50), wohingegen die Ringlippe (40) die Löcher (42) nicht dichtend verschliesst und einen
Druckausgleich zwischen dem Inneren des Hüllkolbens (34) und dem umgebenden Innen- raum (14,50) zulässt, wenn der Druck im Hüllkolben (34) höher ist als im umgebenden
Innenraum (14,50).