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Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugluftreifen, umfassend Seitenwände und einen Laufstreifen, wobei der Reifen zwei Rippen aufweist, die von den Seitenwänden des Reifens nach innen abste- hen.
Ein derartiger Luftreifen ist beispielsweise aus der US 3,913,654 A oder aus der WO 02/18157 A bekannt. Beide bekannten Luftreifen weisen auf der Innenfläche ihrer Seitenwän- de gerippte Bereiche auf, die durch in das Innere des Reifens weisende Rippen, die in Umfangs- richtung verlaufen, gebildet sind. Die bekannten Luftreifen besitzen aber keine Notlaufeigenschaf- ten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Reifen der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, der trotz einfachem Aufbau Notlaufeigenschaften besitzt.
Gelöst wird diese Aufgabe bei einem Luftreifen der eingangs genannten Gattung erfindungs- gemäss dadurch, dass die Rippen im Bereich der Wulste der Fahrzeugluftreifen angeordnet sind, und in Umfangsrichtung des Fahrzeugluftreifens gerippte, radial nach aussen, zur Lauffläche hin weisende Flächen aufweisen.
Da gemäss der Erfindung die im Bereich der Wulste des Luftreifens vorgesehenen Rippen radi- al nach aussen, also zur Lauffläche hin weisende Flächen besitzen, sind sie in der Lage, im Falle eines Defektes des Reifens diesen, wenn er also drucklos ist, zu stützen, so dass der Reifen Notlaufeigenschaften besitzt, weil die an den Innenseiten der Seitenwände der Reifen angeordne- ten Rippen den Reifen durch Anliegen der Lauffläche von innen stützen.
Dadurch, dass die nach aussen weisenden Flächen der Rippen in Umfangsrichtung des Reifens gerippt sind, ergibt sich eine elastische Abstützung der Lauffläche, so dass der defekte Luftreifen ohne übermässiges Erwärmen, insbesondere im Bereich der abstützenden Rippen, benützt werden kann.
In einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die nach aussen weisenden Flä- chen der Rippen zwischen zwei im wesentlichen radial verlaufenden Seitenflächen der Rippen angeordnet sind, und dass Kanäle vorgesehen sind, die sich zwischen den Seitenflächen der Rippen erstrecken.
Durch die in dieser Ausführungsform vorgesehenen Kanäle, welche die Rippen etwa in Achs- richtung des Luftreifens durchgreifen, werden die Rippen des erfindungsgemässen Luftreifens noch elastischer gemacht, so dass sich die oben erläuterten Effekte des erfindungsgemässen Luftreifens in verstärktem Ausmass ergeben. Überdies ist durch diese Kanäle ein Druckausgleich der neben bzw. zwischen den Rippen befindlichen Bereiche des Innenraumes des Luftreifens möglich, so dass die Notlaufeigenschaften weiter verbessert sind.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen. Es zeigt : 1 im Schnitt einen Luftreifen, Fig. 2 im Schnitt eine andere Ausführungsform eines Luftreifens, Fig. 3 eine dritte Ausführungsform eines Luftreifens, Fig. 4 den Luftreifen aus Fig. 2 ohne Druck im Reifen und Fig. 5 den Reifen von Fig. 3 ohne Druck im Reifen.
In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform besitzt ein Luftreifen 10 zwei in seinen Wulstberei- chen angeordnete, nach innen weisende Rippen 101, die von zwei gegenüberliegenden Seiten- wänden des Reifens 10 abstehen. Die nach innen weisenden Rippen 101 haben jeweils eine gerippte, radial nach aussen, also zur Lauffläche des Reifens 10 hin weisende, Fläche.
Bei den Ausführungsformen der Fig. 2 und 3 sind in den Rippen 101 zwischen den einander gegenüberliegenden etwa radial ausgerichteten Seitenflächen der Rippen 101 Kanäle 102 vorge- sehen, die bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform einen grösseren lichten Querschnitt haben als bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform.
Solche Fahrzeugluftreifen 10 werden auf einer Felge 50 montiert, so dass sie zusammen mit der Felge 50 wie üblich ein Fahrzeugrad bilden.
In den Fig. 4 und 5 ist der Reifen 10 in einem Zustand ohne Innendruck und bei Belastung ge- zeigt. Dieser Zustand ergibt sich, wenn der Reifen 10 auf Grund einer äusseren Einwirkung geplatzt ist (Unfall) oder der Reifen an irgendeiner Stelle durch einen scharfen Gegenstand durchstossen worden ist. In diesem Fall stützen die Rippen 101 den Reifen 10 dadurch, dass sie an der Innen- seite der Lauffläche anliegen, so dass es möglich ist mit dem Fahrzeug trotz des beschädigten Reifens 10 sicher bis zu einer Werkstatt weiterzufahren, um den Reifen 10 richten zu lassen.
Die Fig. 4 und 5 zeigen auch, dass dank der bei den Reifen 10 der Fig. 2 und 3 vorgesehenen Kanäle 102 zwischen den innerhalb und ausserhalb der Rippen 101 liegenden Bereichen des
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Reifeninnenraumes eine Ventilation möglich ist, so dass durch die Kanäle 102 nicht nur das Ge- wicht des Reifens verringert wird, sondern auch ein Druckausgleich zwischen den einzelnen Ab- schnitten des Luftreifens beim Fahren mit plattem Reifen möglich ist.
Die nach innen weisenden Rippen können mit Drähten oder dergleichen verstärkt sein.
Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt dargestellt werden :
Ein Fahrzeugluftreifen 10 besitzt im Wulstbereich zwei Rippen 101, die von den Seitenwänden des Reifens 10 nach innen abstehen. Diese Rippen 101 besitzen radial nach aussen weisende, gerippte Flächen, die bei beschädigtem Reifen nach innen her an der Lauffläche des Reifens 10 anliegen, so dass der Reifen 10 Notlaufeigenschaften besitzt. In den Rippen 101 können diese querende, etwa achsparallel ausgerichtete Kanäle 102 vorgesehen sein, welche die Elastizität der Rippen 101 vergrössern und beim Fahren mit plattem Reifen einen Druckausgleich zwischen einzelnen Abschnitten des Innenraumes des Reifens 10 erlauben.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Fahrzeugluftreifen (10), umfassend Seitenwände und einen Laufstreifen, wobei der Reifen (10) zwei Rippen (101) aufweist, die von den Seitenwänden des Reifens (10) nach innen abstehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen (101) im Bereich der Wulste der
Fahrzeugluftreifen (10) angeordnet sind, und in Umfangsrichtung des Fahrzeugluftreifens gerippte, radial nach aussen, zur Lauffläche hin weisende Flächen aufweisen.