AT411932B - Dichtprofil für ein mit schaum ausgespritztes gehäuse - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung bezieht sich auf ein Dichtprofil für ein mit Schaum ausgespritztes Gehäuse. Zu dämmende Gegenstände werden zum Teil in Gehäuse platziert und anschliessend der Raum zwischen dem Gehäuse und dem zu dämmenden Gegenstand mit einem Schaum ausge- spritzt. Hierbei ist darauf zu achten, dass kein Schaum zwischen den Fugen der Gehäuseteile austritt. Die AT 408 808 B zeigt ein Gehäuse mit übergreifenden Teilflächen. Wird ein derartiges Ge- häuse ausgespritzt, so besteht die Gefahr des Schaumaustritts. Bei ausgeschäumten Gehäusen gemäss dem Stand der Technik werden daher entweder die Fugen mittels Klebestreifen abgedichtet oder eine Folie zwischen das Gehäuse und den Schaum platziert. Die erstgenannte Lösung hat den Nachteil, dass sie zeitaufwendig und somit teuer ist. Die zweite Lösung hat den Nachteil, dass bei Falten in der Folie Hohlräume entstehen und auch keine stabilisierende Wirkung durch den Schaum entsteht, da die Folie lediglich an dem Gehäuse anliegt, nicht jedoch mit der Wand verklebt. Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein gedämmtes Gehäuse zu schaf- fen, welches mit einfachem Arbeitsaufwand mit Schaum gefüllt werden kann, bei dem kein Schaum durch Fugen austritt und das zugleich einen steifen Aufbau besitzt. Erfindungsgemäss wird dies durch ein Dichtprofil für Gehäuse gemäss dem unabhängigen An- spruch 1 dadurch erreicht, dass Gehäuseteile mit Hintergreifungen verbunden werden und an- schliessend das Gehäuse mit Schaum ausgespritzt wird. Die Hintergreifungen verhindern ein Aus- treten des Schaums durch die Fugen. Da der Schaum mit den Gehäuseteilen beim Aushärten verklebt, wird das Gehäuse auf diese Art zusätzlich versteift. Gemäss den Merkmalen des Anspruchs 2 ergibt sich der Vorteil, dass durch die Spannung zwi- schen den Gehäuseteilen eine feste Verbindung besteht. Durch die Merkmale des Anspruchs 3 wird eine feste Verbindung zwischen den Gehäuseteilen erreicht. Gemäss den Merkmalen des Anspruchs 4 kann eine feste Verbindung zwischen den Gehäuse- teilen ohne gesonderte Verbindungsmittel erreicht werden. Durch die Merkmale des Anspruchs 5 wird erreicht, dass ein Austritt von Schaum durch Stoff- schluss der Gehäuseteile verhindert wird. Durch die Merkmale des Anspruchs 6 wird ein besonders vorteilhafter Einsatz eines erfin- dungsgemässen Dichtprofils beschrieben. Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt Fig. 1 ein Gehäuse ohne Darstellung der erfindungsgemässen Dichtprofile und ohne Schaum als Explosionszeichnung, Fig. 2 das selbe Gehäuse geschlossen mit Schaum, Fig. 3 übergreifende Gehäuseteile gemäss dem Stand der Technik sowie Fig. 4 bis 8 Details von Varianten eines erfindungsgemässen Dichtprofils. Fig. 1 zeigt einen Warmwasserspeicher 5 in einem Gehäuse 4, das über mindestens zwei Ge- häuseteile 1, 2 verfügt. Während in Fig. 1 das Gehäuse 4 offen und ohne Schaum ist, ist in Fig. 2 das selbe Gehäuse 4 geschlossen mit Schaum 3 zu sehen. Zwischen dem Warmwasserspeicher 5 und den Gehäuseteilen 1, 2 befindet sich ein wärmedämmender Schaum 3, welcher zusätzlich zur wärmedämmenden Funktion auch dem Gehäuse 4 und den darin befindlichen Teilen Stabilität gibt. Erfindungsgemäss greifen die beiden Gehäuseteile 1,2 entsprechend der Figuren Fig. 4 bis Fig. 8 in Teilbereichen 11,21 hintergreifend ineinander ein. Die beiden Gehäuseteile 1,2 werden derart zusammengefügt, dass die Lücke zwischen dem Gehäuseteil 1 von dem Gehäuseteil 2 geschlossen wird. In Fig. 4 ist eine Variante des erfindungsgemässen Dichtprofils zu sehen. Das Gehäuseteil 1 verfügt über eine Sicke 7 kurz vor einer Abschlusskante 9. Das Gehäuseteil 2 verfügt ebenfalls über eine Sicke 7 kurz vor einer Abschlussumkantung 8. Die beiden Gehäuseteile 1, 2 sind derart zu- sammengefügt, dass die Abschlusskante 9 des Gehäuseteils 1 linienförmig an die Sicke 7 des Gehäuseteils 2 anstösst. Gleichzeitig hintergreift die Abschlussumkantung 8 des Gehäuseteils 2 linienförmig in die Sicke 7 des Gehäuseteils 1. Nieten 6 halten die Gehäuseteile 1,2 zusammen. Die Abschlussumkantung 8 und die Abschlusskante 9 verformen sich dabei elastisch und sorgen für eine Druckspannung im Berührungsbereich. Innerhalb des Gehäuses 4 befindet sich Dämm- schaum 3. Durch die Linienberührung zwischen den beiden Gehäuseteilen 1,2 kann kein <Desc/Clms Page number 2> Schaum 3 in die Umgebung entweichen. Minimale Mengen Schaum 3, welche beim Schäumen an der Abschlusskante 9 vorbeistreichen könnten, werden zwischen den Teilflächen 11,12 abgefan- gen und können nicht über die Abschlussumkantung 8 nach aussen gelangen. Fig. 5 zeigt ein Dichtprofil, das ohne gesonderte Verbindungsmittel auskommt. Die Gehäusetei- le 1,2 sind derart aufeinander abgestimmt, dass sie elastisch federnd ineinander eingreifen. Die beiden Teilflächen 11,21 sind als Federn ausgestaltet, die über zueinander senkrechte Stützflä- chen 10, 12, an denen die Gehäuseteile 1, 2 aneinander anliegen, verfügen. Zusätzlich verfügt das Gehäuseteil 1 über eine Abwinklung 13 sowie das Gehäuseteil 2 über eine Abwinklung 14. Die Abwinklung 14 greift in die Abwinklung 13 ein, wobei der Winkel zwischen der Stützfläche 12 und der Abwinklung 14 kleiner ist als der Winkel zwischen der Stützfläche 12 und der Abwinklung 13. Hierdurch entsteht Formschluss durch die Stützflächen 10 und 12 sowie die Linienberührung zwi- schen den Abwinklungen 13 und 14. Durch die elastische Verformung der Gehäuseteile 1,2 ent- steht ferner Kraftschluss. Durch den Form- und Kraftschluss kann kein Schaum 3 aus dem Inneren des Gehäuses 4 nach aussen gelangen. Für die Montage wird auf der einen Seite die Abwinkelung 14 des Gehäuseteils 2 (winkelig zur Darstellung in Fig. 4) in die Abwinkelung 13 des Gehäusteils 1 eingeführt und anschliessend durch Drehen in die Position gemäss Figur 4 gebracht. Auf der ande- ren Seite erleichert eine Einrasthilfe 15 die elastische Verformung des Gehäuseteils 1, damit das Gehäuseteil 2 eingeführt werden kann. Fig. 7 zeigt ein ähnliches Dichtprofil, das jedoch im Vergleich zu Fig. 4 über keine Abwinklun- gen 13,14 verfügt. Stattdessen drückt die Abschlussumkantung 8 des Gehäuseteils 1 linienförmig auf das Gehäuseteil 2. Letztendlich ist in Fig. 8 ein Gehäuse 4 zu sehen, bei dem ein Gehäuseteil 1 im wesentlich rund gestaltet ist und in den Teilbereich 11,21 am Ende Abwinklungen 13,14 ineinander eingrei- fen. Die Spannung im Gehäuseteil 1 sorgt für den Kraftschluss entlang der linienförmigen Form- schlusslinie. Das Fertigungsverfahren sieht vor, dass vorwiegend Schäume auf Basis einer Polyol-Mischung (Hartschaumsystem) verwendet werden. Die Gehäuseteile 1,2 werden zusammengesetzt, so dass sie über dichte Fugen (wie oben beschrieben) verfügen. Mit sehr kurzen sogenannten Schusszeiten (ca. 2-3sec. ) wird das Schaumgemisch in die Form (Raum zwischen Gehäuse 4 und Warmwasser- speicher 5) durch Spritzen aus einer Düse eingebracht : Gemisch fängt sofort nach Verlassen der Düse an zu treiben bis der Raum völlig ausgefüllt ist. Hierbei wird das Gehäuse drucksicher in der Schaumform gehalten, so dass auch bei entstehenden Überdrücken die gewollten Mehrmen- gen an Hartschaumgemisch sicher verbracht werden können. Durch die Menge und den Druck lässt sich die Dichte des Schaums beeinflussen. Bis das Schaumgemisch in der Reaktionsheftigkeit abnimmt und auszuhärten beginnt, vergeht etwa eine halbe Stunde. Man unterscheidet zwischen offenzelligem und geschlossenzelligem Schaum. Die Zellstruktur des offenzelliger Schaum bricht nach dem Aushärten partiell auf und entlässt das Treibgas. Hier dringt anstelle des Treibgases die Umgebungsatmosphäre in die Zelle. Offenzelliger Schaum ist besonders geeignet bezüglich Recycling, weist eine geringe Dichte auf, hat jedoch keine hohe Stabilität, so dass offenzelliger Schaum nur bedingt als tragendes Material eingesetzt werden kann. Der gesamte Schäumprozess muss - um reproduzierbar gesteuert werden zu können - in allen Parametern (Zeiten, Verarbeitungstemperatur, etc. ) überwacht werden und ist gegenüber Abwei- chungen sehr sensibel. Die Prozessführung sollte demzufolge weitestgehend automatisiert ablau- fen, da bei Abweichungen das gesamte eingeschäumte Produkt Ausschuss wird und der einge- schäumte Gegenstand erst nach manuellem "Schälen" wieder der Produktion zugeführt werden kann. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Dichtprofil für ein mit Schaum (3) ausgespritztes Gehäuse (4) mit einem oder mehreren Gehäuseteilen (1,2), welche aneinander anliegen, dadurch gekennzeichnet, dass Teil- flächen (11,21) der Gehäuseteile (1, 2) einander hintergreifen. <Desc/Clms Page number 3>
- 2. Dichtprofil gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseteile (1, 2) un- ter Spannung miteinander verbunden sind.
- 3. Dichtprofil gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseteile (1, 2) durch Verbindungsmittel (6) verbunden sind.
- 4. Dichtprofil gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ge- häuseteile (1, 2) durch elastische Verformung verbunden sind.
- 5. Dichtprofil gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ge- häuseteile (1, 2) durch zwei Linienberührungen miteinander Kontakt haben.
- 6. Dichtprofil gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (4) ein Warmwasserspeicher (5) angeordnet ist.
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