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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchte nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Derartige gattungsgemässe Leuchten sind allgemein bekannt. Dabei wird das Leuchtengehäuse, in dem eine Lichtquelle, wie z. B. eine Glühlampe oder eine Langfeldlampe, angeordnet ist, von Halterungsmittel gehalten, welche beispielsweise in Form eines Ständers (Standleuchte) oder einer Wand- bzw. Deckenbefestigung (Wand- oder Deckenleuchte) ausgebildet sind. Das Leuchtengehäuse ist an den Halterungsmitteln angelenkt, so dass das Leuchtengehäuse um das betreffende Gelenk bezüglich den Halterungsmitteln geschwenkt werden kann.
Dabei sind jedoch abhängig von der jeweiligen Konstruktion dem durch die Gelenkanordnung ermöglichten Schwenkwinkel Grenzen gesetzt. Insbesondere lässt sich mit den bekannten Konstruktionen das Leuchtengehäuse in der Regel nicht um mehr als ¯90 gegenüber den Halterungsmitteln schwenken. Dies ist jedoch für eine hohe Bedienfreundlichkeit und multifunktionelle Anwendbarkeit wünschenswert.
Aus der EP-A1-0 735 315 ist eine sogenannte Scherengitterleuchte bekannt, die zwei gleiche, zueinander parallel verlaufende Scherengitter aus elektrisch leitendem Material aufweist, wobei die Gelenkpunkte der beiden Scherengitter einander gegenüberliegen. Mindestens zwei einander gegenüberliegende Gelenkpunkte sind mit sogenannten Sofittenanschlüssen versehen, an denen Sofittenglühlampen zwischen den beiden Gelenkpunkten eingesetzt werden können. Die Scherengitterleuchte lässt sich aufgrund der gegenüberliegend angeordneten und parallel verlaufenden Scherengitter anwendungs- und benutzerspezifisch auseinanderziehen bzw. zusammenschieben.
Ein Schwenken der Leuchte bzw. der darin gehaltenen Glühlampen ist jedoch nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Leuchte nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 derart auszugestalten, dass das Leuchtengehäuse mit der darin befindlichen Lichtquelle über einen möglichst grossen Winkelbereich geschwenkt werden kann. Insbesondere soll das Leuchtengehäuse um mindestens ¯90 schwenkbar sein.
Diese Aufgabe wird gemäss der vorliegenden Erfindung durch eine Leuchte mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Die Unteransprüche beschreiben vorteilhafte und bevorzugte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung.
Die erfindungsgemässe Leuchte umfasst ein über eine Gelenkanordnung an Halterungsmitteln befestigtes Leuchtengehäuse, wobei die Gelenkanordnung zwei sich kreuzend angeordnete Gelenkarme aufweist, die an ihren einen Enden an dem Leuchtengehäuse und an ihren anderen Enden an den Halterungsmitteln angelenkt sind.
Durch diese Anordnung der Gelenkarme kann das Leuchtengehäuse in mindestens eine Richtung um mehr als 90 aus eine Ausgangsposition verschwenkt werden. Dies ermöglicht, dass die erfindungsgemässe Leuchte ohne Neupositionierung der gesamten Leuchte zur Ausstrahlung vieler verschiedener räumlicher Bereiche eingesetzt und daher zu unterschiedlichen Anwendungen verwendet werden kann.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Gelenkarme jeweils länger als der Abstand der an den Halterungsmitteln angebrachten Gelenke der Gelenkarme sind. Zudem ist vorteilhaft, wenn der Abstand der an dem Leuchtengehäuse angebrachten Gelenke der Gelenkarme kleiner als der Abstand der an den Halterungsmitteln angebrachten Gelenke der Gelenkarme ist. Dies ermöglicht einen besonders grossen Schwenkbereich des Leuchtengehäuses.
Um das Leuchtengehäuse in einer bestimmten Schwenkstellung fixieren zu können, kann im Bereich der Gelenkachsen an den Befestigungsmitteln und/oder dem Leuchtengehäuse ein nach dem Prinzip einer Reibungsbremse oder einer Verrasterung funktionierendes Fixiermittel angeordnet sein. Alternativ kann das Fixiermittel derart ausgebildet sein, dass es nicht direkt in die Gelenke eingreift, jedoch trotzdem eine Fixierung des Leuchtengehäuses in einer gewünschten Schwenkstellung ermöglicht, wie z. B. im Falle einer Halterung oder dergleichen.
Die vorliegende Erfindung kann auf alle Leuchtenarten angewendet werden, bei denen das Leuchtengehäuse geschwenkt werden kann. Demzufolge kann die erfindungsgemässe Leuchte sowohl eine Standleuchte als auch eine Tisch-, Wand- oder Deckenleuchte usw. sein. Handelt es sich bei der erfindungsgemässen Leuchte um eine Wand- oder Deckenleuchte, umfassen die Halterungsmittel eine Aufhängung, während im Falle einer Standleuchte oder Tischleuchte die Halterungsmittel einen Ständer aufweisen.
Des weiteren lässt sich die vorliegende Erfindung auf unterschiedlichste Leuchtengehäusefor-
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men anwenden. Besitzt das Leuchtengehäuse eine längliche Form, ist bevorzugt an beiden Längsseiten des Leuchtengehäuses eine erfindungsgemässe Gelenkanordnung vorzusehen.
Besonders vorteilhaft ist die Kombination von zwei oder mehr erfindungsgemässen Leuchten zu einer Leuchtenanordnung nach Anspruch 15, wobei die sich kreuzenden Gelenkarme der einzelnen Leuchten über gemeinsame Gelenke an einer gemeinsamen Halterung angelenkt sind.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Leuchte,
Fig. 2 zeigt eine Leuchtenanordnung mit zwei erfindungsgemässen Leuchten gemäss einem zweiten Ausführungsbeispiel,
Fig. 3 zeigt Darstellungen zur Erläuterung des Prinzips der Erfindung bei einem dritten erfindungsgemässen Ausführungsbeispiel, und
Fig. 4 zeigt Darstellungen zur Erläuterung des Prinzips der Erfindung bei einem vierten erfindungsgemässen Ausführungsbeispiel.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung handelt es sich um eine Leuchte 1 mit einem sich länglich erstreckenden Leuchtengehäuse 2. In dem Leuchtengehäuse 2 ist ein Hohlraum zur Aufnahme einer Lichtquelle, wie z. B. einer Glühlampe oder einer Leuchtstofflampe, ausgebildet. Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist dieser Hohlraum durch eine (Milch-) Glasabdeckung 3 abgedeckt, um eine Blendung eines Beobachters durch die Lichtquelle zu vermeiden. Das Leuchtengehäuse 2 wird über Halterungsmittel 4,5 an einer Decke befestigt, wobei die Halterungsmittel eine Aufhängung 4 sowie einen damit verbundenen Quersteg 5 umfassen.
Das Leuchtengehäuse 2 ist mit dem Quersteg 5 über eine Gelenkanordnung verbunden, wobei die Gelenkanordnung zwei sich kreuzende Gelenkarme 6,7 umfasst, welche einerseits über Gelenke A bzw. B an dem Leuchtengehäuse 2 und andererseits über Gelenke C bzw. D an dem Quersteg 5 angelenkt sind. Die Ausgestaltung der Gelenke A-D sowie deren Befestigung an dem Leuchtengehäuse 2 und dem Quersteg 5 ist im Prinzip beliebig wählbar, solange die gewählte Anordnung ein Schwenken des Leuchtengehäuses 2 gegenüber den einzelnen Gelenke A-D bzw. dem Quersteg 5 ermöglicht.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die erfindungsgemässe Gelenkanordnung beidseitig an den Seitenflächen des Leuchtengehäuses 2 angebracht, d. h. sowohl an der linken als auch an der rechten Gehäuseseite existieren jeweils zwei sich kreuzende Gelenkarme 6, 7, die mit der entsprechenden Gehäuseseite 2 sowie Halterungsmitteln 4,5 gelenkig verbunden sind.
Die erfindungsgemässe Gelenkanordnung ermöglicht ein Schwenken des Leuchtengehäuses über einen sehr grossen Schwenkwinkelbereich. Insbesondere ist die Gelenkanordnung derart gewählt, dass das Leuchtengehäuse um mindestens +90 oder -90 verschwenkt werden kann.
Dies soll nachfolgend unter Bezugnahme auf Fig. 3 und 4 näher erläutert werden.
Fig. 3a zeigt eine Ausgangsstellung der erfindungsgemässen Gelenkanordnung mit den Gelenken A-D gemäss dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel. Die Gelenke A und D sind somit durch den Gelenkarm 6 verbunden, während die Gelenke B und C durch den Gelenkarm 7 verbunden sind. Die beiden Gelenke A und B sind an dem Leuchtengehäuse 2 befestigt und demanch voneinander durch einen unveränderbaren Abstand getrennt. Die Gelenke C und D befinden sich an dem mit der Aufhängung 4 gekoppeten Quersteg 5 und sind ebenfalls voneinander fest beabstandet. In der Ausgangsstellung (Fig. 3a) kreuzen sich die beiden Gelenkarme 6, 7.
Es sei nunmehr, wie in Fig. 3 schematisch dargestellt ist, angenommen, dass die Gelenkarme, d. h. die Abstände zwischen den Gelenken A und D bzw. B und C, länger sind als der Quersteg 5, d. h. der Abstand zwischen den Gelenken C und D. Durch Schwenken des Leuchtengehäuses 2 mit den Gelenken A und B in die dargestellte Pfeilrichtung kann das Leuchtengehäuse 2 über eine in Fig. 3b gezeigte Zwischenstellung in eine in Fig. 3c dargestellte Stellung geschwenkt werden, in der das Leuchtengehäuse 2 gegenüber der Ausgangsstellung um mehr als 90 verschwenkt ist. In diesem Fall ist die Verschwenkung in die dargestellte Pfeilrichtung lediglich durch den Anschlag an die Aufhängung 4 bzw. die Decke begrenzt, während eine Verschwenkung in die entgegengesetzte Pfeilrichtung durch den Anschlag an die Gelenkachse C des Querstegs 5 begrenzt ist.
In Fig. 4 sind analog verschiedene Verschwenkstellungen für den Fall dargestellt, dass wieder-
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um der Quersteg 5, d. h. der Abstand zwischen den Gelenken C und D, kürzer ist als die Gelenkarme 6, 7, d. h. die Abstände zwischen den Gelenken A und D bzw. B und C. Zudem sei in diesem Fall angenommen, dass der Abstand zwischen den Gelenken A und B im Gegensatz zu Fig. 3 kleiner ist als der Abstand zwischen den Gelenken C und D.
Bei Verschwenkung des Leuchtengehäuses im Uhrzeigersinn (Fig. 4a) kann, wie in Fig. 4a-1 dargestellt ist, das Leuchtengehäuse 2 soweit verschwenkt werden, bis der Gelenkarm 6 (d. h. die Verbindung zwischen den Gelenken A und D) an der Gelenkachse B, die an dem Leuchtengehäuse befestigt ist (vgl. Fig. 1) anschlägt. Wie Fig. 4a-2 zu entnehmen ist, wird somit eine Verschwenkung des Leuchtengehäuses um nahezu 270 in Pfeilrichtung ermöglicht.
Wird das Leuchtengehäuse aus der Ausgangsstellung (Fig. 4b-1) entgegen den Uhrzeigersinn verschwenkt (Fig. 4b), ist wiederum eine Verschwenkung möglich, bis der die Gelenke A und D verbindende Gelenkarm 6 an der an dem Leuchtengehäuse 2 befestigten Gelenkachse B anschlägt (vgl. Fig. 4b-2), wobei in diesem Fall eine Verschwenkung von wiederum mehr als 90 möglich ist.
Fig. 2 zeigt den Einsatz der erfindungsgemässen Gelenkanordnung bei zwei kreisförmigen Deckenleuchten 1. Jede dieser Leuchten 1 besitzt wiederum ein Leuchtengehäuse 2 mit einem von einer Glasscheibe 3 abgedeckten Hohlraum zur Aufnahme einer Lichtquelle, wobei an jedem Leuchtengehäuse 2 zwei sich kreuzende Gelenkarme 6,7 mit Hilfe von Gelenken A bzw. B angelenkt sind. Die beiden Gelenkarme 6,7 sind ebenso, analog zu Fig. 1, an einem gemeinsamen Quersteg 5 angelenkt, wobei in Fig. 2 nur das eine Quersteg-Gelenk D sichtbar ist.
Für die in Fig. 2 gezeigten Leuchten 1 gilt im Prinzip das bereits zu dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel Gesagte. Ebenso treffen auch die Erläuterungen zu Fig. 3 und 4 zu, so dass auf eine Wiederholung dieser Ausführungen verzichtet wird.
Besonders vorteilhaft ist jedoch bei der in Fig. 2 gezeigten Leuchtenanordnung, dass die beiden Leuchten bzw. Strahler 1 jeweils auf einer Seite des Querstegs 5 durch gemeinsame Gelenke gehalten werden, was eine Platzersparnis zur Folge hat und dennoch eine unabhängige Einstellung bzw. Verschwenkung jeder Leuchte von der anderen Leuchte ermöglicht.
Zudem ist die in Fig. 2 gezeigte Anordnung über ein Drehgelenk 8 an einer Decke befestigt, was ein Verdrehen der Leuchten 1 erlaubt und somit einen zusätzlichen Freiheitsgrad für die Verstellung und Ausrichtung der Leuchten 1 liefert. Gemäss Fig. 2 ist das Drehgelenk insbesondere zwischen dem Quersteg 5 und der Aufhängung 4 angeordnet, so dass der Quersteg 5 zusammen mit den Leuchten 1 gegenüber der Aufhängung 4 verdreht werden kann.
Des weiteren ist in Fig. 2 beispielhaft ein Mechanismus zur Fixierung der Leuchten in einer gewünschten Verschwenkposition dargestellt. Dieser Mechanismus umfasst ein mit dem Gelenk D gekoppeltes Zwischenteil 9, welches bei Drehen des daran befindlichen Hebels das Gelenk D im Sinne einer Reibungsbremse blockiert oder arretiert, so dass anschliessend keine weitere Verschwenkung des Leuchtengehäuses 2 oder lediglich eine Verschwenkung mit erheblichem Kraftaufwand möglich ist, wenn das Zwischenteil 9 nicht mit Hilfe des entsprechenden Hebels zuvor wieder gelockert worden ist. Selbstverständlich kann dieser Fixiermechanismus auch an jeder der Gelenkachsen A-D angebracht sein. Ebenso kann eine Fixierung des Leuchtengehäuses 2 in einer gewünschten Verschwenkposition auch mit Hilfe von Verrasterungen, bestimmter Halterungen oder dergleichen erfolgen.
Die in Fig. 2 gezeigten Merkmale lassen sich selbstverständlich auch auf das in Fig. 1 gezeigte Ausführungsbeispiel anwenden. So kann auch die in Fig. 1 gezeigte Leuchte 1 über ein Drehgelenk 8 an der Decke befestigt oder Fixiermechanismen 9 vorgesehen sein. Ebenso können auch mehrere längliche Leuchtengehäuse 2 in Übereinstimmung mit Fig. 2 über gemeinsame Gelenke C, D an gemeinsamen Befestigungsmitteln 4,5 befestigt werden.
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