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Die Erfindung bezieht sich auf ein Polstermöbel mit aneinandergereihten Polsterkörpern, die stumpf stossend eine gemeinsame Auflagefläche bilden und über entlang der Stösse vorgesehene Filmscharniere miteinander verschwenkbar verbunden sind.
Um Liegemöbel in Sitzmöbel und umgekehrt Sitzmöbel in Liegemöbel umwandeln zu können, sind Polstermöbel bekannt, die matratzenartige Polsterkörper aufweisen, die über Filmscharniere miteinander verbunden sind, so dass die Polsterkörper aus einer Lage, in der sie stumpf stossen und eine gemeinsame Auflagefläche bilden, gegenseitig verschwenkt werden können.
Da die Filmscharniere zwischen auf einer Polsterseite verlaufenden Längsrändern der Stossflächen jeweils stossender Polsterkörper angeordnet sind, können die Polsterkörper nur nach einer Seite gegeneinander verschwenkt werden, weil die aneinanderliegenden Stossflächen stossender Polsterkörper eine Schwenkverstellung in der gegensinnigen Schwenkrichtung sperren.
Aufgrund dieser konstruktionsbedingten Beschränkung der gegenseitigen Schwenkverstellung stossender Polsterkörper auf einen vorgegebenen Winkelbereich von höchstens 180 sind auch die Umwandlungsmöglichkeiten für Polstermöbel mit solchen Polsterkörpern beschränkt, was insbesondere dann eine Rolle spielt, wenn nicht ein vorgegebener Umwandlungsablauf einzuhalten ist, sondern durch ein wahlweises Verlagern der Polsterkörper eine freie Gestaltung des Polstermöbels eröffnet werden soll.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Polstermöbel der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass aufgrund einer unbeschränkten gegenseitigen Verschwenkbarkeit der über Filmscharniere miteinander verbundenen Polsterkörper eine vielfältige Umwandlungsmöglichkeit mit einer weitgehend freien Gestaltung des aus den einzelnen Polsterkörpern zusammengesetzten Polsterteils geschaffen wird.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Filmscharniere über die Stosslänge verteilte, sich jeweils über die Höhe der Stossflächen aneinanderstossender Polsterkörper erstreckende, endseitig mit den einander gegenüberliegenden Längsrändern der Stossflächen verbundene Laschen aufweisen, die zumindest gruppenweise abwechselnd an den beiden Längsrändern der Stossflächen der jeweils stossenden Polsterkörper scharnierbildend angreifen.
Da zufolge dieser Massnahmen zur Bildung der Filmscharniere Laschen verwendet werden, die sich jeweils über die Höhe der Stossflächen aneinanderstossender Polsterkörper erstrecken, ergeben sich an den beiden mit den aneinanderstossenden Polsterkörpern verbundenen Enden der Laschen Filmscharniere entlang der einander gegenüberliegenden Längsränder der Stossflächen, so dass die Polsterkörper wahlweise um eines der beiden Filmscharniere im Bereich der gegenüberliegenden Längsränder der Stossflächen gegeneinander verschwenkt werden können.
Da die Laschen zumindest gruppenweise abwechselnd an den einander gegenüberliegenden Längsrändern der Stossflächen angreifen, werden die Polsterkörper auch quer zu den Stossflächen zusammengehalten, weil eine Abstandsvergrösserung im Stossbereich ein Verschwenken der Laschen bedingt, was aufgrund der abwechselnd an gegenüberliegenden Polsterseiten angreifenden Laschen weitgehend unterbunden wird. Beim gegenseitigen Verschwenken zweier stossender Polsterkörper um das Filmscharnier auf einer Polsterseite liegen die abwechselnd an den der Scharnierachse gegenüberliegenden Längsrändern der Stossflächen angreifenden Laschen am zugehörigen Polsterkörper an und werden mit den Polsterkörpern mitgeschwenkt.
Obwohl die auf den einander gegenüberliegenden Polsterseiten durch die Laschen gebildeten Filmscharniere für sich nur einen Schwenkwinkel von höchstens 180 zulassen, ergibt sich durch die Filmscharniere auf beiden Polsterseiten für die Polsterkörper ein gegenseitiger Schwenkbereich von 360 , allerdings um zwei Scharnierachsen, die in einem Abstand entsprechend der Höhe der Stossflächen verlaufen.
Die Verteilung der abwechselnd die gegenüberliegenden Längsränder der beiden Stossflächen benachbarter Polsterkörper verbindenden Laschen entlang der Stosslänge kann zwar unterschiedlich gewählt werden, doch ergeben sich besonders einfache Konstruktionsverhältnisse, wenn die Laschen aus im Bereich der Längsränder der Stossflächen vorgesehenen Ansätzen
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bestehen, die abwechselnd den Polsterüberzügen der jeweils stossenden Polsterkörper zugehören.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 ein erfindungsgemässes Polstermöbel ausschnittsweise im Bereich zweier stossender
Polsterkörper in einer schematischen Seitenansicht in Stosslängsrichtung, Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung der beiden gegeneinander teilweise ver- schwenkten Polsterkörper, Fig. 3 eine stirnseitige Ansicht auf die Stossflächen der um 180 aufeinandergeschwenkten
Polsterkörper in einem kleineren Massstab und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3 in einem grösseren Massstab.
Obwohl Polstermöbel der erfindungsgemässen Art ein Gestell für die Aufnahme der aus einzelnen Polsterkörpern 1,2 zusammengesetzten Polsterteile aufweisen können, wird das Polstermöbel gemäss dem Ausführungsbeispiel durch Polsterkörper 1,2 selbst gebildet, indem die Polsterkörper, die über Filmscharniere 3,4 auf den einander gegenüberliegenden Polsterseiten miteinander gelenkig verbunden sind, wahlweise gegeneinander verschwenkt werden, um beispielsweise eine gemeinsame Auflagefläche, Sitzflächen und Rückenlehnen, aber auch Hohlkörper für Spielzwecke zu bilden.
Um Filmscharniere 3,4 auf gegenüberliegenden Polsterseiten ohne gegenseitige Beeinträchtigung der jeweiligen Schwenkbewegung zu ermöglichen, sind im Bereich der Stossflächen 5 der jeweils stossenden Polsterkörper 1, 2 Laschen 6,7 entlang der Stosslänge verteilt, die abwechselnd den Längsrand 8 auf der einen Polsterseite der Stossfläche 5 der Polsterkörper 1,2 mit dem gegenüberliegenden Längsrand 9 verbinden, wie dies für die stumpfstossenden Polsterkörper 1,2 in der Fig. 1 angedeutet ist. Obwohl die in Stosslängsrichtung nebeneinander angeordneten Laschen 6,7 an den Stossflächen 5 der beiden Polsterkörper 1,2 anliegen, sind sie in der Fig. 1 als einander kreuzend dargestellt, um die endseitige Anbindung der Laschen 6,7 an den einander gegenüberliegenden Längsrändern 8, 9 der stossenden Polsterkörper 1,2 zu verdeutlichen.
Aufgrund dieser Laschenanbindung an die Polsterkörper 1,2 an einander gegenüberliegenden Längsrändern 8,9 des Stosses wird es möglich, beispielsweise den Polsterkörper 2 gegenüber dem Polsterkörper 1 um das Filmscharnier 3 zu verschwenken, wie dies in der Fig. 3 gezeichnet ist. Das Filmscharnier 3 wird durch die Anlenkstellen der Laschen 6,7 an den Längsrändern 8 der stossenden Polsterkörper 1,2 gebildet, wobei die Laschen 7 mit dem Polsterkörper 2 mitgeschwenkt werden, während die Laschen 6 in Anlage an der Stossfläche 5 des Polsterkörpers 1 gehalten werden. In analoger Weise können die Polsterkörper 1,2 gegensinnig um das Filmscharnier 4 verschwenkt werden.
In den Fig. 3 und 4 ist die Endlage der Schwenkverlagerung des Polsterkörpers 2 um das Filmscharnier 3 dargestellt, diese Endlage wird durch das Aufeinanderliegen der Polsterkörper 1, 2 bestimmt. In der Fig. 3 wird die abwechselnde Aneinanderreihung der Laschen 6,7 entlang der Stosslänge ersichtlich. Die Laschen 6,7 werden durch lappenartige Ansätze der Polsterüberzüge 10 beispielsweise im Bereich der Längskanten 9 der Stossflächen 5 gebildet und greifen am jeweils anderen Polsterkörper 1, 2 über Verbindungsnähte 11im Bereich der gegenüberliegenden Längsränder 8 an.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.
So brauchen die Laschen 6,7 nicht aus dem Stoff der Polsterüberzüge 10 durch lappenartige Ansätze gebildet zu werden. Es kommt ja nur darauf an, dass sich über die Laschen 6,7 eine im wesentlichen zugfeste Verbindung der einander gegenüberliegenden Längsränder 8,9 der Stossflächen 5 stossender Polsterkörper 1, 2 ergibt, was auch mit zumindest im Anbindungsbereich biegeweicher Zugmitteln erreicht werden kann.