AT414209B - Sammelgefäss für flüssigkeiten - Google Patents
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Description
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AT 414 209 B
Die Erfindung betrifft ein Sammelgefäß für Flüssigkeiten zur Verwendung in der Nukleinsäureanalytik, z.B. Blutabnahmeröhrchen, mit einem von einem Gefäßmantel sowie gegebenenfalls einem Gefäßboden, welche(r) eine Gefäßinnenwand bilden(t), zumindest teilweise umgebenen Gefäßinnenraum der durch zumindest eine Gefäßöffnung, die mit einer mit einem Septum 5 versehene Verschlußvorrichtung verschließbar ist, zugänglich ist, einen Träger für Reagenzien bzw. Reagenzgemische zur Anwendung in einem Sammelgefäß, mit einem Trägerkörper mit einer Trägerkörperoberfläche, sowie einen Analysekit zur Analyse von Flüssigkeiten biologischen Ursprungs mit zumindest einem Sammelgefäß zur Aufnahme der Flüssigkeit bzw. Bestandteile der Flüssigkeit und zumindest einem Träger zur Aufnahme eines Reagenzes bzw. io Reagenzgemisches.
Auf dem Gebiet der Labordiagnostik ist die Vergangenheit davon geprägt, analytische Methoden bzw. Analysegeräte zur Untersuchung von Flüssigkeiten biologischen Ursprungs, wie beispielsweise Blut, immer effizienter zu gestalten, nicht zuletzt, um damit auch die Nachweisgren-15 ze für bestimmte Blutbestandteile herabzusetzen. Dabei ist es allerdings nach wie vor erforderlich, daß zur Analyse komplexer Blutinhaltsstoffe, wie beispielsweise der genetischen Information, d.h. der Desoxy- und der Ribonucleinsäure (DNA, RNA), eine Vielzahl an unterschiedlichen Präparationsschritten erforderlich ist. Ein Grund dafür ist, daß die DNA bzw. RNA nicht bzw. nur in begrenztem Umfang stabil sind und somit bereits ab dem Zeitpunkt der Blutabnahme einem 20 kontinuierlichen Abbauprozeß unterliegen, ausgelöst von Nucleasen, Enzymen oder dgl., welche in Zellen enthalten sind, und wird somit das Ergebnis der Analyse durch ungewollte Spaltprodukte verfälscht. Eine Nachempfindung der physiologischen Kontrolle, mit der die Wirkung zellulärer und extrazellulärer Nukleasen nicht zum Tragen kommt, solang die Zellen in ihrer normalen Umgebung sind, ist bislang nicht gelungen. Die Entnahme von Blut führt zu mehr oder 25 weniger starken Veränderungen der in den Zellen enthaltenen Nukleinsäuren, sodaß gerade eine Langzeitlagerung von Blut zur Alterung bzw. Zerstörung der Zelle führt. Damit einhergehend ergeben sich naturgemäß auch Probleme bei der Untersuchung von im Blut enthaltenen Viren über deren genetische Codierung. 30 Eine der heute üblichen Wege, um Blut über einen längeren Zeitraum unverändert lagern zu können, ist das Absenken der Lagertemperatur, beispielsweise mit Hilfe von flüssigem Stickstoff. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß dem Blut bzw. generell einer biologischen Flüssigkeit bestimmte Additiva zugesetzt werden. Diese Additiva sollten dabei möglichst so ausgewählt werden, daß sie eine nachfolgende Analyse nicht beeinträchtigen. So ist aus der 35 EP 0 818 542 A1 ein Verfahren bekannt, mit dessen Hilfe durch den Zusatz eines Guanidinium-salzes in Pulverform die Nukleasen inhibiert werden sollen.
Die DE 195 19 886 A1 beschreibt eine Blutsammelvorrichtung, welche durch einen punktierbaren Stopfen verschlossen werden kann. Dieser Stopfen ist so ausgeführt, daß in eine Ausspa-40 rung ein Gefäß mit einem darin enthaltenen Additiv hineinragt, wobei dieses Gefäß einen ebenfalls punktierbaren, aber nicht wieder verschließbaren Boden besitzt. Eine den Stopfen durchstechende Kanüle dringt in das Gefäß mit dem Additiv ein und durch den weiteren Vorschub der Kanüle wird dessen Boden durchstoßen. Damit ist es möglich, das Additiv bereits während der Blutabnahme mit dem Blut in Berührung zu bringen. Mit Hilfe dieser Technik soll der Nachteil, 45 der sich aus der Verwendung von Polyethylenteraphthalatröhrchen ergibt, nämlich dessen Wasserdampfdurchlässigkeit und somit die Beeinträchtigung des in der Blutsammelvorrichtung vorhandenen Additivs, beispielsweise durch Klumpenbildung, beseitigt werden.
Nachteilig sowohl bei dem Verfahren nach der EP-A1 als auch bei der Blutsammelvorrichtung so nach der DE-A1 ist, daß damit im Prinzip nur ein einzelner Verfahrensschritt in der Kette der für die Analyse von Blutinhaltsstoffen notwendigen Vorbereitungsschritte abgedeckt wird, nämlich im Fall der EP-A1 die Stabilisierung der Nukleinsäure und im Fall der DE-A1 der Zusatz eines die Blutgerinnung verhindernden bzw. eines die Blutgerinnung beschleunigenden Additivs. Darüber hinaus weist die DE-A1 den Nachteil auf, daß keine definierte Zugabe des Additivs 55 erfolgt, da immer ein nicht vorbestimmter Rest im Gefäß verbleibt. 3
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Die EP 0 875 202 A2 zeigt einen anderen Weg auf, ein Additiv in eine Blutprobe bzw. in einen Teil einer Blutprobe einzubringen. Dazu umfaßt dieses Blutabnahmeröhrchen im unteren Teil eine Matrix aus Fasermaterial, welches mit einer Lösung eines wäßrigen Additivs getränkt ist. Zum Schutz des Additivs enthält dieses Blutabnahmeröhrchen weiters eine mit Wasser nicht 5 mischbare Flüssigkeit, welche ein spezifisches Gewicht größer als 1,07 aufweist und kann damit das wäßrige Additiv gekapselt werden. Im Blutabnahmeröhrchen ist zudem eine Vorrichtung enthalten, die nach dem Befüllen des Röhrchens und dem Zentrifugieren eine saubere Trennung der Phasen erlaubt. Mit Hilfe dieses Systems soll der Blutprobe ein Koagulationsreagens zugesetzt werden und kann damit wiederum nur ein einzelner Schritt der Vorbereitungs-io phase für die Detektion einzelner Bestandteile des Blutes abgedeckt werden.
Die US 4,703,763 A1 beschreibt eine Spritze für die Blutabnahme, die speziell dazu ausgelegt ist, um Blutproben für die anschließende Blutgasanalyse zu gewinnen. Insbesondere sollen damit Fehlerraten während der Probenziehung durch Kontamination der Probe mit Luft verrin-15 gert werden.
Dazu weist die Spritze im Innenraum eine luftdurchlässige und flüssigkeitsundurchlässige Verschlußeinrichtung mit einem Kanal auf, welcher beispielsweise durch ein selbstverschließendes, poröses Polyethylen verschlossen ist. Bei Kontakt des Blutes mit dem Polyethylen wird 20 dieses in der wäßrigen Phase des Blutes aufgelöst, sodaß diese verdickt wird und der Kanal im Verschlußelement flüssigkeitsundurchlässig wird.
Die innere Oberfläche des Spritzenkörpers ist vorzugsweise mit Heperin beschichtet, um die Kuagulation des Blutes zu verhindern. Der Kontakt zwischen dem Heperin und dem Blut wird 25 während der Blutabnahme vollzogen.
Aus der US 4,639,419 A1 ist ein Teströhrchen für die immunologische Analyse von Körperflüssigkeiten, wie z.B. Blut, Serum, Plasma, etc., bekannt. 30 Der Test ist als Färbtest ausgelegt. Dazu sind im Teströhrchen zwei voneinander getrennte, gefärbte Reagenzien vorgelegt. Das erste besteht aus einer Trägersubstanz, an der ein Farbstoff angebunden ist und welches mit einem Antikörper oder einem Antiserum beschichtet ist, um die spezifische Antigen-Antikörper-Reaktion eines positiven Tests zu erhalten. Das zweite Reagens besteht ebenfalls aus einer gefärbten Trägersubstanz, wobei die Farbe zu jener des 35 ersten Reagenzes unterschiedlich ist, und ist dieser zweite Träger durch eine Serumprotein oder ein inertes Molekül oder durch gefärbte Trägerpartikel, welche derart beschichtet sind, daß die Antigen-Antikörper-Reaktion nicht erfolgt, gebildet.
Nach der Befüllung des Teströhrchens mit der zu analysierenden Flüssigkeiten werden die 40 beiden Reagenzien in dieser Flüssigkeit aufgelöst bzw. suspendiert und stellt sich in der Folge eine Mischfarbe ein, sofern der Test negativ ausfällt. Bei positivem Ergebnis findet die spezifische Antigen-Antikörper-Reaktion statt und weist die überstehende Flüssigkeit die Farbe des zweiten Reagenzes auf. 45 Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu schaffen, die Analyse von Flüssigkeiten biologischen Ursprungs bzw. biologischen Matrices zu vereinfachen.
Diese Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß im Gefäßinnenraum des Sammelgefäßes ein Lysereagens vorgelegt und zumindest ein Reagens bzw. Reagenzgemisch, mit dem 50 durch die Lyse aufgeschlossene Bestandteile der Flüssigkeit abgetrennt oder immobilisiert und/oder stabilisiert werden, auf einem Träger angeordnet ist. Von Vorteil ist dabei, daß dem Anwender nunmehr ein Sammelgefäß, z.B. zur Blutabnahme, zur Verfügung gestellt werden kann, welches nicht nur zur Aufnahme der Flüssigkeit verwendet werden kann, sondern gleichzeitig vorzugsweise mit dem Einbringen der Flüssigkeit in dieses Sammelgefäß eine Auftren-55 nung der Flüssigkeit bzw. Spaltprodukte dieser Flüssigkeit sowie gegebenfalls eine zumindest 4
AT 414 209 B teilweise Analyse einzelner Bestandteile dieser Flüssigkeit erfolgt. Es kann damit z.B. die Blutabnahme, insbesondere die Zeit bis zum Vorliegen eines Analyseergebnisses, verkürzt werden und gegebenfalls vom Anwender ohne die Einschaltung eines Labors durchgeführt werden. Zusätzlich ist bereits während des Füllvorganges des Sammelgefäßes eine Aufschließung der 5 Zellen möglich.
Von Vorteil ist dabei auch eine Ausgestaltung nach Anspruch 2, da damit die genetische Information schneller verfügbar ist und erforderlichenfalls Nukleinsäuren über einen längeren Zeitraum in der Matrix aufbewahrt werden können, wie dies beispielsweise zur Aufklärung von io Kriminalfällen vorteilhaft ist.
Es ist weiters eine Ausgestaltung nach Anspruch 3 von Vorteil, da damit eine indirekte, qualitative Aussage über das Vorliegen bzw. Nichtvorliegen von Nukleinsäuren bzw. Nukleinsäuremischungen getroffen werden kann. 15
Es ist aber auch eine Ausgestaltung nach Anspruch 4 vorteilhaft, da damit ein Anbinden der zur analysierenden Substanz auf einer Festphase möglich wird und somit letztere zusammen mit der zu analysierenden Substanz von der Matrix abgetrennt werden kann. Weiters ist es bei dieser Ausführungsvariante von Vorteil, daß damit eine Möglichkeit geschaffen werden kann, 20 mit der Reagenzien über einen längeren Zeitraum in Abhängigkeit von Löseverhalten in der Flüssigkeit zur Verfügung gestellt werden können.
Mit der Weiterbildung nach Anspruch 5 kann der Vorteil erreicht werden, daß die aufgefangenen Flüssigkeiten ohne großen Aufwand mit dem Reagens bzw. Reagenzgemisch vermischt 25 werden können.
Durch das Ausbilden des Reagenzes bzw. Reagenzgemisches entsprechend Anspruch 6 kann eine Aufteilung der Bestandteile der Flüssigkeit 2 auf mehrere Phasen und somit eine einfachere Abtrennung der zu untersuchenden Substanzen erreicht werden. 30
Von Vorteil ist weiters eine Ausgestaltung des Reagenzes bzw. Reagenzgemisches entsprechend Anspruch 7, da durch die Verwendung zumindest eines dieser chaotropen Salze die Untersuchung von genetischen Material, insbesondere die Stabilität von Nukleinsäuren in der Matrix, verbessert werden kann. 35
Vorteilhaft ist aber auch eine Weiterbildung gemäß Anspruch 8, da damit auf effektive Weise ein Sammelgefäß mit einem Reagenz bzw. Reagenzgemisch bestimmter Konzentration zur Durchführung einer Auftrennung nach Dichtegradienten zur Verfügung gestellt werden kann. 40 Von Vorteil ist weiters eine Ausgestaltung gemäß Anspruch 9, da damit die Analyse hydrophober Substanzen erleichtert werden kann.
Durch die Weiterbildung entsprechend Anspruch 10 ist es möglich, das Reagenz bzw. Reagenzgemisch so auszugestalten, daß dieses sowohl zur Analyse als auch zur physikalischen 45 Trennung der Bestandteile der Flüssigkeit verwendet werden kann.
Entsprechend der Ausbildung nach Anspruch 11 ist es möglich, den Träger entweder zusammen mit der zu analysierenden Substanz, oder aber mit der Matrix vom Rest der Flüssigkeit abzutrennen. 50
Durch die Ausgestaltungen entsprechend den Ansprüchen 12 und 13 kann eine vorteilhafte Oberflächenvergrößerung des Trägers erreicht werden.
Nach der Ausgestaltung entsprechend dem Anspruch 14 ist eine Trennung nach Molekularge-55 wicht und somit eine entsprechende Fraktionierung der zu analysierenden Substanzen möglich. 5 AT 414 209 ß
Durch die Weiterbildung nach Anspruch 15 kann der Träger an die unterschiedlichsten Anforderungen auf einfache Weise angepaßt werden.
Von Vorteil ist aber auch eine Weiterbildung nach Anspruch 16, da damit eine einfache Abtren-5 nung des Trägers von der Matrix ermöglicht wird.
Durch die Ausgestaltung des Sammelgefäßes entsprechend Anspruch 17 können beliebige Flüssigkeiten auf mehrere Phasen aufgeteilt und abgetrennt werden, unabhängig davon, ob vor der Verwendung des Sammelgefäßes feststeht, ob die zu analysierende Substanz in der io schwereren oder leichteren Phase vorhanden ist.
Von Vorteil ist dabei aber auch eine Weiterbildung nach Anspruch 18, wodurch eine Abtrennung einer mittelschweren Phase von einer leichten und einer schweren Phase möglich ist, ohne daß letztere aus dem Gefäß entfernt werden müssen. 15 Möglich ist aber auch eine Ausgestaltung nach Anspruch 19, da damit die Aufteilung der Bestandteile der zu untersuchenden Flüssigkeit auf mehrere Phasen unter Verwendung laborüblicher Hilfsmittel möglich ist. 20 Es ist weiters eine Ausführungsvariante entsprechend Anspruch 20 möglich, mit der einzelne Bestandteile der zu analysierenden Flüssigkeit selektiv von der Matrix ohne Zuhilfenahme weiterer Hilfsstoffe möglich ist.
Die Aufgabe der Erfindung wird aber auch durch einen Träger für Reagenzien bzw. Reagenz-25 gemische zur Anwendung in einem Sammelgefäß gelöst, bei dem auf dem Trägerkörper ein Reagens bzw. Reagenzgemisch angeordnet ist, mit dem zumindest einzelne Bestandteile einer Flüssigkeit biologischen Ursprungs abgetrennt oder immobilisiert und/oder stabilisiert werden. Vorteilhaft dabei ist, daß sowohl der Träger als auch das Reagenz bzw. Reagenzgemisch einfach auf das gestellte Problem angepaßt werden können und zudem derartige Träger universell 30 in beliebigen Gefäßen verwendet werden können. Insbesondere kann durch diese Ausgestaltung des Trägers dieser auf einfache Weise aus der zu analysierenden Flüssigkeit, beispielsweise unter Zuhilfenahme mechanischer Mittel, abgetrennt werden.
Dabei ist von Vorteil, wenn entsprechend Anspruch 22 die Trägerkörperoberfläche mit dem 35 Reagenz bzw. Reagenzgemisch beschichtet ist, da damit ein nachträgliches Trennen des verbrauchten Reagenzes bzw. Reagenzgemisches bzw. der anhaftenden, zu analysierenden Substanz vom Träger möglich ist und somit letzterer unter Umständen nach entsprechender Aufbereitung wieder verwendet werden kann. 40 Vorteilhaft sind dabei Ausgestaltungen nach den Ansprüchen 23 bis 25, womit eine entsprechend vergrößerte Oberfläche für die Reaktion der zu analysierenden Substanz zu Verfügung gestellt werden kann.
Durch die Weiterbildung entsprechend Anspruch 26 kann der erfindungsgemäße Träger auf 45 einfache Art und Weise in eine zu analysierende Flüssigkeit eingeführt und aus dieser entfernt werden.
Von Vorteil ist weiters eine Ausgestaltung nach Anspruch 27, wodurch eine selektive Anwendung polarisierbarer bzw. polarer Substanzen möglich ist. 50
Dabei wird durch die Ausgestaltungen entsprechend den Ansprüchen 28 und 29 ein gewisser Zusammenhalt der einzelnen Partikel und damit deren einfachere Entfernung aus der zu analysierenden Flüssigkeit ermöglicht, wobei gleichzeitig dieser Träger z.B. den gesamten Querschnitt eines diesen aufnehmenden Gefäßes ausfüllen kann, ohne daß der Durchtritt der Flüs-55 sigkeit zu stark beeinträchtig wird, wobei gleichzeitig eine Oberflächenvergrößerung erreicht 6
AT 414 209 B werden kann.
Vorteilhaft ist weiters eine Ausgestaltung entsprechend Anspruch 30, wonach insbesondere eine Anpassung der zur Verfügung stehenden Trägerkörperoberfläche an längliche Analysege-5 fäße möglich ist. Weiters kann der Träger mit einer Verschlußvorrichtung versehen werden, sodaß der Träger nach dem Einführen in ein entsprechendes Gefäß gleichzeitig die Verschlußfunktion erfüllen kann.
Dabei ist eine Weiterbildung entsprechend Anspruch 31 von Vorteil, wonach ein dichter io Verschluß des entsprechenden Sammelgefäßes erreicht werden kann und somit eine innige Durchmischung der zu analyisierenden Flüssigkeit mit dem Träger bzw. den Bestandteilen des Trägers ohne Verschütten der Flüssigkeit möglich ist.
Es ist weiters eine Ausgestaltung entsprechend Anspruch 32 möglich, da damit erreicht werden 15 kann, daß ein mit einem derartigen Träger verschlossenes Gefäß befüllt werden kann, ohne das dieser Träger vom Gefäß entfernt werden muß.
Vorteilhaft sind aber auch Ausgestaltungen nach den Ansprüchen 33 und 34, da damit die Zuführung weiterer Reagenzien bzw. von Waschflüssigkeiten durch den Träger auf einfache Art 20 und Weise möglich ist.
Vorteilhaft ist aber auch eine Weiterbildung entsprechend Anspruch 35, da damit eine Anpassung des Trägers an beliebige Querschnitte möglich ist. 25 Durch die Ausgestaltung entsprechend Anspruch 36 kann eine Anpassung des Trägers an verschiedenste Einsatzzwecke auf einfache Art realisiert werden.
Die Aufgabe der Erfindung wird weiters durch den Analysekit gelöst, bei dem das Sammelgefäß und/oder der Träger erfindungsgemäß ausgebildet ist/sind. Vorteilhaft ist dabei, daß dem An-30 wender ein aufeinander abgestimmtes System zur Analyse von Flüssigkeiten zur Verfügung gestellt werden kann, mit dem eine rasche Untersuchung unter gleichzeitiger Reduzierung der notwendigen Schritte ermöglicht werden kann.
Durch die Anordnung weiterer Sammelgefäße entsprechend dem Anspruch 38 kann der Vorteil 35 erreicht werden, daß innerhalb eines geschlossenen Systems mehrere Arbeitsschritte zur Analyse von Flüssigkeiten durchgeführt werden können und ist es auf diese Weise auch möglich, eine einfache Trennung von Bestandteilen der Flüssigkeiten zu erreichen.
Dabei ist eine Ausgestaltung entsprechend Anspruch 39 von Vorteil, da nach Trennung mehre-40 rer Sammelgefäße voneinander die einzelnen Sammelgefäße automatisch dicht verschlossen sind.
Durch die Zusammenstellung des Analysekits entsprechend den Ansprüchen 40 und 41 kann eine weitere Vereinfachung der Analyse erreicht werden. 45
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert, wobei sämtliche Darstellungen stark vereinfacht ausgeführt sind.
Es zeigen: 50
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Sammelgefäß mit an der Innenwand aufgebrachter Beschichtung einer Reaktivkomponente;
Fig. 2 ein erfindungsgemäßes Sammelgefäß mit einem eingesetzten Träger, der mit einer Reaktivkomponente versehen ist; 55 Fig. 3 eine andere Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Sammelgefäßes mit ein- 5 5 7
AT 414 209 B gesetztem Träger;
Fig. 4 ein erfindungsgemäßes Sammelgefäß mit im Sammelgefäßinnenraum angeordneten, beschichteten Trägerpartikeln;
Fig. 5 eine Anordnungsvariante der Trägerpartikel im Sammelgefäß;
Fig. 6 einen Träger für das Einbringen der Reaktivkomponente in das Sammelgefäß;
Fig. 7 eine andere Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Trägers;
Fig. 8 ein erfindungsgemäßes Sammelgefäß mit flüssiger Reaktivkomponente;
Fig. 9 ein Sammelgefäß mit einem auf dieses aufschraubbaren Träger für die Reaktivkomponente; 10 15 20 25
Fig. 10 einen Analysekit, bestehend aus einem Sammelgefäß sowie mehreren aufgesetzten Trägern;
Fig. 11 einen Analysekit, bestehend aus mehreren Sammelgefäßen, die miteinander über Kanülen kommunizieren;
Fig. 12 ein erfindungsgemäßes Sammelgefäß mit eingesetzter Trennvorrichtung zur besseren Phasentrennung während bzw. nach dem Zentrifugieren;
Fig. 13 ein erfindungsgemäßes Sammelgefäß mit einer Kappe, in welcher ein Träger mit der Reaktivkomponente enthalten ist;
Fig. 14 den Träger für die Reaktivkomponente als Teil einer Kanüle;
Fig. 15 ein Sammelgefäß mit an einer Verschlußvorrichtung für das Sammelgefäß angeordnetem Träger für die Reaktivkomponente;
Fig. 16 ein Zweigefäßsystem, wobei an dem inneren Gefäß eine Reaktivkomponentenbeschichtung angebracht ist;
Fig. 17 eine weitere Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Sammelgefäßes in vereinfachter, schematischer Darstellung;
Fig. 18 eine Ausführungsvariante des Sammelgefäßes zur Mehrkomponentenanalyse;
Fig. 19 die Verschlußvorrichtung für das Sammelgefäß nach Fig. 18 in schematisch vereinfachter Draufsicht.
Einführend sei festgehalten, daß in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen 30 gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen sind, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei 35 einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen. 40 In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Sammelgefäß 1 für Flüssigkeiten 2 biologischen Ursprungs bzw. biologische Matrices enthaltend schaubildlich im Schnitt dargestellt. Ein Gefäßinnenraum 3 ist durch zumindest eine Gefäßöffnung 4 zugänglich. Der Gefäßinnenraum 3 wird von einer Gefäßinnenwand 5 begrenzt, welche von einem Gefäßmantel 6 mit zwei in bezug auf eine Gefäßmantelmittelachse 7 einander gegenüberliegend angeordneten Gefäßmantelstirnflächen 45 8, 9, wobei gegebenenfalls, wie dies die Fig. 1 zeigt, mit der Gefäßmantelstirnfläche 9 ein Ge fäßboden 10 einstückig verbunden sein kann, sowie zumindest eine, die Gefäßöffnung 4 verschließende Verschlußvorrichtung 11, gebildet ist. Dieses Sammelgefäß 1 kann beispielsweise als aus dem Stand der Technik bekanntes Blutabnahmeröhrchen ausgebildet sein. Es ist aber ebenso möglich, das Sammelgefäß 1 zur Aufnahme anderer Flüssigkeiten 2 heranzuziehen. 50
Das Sammelgefäß 1 kann beispielsweise aus einem vorzugsweise thermoplastischen Kunststoff, z.B. Polyethylentheraphthalat (PET), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polystyrol (PS) oder dgl., Glas, Metall, Keramik oder dgl., gebildet sein bzw. können auch mehrere dieser Werkstoffe das Sammelgefäß 1 bilden. 55 8
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Die Verschlußvorrichtung 11 ist vorzugsweise so ausgebildet, daß darin ein perforierbares Septum 12 gehaltert ist. Dazu kann die Verschlußvorrichtung 11 einen Außenmantel 13 aufweisen, der wiederum aus Kunststoff gefertigt sein kann. Die Verschlußvorrichtung 11 kann z.B. als Schraubkappe, Steckkappe oder dgl. ausgebildet sein und, um eine Perforation des Septums 5 12 zu ermöglichen, in der zu den Gefäßmantelstimflächen 8 parallelen Ebene eine Bohrung 14 aufweisen. Im übrigen kann die Verschlußvorrichtung 11 den aus dem Stand der Technik bekannten Verschlußvorrichtungen für beispielsweise Blutabnahmeröhrchen entsprechen.
Vorteilhaft ist es, wenn der Außenmantel 13 in Richtung parallel zur Gefäßmantelmittelachse 7 io den Gefäßmantel 6 zumindest bereichsweise überlappt, da damit beim Öffnen des gefüllten Sammelgefäßes 1 die Gefahr des unbeabsichtigten Herausspritzens der Flüssigkeit 2 weitestgehend verhindert werden kann.
Die Befestigung der Verschlußvorrichtung 11 am Sammelgefäß 1, d.h. am Gefäßmantel 6, kann 15 z.B. über ein auf einer Außenmantelinnenseite 15 der Verschlußvorrichtung 11 angeordnetes, in Fig. 1 strichliert angedeutetes Gewinde 16 erfolgen. Dazu kann am Gefäßmantel 6 ein entsprechender Steg 17, beispielsweise im Bereich der Gefäßmantelstirnfläche 8, angeordnet sein, sodaß ein Eingriff dieses Steges 17 in das Gewinde 16 möglich wird bzw. ist es ebenso möglich, eine Gefäßmantelaußenwand 18 mit einem entsprechenden Gewinde zu versehen. 20
Es ist weiterhin möglich, insbesondere dann, wenn die Verschlußvorrichtung 11 als Steckverschluß ausgebildet ist, daß die Befestigung der Verschlußvorrichtung 11 allein über Haftkräfte zwischen dem Septum 17 und der Gefäßinnenwand 5 erfolgt. Diese Haftkräfte können aber selbstverständlich bei der Variante mit dem Gewinde 16 unterstützend wirken. 25
Selbstverständlich ist es auch möglich, daß die Verschlußvorrichtung 11 allein durch das Septum 12 gebildet wird bzw. sind andere Verschlußvorrichtungen 11, die beispielsweise keine Bohrung 14 aufweisen, ebenso verwendbar. 30 Als Werkstoff für das Septum 12 kommen vor allem perforierbare Materialien, z.B. Elastomere, beispielsweise Gummi oder dgl., in Betracht. Dieses Septum 12 soll dabei die Aufgabe erfüllen, daß die Perforation, welche durch das Durchstoßen des Septums 12 mit einer Kanüle 19 bzw. einer entsprechenden anderen geeigneten Vorrichtung hervorgerufen wird, nach dem Herausziehen der Kanüle 19 wieder so verschlossen wird, daß ein Austreten der Flüssigkeit 2 aus dem 35 Sammelgefäß 1 verhindert wird. Es soll damit so wie durch obgenannte Ausführung der Verschlußvorrichtung 11 eine Kontamination des Verwenders des Sammelgefäßes 1 vermieden werden, beispielsweise mit Bakterien, Viren oder dgl., die in der Flüssigkeit 2 enthalten sein können. 40 Vorzugsweise ist im Gefäßinnenraum 3 ein gegenüber dem Standardruck, d.h. 1013 mbar bei 298,15 K, geringerer Druck vorherrschend. Damit kann erreicht werden, daß die Flüssigkeit 2 durch dieses Druckgefälle automatisch bei Bedarf in den Gefäßinnenraum 3 verbracht wird.
Der Druck im Innenraum kann dabei so eingestellt werden, daß ein vordefiniertes Flüssigkeits-45 volumen in den Gefäßinnenraum 3 eingebracht wird.
Der Gefäßboden 10 kann, wie dies Fig. 1 zeigt, halbrund ausgeführt sein bzw. ist es ebenso möglich, andere Ausführungsformen zu wählen. so Erfindungsgemäß ist im Gefäßinnenraum 3 zumindest ein durch die Gefäßöffnung 4 zugängliches Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 angeordnet, mit dem zumindest einzelne Bestandteile der Flüssigkeit 2 bzw. der biologischen Matrix oder Spaltprodukte dieser Bestandteile abgetrennt und/oder immobilisiert und/oder stabilisiert werden können. Die Anordnung kann so ausgeführt sein, daß die Gefäßinnenwand 5 mit diesem Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 55 beschichtet ist. Diese Beschichtung kann nach allen herkömmlichen, geeigneten Techniken, 9
AT 414 209 B welche aus dem Stand der Technik bekannt sind, aufgebracht werden, beispielsweise ist es möglich, eine Suspension des Reagenzes bzw. Reagenzgemisches 20 in einem entsprechenden Lösungsmittel, welches möglichst einen hohen Dampfdruck aufweisen soll, in das Sammelgefäß 1 eingebracht wird, worauf überschüssige Suspension wieder entfernt wird und zur 5 Trocknung des Reagenzes bzw. Reagenzgemisches 20 das Lösungsmittel verdampft wird, gegebenenfalls unter Temperaturerhöhung, sodaß im Endeffekt das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 im festen Aggregatzustand vorliegt.
Selbstverständlich können auch bekannte Verfahren der Sprühtechnik zur Beschichtung des io Sammelgefäßes 1 mit der Suspension bzw. dem Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 verwendet werden.
Das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 kann beispielsweise so ausgewählt bzw. zusammengesetzt sein, daß es selektiv für Nukleinsäuren bzw. Nukleinsäuremischungen ist. Dabei kann 15 die Selektivität sowohl auf einzelne Nukleinsäuren, beispielsweise Desoxiribonukleinsäuren (DNA) oder Ribonukleinsäuren (RNA), ausgelegt sein. Auf diese Weise ist es möglich, Nukleinsäuren unterschiedlichster Herkunft an dieses Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 zu binden, sodaß in der Folge nach Entfernung der restlichen Flüssigkeitsmatrix diese Nukleinsäuren von dem Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 eluiert bzw. die entstandenen Reaktionsprodukte 20 aufbereitet werden können und so direkt der weiteren Analyse zur Verfügung stehen. Dadurch kann also der Vorteil erreicht werden, daß im wesentlichen mit nur einem Schritt die zu analysierende Substanz bzw. das Substanzgemisch so weit vorbereitet werden kann, daß deren Detektion entweder direkt oder aber unter Zwischenschaltung nur weniger weiterer Vorbereitungsschritte möglich ist (z.B. Eluation der zu analysierenden Substanz). Dazu sollte das Rea-25 gens bzw. Reagenzgemisch 20 so ausgewählt bzw. zusammengesetzt sein, daß für den Fall der Untersuchung von Nukleinsäuren im Blut während bzw. kurzzeitig nach der Blutabnahme eine Stabilisierung und/oder Lysierung erfolgt sowie die anschließende Immobilisierung der Nukleinsäuren stattfindet. 30 Die Lysierung ist notwendig, da Blut normalerweise aus einer Mischung von Zellen, Proteinen, Metaboliten etc. besteht. Die Zellen wiederum bestehen aus Eritrozyten, Trombozyten und Leukozyten, wobei nur letztere die Nukleinsäuren enthalten. Um also diese Nukleinsäuren einer möglichen Reaktion zuzuführen, ist es notwendig, die Zellen zu lysieren. 35 Für eine qualitative Analyse ist es weiterhin möglich, daß das Reagens bzw. Reagenzgemisch ein für eine bestimmte Nukleinsäure selektiv reagierende Substanz enthält, beispielsweise um die Nukleinsäure einer anschließenden Fluoreszenzdetektion zugänglich zu machen.
Es besteht weiterhin die Möglichkeit, daß mit Hilfe des Reagenzes bzw. Reagenzgemisches 20 40 ein kontrollierter Abbau der Nukleinsäure stattfindet und daß das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 selektiv auf diese Nukleinsäurebestandteile z.B. Mononukleotide, Oligonukleotide oder dgl. reagiert. Weiters ist es möglich, daß, für den Fall, daß die Flüssigkeit 2 Bestandteile enthält, die spezifisch mit den bestimmten Nukleinsäuren reagieren, das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 selektiv für diese Substanzen ausgewählt wird. Derartige nukleinsäureabbau-45 ende Bestandteile können z.B. Proteine, Metaboliten, Nukleasen, Enzyme oder dgl. sein.
In Abwandlung dieser Ausführungsvariante ist es möglich, Werkstoffe für das Sammelgefäß 1 zu verwenden, die zumindest teilweise das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 bilden. So ist es beispielsweise seit langem bekannt, daß Glasoberflächen Nukleinsäuren selektiv binden kön-50 nen. Dieses Prinzip ist auch für Kunststoffe anwendbar, wenn diese entsprechend modifiziert werden. So ist es beispielsweise möglich, Polymere zu verwenden, welche endständige, geladene bzw. durch entsprechende Vorpräparation, beispielsweise durch Säurebehandlungen, ladbare Gruppen aufweisen. Beispielshaft seien dafür Aminogruppen bzw. Hydroxigruppen genannt, wobei in diesen Aminogruppen, z.B. Diethylaminogruppen, durch einen entsprochenes den Säurebehandlungsschritt der Stickstoff positiv geladen werden kann und damit die Anbin- 10
AT 414 209 B düng beispielsweise der DNA über die Phosphatgruppe, d.h. insbesondere einen Sauerstoff dieser Phosphatgruppe möglich wird. Ebenso können selbstverständlich Nitrilpolymere bzw. Copolymere oder dgl. verwendet werden, wobei ständig darauf zu achten ist, daß diese Polymere entsprechende polarisierbare bzw. polarisierte, vorzugsweise unverzweigte Substituenten 5 aufweisen. Mit Hilfe dieser Ausführung des Sammelgefäßes 1 wird es auf einfache Weise möglich, sofern ein zusätzliches Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 im Sammelgefäß 1 vorhanden ist, welches die Lyse und/oder Stabilisierung von Blutproben, insbesondere Nucleinsäuren, übernimmt, diese vorzugsweise quantitativ abzutrennen. Da diese selektiv von der Wandung des Sammelgefäßes 1 gehalten werden, ist es weiterhin möglich, den überschüssigen Anteil io der Blutprobe abzugießen, sodaß das Sammelgefäß 1 in der weiteren Folge für das Waschen und zur weiteren Aufbereitung der Nucleinsäuren verwendet werden kann.
Ein weiteres Beispiel für eine derartige Ausführungsvariante des Sammelgefäßes 1 ist die Verwendung eines Kunststoffes mit Carboxygruppen, welche die Anbindung von Olygonucleoti-15 den ermöglicht. Die entsprechende Lyse der Zellen ist selbstverständlich auch bei dieser Ausführungsvariante vorausgesetzt.
In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Sammelgefäßes 1 gezeigt. Zum Unterschied zu voranstehender Ausführungsvariante ist das Reagens bzw. Rea-20 genzgemisch 20 nicht als Beschichtung auf der Gefäßinnenwand 5 angeordnet, sondern befindet sich auf einem eigenen Träger 21.
Dieser Träger 21 kann mit dem Gefäß 1 verbunden sein, beispielsweise durch Verkleben mit der Gefäßinnenwand 5, oder aber mittels Haftreibung auf der gewünschten Position im Sam-25 melgefäß 1 gehalten werden. Es ist weiters möglich, daß, wie in Fig. 2 strichliert angedeutet, das Sammelgefäß 1 auf der Gefäßinnenwand 5 einen in den Gefäßinnenraum 3 vorragenden Steg 22 aufweist, wobei dieser Steg über den gesamten Umfang umlaufend ausgebildet sein kann oder aber sich auch nur bereichsweise über den Umfang des Sammelgefäßes 1 erstreckt. Als Umfang ist dabei der Umfang der Gefäßinnenwand 5 senkrecht auf die Gefäßmantelmit-30 telachse 7 zu verstehen. Letztere Ausführung bietet den Vorteil, daß der Träger 21 aus dem Sammelgefäß 1 auf einfache Art und Weise entfernt werden kann und somit für eine weitere Aufbereitung zur Analyse der jeweiligen nachzuweisenden Substanz bzw. nach dem Entfernen dieser Substanz zur Wiederverwendung zur Verfügung steht. 35 Der Träger 21 kann beispielsweise in Form eines vorzugsweise inerten Filters ausgebildet sein. So ist es möglich, den Träger 21 aus Glas, z.B. Glasfasern, silikatischen Materialien, Zellulose, Latex usw. zu fertigen.
In Fig. 3 ist eine andere Ausführungsvariante für die Anordnung des Trägers 21 im Sammelge-40 fäß 1 gezeigt. Dabei weist der Gefäßmantel 6 in Richtung der Gefäßmantelmittelachse 7 eine Dimensionsänderung 23 auf, die so ausgeführt ist, daß sich der Durchmesser des Sammelgefäßes 1 in Richtung auf den Gefäßboden 10 verringert. Die dadurch entstehende Verengung ist nach dem Beispiel der Fig. 3 einstufig ausgeführt, ebenso ist es aber möglich, daß diese Dimensionsänderung 23 kontinuierlich vonstatten geht und somit der Durchmesser von der Ge-45 fäßöffnung 4 in Richtung auf den Gefäßboden 10 kontinuierlich abnimmt. Mit Hilfe dieser Dimensionsänderung 23 ist es möglich, den Träger 21, welcher einen vorbestimmbaren Durchmesser aufweist, in einer bestimmten Höhe 24, gemessen vom Gefäßboden 10 aus in Richtung der Gefäßöffnung 4 zu haltern und sind dadurch keine weiteren Maßnahmen zur Halterung des Trägers 21 im Sammelgefäß 1 nötig. Es kann damit erreicht werden, daß der Träger 21 lediglich so auf der Dimensionsänderung 23 aufliegt und ist somit ein einfaches Entfernen des Trägers 21 aus dem Sammelgefäß 1 möglich, beispielsweise mit Hilfe einer Pinzette.
Wie in Fig. 3 weiters durch die strichlierte bzw. strichpunktierte Linie innerhalb des Trägers 21 dargestellt ist, ist es möglich, den Träger 21 zonar aufzuteilen und in diesen Zonen das Rea-55 gens bzw. Reagenzgemisch 20 unterschiedlich zusammenzusetzen, sodaß in der Folge eine 1 1
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Mehrkomponentenanalyse erfolgen kann.
Ebenso ist es natürlich möglich, auf diese Weise mehrere Träger 21 übereinander zu stapeln, sodaß eine Trennung der einzelnen Träger auf einfache Weise möglich wird und in der Folge 5 die nachzuweisenden Substanzen ohne das Erfordernis weiterer Trennschritte getrennt werden können.
Falls erforderlich, kann natürlich die nachzuweisende Substanz, beispielsweise DNA, RNA vom Träger mit Hilfe eines entsprechenden Lösungsmittels eluiert werden und ist es in der Folge io weiters möglich, durch Regeneration des Trägers diesen erneut einzusetzen.
Der Träger 21 kann in seinem Inneren Kapillaren aufweisen, beispielsweise in Art eines Filters, sodaß also die zu untersuchende Flüssigkeit 2 gezwungen wird, durch diese Kapillaren zu fließen und dabei der Kontakt mit dem Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 stattfinden kann. 15 Diese Kapillaren können weiters so ausgeführt sein, daß sie einen Durchmesser aufweisen, der eine zumindest partielle Auftrennung nach dem Molekulargewicht der Bestandteile der Flüssigkeit 2 ermöglicht. Damit kann erreicht werden, da die DNA- bzw. RNA-Moleküle üblicherweise ein höheres Molekulargewicht aufweisen als die restlichen Substanzen im Blut, daß diese Moleküle nicht in das Innere der Kapillaren eintreten können und somit eine Abtrennung der DNA-20 bzw. RNA-Moleküle von den restlichen Bestandteilen der zu analysierenden Flüssigkeit 2 erfolgt und somit eine Fraktionierung nach Molekulargewicht möglich ist.
Ist der Träger 21 mehrschichtig ausgebildet, so besteht neben der Möglichkeit, daß mehrere Einzelkomponenten parallel analysiert werden, auch die Möglichkeit, daß eine Schicht für die 25 Lyse, eine weitere Schicht für die Stabilisierung und eine dritte Schicht für die qualitative bzw. quantitative Abtrennung der zu analysierenden Substanz herangezogen wird.
Weitere Schichten für zusätzliche Analyseschritte sind selbstverständlich möglich. 30 Der Träger 21 nach den Fig. 2 und 3 kann beispielsweise die Form einer Tablette aufweisen.
Fig. 4 zeigt eine Ausführungsvariante des Sammelgefäßes 1, wobei im Gefäßinnenraum 3 der Träger 21 in Form von Partikeln 25 angeordnet ist. Diese Partikel 25 können permanentmagnetische Eigenschaften aufweisen und z.B. aus einem Fe203-, Ni-Kern oder dgl. mit Kunststoff-35 oder Glasummantelung bestehen, sowie über zumindest einen Teil ihrer Außenfläche mit dem Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 beschichtet sein. Die Form der Partikel 25 kann beliebig gewählt werden, beispielsweise kugelförmig, linsenförmig, stäbchenförmig etc. Bei geeigneter Ausbildung des Reagenzes bzw. Reagenzgemisches 20 auf diesen Partikeln 25 kann eine Affinitätstrennung der in der Flüssigkeit 2 vorhandenen Substanzen erfolgen, d.h., daß das 40 Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 so ausgewählt werden kann, daß eine vorzugsweise besonders hohe Affinität zu der zu analysierenden Substanz besteht. Um damit beispielsweise die DNA- bzw. RNA-Moleküle an diese Träger 25 zu binden, ist es möglich, im Gefäßinnenraum 3 einen entsprechenden Puffer vorzulegen, mit dessen Hilfe die Blutprobe z.B. stabilisiert werden und die Lyse der Zellen erfolgen kann. 45
Wie bereits angesprochen, ist es beispielsweise möglich, daß das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 die Lysierung von biologischen Zellen bewirkt und somit z.B. eine Stabilisierung von Nukleinsäuren (DNA, RNA) bewirken kann. In diesem Fall kann das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 ein Guanidiniumsalz enthalten, z.B. ein Guanidiniumhalogenid wie z.B. Guanidini-50 umchlorid, Guanidiniumthiocyanat, Guanidiniumcarbonat, Guanidiniumnitrat, Guanidiniumace-tat, Guanidiniumsulfat, Guanidniumstearat, Guanidiniumdihydrogen- bzw. - hydrogenphosphat oder dgl., Guanidinoalkylsulfatester, chaotrope Reagenzien wie Natriumjodid, Kaliumthiocyanat, Ammoniumsulfat oder dgl., Harnstoff, Perchlorate oder dgl., Chloroform/Phenol-Gemische oder dgl. enthalten. Daneben ist es selbstverständlich möglich, um bestimmte Milieubedingungen 55 aufrecht zu erhalten, daß dieses Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 weiters Puffersubstanzen 1 2
AT 414 209 B und/oder Detergenzien, wie z.B. Tris(2,3-dibrompropyl)-phosphat, Tris(hydroxymethyl)-aminomethan, Ethoxylate des 4-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)phenols, Benzyltrimethylammonium-hydroxid, (4-(2-Hydroxyethyl)-piperazino)-ethansulfonsäure, 3-Morpholino-1-propansulfonsäure, Natriumdodecylsulfat, Polyoxyethylenderivate der Sorbitanester, wie z.B. -laurate, -palmitate, 5 -stearat, -tristearat oder -oleat enthält. Daneben können weiters Reduktionsmittel, wie z.B. ß-Mercaptoethanol enthalten sein.
Es ist weiters möglich, daß die Gefäßinnenwand 5 mit Reagenzien im festen Zustand beschichtet ist, z.B. mit Anticoagulantien wie EDTA, wobei letzteres auch als Lösung vorgelegt werden io kann.
Weiters kann das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 Citrat- und/oder Phosphatpuffer, als Detergenz auch Polydocanol und als Reduktionsmittel Dithiothreitol, TCEP enthalten. 15 Die Guanidiniumkomponente kann in einer Konzentration zwischen 0,05 M bis 10 M vorliegen und der Puffer im Bereich zwischen 1 mM und 500 mM enthalten sein. Das Detergenz sowie das Reduktionsmittel können ihrerseits in Konzentrationen von 1 bis 45 Gew.-% bzw. 0,1 bis 15 Gew.-% vorliegen. 20 Der pH-Wert liegt vorzugsweise im sauren Bereich, beispielsweise zwischen 3 und 6,5, kann aber auch Werte bis zu 8 annehmen.
Der Vorteil, der sich durch die lose vorgelegten Partikel 25 erreichen läßt, ist eine einfache Abtrennung letzterer aus der im Sammelgefäß 1 verbleibenden Flüssigkeitsmatrix. Diese Ab-25 trennung kann z.B. so erfolgen, daß, wie in Fig. 4 strichliert angedeutet, eine Separationsvorrichtung 26 in den Gefäßinnenraum 3 eingeführt wird. Um dabei ein ungewolltes Verschütten der Flüssigkeit 2 zu vermeiden, ist es möglich, diese Separationsvorrichtung 26 mit der Verschlußvorrichtung 11 zu versehen, wobei auf das Septum 12 verzichtet werden kann. Insbesondere ist es möglich, die Verschlußvorrichtung 11 als Kappe auszuführen, in der die Separa-30 tionsvorrichtung 26 gehaltert ist.
Werden Partikel 25 mit permanentmagnetischen Eigenschaften als Träger 21 gewählt, so besteht die Möglichkeit, diese Partikel 25, sofern die Separationsvorrichtung 26 ebenfalls magnetische Eigenschaften aufweist, aufgrund der Gesetze des Magnetismus an die Separationsvor-35 richtung 26 zu binden, was in Fig. 4 durch die ein Magnetfeld 27 andeutenden Pfeile 28 schematisch dargestellt ist. Die Separationsvorrichtung 26 kann dabei wiederum entweder permanentmagnetische Eigenschaften aufweisen bzw. ist es ebenso möglich, die Kräfte des Elektromagnetismus zu nutzen. 40 Nach Anbindung der Partikel 25 auf der Oberfläche der Separationsvorrichtung 26 können diese aus der Flüssigkeit 2 entfernt werden und beispielsweise in ein weiteres Sammelgefäß 1 verbracht werden, wo in der Folge die Partikel 25 wieder von der Separationsvorrichtung 26 gelöst werden und z.B. die Analyse durch Ablösen des Reagenzes bzw. Reagenzgemisches 20 mit der Substanz von dem Träger 21 sowie durch nachfolgende Detektion der Substanz ermög-45 licht wird.
Selbstverständlich ist es aber auch möglich, daß das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 auf den Partikeln 25 verbleibt und lediglich die zu analysierende Substanz, z.B. DNA, RNA, eluiert wird. 50
Selbstverständlich ist es auch möglich, daß diese Separationsvorrichtung 26 andersartig ausgeführt wird, beispielsweise daß diese auf der dem Gefäßboden 10 zugewandten Seite eine Einrichtung 29, wie in Fig. 5 dargestellt, aufweist, die beispielsweise die Form eines Netzes besitzt. Auf diese Einrichtung 29 können die Partikel 25 gehaltert sein, sodaß einerseits die Partikel 25 55 beim Herausziehen der Separationsvorrichtung 26 aus dem Sammelgefäß 1 auf der Einrichtung 13
AT 414 209 B 29 verbleiben und es andererseits möglich wird, daß überschüssige Flüssigkeit 2 durch dieses Netz im Gefäßinnenraum 3 des Sammelgefäßes 1 verbleibt.
Die Partikel 25 können als lose Schüttung von gegebenenfalls mehrschichtigen Einzelteilchen, 5 z.B. Glaskugeln, Silikagelteilchen oder dgl., im Sammelgefäß 1 angeordnet sein. Dabei ist es möglich, diese lose Schüttung in einer vordefinierbaren Höhe 24 vom Gefäßboden 10 anzuordnen, wozu eine entsprechende Abstützvorrichtung im Sammelgefäß 1 vorhanden sein sollte. Diese Abstützvorrichtung kann beispielsweise als Lochplatte ausgeführt sein, die mit geeigneten Mitteln, beispielsweise durch Anordnung des Steges 22, aber auch durch die Ausbildung io des Sammelgefäßes gemäß Fig. 3 auf der vordefinierbaren Höhe 24 gehaltert wird.
Des weiteren ist es möglich, daß die Partikel 25 z.B. in einer eigenen Hülle gekapselt sind, wodurch ein besserer Zusammenhalt dieser Partikel 25 möglich wird und sollte diese Hülle für den Flüssigkeitsdurchtritt geeignet sein, d.h. beispielsweise eine entsprechende Perforierung 15 aufweisen. Ebenso ist es möglich, daß diese Hülle aus saugfähigen Materialien, beispielsweise Zellulosefasern oder dgl., besteht. Durch diese Kapselung der Partikel 25 kann wiederum ein einfaches Entfernen letzterer ermöglicht werden, sodaß in einem anschließenden Arbeitsvorgang die zu analysierende Substanz bzw. Reaktionsprodukte des Reagenzes bzw. Reagenzgemisches 20 abgetrennt werden können, beispielsweise mit Hilfe eines Eluationsvorganges, 20 und ist wiederum die Detektion der zu analysierenden Substanz ohne zusätzliche Arbeitsschritte möglich.
Die Fig. 6 und 7 zeigen mögliche Ausführungsvarianten für den Träger 21. Dieser kann z.B. eine Trägerkörperoberfläche 31 umfassen, die beispielsweise die Form eines Stabes, einer 25 Kette oder dgl. aufweisen kann und ist es möglich, diese Trägerkörperoberfläche 31 mit dem Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 zu beschichten. Zur Oberflächenvergrößerung können entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, beispielsweise durch die Anordnung von zumindest annähernd halbkugelförmig ausgebildeten Oberflächenvergrößerungen 32. Selbstverständlich können diese Oberflächenvergrößerungen 32 jede beliebige, an den jeweiligen Ver-30 wendungszweck angepaßte Form aufweisen.
Diese Oberflächenvergrößerungen 32 können entweder mit dem Trägerkörper 30 bewegungsfest verbunden sein bzw. einen Teil des Trägerkörpers 30 bilden, beispielsweise durch direkte Anformung während des Herstellprozesses. 35
Durch diese Oberflächenvergrößerungen 32 ist es weiterhin möglich, den Trägerkörper 30 zonar aufzuteilen, wodurch die Anordnung von verschiedenen Reagens bzw. Reagenzgemischen 20 auf dem Trägerkörper 30 und damit eine Mehrkomponentenanalyse möglich wird. 40 Des weiteren ist es möglich, daß auf der Trägerkörperoberfläche 31 die Partikel 25 auf geeignete Weise befestigt sind und können diese wiederum gesondert in einer eigenen Trägerkörperpartikelaufnahme, z.B. in bereits erwähnter Hülle, gehaltert sein, wodurch eine einfach Entfernung der Partikel 25 vom Trägerkörper 30 möglich wird. Die Trägerkörperpartikelaufnahme ist vorzugsweise zum Durchtritt der Flüssigkeit 2 ausgebildet, wodurch die Reaktion mit dem Rea-45 gens bzw. Reagenzgemisch 20 möglichen wird.
Es ist zudem möglich, daß diese Partikel 25 Kapillaren aufweisen, um einerseits die für die Reaktion mit der Substanz zur Verfügung stehende Oberfläche der Partikel 25 zu vergrößern bzw. andererseits eine selektive Trennung nach Molekulargewicht, d.h. nach Molekülgröße, zu so erreichen.
Selbstverständlich können die in den Fig. 6 und 7 gezeigten Trägerkörper 30 jede geeignete, beliebige Form aufweisen. 55 Als vorteilhaft erweist es sich, wenn der Trägerkörper 30 länglich mit zwei gegenüber angeord- 1 4
AT 414 209 B neten Trägerkörperenden 33 ausgebildet ist. Dadurch wird es möglich, daß an zumindest einem Trägerkörperende 33 die Verschlußvorrichtung 11 angeordnet wird, wobei jede beliebige geeignete Verbindungstechnik zwischen Trägerkörper 30 und der Verschlußvorrichtung 11 gewählt werden kann bzw. ist es selbstverständlich möglich, daß die Verschlußvorrichtung 11 mit dem 5 Trägerkörper 30 einstückig ausgeführt ist. Es kann damit erreicht werden, daß der Trägerkörper 30 in das Sammelgefäß 1 so eingeführt wird, daß durch eine Abdichtung der Gefäßöffnung 4 des Sammelgefäßes 1 ein unbeabsichtigtes Verschütten der darin enthaltenen Flüssigkeit 2 verhindert wird. Somit ist beispielsweise ein inniges Durchmischen der Flüssigkeit, z.B. durch Schütteln, möglich, ohne daß die das Sammelgefäß 1 bedienende Person Gefahr läuft, gege-io benenfalls mit in der Flüssigkeit 2 vorhandenen Viren und Bakterien, z.B. HlV-Viren, Tuberkuloseviren etc., in Berührung zu kommen. Dazu kann die Verschlußvorrichtung 11 beispielsweise mit einem Gewinde versehen sein und z.B. als Schraubkappe ausgeführt sein. Ebenso ist es natürlich möglich, entsprechende Reibungskräfte zwischen der Verschlußvorrichtung 11 und der Oberfläche des Sammelgefäßes 1 auszunützen und somit die Verschlußvorrichtung als 15 einfachen Steckverschluß auszubilden.
Zur Verbesserung der Abdichtung der Gefäßöffnung 4 durch die Verschlußvorrichtung 11 ist es selbstverständlich möglich, daß in letzterer entsprechende Dichtelemente 34 angeordnet sind. Diese Dichtelemente 34 können aus aus dem Stand der Technik bekannten Materialien gefer-20 tigt sein und beispielsweise aus Elastomeren bestehen. Weiterhin ist es möglich, daß die Verschlußvorrichtung 11 zusätzlich das Septum 12 umfaßt. Dadurch wird ermöglicht, daß der beladene Träger 21 aus einem ersten Sammelgefäß 1 entfernt und in ein zweites Sammelgefäß 1 (nicht dargestellt) gegeben werden kann und ein nachfolgendes Ablösen der zu untersuchenden Substanz durch Einführen einer entsprechenden Vorrichtung, beispielsweise einer Kanüle 25 19 (nicht dargestellt), durch das Septum 12 ein geeignetes Lösemittel in das Sammelgefäß 1 gebracht werden kann und besteht dabei wiederum die Möglichkeit, aufgrund der das Sammelgefäß 1 dicht verschließenden Verschlußvorrichtung 11, das Sammelgefäß 1 zur besseren und schnelleren Ablösung des mit der zu analysierenden Substanz beladenen Reagenzes bzw. Reagenzgemisches 20 vom Trägerkörper 30 (bzw. die durch die Reaktion der Substanz mit 30 dem Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 entstehenden Spezies) zu verwenden. Um eine bessere Verteilung eines durch das Septum 12 zuzuführenden Lösemittels zu erreichen, kann der Trägerkörper 30 mit einem Kanal 35 versehen sein, der sich vom Septum 12 bis zumindest annähernd zu dem diesem gegenüber angeordneten Trägerkörperende 33 erstreckt (sowohl das Septum 12 als auch der Kanal 35 sind in Fig. 6 strichliert angedeutet). 35
Des weiteren ist es möglich, daß von diesem Kanal 35 Verteilerkanäle abzweigen, die sich bis zur Trägerkörperoberfläche 31, oder aber bis in die Partikel 12 erstrecken. Es sei an dieser Stelle erwähnt, daß aufgrund der Affinität von RNA- bzw. DNA-Molekülen zu Glas es selbstverständlich möglich ist, Trägerkörper 30 bzw. Träger 21 zu verwenden, die nicht mit dem Reagens 40 bzw. Reagenzgemisch 20 beschichtet sind.
Es können auch Trägerkörper 30 verwendet werden, die aus einem silikatischen Material, Zellulose, Kunststoff oder dgl. bestehen. 45 Des weiteren besteht die Möglichkeit, den Trägerkörper 30 aus einem Gel, z.B. einem Agarose-gel, zu fertigen.
Weiterhin ist es möglich, daß in das Sammelgefäß 1, in das der Trägerkörper 30 eingesetzt wird, ein entsprechendes Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 vorgelegt wird, mit dessen Hilfe so eine entsprechende Vorbereitung der Flüssigkeit 2 stattfinden kann, beispielsweise die Stabilisierung der Flüssigkeit 2, z.B. Blut, und/oder die Lyse der Zellen bewirkt.
Der Träger 21 bzw. Trägerkörper 30 kann aber auch aus einem offenporigen oder gechlossen-zelligen Schaumstoff gefertigt sein, welcher mit einem entsprechenden Reagens bzw. Rea-55 genzgemisch 20 getränkt ist und welcher einen Durchtritt der zu analysierenden Flüssigkeit 2 1 5
AT 414 209 B erlaubt. Dieser Schaumstoff kann beispielsweise weichelastisch ausgeführt sein und ist es möglich, diesen aus Polyurethan zu fertigen. Selbstverständlich sind auch halbharte bis harte Ausführungen des Schaumstoffes möglich. 5 Fig. 8 zeigt teilweise ein Sammelgefäß 1, bei dem das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 nicht als Feststoff vorgelegt ist, sondern in Form einer entsprechenden Flüssigkeit 36 bzw. eines Flüssigkeitsgemisches und/oder einer Lösung von zur Analyse benötigten Feststoffen in den entsprechenden Lösungsmitteln. Der Vorteil, der damit erreicht werden kann, ist, daß durch das Zuführen bzw. Einbringen der zu analysierenden Flüssigkeit 2 in das Sammelgefäß 1 das Rea-io gens bzw. Reagenzgemisch 20 nicht zuerst von der Flüssigkeit 2 aufgelöst werden muß, um für eine Reaktion mit der zu analysierenden Substanz zur Verfügung zu stehen. Da es zudem möglich ist, das im Sammelgefäß 1 vorherrschende Vakuum so zu bemessen, daß eine vorbestimmbare Menge an Flüssigkeit 2 in das Sammelgefäß 1 gesaugt wird, kann die Konzentration des Reagenzes bzw. Reagenzgemisches 20 immer im Überschuß vorliegen, sodaß eine 15 schnelle Reaktion der zu analysierenden Substanz bzw. Substanzen mit dem Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 stattfinden kann und dadurch gegebenenfalls eine Stabilisierung von beispielsweise DNA- bzw. RNA-Molekülen nicht notwendig ist. Diese Angaben bezüglich der Konzentration können natürlich auch für den Fall, daß das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 im festen Aggregatzustand vorliegt, zutreffen. 20
Selbstverständlich ist es erforderlich, daß zur Aufrechterhaltung des Vakuums im Sammelgefäß 1 über einen längeren Zeitraum, wie dies beispielsweise zur Lagerung dieses Sammelgefäßes 1 notwendig ist, die Verschlußvorrichtung entsprechend ausgeführt ist. 25 Fig. 9 zeigt wiederum eine Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Sammelgefäßes 1, bei welcher der Träger 21 in einer Sammelgefäßverlängerung 37 angeordnet ist, wobei diese Sammelgefäßverlängerung 37 vorzugsweise Sammelgefäßverlängerungsöffnungen 38 aufweist. Eine dieser Sammelgefäßverlängerungsöffnungen 38 steht dabei in Verbindung mit den dem Gefäßboden 10 gegenüberliegenden Gefäßmantelstirnflächen 8 und kann beispielsweise mit-30 tels einem Gewinde mit dem Gefäßmantel 6 verbunden sein bzw. können selbstverständlich andere Verbindungsmethoden gewählt werden, beispielsweise kann diese Verbindung als Steckverbindung ausgeführt sein. Jedenfalls sollte gewährleistet werden, daß diese Verbindung so dicht ist, daß das im Sammelgefäß 1 vorherrschende Vakuum durch eintretende Luft nicht abgebaut wird. 35
Der Träger 21 kann nun entweder mit dieser Sammelgefäßverlängerung 37 bewegungsfest verbunden sein bzw. besteht die Möglichkeit, diesen Träger 21 auf zumindest einem Teil der Gefäßmantelstirnflächen 8 aufliegen zu lassen und mittels der Sammelgefäßverlängerung 37 lediglich ein seitliches Verrutschen des Trägers 21 zu verhindern. 40
Die zweite Sammelgefäßverlängerungsöffnung 38 ist vorzugsweise wiederum mit einer Verschlußvorrichtung 11 - zweckmäßiger Weise mit dem Septum 12 - verschlossen. Dadurch wird es möglich, daß durch Perforierung dieses Septums 12 beispielsweise mit einer nicht dargestellten Kanüle 19 die zu analysierende Flüssigkeit 2 nach ihrem Eintritt in das Sammelge-45 fäß 1 vorerst auf den Träger 21 trifft, der wiederum das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 enthalten kann, im Träger 21 die erforderlichen Reaktionen ablaufen und schließlich die nicht benötigte Flüssigkeitsmatrix in den unteren Teil des Sammelgefäßes 1 abläuft. Zur weiteren Analyse bzw. zum Ablösen der Reaktionsprodukte bzw. der zu analysierenden Substanz vom Träger 21 kann dieser entweder, sofern der Träger 21 bewegungsfest mit der Sammelgefäßverso längerung 37 verbunden ist, zusammen mit dieser auf ein weiteres Sammelgefäß 1 aufgesetzt werden und beispielsweise wiederum durch das Septum 12 der Verschlußvorrichtung 11 mit einem enstprechenden Lösungsmittel beaufschlagt werden, sodaß die zu untersuchende Substanz bzw. das zu untersuchende Substanzgemisch in das weitere Sammelgefäß 1 abläuft und dort für die weiteren Verfahrensschritte bzw. die Detektion zur Verfügung steht. 55 1 6
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Ist jedoch der Träger 21 nicht bewegungsfest mit der Sammelgefäßverlängerung 37 verbunden, so besteht die Möglichkeit, den Träger 21 gesondert in ein weiteres Sammelgefäß 1 zu überführen bzw. direkt einer abschließenden Detektion der zu bestimmenden Substanzen zuzuführen. 5 Auf diese Weise ist es möglich, einen vollständigen Analysekit 39 zur Analyse von Flüssigkeiten biologischen Ursprungs bzw. biologische Matrices enthaltend zusammzustellen, wie dies beispielsweise in Fig. 10 gezeigt ist. Dabei sind auf dem Sammelgefäß 1 mehrere Sammelgefäßverlängerungen 37 in bereits beschriebener Weise angeordnet, wobei diese Sammelgefäßverlängerungen 37 wiederum, wie bereits beschrieben, den Träger 21 enthalten. Einen Abschluß io bildet die bereits beschriebene Verschlußvorrichtung 11, wodurch einerseits das im Sammelgefäß 1 aufgebaute Vakuum erhalten wird und andererseits der Zulauf der nicht gezeigten Flüssigkeit 2 möglich wird. Auf diese Weise können durch das Anordnen mehrerer Träger 21 übereinander praktisch simultan mehrere zu analysierende Substanzen bzw. Substanzgemische aus der Flüssigkeit 2 abgetrennt werden und stehen somit diese der weiteren Analyse zur Ver-15 fügung.
Diese Anordnung gemäß Fig. 10 kann aber auch dazu verwendet werden, daß das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 (nicht dargestellt) auf einzelne Stufen aufgetrennt wird, sodaß die einzelnen benötigten Verfahrensschritte, wie beispielsweise die Stabilisierung und/oder die 20 Lyse der Zelle und/oder die Immobilisierung der zu untersuchenden Moleküle, auf verschiedenen Ebenen stattfinden.
Selbstverständlich ist es auch in diesem Fall möglich, daß der Träger 21, wie bereits beschrieben, mehrschichtig ausgebildet ist. 25
In Fig. 11 ist eine andere AusführungsVariante für einen derartigen Analysekit 39 gezeigt. Das Sammelgefäß 1 besteht in diesem Fall wieder aus dem Gefäßmantel 6, wobei jedoch anstelle des bislang beschriebenen Gefäßbodens 10 eine weitere Gefäßöffnung 4 vorhanden ist. 30 Es ist aber auch möglich, wie dies im unteren Teil der Fig. 11 strichliert dargestellt ist, daß im Gefäßmantel 6 eine weitere Gefäßöffnung 4, z.B. mit der Kanüle 19, angeordnet ist.
Die beiden Gefäßöffnungen 4 werden vorzugsweise durch die Verschlußvorrichtung 11, welche das Septum 12 enthält, verschlossen. Dadurch kann einerseits erreicht werden, daß die zu 35 analysierende Flüssigkeit 2 über eine entsprechende Einrichtung, beispielsweise die Kanüle 19, dem Gefäßinnenraum 3 zugeführt wird. Andererseits ist es aber dadurch auch möglich, mehrere dieser Sammelgefäße 1 über wiederum eine Kanüle 19 miteinander zu verbinden, wie dies in Fig. 11 dargestellt ist. 40 Durch eine derartige Ausbildung wird es möglich, in den verschiedenen Sammelgefäßen 1 unterschiedlichere, nicht dargestellte Reagenzien bzw. Reagenzgemische 20 anzuordnen, wobei dies wahlweise wiederum in fester oder flüssiger Form erfolgen kann, mit deren Hilfe eine Auftrennung nach Bestandteilen bzw. Spaltprodukten der Flüssigkeit 2 erfolgen kann. Nach Trennung der einzelnen Sammelgefäße 1 stehen diese somit automatisch getrennt einer weite-45 ren Analyse ohne zusätzliche Manipulationsschritte zur Verfügung.
Selbstverständlich ist es aber auch bei dieser Variante des Analysekits 39 möglich, in den Sammelgefäßen 1 Träger 21 anzuordnen, die durch die jeweilige Gefäßöffnung 4 entfernt werden können, aber in Fig. 11 nicht gezeigt sind. 50
Es ist mit dieser Methode auch möglich, den Analysekit 39 so auszustatten, daß eines der Sammelgefäße 1 das für die Eluation der zu analysierenden Substanz vom Träger 21 benötigte Eluationsmittel vorgelegt wird und diese nach dem Zusammenfügen des letztgenannten Sammelgefäßes 1 mit einem oder mehreren die Träger 21 enthaltenden Sammelgefäße 1 über den 55 jeweiligen Träger 21 läuft und damit die Eluation bewirkt. 17
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Es ist weiterhin möglich, daß der Analysekit 39 so ausgeführt wird, daß mehrere dieser Sammelgefäße Salzlösungen, z.B. Cäsiumchloridlösungen, unterschiedlicher Dichte enthalten, wodurch eine Auftrennung der zu analysierenden Flüssigkeit 2 durch Zentrifugation, vorzugsweise bei hohen g-Werten, unter Verwendung eines Cäsiumchloridgradientens möglich wird. Es 5 versteht sich dabei von selbst, daß das entsprechende Sammelgefäß 1 mit der erwünschten Cäsiumchloridkonzentration nach jedem Zentrifugationsschritt mit dem Sammelgefäß der vorhergehenden Cäsiumchloridkonzentration verbunden wird.
In Fig. 12 ist wiederum eine Variante des Sammelgefäßes 1 gezeigt, welche mit 2 Gefäßöffnun-io gen 4 versehen sein kann, die mit der das Septum 12 enthaltenden Verschlußvorrichtung 11 verschlossen sind. Im Gefäßinnenraum 3 ist dabei eine Vorrichtung 40 angeordnet, mit deren Hilfe eine physikalische Trennung der Bestandteile der Flüssigkeit 2 während bzw. nach der Zentrifugation bewirkt werden kann. Diese Vorrichtung 40 ist dabei in Ihrer Dichte so bemessen, daß die Dichte einer der beiden bei der Zentrifugation entstehenden Phasen größer und die 15 Dichte der anderen Phase niedriger ist, sodaß also diese Vorrichtung 40 an der Grenzfläche der beiden Phasen zu liegen kommt.
Um eine Phasentrennung zu ermöglichen, kann diese Vorrichtung 40 eine schematisch angedeutete, sich nach der Zentrifugation wieder verschließende Vorrichtungsöffnung 41 aufweisen, 20 durch welche es der Phase mit dem geringeren spezifischen Gewicht ermöglicht wird, in den oberen Teil des Sammelgefäßes 1 zu steigen.
Die Vorrichtung 40 kann aber auch so ausgeführt sein, daß sie während der Zentrifugation nicht über den gesamten Umfang am Gefäßmantel 6 anliegt, d.h. an der Gefäßinnenwand 5, sodaß 25 also die Phase mit dem geringeren spezifischen Gewicht zwischen der Gefäßinnenwand 5 und der Vorrichtung 40 in den oberen Teil des Sammelgefäßes 1 gelangen kann.
Es versteht sich von selbst, daß die in Fig. 12 gezeigten rohrartigen Verbindungen, beispielsweise die Kanülen 19, über welche eine Verbindung mehrer Sammelgefäße 1 erfolgen kann, 30 während der Zentrifugation nicht am Sammelgefäß 1 bzw. im Septum 12 angebracht sind.
Durch die Trennung der beiden Phasen sowie durch die Zugängigkeit des Sammelgefäßes 1 über zumindest zwei Gefäßöffnungen 4 können die beiden Phasen auf einfache Weise voneinander getrennt werden, sodaß eine Nachbehandlung zumindest einer der Phasen mit einem 35 entsprechenden Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 im selben bzw. einem mit diesem Sammelgefäß 1 verbundenen weiteren Sammelgefäß 1 möglich ist.
Durch die beiden Gefäßöffnungen 4 kann aber auch ein Zugriff auf einen im Sammelgefäß 1 angeordneten, in Fig. 12 aber nicht gezeigten Träger 21 von beiden Seiten her erfolgen. 40
Sollte die Phasentrennung zu mehr als zu zwei unterschiedlichen Phasen führen, so ist es möglich, entlang des Gefäßmantels 6, wie bereits beschrieben, zumindest eine weitere Gefäßöffnung 4 anzuordnen, welche wiederum mit einer entsprechenden Verschlußvorrichtung 11 verschlossen sein kann. 45 Für den Fall, daß mehrere Sammelgefäße 1, wie in Fig. 10 dargestellt, zu einem Analysekit 39 verbunden sind, besteht die Möglichkeit, daß das Vakuum in demjenigen Sammelgefäß 1, in welches die zu analysierende Flüssigkeit 2 zuletzt eintritt, so gewählt wird, daß die Flüssigkeit 2 durch sämtliche der vorliegenden Sammelgefäße 1 gesaugt wird. 50
Fig. 13 zeigt eine Ausführungsvariante des Sammelgefäßes 1, bei welcher ein herkömmliches Sammelgefäß, beispielsweise ein Blutabnahmeröhrchen, mit einem erfindungsgemäßen Sammelgefäß 1 verbunden ist. Die Verbindung kann dabei wiederum über ein Gewinde, einen Steckverschluß oder dgl. erfolgen bzw. ist es auch möglich, daß zwischen den beiden Sammel-55 gefäßen mehrere Sammelgefäßverlängerungen 37 (in Fig. 13 nicht dargestellt) angeordnet 18
AT 414 209 B sind.
Durch diese Ausbildung wird es möglich, die zu analysierende Flüssigkeit 2 zuerst in dem herkömmlichen Sammelgefäß 1 aufzufangen und dort für eine allfällige spätere Analyse zu stabili-5 sieren und mit diesem zu lagern.
In dem erfindungsgemäßen Sammelgefäß 1 kann wiederum der Träger 21 angeordnet sein und wird es möglich, daß durch eine Kippbewegung dieser Anordnung die Flüssigkeit 2 durch den Träger tritt und somit die zu analysierende Substanz am Träger haften bleibt und für die weitere io Analyse zur Verfügung steht.
Selbstverständlich ist auch der umgekehrte Vorgang möglich, daß nämlich das auf dem Träger 21 angeordnete Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 jene Substanzen selektiv bindet bzw. mit diesen reagiert, welche nicht analysiert werden sollen, sodaß nur das zu analysierende Sub-15 stanzgemisch bzw. die zu analysierende Substanz durch den Träger 21 durchtritt.
Fig. 14 zeigt eine Anordnung des Trägers 21 im Verlauf der bereits beschriebenen rohrartigen Verbindung, beispielsweise der Kanüle 19, mit deren Hilfe z.B. das Blut eines Patienten abgenommen werden kann. Dieser Träger 21 kann wiederum mit dem Reagens bzw. Reagenzge-20 misch 20 beladen sein.
Es ist auf diese Weise möglich, da der Träger nunmehr nicht mit dem Sammelgefäß 1 verbunden ist bzw. im Gefäßinnenraum 3 enthalten ist, die zu analysierende Substanz einfach von der Flüssigkeitsmatrix, welche nach Durchtritt durch den Träger 21 in das Sammelgefäß 1 abläuft, 25 mit welcher die Kanüle 19 über das Septum 12 verbunden ist, zu trennen bzw. ist es dadurch nicht notwendig, das Sammelgefäß 1 zu öffnen, um den Träger 21 aus dem Gefäßinnenraum 3 zu entfernen und kann damit wiederum eine höhere Sicherheit für das Bedienungspersonal erreicht werden. 30 In Fig. 15 ist eine Ausführungsvariante des Sammelgefäßes 1 dargestellt, bei welcher der Träger 21 direkt mit dem Septum 12 der Verschlußvorrichtung 11 verbunden ist, beispielsweise an diesem angeformt ist. Selbstverständlich sind andere Verbindungsmethoden möglich.
Um die Reaktion der in der Flüssigkeit 2 enthaltenen Substanzen mit dem auf dem Träger 21 35 enthaltenen Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 zu ermöglichen, sollte dabei die rohrartige Verbindung, beispielsweise die Kanüle 19, nicht zur Gänze durch den Träger 21 gestoßen werden.
Mit dieser Ausführungsvariante wird es möglich, mit der Entfernung der Verschlußvorrichtung 40 11 vom Sammelgefäß 1 zugleich auch den Träger 21 mit den zu analysierenden Substanzen zu entfernen.
Fig. 16 zeigt schließlich eine Ausführungsvariante, bei der in einem äußeren Sammelgefäß 1 ein inneres Sammelgefäß 1 enthalten ist bzw. in das äußere Sammelgefäß 1 eingeschoben 45 werden kann.
Das innere Sammelgefäß 1 weist dabei im Gefäßmantel 6 zumindest eine Gefäßmantelöffnung 42 auf. Die Verbindung des Inneren mit dem äußeren Sammelgefäß 1 kann beispielsweise durch einen Gleitverschluß 43, welcher an der Gefäßöffnung 4 des äußeren Sammelgefäßes 1 so angeordnet bzw. mit dem Gefäßmantel 6 des äußeren Sammelgefäßes 1 verschraubt ist, stattfinden und kann dieser Gleitverschluß 43 beispielsweise als aus dem Stand der Technik bekanntes Quickfit ausgeführt sein. Durch die zentrale Öffnung, welche dieser Gleitverschluß 43 aufweist, kann das innere Sammelgefäß 1 in das äußere Sammelgefäß 1 eingeschoben werden. 55 19
AT 414 209 B
Ist im äußeren Sammelgefäß 1 eine zu analysierende Flüssigkeit 2 vorgelegt, so erzeugt das Einschieben des inneren Sammelgefäßes 1 in das äußere Sammelgefäß 1 einen entsprechenden Druck auf die Flüssigkeit 2, sodaß diese, sofern ein Durchmesser 44 kleiner gewählt ist als ein Sammelgefäßinnendurchmesser 45 des äußeren Sammelgefäßes 1, wobei selbstverständlich auch die Wandstärke des inneren Sammelgefäßes 1 mitberücksichtigt werden muß, in den Spalt zwischen diesen beiden Sammelgefäßen 1 ausweicht und in der Folge durch die Gefäßmantelöffnungen 42 im inneren Sammelgefäß 1 in den Gefäßinnenraum 3 des inneren Sammelgefäßes 1 eintritt. Ist nun das innere Sammelgefäß 1 an seiner Außenseite mit einem Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 beschichtet, so kann auf dem Weg vom äußeren Sammelgefäß 1 in das innere Sammelgefäß 1 die Flüssigkeit 2 bzw. deren Bestandteile mit diesem Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 reagieren, sodaß einzelne Komponenten bzw. Spaltprodukte oder aber Substanzgemische darauf abgeschieden werden können.
Wenn nun eine Gleitverschlußdichtung 46 so ausgeführt ist, daß beim Herausziehen des inneren aus dem äußeren Sammelgefäß 1 das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 mit der darauf befindlichen Substanz bzw. dem Substanzgemisch von der äußeren Gefäßoberfläche des inneren Sammelgefäßes 1 abgestreift wird, so kann damit eine automatische Abtrennung der zu analysierenden Substanzen erfolgen. Selbstverständlich muß in der Folge, sollte das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 die Analyse stören, insbesondere wenn dieses als Träger 21 gewählt ist, von den zu analysierenden Substanzen getrennt werden.
Diese Ausführungsvariante des Sammelgefäßes 1 bzw. Analysekits 39 eignet sich insbesondere auch dann, wenn die zu analysierende Flüssigkeit vorerst zwischengelagert wird und die Analyse erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt.
Das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 kann so gewählt bzw. zusammengesetzt sein, daß die Lyse und/oder Stabilisierung einzelner Bestandteile der Flüssigkeit 2 bzw. der biologischen Matrix bewirkt wird. Ebenso ist es natürlich möglich, daß dieses Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 bzw. ein Teil dieses Regenzgemisches 20 ein Extraktionsmittel ist, z.B. eine phenoli-sche Lösung, ein Phenol/Chloroformgemisch oder dgl., um damit beispielsweise Proteine von der DNA zu separieren, mit dessen Hilfe, wie bei Extraktionsmittel üblich, ein Teil der Flüssigkeit 2 bzw. der biologischen Matrix in dieses Extraktionsmittel überführt wird. Entsprechend dem Neernst'schen Gesetz sollte das Extraktionsmittel so gewählt werden, daß möglichst durch einen einstufigen "Ausschüttelvorgang" die Konzentration der zu analysierenden Substanz in der restlichen Flüssigkeitsmatrix nahe gegen Null geht.
Zur Stabilisierung, insbesondere wenn die Flüssigkeit 2 Blut ist, kann das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 ein Guanidiniumsalz enthalten.
Weiters kann das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 zumindest zum Teil Cäsiumchlorid enthalten, um damit eine aus dem Stand der Technik bekannte Cäsiumchlorid-Zentrifugation durchführen zu können.
Das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 kann aber auch so gewählt werden, daß die Flüssigkeit 2 bzw. Bestandteile der biologischen Matrix auf mehrere Phasen aufgeteilt werden.
Es ist weiters möglich, daß das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 eine selektive Fällung einzelner Bestandteile der Flüssigkeit 2 bzw. der biologischen Matrix bewirkt, um damit z.B. eine Reinigung der Nucleinsäuren zu ermöglichen. So kann das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 so ausgewählt sein, daß die DNA- bzw. RNA-Moleküle bzw. Spaltprodukte davon niedergeschlagen werden. Andererseits ist es aber auch möglich, daß beispielsweise durch den sogenannten Aussalzeffekt oder aber Änderungen im pH-Wert eine selektive Niederschlagung von Proteinen stattfindet.
So ist es beispielsweise möglich, daß eines der erfindungsgemäßen Sammelgefäße 1 Isopro- 20
AT 414 209 B panol oder Ethanol enthält, um damit neben der Niederschlagung zusätzlich eine Aufkonzentrierung der DNA- bzw. RNA-Moleküle bzw. von Spaltprodukten davon bzw. einzelner anderer Bestandteile der Flüssigkeit 2 bzw. der biologischen Matrix zu erreichen. Sollte dabei zu erwarten sein, daß die Konzentration der Nukleinsäure gering ist, ist es weiterhin möglich, zum Rea-5 gens bzw. Reagenzgemisch 20 einen inerten Träger 21 zuzumischen, beispielsweise Glykogen, um damit die Effizienz der Niederschlagsbildung zu steigern.
Das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 kann aber auch aus Lithiumchlorid bestehen bzw. Lithiumchlorid enthalten. Lithiumchlorid wird z.B. vorzugsweise dann verwendet, wenn nur RNA io niedergeschlagen werden soll und nicht Proteine oder DNA.
Im Falle der permanentmagnetischen Träger 21 ist es möglich, daß diese beispielsweise mit Streptavidin beschichtet sind, z.B. für die Analyse von Poly (A)+ mRNA. Andere Zusammensetzungen des Reagenzes bzw. Reagenzgemisches 20 sind möglich, um damit auch andere Nuk-15 leinsäuren spezifisch abzuscheiden bzw. adsorptiv zu binden. Es ist aber auch möglich, daß das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 ein Gel, z.B. ein Agarosegel, ein Kunststoffgel oder dgl., ist, sodaß in der Folge eine Gelfiltration durchgeführt werden kann, wobei das Gel eine Matrix mit definierter Porengröße darstellt. Solche Moleküle, deren Durchmesser geringer sind als die definierte Porengröße, können also in diese Poren eindiffundieren, wohingegen größe-20 ren Molekülen der Eintritt verwehrt ist und diese somit abgetrennt werden können. Die in die Poren eingedrungenen Moleküle können in der Folge entsprechend ihrer Molekülgröße zeitlich verzögert, z.B. nach ansteigender Molekülgröße eluiert werden.
Neben der voranstehend genannten Auswahl für das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 kann 25 letzteres aber selbstverständlich so gewählt werden, daß eine Reinigung der Nukleinsäuren stattfinden kann, beispielsweise durch Chromatografie, Elektroforese, Zentrifugation, Affinitäts-abscheidung oder dgl. So ist es z.B. möglich, daß, wie bereits erwähnt, ein Träger 21 aus Glas eingesetzt wird, da die DNA-Moleküle eine Affinität auf Glas aufweisen und so z.B. von Proteinen und RNA abgetrennt werden können. 30
Weiters besteht die Möglichkeit, das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 aus Endo- und/oder Exonukleasen zu bilden, um damit eine Strukturabklärung der DNA bzw. RNA zu ermöglichen. Die Endonukleasen können beispielsweise Desoxy- und/oder Ribonukleasen sein, wobei beide Enzymgruppen DNA oder RNA spalten, allerdings nur dann wenn sie aus 3', 5' -Phosphor-35 diesterbindungen bestehen. So kann man beispielsweise mit den beiden DNAsen I oder II hochmolekulare DNA in Nukleotide überführen, wobei DNAse I zu Tri- und Tetradesoxinukleoti-den mit 5-ständiger Phosphatgruppe führt. DNAase II bildet Oligodesoxinukleotide mit 3' Phosphatenden. 40 Selbstverständlich ist es weiterhin möglich, daß das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 einen entsprechenden Puffer bildet, um damit ein für die Analyse bzw. Abscheidung, Stabilisation, Immobilisation etc. geeignetes Medium zur Verfügung zu stellen.
Weiterhin ist es möglich, mit Hilfe des Reagens bzw. Reagenzgemisches 20 eine indirekte 45 Detektion durchzuführen, beispielsweise mit der Biotin/Streptavidinverstärkungsmethode, wobei dieses Reagens bzw. Reagenzgemisch zumindest 2 Antikörper enthalten sollte.
Die Verwendung des Sammelgefäßes 1 bzw. des Trägers 21 oder aber des Analysekits 39 kann nun so erfolgen, daß das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 bereits während des Ein-50 bringens der Flüssigkeit 2 in das Sammelgefäß 1 diese bzw. die biologische Matrix bzw. zumindest einzelne Bestandteile davon abtrennt und/oder immobilisiert und/oder stabilisiert. Zur weiteren Auftrennung der Flüssigkeit 2 können mehrere Sammelgefäße 1 miteinander verbunden werden, wie dies bereits dargelegt wurde. Sofern das Reagens bzw. Reagenzgemisch 20 nicht bereits eine Abtrennung einzelner Bestandteile aus der Flüssigkeit 2 bzw. der biologischen 55 Matrix bewirkt, ist es mit Hilfe des Trägerkörpers 30 möglich, diese Auftrennung durch dessen 21
AT 414 209 B nachträgliche Einführung in das Sammelgefäß herbeizuführen.
Fig. 17 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sammelgefäßes 1. Obwohl einschichtig ausgeführt, besteht bei dieser sowie bei allen vorab beschriebenen Varian-5 ten die Möglichkeit, das Sammelgefäß 1 ein- oder mehrschichtig auszuführen, d.h. also, daß der Gefäßmantel 6 als Laminat unterschiedlicher Kunststoffe ausgeführt sein kann. Ebenso ist es möglich, die Kunststoffe derart auszuwählen, daß zumindest einer die Stützfunktion des Sammelgefäßes 1 übernimmt und ein weiterer Kunststoff entsprechend dicht in bezug auf die Permeation von Flüssigkeiten und/oder Gasen ausgeführt ist. Beispielsweise ist es möglich, io daß der auf den Gefäßinnenraum 3 weisende Teil eines derartigen Laminates aus Polypropylen und die vorzugsweise daran angeformte äußere Schicht dieses Laminats aus Polyethylenthe-raphthalat besteht.
Es besteht weiters die Möglichkeit, den Gefäßmantel 6 des Sammelgefäßes 1 nicht als Laminat 15 unterschiedlicher Kunststoffe auszuführen, sondern in Form von zumindest zwei ineinander geschobenen Einzelgefäßen, welche wiederum aus verschiedenen Kunststoffen, welche z.B. obige Anforderungen erfüllen, bestehen können.
Bei der Ausführungsvariante nach Fig. 17 ist gezeigt, wie auf einfache Art und Weise die Parti-20 kel 25, welche beispielsweise wiederum als permanentmagnetische Teilchen mit oder ohne Beschichtung ausgeführt sein können, zusammen mit der zu analysierenden Substanz aus der Matrix, z.B. dem abgenommenen Blut, entnommen werden können. Dazu kann die Verschlußvorrichtung 11, beispielsweise eine Schraubkappe, einen fingerartigen, vorzugsweise aus Kunststoff, Glas oder dgl. bestehenden Forsatz 47 aufweisen. Vorzugsweise ist dieser Fortsatz 25 47 aus durchsichtigem Material gefertigt und weist in Richtung Umgebung eine Öffnung 48 auf.
Die entlang der Gefäßmittelachse 7 dieser Öffnung 48 gegenüberliegende, vorzugsweise dem Gefäßboden 10 benachbarte Seite des Fortsatzes 47 ist bevorzugt verschlossen.
Mit Hilfe dieses Fortsatzes 47 wird es möglich, in diesen beispielsweise einen Stab 49 einzufüh-30 ren, welcher magnetische Eigenschaften aufweisen kann. Unter dem Einfluß des von diesem magnetischen Stab 49 ausgehenden Magnetfeldes werden nun die Partikel 25 an einer äußeren Oberfläche 50 des Fortsatzes 47 gebunden und ist dadurch ein Entfernen dieser Partikel 25 zusammen mit der daran anhaftenden, zu analysierenden Substanz aus der Flüssigkeit 2 möglich, indem beispielsweise die Verschlußvorrichtung 11 entfernt wird. 35
In einer weiteren Ausführung dazu ist es möglich, daß an der Verschlußvorrichtung 11 eine Halteeinrichtung 51 angeordnet ist, mit deren Hilfe der Stab 49 zumindest annähernd unverrückbar im Fortsatz 47 angeordnet werden kann. Diese Halteeinrichtung 51 kann beispielsweise in Art einer Dichtung ausgeführt sein, wobei über die Reibungskräfte zwischen der Halteeinrich-40 tung, beispielsweise einem in dieser angeordneten Elastomer, und dem Stab 49 eine entsprechende Halterung erreicht werden kann. Die Halteeinrichtung 51 ist in Fig. 17 strichliert angedeutet und kann beispielsweise die Verschlußvorrichtung 11 in diesem Fall wiederum als Quickfit ausgebildet sein. 45 Selbstverständlich ist es auch bei dieser Ausführungsvariante des Sammelgefäßes 1 möglich, daß die Verschlußvorrichtung 11 das Septum 12 (in Fig. 17 nicht dargestellt) umfaßt, sodaß ein nachträgliches Austauschen der Verschlußvorrichtung durch jene der zu Fig. 17 beschriebenen Art entfällt und kann dazu beispielsweise das Septum 12 ringförmig um den Fortsatz 47 ausgebildet sein. 50 Für den Fall, daß dieses Sammelgefäß 1 nach Fig. 17 zur Blutabnahme mit gleichzeitiger Lyse der Zellen sowie Stabilisierung der Nucleinsäuren, um damit einen Abbau letzterer zu verhindern, eingesetzt wird, kann in dem Sammelgefäß 1 vorzugsweise eine Lösung, wie bereits beschrieben, aus einer chaotropen Substanz, z.B. einem Guanindiniumsalz, einem Puffer, 55 einem Detergenz und vorzugsweise einem Reduktionsmittel vorgelegt werden. In diesem Fall 22
AT 414 209 B ist es unter Umständen ausreichend, wenn die Partikel 25 lediglich als Permanentmagnete ausgeführt sind und auf eine Beschichtung letzterer verzichtet wird, sofern eine selektive Analyse nach bestimmten Nukleinsäuren nicht erforderlich ist. Dazu können, wie bereits erwähnt, diese Partikel 25 mehrschichtig ausgebildet sein und beispielsweise einen magnetischen Kern 5 aus Fe203 oder Nickel oder dgl. umfassen, welcher von einer weiteren Schicht, beispielsweise aus Kunststoff oder Glas, umgeben ist. Andererseits ist es natürlich möglich, daß der Schichtaufbau anders gewählt wird, nämlich aus einer Trägersubstanz für den Kern, welcher mit einem magnetischen Material beschichtet ist und darüber wiederum eine polymere Schicht angeordnet ist. 10
Anstelle einer Verschlußvorrichtung 11, wie in Fig. 17 dargestellt, mit dem Fortsatz 47 ist es möglich, eine herkömmliche, mit oder ohne Septum 12 versehene Verschlußvorrichtung 11 zu verwenden und die Separation der vorzugsweise magnetischen Partikel 25 mit Hilfe eines von außen an das Sammelgefäß 1 angeführten Magneten vorzunehmen. In diesem Fall erfolgt die 15 Abtrennung der flüssigen Restsubstanz durch Abnehmen der Verschlußvorrichtung 11 und Entleerung des Sammelgefäßes 1.
Es ist weiterhin möglich, das Sammelgefäß 1, insbesondere die Verschlußvorrichtung 11, derart auszuführen, daß der Fortsatz 47 nicht an der Verschußvorrichtung 11 angeformt ist sondern 20 vielmehr entfernt werden kann. Dadurch wird es möglich, diesen Fortsatz 47 zusammen mit den Magneten und den auf den Fortsatz 47 anhaftenden Partikeln 25 automatisch, z.B. in einem automatischen System zur Analyse, entfernen zu können und beispielsweise die Partikel 25 mit der darauf anhaftenden, zu analysierenden Substanz in ein weiteres Reaktionsgefäß zu überführen. Das Ablösen der Partikel 25 von dem Fortsatz 47 kann beispielsweise durch Herauszie-25 hen des Stabes 49 aus dem Fortsatz 47 erfolgen. Um bei dieser Ausführungsvariante ein Abstreifen der Partikel 25 bei Entfernung des Fortsatzes 47 aus der Verschlußvorrichtung 11 zu verhindern, ist es möglich, einen Teilbereich 52 der Verschlußvorrichtung 11 um den Fortsatz 47 zusammen mit letzteren zu entfernen. Dieser Teilbereich 52 ist in Fig. 17 strichpunktiert angedeutet, und ist es dazu möglich, z.B. eine Sollbruchstelle in der Verschlußvorrichtung 11 30 vorzusehen.
Neben den bereits genannten Materialien für diese Partikel 25 können letztere auch aus porösem Glas bestehen, beispielsweise aus Siliziumdioxid. Dies hat den Vorteil, daß durch die chemische Inertheit dieses Materials organische sowie wäßrige Lösungsmittel über einen wei-35 ten pH-Bereich auch in Gegenwart aggresiver Reagenzien bzw. Reagenzgemische 20 verwendet werden können. Des weiteren besteht sowohl bei diesen als auch bei sämtlichen anderen beschriebenen Partikel 25 die Möglichkeit, diese zu beschichten. Beispielsweise kann im Fall der Glaspartikel die Oberfläche mit hydrophilen und/oder hydrophoben reaktiven Gruppen versehen werden, die z.B. über kovalente Siloxan-Bindungen an das poröse Glas gebunden 40 werden.
Des weiteren besteht die Möglichkeit, diese Partikel 25 aus Polystyrol zu fertigen.
Der Durchmesser der Partikel 25 kann im Bereich zwischen 0,1 pm und 250 pm, beispielsweise 45 zwischen 0,4 bis 100 pm, insbesondere zwischen 1,0 pm und 50 pm, betragen. Für einzelne Anwendungen kann das Größtkorn aber auch über 500 pm im Durchmesser aufweisen.
In einer weiteren Ausführungsvariante ist es möglich, die Verschlußvorrichtung 11 mit einem Permanentmagneten oder z.B. einem Elektromagneten auszurüsten. Dadurch wird es möglich, so die permanentmagnetischen Partikel 25 durch einfaches Umdrehen des Sammelgefäßes 1 an die Verschlußvorrichtung 11 zu binden, und können diese dadurch zusammen mit der Verschlußvorrichtung 11 vom Sammelgefäß sicher entfernt werden. Besonders vorteilhaft ist dabei die Verwendung eines Elektromagneten, beispielsweise durch Einbau einer Spule in die Verschlußvorrichtung 11 mit entsprechenden Anschlüssen zur Energieversorgung, da damit ein 55 unbeabsichtigtes Anhaften der Partikel 25 an der Verschlußvorrichtung 11 vor deren eigentli- 23
AT 414 209 B chen Verwendung verhindert werden kann. Durch entsprechende Ausgestaltung der Verschlußvorrichtung 11 ist eine spätere Reinigung dieser sowie gegebenenfalls eine Sterilisation möglich und kann damit die Verschlußvorrichtung 11 mehrmals verwendet werden. 5 In den Fig. 18 und 19 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sammelgefäßes 1 mit einer Verschlußvorrichtung 11 schematisch vereinfacht dargestellt. Die Verschlußvorrichtung 11 dient bei dieser Ausführungsvariante zur Halterung von zumindest zwei Analysestäben 53, die gegebenenfalls mit verschiedensten Reagenzien bzw. Reagenzgemischen 20 beschichtet sein können. Es wird dadurch eine Mehrkomponentenanalyse möglich. 10
Diese Analysestäbe 53 können entweder mit der Verschlußvorrichtung 11 bewegungsfest verbunden sein, um damit zusammen mit der Verschlußvorrichtung 11 und den zu analysierenden Substanzen aus der Flüssigkeit 2 entfernt zu werden. Andererseits ist es selbstverständlich möglich, daß diese Analysestäbe 53, wie dies in Fig. 18 strichliert angedeutet ist, wiederum 15 durch Halteeinrichtungen 51 gehaltert sind.
Wie Fig. 19 besser zeigt, können diese Analysestäbe symmetrisch um das vorzugsweise vorhandene Septum 12 in der Verschlußvorrichtung 11 angeordnet sein, sodaß die Separation verschiedenster zu analysierenden Substanzen bereits beim Befüllen des Sammelgefäßes 1 20 durch dieses Septum 12, insbesondere durch eine Kanüle 19 (in Fig. 19 nicht dargestellt), beginnt.
Vorzugsweise sind diese Analysestäbe 53 als bereits beschriebene Träger für Reagenzien bzw. Reagenzgemische 20 ausgeführt und kann diese Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen 25 Sammelgefäßes 1 beispielsweise zur qualitativen Analyse von z.B. Blut verwendet werden. Es ist dazu möglich, daß die Reagenzien bzw. Reagenzgemische 20 verschiedenste, vorzugsweise Farbindikatoren umfassen, wodurch allein aus dem erfolgten bzw. nicht erfolgten Farbumschlag auf das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein der gesuchten Substanz geschlossen werden kann. 30
Es ist weiterhin möglich, daß für den Fall, daß die Verschlußvorrichtung 11 als Magnetträger ausgeführt ist, in dieser beispielsweise pyroelektrische oder Piezzokristalle angeordnet sind, sodaß in der Folge der für einen entsprechenden Elektromagneten erforderliche Strom durch Temperaturerhöhung oder aber durch Druckbeaufschlagung erzeugt wird. 35
Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, daß zum besseren Verständnis des Aufbaus des Sammelgefäßes, des Trägers und des Analysekits diese bzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden. 40 Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1; 2; 3; 4; 5; 6; 7; 8; 9; 10; 11; 12; 13; 14; 15; 16; 17; 18, 19 gezeigten Ausführungen den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen 45 Lösungen bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung so 1 Sammelgefäß 2 Flüssigkeit 3 Gefäßinnenraum 4 Gefäßöffnung 5 Gefäßinnenwand 41 Vorrichtungsöffnung 42 Gefäßmantelöffnung 43 Gleitverschluß 44 Durchmesser 45 Sammelgefäßdurchmesser 55
Claims (41)
- 24 AT 414 209 B 6 Gefäßmantel 7 Gefä ßma ntelm ittelachse 8 Gefäßmantelstirnfläche 9 Gefäßmantelstirnfläche 5 10 Gefäßboden 11 Verschlußvorrichtung 12 Septum 13 Außenmantel 10 14 Bohrung 15 Außenmantelinnenseite 16 Gewinde 17 Steg 15 18 Gefäßmantelaußenwand 19 Kanüle 20 Reagenzgemisch 21 Träger 20 22 Steg 23 Dimenisonsänderung 24 Höhe 25 Partikel 25 26 Separationsvorrichtung 27 Magnetfeld 28 Pfeil 29 Einrichtung 30 30 T rägerkörper 31 T rägerkörperoberfläche 32 Oberflächenvergrößerung 33 Trägerkörperende 34 Dichtelement 35 35 Kanal 46 Gleitverschlußdichtung 47 Fortsatz 48 Öffnung 49 Stab 50 Oberfläche 51 Halteeinrichtung 52 Teilbereich 53 Analysestab 36 Flüssigkeit 37 Sammelgefäßverlängerung 38 Sammelgefäßverlängerungsöffnung 40 39 Analysekit 40 Vorrichtung Patentansprüche: 45 1. Sammelgefäß für Flüssigkeiten zur Verwendung in der Nukleinsäureanalytik, z.B. Blutabnahmeröhrchen, mit einem von einem Gefäßmantel sowie gegebenenfalls einem Gefäßboden, welche(r) eine Gefäßinnenwand bilden(t), zumindest teilweise umgebenen Gefäß-innenraum der durch zumindest eine Gefäßöffnung die mit einer mit einem Septum verse-50 hene Verschlußvorrichtung verschließbar ist, zugänglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Gefäßinnenraum (3) ein Lysereagens vorgelegt und zumindest ein Reagens bzw. Reagenzgemisch (20), mit dem durch die Lyse aufgeschlossene Bestandteile der Flüssigkeit (2) abgetrennt oder immobilisiert und/oder stabilisiert werden, auf einem Träger (21) angeordnet ist. 55 25 AT 414 209 B
- 2. Sammelgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Reagens bzw. Reagenzgemisch (20) selektiv für Nukleinsäuren, Nukleinsäuremischungen bzw. Nukleinsäurebestandteile, z.B. Mononukleotide, Oligonukleotide, ist.
- 3. Sammelgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Reagens bzw. Rea genzgemisch (20) selektiv für nukleinsäureabbauende Bestandteile der Flüssigkeit (2) bzw. der biologischen Matrix, z.B. Proteine, Metaboliten, Nukleasen, Enzyme oderdgl., ist.
- 4. Sammelgefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß io das Reagens bzw. Reagenzgemisch (20) im festen Aggregatzustand vorliegt.
- 5. Sammelgefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Reagens bzw. Reagenzgemisch (20) als Flüssigkeit bzw. Flüssigkeitsgemisch und/oder Lösung vorliegt. 15
- 6. Sammelgefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Reagenzgemisches (20) ein Extraktionsmittel ist, z.B. eine phenolische Lösung, ein Phenol/Chloroform-Gemisch.
- 7. Sammelgefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Reagens bzw. Reagenzgemisch (20) zumindest ein Guanidiniumsalz, z.B. Guanidini-umchlorid, Guanidiniumthiocyanat, Guanidiniumcarbonat, Guanidiniumnitrat, Guanidinium-acetat, Guanidiniumsulfat, Guanidiniumstearat, Guanidiniumdihydrogenphosphat, Guanidi-niumhydrogenphosphat, Guanidinoalkysulfatester enthält. 25
- 8. Sammelgefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Reagens bzw. Reagenzgemisch (20) Cäsiumchlorid enthält.
- 9. Sammelgefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß 30 das Reagens bzw. Reagenzgemisch (20) Ethanol und/oder Lithiumchlorid enthält.
- 10. Sammelgefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Reagens bzw. Reagenzgemisch (20) ein Gel, z.B. ein Agarosegel, ein Kunststoffgel, ist. 35
- 11. Sammelgefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (21) in Form eines inerten Filters ausgebildet ist.
- 12. Sammelgefäß nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Filter durch eine lose 40 Schüttung von Einzeilteilchen, z.B. Glaskugeln, Silikagelteilchen oder dgl. gebildet ist.
- 13. Sammelgefäß nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Filter Kapillaren aufweist.
- 14. Sammelgefäß nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapillaren einen Durchmesser aufweisen, der eine zumindest partielle Auftrennung nach dem Molekulargewicht der Bestandteile der Flüssigkeiten (2) biologischen Ursprungs ermöglicht.
- 15. Sammelgefäß nach einem Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger so (21) aus Glas, z.B. Glasfasern, silikatischen Materialien, Cellulose, Latex, Kunststoff, Schaumstoff besteht.
- 16. Sammelgefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (21) in Form von Partikel (25) mit z.B. permanentmagnetischen Eigenschaften 55 ausgebildet ist. 26 AT 414 209 B
- 17. Sammelgefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (21) bzw. das Reagens bzw. Reagenzgemisch über zwei einander gegenüberliegenden Verschlußvorrichtungen (11) zugänglich ist.
- 18. Sammelgefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (21) bzw. das Reagens bzw. Reagenzgemisch (20) über zumindest eine weitere Gefäßöffnung im Gefäßmantel entlang der Gefäßmittelachse zugänglich ist.
- 19. Sammelgefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß io im Gefäßinnenraum (3) eine Vorrichtung (40) angeordnet ist, die eine physikalische Tren nung der Bestandteile der Flüssigkeit (2) biologischen Ursprungs bzw. der biologischen Matrix z.B. nach einer Zentrifugation bewirkt.
- 20. Sammelgefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß 15 der Gefäßmantel und/oder der Gefäßboden durch einen Kunststoff mit polaren bzw. polari sierbaren Gruppen gebildet ist.
- 21. Träger für Reagenzien bzw. Reagenzgemische zur Anwendung in einem Sammelgefäß nach einem der Ansprüche 1 bis 20, mit einem Trägerkörper mit einer Trägerkörperoberflä- 20 che, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Trägerkörper (30) ein Reagens bzw. Reagenz gemisch (20) angeordnet ist, mit dem zumindest einzelne Bestandteile einer Flüssigkeit (2) biologischen Ursprungs abgetrennt oder immobilisiert und/oder stabilisiert werden.
- 22. Träger nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerkörperoberfläche (31) 25 mit dem Reagens bzw. Reagenzgemisch (20) beschichtet ist.
- 23. Träger nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper aus einzelnen Partikeln (25) besteht.
- 24. Träger nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Partikel (25) Kapillaren auf weisen.
- 25. Träger nach einem der Ansprüche 21 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper (30) in Form von Kettengliedern gebildet ist. 35
- 26. Träger nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper (30) eine Haltevorrichtung, z.B. einen Stab, aufweist, an den die Partikel (25) befestigt sind.
- 27. Träger nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Partikel (25) als Permanentmagneten ausgebildet sind.
- 28. Träger nach einem der Ansprüche 23 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Partikel (25) von einer Trägerkörperpartikelaufnahme gehaltert sind. 45
- 29. Träger nach einem der Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerkörperpartikelaufnahme gitterförmig ausgebildet ist.
- 30. Träger nach Anspruch 21 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper 30 läng- 50 lieh mit zwei einander gegenüber angeordneten Trägerkörperenden (33) ausgebildet ist, und an einem der Trägerkörperenden (33) eine Verschlußvorrichtung (11) angeordnet ist.
- 31. Träger nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußvorrichtung (11), z.B. als Schraubkappe oder Steckverschluß ausgeführt ist. 55 2 7 AT 414 209 B
- 32. Träger nach Anspruch 30 oder 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußvorrichtung (11) ein Septum umfaßt.
- 33. Träger nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper (30) mit einem 5 Kanal (35) versehen ist, der sich vom Septum (12) bis zumindest annähernd zu dem die sem gegenüber angeordneten Trägerkörperende (33) erstreckt.
- 34. Träger nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Kanal (35) Verteilerkanäle abzweigen, die sich bis zur Trägerkörperoberfläche (31) erstrecken. 10
- 35. Träger nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper (30) ein Gel ist.
- 36. Träger nach einem der Ansprüche 21 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper (30) aus Glas, einem silikatischen Material, Cellulose oder einem Kunststoff, Schaum- 15 Stoff besteht.
- 37. Analysekit zur Analyse von Flüssigkeiten biologischen Ursprungs mit zumindest einem Sammelgefäß zur Aufnahme der Flüssigkeit bzw. Bestandteile der Flüssigkeit und zumindest einem Träger zur Aufnahme eines Reagenzes bzw. Reagenzgemisches, dadurch ge- 20 kennzeichnet, daß das Sammelgefäß (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 20 und/oder der Träger (21) nach einem der Ansprüche 21 bis 36 ausgebildet ist/sind.
- 38. Analysekit nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein weiteres Sammelgefäß über eine rohrartige Verbindung, z.B. eine Kanüle (19), mit dem Sammelgefäß 25 (1) verbunden ist.
- 39. Analysekit nach Anspruch 37 oder 38, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anschluß der rohrartigen Verbindung am Sammelgefäß (1) ein Septum (12) angeordnet ist.
- 40. Analysekit nach einem der Ansprüche 37 bis 39, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sam melgefäß (1) ein Eluationsmittel zur Eluation der auf dem Träger (21) gebundenen Bestandteile der Flüssigkeit (2) biologischen Ursprungs enthält.
- 41. Analysekit nach einem der Ansprüche 37 bis 40, dadurch gekennzeichnet, daß die Sam- 35 melgefäße (1) eine Salzlösung, z.B. eine Cäsiumchloridlösung, enthalten, wobei die Dichte dieser Lösungen in den einzelnen Sammelgefäßen (1) unterschiedlich ist. Hiezu 5 Blatt Zeichnungen 40 45 50 55
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