AT41804B - Verfahren zur Herstellung von Schmierölen durch Destillation von Petroleumteeren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schmierölen durch Destillation von Petroleumteeren.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Schmierölen durch Destillation von Petroleumteeren. 



   Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren besteht darin, Petroleumteere unter gleichzeitigem Einleiten'und Durchsprudeln mit Luft zu destillieren. Hiebei wird im Innern der Masse selbst teilweise die zur   Destillation nötige Wärme   er- 
 EMI1.1 
 höheren spez. Gewichtes und scheinbar auch in ihrer molekularen Zusammensetzung unterscheiden. 



   Ein schwerer Petroleumteer, bei dem das Abdestillieren bis zu   3 ;') 00 C   erfolgt ist, enthält noch ungefähr 70 Prozente Öle ; um diese zu entfernen, muss nach den gebräuch- 
 EMI1.2 
 vorliegenden Erfindung bildenden Verfahren wird der betreffende Teer im kalten Zustande in eine Retorte gegeben und erhitzt. Sobald die Masse eine Temperatur von   2zoo ('   erreicht, beginnt man dieselbe mit atmosphärischer, getrockneter,   kohlensäurrfreier   Luft zu durchsprudeln, welche je nach Erfordernis mit Sauerstoff oder Ozon bereichert wurde. Dieses Erfordernis richtet sich nach der jeweiligen grösseren oder geringeren   Afflnitvit   des zu behandelnden Pelroleumteeres für Sauerstoff. 



   Sobald das   Durchsprudeln mit Luft beginnt,   nimmt auch, wie festgestellt ist, die Destillation ihren Anfang. Die Temperatur fahrt fort zu steigen und es ergibt sich nicht wie sonst din Notwendigkeit, in einem bestimmten Moment die Retorte zu erhitzen, da 
 EMI1.3 
 fortzusetzen. 



   Man kann auf diese Weise mit   einer Temperaturermässigung   von   1000     bezw.   bei einer Temperatur die um 1000 niedriger ist als die sonst notwendige,   Destillationsprodukte   erhalten, deren spezifisches   Gewicht hoher   und deren molekulare Zusammensetzung eine andere ist, als das spezifische Gewicht und die molekulare Zusammensetzung jener Produkte, welche mit Hilfe des bekannten Destillationsverfahrens aus demselben Ausgangsmaterial erhalten wurden. 



   Beispiel : Petroleumteer   aU8 Novorossysk,   dessen Siedepunkt bei 370  ist und der bis 
 EMI1.4 
 beträgt. Bei einer Temperatur von   3000 des Destillationsgutes genUgt   der Oxydationsstrom um die Destillation zu Ende fuhren. 



   Es seien hier die Resultate verschiedener Destillationen desselben Produktes zum Zwecke des Vergleiches dos vorliegenden mit den bekannten Verfahren in Form der folgenden   Tabellen zusammengefasst.   Diese Tabellen lassen auch einen Schluss auf die Rolle des Druckes bei den verschiedenen Destillationsverfahren zu. Destillation von schwerem Teer von Novorossysk vom   spez.   Gewichte :   0.     960.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Mit <SEP> Wasser- <SEP> Mit <SEP> Luft <SEP> bei
<tb> dampf <SEP> und <SEP> unter <SEP> stark <SEP> ver-' <SEP> Luft <SEP> und
<tb> atmo- <SEP> mindeltem <SEP> Überdruck <SEP> von
<tb> ephänachem <SEP> Druck <SEP> 40 <SEP> cm
<tb> Druck
<tb> menge <SEP> von <SEP> Teer <SEP> (festen <SEP> Kohlenwasserstoffen) <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 24% <SEP> 34% <SEP> 34%
<tb> Menge <SEP> von <SEP> Ölen <SEP> (flüssigen <SEP> Kohlenwasserstoffen) <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 70% <SEP> 61% <SEP> 61%
<tb> Spezifisches <SEP> Gewicht <SEP> der <SEP> destillierten <SEP> Kohlenwasserstoffe <SEP> 0,875 <SEP> 0.935 <SEP> 0.918
<tb> Destillationstemperatur <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> .

   <SEP> 370-440  <SEP> 280-350  <SEP> 270-335 
<tb> Der <SEP> russische <SEP> Masut <SEP> von <SEP> einem <SEP> spezifischen <SEP> Gewichte <SEP> von <SEP> 0 <SEP> 945, <SEP> dessen <SEP> gewöhnliche
<tb> Destillation <SEP> nicht <SEP> früher <SEP> beginnt <SEP> als <SEP> bei <SEP> zirka <SEP> 3500, <SEP> gibt <SEP> folgende <SEP> Resultate <SEP> :

  
<tb> Mit <SEP> Luft, <SEP> bei <SEP> stark <SEP> Mit <SEP> Luft, <SEP> ohne <SEP> Feuer
<tb> vermindertem <SEP> ruck <SEP> und <SEP> mit <SEP> 50 <SEP> cm <SEP> Uberdruck
<tb> Menge <SEP> von <SEP> 380, <SEP> 0 <SEP> 870/o
<tb> Menge <SEP> von <SEP> flüssigen <SEP> Kohlenwasserstoffen <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 58% <SEP> 58%
<tb> Spizifisches <SEP> Gewicht <SEP> der <SEP> destillierten <SEP> Kohlenwasserstoffe <SEP> 0.930 <SEP> 0#915
<tb> Destillationstemperatur <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 230-335 <SEP> 260-325
<tb> 
 
Unter dem Einflusse eines Druckes sind also die mittels aus demselben Masut durch Destillation unter Einleiten von Luft erzielten   Destil1ationsprodukte   von geringerem spezifischen Gewicht. 



   Der Destillationsrückstand ist ein oxydierter, plastischer Teer, der die für Fabrikation der stückigen Heizstoffe erforderlichen Eigenschaften besitzt, wozu sich sonst die Petroleumteere nur in geringerem Masse eignen, da ihnen die   Klebe. oder Bindefähigkeit   mangelt. 



   Die Ursache, die die Erhöhung des spez. Gewichtes der herausdestillierten Öle bewirkt, liegt darin, dass diese Öle bei ihrer Bildungstemperatur, im Momente ihres Entstehens im Innern der Masse scheinbar eine grosse Affinität für den Sauerstoff besitzen und leicht oxydiert werden. Diese Affinität variiert je nach dem Drucke, welcher im Destillationsapparat herrscht. Der Rückstand erfährt gleichfalls infolge der Oxydation eine bedeutende Verdickung, da während des Durchsprudelns der Masse durch die Gase jedes Partikelchen des oxydierenden Stromes in Berührung mit den Molekülen der ganzen zu behandelnden Masse gelangt. 



   Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung ist nun folgendes : Atmosphärische Luft wird komprimiert und nachdem sie von'ihrem Gehalt an   Kohlensäure   und an Feuchtigkeit mittelst geeigneter Mittel befreit worden ist, erwärmt und in die Retorte zwecks Durchsprudelns der Masse eingeleitet. Dies ist der Vorgang, wenn leicht oxydierbare Petroleumteere behandelt werden sollen, was aber selten verkommt. Handelt es sich um schwer oxydierbare Petroledumteere, dann wird der Luft Sauerstoff beigemengt, dessen 
 EMI2.2 
 mit. der die Destillation stattfinden soll, und je nach dem Grade der Oxydation, den man erzielen will. In Fällen, wo man sehr schwer oxydierbare Petroleumteere zu behandeln hat, wird der trockene Luftstrom oder der trockene, mit Sauerstoff bereicherte Luftstrom durch eine elektrische Funkenstrecke geleitet, so dass Ozon gebildet wird.

Claims (1)

  1. EMI2.3 Verfahren zur Herstellung von Schmierölen aus schweren Petroleumteeren wie z. B. Masut durch Destillation unter gleichzeitigem Einleiten von Luft in das Destillationsgut, dadurch gekennzeichnet, dass die Destillation bei Temperaturen über 2200 C vorgenommen und die Luft in getrocknetem, kohlensäurefreiem Zustande angewendet wird.
AT41804D 1904-12-22 1904-12-22 Verfahren zur Herstellung von Schmierölen durch Destillation von Petroleumteeren. AT41804B (de)

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