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Die Erfindung betrifft ein Fitnessgerät aus Holz, wie dieses im Oberbegriff des Anspruches 1 be- schrieben wird.
Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl von Fitnessgeräten bekannt, welche die Möglich- keit von vielseitigen Bewegungsabläufen eines Benutzers bieten. Derartige Geräte bestehen je- doch meistens aus einem fixen Bauteil und einem oder mehreren an diesem fixen Bauteil mon- tierten Zusatzgeräten, welche eine breitere Palette von Fitnessübungen bzw. Turnübungen er- möglichen sollen.
Ein wesentlicher Nachteil derartiger Vorrichtungen bzw. Fitnessgeräte liegt daran, dass sämtliche Bauteile fix an einer Wand bzw. einem Mauerwerk angebracht sind und so nur vordefinierte Übungen bzw. Bewegungsabläufe durchgeführt werden können. Durch diese Ausführung ist es nicht möglich, individuelle Übungen bzw. Eigenkreationen durch den Benutzer durchzuführen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fitnessgerät zu schaffen, welches dem Benutzer eine Vielzahl von Bewegungsabläufen zur Fitnesssteigerung zu schaffen.
Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale im Kennzeichenteil des Anspruches 1 gelöst.
Vorteilhaft ist bei der im Anspruch 1 angegebenen Lösung, dass durch die Ausbildung des Fit- nessgerätes aus mehreren kombinierbaren Elementen eine Vielzahl von sportlichen Übungen ermöglicht wird, da die Sprossenwand, das Schrägbrett und der Rollaufsatz beliebig gemäss den Möglichkeiten kombiniert werden können und somit das Fitnessgerät den verschiedensten Ansprüchen gerecht wird. Weiters ist durch die Anordnung von Expanderzügen auf über die Seitenholme der Sprossenwand vorragende Sprossen eine Vielzahl von kraftsteigernden bzw. muskel fördernden Übungen möglich.
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Die durch die Weiterbildungen gemäss den Ansprüchen 2 bis 23 erzielbaren Vorteile sind der nachfolgenden, speziellen Beschreibung zu entnehmen.
Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand der in den Zeichnungsfiguren dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen: Fig. 1 das erfindungsgemässe Fitnessgerät, bestehend aus Sprossenwand, Schrägbrett und
Rollaufsatz in perspektivischer Ansicht mit waagrecht stehendem Schrägbrett; Fig. 2 das Fitnessgerät nach Fig. 1 mit winkelig an der Sprossenwand angelehntem Schräg- brett; Fig. 3 das Fitnessgerät nach Fig. 1 mit auf den Sprossen der Sprossenwand fixiertem
Schrägbrett.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäss auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können.
Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z. B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageände- rung sinngemäss auf die neue Lage zu übertragen. Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungs- beispielen für sich eigenständige, erfinderische oder erfindungsgemässe Lösungen darstellen.
In den Fig. 1 bis 3 ist ein Fitnessgerät 1 bestehend aus einem Schrägbrett 2, auf welchem ein Rollaufsatz 3 angeordnet ist, dargestellt. Weiters weist das Fitnessgerät 1 eine Sprossenwand 4 auf, wobei diese Sprossenwand 4 über Haltebügel 5, welche zur Anlage an einer Wand bzw. ei- nem Mauerwerk 6 ausgebildet sind, auf. Das Schrägbrett 2 ist über Füsse 7 auf einer ebenen Auf- standsfläche 8, wie z. B. einem Raumboden, auflagernd gelagert und weist in der Darstellung der Fig. 1 eine horizontale Lage auf.
Die Sprossenwand 4 besteht nun ihrerseits aus zwei parallel zueinander verlaufenden Seitenhol- men 9, wobei diese Seitenholme 9 über senkrecht zu diesen Seitenholmen 9 verlaufende Spros- sen 10 distanziert voneinander gehalten sind. Die Sprossenwand 4 wird über Haltebügel 5 an ei-
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nem Mauerwerk 6 bewegungsfest über Befestigungsmittel 11, vorzugsweise Schrauben 12 bzw. eine Schraub-Dübel-Kombination gehalten, sodass eine individuelle Befestigung der Sprossen- wand 4 in jedem Bereich eines Gebäudes möglich ist. Weiters weist die Sprossenwand 4 zumin- dest zwei über die Seitenholme 9 der Sprossenwand 4 beidseits vorragende Haltesprossen 13 auf, sodass hier die Möglichkeit besteht, etwaige Zusatzgeräte auf diesen Haltesprossen 13 anzubrin- gen.
An den über die Seitenholme 9 der Sprossenwand 4 vorragenden Teile der Haltesprossen 13 sind nun über Befestigungsmittel Umlenkrollen 14 angebracht, welche zur Umlenkung von vor- zugsweise Expanderzügen 15 ausgebildet sind. Einander gegenüberliegend und den Umlenkrol- len 14 zugeordnet weisen die Expanderzüge 15 Griffe 16 auf, welche zur Handhabung der Ex- panderzüge 15 durch einen Benutzer ausgebildet sind. Im wesentlichen besteht die Sprossen- wand 4 aus beispielsweise neun ovalen Sprossen 10, wobei vorzugsweise zwei Sprossen 10 als Haltesprossen 13 ausgebildet sind, auf. Die Anordnung der Haltesprossen 13 über die Längser- streckung der Sprossenwand 4 kann beliebig gewählt werden, sodass die Position der Expander- züge 15 ebenso beliebig ausgeführt werden kann.
Vorzugsweise ist ein der Aufstandsfläche 8 zugeordneter Endbereich 17 der Sprossenwand 4 zur Auflage auf der Aufstandsfläche 8 ausgebildet, sodass die Seitenholme 9 einen fixen Aufstand bzw. eine Fixierung in dem Gebäude erhalten.
Das Schrägbrett 2 weist ebenfalls zwei über Distanzelemente 18 voneinander distanzierte Sei- tenholme 19 auf, wobei auf diesen Distanzelementen 18 ein Liegekissen 20 angeordnet ist, wel- ches sich in Längsrichtung der Seitenholme 19 erstreckt und auf den Distanzelementen 18 bewe- gungsfest fixiert ist. Weiters weist das Schrägbrett 2 auf den Seitenholmen 19 befestigte und sich in Richtung der Aufstandsfläche 8 erstreckende Füsse 7 auf, welche zur Distanzierung der Sei- tenholme 19 bzw. des Schrägbrettes 2 von der Aufstandsfläche 8 ausgebildet sind. Diese Füsse 7 weisen nun vorzugsweise halbkreisförmige Ausnehmungen 21 auf, welche zum bereichsweisen Umgreifen der Sprossen 10 der Sprossenwand 4 ausgebildet sind und so eine Fixierung bzw.
Halterung des Schrägbrettes 2 auf der Sprossenwand 4 bzw. deren Sprossen 10 ermöglicht wird.
Weiters ist auf dem Schrägbrett 2 ein Rollaufsatz 3 angeordnet, welcher aus einem Holzbauteil 22 und einem darauf aufgesetztem Schaumstoffbauteil 23 besteht, wodurch die Benutzung des Rollaufsatzes 3 durch einen Benutzer wesentlich angenehmer gestaltet wird.
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Der Rollaufsatz 3 weist vorzugsweise einen quadratischen bzw. rechteckigen Aufbau auf, wobei an zwei seiner Seitenkanten vorzugsweise zwei Rollen 24 angeordnet sind, wobei diese Rollen 24 eine Distanz 25 zu den gegenüberliegenden aufweisen und diese Distanz 25 einem Abstand 26 zwischen den Seitenholmen 19 des Schrägbrettes 2 entspricht. Durch diese vorteilhafte Ausbildung ist es möglich, dass der Rollaufsatz 3 in Längsrichtung des Schrägbrettes 2 auf den Seitenholmen 19 bewegt werden kann und so auch ruderförmige Bewegungen mit dem Fitnessgerät 1 durchgeführt werden können.
Weiters weist das Schrägbrett 2 an einem der Sprossenwand 4 zugeordneten Endbereich 27 einen Aufsatz 28 auf, wobei dieser durch zwei Halteelemente 29 gebildet wird und in diesen Halteele- menten 29 eine quer zur Längsachse der Seitenholme 19 und dem Abstand 26 der Seitenholme 19 beidseits überragende Quersprosse 30 angeordnet ist, welche die Halteelemente 29 durchsetzt und in diesen fixiert ist. Weiters weisen die Seitenholme 19 des Schrägbrettes 2 im Bereich des Endbereiches 27 auf der der Aufstandsfläche 8 zugewandten Seite der Seitenholme 19 vorzugsweise halbkreisförmige Aussparungen 31 auf, welche zum bereichsweisen Umfassen der Sprossen 10 der Sprossenwand 4 ausgebildet sind.
In den Fig. 2 und 3 sind nun andere Positionen des Schrägbrettes 2 gegenüber der Sprossenwand 4 dargestellt.
Aufgrund der Aussparungen 31 in den Seitenholmen 19 des Schrägbrettes 2 ist es möglich, das Schrägbrett 2 in einer winkeligen Lage zur Aufstandsfläche 8 an den Sprossen 10 der Sprossen- wand 4 anzubringen. Durch diese vorteilhafte Ausbildung ist es möglich, Fitnessübungen bzw.
Turnübungen in verschiedensten Lagen auf dem Schrägbrett 2 durchzuführen. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Anzahl der Sprossen 10 der Sprossenwand 4 zu variieren bzw. den Ab- stand zwischen diesen unterschiedlich zu wählen, sodass sich die verschiedensten winkeligen Lagen des Schrägbrettes 2 zur Aufstandsfläche 8 erzielen lassen.
Wie im Detail der Fig. 3 zu entnehmen ist, ist es möglich, das Schrägbrett 2 über seine Füsse 7, welche die Ausnehmungen 21 aufweisen, an der Sprossenwand 4 einzuhängen, da die Ausneh- mungen 21 derart ausgebildet sind, dass sie die Sprossen 10 der Sprossenwand 4 bereichsweise umfassen können. Wie weiters dieser Darstellung zu entnehmen, ist es vorteilhaft, dass eine Ge- samtlänge 32 des Schrägbrettes 2 in etwa einer Gesamtlänge 33 der Sprossenwand 4 entspricht.
Durch diese vorteilhafte Ausbildung ist es möglich, bei Nichtbenutzung des Fitnessgerätes 1 das
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Schrägbrett 2 an der Sprossenwand 4 anzubringen wodurch keine störenden Vorsprünge bzw. vorragenden Teile über die Flächenausdehnung der Sprossenwand 4 vorhanden sind.
Das vorliegende Fitnessgerät 1 aus Holz besteht somit aus drei Elementen, nämlich der Sprossenwand 4, dem Schrägbrett 2 und dem Rollaufsatz 3, welcher zur Verwendung als Ruder- gerät vorgesehen ist. Im vorliegenden Beispiel besteht die Sprossenwand 4 aus vorzugsweise neun ovalen Sprossen, wobei zwei Sprossen seitlich ca. 13 cm herausragen und vertikal jeweils Expanderzüge 15 mit jeweils zwei gegenüberliegenden Haltegriffen 16 montiert sind. Das Schrägbrett 2 weist im der Sprossenwand 4 zugeordneten Endbereich 27 einen ca. 13 cm langen Aufsatz 28 auf, durch den horizontal bzw. senkrecht zur Längsachse des Schrägbrettes 2 eine Haltesprosse 30 verläuft und weiters weist das Schrägbrett 2 vier integrierte Füsse 7 auf.
Das Schrägbrett 2 ist mit einem Liegekissen 20 ausgestattet und ist über die integrierten Füsse 7 in die Sprossenwand 4 einhängbar und der Höhe nach je Sprossenabstand verstellbar und weiters ist es so ausgebildet, dass es in die Sprossenwand 4 auch schräg einhängbar ist. Durch die Aus- bildung des Rollaufsatzes 3 mit an zumindest zwei seiner Seitenkanten angebrachten Rollen 24 ist dieser auf den Seitenholmen 19 des Schrägbrettes 2 verfahrbar gelagert.
Die Sprossenwand 4 weist weiters Haltebügel 5 auf, welche über Befestigungsmittel an einer Wand bzw. einem Mauerwerk 6 befestigbar sind.
Die Sprossenwand 4 weist seitlich neben ihren Seitenholmen 9 angeordnete Expanderzüge 15 auf, welche über Umlenkrollen 14 in die gewünschte Richtung umgelenkt werden. Diese Um- lenkrollen 14 zur Umlenkung der Expanderzüge 15 sind auf den über die Seitenholme 9 der Sprossenwand 4 vorragenden Haltesprossen 13über Befestigungsmittel angeordnet.
Das Schrägbrett 2 weist weiters zur horizontalen Lage auf einer Aufstandsfläche 8 Füsse 7 auf, wobei diese Füsse 7 des Schrägbrettes 2 Ausnehmungen 21 aufweisen. Diese Ausnehmungen 21 der Füsse 7 sind derart ausgebildet, dass sie die Sprossen 10 der Sprossenwand 4 bereichsweise umfassen können. Weiters weisen die Seitenholme 19 des Schrägbrettes 2 im Bereich des Auf- satzes 28 auf der den Füssen 7 zugewandten Seite halbkreisförmige Aussparungen 31 auf, wobei diese halbkreisförmigen Aussparungen 31 ebenfalls zur bereichsweisen Umfassung der Sprossen 10 Sprossenwand 4 ausgebildet sind.
Das Liegekissen 20 des Schrägbrettes 2 ist auf die Seitenholme 19 des Schrägbrettes 2 distanzie- renden Distanzelementen 18 angeordnet und weist vorzugsweise eine Polsterung auf.
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Der Rollaufsatz 3 ist vorzugsweise quadratisch bzw. rechteckig ausgeführt und weist zumindest an zwei seiner Seitenkanten vorzugsweise zwei Rollen 24 auf, wobei die Distanz 25 zwischen den gegenüberliegenden Rollen 24 einen quer zur Längsrichtung des Schrägbrettes 2 gemes- senen Abstand 26 der Seitenholme 19 des Schrägbrettes 2 entspricht. Weiters weist eben dieser Rollenaufsatz 3 ebenfalls eine Polsterung in Form eines Schaumstoffbauteils 23 auf.
Durch die Ausführungen der Aussparungen 31 in den Seitenholmen 19 des Schrägbrettes 2 und durch die Ausbildung der Füsse 7 mit deren Ausnehmungen 21 ist das Schrägbrett 2 bei Anbrin- gung an der Sprossenwand 4 zur Bildung eines Winkels von 0 bis 90 mit der Aufstandsfläche 8 ausgebildet. Weiters ist das Schrägbrett 2 über die Füsse 7 an der Sprossenwand 4 einhängbar ausgebildet und weiters kann das Schrägbrett 2 über seine Füsse 7 an der Sprossenwand 4 ver- riegelbar angebracht werden.
Vorzugsweise ist ein in Längsrichtung des Schrägbrettes 2 gemessener Abstand 34 der Füsse gleich einem Vielfachen der entlang der Seitenholme 9 der Sprossenwand 4 gemessenen Distanz 35 zwischen den Sprossen 10.
Der Ordnung halber sei abschliessend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Fitnessgerätes 1 dieses bzw. dessen Bestandteile teilweise unmassstäblich und/oder vergrössert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschrei- bung entnommen werden.
Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1; 2,3 gezeigten Ausführungen und Massnahmen den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemässen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen, er- findungsgemässen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.