<Desc/Clms Page number 1>
Schaltung für Fernsprechanlagen.
Für Fernsprechämter ist es zum Zwecke einer beschleunigten Ausführung von Verbindungen. sowie zum Zwecke einer möglichst gleichmässigen Belastung der Arbeitsplätze vorgeschlagen worden, die Anrufe der Teilnehmer nicht unmittelbar an Beamtinnen gelangen. zu lassen, sondern mittels selbsttätiger Schaltvorrichtungen an eine, bei Eingang des Anrufes gerade unbeschäftigte Beamtin zu überweisen. Beispielsweise hat man jede Teilnehmerleitung mit einer besonderen Schaltvorrichtung versehen, welche an ihren feststehenden Kontakten zu verschiedenen Arbeitsplätzen führende Leitungen aufnahm. Hierbei war jedoch eine sehr grosse Wählerzahl nötig, so dass die Einrichtung sehr teuer wurde.
Es ist ferner vorgeschlagen worden, nur jeweils einer Gruppe von Teilnehmern eine Anzahl von Wahlschaltern zuzuweisen, derart, dass etwa für je 100 Teilnehmer 10 Wähler vorgesehen wurden. Hierbei war aber bisher stets die Anordnung besonderer zweiter Wähler erforderlich. die aus dem für die Teilnehmer bestimmten Wählersatz einen freien Wähler aussuchten, so dass für jede Verbindung zwei Wähler in Tätigkeit treten mussten, was den Betrieb erschwerte.
Die Erfindung gestattet es, unter Verwendung einer im Vergleich zur Teilnehmerzahl nur geringen Wählerzahl, die Verbindung eines anrufenden Teilnehmers mit einem freien Verbindungsstöpsel einer unbeschäftigten Beamtin unter Benutzung jeweils nur eines Wählers auszuführen.
Gemäss der Erfindung wird zu diesem Zweck der Schaltelektromagnet des freien Schalters aus dem für eine Teilnehmergruppe bestimmten Wählersatz unmittelbar von dem Anrufrelais eines anrufenden Teilnehmers aus in Tätigkeit gesetzt so dass der Kontaktarm des Wählers, der in bekannter Weise mit den Adern eines Verbindungsstöpsels verbunden ist, über die feststehenden
EMI1.1
sämtlicher Anrufrelais der TeiInehmergruppe gelegt.. der es zugewiesen ist, so dass das ansprechende Anrufrelais eine Verbindung suchenden Teilnehmers ihn unmittelbar unter Strom setzt und so die Ingangsetzung des Wählers bewirkt.
Die Schaltelektromagnete der in Benutzung befindlichen Wähler, bezw. der Wähler, die an beschäftigten Arbeitsplätzen liegen, werden jeweils unter Umschaltung der Einschaltleitung auf die zum nächsten freien Wähler führende Leitung von den Anrufrelaiskontakten getrennt.
EMI1.2
Teilnehmer T durch Abheben seines Hörers das Amt anruft, so wird das ihm im Amte zugeordnete Anrufrelais. AR in üblicher Weise durch den Stromfluss : Batterie B, Wicklung wa, a-Zweig der
EMI1.3
zieht seinen Anker g an und bewegt dadurch die Schaltarme a', b', c' des Schalters SS um einen Schritt vorwärts. Dabei wird der Kontakt f geöffnet und der Fortschaltmagnet wird in einen
EMI1.4
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Bewegung bis zu dem gesuchten Kontakt vollbringt.
Der Einfachheit wegen ist in der Zeichnung die erste Anordnung dargestellt. Gl@ichzeitig mit der Öffnung des Kontaktes f ist ein Kontakt n
EMI2.2
erwähnt, beim Ansprechen der Anrufrelais AR Spannung gelegt wird. Entsprechend diesen drei Reihen von Kontakten besitzt der Schrittschalter 3 Kontaktarme a', b', c', von denen zunächst nur der Arm c'die Kontakte seiner Reihe bestreicht. Gelangt dieser Arm auf einen Kontakt, der an eine spannungsfiihrende Leitung c angeschlossen ist, also zu einem anrufenden Teilnehmer gehört" so fliesst Strom von der Leitung c über den Arm c und einen Elektromagneten S nach Erde. Der Elektromagnet S spricht an und unterbricht durch Anzug seines Ankers i den Stromfluss über den Fortschaltmagneten f, so dass die Schaltarme a', b', c' nicht mehr weiter gedreht werden.
Gleichzeitig bewirkt die Erregung des Elektromagneten 9 den Anschluss (in der Zeichnung
EMI2.3
sind, und dadurch an die Sprechleitungszweige des anrufenden Teilnehmers, während der Kontaktarm c'vom Kontakt c abgehoben wird.
Sobald die Arme al, t'an die Leitungszweige a, b angeschlossen sind, fliesst Strom von der Batterie bug über das Relais < S/, den Arm a', den a-Zweig der Teilnehmerleitung, das Teilnehmer-
EMI2.4
Anker h an und schaltet damit einerseits die Anruflampe AL ein und anderseits schliesst es für den Elektromagneten S einen von dem Zustande der c-Leitung des Teilnehmers unabhängigen
EMI2.5
und gleichzeitig der Strom in der Wicklung wb des Anrufrelais durch Anschalten der Spule D an die b-Leitung derart verstärkt wird, dass der Kippanker k des Anrufrelais zurückfällt, die Leitung c also stromlos wird.
Der StromHuss über die Anruflampe AL erregt ein Anrufkontrollrelais AC, das seinen Anker o anzieht und damit neben der Einschaltung der Anrufkontrollampe einen Stromfluss (B4, Relaiswicklung BR, Anker o, Erde, Erde Batterie B@) über die entweder den verschiedenen Verbindungsstöpseln des betreffenden Arbeitsplatzes zugeordneten oder nur einmal pro Arbeitsplatz vorgesehenen Relais BR bewirkt. Durch Anzug der Anker e der Relais BR werden dabei die Schaltapparate SS sämtlicher Stöpselschnüre des betreffenden Arbeitsplatzes von den Leitungen d abgetrennt und über Kontakt p an die zu den anderen Arbeitsplätzen führenden Leitungen d' gelegt, so dass ein Anruf an die gerade mit einer Verbindung beschäftigte Beamtin nicht mehr gelangen kann.
Sobald die Anruflampe AL erscheint, schaltet sich die Beamtin durch Umlegen des nicht dargestellten Sprechumschalters in die Leitungen a, b und fragt ab. Danach hebt sie den Ver- bindungsstöpsel VS auf, wodurch ein Stöpselsitzschalter Sa geöffnet und die Anruflampe zum Erlöschen gebracht wird, während gleichzeitig ein Stöpselsitzschalter Sb geschloaaen wird, der die Stromwege für das Schlusszeichen SL1 des rufenden Teilnehmers vorbereitet bezw. das Schluss- zeichen SL2 des angerufenen Teilnehmers schliesst. Das Schlusszeichen SL2 verschwindet in bekannter Weise, sobald der gerufene Teilnehmer seinen Fernhörer abhebt, da dann das Relais SR2 Erregungsstrom bekommt und seinen Anker anzieht.
Beim Öffnen des Schalters Sa'ist auch das Relais AC wieder stromlos geworden und hat durch das Abfallen des Ankers o den Stromkreis des Relais RR unterbrochen ; die Überbrückung dos Arbeitsplatzes wird infolgedessen aufgehoben, so dass die Beamtin für Anrufe anderer Teilnehmer frei wird.
Wenn nach Beendigung des Gespräches der anrufende Teilnehmer seinen Hörer anhängt, so wird das Relais SR1 stromlos und das Abfallen des Ankers/t bewirkt neben dem Erscheinen der Schlusslampe SL1, dass auch der Elektromagnet S stromlos wird. Da dieser seinen Anker i fallen lässt, wird der Lokalstromkreis für das Schaltrclais H wieder geschlossen und der Schalter SS so lange schrittweise weiter bewegt, bis er in die Anfangstellung zurückgelangt, in welcher der
EMI2.6
veranlasst werden, indem der Magnet 8 über einen Stöpselschalter Sc an Spannung gelegt wird, weiche beim Trennen der Verhindung und Zurückfallendes Stöpsels auf seinen Sitz abgeschaltet wird.