<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Abdeckplatte für ein Gehäuse, die mindestens eine Durchtrittsöffnung für Kabel, Schläuche oder dgl. Leitungen aufweist.
Abdeckplatten dieser Art finden vor allem als Verschlussdekkel für Gehäuse von elektrischen oder elektronischen Schaltoder Steuerungskästen oder Geräten oder auch von Hyraulikanschlussstellen Verwendung, welche Abdeckplatten das Gehäuse abdichten sollen und durch welche Kabel, Schläuche oder dgl.
Leitungen geführt sind.
Um die Kabel oder Schläuche an den entsprechenden Stellen im Gehäuse anzuschliessen, sind an ihren einen Enden Anschlussstücke anzubringen oder Kabel werden beispielsweise direkt angelötet.
An den anderen Enden sind die Kabel oder Schläuche häufig bereits befestigt oder tragen auch Anschlussstücke oder Bedienungsschalter oder dgl. Schalterelemente. Anschlussstücke, Bedienungsschalter oder dgl. Schalterelemente werden heute zudem meist in vorgefertigter Weise mit den Kabeln oder Schläuchen unlösbar verbunden. Schliesslich müssen die Kabel, Schläuche oder dgl. Leitungen vor ihrer Anschlussstelle überdies mittels entsprechender Anordnungen, beispielsweise zur Ausschaltung eines direkten Zuges von aussen über die Kabel, Schläuche oder dgl.
Leitungen auf die Anschlussstelle festgeklemmt werden, um auch während des Betriebes einen einwandfreien Anschluss gewährleistet zu haben.
Dabei ergeben sich bei der bisherigen Ausbildung derartiger Abdeck-oder Verschlussplatten insoferne Nachteile, als die Kabel, Schläuche oder dgl. Leitungen jeweils nur ohne Anschlussstücke, Bedienungsschalter oder andere Bauteile an ihren Enden durch die in den Platten vorgesehenen Durchtrittsöffnungen geführt werden können. Vorgefertigte, an ihren Enden mit Anschlussstücken, Schalterelementen oder anderen Bauteilen unlösbar verbundene Kabel oder Schläuche können hierbei überhaupt nicht verwendet werden, denn eine Montage von Anschlussstücken, Schalterelementen oder anderen, z. B. elektronischen, Bauteilen auf den Kabeln oder Schläuchen kann jedenfalls immer erst nach
<Desc/Clms Page number 2>
Durchführung der Kabel oder Schläuche durch die Durchtrittsöffnungen der üblichen Abdeck-oder Verschlussplatten erfolgen.
Angelötete Kabel müssen beispielsweise zu ihrem Austausch erst abgelötet werden und Ersatzkabel oder-Schläuche können dann erst wieder nach ihrer Durchführung durch die Durchtrittsöffnungen angelötet werden. Sämtliche Bauteile an den Enden der Kabel, Schläuche oder dgl. Leitungen müssen üblicherweise entfernt werden, um ein Durchführen derselben durch die Durchtrittsöffnungen zu erlauben. Zudem müssen auch die Sicherungsklemmungen der Kabel, Schläuche oder dgl. Leitungen jeweils gelöst und wieder festgezogen werden.
Aufgabe der Erfindung ist nun die Schaffung einer mindestens eine Durchtrittsöffnung für Kabel, Schläuche oder dgl. Leitungen aufweisende Platte zum Abdecken eines Gehäuses, die aus Teilen gebildet ist, deren einander zugekehrte Seitenränder mit einen Teil der Durchtrittsöffnung bildenden Ausnehmungen versehen sind, und mittels der die angegebenen Nachteile ausgeschaltet werden können, die einerseits selbst leicht montierbar ist und anderseits eine besonders einfache und wenig zeitaufwendige Montage von Kabeln, Schläuchen oder dgl. Leitungen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass die Platte in Richtung normal zur Plattenerstreckung aus zwei steifen Klemmplatten und einer dazwischen angeordneten dauerelastischen Dichtplatte aufgebaut ist und dass jede Klemmplatte aus mindestens zwei Teilen besteht und die Dichtplatte entweder analog zu den Klemmplatten aus mindestens zwei Teilen besteht oder einstückig ausgebildet und jeweils mit einem von ihrem Aussenrand bis zur Durchtrittsöffnung reichenden Einschnitt versehen ist.
Die erfindungsgemässe Ausbildung der Abdeckplatte ermöglicht es, auch von vorneherein mit Anschlussstücken (Panzergewindeverschraubung), Schalterelementen oder dgl. an den Enden versehene Kabel, Schläuche oder dgl. Leitungen oder auch Kabel, an deren Ende (n) ein elektronisches Modul, eine Platine,
<Desc/Clms Page number 3>
Chip oder ein anderer elektronischer Bauteil oder Schalterelement und dgl. bereits fest angeschlossen oder angelötet ist, verwenden zu können. Die Kabel, Schläuche oder dgl. Leitungen müssen dabei nicht mehr durch die Durchtrittsöffnung der Abdeckplatte gefädelt werden, denn die Teile der Klemmplatte und Dichtplatte können nebeinander angeordnet werden, so dass die am Seitenrand der Teile vorgesehenen, sich zum ganzen Querschnitt einer Durchtrittsöffnung ergänzenden Ausnehmungen die Kabel, Schläuche oder dgl. Leitungen umschliessen.
Wenn die Dichtplatte einstückig ausgebildet ist, sind die Kabel, Schläuche oder dgl.
Leitungen durch die vorgesehenen Einschnitte jeweils vom Aussenrand her in die Durchtrittsöffnung geführt. Durch Festsetzen der zusammengesetzten Abdeckplatte auf dem Gehäuse, z. B. durch Verriegelung oder mittels Befestigungsschrauben wird die Abdeckplatte in einer Richtung normal zur Plattenebene zusammengedrückt, wobei die steifen Klemmplatten die dazwischen angeordnete Dichtplatte zusammenquetschen. Dabei werden die durch die Abdeckplatte laufenden Kabel, Schläuche oder dgl. Leitungen so fest vom Material der dauerelastischen Dichtplatte umschlossen, dass dadurch gleichzeitig eine Festklemmung der Kabel, Schläuche oder dgl. Leitungen erfolgt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Klemmplatten zumindest auf einer Seite im Bereich um die Ausnehmungen mit aus der Klemmplattenebene heraustretenden Vorsprüngen versehen sind, wodurch die Dicht- und Klemmwirkung der dauerelastischen Dichtplatte im Bereich des Kabel-, Schlauch oder Leitungsdurchtrittes erhöht wird. Erfindungsgemäss sind die Vorsprünge durchgehende Randkanten.
Damit beim Festsetzen der Abdeckplatte am Gehäuse das dauerelastische Material der Dichtplatte noch wirkungsvoller gegen die die Abdeckplatte durchsetzenden Kabel, Schläuche oder dgl. Leitungen pepresst wird, sind die Vorsprünge bzw. Randkanten auf der der Ausnehmung zugekehrten Seite abgeschrägt.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Teil der Klemmplatte zentrisch ähnlich zu einer normal zur Klemmplattenebene verlaufenden Achse ausgebildet, was sowohl in herstellungstechnischer Sicht als auch speziell im Hinblick auf eine
<Desc/Clms Page number 4>
möglichst unkomplizierte Montierbarkeit der Abdeckplatte von grossen Vorteil ist.
Die erfindungsgemässe Abdeckplatte eignet sich ganz besonders zum Verschliessen von Gehäusen für elektrische bzw. elektronische Schaltungen oder Steuerungen zur Betätigung von Hebebühnen oder Ladeflächen von Lastkraftwagen. Die Anwendungsmöglichkeiten der erfindungsgemässen Abdeckplatte sind jedoch sehr vielfältig und keineswegs auf das zuvorgenannte Anwendungsgebiet beschränkt.
Der Gegenstand der Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert, worin Fig. 1 eine Abdeckplatte gemäss der Erfindung in Draufsicht, Fig. 2 die erfindungsgemässe Abdeckplatte im Schnitt entlang der Linie II - II der Fig. 1, Fig. 3 die Abdeckplatte im Schnitt längs der Linie III - III der Fig.
1, Fig. 4 eine Dichtplatte und Fig. 5 zwei nebeneinanderliegende Teile einer Klemmplatte zeigen.
Fig. 1 zeigt eine auf einer Gehäusewand 1 mit grossem Durchbruch montierte Abdeckplatte 2, die innerhalb eines Rahmens 3 auf der Gehäusewand 1 mittels Schrauben 4 befestigt und von Kabeln 5 durchsetzt ist. Die Abdeckplatte 2 ist aus einer inneren steifen Klemmplatte 6 und einer äusseren steifen Klemmplatte 7 gebildet, zwischen welchen eine Dichtplatte 8 aus dauerelastischem Material angeordnet ist (Fig. 2 und 3).
Fig. 4 zeigt die zwischen den Klemmplatten 6,7 angeordnete Dichtplatte 8, die Durchtrittsöffnungen 9 für die Kabel 5 aufweist und mit Löchern 10 für die Befestigungschrauben 4 versehen ist. In der Dichtplatte 8 sind, so wie dies auch aus Fig. 3 zu ersehen ist, Einschnitte 11 vorgesehen, die jeweils vom Aussenrand 12 der Dichtplatte 8 bis zu jeder Durchtrittsöffnung 9 reichen.
In Fig. 5 sind zwei Teile 13,14 der Klemmplatten 6,7 dargestellt, die jeweils zentrisch ähnlich zu einer normal zur Klemmplattenebene verlaufenden Achse ausgebildet sind. Die Teile 13,14 der Klemmplatten 6,7 sind steif und sollen aus möglichst festem, stabilem und verwindungsarmem Material, Metall oder Kunststoff, hergestellt sein. Die Teile 13,14 sind an ihren Seitenrändern mit Ausnehmungen 15 versehen, die halbzylinderförmig ausgebildet sind und damit den halben Querschnitt einer Durchtrittsöffnung 9 für die Kabel 5 bilden. Dabei soll der
<Desc/Clms Page number 5>
Querschnitt der Durchtrittsöffnung jeweils geringfügig grösser als der Kabelquerschnitt sein.
Die Teile 13,14 der Klemmplatten 6,7 sind auf einer Seite im die Ausnehmungen 15 begrenzenden Bereich mit von der Klemmplattenebene abstehenden Randkanten 16 versehen. Diese sind vorzugsweise auf der der Ausnehmung zugekehrten Seite abgeschrägt, um dadurch beim Festziehen von durch in den Teilen 13, 14 der Klemmplatte vorgesehene Löcher 17 geführte Befestigungsschrauben die Anpressung des dauerelastischen Materials der Dichtplatte 8 an die die Abdeckplatte durchsetzenden Kabel 5 zu erhöhen. Auf diese Weise wird einerseits eine gute Abdichtung und anderseits eine ausreichende Festklemmung der Kabel erzielt. Mit dem Festziehen der Befestigungsschrauben wird die Dichtplatte auch nach aussen gegen den die Abdeckplatte umgebenden Gehäuserand gedrückt, so dass schliesslich auch insgesamt eine vorzügliche Abdichtung des Gehäuseinnenraums dadurch erzielt wird.