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Die Erfindung betrifft einen Verteiler mit einem drehbaren Durchlass zur wahlweisen Verbindung einer Hauptrohrleitung mit weiterführenden Leitungen bei der Förderung staubförmiger, körniger, feuchter oder flüssiger Medien, insbesondere von Futter im Luftstrom, bei dem der vorzugsweise ebenfalls von einem Rohr gebildete Durchlass um eine zu ihm geneigt verlaufende geometrische Drehachse entlang des Mantels eines gedachten Kegels drehbar ist, an dessen Spitze der in zwei oder mehreren Drehstel- lungen Verbindungen zu einer der weiterführenden Leitungen herstellende Durchlass mit einem Anschluss in die Hauptleitung übergeht.
Bei vielen Förderaufgaben ist es notwendig das Fördergut über entsprechende Leitungen verschiedenen Empfangsstellen zuzuführen, wobei meist auch eine Dosierung der an den einzelnen Empfangsstellen abzugebenden Materialmengen vorzusehen ist. Ohne einschränkend zu sein werden in der Folge vorwiegend die sich bei der Futterverteilung für Nutztiere entstehenden Probleme behandelt.
Es ist üblich, wenigstens eine Hauptleitung vorzusehen, über die das Futter den verschiedenen Abteilungen eines Stalles zugeführt werden kann, wobei in jeder Abteilung ein Abzweiger der Hauptleitung anzubringen ist und dieser Abzweiger meist noch zu Einzelleitungen führt, die den einzelnen Futterabgabestellen, z. B. Futtertrögen zugeordnet sind. Bisher wird am Abzweiger in der Hauptleitung entweder ein DreiwegAbsperrorgan, z. Bein Dreiwegeventil vorgesehen, das in der einen Stellung den Durchlass durch die Hauptleitung freigibt, so dass das Futter in der Hauptleitung weiter-
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gefördert werden kann, und in der anderen Stellung den Abzweiger mit der Hauptleitung verbindet, gleichzeitig aber die Hauptleitung ab dem Abzweiger sperrt.
Da derartige Dreiweg-Absperrorgane baulich aufwendig sind und den Strömungswiderstand in der Hauptleitung erhöhen, ist es auch bekannt einem Abzweiger in der Hauptleitung ein einfaches Absperrorgan nachzuordnen und im Abzweiger selbst ein weiteres Absperrorgan vorzusehen, das bei der Weiterförderung des Futters in der Hauptleitung geschlossen wird. Die vom Abzweiger zu den Futterabgabestellen führenden Einzelleitun- gen sind zusätzlich mit Absperrorganen zu versehen, damit bei der Futterverteilung immer nur die tatsächlich für die Abgabe bestimmte Leitung freigegeben wird. Die ein- zelnen Absperrorgane sind räumlich von einander getrennt und müssen mit entsprechenden Betätigungseinrichtungen versehen werden, zu denen Steuer- und Energieversorgungsleitungen verlegt werden müssen.
Jede Umlenkstelle und jedes Absperrorgan erhöht den Leitungswiderstand und es können sich im Zuge der Leitungsführung Nischen bilden, in denen sich Futterreste ansetzen. Zu erwähnen ist, dass es die Förderung von Futter im Luftstrom ermöglicht, für jede Abgabestelle eine Futterportion genau definierter Grösse vorzubereiten und dann mittels des Luftstromes zur Abgabestelle zu befördern, wobei es auch bekannt ist, trockenes Futter durch Einspritzen von Flüssigkeit in die Leitung anzufeuchten. Ebenfalls bekannt ist es, die Leitungen nach der Futterverteilung mit Flüssigkeit oder einem eingesprühten Flüssigkeitsnebel zu reinigen.
Für Sonderzwecke, nämlich vorzugsweise für die Förderung von Textilrohstoffen, ist aus der DE 945 918 C ein Verteiler der eingangs genannten Art bekannt, bei dem zwar theoretisch die Möglichkeit besteht, mehrere weiterführende Leitungen vorzusehen, in der Praxis aber meist nur mit insgesamt zwei weiterführenden Leitungen gearbeitet wird, von denen die eine mit der Hauptrohrleitung fluchtet. Der von einem Rohr gebildete Durchlass besitzt ein normal zur Rohrachse abgeschnittenes Anschlussende für eine weiterführende Leitung. Die zusätzlich zu der mit der Hauptrohrleitung fluchtenden weiterführenden Leitung vorgesehene bzw. vorgesehenen, weiterführenden Leitungen werden koaxial zu den in der Anschlussdrehstellung befindlichen Durchiass vorgesehen, müssen also zu der erstgenannten Leitung und zueinander in einem genau definierten Winkel geneigt sein.
Momentan nicht beaufschlagte weiterführende Leitungen sowie
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der Durchlass während seiner Drehverstellung bleiben offen, so dass der Fördervorgang während der Umschaltung von einer auf die andere Leitung zu unterbrechen ist und in den meisten Fällen momentan nicht beaufschlagte weiterführende Leitungen mit anderen Mitteln zusätzlich abgesperrt werden müssen.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verteilers der eingangs genannten Art der es nicht nur ermöglicht, mit einer Hauptrohrleitung mehrere weiterführende Leitungen, von denen eine eine weiterführende Hauptrohrleitung sein kann, wahlweise zu verbinden, sondern der auch einen einfachen betriebssicheren Aufbau hat, eine weitgehend beliebige, auch parallele Anordnung der weiterführenden Leitungen ermöglicht und der die Gesamtanordnung bei der Verteilung von Fördergütern an verschiedene Abgabestellen vereinfacht.
Die gestellte Aufgabe wird prinzipiell dadurch gelöst, dadurch gekennzeichnet, dass die weiterführenden Leitungen mit ihren in den verschiedenen Drehstellungen des Durchlasses beaufschlagten Anschlüssen für den Durchlass auf der Ebene eines gemeinsamen Basiskreises des gedachten Kegels münden. Von diesem Basiskreis können die Leitungen in der momentan erforderlichen Anordnung weitergeführt werden. Es lässt sich eine einfache Ausbildung der Anschlussstellen und deren Abdichtung erreichen. Im Bedarfsfall kann man eine relativ grosse Anzahl von Anschlüssen vorsehen und bei dem oben erwähnten Beispiel einer Fütterungsanlage an einer Abzweigstelle der Hauptrohrleitung auch gleich die zu allen Auslässen führenden Anschlüsse unterbringen, so dass sich die bisher notwendigen Absperrorgane in den Einzelanschlüssen erübrigen.
Je länger man den Durchlass bei einer bestimmten Anzahl von Anschlüssen ausbildet, desto kleiner wird der Winkel, um den die Leitungsführung im Durchschnitt durch den Durchlass aus dem geraden Verlauf abgelenkt wird. Man kann dabei die zu näher liegenden Auslässen führenden Anschlüsse an Stellen anordnen, wo sich eine relativ stärkere Ablenkung des Futterstromes durch den Durchlass ergibt.
Wenn man erreichen will, dass momentan nicht beaufschlagte weiterführende Leitungen und der Durchlass selbst während seiner Drehverstellung abgeschlossen werden, kann
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nach einer Weiterbildung der Durchlass in einer Öffnung einer als Basiskreis gebildeten Kegels bildenden Lagerplatte münden, wobei die weiterführenden Leitungen von Öffnungen einer Gegenplatte dieser Lagerplatte ausgehen.
Falls bei Fütterungsanlagen mit Trockenfutter gearbeitet wird, für das im Zuge der Leitungsführung eine Benetzung stattfindet, wie dies beispielsweise in der AT 391 585 B und der EP 0 373 147 B beschrieben wurde, kann am Anschluss des Durchlasses für die Hauptleitung ein sperrbarer Einlass für eine Flüssigkeit zur Benetzung des Fördergutes bzw. zur Reinigung weiterführender Leitungen vorgesehen sein.
In den meisten Fällen wird man für den Drehantrieb ein Schrittschaltwerk mit einer Steuereinrichtung vorsehen. Als Schrittschaltwerk kommen Motor-Getriebeeinheiten mit Rasteinrichtungen für die einzelnen Drehstellungen, aber auch pneumatische oder hy- draulische Kolbentriebe für Zahnstangen-Ritzelantriebe und ähnliche Einrichtungen in Frage. Die Steuereinrichtung, welche aufgrund einlangender Befehle einer übergeordneten Zentralsteuereinrichtung bestimmt, auf welchen Anschluss der Durchlass eingestellt wird, kann einen Logikkreis enthalten der den Drehsinn bei der Umstellung im Sinne der Auswahl des jeweils kürzesten Weges festlegt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 einen erfindungsgemässen Verteiler schematisch in Seitenansicht und Fig. 2 den Verteiler nach Fig. 1 von der Seite der weiterführenden Leitungen her gesehen.
An eine Hauptrohrleitung 1 schliesst ein Verteiler 2 an, mit dessen Hilfe die Hauptleitung 1 wahlweise mit einer weiterführenden Hauptleitung 3 oder mit einer anderen weiterführenden Leitung 4 (Fig. 1) bzw. mehreren weiterführenden Leitungen 4 bis 9 (Fig. 2) ver-
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bunden werden kann. Am verteilerseitigen Ende der Hauptleitung 1 ist eine Lagerplatte 10 angebracht, an der sich eine Gegenplatte 11 des Verteilers 2 abstützt, wobei von dieser Gegenplatte 11 ein einen Durchlass bildendes Rohr 12 ausgeht das in einer weiteren Lagerplatte 13 mündet, die sich abgedichtet an einer Stützplatte 14 abstützt, von der die Leitungen 3 bis 9 ausgehen.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist der Verteiler 2 um eine geometrische Achse 15 drehbar gelagert, die zur Achse 16 der Hauptleitung 1 geneigt ist, wobei die Platten 10,11 und 13,14 normal zur Achse 15 angebracht werden, so dass das Rohr 12, also der Durch- laps, bei der Drehung um die Achse 15 sich auf dem Mantel eines gedachten Kegels bewegt, dessen Spitze zwischen den Platten 10,11 auf der Achse 16 liegt. In der Stellung nach Fig. 1 ist die Achse des Rohres 12 und der weiterführenden Hauptleitung 3 mit der Achse 16 koaxial, wogegen sich in der strichpunktiert eingezeichneten Stellung des Rohres 12 eine Umlenkung zwischen dem Rohr 1 und dem Rohr 4 bzw. 9 ergibt.
Diese Umlenkung ist geringer, wenn das Rohr 12 auf eine der Leitungen 5 bis 8 eingestellt wird. Die Lagerplatte 13 schliesst jeweils die Einlässe der momentan über den Durchlass im Rohr 12 nicht beaufschlagten Leitungen 4 bis 9 ab.