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Die Erfindung betrifft einen Kurzschi mit einem in der Schilängsrichtung angeordneten Unterbau.
In früheren Zeiten wurden Kurzschi vielfach im Winter in der Forstwirtschaft benutzt, um mit Fahrzeugen nicht mehr zugängliche Revierabschnitte aufzusuchen, um beispielsweise Futterplätze mit Fütterungsmaterial zu versorgen. Dies deshalb, weil Kurzschier gegenüber herkömmlichen Tourenschiern den Vorteil grosser Wendigkeit, wie sie insbesondere in Waldgebieten notwendig ist, haben. Um den Nachteil einer zu geringen Aufstandsfläche, die ein tiefes Einsinken in Tiefschnee und dadurch ein erschwertes Laufen bedingt, zu vermeiden, war es notwendig, die Gesamtauflagefläche auf den Schnee zu vergrössern und somit ein insbesondere im Tiefschnee tragsicheres und wendiges Laufen zu ermöglichen. Als nachteilig hat sich dabei jedoch herausgestellt, dass ein Bergaufgehen ohne Zurückrutschen beinahe unmöglich ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Kurzschi zu schaffen, der diese Nachteile vermeidet und dem Benutzer unterschiedlichste Fortbewegungsmöglichkeiten im Gelände bietet, ohne dass irgendwelche Manipulationen am Kurzschi dazu notwendig sind.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Unterbau auf seiner dem Boden/Untergrund zugewandten Seite zumindest bereichsweise eine Rückgleitschutzeinrichtung aufweist. Durch die Anordnung einer derartigen
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begrenzt ist, werden mit dem neuartigen Kurzschi annähernd gleiche Fahreigenschaften erreicht, wie bei herkömmlichen Schiern, wobei es sich als besonders günstig erwiesen hat, wenn die Rückgleitschutzeinrichtung zwischen den Kufen angeordnet ist und die Oberfläche der Rückgleitschutzeinrichtung mit der Oberfläche der Kufen plan abschliesst.
Um dem Benutzer die Möglichkeit zu geben, je nach Wunsch abwärts zu gehen oder zu gleiten, kann gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen sein, dass die Kufen eine grössere Längserstreckung in Richtung Schiende aufweisen, als die Rückgleitschutzeinrichung. Wenn also der Benutzer den Kurzschi im hinteren Bereich belastet, ist es möglich auch abwärts zu gehen. Dieses Abwärtsgehen wird zusätzlich erleichtert, wenn, wie gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, der
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Schiendabschnitt, vorzugsweise der ganze unterbaufreie Schiendabschnitt, in einem Winkel zwischen 15 und 75 , vorzugsweise 450in der Gebrauchslage des Schi nach oben gebogen ist.
Dadurch wird die Gesamtauflagefläche beim Bergabwärtsgehen zusätzlich verkleinert, wodurch nur mehr der über die Rückgleitschutzeinrichtung in Richtung Schiende hinausragende Teil der Kufen in den Schnee eingreift und auf diese Weise ein sicheres Bergabgehen ermöglicht wird. Zusätzlich kann zwischen diesem über die Rückgleitschutzeinrichtung in Richtung Schiende hinausragenden Teil der Kufen direkt auf der Unterseite des Kurzschis eine im Vergleich zur Rückgleitschutzeinrichtung, die auf dem Unterbau des Kurzschis angeordnet ist, in die entgegengesetzte Richtung wirkende Gleitschutzeinrichtung angeordnet sein. Auch der nach oben gebogene Schiendabschnitt bietet sich für die Anordnung dieser in die entgegengesetzte Richtung wirkenden Gleitschutzeinrichtung an, sodass ein Vorwärtsrutschen beim Bergabgehen nahezu ausgeschlossen werden kann.
Um den erfindungsgemässen Kurzschi sowohl für Fahrten im Tiefschnee als auch für Fahrten auf präparierten Pisten verwenden zu können, kann gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen sein, dass das Verhältnis der Kurzschibreite zur Unterbaubreite zwischen 1 : 0, 8 und 1 : 0, 5, vorzugsweise bei 1 : 0, 66 liegt, wobei die Breite des Kurzschis zwischen 25 cm und 10 cm, vorzugsweise 15 cm, und die Breite des Unterbaus zwischen 16 cm und 6 cm, vorzugsweise 10 cm, beträgt. Im Tiefschnee wird also die Gesamtauflagefläche des Kurzschis von der Breite des Kurzschis bestimmt, während auf präparierten Pisten die Gesamtauflagefläche von der Breite des Unterbaus bestimmt wird.
Durch das erfindungsgemässe Breitenverhältnis des Kurzschis zum Unterbau und einem entsprechenden Höhenunterschied des Unterbaus zum Kurzschi wird gewährleistet, dass bei Fahrten auf präparierten Pisten insbesondere bei Schwüngen, nur die Kanten des Unterbaus in den Schnee greifen. Das heisst, die Kanten des Kurzschis haben mit dem Schnee keinen Kontakt, wodurch ein seitliches Wegrutschen bei Schwüngen vermieden werden kann.
Als kostengünstig für die Herstellung des erfindungsgemässen Kurzschis hat es sich herausgestellt, wenn dieser aus Kunststoff, beispielsweise aus Polyethylen, hergestellt ist, wobei es sich als besonders wirtschaftlich erwiesen hat, wenn der Kurzschi zusammen mit dem Unterbau einstückig, beispielsweise durch Spritzgiessen, hergestellt ist.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung. Dabei zeigt :
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Fig. 1 eine schematische Seitenansicht, Fig. 2 eine schematische Draufsicht und Fig. 3 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemässen Kurzschi.
Der in Fig. 1 dargestellte Kurzschi 1 weist auf seiner Unterseite einen Unterbau 2 auf. An diesem Unterbau 2 ist abschnittsweise eine Rückgleitschutzeinrichtung 3 angeordnet, die beidseitig von Kufen 4 begrenzt wird, wobei die Kufen 4 eine grössere Längserstreckung in Richtung Schiende aufweisen, als die Rückgleitschutzeinrichtung 3. Der Schiendabschnitt 5,
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Absätzen, in den Kurzschi 1 über. Aus Fig. 2 geht hervor, dass die Rückgleitschutzeinrichtung 3 zwischen den beiden Kufen 4 angeordnet ist, wobei die Kufen 4 im Gegensatz zur Rückgleitschutzeinrichtung 3 bis zum nach oben gebogenen Schiendabschnitt 5 reichen.
Wenn auch der Kurzschi 1 in dieser Fig. 2 annähernd rechteckig ausgebildet ist, versteht es sich von selbst, dass die Umsetzung des Erfindungsgedankens auch bei Schiern mit einer Schispitze möglich ist.
Die Befestigung des (Schi) Schuhs, die im gezeigten Ausführungsbeispiel nicht dargestellt ist, erfolgt in der Regel mit einer handelsüblichen Langlauf- oder Tourenbindung, wobei wichtig ist, dass die Ferse auf Wunsch nach oben bewegt werden kann. Auch eine aussermittige Anordnung der Schibindung kann-entsprechend der Form des Kurzschis - durchaus erwünscht sein.
Fig. 3 zeigt, dass die Rückgleitschutzeinrichtung 3 zwischen den Kufen 4 derart angeordnet ist, dass die Oberfläche 3'der Rückgleitschutzeinrichtung 3 mit der Oberfläche 4' (Gleitfläche) der Kufen 4 annähernd plan abschliesst. Dadurch ergeben sich gute Fahreigenschaften für den erfindungsgemässen Kurzschi auch dann, wenn es sich bei der Rückgleitschutzeinrichtung 3 um ein Schifell handelt. Umgekehrt werden die Rückgleitschutzfähigkeiten des Schifells 3 durch die beidseitig angeordneten Kufen 4 nicht bzw. fast nicht eingeschränkt.
Wenn auch die Erfindung anhand dieses bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert worden ist, versteht es sich von selbst, dass die Umsetzung des Erfindungsgedankens nicht auf dieses gezeigte Ausführungsbeispiel beschränkt ist. So könnte z. B. der Kurzschi nicht nur aus Polyethylen, sondern auch aus anderen Thermoplasten mit ähnlich guten
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Gleiteigenschaften hergestellt sein, aber auch sonstige Materialien, wie beispielsweise Holz oder Leichtmetall, kommen für die Herstellung des erfindungsgemässen Kurzschis in Frage.
Ebenso ist es möglich, die Seitenfläche zwischen den Kufen und den Seitenkanten des Kurzschis im Gegensatz zum gezeigten Ausführungsbeispiel nicht konkav, sondern eben oder sogar konvex auszuformen. Erfindungswesentlich ist lediglich die Ausbildung eines Unterbaus mit Kufen und einer Rückgleitschutzeinrichtung.