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Die Erfindung betrifft eine Anordnung aus einer Matrixplatte für faseroptische Leuchtzeichen und Hülsen zum Festlegen der Enden von Glasfaserlichtleitern in der Matrixplatte, wobei die Hülse aus Kunststoff und die Matrixplatte aus Metall besteht.
Eine derartige Hülse wird bei dem sogenannten"Schott-System"der Schott-Glaswerke, Wiesbaden verwendet. Bei diesem System werden auf einer Matrixplatte Zeichen aus Rasterpunkten mit etwa 4 mm Durchmesser dargestellt. Die Rasterpunkte werden von den einzelnen Enden mehrarmiger Lichtleiter gebildet, die frei in den Löchern der Matrixplatte positioniert werden können. Ein aufgesetzter Lichtleitkegel vergrössert den Lichtpunkt und bündelt das austretende Licht in einem kleineren Abstrahlwinkel, wodurch die Abstrahlintensität in Achsenrichtung erhöht wird. Das gemeinsame Ende der Lichtleiter wird von einer Halogenlampe beleuchtet.
Derzeit zur Verkehrsleitung verwendete faseroptische Leuchtzeichen (insbesondere Wechselverkehrszeichen) besitzen eine Matrixplatte, die entweder aus 2 bis 4 mm dickem Blech oder aus 8 bis 10 mm dickem Kunststoff besteht.
Die Enden der Lichtleiter werden in den Löchern einer BlechMatrixplatte werden mit Hilfe von Spreizhülsen aus Kunststoff befestigt. Diese Spreizhülsen dienen ausschliesslich dazu, die Lichtleiter senkrecht zur Platte zu halten und sichern so das Beibehalten der Abstrahlrichtung in Achsenrichtung. Diese Spreizhülsen stehen über die Vorderseite der Matrixplatte vor und erfordern, da sie nicht dicht abschliessen, eine Abdeckscheibe zum Witterungsschutz.
Bei einer Kunststoffmatrixplatte werden hingegen keine Hülsen verwendet, da die Lichtleiterenden wegen der Dicke der Matrixplatte in den gebohrten Löchern senkrecht zu der Matrixplatte gehalten werden.
Diese Lichtleiterenden schliessen mit der Frontseite der Matrixplatte eben und dicht ab, so dass auch keine Abdeckung erforderlich ist.
Alle faseroptischen Leuchtzeichen müssen der Schutzart IP 54 entsprechen und müssen in einem Temperaturbereich zwischen -20oC und 800C betriebsfähig bleiben.
Eine faseroptische Leuchtzeichenanlage ist aus der EP-A 340 463 bekannt. Diese bekannte Leuchtzeichenanlage besitzt eine Platte aus thermoplastischem Kunststoff, in der wie oben beschrieben die Lichtwellenleiter direkt in den Löchern enden. Die aus der EP-A 340 463 bekannte Leuchtzeichenanlage soll insbesondere als Kraftfahrzeugrückleuchte verwendbar sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der
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eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, welche die Verwendung einer Matrixplatte aus Metall erlaubt und bei der die Enden der Lichtleitern in der vergleichsweise dünnen Matrixplatte dennoch sicher festlegt sind.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Hülsen dichtend in die in der Matrixplatte vorgesehenen Löcher eingesetzt sind und dass die Hülsen mit der Frontseite der Matrixplatte eben und bündig abschliessen.
Mit der erfindungsgemäss vorgesehenen Hülse werden die Nachteile von Kunststoffplatten mit einer Abdeckung vermieden, da eine Matrixpratte aus Metall verwendet werden kann. Bei der Erfindung werden die in die in die Matrixplatte gestanzten Löcher die Hülsen gesteckt, wobei die Hülsen die Löcher abdichten und mit der Frontseite der Matrixplatte bündig abschliessen. In diesen Hülsen werden dann die Lichtleiterenden eingesteckt.
Weitere bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der Hülse gemäss der Erindung, die zur Lösung der Aufgabe beitragen können, sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 5.
Bei Verwendung der erfindungsgemässen Anordnung wird eine vollkommene Dichtheit der Matrixplatte auch im Bereich der in ihr vorgesehenen Löcher, in welchen die Lichtleiter aufgenommen sind, erreicht, so dass eine als Abdeckung dienende Frontscheibe entfallen kann. Durch die eben ausgebildete Vorderseite der Matrixplatte mit den eingesetzten Hüllen und Lichtwellenleitern wird das Verschmutzen der Vorderseite erschwert.
Insbesondere ist bevorzugt, die Matrixplatte aus Aluminium 4 mm Stärke zu fertigen, was wegen der erfindungsgemäss verwendeten Hülsen ohne weiteres möglich ist. Die Wärmeausdehnung einer Matrixplatte aus Aluminium ist sehr gering, so dass das Gehäuse, in dem diese aufgenommen ist, durch Wärmeausdehnungen weniger beansprucht wird und daher auch schwächer dimensioniert werden kann.
Da eine Metallplatte verwendet wird, die nur etwa halb so dick sein braucht wie die üblichen Kunststoffplatten von faseroptischen Leuchtzeichen, ergibt sich der fertigungstechische Vorteil, dass die Löcher in der Matrixplatte in der jeweils gewünschten Anordnung einfach gestanzt werden können.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung des in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispieles der Erfindung. Es zeigt Fig. 1 eine Matrixplatte in Ansicht, Fig. 2 teilweise im Schnitt einen Anschluss eines Endes eines
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Glasfaserlichtleiters in einer Matrixplatte, Fig. 3 einen Schnitt durch ein Loch in der Matrixplatte und Fig. 4 eine Hülse im Axialschnitt.
In der in Fig. 1 in Ansicht gezeigten Matrixplatte eines faseroptischen Leuchtzeichens sind nach einer bestimmten Verteilung Löcher 2 vorgesehen, so dass mit den Leuchtzeichen verschiedene Symbole (Verkehrszeichen u. s. w.) dargestellt werden können.
Die Matrixplatte 1 besteht im gezeigten Ausführungsbeispiel aus 4 mm starkem Aluminiumblech und die in ihr vorgesehenen Löcher 2 besitzten die in Fig. 3 gezeigte Form, d. h. die Löcher 2 bestehen aus einem parallelwandigem Abschnitt 3 und einem sich zur Vorderseite 6 der Platte 1 hin erweiternden Abschnitt 4.
In jedem Loch 2 in der Platte 1 sind Hülsen 5 aus Kunststoff (z. B. ein Thermoplast) eingesetzt. Es ist aus Fig. 2 ersichtlich, dass das vordere Ende der Hülse 5 mit der Vorderseite 6 der Platte 1 bündig abschliesst, d. h. die vordere Endfläche 7 der Hülse 5 liegt in der selben Ebene wie die Vorderseite 6 der Matrixplatte 1.
Die Form der Hülse 5 ist an einem Beispiel aus der Schnittdarstellung von Fig. 4 ersichtlich. Die Hülse 5 besitzt eine zylindrische Innenfläche und in ihrem dem vorderen Ende benachbarten Bereich eine nach innen vorstehende, z. B. im Querschnitt dreieckförmige, Rippe 11.
Die Aussenfläche der Hülse 5 besteht aus einem kegelstumpfmantelförmigem Abschnitt 12, der von der Endfläche 7 ausgeht und in eine zylindermantelförmige Fläche 13 übergeht. Am Ende der zylindermantelförmigen Fläche 13 ist eine Schulter 14 vorgesehen, von der gegebenenfalls mit Abstand eine Schrägfläche, d. h. eine zylindermantelförmige Fläche 15, zu einer weiteren zylindrischen Fläche 13 führt.
Die Hülse 5 wird mit ihrem Ende 16 voran von der Vorderseite 6 der Matrixplatte 1 her die ihr vorgesehenen Löcher 2 eingesetzt, wobei das Einsetzen durch Eindrücken oder Einprellen der Hülsen 5 erfolgen kann.
Dadurch, dass die Hülse 5 mit ihrer Konusfläche 12 an dem sich konisch erweiternden Abschnitt 4 des Loches 2 anliegt und die Schulter 14 an der Rückseite 8 der Matrixplatte 1 anliegt, ergibt sich ein sicherer Sitz der Hülse 5 auch wenn die Matrixplatte 1 nur dünn (z. B.
4 mm stark) ist. Zusätzlich wird eine gute Abdichtung erreicht. Nachdem die Hülsen 5 eingesetzt worden sind, werden in sie die Enden 21 von Lichtwellenleitern 20 eingeschoben, wobei deren vordere Enden so weit vorgeschoben werden, bis sie mit der Stirnfläche 7 der Hülse 5 und der Frontfläche 6 der Matrixplatte 1 fluchten. Die Glasfaserlicht-
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leiter werdenh von der Ringrippe 11 in der Innenwand 10 der Hülse 5 gehalten.
Die in Fig. 2 nicht gezeigten anderen Enden der Lichtwellenleiter 20 sind, wie dies an sich bekannt ist, wenigstens einer Lichtquelle unter Zwischenschalten Blenden, Spiegeln u. dgl. zugeordnet, so dass auf der Matrixplatte 1 die gewünschten Zeichen angezeigt werden können.
Es ist noch darauf hinzuweisen, dass die Ausführungsform der Matrixplatte 1, insbesondere die Anordnung der Löcher 2 in dieser, ausschliesslich ein Beispiel ist und dass die Erfindung nicht auf eine bestimmte Anordnung von Löchern in der Matrixplatte 1 beschränkt ist.
Zusammenfassend kann die Erfindung beispielsweise wie folgt dargestellt werden :
Zum Festlegen der Enden 21 von Glasfaserlichtleitern 20 in Metall-Matrixplatten 1 faseroptischer Leuchtzeichen wird eine Hülse 5 aus Kunststoff verwendet. Die Hülse 5 besitzt an ihrer Aussenumfangsfläche eine Ringschulter 14, die an der Rückseite 8 der Matrixplatte 1 anliegt. An ihrem im Bereich der Vorderseite 6 der Matrixplatte 1 liegenden Ende ist die Aussenumfangsfläche der Hülse 5 kegelförmig (12) erweitert, wobei die Kegelfläche 12 des erweiterten Bereiches der Hülse 5 in einem, sich kegelförmig erweiternden Abschnitt der Löcher 2 in der Matrixplatte 1 aufgenommen ist. Dadurch sitzt die Hülse 5 in der Matrixplatte dichtend fest und schliesst mit der Frontseite 6 der Matrixplatte 1 eben ab.