AT500363A1 - Vorrichtung zur koppelung zweier skier, insbesondere alpinski - Google Patents
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Description
Rupert Soltenau ···· · · * · · · • I · · · · ····· · ····· · · · · • t · · ···· ·· · ····
Beschreibung
Vorrichtung zur Koppelung zweier Skier, insbesondere Alpinski
Der einzige, uns zur Kenntnis gelangte Ski, der eine gewisse Ähnlichkeit mit der genannten Erfindung aufweist, ist der allseits bekannte Monoski. Die Nachteile seiner technischen Ausgestaltung liegen auf der Hand: der Skifahrer ist mit beiden Füßen parallel zueinander und in Fahrtrichtung auf einem unhandlichen, schwer steuerbaren Brett fixiert, was sowohl seine Interaktionsfahigkeit mit dem Schnee und dem Hang als auch seine Sicherheit in dermaßen großem Maße einschränkt, dass der Monoski aus dem Wintersport praktisch vollständig verschwunden ist Auch über den Spaßfaktor bei dieser Art des Skifahrens bleiben Zweifel übrig, da er nicht die gleichen weiten oder auch engen Schwünge aus der Körpermitte erlaubt wie es das Snowboard tut. Diese Snowboard-Schwünge sind auch nach hinten über den Rücken auszufuhren, was eigentlich gegen die Natur des Menschen ist da er nach hinten kaum etwas sieht und wo er sich im Falle eines Sturzes nur schwer abstützen kann. Stürze auf das Steißbein sind mitunter die Folgen. Insgesamt ist das häufig nötige verdrehte Schwungholen mit dem Rumpf für Rücken und Psyche belastend und wird daher fast ausschließlich von Jugendlichen ausgeübt die erstens noch beweglicher sind als ein Erwachsener und sich zweitens in diese neuartige Anforderung auch leichter einfinden können. Aber auch die Tatsache, völlig fixiert auf dem Brett zu stehen und nicht naturgemäß mit den beiden Beinen unabhängig agieren und reagieren zu können, schränkt den Snowboarder genauso ein wie den Monoskifahrer. Über die Nachteile des Skifahrens, das heißt des Fahrens auf beiden völlig von einander unabhängigen Skiern, braucht hier nicht gesprochen zu werden. Eigentlich gibt es keine, die von Belang wären, weshalb sich das Skifahren auch einer so großen Beliebtheit erfreut. Es ist lediglich festzustellen, dass Skifahren durchaus schwer zu erlernen ist und einen völlig anders gearteten Fahrspaß gewährleistet als das Snowboard. Tatsächlich erfordert gekonntes Skifahren eine ganze Palette von Bewegungen, als da wären: Hochschwünge, Tiefschwünge, Umsteigeschwünge, Pflugfahren, den dauernden Wechsel zwischen Be- und Entlastung der Skier bei fortwährender Vorlage sowie ein immer wieder gezielt eingesetztes Ausbremsen des eigenen Schwungs, um die Geschwindigkeit 1 ·· t · ·· ·* i ♦ *
Rupert Soltenau • ·· ·· · · ·· · · ···· · · · · · · • ·· · · · t MM · ····· · · · · Μ | · ···· ·· · ·«·· in Grenzen zu halten. Insgesamt und überspitzt formuliert ist Skifahren weniger häufig ein Spiel mit der Schwerkraft als vielmehr ein Kampf mit ihr. Die Harmonie mit den Kräften der Natur wird selten angestrebt und noch seltener erreicht. Etwas anders ist die Lage beim Snowboarder, der schon eher versucht, mit der Schwerkraft auszukommen und sie zu nutzen, statt sie immer wieder auszubremsen. Aus dem eben gesagten geht deutlich hervor, wie sehr sich die ganze Art der Bewegung und des Schwingens bei Snowboarder und Skifahrer unterscheidet. Ein ehrlicher Vergleich oder auch nur eine Annäherung von beiden war bislang nicht möglich.
Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt nun das Problem zugrunde, die Vorteile des Skifahrens mit denen des Snowboardfahrens in Hinblick auf die körperlichen Bewegungsabläufe und Sensationen weitgehend zu verbinden und so eine neue Art des Skifahrens hervorzurufen und zu ermöglichen.
Dieses Problem wird durch die im Patentanspruch 1 aufgefuhrten Merkmale gelöst.
Tatsächlich ist es dem Skifahrer, der mit doppelt gekoppelten Skiern zu Tale fahrt, kaum mehr möglich, seinen bisherigen Fahrstil beizubehalten. Zu sehr schränkt ihn die Koppelung in dem bisher gewohnten Bewegungsablauf ein. Stattdessen fordert die erfindungsgemäße Ausgestattung der Skier ein völlig neuartiges Fahrverhalten, welches sich vielleicht mit dem Begriff einer grundsätzlich anderen Fahrphilosophie am besten beschreiben lässt. Diese ist nicht ein von außen vorgegebene Denkweise sondern ergibt sich ganz organisch aus den erfindungsgemäß veränderten Möglichkeiten, sich mit den physikalischen Kräften beim Skifahren auseinander zu setzen. Vielleicht am ähnlichsten dem Snowboardfahren vermittelt der doppelt gekoppelte Ski das Gefühl, als sei der Skifahrer selbst Teil der Kräfte, denen er sich anvertraut und die ihn nun mit sich fort fuhren, ohne dass er sich ihnen hilflos ausgeliefert hätte. Er wehrt sich nicht länger mit staubenden und schneespritzenden Abwehrschwüngen, mit denen er den Schnee fortdrückt, gegen die Schwerkraft, sondern er sucht und formt sie um. Er verbündet sich mit ihr, indem er von ihr geleitet über den Schnee hinweggleitet und sich so in Einklang mit ihr über Buckel hinweg, um Hindernisse herum und durch Senken hindurch seinen 2 ♦ · «4 · · *·« ♦ * • · · I « ·· ·· · ·
Rupert Soltenau ···· ····· · • · · · ·· ··«·· · ····· ·· · · • · · · ··»· M · ····
Weg ins Tal sucht. Dabei reguliert er die Geschwindigkeit vor allem durch die Häufigkeit und Steilheit seiner Kurven. Will er zusätzlich abbremsen, so steht es ihm natürlich frei, die Kurve durch forcierten Druck auf den Ski zu verlangsamen, indem er seine Beine durchdrückt. Außerdem hat sich in der Praxis herausgestellt, dass die Steuerung dieses menschlichen Ein-Mann-Skischlittens weitaus leichter ist, als das klassische Skifahren. Gelenkt wird bereits allein durch Druck auf den jeweils entgegengesetzten Ski. Für eine Wendung nach links muss der Skifahrer den rechten Ski belasten, für eine Wendung nach rechts eben den linken. Dabei legt er sich lediglich in die Kurve, um den Fliehkräften zu entsprechen und die Skier zu kanten, was ihn bei schnellem Wechsel in Folge fast von allein eine wundervolle Eigenschwingung finden lässt, von der er sich geradezu passiv hin und her werfen lassen kann. Die körperlich erfahrbaren Sensationen kommen denjenigen des Snowboardfahrens nicht nur gleich, sondern übertreffen sie schon allein deshalb an Gefälligkeit, weil der Skifahrer nicht verdreht sondern in Fahrtrichtung und damit im Lot mit seiner Köperachse steht und die Schwingbewegung über Unterleib und angewinkelte Beine lediglich von einer Seite zur anderen ausfuhrt und also seine Skier quasi unter sich hin und her pendeln lässt. Irgend welche kräftezehrenden schnellen Tief-Hoch-Wechsel der Gesamtkörpers, sonst unabdingbar, um die Skier beim klassischen Skifahren vom Schnee zu lösen und die Wendung einzuleiten, sind nicht länger erforderlich. Im Gegenteil verliert der Fahrer mit gekoppelten Skiern den Kontakt zum Schnee nie, so er dies nicht ausdrücklich will, sondern gleitet eher wie ein Lenkschlitten auf ihm dahin, wobei er Lenkender und Lenker in einer Person ist.
Da nun aber die Skier nur lose miteinander verbunden sind, kann der Fahrer dabei weiterhin jenen großen Vorteil nützen und empfinden, den zwei unabhängig von einander agierende Beine verursachen. Der Talski kann belastet werden, wo dies nötig ist, der Bergski entlastet. Das Spiel mit den Füßen und ihrem nuancierten Druck auf den Schnee, den jeder Könner so sehr schätzt und so häufig nutzt, findet weiterhin statt. Die volle Beweglichkeit der Beine ebenso wie die zweite Skikante, mit der man in den Schnee oder auch in eine Eisplatte einschneiden kann, vermittelt dem Fahrer ein natürliches Gefühl von Sicherheit und Kontrollierbarkeit, welches noch gesteigert werden kann, wenn man das hintere Koppelstück weg lässt und somit den Schneepflug oder etwaige plötzliche Ausfallschritte weiterhin ermöglicht. Allerdings ist der neuartige Fahrspaß und die oben 3
Rupert Soltenau beschriebene Wirkung mitsamt ihren Vorteilen dann nicht mehr in vollem Umfang gegeben. Indes wird dieser Verlust dadurch kompensiert, dass man bei der Skispitzenkoppelung wieder praktisch sämtliche Bewegungen und Figuren wie beim Skifahren ohne jede Koppelung ausfuhren kann.
Außer dem bis hierher Gesagten gilt noch zu erwähnen, dass die Koppelung eine große Hilfe bei der Verbesserung des eigenen Skifahrstils und eine schöne Lernhilfe für alle ist, die schneller Skifahren lernen möchten. Einfach weil sich diese Art des gleitenden Skifahrens als um so vieles einfacher erwiesen hat
Etwaigen Irritationen beim Fahren mit gekoppelten Skiern, wie sie mitunter auftreten, kann erfindungsgemäß nach den Patentansprüchen 2,3,4,5 auf folgende Weise entgegen gewirkt werden:
Damit die Koppelung zum einen bei etwas rauerer Fahrweise nicht zu sehr und unvermittelt an den Skiern reißt kann die Verbindung zwischen den beiden Skiern durch eine Federung innerhalb des Koppelstückes, etwa in Form einer teleskopisch geführten Stange, welche sowohl in der einen Richtung dämpft als auch in der anderen Richtung nachgibt, oder mittels eines Gummistückes weicher gestaltet werden. Gegebenenfalls kann auch das ganze Koppelstück aus Hartgummi sein, solange es den erwünschten Mindestabstand zwischen den Skiern durch eine ausreichende Steifheit gewährleistet. Für den Fall häufigen Tiefschneefahrens, der sich ja an einem breiten Koppelstück verfangt und bremsend wirkt, lässt sich eine besonders dünne Koppelung, etwa eine Stahlstange, verwenden und diese zudem in nach oben gebogener U-Form anbringen. Alternativ dazu erzeugt man den gleichen Effekt, wenn man die Höhe des fest auf dem Ski montierten Teils der Verbindungseinheit mit dem Koppelstück vergrößert, um so letzteres weiter vom Untergrund weg zu bekommen. 4 • · * Rupert Soltenau • ·· · * · · · ♦ • ·· · · f · ·»·· ····· · · · ·· ·· · · · · · · · • · • · · ·
Zeichnungen
Einige Ausfuhrungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.
Es zeigen
Fig. 1 die doppelt gekoppelten Skier (2) parallel zu einander liegend von oben gesehen. Hierbei sind zwei starre Stangen-Koppelstücke (1) dargestellt, deren Verbindungseinheiten (3) aus einem Kugelgelenkt bestehen - wovon die Pfanne 4 sichtbar ist - und die sowohl im vorderen (2a) als auch im hinteren Bereich (2b) der Skier fest montiert sind.
Fig. 2 einen Ski (2) im Querschnitt mit jeweils einer vome und hinten fest montierten Verbindungseinheit (3). Diese besteht hinten aus einer aufgeschraubten kleinen Platte, auf die ein kurzer Stab verbunden mit der Kugel (3) des Kugelgelenks montiert ist. Vome an der Skispitze wurde wegen der geringen Dicke des Skis die gleiche Verbindungseinheit (3) durch eine abschließende Gegenplatte verankert, welche durch ein Loch im Ski mit der Verbindungseinheit verschraubt und in den Skibelag integriert ist. Außerdem ist ein nicht montiertes starres Koppelstück (1) in Stabform mit an beiden Seiten angebrachten Kugelgelenkspfannen (4) dargestellt.
Fig. 3 zwei einfach im vorderen Bereich (2a) gekoppelte Skier (2), welche parallel zueinander liegen, in schräger Aufsicht von vome. Das Koppelstück (1) ist auf zwei kurzen Säulen (3) montiert, welche fest mit dem jeweiligen Ski (2) verbunden und drehbeweglich mit diesen verschraubt bzw. verklemmt sind, wodurch das Koppelstück (1) leicht von Hand von diesen zu lösen ist. Damit die Skier bei dieser Ausgestaltung der Erfindung nicht nur parallel zu einander bewegt werden können, sondern ihre volle frei Beweglichkeit zueinander erhalten, besteht das Koppelstück (1) aus einem ausreichend zähen und stabilen Vollgummi. 1
Claims (5)
- Rupert Soltenau t t · · ····· · • I · · ·· ····· · ····· · · · · I· I I ···· · · · ···· /: nPatentansprüche 1. Vorrichtung zur Koppelung zweier Skier, insbesondere Alpinski, dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe mindestens eines Koppelstücks (1) beide Skier (2) dergestalt fest miteinander verbunden sind, dass sie parallel zueinander liegen und sich dabei innerhalb des von der Koppelung vorgegebenen Rahmens völlig unabhängig voneinander und relativ zueinander bewegen lassen.
- 2. Koppelung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, , dass mindestens ein Koppelstück (1) entweder im vorderen Bereich der Skier (2a), insbesondere an deren Spitze, oder aber sowohl im vorderen als auch im hinteren Bereich (2b) oben auf den Skiern angebracht ist. tj
- 3. Koppelung nach den Patentansprüchen 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die relative freie Beweglichkeit der Skier (2) zueinander mit Hilfe einer an beiden Enden des Koppelstücks angebrachten voll beweglichen Verbindungseinheit (3) zum Ski erreicht ist, z.B eines Kugelgelenkes, durch welches das Koppelstück (1) mit dem jeweiligen Ski fest verbunden ist und welches den Belastungen beim Skifahren standhält ohne sich selbständig zu lösen, oder aber dass die freie Beweglichkeit durch das Material des Koppelstücks selbst gewährleistet wird. 1 « · « « • « Rupert Soltenau
- 4. Koppelung nach den Patentansprüchen 1,2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, dass das Koppelstück (1) durch einen möglichst einfachen Mechanismus beidseitig von Hand befestigt und gelöst werden kann, z.B. mit Hilfe einer feststellbaren Kugelkopf pfanne (4) oder eines Karabinerhakens, oder aber bzw. und, dass man ein unlösbar auf dem Ski befestigte Koppelstück in der Mitte zweiteilen, anlegen und dann auf dem Ski selbst mittels einer geeigneten Vorrichtung befestigen kann.
- 5. Koppelung nach den Patentansprüchen 1,2,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Koppelstück (1) aus einem stabilen Material von geeigneter Länge und Form besteht, z.B. einer Stange oder einem U-förmigen Bogen, oder aber bzw. und dass sich innerhalb des Koppelstücks eine Federung befindet bzw. dass das ganze Koppelstück oder Teile davon aus einem zäh-elastischen Material z.B. Hartgummi besteht 2
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