AT500602A2 - Kompaktbrenner für festbrennstoffe - Google Patents

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Description


  Durch den ökologisch sinnvoll vermehrten Einsatz speziell nachwachsender Rohstoffe wie beispielsweise Hotzpellets oder Holzhackschnitzel ist es notwendig geworden, entsprechende Brennersysteme zur Befeuerung von Heizkessel, Kachelöfen, Warmlufterzeuger, Backöfen, Trockner, usw. zu entwickeln, welche universal einsetzbar sind, eine hohe Verbrennungsqualität auch mit minderwertigeren Brennstoffen erzielen, und äusserst einfach zu warten sind.
Die derzeit bekannten Brenner haben diese Merkmale nicht, da sie meist nur für einen bestimmten Einsatz.- bzw. Kesseltyp konstruiert sind und im Falle eines Schadens im Regelfall komplett erneuert werden müssen.

   Der erfindungsgemässe Brenner (1) besteht aus einem Einbauflansch(2), der stirnseitigen Brennerflanschplatte(3) mit allen erforderlichen Anbauten wie Luftgebläse (4), Zündeinrichtung (5), Schneckenrohr (6) mit Brennstoffbeschickungsschnecke (7) mit Einlauföffnung (8) und Flansch (9) für Antriebsmotor, den Luftführungsgehäuse (10) sowie der angeflanschten Brennermuide (11). Wesentlich ist, dass der Brenner (1) als kompakte Einheit ohne zusätzliche Zerlegungsarbeiten durch den Einbauflansch (2) geschoben wird und an der stimseitigen Flanschplatte(3) von aussen mit wenigen Schrauben befestigt wird. Dies wird dadurch erreicht, dass verschiedene erforderliche Teile wie z.B.

   Schneckenrohr (6) für Brennstoffbeschickung, Zündeinrichtung (5), Luftführung für Primär(12).- und Sekundärluft (13), Anbauschrauben (14) für Brennermulde (11) und Inspektionsöffnung (15) innerhalb des Brenners angebracht sind.
Durch ein Trennblech (16), welches ca. auf Mitte des Verbrennungsluftgebläses (4) den Luftmantel(IO) in einen Primär (12).- und einen Sekundärluftteil (13) unterteilt, wird die Verbrennungsluftunterteilung mittels einer Klappe (17) im Gebläseanschlusskasten (18) variiert.
Die Zündung erfolgt über einen elektrischen Glühstab, welcher in einem gut isolierten Rohr einen kleinen Luftstrom am Anfang neben der Beschickungsschnecke(7) der Brennermulde (11) leitet. Der Luftstrom wird von einem kleinen Gebläse (19) am Ende des Zündrohres erzeugt.

   Um einen besseren und vor allem schnelleren Zündvorgang zu gewährleisten, wird der Zündstab aktiviert und das Gebläse (19) erst mit einer kurzen Verzögerungszeit eingeschaltet
Das lnspektionsrohr(15) ermöglicht eine visuelle Kontrolle von aussen in die Brennermulde(11).
Die Brennermulde (11) besteht aus einer stimseitigen Flanschplatte (20), welche Offnungen für die Beschickungsschnecke (7), die Zündung (5) sowie seitlich jeweils öffhungen für die Primär (12).- und Sekundärluft (13) hat. Der Luftmantel (10) schliesst mit einer baugleichen Flanschplatte (21) ab.
An der Flanschplatte der Brennermulde (20) sind stimsertkj zwei Stehbolzen(14) angeschweisst welche durch Rohre (22) im Luftmantel (10) geführt zur Flanschplatte (3) am Brenner aussen geführt und verschraubt werden. Dadurch kann die Brennermulde (11) mit gringstem Aufwand gewechselt werden.

   Es ist auch möglich, die Brennerieistung in gewissen Umfang zu ändern. Dabei werden lediglich die seitlichen Luftkanäle (Fig.1u.2 23) verbreitert oder verschmälert, womit sich das Brennervolumen verändert. - -
Die Verbrennungsluftführung erfolgt über die Öffnungen durch beidseitige Kanäle (23). An den seitlichen Kanälen (23) an der Unterseite der Brennermulde (11) strömt die Primärluft (12) in die Brennermulde(11), an der ca. 45[deg.] beidseitig geneigten Kanälen (27) strömt die Sekundäriuft(13) zur Nachverbrennung ein. Die seitlichen Luftführungskanäle (23) werden durch nach oben ausziehbare, in winkelprofilartigen Führungen (24) steckbare, Schamotteplatten (25) versehen.

   Diese Schamotteplatten (25) sind im Bereich der Primärluftöffnungen (26) offen, reichen bis zur Kante des 45[deg.] Winkels (27), schützen den Brenner(11) vor höheren Temperaturen und bewirken im Brenner(11) höhere Temperaturen. Die Brennermulde(11) ist am Ascheausgang (28), gegenüber der Brennstoffbeschickungsschnecke(7) offen, wodurch die Asche durch das nachkommende Material ausserhalb des Brenners (11) geschoben wird.

   Um die Brennermulde(11) auch von aussen reinigen zu können, ist die Mulde an der Unterseite offen und wird mit einer Platte (29), welche am Ende der Mulde drehbar gelagert ist und mittels Abstandsblech (30), Verbindungswelle (31) und Schieberwelle (32) von aussen an der Flanschplatte (3) geöffnet werden kann, verschlossen.
Bei beengten Platzverhältnissen wird diese Platte(Fig.2/29) als Schieber, welcher seitlich in winkelförmigen Halterungen (33) geführt wird, von einer Schieberwelle(32) ebenfalls von aussen betätigt.
Bei grösseren Brennerleistungen kann die Brennermulde (11) auch in wassergekühlter Form ausgeführt werden. Dabei wird zwischen den Luftkanälen und der Brennermuldenaussenseite ein Wassermantel installiert.

   Das Wasserrücklaufrohr (34) wird am Anfang der Brennermulde(11/20) unten eingebaut, das Wasservorlaufrohr (35) wird am Anfang der Brennermulde (11/20) oben eingebaut.
Die beiden Wasserrohre werden ebenfalls durch Luftmantel (10) innen geführt. Um Dampfbildung zu vermeiden, werden Rücklauf (34).- und Vorlaufrohr (35) ausserhalb des Brenners mit einer im Durchmesser verkleinerten Leitung (36) verbunden.

Claims (11)

-4PATENTANSPRÖCHE
1., Ein Kompaktbrenner, welcher an der stimseitigen Flanschplatte (3) alle erforderlichen Anbauten wie Verbrennungsluftgebläse(4), Zündeinrichtung (5), Schneckenrohr(6) mit Brennstoffbeschickungsschnecke (7) mit Einlauföffnung (8) und Flansch (9) für Antriebsmotor hat, dadurch gekennzeichnet, dass verbrennungsseitig zwischen Brennerflansch (3) und Brennermuldenflansch (21) ein zylindrischer, quadratischer, rechteckiger oder mehreckiger Luftmantel(IO) besteht, durch welchen sämtliche Einrichtungen wie Schneckenrohr(6), Zündrohr (5), Brennerflanschbefestigungsschrauben (14), evt.
Wasserrohre (34/35) usw. geführt werden, diese im Inneren des Luftmantels (10) durch den Luftstrom des Verbrennungsluftgebläses (4) gekühlt werden, sich ausser dem Schiebergestänge (32) der Brennermuldenklappe (29) keine Anbauteile ausserhalb des Luftmantels (10) befinden und der Brennerflansch (3) im Querschnitt grösser ist als der Querschnitt des Luftmantels (10), sodass sich der Brenner (1) problemlos durch einen Einbauflansch (2) stirnseitig mit wenigen Schrauben bzw. Muttern oder ähnlichem Fixierungsmaterial befestigen lässt.
2., Ein Kompaktbrenner nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Luftmantel (10) durch ein Trennblech (16) im Bereich des Gebläseanschlusskastens (18) unterteilt ist und so die Verbrennungsluft in Primär (12).- und Sekundärluft (13) aufgeteilt werden kann.
3., Ein Kompaktbrenner nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass im Gebläseanschlusskasten (18) eine Klappe(17) eingebaut ist, welche den Luftstrom durch deren Stellung variieren kann.
4., Ein Kompaktbrenner nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Zündung über einen elektrischen Glühstab, welcher in einem gut isolierten Rohr einen kleinen Luftstrom, welcher vorzugsweise durch ein am Ende des Zündrohres von einem kleinen Gebläse(19) erzeugt wird, und dieses Gebläse (19) erst mit einer Verzögerungszeit nach dem Glühstab startet, am Anfang neben der Beschickungsschnecke(7) der Brennermulde (11) leitet, erfolgt.
5., Ein Kompaktbrenner nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass ein Inspektionsrohr (15), welches aussen verschliessbar ist, durch den Luftmantel (10) in die Brennermulde(11) führt. - 5 -
6., Ein Kompaktbrenner nach Anspruch 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Brennermulde(11) die gleiche Flanschplatte(20) mit den gleichen Öffnungen, vor allem zur Luftdurchführung in die Luftkanäle wie die Flanschplatte (21) am Ende des Luftmantels (10) hat und mittels Stehbolzen (14) an der Stirnseite (3) des Brenners (1) aussen befestigt ist und daher leicht wechselbar ist.
7., Ein Kompaktbrenner nach Anspruch 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungsluftführung über beidseitige Kanäle (23) erfolgt, wobei die oberen Kanäle für die Sekundärluft (13) in einem Winkel (27) von ca.45[deg.] geneigt sind.
8., Ein Kompaktbrenner nach Anspruch 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Luftführungskanäle (23) mit nach oben ausziehbaren, in winkelprofilartigen Führungen (24) steckbare, Schamotteplatten (25) versehen sind, welche im Bereich der Primärluftöffnungen (26) offen sind und bis zur Kante des 45[deg.] Winkels(27) reichen.
9., Ein Kompaktbrenner nach Anspruch 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass die Brennermulde (11) an der Unterseite offen ist und mit einer Platte (29), welche am Ende der Mulde drehbar gelagert ist, mittels Abstandsblech (30), Verbindungswelle (31) und Schieberwelle (32) von aussen an der Flanschplatte (3) geöffnet werden kann, verschlossen ist.
10., Ein Kompaktbrenner nach Anspruch 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass die Brennermuide (11) welche unten offen ist, bei beengten Platzverhältnissen, durch eine Platte (Fig.2/29), welche in winkelförmigen Halterungen (33) geführt wird, von einer Schieberwelle (32) von aussen geöffnet und geschlossen werden kann, geschlossen ist
11., Ein Kompaktbrenner nach Anspruch 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass die Brennermulde (11) zwischen den Luftkanälen (23) und der Brennermuldenaussenseite mit einem Wassermantel versehen ist, wobei das Wasserrücklaufrohr (34) am Anfang der Brennermulde(11/20) unten eingebaut ist und das Wasservorlaufrohr (35) am Anfang der Brennermulde (11/20) oben eingebaut ist, beide Wasserrohre(34/35) durch den Luftmantel(IO) geführt werden und ausserhalb des Brenners (1) mit einer Leitung (36) geringeren Querschnitts verbunden sind.
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