AT5006U1 - Fahrwerk für einen tretroller oder ein rollerbrett - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Fahrwerk (3) für einen Tretroller oder ein Rollerbrett mit einem wenigstens eine Lenkachse (4) aufweisenden Trittbrett (2) beschrieben, wobei die Lenkachse (4) aus einer Stellung für die Geradeausfahrt gegen Federkraft um eine Schwenkachse (8) drehbar gelagert ist, die in einer zum Trittbrett (2) senkrechten Ebene (9) durch dessen Längsachse verläuft und mit dieser Längsachse einen spitzen Winkel (Alpha) einschließt. Um vorteilhafte Konstruktionsbedingungen zu schaffen, wird vorgeschlagen, daß die Lenkachse (4) einen radial zur Schwenkachse (8) federnden Anschlag (11) für ein dem Trittbrett (2) zugeordnetes, tangential zur Schwenkachse (8) ausgerichtetes Gleitstück (15) trägt.
Description
AT 005 006 Ul
Die Erfindung bezieht sich auf Fahrwerk für einen Tretroller oder ein Rollerbrett mit einem wenigstens eine Lenkachse aufweisenden Trittbrett, wobei die Lenkachse aus einer Stellung für die Geradeausfahrt gegen Federkraft um eine Schwenkachse drehbar gelagert ist, die in einer zum Trittbrett senkrechten Ebene durch dessen Längsachse verläuft und mit dieser Längsachse einen spitzen Winkel einschließt.
Um bei Rollerbrettern durch eine Gewichtsverlagerung eine Lenkung zu ermöglichen, ist es bekannt (US 5 853 182 A) Lenkachsen vorzusehen, die um eine gegenüber dem Trittbrett unter einem spitzen Winkel geneigte Schwenkachse drehbar gelagert sind. Da diese Schwenkachsen in einer durch die Längsachse des Trittbrettes verlaufenden Symmetrieebene angeordnet sind, bedingt eine seitliche Gewichtsverlagerung eine Drehbewegung des Trittbrettes gegenüber der über die Laufräder am Boden abgestützten Lenkachse um die Schwenkachse, was aufgrund der Neigungslage der Schwenkachse nicht nur zu einer Neigung des Trittbrettes um seine Längsachse, sondern auch zu einer Schwenkverstellung des Trittbrettes gegenüber der Lenkachse um eine vertikale Achse und damit zu einem entsprechenden Lenkausschlag führt. Zur besseren Steuerung dieser Lenkung erfolgt die Drehung der Lenkachse aus der Stellung für die Geradeausfahrt nach beiden Ausschlagseiten hin gegen eine Federkraft, die durch einen gummielastischen Körper sichergestellt wird, über den die Lenkachse auf der Schwenkachse gelagert ist. Nachteilig bei dieser bekannten Konstruktion ist allerdings, daß abgesehen davon, daß die Torrsionsbeanspruchung des gummielastischen Lagerkörpers ungünstig ist, die Rückstellkräfte im Bereich der Stellung der Lenkachse für die Geradeausfahrt vergleichsweise klein ausfallen, was die Geradeausfahrt erheblich erschwert. 2 AT 005 006 Ul
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Fahrwerk für einen Tretroller oder ein Rollerbrett der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, daß eine einfache, an die Belastungsanforderungen vorteilhaft angepaßte Konstruktion sichergestellt wird, die eine Geradeausfahrt trotz geringfügiger, unvermeidbarer Gewichtsverlagerungen ermöglicht.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Lenkachse einen radial zur Schwenkachse federnden Anschlag für ein dem Trittbrett zugeordnetes, tangential zur Schwenkachse ausgerichtetes Gleitstück trägt.
Da das tangential zur Lenkachse ausgerichtete Gleitstück mit einem radial zur Schwenkachse federnden Anschlag zusammenwirkt, bietet die Anlage des federnden Anschlages am Gleitstück eine gute Sicherung der Stellung der Lenkachse für die Geradeausfahrt. Die Abstützung der Lenkachse gegenüber einer Verdrehung um die Schwenkachse wird ja durch die tangentiale Länge des am federnden Anschlag anliegenden Gleitstückes im Zusammenwirken mit der federnden Andrückkraft bestimmt. Erst bei einer bewußten Gewichtsverlagerung wirkt das Gleitstück als ein den federnden Anschlag radial verlagernder Nocken, der aufgrund der wirksamen, günstigen Hebelverhältnisse für ausreichende Rückstellkräfte auch bei kleinen Ausschwenkwinkeln sorgt. Trotz der durch diese Konstruktion bevorzugten Stellung der Lenkachse für die Geradeausfahrt wird ein feinfühliges Einleiten von Lenkbewegungen ermöglicht, weil mit dem Auslenken der Lenkachse aus der Stellung für die Geradeausfahrt die Rückstellkraft stetig ansteigt.
Obwohl es grundsätzlich nicht auf die konstruktive Ausgestaltung des federnden Anschlages ankommt, so daß auch ein nicht elastischer, durch wenigstens eine Rückstellfeder beaufschlagter Anschlag eingesetzt werden kann, ergeben sich besonders vorteilhafte Konstruktionsbedingungen, wenn der federnde Anschlag aus einer zur Lenkachse parallelen Blatt- oder Stabfeder besteht, die vorzugsweise an beiden Enden abgestützt wird, was allerdings ein Fest- und ein Loslager zum Ausgleich der Längsverschiebungen zufolge einer Durchbiegung der Blatt- oder Stabfeder verlangt. 3 AT 005 006 Ul
Der Verlauf des Anstieges der Rückstellkraft beim Ausschwenken der Lenkachse aus der Stellung für die Geradeausfahrt kann durch die Form des durch das Gleitstück gebildeten Nockens beeinflußt werden. Weist das Gleitstück eine in der Stellung für die Geradeausfahrt zur Lenkachse parallele Gleitfläche auf, so ergeben sich im allgemeinen vorteilhafte Bedingungen für die Geradeausfahrt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Fahrwerk für ein Rollerbrett in einem schematischen Schnitt senkrecht zur Lenkachse,
Fig. 2 das Fahrwerk nach der Fig. 1 bei abgenommenem Trittbrett in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1 in einer Stellung für die Geradeausfahrt,
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung des Fahrwerkes mit einem Lenkausschlag und
Fig. 4 ein erfindungsgemäßes Fahrwerk für einen Tretroller in einem Schnitt senkrecht zur Lenkachse.
Das über eine Anschlagplatte 1 an einem Trittbrett 2 eines nicht näher dargestellten Rollerbrettes befestigbare Fahrwerk 3 weist gemäß den Fig. 1 bis 3 eine Lenkachse 4 für zwei Laufräder 5 auf, die auf stirnseitigen Achsstummeln 6 der Lenkachse 4 frei drehbar gehalten sind. Über einen Lageransatz 7 ist die Lenkachse 4 um eine Schwenkachse 8 drehbar gelagert, die in einer Symmetrieebene 9 (Fig. 2) durch die Längsachse des Trittbrettes 2 liegt und gegenüber dem Trittbrett 2 bzw. der Anschlagplatte 1 unter einem spitzen Winkel α geneigt verläuft. Diese in einem Ansatz der Anschlagplatte 1 gehaltene Schwenkachse 8 bewirkt aufgrund des durch eine seitliche Gewichtsverlagerung bedingten Drehmomentes auf das Trittbrett 2 eine Drehbewegung der Lenkachse 4 um die Schwenkachse 8 mit der Folge, daß wegen der Abstützung der Laufräder 5 am Boden das Trittbrett 2 nach der Innenseite des zu fahrenden Bogens um seine Längsachse geneigt und zugleich die Lenkachse 4 im Sinne des zu fahrenden Bogens ausgelenkt wird.
Damit einerseits die Stellung der Lenkachse 4 für die Geradeausfahrt gegenüber unbeabsichtigten Lenkbewegungen gesichert und anderseits nach jedem Lenkausschlag eine vorteilhafte Rückführung der Lenkachse 4 in die Stellung für die Gerade- 4 AT 005 006 Ul ausfahrt gewährleistet werden kann, ist auf der Lenkachse 4 ein radial zur Schwenkachse 8 federnder Anschlag 11 in Form einer Blattfeder 12 vorgesehen, die sich über ein Festlager 13 und ein Loslager 14 endseitig auf der Lenkachse 4 abstützt, wie dies insbesondere den Fig. 2 und 3 entnommen werden kann. Dieser federnde Anschlag 11 wirkt mit einem am Ansatz 10 der Anschlagplatte 1 angeordneten, tangential zur Schwenkachse 8 ausgerichteten Gleitstück 15 zusammen, daß in der in der Fig. 2 gezeichneten Stellung der Lenkachse 4 für die Geradeausfahrt eine zur Lenkachse 4 parallele Gleitfläche 16 bildet. In dieser Stellung der Lenkachse 4 liegt somit die Blattfeder 12 über die gesamte Länge der Gleitfläche 16 am Gleitstück 15 an, so daß diese Stellung für die Geradeausfahrt über den auf das Gleitstück 15 einwirkenden federnden Anschlag 11 festgelegt wird. Bei einer Verschwenkung des Trittbrettes 2 gegenüber der Lenkachse 4 um die Schwenkachse 8 wirkt das Gleitstück 15 als Nocken, der mit zunehmendem Schwenkwinkel die Blattfeder 12 zunehmend durchbiegt, was für entsprechende Rückstellkräfte sorgt, sobald die Drehmomentbelastung des Trittbrettes 2 verringert oder aufgehoben wird. Mit den für die wirksamen Rückstellkräfte günstigen Hebelverhältnisse des als Nocken wirkenden Gleitstückes 15 können somit die angestrebten Lenkbedingungen unter Berücksichtigung einer bevorzugten Stellung für die Geradeausfahrt bei einfachen Konstruktionsverhältnissen sichergestellt werden.
Die Konstruktion nach der Fig. 4 unterscheidet sich hinsichtlich des Fahrwerkes 3 lediglich durch den Fahrwerkträger 17, in dem die Schwenkachse 8 für die Lenkachse 4 gehalten ist und der das Gleitstück 15 aufnimmt. Dieser Fahrwerkträger 17 wird am vorderen Ende eines Trittbrettes 2 eines Tretrollers angeschraubt, der mit einer Lenksäule 18 versehen ist, die ebenfalls am Fahrwerkträger 17 angreift und dazu dient, die seitliche Neigung des Trittbrettes 2 für die Lenkung feinfühlig vornehmen zu können. Zu diesem Zweck ist die Lenksäule 18 entsprechend starr mit dem Fahrwerkträger 17 zu verbinden, was jedoch nicht ausschließt, daß die Lenksäule 18 aus der angedeuteten Gebrauchsstellung gegen das Trittbrett 2 hin in eine Transportstellung abgeklappt werden kann. 5
Claims (3)
- AT 005 006 Ul Ansprüche: 1. Fahrwerk für einen Tretroller oder ein Rollerbrett mit einem wenigstens eine Lenkachse aufweisenden Trittbrett, wobei die Lenkachse aus einer Stellung für die Geradeausfahrt gegen Federkraft um eine Schwenkachse drehbar gelagert ist, die in einer zum Trittbrett senkrechten Ebene durch dessen Längsachse verläuft und mit dieser Längsachse einen spitzen Winkel einschließt, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenkachse (4) einen radial zur Schwenkachse (8) federnden Anschlag (11) für ein dem Trittbrett (2) zugeordnetes, tangential zur Schwenkachse (8) ausge-richtetes Gleitstück (15) trägt.
- 2. Fahrwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der federnde Anschlag (11) aus einer zur Lenkachse (4) parallelen Blatt- oder Stabfeder (12) besteht.
- 3. Fahrwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitstück (15) eine in der Stellung für die Geradeausfahrt zur Lenkachse (4) parallele Gleitfläche (16) aufweist. 6
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT0007501U AT5006U1 (de) | 2001-01-31 | 2001-01-31 | Fahrwerk für einen tretroller oder ein rollerbrett |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT0007501U AT5006U1 (de) | 2001-01-31 | 2001-01-31 | Fahrwerk für einen tretroller oder ein rollerbrett |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT5006U1 true AT5006U1 (de) | 2002-02-25 |
Family
ID=3480854
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT0007501U AT5006U1 (de) | 2001-01-31 | 2001-01-31 | Fahrwerk für einen tretroller oder ein rollerbrett |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT5006U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2005115567A1 (en) * | 2004-05-27 | 2005-12-08 | Marco Skates Limited | Undercarriage for a roller skate for a skateboard/scooter board |
-
2001
- 2001-01-31 AT AT0007501U patent/AT5006U1/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2005115567A1 (en) * | 2004-05-27 | 2005-12-08 | Marco Skates Limited | Undercarriage for a roller skate for a skateboard/scooter board |
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