F/39414
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Verschlussmechanik für eine Halteeinrichtung für gelochte, lose Blätter gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Verschlussmechaniken dieser Art sehen in der Regel zwei beweglich gehaltene Dorne vor, die über eine Schwenkbewegung mit zwei an einer Grundplatte befestigten Dorne in Anlage oder in eine Abstandsstellung gebracht werden können. Die beiden beweglich gehaltenen Dorne können etwa an einer Bügelleiste befestigt sein, die an der Grundplatte um eine Schwenkachse schwenkbar gehalten ist, sie können aber auch einteilig mithilfe eines Schlangendrahtes gefertigt sein. Das Öffnen und Schliessen der Verschlussmechanik erfolgt beispielsweise über einen Kipphebel oder durch direktes Aufreissen bzw. Zusammendrücken der Ringbügelabschnitte.
Die Grundplatte weist in der Regel eine im wesentlichen rechteckige Form auf, die sich einerseits aus einem vorgegebenen Abstand der Dorne in Längsrichtung der Grundplatte ergibt, und andererseits hinsichtlich dessen Quererstreckung aus dem Bestreben eines möglichst geringen Materialverbrauchs zur Fertigung der Grundplatte.
Die beiden beweglichen Dorne sind dabei zumeist in Richtung ihrer Abstandsstellung mithilfe eines Federelements vorgespannt. Als Federelement ist üblicherweise eine auf der Grundplatte montierte Blattfeder vorgesehen, die etwa in einen Schlitz der Grundplatte eingreift.
Da aufgrund der beengten räumlichen Verhältnisse auf der Grundplatte einer Verschlussmechanik das Federelement entsprechend klein ausgeführt werden muss, werden für das Federelement Materialien verwendet, die vorteilhafte biegeelastische Eigenschaften des Federelements trotz dessen geringer Grösse bewirken. Durch Wahl eines geeigneten Materials kann somit die a erforderliche Vorspannung der beweglichen Dorne erzielt werden.
Allerdings erfordert eine solche Ausführungsform ein separates Bauelement, das über einen zusätzlichen Fertigungsschritt auf der Grundplatte montiert werden muss. Es wurde daher auch versucht, als Federelement einen aus der Grundplatte ausgebogenen Lappen zu verwenden, um auf diese Weise auf ein separates Bauelement verzichten zu können und die Fertigungskosten zu reduzieren.
In einer zur Anordnung einer separaten Blattfeder analogen Weise wird hierzu der Lappen so aus der Grundplatte gestanzt, dass dessen Biegeachse parallel zur Längsachse der Grundplatte verläuft. An die Grundplatte sind jedoch andere mechanische Anforderungen zu stellen als an ein Federelement, sodass sich die biegeelastischen Eigenschaften des federnden Lappens zumeist als unzureichend erweisen.
Das Ziel der Erfindung besteht somit in einer Verschlussmechanik, dessen Federelement zur Vorspannung der beweglichen Dorne in Richtung ihrer Abstandsstellung so ausgeführt ist, dass einerseits eine einfache und somit billigere Fertigung möglich ist, aber andererseits eine zufriedenstellende Vorspannung der beweglichen Dorne erreicht wird.
Dieses Ziel wird durch die Merkmale von Anspruch 1 erreicht .
Anspruch 1 bezieht sich hierbei auf Verschlussmechaniken für eine Halteeinrichtung für gelochte, lose Blätter mit einer im wesentlichen rechteckigen Grundplatte, auf der unbewegliche Dorne befestigt sind sowie gekrümmte Dorne beweglich angeordnet sind, wobei die gekrümmten Dorne von einer offenen Position, in der die Endabschnitte der gekrümmten Dorne von den Endabschnitten der unbeweglichen Dorne beabstandet sind, in eine geschlossene Position, in der die Endabschnitte der gekrümmten Dorne an den Endabschnitten der unbeweglichen Dorne anliegen, verschwenkbar sind, und über ein Federelement zumindest in Richtung ihrer offenen Position vorgespannt sind.
Erfindungsgemäss ist nun vorgesehen, dass das Federelement mindestens ein aus der Grundplatte ausgebogener Lappen ist, dessen Biegeachse quer zur Längsachse der Grundplatte verläuft. Durch diese Massnahme wird erreicht, dass der Federarm wesentlich länger ausgeführt werden kann, da er sich aufgrund der erfindungsgemässen Anordnung der Biegeachse nun in Längsrichtung der Grundplatte erstreckt und somit deutlich länger ausgeführt werden kann. Somit können die erforderlichen biegeelastischen Eigenschaften des so ausgeführten Federelements erzielt werden, obwohl es aus demselben Material wie die Grundplatte besteht.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn gemäss Anspruch 2 die Biegeachse senkrecht zur Längsachse verläuft, sodass der Federarm im wesentlichen parallel zur Längsachse der Grundplatte verläuft.
Eine mögliche Ausführungsform einer erfindungsgemässen Verschlussmechanik ist gemäss Anspruch 3 gegeben. Anspruch 3 sieht vor, dass auf der Grundplatte eine Bügelleiste schwenkbar gehalten ist, auf der die gekrümmten Dorne befestigt sind, und an der der Lappen anliegt. Eine solche Ausführungsform ermöglicht etwa die Massnahmen gemäss Anspruch 4, denen zu Folge der Kontaktbereich des Lappens mit der Bügelleiste zu dem in Gebrauchslage der Verschlussmechanik der Bedienperson nächstliegenden gekrümmten Dorn geringer beabstandet ist als zu dem in Gebrauchslage der Verschlussmechanik der Bedienperson fernliegenden gekrümmten Dorn.
Diese Massnahme ist besonders bei Verschlussmechaniken von Vorteil, bei denen das Öffnen und Schliessen der Verschlussmechanik durch direktes Aufreissen bzw. Zusammendrücken der einander zugeordneten Dorne erfolgt. Dabei wird nämlich in der Regel das in Gebrauchslage der Verschlussmechanik der Bedienperson nächstliegende Dornpaar bedient, sodass die Rückstellkraft des Federelements gemäss Anspruch 4 genau in jenem Bereich wirkt, wo auch die Fingerkraft der Bedienperson angewendet wird.
Besonders gute biegeelastische Eigenschaften des Federelements gemäss der Erfindung werden durch die Massnahme von Anspruch 5 erreicht, indem der Lappen in Walzrichtung der Grundplatte gestanzt ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der beiliegenden Figuren näher erläutert.
Es zeigen dabei
Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemässen Verschlussmechanik, bei der sich die gekrümmten Dorne bzw. die Bügelleiste in ihrer geöffneten Position befinden,
Fig. 2 eine Seitenansicht der erfindungsgemässen Verschlussmechanik, bei der sich die gekrümmten Dorne bzw. die Bügelleiste in ihrer geschlossenen Position befinden,
Fig. 3a eine Detailansicht eines ersten Paares der gegenüberliegenden Endabschnitte eines gekrümmten Dorns und eines unbeweglichen Dorns zur Illustration einer Ausführungsform eines Verschlusses, wobei der linke Teil der Fig. 3a den Endabschnitt eines gekrümmten Dorns in einer Ansicht entlang der Richtung A (Fig. 1) zeigt und der rechte Teil der Fig. 3a den Endabschnitt eines unbeweglichen Dorns in einer Ansicht entlang der Richtung B (Fig. 1),
Fig.
3b eine Detailansicht des zweiten Paares der gegenüberliegenden Endabschnitte eines gekrümmten Dorns und eines unbeweglichen Dorns, wobei der linke Teil der Fig. 3b den Endabschnitt eines gekrümmten Dorns in einer Ansicht entlang der Richtung A (Fig. 1) zeigt und der rechte Teil der Fig. 3b den Endabschnitt eines unbeweglichen Dorns in einer Ansicht entlang der Richtung B (Fig. 1) ,
Fig. 4 eine Ansicht einer Bügelleiste gemäss dem Stand der Technik mit den an ihr befestigten, gekrümmten Dornen von oben,
Fig. 5 eine Ansicht der Grundplatte mit den an ihr befestigten, unbeweglichen Dornen von oben, bei der ein Federelement gemäss der Erfindung ersichtlich ist,
Fig. 6 eine Ansicht einer Ausführungsform<'>einer Bügelleiste mit den an ihr befestigten, gekrümmten Dornen von oben,
Fig.
7 eine Seitenansicht einer Ausführungsform einer Bügelleiste mit den an ihr befestigten, gekrümmten Dornen, sowie der Grundplatte mit den an ihr befestigten, unbeweglichen Dornen,
Fig. 8 eine Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Bügelleiste mit den an ihr befestigten, gekrümmten Dornen von oben, und
Fig. 9 eine Seitenansicht der Ausführungsform einer Bügelleiste gemäss Fig. 8 mit den an ihr befestigten, gekrümmten Dornen, sowie der Grundplatte mit den an ihr befestigten, unbeweglichen Dornen.
Zunächst wird eine Ausführungsform einer Verschlussmechanik bestehend aus einer Grundplatte 1 und einer an ihr schwenkbar angeordneten Bügelleiste 4 erläutert, um danach die erfindungsgemässe Verbesserung zu verdeutlichen.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht einer Verschlussmechanik, bei der sich die gekrümmten Dorne 3a, 3b bzw. die Bügelleiste 4 in ihrer offenen Position befinden. Die Bügelleiste 4 ist hierbei schwenkbar an einer Grundplatte 1 gehalten, wie noch näher ausgeführt werden wird. Die gekrümmten Dorne 3a, 3b können an der Bügelleiste 4 angeformt sein, werden aber in der Regel an ihr angenietet oder aufgesteckt sein. An der Grundplatte 1 sind die unbeweglichen Dorne 2a, 2b befestigt, die ebenfalls in der Regel angenietet sein werden.
Die Bügelleiste 4 wird anhand der Fig. 4 näher erläutert. Es ist hierbei ersichtlich, dass die Bügelleiste 4 bevorzugt mit einer Verstärkungsrippe 12 versehen ist, um ihr grössere Stabilität zu verleihen. Die Verstärkungsrippe 12 ist dabei als erhabener Flächenabschnitt ausgeführt.
Die Bügelleiste 4 weist des weiteren entlang ihrer den Dornen 3a, 3b abgewandten, längeren Seitenkante mindestens einen Befestigungslappen 10 auf, der seitlich von der Bügelleiste 4 absteht. Die Bügelleiste 4 weist des weiteren mindestens eine Öffnung 13 auf, deren Funktion im folgenden noch erläutert werden wird.
Die Grundplatte 1 wird anhand der Fig. 5 näher erläutert. Wie aus der Fig. 5 ersichtlich ist, weist die Grundplatte 1 ebenfalls Verstärkungsrippen 14 und 16 auf, um ihr grössere Stabilität zu verleihen. Die Verstärkungsrippen 14 und 16 sind dabei als erhabene Flächenabschnitte ausgeführt. Die Verstärkungsrippe 14 erstreckt sich zwar bevorzugt über den grössten Teil der Grundplatte 1, hält aber zumindest den Bereich der Bohrungen 15 zur Aufnahme von Befestigungselementen, wie z.B. Nieten, zur Befestigung der Verschlussmechanik in einem Ordner frei.
Aus der Grundplatte 1 sind des weiteren mindestens ein Haltelappen 7 ausgestanzt und aufgebogen, deren Funktion im folgenden ebenfalls noch näher erläutert werden wird. Durch das Ausstanzen und Aufbiegen der Haltelappen 7 entstehen in der Grundplatte 1 Öffnungen 17. Aus der Grundplatte 1 ist ausserdem noch ein Rückhaltelappen 8 ausgestanzt und aufgebogen, der einen in Richtung zur -
Grundplatte 1 gebogenen Endabschnitt 9 aufweist. Durch das Ausstanzen und Aufbiegen des Rückhaltelappens 8 ergibt sich in der Grundplatte 1 die Öffnung 11.
Zur Montage der Bügelleiste 4 an der Grundplatte 1 werden die Befestigungslappen 10 der Bügelleiste 4 in die Öffnungen 17 der Grundplatte 1 eingesetzt und die Lappen 7 der Grundplatte 1 in die Öffnungen 13 der Bügelleiste 4 eingeschoben, wodurch sie eine Schwenkachse definieren.
Die Haltelappen 7 werden beim Einsetzen der Bügelleiste 4 in die Grundplatte 1 so weit gebogen, bis die den unbeweglichen Dornen 2a, 2b zugewandte Seitenkante der Bügelleiste 4 unter den in Richtung der Grundplatte 1 gebogenen Endabschnitt 9 des Rückhaltelappens 8 geschoben werden kann. Die Bügelleiste 4 ist somit an der Grundplatte 1 montiert und befindet sich in ihrer offenen Position, wie sie in Fig. 1 ersichtlich ist.
Zur Erzielung einer Vorspannung der beweglichen Dorne (3a, 3b) ist aus der Grundplatte 1 des weiteren ein Federlappen 18 ausgestanzt und hochgebogen, wie insbesondere aus der Fig. 5 zu sehen ist. Der Federlappen 18 liegt dabei an der Unterseite der Bügelleiste 4 an und sorgt so für eine Vorspannung der Bügelleiste 4 und somit der beweglichen Dorne 3a, 3b in Richtung ihrer offenen Position.
Erfindungsgemäss ist nun vorgesehen, dass die Biegeachse A des Federlappens 18 quer zur Längsachse S der Grundplatte 1 verläuft. Durch diese Massnahme wird erreicht, dass der Federarm des Lappens 18 wesentlich länger ausgeführt werden kann, da er sich aufgrund der erfindungsgemässen Anordnung der Biegeachse A nun in Längsrichtung der Grundplatte 1 erstreckt und somit deutlich länger ausgeführt werden kann. Somit können die erforderlichen biegeelastischen Eigenschaften des so ausgeführten Federelements 18 erzielt werden, obwohl es aus demselben Material wie die Grundplatte 1 besteht. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Biegeachse A senkrecht zur Längsachse S verläuft, sodass der Federarm des Lappens 18 im wesentlichen parallel zur Längsachse S der Grundplatte 1 verläuft.
Besonders gute biegeelastische Eigenschaften des Federelements 18 gemäss der Erfindung werden erreicht, indem der Lappen 18 in Walzrichtung der Grundplatte 1 gestanzt ist.
Zum Schliessen der Verschlussmechanik ist es nun notwendig, die gekrümmten Dorne entgegen der rückstellenden Kraft des Federlappens 18 in Richtung der unbeweglichen Dorne 2a, 2b (in Pfeilrichtung gemäss der Fig. 3a und 3b) zu führen, bis die Endabschnitte der gekrümmten Dorne 3a, 3b mit den Endabschnitten der unbeweglichen Dorne 2a, 2b in Anlage gelangen. Diese geschlossene Position ist in Fig. 2 gezeigt. Um nun ein Verweilen der gekrümmten Dorne 3a, 3b in ihrer geschlossenen, zweiten Position zu ermöglichen, ist es nun bei dieser Ausführungsform notwendig, einen Verschluss vorzusehen.
Dieser Verschluss ist im gezeigten Ausführungsbeispiel als Verzahnung ausgeführt, die anhand der Fig. 3a und 3b erläutert wird.
Der linke Teil der Fig. 3a zeigt den Endabschnitt des in Bezug auf Fig. 4 rechten, gekrümmten Dorns 3a in einer Ansicht entlang der Richtung A (Fig. 1) . Der rechte Teil der Fig. 3a zeigt den Endabschnitt des in Bezug auf Fig. 5 rechten, unbeweglichen Dorns 2a in einer Ansicht entlang der Richtung B (Fig. 1) . Der Endabschnitt des gekrümmten Dorns 3a weist hierbei eine Hinterschneidung 5 auf und der Endabschnitt des unbeweglichen Dorns 2a eine Hinterschneidung 6.
Beim Heranführen des gekrümmten Dorns 3a an den unbeweglichen Dorn 2a gelangen die Anschlagkanten 20 in Anlage und gleiten in weiterer Folge aneinander ab, bis die Zähne 21 der jeweiligen Endabschnitte in die jeweilig gegenüberliegende Hinterschneidung 5, 6 einrasten.
In ähnlicher Weise zeigt der linke Teil der Fig. 3b den Endabschnitt des in Bezug auf Fig. 4 linken, gekrümmten Dorns 3b in einer Ansicht entlang der Richtung A (Fig. 1) . Der rechte Teil der Fig. 3b zeigt den Endabschnitt des in Bezug auf Fig. 5 linken, unbeweglichen Dorns 2b in einer Ansicht entlang der Richtung B (Fig. 1) . Der Endabschnitt des gekrümmten Dorns 3b weist hierbei eine Hinterschneidung 18 auf und der Endabschnitt des unbeweglichen Dorns 2b eine Hinterschneidung 19.
Beim Heranführen des gekrümmten Dorns 3b an den unbeweglichen Dorn 2b gelangen die Anschlagkanten 20 in Anlage und gleiten in weiterer Folge aneinander ab, bis die Zähne 21 der jeweiligen Endabschnitte in die jeweilig gegenüberliegende Hinterschneidung 18, 19 einrasten.
Ein Öffnen der Verschlussmechanik ist somit trotz der rückstellenden Kraft des Federlappens 18 nicht mehr möglich. Zur Verbesserung des Verschlusses ist es etwa möglich, die gekrümmten Dorne 3a, 3b nicht senkrecht zur Bügelleiste 4 anzuordnen, sondern eine geringe Neigung nach aussen vorzusehen, sodass aufgrund dieser Vorspannung quer zur Längsachse der Dorne 3a, 3b in der geschlossenen Position die gekrümmten Dorne 3a, 3b in die Hinterschneidungen 6, 19 gedrückt werden.
Alternativ dazu ist es auch möglich, die gekrümmten Dorne 3a, 3b zwar senkrecht zur Bügelleiste 4 anzuordnen, die Bügelleiste 4 selbst aber leicht gekrümmt auszuführen, sodass derselbe Effekt erreicht wird.
Zum Öffnen der Verschlussmechanik ist es lediglich erforderlich, die gekrümmten Dorne 3a, 3b jeweils nach innen zu drücken, sodass der jeweilige Zahn 21 aus der jeweiligen Hinterschneidung 6, 19 gleitet. Auch wenn die gekrümmten Dorne 3a, 3b an die Bügelleiste 4 fest angenietet sind, verfügen sie doch über ausreichende Schwingfähigkeit, um durch leichten Fingerdruck die gekrümmten Dorne 3a, 3b nach innen zu biegen. Des weiteren kann auch die Bügelleiste 4 mit einer entsprechenden Elastizität versehen sein.
Aufgrund der rückstellenden Federkraft des Federlappen 18 werden in weiterer Folge die gekrümmten Dorne 3a, 3b in die offene Position gebracht.
Wie erwähnt, erweist es sich aber nun, dass jenes Dornpaar 2b, 3b, das durch Fingerkraft betätigt wird, früher als das zweite Dornpaar 2a, 3a, das mit dem betätigten Dornpaar 2b, 3b mitbetätigt wird, schliesst. Das zeitlich verschobene Aufeinandertreffen der Endabschnitte der einander zugeordneten Dorne 2a, 3a sowie 2b, 3b bewirkt in weiterer Folge, dass die Schliesskraft der jeweiligen Dornpaare 2a, 3a sowie 2b, 3b unterschiedlich ist. Die an deren Endabschnitten vorgesehenen Verschlüsse bedingen aber einer minimalen Schliesskraft.
Ein zeitlich früheres Aufeinandertreffen des durch Fingerkraft betätigten Dornpaares 2b, 3b stoppt aber die weitere Bewegung des anderen Dornpaares 2a, 3a, sodass diese minimale Schliesskraft mitunter nicht mehr gegeben ist und keine axiale Ausrichtung des Dornpaares 2a, 3a in seiner geschlossenen Position mehr gegeben ist.
Eine inkorrekte axiale Ausrichtung des Dornpaares 2a, 3a in deren geschlossenen Position ist aber beim Überführen von Blättern von den geraden, feststehenden Dornen 2a, 2b zu den gekrümmten Dornen 3a, 3b, also beim Umblättern, sehr störend.
Es kann daher, wie anhand der Fig. 6 und 7 erläutert wird, vorgesehen sein, dass jener bewegliche Dorn 3b, der in Gebrauchslage der Verschlussmechanik der Bedienperson am nächsten liegt und beim Schliessen betätigt wird, mithilfe einer inelastischen Biegung geringfügig zurückgebogen ist, und zwar soweit, dass trotz der elastischen Verbiegung im Zuge der zum Schliessen ausgeübten Fingerkraft trotzdem ein mit dem zweiten Dornpaar 2a, 3b zeitgleiches Aufeinandertreffen der jeweiligen Endabschnitte erfolgt.
Der durch die inelastische Biegung des Dorns 3b bedingte, längere Bewegungsweg W ist anhand der Beabstandung des Endabschnittes des Dorns 3b von der Linie L in der Fig. 6 verdeutlicht. Dieser Unterschied im Bewegungsweg W entspricht etwa jener Verbiegung der Dorne 2b, 3b, die aufgrund des Fingerdruckes beim Schliessen der Mechanik auftritt. Die Endabschnitte der Dorne 2a, 3a sowie der Dorne 2b, 3b gelangen somit mit gleicher Schliesskraft zeitgleich in Kontakt. Die Verbiegung des Dorns 3b gegenüber dem Dorn 3a ist auch in der Fig. 7 ersichtlich, wo der längere Bewegungsweg W aus einer anderen Perspektive eingezeichnet wurde.
In der Ausführungsform gemäss der Fig. 6 und 7 wird die grössere Beabstandung des gekrümmten Dornes 3b durch eine inelastische Biegung dieses gekrümmten Dornes 3b sichergestellt. Es sind aber auch andere Ausführungsvarianten denkbar.
So kann alternativ dazu gemäss Fig. 8 und 9 die grössere Beabstandung des gekrümmten Dornes 3b auch durch eine inelastische Biegung der Bügelleiste 4 sichergestellt sein. Hierzu ist es etwa möglich, die inelastische Biegung der Bügelleiste 4 mittels einer Verdrehung um die Längsachse der Bügelleiste 4 sicherzustellen.
Insbesondere bei einer solchen Ausführungsform einer Verschlussmechanik ist es vorteilhaft, wenn der Kontaktbereich des Lappens 18 mit der Bügelleiste 4 zu dem in Gebrauchslage der Verschlussmechanik der Bedienperson nächstliegenden gekrümmten Dorn 3b geringer beabstandet ist als zu dem in Gebrauchslage der Verschlussmechanik der Bedienperson fernliegenden gekrümmten Dorn 3a, wie insbesondere aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich ist.
Diese Massnahme ist deshalb von Vorteil, weil nämlich in der Regel das in Gebrauchslage der Verschlussmechanik der Bedienperson nächstliegende Dornpaar 2b und 3b bedient wird, sodass die Rückstellkraft des Federelements 18 genau in jenem Bereich wirkt, wo auch die Fingerkraft der Bedienperson angewendet wird. Mithilfe der Erfindung wird somit eine Verschlussmechanik verwirklicht, dessen Federelement zur Vorspannung der beweglichen Dorne gegen ihre Abstandsstellung so ausgeführt ist, dass einerseits eine einfache und somit billigere Fertigung möglich ist, aber andererseits eine zufriedenstellende Vorspannung der beweglichen Dorne erreicht wird.