AT501200B1 - Fenster- und türrahmen mit metallverkleidung und verfahren zum montieren einer metallverkleidung - Google Patents
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Description
österreichisches Patentamt AT501 200B1 2012-03-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft einen Fenster- oder Türrahmen - insbesondere aus Kunststoff-, das mit einem Metallprofil - insbesondere aus Aluminium - verkleidet ist, sowie ein Verfahren zur Herstellung von Fenster- und/oder Türrahmen aus Kunststoff, die mit Aluminium-Vorsatzschalen verkleidet sind.
TECHNISCHES GEBIET
[0002] Die Verkleidung von Kunststoffprofilen mit Aluminiumschalen erfolgt in erster Linie aus ästhetischen Gründen, wobei die Aluminiumschalen in diversen Farben eloxiert, lackiert oder beschichtet werden können.
STAND DER TECHNIK
[0003] Aus der EP 0 517 057 A2 ist ein Profilsystem zur Herstellung von mit Aluminiumschalen verkleideten Fenster- und/oder Türrahmen aus Kunststoff bekannt. Bei diesem System werden die Blendrahmen und die Flügelrahmen nach dem Verschweißen zunächst mit knopfförmigen, im Kopfbereich hinterschnittenen Haltern - so genannten Schraubklemmnippeln - versehen, auf die anschließend eine Aluminium-Verschalung aufgeklipst wird. Die Aluminium-Verschalung weist hierzu zwei Paare von ebenfalls hinterschnittenen Befestigungsrippen auf, deren jeweiliger Abstand dem Kopfdurchmesser der Schraubklemmnippel entspricht. Diese Konstruktion bedingt eine relativ dicke Aluminium-Verschalung, da die Befestigungsrippen und die Schraubklemmnippel zum Aufklipsen eine zusätzliche Schräge benötigen.
[0004] Aus der GB 2 201 179 A1 ist eine ähnliche Konstruktion bekannt mit zwei sich über die Länge des Kunststoffprofils erstreckenden, jeweils eine doppelte Hinterschneidung aufweisende Befestigungsleisten, auf die von der Seite des Profils eine Aluminiumschale aufgeschoben werden kann, die zwei Paare von ebenfalls hinterschnittenen Befestigungsrippen aufweist. Diese Konstruktion erlaubt zwar eine flachere Ausführung der Aluminiumverkleidung, jedoch ist die Montage der Verkleidung nur vor dem Verschweißen der Kunststoffprofile möglich, was den Arbeitsablauf bei der Fensterfertigung erheblich beeinträchtigt.
[0005] Aus der EP 1 022 423 A2 ist ein Profilsystem zur Herstellung von Fenster- oder Türrahmen aus Kunststoff mit Aluminiumschalen bekannt, bei dem die Aluminiumschale zweiseitig formschlüssig auf das Kunststoffprofil aufgeklipst wird. Diese Lösung ermöglicht eine flache Bauform der Aluminium-Verkleidung, die auch nach dem Verschweißen der Kunststoffprofile zu einem Blend- oder Flügelrahmen aufgeklipst werden können, jedoch muss der Flügel- bzw. Blendrahmen spezielle Hinterschneidungen aufweisen, so dass keine Standard-Flügel- bzw. Blendrahmenprofile verwendet werden können. Auch eignet sich dieses Profilsystem nicht zur Herstellung von Fenster- oder Türrahmen, bei denen die Metallverkleidung nicht vollflächig die Außen- bzw. Innensichtfläche des Blend- oder Flügelrahmens bedeckt.
AUFGABE
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Fenster- oder Türrahmen mit einer Metallverkleidung und ein Verfahren zum Montieren einer solchen Metallverkleidung zur Verfügung zu stellen, bei dem die Metallverkleidung relativ flach ausgeführt werden kann, ohne dass spezielle Flügel- bzw. Blendrahmenprofile verwendet werden müssen, und bei dem die Aluminiumverkleidungen auf die fertig verschweißten Blend- bzw. Flügelrahmen montiert werden können.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch einen Fenster- oder Türrahmen gemäß Anspruch 1, bevorzugt in Verbindung mit einem oder mehreren der Merkmale der Unteransprüche, sowie durch ein Verfahren nach Anspruch 6. 1 17 österreichisches Patentamt AT501 200 B1 2012-03-15 [0008] Die Erfindung nutzt dabei in synergistischer Weise zwei Befestigungsmethoden, die jeweils für sich genommen aus dem Stand der Technik bekannt sind: zum einen die Befestigung mittels einer in Längsrichtung des Metall-Verkleidungsprofils verlaufenden Rastrippe, die hinter ein auf dem Kunststoff profil angebrachtes Befestigungsmittel hinterhakt, und zum anderen mittels einer ebenfalls in Längsrichtung des Metall-Verkleidungsprofils verlaufenden Rastnase, die an einer zurückspringenden Körperkante des Kunststoffprofils hinterhakt.
[0009] Während nach dem Stand der Technik die eine Hinterschneidung aufweisenden Befestigungsmittel stets paarweise eingesetzt und zweiseitig zur Klemmung eingesetzt wurden, hakt die Rastrippe gemäß der vorliegenden Erfindung nur einseitig unter die Hinterschneidung der Befestigungsmittel. Dieses bedingt eine neuartige Befestigungsweise der Metall-Verkleidungsprofile: Während diese bei herkömmlichen Befestigungen über z. B. Schraubnippel mit einer gradlinigen, senkrecht zur Profiloberfläche gerichteten Bewegung auf die Schraubnippel gerastet werden, wird bei den erfindungsgemäßen Metall-Verkleidungsprofilen zunächst die Rastrippe an den eine Hinterschneidung aufweisenden Befestigungsmitteln zur Anlage gebracht und anschließend durch eine Dreh-Kippbewegung mittels der Rastnase auf das Kunststoffhohlprofil geklipst. Auf diese Weise ist insbesondere im Gehrungsbereich eine wesentlich genauere Positionierung der Verkleidungsprofile relativ zu den benachbarten Verkleidungsprofilen auf den anderen Holmen des Fenster- oder Türrahmens möglich, da die erfindungsgemäßen Verkleidungsprofile zunächst genau positioniert werden können und erst anschließend durch die Dreh-Kippbewegung aufgeklipst werden.
[0010] Als Befestigungsmittel werden bevorzugt Schrauben oder Schraubnippel verwendet, die einen entsprechend hinterschnittenen Kopf aufweisen. Diese Befestigungsschrauben bzw. Schraubnippel sind nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung auf einer geraden Linie in Längsrichtung der Kunststoffprofile verlaufend auf diesen angeordnet. Da die Metall-Verkleidungsprofile nicht - wie im Stand der Technik üblich - auf diese Schrauben bzw. Schraubklemmnippel aufgerastet werden müssen, können diese mit einem relativ flachen Kopf ausgestattet sein, so dass eine insgesamt sehr flache Bauweise der Metall-Verkleidungsprofile ermöglicht wird.
[0011] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Fenster- oder Türrahmen besteht darin, dass die Metall-Verkleidungsprofile auch so ausgeführt werden können, dass sie die Kunststoffhohlprofile auf deren Außenseite nur teilflächig verdecken.
[0012] Die erfindungsgemäßen Metall-Verkleidungsprofile können im Eckbereich wahlweise auf Gehrung geschnitten oder senkrecht verlaufend, also stumpf aneinander stoßen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels sowie der Zeichnung näher erläutert.
[0014] Es zeigen dabei: [0015] Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Blendrahmen; [0016] Fig. 2 den Ausschnitt A gemäß Fig. 1; [0017] Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Pfosten eines Stulpflügels; [0018] Fig. 4 das Detail B gemäß Fig. 3; [0019] Fig. 5 eine Ansicht eines Blendrahmens von der Verkleidungsseite;
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0020] Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Blendrahmen 1. Der Blendrahmen 1 wird aus einem handelsüblichen Standard-Blendrahmenprofil durch Schweißen im Gehrungsbereich hergestellt worden. Das aus Aluminium stranggepresste Verkleidungsprofil 2 weist zur Befestigung am Blendrahmenprofil zum einen die Rastrippe 5 auf und zum anderen 2/7
Claims (6)
- österreichisches Patentamt AT501 200 B1 2012-03-15 die Kante 7. Die Rastrippe 5 endet in einer schrägen Kante, die hinter die Hinterschneidung 4 der Befestigungsschraube 3 hinterhakt. Um einen definierten Abstand zwischen dem Verkleidungsprofil 2 und der Außensichtfläche 11 des Blendrahmenprofils 1 zu gewährleisten, ist die Abstützrippe 16 zwischen der Rastrippe 5 und der Rastnase 8 vorgesehen. [0021] Wie in Fig. 5 symbolisch angedeutet, sind die Schrauben 3 auf jedem der vier Schenkel des Blendrahmens in einer Linie parallel zu den Außenkanten des Blendrahmens angeordnet. Zum Aufklipsen des Verkleidungsprofils 2 wird dieses zunächst mit der Rastrippe 5. hinter der Befestigungsschraube 3 zur Anlage gebracht und dann mit einer Dreh-Kippbewegung mit der Rastnase 8 über die Körperkante 7 des Profils geschoben, wobei die Rastnase 8 zunächst über die Schräge 6 gleitet, um hinter der Kante 7 einzurasten. [0022] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, bedeckt das Verkleidungsprofil 2 nur den oberen Teil der Außensichtfläche 11 des Blendrahmens 1, da unterhalb dieser Verkleidung ein Wetterschenkel 10, der in die Nut 12 eingeschoben wird, vorgesehen ist. [0023] In Fig. 3 ist ein Querschnitt durch den vertikal verlaufenden Pfosten 13 eines Stulpflügels dargestellt. Dieses ist mit zwei Verkleidungsprofilen 14, 15 versehen. Jedes dieser Verkleidungsprofile 14, 15 weist jeweils eine Rastrippe 5', 5" zur Hinterhakung hinter die Schrauben 3', 3" sowie die Rastnasen 8', 8" auf, die hinter den Kanten 7', 7" der Pfostenprofile 13 greifen. Beide Verkleidungsprofile 14 und 15 weisen ebenfalls je eine Abstützrippe 16', 16" auf, um einen definierten Abstand zwischen den Außensichtflächen der beiden Kunststoffprofile und den Verkleidungsprofilen 14, 15 zu gewährleisten. LEGENDE 1 Blendrahmen 2 Verkleidungsprofil 3, 3', 3" Schraube 4 Hinterschneidung 5, 5', 5" Rastrippe 6 Schräge 7, 7', 7" Kante 8, 8', 8" Rastnase 9 Dichtungsaufnahmenut 10 Wetterschenkel 11 Außensichtfläche 12 Nut 13 Pfosten 14 Verkleidungsprofil 15 Verkleidungsprofil 16, 16', 16" Abstützrippe Patentansprüche 1. Fenster- oder Türrahmen aus Kunststoffhohlprofilen mit einer Verkleidung aus Metall-Verkleidungsprofilen (2, 14, 15), wobei die Metall-Verkleidungsprofile (2, 14, 15) formschlüssig rastend mit den Kunststoffhohlprofilen verbunden sind und wobei das Kunststoffhohlprofil wenigstens eine Kante (7, 7', 7") aufweist, hinter die eine entsprechende Rastnase des Metall-Verkleidungsprofils (2, 14, 15) greift, dadurch gekennzeichnet, - dass auf den Kunststoffhohlprofilen wenigstens eine Hinterschneidung aufweisende Befestigungsmittel vorgesehen sind, - dass die Metall-Verkleidungsprofile (2, 14, 15) wenigstens eine eine Hinterschneidung aufweisende Rastrippe (5, 5', 5") aufweisen, - und dass die Rastrippen (5, 5', 5") die Befestigungsmittel formschlüssig hintergreifen. 3/7 österreichisches Patentamt AT501 200 B1 2012-03-15
- 2. Fenster- oder Türrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metall-Verkleidungsprofile (2, 14, 15) zusätzlich zu der Rastrippe (5, 5', 5") wenigstens eine den Abstand zwischen Metall-Verkleidungsprofil (2, 14, 15) und Kunststoffhohlprofil definierende Abstützrippe (16, 16', 16") aufweisen.
- 3. Fenster- oder Türrahmen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel geradlinig angeordnete Schrauben (3, 3', 3") oder Schraubnippel mit hinterschnittenem Kopf sind.
- 4. Fenster- oder Türrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Metall-Verkleidungsprofile (2, 14, 15) die Kunststoffhohlprofile auf deren Außenseite nur teilflächig bedecken.
- 5. Fenster- oder Türrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Metall-Verkleidungsprofile (2, 14, 15) im Eckbereich der Rahmen stumpf aufeinander stoßen.
- 6. Verfahren zur Herstellung eines Fenster- oder Türrahmen aus Kunststoffhohlprofilen mit einer Verkleidung aus Metall-Verkleidungsprofilen (2, 14, 15) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte: - die Kunststoffhohlprofile werden auf Gehrung geschnitten und zu den Rahmen (1, 13) verschweißt; - die wenigstens eine Hinterschneidung (4) aufweisende Befestigungsmittel werden an den Rahmen (1, 13) befestigt; - die Metall-Verkleidungsprofile (2, 14, 15) werden zunächst mit ihren Rastrippen (5, 5', 5") an den eine Hinterschneidung (4) aufweisenden Befestigungsmitteln zur Anlage gebracht und anschließend durch eine Dreh-Kippbewegung mittels der Rastnase (8, 8', 8") auf das Kunststoffhohlprofil geklipst. Hierzu 3 Blatt Zeichnungen 4/7
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