AT501659B1 - Verfahren zum prüfen der reinheit der inneren oberflächen der teile eines kraftstoffeinspritzsystems - Google Patents

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Description

2 AT 501 659 B1
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Prüfen der Reinheit der inneren Oberfläche eines Kraftstoffeinspritzsystems.
Mehr im besonderen bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zum Prüfen der Reinheit der inneren Oberfläche von Teilen eines Kraftstoffeinspritzsystems, wobei die innere Oberfläche der Kraftstoffeinspritzsystemteile mit einer Meßflüssigkeit gewaschen und anschließend die in der Meßflüssigkeit enthaltenen Fremdteilchen auf einem Filter gesammelt und die Gestalt, Abmessungen und Mengen der Fremdteilchen bestimmt werden. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Prüfen der Reinheit der inneren Oberflächen der Teile eines Kraftstoffeinspritzsystems und der Teile eines Kraftstoffdruckspeichersystems, nämlich beider Systeme, die ein Dieselmotor-Kraftstoffeinspritzsystem darstellen und mit dem Kraftstoff in Kontakt stehende Teile haben, nämlich die Teile des Kraftstoffeinspritzsystems, und zwar Kraftstoffeinspritzpumpe, Kraftstoffeinspritzdüse und Kraftstoffeinspritzleitung, und die Teile des Kraftstoffspeichersystems, und zwar eine gemeinsame Kraftstoffverteilungsleitung, Einspritzpumpe, Einspritzdüse, Einspritzleitung, Durchflußbegrenzer, Druckregler und Zuführleitung.
In letzter Zeit besteht, als Maßnahme zur Reduktion von NOx und schwarzem Rauch, zunehmend der Trend zu einem Anstieg des Drucks des Kraftstoffs, der einer Hochdruckkraftstoffeinspritzleitung, die typischenweise als Teil eines Kraftstoffeinspritzsystems für einen Dieselmotor verwendet wird, zugeführt wird, und dies hat zur Notwendigkeit geführt, daß das Einspritzen von Kraftstoff während einer Einspritzdauer von 1 bis 2 msec, bei einer maximalen Strömungsgeschwindigkeit von 50 m/sec. und bei einem hohen Innendruck im Bereich von 60 bis 1500 bar (Spitzenwert) erfolgt.
Eine solche Änderung der Anforderungen des Marktes geht einher mit der größeren Möglichkeit des Verstopfens einer Einspritzdüse durch Fremdteilchen, wie Metallteilchen, die an der inneren Oberfläche einer Hochdruckkraftstoffeinspritzleitung haften, nachdem sie in der Luft geschwebt oder von außen eingetreten sind, und dies kann zur Fehlfunktion eines Dieselmotors oder zur Schädigung einer Kraftstoffpumpe führen. Daher besteht ein großes Problem, das gelöst werden muß, darin, die Reinheit der inneren Oberfläche einer Hochdruckkraftstoffeinspritzleitung zu verbessern, um derlei zu vermeiden.
Um die Reinheit der inneren Oberfläche einer Hochdruckkraftstoffeinspritzleitung zu verbessern, ist es jedoch erforderlich, zuerst ein Meßverfahren zu finden, das ermöglicht, den Reinheitsgrad eines Produktes geeignet zu bestimmen.
Aus NL 7503934 ist ein Verfahren zur Vorhersage der Fehlfunktion eines in Gebrauch stehenden Motors anhand der Teilchengrößenverteilung von Metallteilchen, die bei lange dauerndem Gebrauch des Motors als Verunreinigung in einem in dem Motor umlaufenden Schmiermittel vorhanden sind, bekannt geworden. Aus DE 4407402 A1 sind es bekannt, die bei der mechanischen Metallbearbeitung anfallenden Kühlschmierstoffe zu analysieren. Aus DE 3423040 A1 ist eine Waschanlage für Metallteile bekannt geworden, bei der die aus der Reinigungskammer nach unten ablaufende, verschmutzte Reinigungsflüssigkeit aufbereitet und von Metallteilchen befreit wird, ehe sie recycelt wird. Ein Verfahren zum Prüfen der Reinheit der inneren Oberfläche von Teilen eines Kraftstoffeinspritzsystems ist in keiner der Druckschriften geoffenbart oder nahegelegt.
Aus JP 48-059152 A2 und JP 48-060768 sind Verfahren zur Herstellung von Filtern auf Cellulose-Basis bekannt geworden. Solche Filter können jedoch beispielsweise beim Waschen mit einem auf Säure basierenden Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen auf Eisenbasis, wie es das gegenständliche Verfahren vorsieht, nicht verwendet werden.
Aus DE 38 03 660 ist eine in Montagelinien ersetzbare Spül- und Kontaktiervorrichtung zur Dauerlauf-Funktionsprüfung elektromagnetisch betätigbarer Ventile, insbesondere dynamisch betriebener Brennstoff-Einspritzventile für Motoren, bekannt geworden. Dazu ist ein mit einer 3 AT 501 659 B1
Testflüssigkeit füllbarer Behälter vorgesehen, wobei die Testflüssigkeit, beispielsweise Testbenzin, zur Dauerlauferprobung der Ventile benutzt wird. Eine solche Vorrichtung ist nicht geeignet, die Reinheit der inneren Oberfläche von Teilen eines Kraftstoffeinspritzsystems zu prüfen.
Aus US 4 520 773 ist ein Reinigungsgerät für die Einspritzventile einer Fahrzeug-Brennkraftmaschine bekannt geworden, mit dessen Hilfe Ablagerungen aus den Einspritzventilen entfernt und die Ventile durch Bestimmen der Durchflussmenge geprüft werden können. Eine Prüfung der Reinheit der inneren Oberfläche von Teilen eines Kraftstoffeinspritzsystems ist darin weder beschrieben noch nahegelegt.
Ferner wurden verschiedene Verfahren zum Prüfen der Reinheit der inneren Oberfläche einer Hochdruckkraftstoffeinspritzleitung, wie Methoden, die eine Einspritzpumpe verwenden, Handprüfmethoden, Spritze und verbesserte Spritze, von der "Society of Automotive Engineers", ausländischen Herstellern und ISO-Ausschüssen vorgeschlagen.
Unter diesen vorgeschlagenen Prüfmethoden sind jedoch sowohl das Einspritzpumpenverfahren als auch das Handprüfverfahren ungeeignet für die Beurteilung einer qualitativ hochwertigen Hochdruckkraftstoffeinspritzleitung, die der Klasse P oder einer höheren angehört, die inhärent weniger Fremdteilchen aufweist, weil solche Verfahren gegenüber Störungen von einer Pumpe oder Düse empfindlich sind. Weiters haben sowohl das Spritzen-Verfahren als auch das verbesserte Spritzen-Verfahren insofern ein Problem, als die Extraktion von in einer Hochdruckkraftstoffeinspritzleitung vorhandenen Fremdteilchen dazu neigt, nicht zufriedenstellend zu sein, obwohl es weniger Störung vom Meßsystem gibt.
Daher haben nach den in der Vergangenheit vorgeschlagenen Prüfmethoden erhaltene Prüfergebnisse einen niedrigen Grad der Reproduzierbarkeit, und sie schließen Streuung ein. Folglich wurde noch kein bestimmtes Verfahren aufgestellt und eingesetzt.
Die Erfinder haben festgestellt, daß Streuung oder dergleichen bei den Ergebnissen der Reinheitsmessung, die nach den verschiedenen Tests hinsichtlich der Reinheit der inneren Oberfläche der Teile des Kraftstoffeinspritzsystems, wie oben beschrieben, erhalten werden, in engem Zusammenhang mit Verunreinigung aufgrund von Fremdteilchen in für die Prüfung verwendeten Einrichtungen und Flüssigkeiten steht, und sie haben gedacht, daß ein standardisiertes Verfahren zur Prüfung der Reinheit der inneren Oberfläche der Teile des Kraftstoffeinspritzsystems vorgesehen werden kann, wenn in dieser Hinsicht eine Verbesserung erzielt wird.
Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Prüfen der Reinheit der inneren Oberflächen der Teile des Kraftstoffeinspritzsystems vorzusehen, welches Verfahren zu geringerer Streuung bei den Testergebnissen führt und exakte Messung bei hoher Reproduzierbarkeit erlaubt.
Dazu schlägt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Prüfen der Reinheit der inneren Oberflächen von Teilen eines Kraftstoffeinspritzsystems vor, bei dem die innere Oberfläche der Kraftstoffeinspritzsystemteile mit einer Meßflüssigkeit gewaschen und anschließend die in der Meßflüssigkeit enthaltenen Fremdteilchen auf einem Filter gesammelt und die Gestalt, Abmessungen und Mengen der Fremdteilchen bestimmt werden. Dieses Verfahren ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch Waschen mindestens einiger, mit der Meßflüssigkeit in Kontakt kommender Teile einer Reihe von Meßeinrichtungen, die zum Prüfen der Reinheit der inneren Oberfläche der Teile des Kraftstoffeinspritzsystems verwendet werden, unter Verwendung einer Waschlösung, die ein Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen enthält, vor dem Prüfen der Reinheit.
Weiters wird es beim Prüfen der Reinheit der inneren Oberfläche der Teile des Kraftstoffeinspritzsystems vorgezogen, daß der Teil der zum Bereiten der Meßflüssigkeit zum Prüfen der Reinheit der inneren Oberfläche der Teile des Kraftstoffeinspritzsystems verwendeten Einrich- 4 AT 501 659 B1 tungen, der mit der Meßflüssigkeit in Kontakt ist, im voraus gewaschen wird, wobei die Waschlösung verwendet wird, die ein Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen umfaßt.
Weiters ist das Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen vorzugsweise ein saures, alkalisches oder organisches Lösungsmittel, und eine solche Reinigung unter Verwendung des Lösungsmittels zum Lösen von Fremdteilchen wird vorzugsweise mehrmals wiederholt, wobei verschiedene Arten von Lösungsmitteln oder die gleiche Art Lösungsmittel verwendet wird.
Fig. 1 ist eine Vorderansicht einer Filtriereinrichtung. Fig. 2 illustriert die Anordnung jedes Teils einer Meßeinrichtung.
Die vorliegende Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
In den Fig. 1 und 2 bezeichnet 1 eine zu prüfende Metallprobe mit großer Wandstärke und kleinem Durchmesser als Teil des Kraftstoffeinspritzsystems; 2 bezeichnet eine Meßflüssigkeit, die auf der inneren Umfangsfläche der Probe fließt; 3 bezeichnet einen Trichter, der die Meßflüssigkeit 2 enthält; 4 bezeichnet ein Filter, das mit einer Öffnung an einem unteren Teil des Trichters verbunden ist; 5 bezeichnet einen Glasbehälter, der filtrierte Meßflüssigkeit enthalten soll; 6 bezeichnet eine Filtriereinrichtung, die aus dem Trichter 3, dem Membranfilter 4 und dem Glasbehälter 5 besteht; 7 bezeichnet einen Waschbehälter, der filtrierte Meßflüssigkeit enthalten soll, die zum Prüfen verwendet wird; 8 bzw. 9 bezeichnen eine Austrittsöffnung bzw. eine Einspritzöffnung, die offen sind an beiden Enden der Teile des Kraftstoffeinspritzsystems als zu prüfender Probe; 10 bezeichnet eine Klemme zum Einklemmen und Sichern der zu prüfenden Probe; und 11 bezeichnet die äußere Umfangsfläche der zu prüfenden Probe.
Der Trichter 3, das Membranfilter 4, der Glasbehälter 5 und der Waschbehälter 7 werden nicht nur für die Meßflüssigkeit 2 verwendet, sondern auch zum Waschen unter Verwendung eines Lösungsmittels zum Lösen von Fremdteilchen, das vor der Reinheitsprüfung durchgeführt wird, und für die Bereitung der Meßflüssigkeit selbst.
Die vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Teil der zum Prüfen der Reinheit der inneren Oberfläche der Hochdruckkraftstoffeinspritzleitung verwendeten Gruppe von Meßeinrichtungen, wie oben beschrieben, der mit der Meßflüssigkeit in Kontakt ist, oder die Einrichtungen als Ganzes vor der Reinheitsprüfung unter Verwendung einer Waschlösung gewaschen werden, die ein Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen enthält. Lösungsmittel vom Säure-Typ, wie Lösungsmittel vom Phosphorsäure-Typ und Lösungsmittel vom Oxalsäure-Wasserstoffperoxid-Typ werden hier für Fremdteilchen vom Eisen-Typ verwendet. Insbesondere kann das Produkt "CPL-200", hergestellt von Mitsubishi Gas Chemical Co., Inc., als ein Beispiel genannt werden, das bei einer Lösungsmitteltemperatur im Bereich von 10 bis 40°C verwendet wird. Für Metallteilchen vom Aluminium-Typ umfassende Fremdteilchen können Lösungsmittel vom Alkali-Typ, wie NaOH, bei einer Lösungsmitteltemperatur im Bereich von 10 bis 80°C verwendet werden. Weiters sind Lösungsmittel vom Säure-Typ, wie Salpetersäure, für organische Fremdteilchen zusätzlich zu den oben beschriebenen Lösungsmitteln vom Säure-Typ wirksam, und Alkohol, wie Methanol und Butanol, und organische Lösungsmittel, wie Methylenchlorid und n-Hexan, können für Fette und fette Öle verwendet werden, wobei alle diese Lösungsmittel bei einer Lösungsmitteltemperatur im Bereich von 10 bis 40°C verwendet werden.
Die oben beschriebenen sauren, alkalischen und organischen Lösungsmittel können verwendet werden, indem man sie nach Bedarf geeignet vermischt, vorausgesetzt, daß die gemischten Lösungsmittel vom gleichen Typ sind, und verschiedene Typen von Lösungsmitteln zum Lösen von Fremdteilchen können abwechselnd verwendet werden, wenn die Reinigung mehrmals wiederholt wird. Beispielsweise kann, in Abhängigkeit von den zu entfernenden Fremdteilchen, das Reinigen zuerst unter Verwendung eines Lösungsmittels vom Säure-Typ und dann unter 5 AT 501 659 B1
Verwendung eines Lösungsmittels vom Alkali-Typ durchgeführt werden. Alternativ dazu kann das Reinigen unter Verwendung von Lösungsmitteln der gleichen Art durchgeführt werden, z.B. kann zuerst unter Verwendung eines Lösungsmittels vom Phosphorsäure-Typ und dann unter Verwendung eines Lösungsmittels vom Oxalsäure-Wasserstoffperoxid-Typ gereinigt werden.
Verschiedene herkömmliche bekannte Verfahren können nach Bedarf angewendet werden, einschließlich Einspritzen einer Waschlösung bei hohem Druck und Eintauchen in eine Waschlösung.
Indem die Gruppe der Meßeinrichtungen unter Verwendung eines Lösungsmittels zum Lösen von Fremdteilchen, wie oben beschrieben, gewaschen wird, werden Fremdteilchen, wie Metallteilchen, organische Substanzen oder Fette und fette Öle mit einer Größe von etwa 200 bis 300 pm oder weniger, die in den Meßeinrichtungen hafteten, gelöst. Dies verhindert während einer später durchzuführenden Reinheitsprüfung das Auftreten von Fehlern bei Meßwerten aufgrund des Anhaftens von Fremdteilchen.
Beispiele
Beispiel 1: Als zu prüfende Probe 1 wurde eine Hochdruckkraftstoffeinspritzleitung für einen Dieselmotor hergestellt, indem vorbestimmte Stellen eines Metallrohres mit einem Außendurchmesser von 6,4 mm, einem Innendurchmesser von 1,8 mm und einer Länge von 700 mm, bestehend aus JIS G3455 STS 370, gebogen wurden.
Als Waschlösung wurde ein Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen bereitet, indem 150 v/v% Salpetersäure, 400 v/v% Schwefelsäure und Eisenchlorid von 50 g pro Lösung von 1 Liter zu 400 v/v% Phosphorsäure zugesetzt wurden.
Weiters wurde eine Meßflüssigkeit 2 zum Prüfen der Reinheit der inneren Oberfläche der zu prüfenden Probe 1 im voraus bereitet, indem Verunreinigungen in Leichtöl durch eine Filtriereinrichtung 6, bestehend aus einem Trichter 3, in Fig. 1 gezeigt, einem Membranfilter 4 mit Durchtrittslöchern von 0,65 pm und hergestellt aus gemischten Celluloseestem, und einem Glasbehälter 5, der durch das Filter filtriertes Leichtöl enthalten soll, entfernt wurden. Dabei wurde jeder Teil, der die Filtriereinrichtung 6 bildet, vor dem Filtrieren des Leichtöls separat unter Verwendung von Aceton gewaschen, nach dem Trocknen für 10 Minuten bei 23°C einem Waschprozeß unter Verwendung des Lösungsmittels zum Lösen von Fremdteilchen, das die oben genannte Zusammensetzung aufwies, unterworfen, weiters unter Verwendung von ultrareinem Wasser gewaschen und in einem reinen Ofen getrocknet und in einem Reinraum zu der Filtriereinrichtung 6 zusammengebaut.
Dann wurde, wie in Fig. 2 gezeigt, eine separate Filtriereinrichtung 6 bereitgestellt, die aus einem Trichter 3, einem Membranfilter 4 mit einem Durchmesser von 47 mm und Durchtrittslöchern von 3 pm und hergestellt aus gemischten Celluloseestem, und einem Glasbehälter 5 bestand.
Die oben beschriebene separate Filtriereinrichtung wurde auch vorgesehen, indem jeder Teil, der die Filtriereinrichtung 6 bildet, vor der Messung der Reinheit der inneren Oberfläche der zu prüfenden Probe 1 separat unter Verwendung von Aceton gewaschen wurde, wobei nach dem Trocknen für 10 Minuten bei 23°C ein Waschprozeß unter Verwendung des Lösungsmittels zum Lösen von Fremdteilchen, das die oben genannte Zusammensetzung hatte, durchgeführt wurde, weiters unter Verwendung von ultrareinem Wasser gewaschen und in einem reinen Ofen getrocknet und in einem Reinraum zu der Filtriereinrichtung 6 zusammengebaut wurde.
Dann wurde die zu prüfende Probe 1 durch die Klemme 10 in einem Zustand fixiert, bei dem die Meßflüssigkeitsaustrittsöffnung 8 der Hochdruckkraftstoffeinspritzleitung für einen Dieselmotor als zu prüfende Probe 1 in den Trichter 6 der Filtriereinrichtung eingesetzt wurde, welche nach 6 AT 501 659 B1 dem Waschen auf die oben beschriebene Art und Weise zusammengebaut worden war, und wobei die Meßflüssigkeitseinspritzöffnung 9 der zu prüfenden Probe 1 oberhalb der Stelle positioniert wurde, an der die Meßflüssigkeitsaustrittsöffnung 8 eingesetzt war.
Die gesamte Menge so bereitete Meßflüssigkeit 1, die der zehnfachen Innenkapazität der zu prüfenden Probe 1 entsprach und in dem Waschbehälter 7 enthalten war, wurde in die zu prüfende Probe 1 eingespritzt, und Fremdteilchen aus Eisen vermischt mit der Meßflüssigkeit 2, die aus der Meßflüssigkeitsaustrittsöffnung 8 austraten, wurden durch das Membranfilter 4 aufgefangen.
Als nächstes wurden die Eisen-Fremdteilchen, die durch die Reinigung der inneren Oberfläche der zu prüfenden Probe 1 extrahiert und durch das Membranfilter 4 aufgefangen worden waren, gesammelt und hinsichtlich der Gestalt, der Abmessungen und der Menge gemessen.
Das Ergebnis einer solchen Prüfung bezüglich der Reinheit der inneren Oberfläche der zu prüfenden Probe 1 bestand vorzugsweise darin, daß das Ausmaß der Streuung der Ergebnisse von 20 Zyklen von Tests, die an derselben Produktpartie durchgeführt wurden, signifikant kleiner war, d.h. ein Drittel von der, die bei einem herkömmlichen Prüfverfahren resultierte, bei dem kein Waschschritt unter Verwendung einer ein Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen umfassenden Waschlösung bei den Herstellungsschritten eingeschlossen war.
In diesem Fall erfolgte die Bestimmung anhand von Kriterien zur Bestimmung der Reinheit, wie sie in ISO 4406 und ISO WD12345, 1994, definiert sind.
Beispiel 2: Es wurde das gleiche Verfahren durchgeführt wie im Beispiel 1, außer daß eine Waschlösung verwendet wurde, die ein Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen unter Verwendung von "CPL-200", hergestellt von Mitsubishi Gas Chemical Co., Inc., das hauptsächlich aus einer Lösung vom Oxalsäure-Wasserstoffperoxid-Typ bestand, umfaßte. Dabei wurden genaue Ergebnisse wie im Beispiel 1 erhalten.
Beispiel 3: Es wurde das gleiche Verfahren durchgeführt wie im Beispiel 1, außer daß als Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen eine Waschlösung bereitet wurde, die aus 25 g Oxalsäure, 13 g Wasserstoffperoxid, 0,1 g Schwefelsäure und 1000 ml destilliertem Wasser bestand, und daß der Waschvorgang 40 Minuten bei 25°C durchgeführt wurde. Dabei wurden genaue Ergebnisse wie im Beispiel 1 erhalten.
Beispiel 4: Es wurde das gleiche Verfahren durchgeführt wie im Beispiel 1, außer daß eine Waschlösung bereitet wurde, die ein Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen umfaßte, bestehend aus kondensierter Phosphorsäure, einschließlich 75 % P205 von 100 v/v% und Schwefelsäure von 10 v/v%, und daß der Waschvorgang 10 Minuten bei 200°C durchgeführt wurde. Dabei wurden genaue Ergebnisse wie im Beispiel 1 erhalten, wobei keine organischen Fremdteilchen darunter waren.
Beispiel 5: Es wurde das gleiche Verfahren durchgeführt wie im Beispiel 1, außer daß als Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen eine Waschlösung bestehend aus 100 ml (1+1) Salpetersäure verwendet wurde; die zu prüfende Probe 1 für 5 Minuten in diese Waschlösung eingetaucht wurde; auf 80°C erhitzt wurde, bis die Menge der Lösung halbiert war; die Probe wieder in eine Waschlösung eingetaucht wurde, welche durch Zusetzen von 25 ml Salpetersäure zu 50 ml (1+1) Schwefelsäure erhalten wurde; und erhitzt wurde, bis 80°C erreicht waren, wo weißer Rauch von Schwefelsäure erzeugt wurde. Genaue Werte wurden wie im Beispiel 1 als Ergebnis der Messung der Gestalt, der Abmessungen und der Menge organischer Substanzen als Fremdteilchen erhalten.
Beispiel 6: Es wurde das gleiche Verfahren durchgeführt wie im Beispiel 1, außer daß die zu prüfende Probe 1 für 5 Minuten in eine Waschlösung eingetaucht wurde, die aus 100 ml (1+1) 7 AT 501 659 B1
Salpetersäure als Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen bestand; die Waschlösung auf 80°C erhitzt wurde, bis die Menge der Lösung halbiert war; nach dem natürlichen Abkühlen der Lösung 25 ml Salpetersäure zugesetzt wurden; die Probe weiter in eine Waschlösung eingetaucht wurde, die durch graduelles Zusetzen von Perchlorsäure mit einer Konzentration von 60 % in kleinen Mengen über 5 Minuten erhalten wurde; und die Probe erneut erhitzt wurde, bis 80°C erreicht waren, wo weißer Rauch von Perchlorsäure entstand, und dann mit einem Uhrglas abgedeckt wurde. Genaue Werte wurden wie im Beispiel 1 als Ergebnis der Messung der Gestalt, der Abmessungen und der Menge organischer Substanzen als Fremdteilchen erhalten.
Beispiel 7: Es wurde das gleiche Verfahren durchgeführt wie im Beispiel 1, außer daß als Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen eine Waschlösung bereitet wurde, die aus n-Hexan von einer Konzentration von 96 % bestand, und eine Waschlösung von Butanol von einer Konzentration von 99 % bereitet wurde und das Waschen 10 Minuten unter Verwendung jeder dieser Waschlösungen erfolgte. Dabei wurden in beiden Fällen als Ergebnis der Messung der Fette und fetten Öle als Fremdteilchen genaue Werte erhalten.
Beispiel 8: Es wurde das gleiche Verfahren durchgeführt wie im Beispiel 1, außer daß eine Hochdruckkraftstoffeinspritzleitung für einen Dieselmotor wie im Beispiel 1 als zu prüfende Probe 1 vorgesehen wurde und daß ein Waschvorgang 5 Minuten bei Raumtemperatur unter Verwendung einer Waschlösung durchgeführt wurde, die aus NaOH von einer Konzentration von 10 % als Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen bestand. Es wurden genaue Werte wie im Beispiel 1 als Ergebnis der Messung der Gestalt, der Abmessungen und der Menge der Al-Teilchen als Fremdteilchen erhalten.
Beispiel 9: Es wurde das gleiche Verfahren wie im Beispiel 1 durchgeführt, außer daß als Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen eine Waschlösung verwendet wurde, die durch Zusetzen von 25 g/l Oxalsäure, 13 g/l Wasserstoffperoxid und 0,1 g/l Schwefelsäure zu 100 ml (1+1) Salpetersäure erhalten wurde, und daß der Waschvorgang 30 Minuten bei 25°C durchgeführt wurde. Dabei wurden genaue Ergebnisse wie im Beispiel 1 erhalten.
Beispiel 10: Es wurde das gleiche Verfahren durchgeführt wie im Beispiel 1, außer daß als Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen eine Waschlösung verwendet wurde, die durch Zusetzen von 25 g/l Fluorwasserstoffsäure und 100 g/l Wasserstoffperoxid zu destilliertem Wasser erhalten wurde, und daß das Waschen 3 Minuten bei Raumtemperatur durchgeführt wurde. Dabei wurden genaue Ergebnisse erhalten wie im Beispiel 1.
Wie oben beschrieben, wird erfindungsgemäß ein Waschprozeß an Meßeinrichtungen, ausgenommen Stellen, die mit einer zu prüfenden Probe verbunden sind, vor einer Reinheitsprüfung unter Verwendung von Waschlösungen durchgeführt, die Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen umfassen, welche Lösungsmittel aus Säure-, Alkali- oder organischen Lösungsmitteln bestehen, vorzugsweise in mehreren Reinigungszyklen unter Verwendung verschiedener Typen von Lösungen oder der gleichen Art Lösung, wie oben beschrieben. Metallteilchen, wie Eisen und Aluminium, und Fremdteilchen aus organischen Substanzen und Fette und fette Öle, die eine Größe von etwa 200 bis 300 pm oder weniger haben, werden gelöst, um genaue Meßwerte bei der später durchgeführten Reinheitsprüfung zu ermöglichen.
Wie oben beschrieben, ist es erfindungsgemäß möglich, die Reinheit der inneren Oberfläche einer Hochdruckkraftstoffeinspritzleitung mit geringerer Streuung und hoher Reproduzierbarkeit zu messen, selbst wenn die geprüfte Probe eine Hochdruckkraftstoffeinspritzleitung ist, die zu einer vorbestimmten Gestalt gebogen wurde und eine Konfiguration aufweist, die Leitungsbetrieb ohne weiteres erlaubt.
Weiters ermöglicht die vorliegende Erfindung eine signifikante Reduktion hinsichtlich der Kosten und der Prüfschritte, weil keine spezielle Vorrichtung erforderlich ist.

Claims (8)

  1. 8 AT 501 659 B1 Es versteht sich, daß die obige Beschreibung nur der Illustration der Erfindung dient. Verschiedene Alternativen und Modifizierungen können von Fachleuten auf diesem Gebiet gefunden werden, ohne daß von der Erfindung abgewichen wird. Folglich soll die vorliegende Erfindung alle diese Alternativen, Modifizierungen und Abweichungen umfassen, die in den Umfang der beigefügten Ansprüche fallen. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Prüfen der Reinheit der inneren Oberfläche von Teilen eines Kraftstoffeinspritzsystems, wobei die innere Oberfläche der Kraftstoffeinspritzsystemteile mit einer Meßflüssigkeit gewaschen und anschließend die in der Meßflüssigkeit enthaltenen Fremdteilchen auf einem Filter gesammelt und die Gestalt, Abmessungen und Mengen der Fremdteilchen bestimmt werden, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Reinheitsprüfung ein oder mehrere mit der Meßflüssigkeit in Kontakt kommende Teile der für die Reinheitsprüfung verwendeten Meßeinrichtungen mit einer Waschlösung gewaschen werden, die ein Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen enthält.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Bereiten der für die Reinheitsprüfung verwendeten Meßflüssigkeit zumindest die mit ihr in Kontakt kommenden Teile der für ihre Herstellung verwendeten Einrichtungen mit einer Waschlösung gewaschen werden, die ein Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen enthält.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen aus der Gruppe bestehend aus sauren, alkalischen oder organischen Lösungsmitteln ausgewählt ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Waschen mit einem Lösungsmittel zum Lösen von Fremdteilchen mehrfach unter Verwendung unterschiedlicher Arten von Lösungen oder der gleichen Art von Lösung wiederholt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Lösungen vom Phosphorsäure-Typ oder Lösungen vom Oxalsäure-Wasserstoffperoxid-Typ zum Lösen eisenhaltiger Fremdteilchen verwendet werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Natriumhydroxid zum Lösen aluminiumhaltiger Fremdteilchen verwendet wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Lösungen vom Phosphorsäure-Typ oder Lösungen vom Oxalsäure-Wasserstoffperoxid-Typ zum Lösen organischer Fremdteilchen verwendet werden.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein organisches Lösungsmittel wie ein Alkohol zum Lösen von Fetten und fetten Ölen verwendet wird. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen
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