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Die Erfindung bezieht sich auf ein Surf brett mit einem Mast, einem darauf befestigten Segel, und einem Sitz. Derartige, aus dem Stand der Technik bekannte Surfbretter ermöglichen es auch Älteren, Behinderten oder lediglich wasserscheuen Menschen das Surferlebnis zu erfahren und zu geniessen.
Beispielsweise beschreibt die DE 41 34 697 AI ein segelbares Surfbrett, welches aus einem verbreiterten, geschlossenen Bootskörper besteht, der eine Mastaumahme für einen stehenden Mast, eine Schwertaufhahme, eine Ruderhalterung mit Ruder, und einen Sitz aufweist. Dabei ist der Sitz so ausgerichtet, dass der Surfer in Fahrtrichtung blickt.
Der stehende Mast mit dem daran befestigten Segel befindet sich vor dem Surfer, während das Ruder am Heck hinter dem Surfer angebracht ist.
Das Segeln mit einem derartigen Surfbrett wird jedoch oft als unbefriedigend empfunden, weil aufgrund der fixen Position des Surfers auf seinem Sitz keinerlei Einfluss auf die Fahrweise genommen werden kann. Auch können weder Sprünge noch andere akrobatische Einlagen vollzogen werden.
Die vorliegende Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, die mit den aus dem Stand der Technik bekannten Surfbrettern verbundenen Nachteile zu eliminieren, und ein Surfbrett vorzuschlagen, mit welchem ohne Aufgabe des Sitzkomforts Sprünge auf dem Wasser bzw. den Wellen ermöglicht werden.
Dieses Ziel wird mit einem Surfbrett der eingangs erwähnten Art dadurch erreicht, dass an der Unterseite des Surf bretts eine ausschwenkbare Klappe vorgesehen ist, die vom auf der Oberseite des Surfbretts befindlichen Surfers betätigt werden kann. Die Schwenkachse der Klappe steht im wesentlichen normal zur Längsachse des Surfbretts und zur Fortbewegungsrichtung. Die Klappe ist in Fahrstellung nicht ausgeklappt und liegt im wesentlichen parallel zum Surfbrett an dessen Unterseite an oder verschwindet in einer dafür vorgesehenen Ausnehmung.
In Sprungstellung ragt die Klappe von der Unterseite des Surfbretts ab, vorzugsweise in einem Winkel von etwa 90[deg.], und bewirkt durch den infolge der Strömung unmittelbar entstehenden Widerstand ein Heben des Bugs und bei hinreichend hoher Fahrgeschwindigkeit ein Abheben des Surfbretts von der Wasseroberfläche. Das schnelle Ausklappen der Sprungklappe erfolgt beispielsweise durch Federkraft, die nach Lösen einer Einrastvorrichtung über einen an der Oberseite des Surfbretts betätigbaren Hebel wirksam wird. Durch das Betätigen der Klappe können Sprünge erreicht werden, die ansonsten nur ein stehender Surfer durch plötzliche Lastumlagerung in Verbindung mit einem schnellen Verschwenken des Segels in Windrichtung erwirken kann.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Sitz seitlich verschiebbar ausgeführt.
Je nach Wind und Wellenlage kann der Surfer die Position des Sitzes auf dem Surfbrett verändern und durch diese Lastumlagerung eine optimale seitliche Neigung des Surfbrettes erzielen. Der Sitz kann dabei auf Schienen geführt sein, die um den Mast kreisförmig verlaufen. Über eine Arretiervorrichtung kann der Surfer den Sitz in der gewünschten Position fixieren.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung im Detail beschrieben. Dabei zeigt Fig. 1 eine erfindungsgemässes Surf brett mit einer ausschwenkbaren Klappe in , die Fig. 2 ein erfindungsgemässes Surfbrett von oben, die Fig. 3 den Seilzug mit Zahn und Vertiefungen im Surfbrett, die Fig. 4 einen Sitz mit Sicherheitsbügel und die Fig. 5 ein Pedal in Detailansicht.
Die Fig. 1 zeigt ein Surf brett 1 mit einem darauf drehbar gelagerten Mast 3 und einem auf dem Mast 3 befestigten Segel 4.
Durch Verdrehen des Masts 3 ändert sich auch die Ausrichtung des Segel 4 in Bezug auf die Windrichtung. Dabei sind die beiden Querbalken, an denen das Segel oben und unten befestigt ist, mit dem Mast fest verbunden. Zwischen dem im vorderen Bereich des Surfbretts 1 angeordneten Mast 3 und dem Heck des Surf bretts 1 befindet sich ein Sitz 2 für den Surfer. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist der Sitz 2 seitlich bewegbar auf Schienen 7 geführt.
Um den Abstand vom Mast 3 bzw. vor dem Sitz angeordnete Bedienungsvorrichtungen, zum Beispiel Pedale 8 für das Betätigen der erfindungsgemässen Klappe bzw. des Ruders 5, Lenkvorrichtung für das Segel konstant zu halten, weisen die Schienen 7 vorzugsweise einen kreisförmigen Verlauf um den Mast bzw. die diversen Betätigungsvorrichtungen.
Ein vom Sitz 2 aus betätigbares Ruder 5, das vorzugsweise unter dem Surfbrett angeordnet ist, ermöglicht die Steuerung des Surf bretts 1, ein vorzugsweise auf der Höhe vor dem Sitz bzw. unter dem Sitz angeordnetes Schwert sorgt für die nötige Stabilität des Surfbretts. Eine seitliche Verbreiterung des Surfbretts im Sitzbereich gleicht die ungleichmässige Lastverteilung aus und verhindert, dass der Sitzbereich unter Wasser gerät.
Diese seitlichen Verbreiterungen können entweder einstückig mit dem Surfbrett verbunden sein oder zum Zwecke leichterer Transportfähigkeit von diesem abnehmbar ausgestaltet sein.
Auf der Unterseite des Surf bretts befindet sich eine Klappe 6, die in Richtung Bug aufgeklappt werden kann und in aufgeklappten Zustand normal zum Surfbrett steht. Bei genügend grosser Fahrgeschwindigkeit bewirkt das plötzliche Aufklappen der Klappe 6 ein Heben des Bugs und infolge dessen ein Abheben des Surfbrettes von der Wasseroberfläche. Im dargestellten Ausfuhrungsbeispiel wird die Klappe 6 durch einen vorzugsweise gegen eine Feder 12 beaufschlagbaren Fusshebel 8 (Fig. 5), der über ein Zugseil oder Hebel mit der Klappe 6 verbunden ist, betätigt.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist eine vorgespannte Feder vorgesehen, die die Klappe 6 in die ausgeklappte Position bringt, nachdem beispielsweise durch Betätigung eines Fusshebels eine Einrastvorrichtung zwischen der Klappe und der Unterseite des Surf bretts gelöst wird. Sobald das Surf brett wieder auf die Wasseroberfläche auftrifft, klappt die Klappe 6 wieder in Fahrstellung ein und wird durch die Einrastvorrichtung fixiert. (Es ist nach wie vor unklar, wie das mit der vorgespannten Feder funktioniert, wo greift diese an, und wie erfolgt das Einklappen, gegen den Widerstand der Feder?) Die Feder kann anschliessend durch Betätigen eines Fusshebels wieder in einen vorgespannten Zustand gebracht werden, oder durch das gleichzeitige Einrasten eines an der Klappe befestigten Schnabels, Vorsprungs, Ausnehmung etc.
Denkbar wären selbstverständlich auch andere Betätigungsmechanismen der Klappe 6. Wesentlich ist lediglich das schnelle Aufklappen, während die Art und Weise des Aufklappmechanismus in vielerlei Gestalt ausgeführt werden kann. In bevorzugter Ausführungsform entspricht die Länge der Klappe 6 im wesentlichen der Breite des Surfbretts an der Stelle, wo diese angebracht ist. Dadurch kann einerseits die gesamte Breite zum Widerstandsquerschnitt beitragen, andererseits wird dadurch ein gleichmässiges Abheben des Surfbretts ermöglicht, d.h. es wird ein Kippen des Surf bretts verhindert. Die Klappe kann verschiedene Formen aufweisen, z.B. die Form eines rechteckigen Brettes, vorzugsweise aus dem selben Material wie das Surfbrett, die Form eines Paddels oder mehrerer in Abständen nebeneinander angeordneter Blätter etc..
Bei schwachem Wind, also wenn seine Stärke nicht für einen Sprung ausreicht, kann die Klappe als Bremse fungieren. Der auf Schienen 7 verschiebbare Sitz 2 kann über eine Arretiervorrichtung vom Surfer fixiert werden. Je nach Richtung und Stärke des Windes kann der Sitz auf die sich von der Wasseroberfläche abhebende Seite verschoben werden, um so die Schräglage des Surfbrettes möglichst zu minimieren. Die Betätigung des Segels 4 erfolgt über einen vorzugsweise geschlossenen Seilzug 14, der an einer mit dem Mast 3 fest verbundenen Rolle angreift und der händisch, über ein Lenkrad oder, wie in Fig. 1 gezeigt, über einen oder mehrere Griffe 15 betätigt wird, wobei der Seilzug 14 über zwei weitere Rollen entlang des Umfanges eines Dreiecks geführt wird und zumindest ein Griff 15 auf dem dem Surfer zugewandten Teil des Seilzugs 14 angeordnet ist.
An der Unterseite des Seilzuges 14 befindet sich mindestens ein Zahn 16, die in Vertiefungen 17 im Surfbrett gedrückt werden kann, um das Segel 4 bei konstantem Kurs zu fixieren. Die Steuerung des Ruders 5 kann z.B. über zwei Pedalhebel und damit verbundenen Seilen erfolgen. Insgesamt ergeben sich im dargestellten Ausführungsbeispiel drei Pedale, eines für die erfindungsgemässe Klappe 6 und zwei für das Ruder.
Um dem Surfer freie Sicht zu ermöglichen, kann das Segel entweder etwas höher gesetzt sein, so dass der Surfer unter dem Segel durchsieht, oder das Segel kann durchsichtig ausgeführt sein. Um die Stabilität des Mastes zu gewährleisten, kann dieser mittels zusätzlichen Seilen 9 in einer im wesentlichen fixen Position gehalten werden, die nur eine Verdrehung normal zur Surfbrettoberfläche ermöglicht.
Um zu verhindern, dass der Surfer während eines Sprunges vom Surfbrett fällt, ist der Sitz mit Armlehnen versehen, an die sich der Surfer im Notfall anhalten kann und die ein seitliches ins Wasserkippen verhindern. Auch ein Bügel 13, wie in Fig. 4 gezeigt, oder ein Gurt, der jedoch aufgrund der Ertrinkungsgefahr eine weniger bevorzugte Ausführungsform darstellt, wären denkbar. Griffe 10 erleichtern den Transport des Surfbretts und nach einem Überbordgehen das Besteigen des Surfbretts vom Wasser aus.
Der Sitz 2 steht vorzugsweise mit einem Mechanismus 11 in Wirkverbindung, der z.B. an der Unterseite des Sitzes vorgesehen ist. Sobald kein Gewicht mehr am Sitz lastet, bewirkt dieser Mechanismus 11 nach einer bestimmten Zeitspanne das automatische Einrollen des Segels und ein Ausklappen der Klappe.
Dadurch wird verhindert, dass das Surfbrett bei einem Überbordgehen des Surfers von diesem wegdriftet und der Surfer dem Surfbrett
5nicht mehr nachschwimmen kann. Dieser Mechanismus 11 besteht beispielsweise aus unter dem Sitz angebrachten Drucksensoren bzw. über Druck betätigbare Hebel, die über weitere Hebelmechanismen die Betätigung der Klappe und des Segels bewirken.