AT501796B1 - Verschlussvorrichtung - Google Patents
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Description
2 AT 501 796 B1
Die Erfindung betrifft eine Verschlussvorrichtung, die schlossseitig einen Lesekopf zum Lesen der Sperrinformation eines Schlüssels aufweist, wobei der Lesekopf an seiner Außenfläche eng beieinander liegend, eine erste und eine zweite außenliegende Kontaktfläche aufweist, die mit zugeordneten Kontaktflächen des Schlüssels in Kontakt bringbar sind, wodurch in der Schloss-5 elektronik ein Schaltstrom für die Aktivierung einer Aufweckelektronik zum Starten der Sende-und Empfangselektronik einschaltbar ist.
Derartige Verschlussvorrichtungen sind zB als I-Button-Reader bekannt und eine Anwendung ist beispielsweise in der AT 007 270 U1 beschrieben. 10
In der Praxis tritt bei derartigen Verschlussvorrichtungen das Problem auf, dass in feuchten Räumen wie zB Badeanstalten, Schwimmbädern, Sauna etc. die Feuchtigkeit zu einer Fehlfunktion führt. Beim Einbringen von Feuchtigkeit auf die Kontaktflächen des Lesekopfs führen Kriechströme dazu, dass die Schlosselektronik nicht richtig funktioniert. Dies tritt insbesondere 15 dann ein, wenn der Lesekopf mit einer sogenannten Aufweckelektronik verbunden ist, die bewirkt, dass im Ruhezustand das Schloss stromsparend betrieben werden kann, während die stromverbrauchende Sende- und Empfangselektronik erst dann eingeschaltet wird, wenn ein Schlüssel mit dem Lesekopf in Kontakt kommt. Für die Aufweckelektronik werden zB geringe Ströme eines Kondensators verwendet. Dieser Kondensator entlädt sich frühzeitig, wenn 20 Feuchtigkeit zu Kriechströmen führt.
Die AT 007 270 U1 zeigt ein Schloss mit motorischer Verriegelung, wobei ein Knopf in eingedrückter Stellung einen Aufweckschalter an einem Elektronikbord betätigt. Bei dieser Schlossart liegt der Elektronikteil im Inneren des Schlosses, sodass das Problem der eng beieinander 25 liegenden Kontaktflächen eines außenliegenden Lesekopfes nicht auftritt.
Auch der weitere Stand der Technik, wie er in der EP 1 201 532 A1 oder DE 197 56 341 A1 beschrieben ist, zeigt Schlösser mit einem anderen Aufbau als er bei der erfindungsgemäßen Konstruktion vorliegt. 30
Erfindungsgemäß wird das Problem dadurch gelöst, dass die Kontaktflächen des Lesekopfes in Ruhestellung spannungsfrei sind und dass die erste und/oder die zweite Kontaktfläche des Lesekopfes ein gefedertes Schaltelement ist, welches in Ruhestellung ausgeschaltet und unter dem Anpressdruck des Schlüssels zur Schaltung des Schaltstroms und Übertragung der 35 Schlüsselinformation eingeschaltet ist, dass die erste Kontaktfläche ringförmig und die zweite Kontaktfläche in der Mitte des Ringes angeordnet ist, und dass die erste und/oder zweite Kontaktfläche jeweils durch mehrere Kontaktflächen gebildet sind.
Weitere Merkmale sind den Ansprüchen, den Zeichnungen und der nachfolgenden Beschrei-40 bung zu entnehmen.
Fig. 1 zeigt eine Explosionsdarstellung eines Lesekopfes einer erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch einen Lesekopf mit dazugehörigem Schlüssel. 45 Die in Fig. 1 dargestellte Explosionsdarstellung zeigt ausschliesslich den Lesekopf. Die erste Kontaktfläche ist durch den Lesering 5 gebildet, der im Türblatt fest verschraubt sein kann. Im Inneren des Leserings 5 sitzt die Isolierplatte 3, in deren Zentralbohrung die zweite Kontaktfläche als Mittelkontaktstift 6 verschiebbar sitzt. Dieser Mittelkontaktstift 6 ist gegenüber der Isolierplatte 3 mittels eines O-Ringes 1 abgedichtet und steht unter dem Druck der Feder 7 über so die äußere Oberfläche der Isolierplatte 3 hervor. In Ruhestellung ist der innere Kontaktzapfen 9 des Mittelkontaktstiftes 6 in isolierender Entfernung zu dem Kontaktstift 8, der mit einer zur Schaltelektronik führenden Leiterplatte 10 verbunden ist. Ein weiterer Kontaktstift ragt durch die Leiterplatte 10 und einem weiteren Isolierelement 4 hindurch und steht mit dem Lesering 5 in leitender Verbindung. Zusätzlich befinden sich zwischen den Kontaktstiften 8 und der Leiterplat-55 te 10 jeweils Beilagscheiben 2.
Claims (3)
- 3 AT 501 796 B1 Erst wenn der Schlüssel in Form eines I-Buttons gegen das Mittelkontaktelement und gegen den Druck der Feder 7 in den Lesekopf hineingedrückt wird, kommt es zu einer Kontaktierung zwischen dem Mittelkontaktstift 6 und dem Kontaktstift 8 und damit zur Möglichkeit eines Stromflusses, der letztendlich die beiden Anschlüsse der Elektronik an der Leiterplatte 10 miteinander elektrisch leitend verbindet. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch den zusammengebauten Lesekopf der erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung in Ruhestellung, wobei zwischen Kontaktzapfen 9 des Mittelkontaktstiftes 6 und dem Kontaktstift 8 ein isolierender Abstand besteht. Bringt man nun einen Schlüssel 13 in Form eines I-Buttons in den Lesekopf ein, so wird ein Druck in Richtung 11 auf den Lesekopf ausgeübt, der den Mittelkontaktstift 6 gegen den Druck der Feder 7 mit dem Kontaktstift 8 in leitende Verbindung bringt. Über die beiden mit der Elektronik über die Leiterplatte 10 verbundenen Kontaktstifte 8, den Lesering, der Kontaktfläche 12 des I-Buttons, sowie den Mittelkontaktstift 6, wird der Stromkreis geschlossen, wodurch sich zB ein Kondensator einer Aufweckelektronik entladen kann und die Schlosselektronik aktiviert. Durch die ansonsten mechanische Trennung zwischen Mittelkontaktstift 6 und Kontaktstift 8 kann etwaige Feuchtigkeit die zwischen Lesering 5 und Mittelkontaktstift 6 vorhanden sein kann, zu keinerlei Fehlfunktion der Elektronik mehr führen. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Konstruktion liegt darin, dass der Benutzer beim Andrücken des Schlüssels ein Schaltgefühl bekommt, wenn er den geringen Federwiderstand der Feder 7 übenwinden muss. Patentansprüche: 1. Verschlussvorrichtung, die schlossseitig einen Lesekopf zum Lesen der Sperrinformation eines Schlüssels aufweist, wobei der Lesekopf an seiner Außenfläche eng beieinander liegend, eine erste und eine zweite außenliegende Kontaktfläche aufweist, die mit zugeordneten Kontaktflächen des Schlüssels in Kontakt bringbar sind, wodurch in der Schlosselektronik ein Schaltstrom für die Aktivierung einer Aufweckelektronik zum Starten der Sende-und Empfangselektronik einschaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktflächen des Lesekopfes in Ruhestellung spannungsfrei sind und dass die erste und/oder die zweite Kontaktfläche (5, 6) des Lesekopfes ein gefedertes Schaltelement ist, welches in Ruhestellung ausgeschaltet und unter dem Anpressdruck des Schlüssels (13) zur Schaltung des Schaltstroms und Übertragung der Schlüsselinformation eingeschaltet ist, dass die erste Kontaktfläche (5) ringförmig und die zweite Kontaktfläche (6) in der Mitte des Ringes angeordnet ist, und dass die erste und/oder zweite Kontaktfläche (5, 6) jeweils durch mehrere Kontaktflächen gebildet sind.
- 2. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kontaktfläche durch einen Mittelkontaktstift (6) gebildet ist, der unter Druck der Feder (7) verschiebbar und gegenüber dem Lesering (5) oder der dazwischen befindlichen Isolierplatte (3) durch eine Dichtung (1) abgedichtet ist.
- 3. Verschlussvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das gefederte Schaltelement aus einem Kontaktstift (8) und einem in Ruhestellung durch den Druck einer Feder (7) in einem isolierenden Abstand angeordneten Mittelkontaktstift (6) besteht, wobei sich die Kontaktflächen zwischen Kontaktstift (8) und Mittelkontaktstift (6) im Inneren des Lesekopfs befindet und durch Isolierplatte (3), Isolierelement (4) und/oder die Dichtung (1) gegenüber Umwelteinflüssen abgeschirmt ist. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
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| AT501796B1 true AT501796B1 (de) | 2007-10-15 |
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Family Applications (1)
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| AT11922005A AT501796B1 (de) | 2005-05-03 | 2005-07-14 | Verschlussvorrichtung |
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2006
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Also Published As
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