AT501845A2 - Verfahren zur punkt-raster-diagnose von störstellen im raum auf der grundlage der magnetischen flussdichte oder verwandter physikalischer grössen - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, das es ermöglicht, durch die Messung elektrischer, magnetischer oder elektromagnetischer Grössen in einem regelmässigen Punktraster, kombiniert mit einer speziellen mathematischen Auswertung der Messdaten (und allenfalls der grafischen Darstellung der Mess- und Auswerteergebnisse) biologisch relevante Störzonen im Raum zu erkennen, ihre Lage festzustellen, sie für geo- und elektrobiologische Fragestellungen quantitativ zu charakterisieren und zu bewerten. Das Vorhandensein von Störstellen im Raum mit biologischer Reizwirkung bis hin zu gesundheitsschädigender oder -fördernder Wirkung ist nicht nur altes Erfahrungswissen der Radiästhesie und Geomantie, sondern auch durch die neueste wissenschaftliche Forschung erwiesen. Die wissenschaftliche Untersuchung derartiger Stellen beschränkt sich grossteils auf Messungen biologischer bzw. medizinischer Parameter am Menschen, an Versuchstieren, an Pflanzen oder an Mikroorganismen. Während also für die Erfassung der Wirkung von Störstellen ein ausreichendes Repertoire an wissenschaftlichen Methoden zur Verfügung steht, sind die objektiven Möglichkeiten zur gezielten Auffindung und quantitativen Charakterisierung solcher Stellen bisher äusserst beschränkt. Angesichts der Zunahme solcher Stellen durch den flächendeckenden Einsatz elektrischer und elektronischer Technologien, besonders des Mobil- und Datenfunks mit gepulsten hochfrequenten Wellen, besteht dringender Bedarf, den Stand der einschlägigen Messtechnik weiterzuentwickeln. Der Begriff -Störstelle'' wird hier wertneutral im mathematisch-physikalischen Sinn verstanden. Die biologische Wirkung einer solchen Stelle auf eine bestimmte Person hängt erfahrungsgemäss stark von der individuellen Verfassung ab. Es soll daher mit dem Begriff "Störstelle" keine zwangsläufig beeinträchtigende biologische Wirkung unterstellt werden. Andererseits können sich nach dem hier beschriebenen Verfahren feststellbare Störstellen auch auf technische Systeme störend auswirken. Den fortgeschrittensten Wissensstand über objektive Messmöglichkeiten zur Erfassung von Störstellen oder -zonen im Gelände oder in Innenräumen hat die Geobiologie erarbeitet. Sie konzentriert sich allerdings auf geologisch und hydrologisch bedingte Störungen, wobei technisch bedingte Störungen weitgehend ausgeklammert bleiben. Das Methodenrepertoire der Geobiologie zur Detektion von Störungen umfasst insbesondere die Messung der magnetischen Flussdichte des Erdmagnetfeldes und die Messung der natürlichen Radioaktivität. Die fortgeschrittenste Methodik der Auswertung und Beurteilung solcher Messergebnisse besteht darin, sie über einem zweidimensionalen Koordinatennetz dreidimensional darzustellen und Zonen erhöhter Gradienten auszuweisen. Abgesehen von aufwändigen Apparaturen, die nur ausnahmsweise bei Forschungsarbeiten auf akademischem Niveau zum Einsatz kommen, erlauben die routinemässig verfügbaren einschlägigen Mess-Systeme nur eine relativ unpräzise Verortung der einzelnen Messergebnisse, die sehr stark vom Geschick und der Übung des Messtechnikers abhängt. Vor allem können die Gradienten nur einen Hinweis darauf geben, wo mit dem Auftreten von Störungsquellen im Raum zu rechnen ist. Eine präzise und verlässliche Identifikation solcher Quellen mit physikalischen Methoden war bisher nicht möglich. Deshalb müssen nach dem bisherigen Stand der Technik auch mehrere Verfahren wie z.B. die Messung der geomagnetischen Flussdichte und der natürlichen Radioaktivität kombiniert werden. Das hier beschriebene Verfahren löst die Aufgaben, 1. eine überall mit verhältnismässig einfachen Mitteln einsetzbare objektive Ermittlung von biologisch oder technisch wirksamen Störstellen und -zonen nach anerkannten physikalischen Messprinzipien zu ermöglichen, wobei 2. in der Regel die Messung einer einzigen physikalischen Grösse für eine verlässliche Diagnose ausreicht, 3. sowohl natürliche (geologisch, hydrologisch oder meteorologisch bedingte) als auch technische Störungen des elektromagnetischen Feldes im Raum erfasst werden und 4. eine präzise räumliche Festlegung (Verortung) und exakte mathematische Verarbeitung der Messdaten erfolgt. Der erfinderische Schritt des hier beschriebenen Verfahrens besteht darin, dass die geometrisch präzise verorteten Messdaten mit dem Instrumentarium der mathematisch-physikalischen Feldtheorie verarbeitet werden, wobei ein Ansatz auf der Grundlage der Maxwellschen Gleichungen der Elektrodynamik zur Anwendung kommt, der in der bisherigen einschlägigen Mess- und Datenanalysetechnik nicht bekannt ist und sich nicht in naheliegender Weise daraus ergibt. Die hier beschriebene Erfindung fusst auf der neuen Erkenntnis, dass biologische Reize, unter manchen Bedingungen auch technische Störungen, von solchen Punkten in Feldern ausgehen, die (nach der Poisson'schen Differentialgleichung) formal die Eigenschaften von Quellen oder Senken aufweisen, ohne den klassischen Quellen oder Senken des elektrischen Feldes (elektrischen Ladungen) zu entsprechen. Diese Erkenntnis wird in der Erfindung in der Form umgesetzt, dass der Laplace'sche Differentialoperator auf die aus den Messwerten interpolierte Funktion angewandt wird und durch anschauliche Darstellung der Ergebnisse eine Abbildung des Feldes erzeugt wird, in der Störpunkte und -zonen wie in einem Röntgenbild Sichtbarwerden. Ein neuartiges Merkmal der Erfindung besteht weiters darin, dass die Störwirkung solcher Störstellen mit Hilfe der Laplace'schen Ableitung als Quellstärke quantifiziert wird und somit die Grundlage für deren objektive Beurteilung gelegt wird. Selbst wenn man sich darauf beschränkt, nur die ursprünglichen Messwerte oder deren Gradienten nach dem beschriebenen Verfahren zu gewinnen und darzustellen, lassen sich die erhaltenen Ergebnisse im Hinblick auf Quellen oder Senken des Feldes und somit auf Störstellen interpretieren. Diese Art der Auswertung ist weiters deshalb nicht naheliegend, weil das Magnetfeld nach anerkannter physikalischer Lehre ein Wirbelfeld bildet und somit quellenfrei ist. Der hier gewählte innovative Ansatz ermöglicht jedoch durch die Wahl der magnetischen Flussdichte in einer Vorzugsrichtung als Grundlage der Auswertung und ihre formale Behandlung als Potential auch dann die Identifikation von Quellen und Senken, wenn das Verfahren von Messungen im Magnetfeld ausgeht. Da Magnetfelder biologische Gewebe durchdringen und biologisch besonders wirksame niederfrequente Signale übertragen, ist die Messung der Flussdichte im statischen und Ultra niederfrequenten Magnetfeld sogar bevorzugter Ausgangspunkt des hier beschriebenen Verfahrens, wenn biologisch relevante Feldstörungen erfasst werden sollen. Das Verfahren besitzt eben darin einen entscheidenden Vorteil, der gegenüber dem bisherigen Stand der Mess- und Auswertetechnik neu und auch nicht daraus ableitbar ist. Insgesamt wird durch diese Erfindung ein messtechnisches Verfahren begründet, das von der Datengewinnung bis zur Datenanalyse in sich geschlossen ist. Es ermöglicht in seiner Gesamtheit eine verlässliche quantitative Aussage über Störstellen im Raumfeld und deren klare, anschauliche Darstellung. Die übliche Darstellung der magnetischen Flussdichte als vektorielle Grösse umfasst zweierlei Angaben: 1. den magnetischen Kraftfluss, dessen Richtung durch die zugrundeliegende Stromrichtung bestimmt wird, und 2. die Dichte der entsprechenden Feldlinien auf einer senkrecht zur Flussrichtung gelegenen Fläche. Diese Dichte ist ihrem Wesen nach eine skalare Grösse. Deshalb kann für eine gegebene Flussrichtung (oder für die Komponente des magnetischen Flusses in einer bestimmten Raumrichtung) die zugehörige Dichte als skalares Potential betrachtet und mit den Mitteln der Potential- und Feldtheorie behandelt werden. Nach der Poisson'schen Differentialgleichung ist die örtliche Quellstärke des aus diesem Potential abgeleiteten Gradientenfeldes proportional dem Ergebnis der Anwendung des Laplace'schen Differentialoperators auf ebendieses Potential. Dieses Ergebnis ist gleich der Divergenz des Gradientenfeldes. Ein divergenzfreies Feld ist quellenfrei und hinsichtlich der biologischen Wirkung störungsfrei. An jedem Punkt der Erde orientieren sich die dort lebenden Organismen elektromagnetisch an den örtlichen Verhältnissen des Magnetfeldes, d.h. an der örtlichen Richtung des magnetischen Kraftflusses und an dessen Dichte. Nach einem anerkannten Lehrsatz der Elektrodynamik ist die Divergenz einer Polarisation äquivalent einer Raumladung, die in polarisierbaren Medien auftritt, auch wenn sie äusseriich elektrisch neutral (ungeladen) sind. Diese Ladung ist daher äusserlich nicht elektrisch messbar. Aus den Maxwellschen Gleichungen lässt sich aber ableiten, dass die zeitliche Änderung einer solchen Raumladung (bekannt als Maxwellscher Verschiebungsstrom in einem Dielektrikum) gleich der Wirbeldichte einer Magnetisierung ist. Nach den neuesten Erkenntnissen der theoretischen Biophysik gelten derartige dielektrische Raumladungen bzw. Verschiebungsströme als primäre Informationsträger in biologischen Geweben. Die Magnetisierungswirkung der Verschiebungsströme äussert sich im Quellenverhalten des Betrages der auf eine bestimmte Raumrichtung (bzw. die Ebene senkrecht dazu) bezogenen magnetischen Flussdichte. Die punktuelle Auswertung dieser Grösse im untersuchten Ausschnitt des Raumes ergibt ein quantitatives Mass für die biologisch wirksame Störung am jeweiligen Punkt. Die als Grundlage des Verfahrens dienende Messung einer geeigneten physikalischen Grösse erfolgt in dem zu untersuchenden Ausschnitt des Raumes an geometrisch exakt bestimmten Orten. Der Ausschnitt des Raumes kann eindimensional (Gerade oder beliebige andere Linie), zweidimensional (Fläche von grundsätzlich beliebiger Gestalt) oder dreidimensional (Volumen von grundsätzlich beliebiger Gestalt) sein. Zweckmässig ist die Wahl einer regelmässigen geometrischen Gestalt (gerade Linie, Quadrat oder Rechteck, Quader oder Kubus) und gleichmässiger Abstände zwischen den Messpunkten, so dass diese einen regelmässigen Punktraster bilden. Jedoch kann man je nach Aufgabenstellung den zugrundeliegenden Raster variieren, z.B. derart, dass in einem besonders interessierenden Bereich des gewählten Raumausschnittes die Rasterpunkte dichter gewählt und in grösserer Entfernung von diesem Bereich verdünnt werden. Für die meisten Zwecke wird sich die Wahl einer ebenen quadratischen Fläche (z.B. der Abmessung 1 m x 1 m) in jener Höhe eignen, in der Störpunkte gesucht werden sollen (z.B. auf der Bettfläche bei Schlafplatzuntersuchungen, auf der Höhe der Arbeitsfläche oder in Kopfhöhe der Arbeitenden bei Arbeitsplatzuntersuchungen usw.). Im allgemeinen wird ein Abstand von 10 cm zwischen den Rasterpunkten ausreichen, in besonderen Fällen kann er z.B. auf 5 cm verringert werden. An den solcherart festgelegten Rasterpunkten wird nun nacheinander oder gleichzeitig die magnetische Flussdichte gemessen, indem eine oder mehrere Mess-Sonden, nach der gewünschten Raumrichtung orientiert, an diese Punkte geführt werden. Dies kann manuell oder maschinell gesteuert erfolgen, wobei je nach der Anzahl der verfügbaren Sonden die Rasterpunkte nacheinander einzeln angesteuert oder mehrere oder alle Rasterpunkte gleichzeitig mit Sonden beprobt werden. Als Messeinheit dient bevorzugt ein Magnetometer (Teslameter), das die magnetische Flussdichte in Richtung der Sonde für den gewählten Frequenzbereich anzeigt oder als digitales oder analoges Mess-Signal für die weitere elektronische Verarbeitung liefert. Die Raumrichtung für die Orientierung der Mess-Sonde(n) kann entweder so gewählt werden, dass an jedem Rasterpunkt die maximale magnetische Flussdichte erfasst wird, oder dass die Sonde jeweils einer fest vorgegebenen Raumrichtung folgt. Auf diese Art können auch an jedem Rasterpunkt die Komponenten der magnetischen Flussdichte in mehreren Raumrichtungen bestimmt werden, sinnvoller Weise in drei zueinander senkrechten Raumrichtungen wie z.B. in der Lotrechten und in der Waagrechten einmal in Nord-Süd-Richtung und ein weiteres Mal in Ost-West-Richtung. Daraus kann durch pythagoräische Addition der Gesamtbetrag der magnetischen Flussdichte errechnet werden. Der Frequenzbereich kann durch die Wahl und/oder Einstellung der Messeinheit derart festgelegt werden, dass man entweder das statische und quasistatische (ultra-niederfrequente) Magnetfeld erfasst (z.B. ein Messspektrum von 0-15 Hz), oder das niederfrequente Magnetfeld (z.B. in einem Bereich zwischen 15 Hz und 100 kHz) oder einen Ausschnitt aus dem hochfrequenten Spektrum. Bei der Messung des hochfrequenten Magnetfeldes wird man zweckmässiger Weise die in einer Spule oder Schleife induzierte Spannung als Messgrösse heranziehen, die in diesem Fall an die Stelle der magnetischen Flussdichte tritt. In Sonderfällen können andere Messeinheiten äquivalente Ergebnisse liefern. Beispielsweise kann man im Radiowellenbereich ein UKW-Feldbeugungsgerät einsetzen usw. Die weitere Verarbeitung der Messwerte wird durch eine elektronische Messwerterfassungseinheit (z.B. Datenlogger) wesentlich erleichtert, doch reicht auch eine manuelle Datenerfassung mit Hilfe eines Tabellenkalkulationsprogramms aus. Bei Verwendung eines Datenloggers und flächendeckendem Einsatz von Mess-Sonden lässt sich auch der zeitliche Verlauf der Messgrösse an den Rasterpunkten erfassen. Damit lassen sich die Messergebnisse nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich auflösen. Die in der 1. Stufe des Verfahrens erfassten Daten werden mit Hilfe eines Datenanalyseprogramms derart ausgewertet, dass a) die gemessenen Werte der magnetischen Flussdichte (oder verwandten physikalischen Grösse) selbst in der Form anschaulich dargestellt werden, dass unter Verwendung eines geeigneten Interpolationsprogramms Linien gleicher Flussdichte gezeichnet und allenfalls die zwischen ihnen liegenden Flächen farbig angelegt werden, oder die Messwerte im Schrägriss über der Grundfläche derart aufgetragen und allenfalls eingefärbt werden, dass ein dreidimensionales, anschauliches Bild ihrer Verteilung entsteht, b) die Änderung der Messgrösse zwischen zwei unterschiedlichen Zuständen des Messfeldes analog zu a) dargestellt wird (z.B. mit und ohne elektromagnetische Störquelle, mit und ohne Feldausgleichseinrichtung), wobei c) ihre ersten Ableitungen wie Gradienten, Richtungsableitungen usw. skalar (analog zu a) oder vektoriell (als Pfeilfeld) dargestellt werden, d) bei eindimensionaler Messung: ihre zweiten Ableitungen nach der Richtung der Linie, auf der sich die Messpunkte befinden; bei Messung über einer Fläche oder in einem Raumvolumen: derzweioder dreidimensionale Laplace-Operator (^/a^+d^[theta]y<2>bzw. a<2>/[theta]x<2>+a<2>/[theta]y<2>+a<2>/az<2>) auf die durch Interpolation der Messwerte gebildete Funktion angewandt und das Ergebnis analog zu a) dargestellt wird. Je nach Fragestellung können einzelne oder sämtliche der angeführten Auswertungen durchgeführt werden. Die Auswertung a) ist die Wiedergabe des vorgefundenen Messfeldes, aus der bereits Störungen durch Ungleichmässigkeiten des Abstandes der Linien gleicher Flussdichte abzulesen sind. (Fig. 1 zeigt den interpolierten Verlauf der Linien gleicher vertikaler magnetischer Flussdichte in einem Feld von 80 cm x 80 cm, in dessen Mitte sich ein aktiv betriebenes Mobiltelefon befindet. Die Linien sind im Wertebereich von 30 bis 50 Mikrotesla in Abständen von 1 Mikrotesla abgestuft. Die Koordinaten sind auf den Achsen in Meter angegeben.) Die Auswertung b) macht erkennbar, ob und inwieweit der zu untersuchende störende oder ausgleichende Einfluss das vorgegebene Feld (Prüffeld) verändert. (Fig.2 zeigt die Differenz zwischen dem in Fig. 1 dargestellten Feld und dem Hintergrundfeld, das ohne Mobiltelefon aufgenommen wurde. Die Linien sind im Wertebereich von -2,5 bis +2,5 Mikrotesla in Abständen von 0,5 Mikrotesla abgestuft.) Die Auswertung c) liefert tiefere Einblicke in die Struktur des Feldes. Es werden unter anderem - soferne eine vektorielle Darstellung erfolgt - Wirbelstrukturen erkennbar. (Fig. 3 zeigt die vektorielle Darstellung des Gradienten des in Fig. 1 dargestellten Potentials, wobei die Länge der Pfeile proportional dem Betrag des Gradienten ist.) Die Auswertung d) liefert schliesslich für die Messpunkte die jeweilige Quellstärke und somit ein quantitatives Mass für ihre Störwirkung. (Fig. 4 zeigt die entsprechende Darstellung des Feldes von Fig. 1. Die Linien sind im Wertebereich von -5000 bis 5000 *** ** NOTE: END OF DESCRIPTION MAY BE MIXED WITH CLAIMS
Claims (8)
1. Verfahren zur Punkt-Raster-Diagnose von Störstellen im Raum auf der Grundlage der magnetischen Flussdichte oder verwandter physikalischer Grössen, wie der magnetischen Feldstärke oder der elektrischen Feldstärke, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Messpunkt in einem horizontalen Punkt-Raster die Laplace'sche Ableitung der Messgrösse mindestens nach zwei die Messebene aufspannenden Richtungen gebildet und zur Kennzeichnung der biologisch wirksamen Reizstärke herangezogen wird, wobei diese durch den Absolutbetrag der Laplace'schen Ableitung in Millitesla je Quadratmeter oder in Mikrotesla je Quadratmeter angegeben wird.
1. Verfahren zur Erfassung der räumlichen Verteilung elektrischer, magnetischer oder elektromagnetischer Grössen bei bestimmten Frequenzen oder in bestimmten Frequenzbereichen, vorzugsweise der Vertikalkomponente der magnetischen Flussdichte, dadurch gekennzeichnet, dass die Messwerte an den Punkten eines regelmässigen (gleichmässigen oder nach bestimmten Gesetzmässigkeiten festgelegten) ein-, zwei- oder dreidimensionalen Punktrasters mit manuell oder automatisch geführten Sonden gemessen werden und die mittels Interpolation der Messwerte gewonnenen Niveaulinien über der vom Punktraster abgedeckten Linie oder Fläche (im dreidimensionalen Fall in einzelnen Schichten) in der Art der Fig. 1 dargestellt werden und aus der Variation des Abstandes der Niveaulinien auf biologisch oder technisch relevante Störungen geschlossen wird.
1. ein natürlich und/oder technisch geprägtes Hintergrundfeld,
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Messung in einem horizontalen Punkt-Raster auf mehreren übereinander liegenden Ebenen durchgeführt und in die Laplacesche Ableitung auch die zweite Ableitung der Messgrösse in der Richtung senkrecht zu den Messebenen einbezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die aus den Messwerten mittels Interpolation gewonnene Funktion dreidimensional über der vom Punktraster abgedeckten Fläche dargestellt wird und aus der Variation der Neigung der Funktion (Potentialfläche) auf biologisch oder technisch relevante Störungen geschlossen wird.
2. ein technisch hergestelltes gleichmässiges Hintergrundfeld oder
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterschied zwischen der zweidimensionalen und der dreidimensionalen Laplaceschen Ableitung der vertikalen magnetischen Flussdichte zur Unterscheidung zwischen natürlich und technisch bedingten Störungen herangezogen wird, indem dieser Unterschied im natürlichen Magnetfeld verschwindet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Messwerten des Feldes, das unter einer störenden oder ausgleichenden Wirkung eines Untersuchungsobjektes steht, und den Messwerten eines Vergleichsfeldes die Differenzen
gebildet, interpoliert und statt der Messwerte im Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 nach Art der Fig. 2 oder dreidimensional dargestellt werden und daraus auf die gegenüber dem Vergleichsfeld störende oder ausgleichende Wirkung des Untersuchungsobjektes geschlossen wird.
3. ein technisch hergestelltes ungleichmässiges Hintergrundfeld sein.
Ein Feld vom Typ 1 ermöglicht die Untersuchung der störenden oder ausgleichenden Wirkung auf den natürlich und/oder technisch geprägten Hintergrund (zunächst können Störungen im Hintergrund selbst festgestellt werden). Ein Feld vom Typ 2 ermöglicht es, Stör- und Entstörwirkungen unabhängig von einem in der Realität zu erwartenden ungleichmässigen Hintergrund festzustellen. Ein Feld vom Typ 3 kann als Prüffeld eingesetzt werden, um störende oder ausgleichende Wirkungen durch die Ungleichmässigkeiten des Hintergrundfeldes zu verstärken.
PATENTANSPRÜCHE:
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine technischen Quelle wie z.B. ein Mobiltelefon oder ein anderes elektrisch oder elektronisch betriebenes Gerät oder ein magnetischer Gegenstand in das Messfeld, vorzugsweise in dessen Mitte, bei dreidimensionaler Messung vorzugsweise auf einer Messebene mittlerer Höhe, gebracht und die dadurch hervorgerufene biologische Reizstärke bestimmt wird.
NACHGEREICHT
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass statt der Messwerte die Gradienten der aus der Interpolation der Messwerte resultierenden Potentialfunktion gebildet und dem Betrage nach analog zur Fig. 1 bzw. dreidimensional oder vektoriell nach Art der Fig. 3 dargestellt werden und aus der Änderung des Betrages und der Richtung der Gradienten auf biologisch oder technisch relevante Störungen geschlossen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein zur Verbesserung der biologischen Verträglichkeit bestimmtes Objekt alleine oder in Verbindung mit einer technischen Quelle wie z.B. einem Mobiltelefon oder einem anderen elektrisch oder elektronisch betriebenen Gerät oder einem magnetischen Gegenstand, in das Messfeld, vorzugsweise in dessen Mitte, bei dreidimensionaler Messung vorzugsweise auf einer Messebene mittlerer Höhe, gebracht und die dadurch hervorgerufene Änderung der biologischen Reizstärke bestimmt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass statt der Messwerte die Ableitungswerte, die man durch Anwendung des Laplace'schen Differentialoperators auf die aus der Interpolation der Messwerte resultierende Potentialfunktion erhält, gebildet, interpoliert und statt der Messwerte im Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 nach Art der Fig. 4 oder dreidimensional dargestellt werden und aus den Ableitungswerten, besonders der Verteilung und der Anordnung der Punkte mit erhöhtem Betrag der Ableitung, auf biologisch oder technisch relevante Störungen geschlossen wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Messung ein gleichmässiger Hintergrund des Magnetfeldes - entweder eine gleichmässige Feldstärke durch Helmholtz-Spulen oder ein gleichmässiger Gradient durch zwei an benachbarten Seiten des Messfeldes angeordnete Stabmagnete mit benachbarten ungleichnamigen Polen - geschaffen wird, um die Empfindlichkeit der Erfassung schwacher störender oder ausgleichender Wirkungen auf das Magnetfeld, d.h. einer Zunahme oder Abnahme der Reizstärke, zu erhöhen.
6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Messung ein gleichmässiger Hintergrund der Messgrösse mit technischen Mitteln (z.B. durch zweckmässige Anordnung von Permanentmagneten) geschaffen wird, um die Empfindlichkeit der Erfassung schwacher störender oder ausgleichender Wirkungen auf das Messfeld zu erhöhen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Messung ein ungleichmässiger Hintergrund des Magnetfeldes durch zwei an benachbarten Seiten des Messfeldes angeordnete Stabmagnete mit benachbarten gleichnamigen Polen geschaffen wird, um festzustellen, ob sich in diesem Fall die von technischen Quellen hervorgerufenen Reizstärken erhöhen oder zur Verbesserung der biologischen Verträglichkeit bestimmte Objekte in der Lage sind, eine solche Erhöhung der Reizstärke zu unterbinden oder die vorgegebene Reizstärke zu verringern.
HIEZU 4 BLATT ZEICHNUNGEN
7. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Messung ein ungleichmässiger Hintergrund der Messgrösse mit technischen Mitteln (z.B. durch zweckmässige Anordnung von Permanentmagneten) geschaffen wird, um störende Wirkungen auf das Messfeld zu verstärken oder ausgleichende Wirkungen zur Geltung zu bringen.
HIEZU 4 BLATT ZEICHNUNGEN
Ein Feld vom Typ 3 kann als Prüffeld eingesetzt werden, um störende oder ausgleichende Wirkungen durch die Ungleichmässigkeiten des Hintergrundfeldes zu verstärken. Ein Hintergrundfeld mit starker Ungleichmässigkeit des Feldgradienten kann durch zwei an benachbarten Seiten des Messfeldes angeordnete Stabmagnete mit benachbarten gleichnamigen Polen erzielt werden.
PATENTANSPRÜCHE:
8
NACHGEREICHT
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