AT501916A4 - Einrichtung zum erwärmen eines flüssigen mediums - Google Patents
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Description
11120/C/SR Fernwärme Wien Gesellschaft m.b.H. Beschreibung Einrichtung zum Erwärmen eines flüssigen Mediums Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Erwärmen eines flüssigen Mediums, insbesondere Trinkwasser, mit einem Behälter aus dem über eine Zapfleitung das erwärmte Medium abgegeben wird und in dem zur indirekten Beheizung des zu erwärmenden Mediums eine Heizschlange angeordnet ist, der das Heizmedium , insbesondere heisses Wasser, über eine Leitung zufuhrbar ist, wobei im Heizkreis, ein über einen Istwertfühler steuerbares Absperr bzw. Pegelventil (Thermostatventil) angeordnet ist. Das Heizwasser kann von einer Zentral- oder Etagenheizungsanlage oder von einem Fernwärmenetz oder einer Wärmepumpenanlage eingespeist werden. Bei einer Einrichtung der eingangs erwähnten Art (AT 397 144 B) wurde es bekannt, die Durchflussmenge des Heizwassers in Abhängigkeit von der Temperatur des aus der Heizschlange rücklaufenden Heizwassers zu regeln. Bei einer solchen Anlage bestimmt die Rücklauftemperatur des Heizwassers als Istwert die Durchflussmenge des Heizwassers, wobei der (einstellbare) Sollwert die maximale Rücklauftemperatur und damit indirekt den Sollwert der Trink-(Brauch) wassertemperatur bestimmt. Wenn es bei dieser bekannten Anlage auch gelingt, geringe Zuflussmengen an zu erwärmendem Medium - wie dies etwa bei geringer Zapfung von erwärmtem Medium (warmes Trinkwasser) auftritt - sofort durch Nachladen zur kompensieren, ist es wünschenswert, hier eine weitere Verbesserung zu erzielen. Dies ist erreichbar, wenn bei einer Einrichtung der eingangs erwähnten Art, gemäss der Erfindung, der Istwertfühler im Behälter und dort nahe dem Eintritt des zu erwärmenden Mediums in den Behälter angeordnet ist. Dadurch, dass bei dieser Anordnung, der Istwertfühler von in den Behälter eintretendem zu erwärmendem Medium (Trinkwasser) bei dessen Eintritt in den Behälter getroffen wird, wird das Absperr- bzw. Regelventil im Heizkreis praktisch verzögerungsfrei gegenüber dem Eintritt des zu erwärmenden Mediums in den Behälter geöffnet und das im Behälter befindliche Medium beheizt. Darüber hinaus ermöglicht es die erfindungsgemässe Einrichtung, dass das Ventil im Heizkreis geschlossen wird, sobald der Istwertfühler, der mit dem erwärmten Medium im Behälter in Kontakt steht, dem Ventil signalisiert, dass die für zulässig erkannte Solltemperatur erreicht ist. Damit wird ausgeschlossen, dass das erwärmte Medium überhitzt wird, wenn die Temperatur des Heizmediums höher ist als die Grenztemperatur auf die das zu beheizende Medium im Behälter aufgeheizt werden darf. In der Praxis ist die Temperatur des zu erwärmenden Trinkwassers mit 60[deg.]C begrenzt, darf jedoch nicht unter 50[deg.]C fallen, da unter dieser Temperatur ein rasches Wachstum von Legionellen auftritt, wobei ab 60[deg.]C keine Voraussetzungen mehr für ein Legionellenwachstum gegeben sind, jedoch höhere Temperatur als 60[deg.]C sich wegen der dann auftretenden Kalkablagerungen und bei verzinkten Behältern wegen des Ausfällens von Zink verbieten. Bei Temperaturen bis 60[deg.]C besteht ausserdem keine Verbrühungsgefahr. Besonders zweckmässig ist es, wenn in weiterer Ausgestaltung der Erfindung der Istwertfühler in einem in den Behälter ragenden Rohr angeordnet ist, das über Bohrungen mit dem Inneren des Behälters verbunden ist und an welches die Zufuhrleitung des zu erwärmenden Mediums angeschlossen ist. Durch diese Massnahme wird ein besonders intensiver Kontakt zwischen dem in den Behälter eintretenden zu erwärmenden Medium und dem Istwertfühler erzielt, der dem Erfassen der Ist-Temperatur forderlich ist. Um dem Entstehen eines "Kältesees" an der tiefsten Stelle des Behälters durch rechtzeitiges Nachladen vorzubeugen, ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, den Istwertfühler nahe der tiefsten Stelle des Behälters anzuordnen. Der Behälter für das erwärmte Medium kann als liegende, d.h. mit ihrer Längsachse horizontal angeordnete Flasche ausgebildet sein. Die im Rücklauf des Heizmediums noch vorhandene Wärme kann - zumindest zum Teilzur Erwärmung des kalten Trinkwassers vor seinem Eintritt in den Behälter ausgenutzt werden, wozu in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen ist, dass die Zufuhrleitung für das zu erwärmende Medium in den Behälter an einen Wärmetauscher angeschlossen ist, der vom Rücklauf des Heizmediums aus der in dem Behälter angeordneten Heizschlange mit Heizmedium beaufschlagt wird. Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen, Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Einrichtung und Fig. 2 in gegenüber Fig. 1 vergrössertem Massstab, das in Fig. 1 mit A bezeichnete Detail. Das in der Zeichnung dargestellte Ausfiihrungsbeispiel hat lediglich erläuternden Charakter und schränkt die Erfindung nicht auf dieses dargestellte Ausführungsbeispiel ein. In der Zeichnung ist mit 1 die Zulaufleitung für kaltes Trinkwasser bezeichnet, das in einem Behälter 7 indirekt über eine Heizschlange 8 durch die das Heizmedium strömt, erwärmt wird. Das erwärmte Medium 5 im Behälter 1 wird über eine Zapfleitung 2 abgezogen. In der Zapfleitung 2 ist ein Absperrhahn 6 angeordnet. Der Heizschlange 8 wird das Heizmedium, insbesondere heisses Wasser, über eine Leitung 3 zugeführt. Im Heizkreis ist ein über einen Istwertfühler 10 steuerbares Absperr- bzw. Regelventil (Thermostatventil) 9 angeordnet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Absperr- bzw. Regelventil 9 in der Zulaufleitung 3 für das Heizmedium angeordnet. Das Absperr- bzw. Regelventil 9 könnte stattdessen jedoch auch im Rücklauf 4 des Heizmediums angeordnet sein. Das Absperrventil 9 ist ein Ventil, das zwei Stellungen (offen oder geschlossen) einnehmen kann und dient dieses Ventil auch zur Durchflussmengenregelung des Heizmediums für die Warmhaltung der Vorlauf leitung auf min. 55 [deg.]C. Der Istwertfühler 10 ist im Behälter 7 und dort nahe dem Eintritt des zu erwärmenden Mediums in den Behälter 7 angeordnet. Der Istwertfühler 10 ist in einem in den Wärmetauscher 7 ragendes Rohr 11 DN25 angeordnet. Dieses Rohr 11 steht über Bohrungen 14 in seinem Mantel mit dem Inneren des Behälters 7 in Verbindung. An das Rohr 11 ist die Zufuhrleitung 12 für das zu erwärmende Medium 5 angeschlossen. Der Istwerfühler 10 ist nahe der tiefsten Stelle ¯ 50 mm um über der am tiefsten liegenden Erzeugenden des Behälters 7 angeordnet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Behälter 7 für das erwärmte Medium 5 als liegende, d.h. mit ihrer Längsachse horizontal angeordnete Flasche, ausgebildet. Das Fassungsvermögen solcher Flaschen beträgt bevorzugt ¯ 7,0 1. Die Zufuhrleitung 12 für das zu erwärmende Medium in den Behälter 7 ist an einen Wärmetauscher 13 angeschlossen, der vom Rücklauf 4 des Heizmediums aus der in den Behälter 7 angeordneten Heizschlange mit Heizmedium beaufschlagt wird. Auf diese Weise gelingt es, das Kalttrinkwasser vor seinem Eintritt in den Behälter 7 aufzuheizen, unter Verwendung der noch im Rücklauf des Heizungsmediums enthaltenen Wärme. Die Solltemperatur am Absperrventil 9 wird bevorzugt auf 60[deg.]C eingestellt. Sobald der Istwertfühler 10 im Behälter 7 diese Temperatur erfühlt, wird das Absperr- bzw. Regelventil 9 geschlossen. Dadurch wird vermieden, dass selbst, wenn das Heizmedium eine Temperatur besitzt, die höher als 60[deg.]C ist, das im Behälter 7 befindliche erwärmte Medium 5 über die Temperatur von 60[deg.]C hinaus aufgeheizt wird.
Claims (5)
1. Einrichtung zum Erwärmen eines flüssigen Mediums (5), insbesondere Trinkwasser, mit einem Behälter (7) aus dem über eine Zapfleitung (2) das erwärmte Medium (5) abgegeben wird und in dem, zur indirekten Beheizung des zu erwärmenden Mediums, eine Heizschlange (8) angeordnet ist, der das Heizmedium, insbesondere heisses Wasser, über eine Leitung (3) zufuhrbar ist, wobei im Heizkreis ein über einen Istwertfühler (10) steuerbares Absperr- bzw. Regelventil (Thermostatventil) (9) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Istwertfühler (10) im Behälter (7) und dort im Einströmbereich des zu erwärmenden Mediums in den Behälter (7) angeordnet ist.
1. Einrichtung zum Erwärmen eines flüssigen Mediums (5), insbesondere Trinkwasser, mit einem Behälter (7) aus dem über eine Zapfleitung (2) das erwärmte Medium (5) abgegeben wird und in dem, zur indirekten Beheizung des zu erwärmenden Mediums, eine Heizschlange (8) angeordnet ist, der das Heizmedium, insbesondere heisses Wasser, über eine Leitung (3) zuführbar ist, wobei im Heizkreis ein über einen Istwertfühler (10) steuerbares Absperr- bzw. Regelventil (Thermostatventil) (9) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Istwertfühler (10) im Behälter (7) und dort nahe dem Eintritt des zu erwärmenden Mediums in den Behälter (7) angeordnet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Istwertfühler (10) in einem in den Behälter (7) ragenden Rohr (11) angeordnet ist, das über Bohrungen (14) mit dem Inneren des Behälters (7) verbunden ist und an welches die Zufuhrleitung (12) des zu erwärmenden Mediums (5) angeschlossen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Istwertfühler (10) in einem in den Behälter (7) ragenden Rohr (11) angeordnet ist, das über Bohrungen (14) mit dem Inneren des Behälters (7) verbunden ist und an welches die Zufuhrleitung (12) des zu erwärmenden Mediums (5) angeschlossen ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Istwertfühler (10) im tiefsten Bereich des Behälters (7) angeordnet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Istwertfühler (10) nahe der tiefsten Stelle des Behälters (7) angeordnet ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (7) für das erwärmte Medium (5) als liegende, d.h. mit ihrer Längsachse horizontal angeordnete Flasche ausgebildet ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (7) für das erwärmte Medium (5) als liegende, d.h. mit ihrer Längsachse horizontal angeordnete Flasche ausgebildet ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhrleitung (12) für das zur erwärmende Medium in den Behälter (7) an einen Wärmetauscher (13) angeschlossen ist, der vom Rücklauf (4) des Heizmediums aus der in dem Behälter (7) angeordneten Heizschlange (8) mit Heizmedium beaufschlagt wird.
A 860/2005 11120/C/Wp
Fernwärme Wien Ges. m.b.H.
Patentansprüche
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhrleitung (12) für das zur erwärmende Medium in den Behälter (7) an einen Wärmetauscher (13) angeschlossen ist, der vom Rücklauf (4) des Heizmediums aus der in dem Behälter (7) angeordneten Heizschlange (8) mit Heizmedium beaufschlagt wird.
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NACHGEREICHT
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