AT502046B1 - Schallabsorbierendes element, verfahren zu seiner herstellung und zellulose-fördereinrichtung - Google Patents

Schallabsorbierendes element, verfahren zu seiner herstellung und zellulose-fördereinrichtung Download PDF

Info

Publication number
AT502046B1
AT502046B1 AT0134004A AT13402004A AT502046B1 AT 502046 B1 AT502046 B1 AT 502046B1 AT 0134004 A AT0134004 A AT 0134004A AT 13402004 A AT13402004 A AT 13402004A AT 502046 B1 AT502046 B1 AT 502046B1
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sound
lower layer
absorbing element
wall
cellulose
Prior art date
Application number
AT0134004A
Other languages
English (en)
Other versions
AT502046A4 (de
Inventor
Herwig Dipl Ing Hengsberger
Wolfgang Ing Lackner
Original Assignee
Zellulosedaemmstoffproduktion
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Family has litigation
First worldwide family litigation filed litigation Critical https://patents.darts-ip.com/?family=35124398&utm_source=google_patent&utm_medium=platform_link&utm_campaign=public_patent_search&patent=AT502046(B1) "Global patent litigation dataset” by Darts-ip is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License.
Application filed by Zellulosedaemmstoffproduktion filed Critical Zellulosedaemmstoffproduktion
Priority to AT0134004A priority Critical patent/AT502046B1/de
Priority to EP05450133.3A priority patent/EP1624122B2/de
Priority to AT05450133T priority patent/ATE528451T1/de
Application granted granted Critical
Publication of AT502046A4 publication Critical patent/AT502046A4/de
Publication of AT502046B1 publication Critical patent/AT502046B1/de

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04FFINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
    • E04F21/00Implements for finishing work on buildings
    • E04F21/02Implements for finishing work on buildings for applying plasticised masses to surfaces, e.g. plastering walls
    • E04F21/06Implements for applying plaster, insulating material, or the like
    • E04F21/08Mechanical implements
    • E04F21/12Mechanical implements acting by gas pressure, e.g. steam pressure
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/62Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
    • E04B1/74Heat, sound or noise insulation, absorption, or reflection; Other building methods affording favourable thermal or acoustical conditions, e.g. accumulating of heat within walls
    • E04B1/82Heat, sound or noise insulation, absorption, or reflection; Other building methods affording favourable thermal or acoustical conditions, e.g. accumulating of heat within walls specifically with respect to sound only
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/62Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
    • E04B1/74Heat, sound or noise insulation, absorption, or reflection; Other building methods affording favourable thermal or acoustical conditions, e.g. accumulating of heat within walls
    • E04B1/82Heat, sound or noise insulation, absorption, or reflection; Other building methods affording favourable thermal or acoustical conditions, e.g. accumulating of heat within walls specifically with respect to sound only
    • E04B2001/8263Mounting of acoustical elements on supporting structure, e.g. framework or wall surface
    • E04B2001/8272Resiliently mounted wall cladding acting as a diaphragmatic sound damper

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Description

2 AT 502 046 B1
Die Erfindung betrifft ein schallabsorbierendes Element zur Aufbringung an einer Decke oder Wand, vorzugsweise an der Innenseite einer Gebäudeaußenwand, ein Verfahren zu seiner Herstellung, sowie eine Zellulose-Fördervorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. 5 Schallabsorbierende Elemente, die an Wänden oder Decken befestigbar sind, spielen in der Bautechnik eine wichtige Rolle zur Dämpfung von Umgebungslärm sowie zur Beeinflussung des Frequenzganges von Räumen. Insbesondere kann mit schallabsorbierenden Elementen die Nachhallzeit von Räumen verkürzt und die Bildung von Resonanzschall, der durch ungünstige Dimensionierung oder Geometrie des Raumes hervorgerufene stehende Wellen verursacht io wird, verringert werden. Dabei ist die Bedämpfung von Frequenzen unter 100 Hz oftmals mit erheblichem Aufwand verbunden bzw. hatte bislang ein unbefriedigendes architektonisches Erscheinungsbild zur Folge.
Schallabsorbierende Elemente nach dem Stand der Technik sind vielfach als Plattenresonato-15 ren aufgebaut, wie beispielsweise in der EP 0 811 097 beschrieben. Der in diesem Dokument offenbarte Plattenresonator zur breitbandigen Bedämpfung von Räumen umfasst eine dünne Frontplatte aus Metall, die bei Schallwellen unter 125 Hz zur Resonanzschwingung anregbar ist, weiters eine Rückenplatte aus einem Elastomer, sowie eine vollflächige feste Verbindung zwischen Frontplatte und Rückenplatte, z.B. durch doppelseitiges Klebeband, und schließlich 20 eine allseitig durch die Rückenplatte geschlossene, den seitlichen Schalleintritt in die Rückenplatte nicht behindernde Berandung. Dieser Plattenresonator ist durch Kantenbefestigungen an der Decke oder Wand befestigbar.
Nachteilig an diesem bekannten schallabsorbierenden Element ist die Tatsache, dass es nur in 25 kleinen Räumen zufriedenstellende Wirkung entfalten kann, sofern man nicht in Kauf nimmt, dass das schallabsorbierende Element ähnlich groß wie die Wand oder Decke dimensioniert wird, an der es befestigt wird. Da letzteres aus optischen und praktischen Gründen kaum durchführbar ist, kann das schallabsorbierende Element nur „punktuell“ im Raum wirken. Ein weiterer Nachteil des bekannten schallabsorbierenden Elementes liegt darin, dass seine Befestigung 30 sehr sorgsam und gegebenenfalls unter Verwendung von schwingungsdämpfenden Elementen zu erfolgen hat, um nicht selbst Ursache von Resonanzschwingungen zu werden, die zu unangenehmen Störgeräuschen führen können. Bei der Befestigung der bekannten schallabsorbierenden Elemente an Wand oder Decke besteht auch die Gefahr der Bildung von Schallbrücken, indem auf das schallabsorbierende Element auftreffender Schall über die Befestigungselemente 35 an das Mauerwerk weitergeleitet wird. Schließlich ist bei dem bekannten schallabsorbierenden Element auch problematisch, dass es im Fall der Aufbringung an der Innenseite einer Gebäudeaußenwand als Innendämmung ohne Dampfsperre wirkt und infolge Taupunktsverlagerung zur Kondensatbildung an der Grenzschicht zum Mauerwerk führen kann. Es kann dadurch zu Schimmelbildung kommen. Die genannten Feuchtigkeitsprobleme werden umso größer, je 40 größer der Flächenanteil der bekannten schallabsorbierenden Elemente im Vergleich zur Summe der Wand- und Deckenflächen ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bei den bekannten schallabsorbierenden Elementen auftretenden Probleme zu lösen. 45
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch Bereitstellung eines schallabsorbierenden Elementes mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargelegt. so Die JP 2003-056171 A zeigt eine schall- und schwingungsdämpfende Bodenkonstruktion, die den folgenden auf einem Grund aufzubringenden Aufbau aufweist: Eine Folie als Dampfsperre, Schwingungsdämpfungselemente und darauf liegende Balken, die parallel im Abstand voneinander ausgebildet sind, so dass dazwischen Hohlräume entstehen, eine auf den Balken angeordnete Schallisolierungsschicht, und eine auf der Schallisolierungsschicht aufliegende Holzes platte. Die Hohlräume sind zur Verhinderung von Hohlraumresonanzen mit Schallabsorptions- 3 AT 502 046 B1 material gefüllt, das Zellulose als Bestandteil aufweist. Dieses Schallabsorptionsmaterial liegt frei in den Hohlräumen und ist insbesondere nicht mit der Holzplatte verbunden. Dieser Bodenaufbau unterscheidet sich somit wesentlich von dem erfindungsgemäßen schallabsorbierenden Element. 5
Das erfindungsgemäße schallabsorbierende Element zur Aufbringung an einer Decke oder Wand, vorzugsweise an der Innenseite einer Gebäudeaußenwand, mit seinem Aufbau aus einer Unterschicht mit Zellulose als Hauptbestandteil und einer mit der Unterschicht flächig verbundenen Oberschicht aus einem Material, das ein höheres spezifisches Gewicht als die io Unterschicht aufweist, wirkt als breitbandiger Plattenresonator, der großflächig Schall aufnimmt, wobei die Nachgiebigkeit des Zellulosematerials der Unterschicht und die elastische Masse der Oberschicht Zusammenwirken, um Schall breitbandig zu dämpfen. Die Oberschicht ist in einem gewissen Ausmaß elastisch. Das schallabsorbierende Element ist sowohl auf ebenen als auch auf unebenen bzw. gekrümmten Flächen aufbringbar. 15
Es kann erwähnt werden, dass bekannt ist, dass eine offenliegende, zur Wärmedämmung auf Wänden und Decken aufgespritzte Zellulosedämmschicht auch eine akustische Dämpfungswirkung aufweist, die sich jedoch nur in höheren Frequenzbereichen bemerkbar macht. Ein breitbandiges Schallabsorptionsverhalten über den gesamten bauakustisch relevanten Frequenzbe-20 reich ist mit den bekannten offenliegenden Zellulosedämmschichten jedoch nicht zu erzielen.
Neben den hervorragenden akustischen Absorptionseigenschaften weist das erfindungsgemäße schallabsorbierende Element den großen Vorteil auf, dass es sich über die gesamte Fläche von Wänden oder Decken von Räumen erstrecken kann und dadurch weder in architektoni-25 scher Hinsicht störend wirkt noch Platz verstellt. Das erfindungsgemäße schallabsorbierende Element zeichnet sich durch hohe Sorptionsfähigkeit aus, wobei die aufgenommene Feuchtigkeit wieder an die Umgebungsluft abgegeben wird, so dass Tauwasserbildung vermieden wird.
In einer Fortbildung des erfindungsgemäßen schallabsorbierenden Elements ist seine Ober-30 Schicht als Putzschicht ausgebildet, wobei mineralische Putze bevorzugt werden. Alternativ dazu kann die Oberschicht aus Bauplatten, wie Holz-, Gips- oder Gipskartonplatten, gebildet werden. Das schallabsorbierende Element stellt sich in diesen Fällen als Wand dar, die wie gewöhnliche Wände behandelt werden kann, beispielsweise durch Aufbringung eines Anstriches. 35
Zur genauen Einstellung des Frequenzganges des erfindungsgemäßen schallabsorbierenden Elements, d.h. in welchem Frequenzbereich es seine schallabsorbierende Wirkung entfaltet, ist in einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, die Oberschicht mit Schall-Durchtrittsöffnungen zu versehen. Durch Anzahl, Dimensionierung und Form der Schall-40 Durchtrittsöffnungen kann der Frequenzgang exakt eingestellt werden. Alternativ oder ergänzend kann zur Einstellung des Frequenzganges die Oberschicht in voneinander schwingungsmäßig entkoppelte Bereiche unterteilt sein.
Erfindungsgemäß ist weiters vorgesehen, den Frequenzgang des schallabsorbierenden Ele-45 mentes außer durch Variation der Dicke und/oder der Bindemittelzugabe auch durch Veränderung der Dichte der Unterschicht durch Verwendung von in einer bestimmten Sieblinie gesiebten Zellulose einzustellen. Bestimmt wird die Sieblinie durch die Hintereinander-Anordnung von Sieben unterschiedlicher Maschenweite, denen die zu siebende Zellulose zugeführt wird. Durch Veränderung des Mahlvorganges bei der Produktion der Zelluloseflocken kann die Faserlänge so derart variiert werden, dass die Menge der durch die jeweiligen Siebsätze gelangenden Zellulosepartikel in dem gewünschten Bereich liegt.
Zur guten Aneinander-Anhaftung der Zellulosepartikel werden der Unterschicht bei ihrer Aufbringung Bindemittel zugegeben. Vorzugsweise ist die dynamische Steifigkeit der Unterschicht 55 durch die Menge und Art der zugegebenen Bindemittel eingestellt. Die dynamische Steifigkeit 4 AT 502 046 B1 der Unterschicht beeinflusst wiederum den Frequenzgang des schallabsorbierenden Elementes. Die zugegebenen, vorzugsweise organischen, Bindemittel umfassen entweder pulverförmige, durch Wasser aktivierbare Bindemittel, oder Flüssigkeitskleber, wie Latexkleber oder Kleber auf Polyvinylacetet-Basis. 5
Da Zellulose ein organischer Werkstoff ist, der unter ungünstigen klimatischen Bedingungen von Schimmelpilz befallen werden kann, ist in einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, Fungizide zur Unterschicht beizumischen. Ebenso können zur Erzielung von brandhemmenden Eigenschaften Brandschutzmittel, wie z.B. Borate, der Unterschicht zugeschlagen werden. 10
Gemäß der Erfindung besteht zwischen Unterschicht und Oberschicht eine flächige, vorzugsweise vollflächige Verbindung. Diese flächige Verbindung kann durch Vorsehen einer Bindeschicht mit guter Haftwirkung zwischen Unterschicht und Oberschicht unterstützt werden. 15 Um zu verhindern, dass durch Aneinanderstoßen des schallabsorbierenden Elementes und benachbarter Gegenstände oder Wände Schallbrücken entstehen, oder die mechanische Schwingungsfähigkeit der Oberschicht beeinträchtigt wird, ist in einer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass an den Umfangsrändern zumindest teilweise Schallentkopplungselemente angeordnet sind. Schaumstoffbänder oder Elastomerbänder leisten in dieser Hinsicht 20 gute Dienste. Ebenso können die genannten Schallentkopplungselemente verwendet werden, um die Oberschicht in mehrere voneinander schwingungsmäßig entkoppelte Bereiche zu unterteilen.
Die Erfindung bietet auch ein Verfahren zur Herstellung eines schallabsorbierenden Elementes 25 auf einer Wand, das gekennzeichnet ist durch das Aufbringen, insbesondere Aufspritzen, einer Unterschicht aus mit Bindemitteln und gegebenenfalls Zuschlagstoffen, wie Fungizide und/oder Brandschutzmittel, versetzten Zellulosepartikeln, auf die Wand; soweit erforderlich, das Verfestigenlassen der Unterschicht; und das Aufbringen einer Oberschicht auf der Unterschicht unter flächigem Verbinden der Unterschicht mit der Oberschicht, wobei die Oberschicht ein 30 höheres spezifisches Gewicht hat als die Unterschicht.
Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich durch einfache Handhabung und große Flexibilität aus und ist auch auf unebenem Untergrund sehr gut durchführbar. 35 Bevorzugt werden die Zellulosepartikel der Unterschicht durch Aufspritzen auf der Wand oder Deckenunterseite aufgetragen, wobei in einer Ausgestaltung der Erfindung die Zellulosepartikel vor dem Aufträgen mit einem Kleberschaum vermischt werden, der gleichzeitig als Transportmaterial dient und für Bindungsfestigkeit unter den Zellulosepartikeln sorgt. Alternativ dazu werden die Zellulosepartikel vor dem Aufträgen auf die Wand mit Wasser vermischt. 40
Um eine zuverlässige Haftung zwischen der Wand und der Unterschicht des erfindungsgemäßen schallabsorbierenden Elementes zu gewährleisten, kann es unter Umständen erforderlich sein, vor dem Aufträgen der Unterschicht eine haftungsverbessernde Grundierungsschicht, insbesondere Bindemittelschicht, auf die Wand aufzutragen. Es ist auch möglich die Unter- 45 Schicht durch das Herstellen von Unterschichtplatten in Fabriken auszubilden, indem die mit Bindemitteln versetzte Zellulose in Rahmen eingebracht und darin trocknen gelassen wird, anschließend die Platten aus den Rahmen entnommen und zur Baustelle transportiert und dort mithilfe eines Klebers o. dergl. an der Wand oder Decke angebracht werden, worauf die Oberschicht aufgebracht werden kann. 50
Um die akustischen Absorptionseigenschaften einzustellen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, Schalldurchtrittslöcher in der Oberschicht auszubilden und/oder die Oberschicht in voneinander schwingungsmäßig entkoppelte Bereiche zu unterteilen. 55 Um zu verhindern, dass zwischen dem schallabsorbierenden Element und benachbarten Ge- 5 AT 502 046 B1 genständen, insbesondere Wände oder Decken, Schallbrücken entstehen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, Schallentkopplungselemente zur Definierung eines Umfangsrandes des schallabsorbierenden Elementes und gegebenenfalls zur Schwingungsentkopplung zwischen zu unterteilenden Bereichen der Oberschicht anzuordnen. Die Schallentkopplungselemente werden 5 zweckmäßig noch vor dem Aufträgen der Unterschicht platziert, wozu sich Schaumstoffbänder bestens eignen. Alternativ können die Schallentkopplungsfugen auch nachträglich aus der Oberschicht gefräst und gegebenenfalls durch Schaumstoffbänder verschlossen werden.
In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden zum raschen Herstellen io einer ebenflächigen Unterschicht mit einer bestimmten Schichtdicke vor dem Aufbringen dieser Unterschicht in Abständen von beispielsweise 60 - 100 cm zueinander Abziehleisten auf dem Untergrund montiert. Danach wird das Material der Unterschicht aufgebracht. Unmittelbar nach dem Aufbringen der Unterschicht wird das überschüssige Unterschicht-Material durch ein an den Abziehleisten geführtes Abziehgerät, das vorzugsweise eine rotierende Walze umfasst, 15 abgezogen. Die Abziehleisten verbleiben auch nach dem Aushärten der Unterschicht in derselben und werden durch die Oberschicht abgedeckt. Diese Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens eignet sich sowohl zur Herstellung der Unterschicht auf einer Decken- als auch auf einer Wandfläche. 20 In einer Variante dieses Verfahrens werden in einem bestimmten Abstand zum Untergrund, d.h. zur Wand oder Decke, sowie in einem bestimmten Abstand zueinander parallele Führungsprofile zwischen Boden und Decke bzw. zwischen gegenüberliegenden Wänden bzw. zwischen Profilstehern verspannt. Dann wird in entsprechenden Führungsnuten der Führungsprofile das Abziehgerät eingehängt und entlang der Profile über den abzuziehenden Untergrund geführt, 25 um überschüssiges Unterschicht-Material abzuziehen. Es ist bevorzugt, das Abziehgerät motorisch vorzuschieben. Es ist weiters bevorzugt, die Führungsprofile motorisch verlagerbar anzuordnen, so dass eine halbautomatische Herstellung der Unterschicht durch eine Person möglich ist. Gegebenenfalls können die Führungsprofile in einem Führungsgestänge gelagert sein und das Führungsgestänge motorisch verschiebbar ausgebildet sein. 30
Eine erfindungsgemäße Fördervorrichtung weist eine Zuführeinheit zur Aufnahme von Zellulosematerial, einer Dosiereinheit zur Dosierung des zugeführten Zellulosematerials und einen Ventilator auf, um das dosierte Zellulosematerial zu einem Spritzkopf zu fördern. Um einen gleichmäßigen, kontinuierlichen Zellulose-Förderstrom zu erzielen, ist vorgesehen, dass die 35 Dosiereinheit eine Förderschnecke zur kontinuierlichen Förderung des Zellulosematerials aufweist, und dass der Ventilator an den Ausgang der Förderschnecke angeschlossen ist. Im Gegensatz zu den bekannten Fördervorrichtungen mit Zellenradschleuse sorgt die Förderschnecke für eine kontinuierliche Förderung des ihr zugeführten Zellulosematerials, wobei die Förderschnecke eine Homogenisierung des Förderstromes bewirkt. Durch die zusätzliche Maß-40 nähme, den Ventilator am Ausgang der Förderschnecke anzuordnen, wird das Zellulosematerial aus der Förderschnecke gesaugt, mit Frischluft versetzt und durch einen Auslass zu einem Spritzkopf geblasen. Mit der erfindungsgemäßen Fördervorrichtung können die bei den bekannten Fördervorrichtungen auftretenden gepulsten Förderströme verlässlich verhindert werden. 45 Einen guten Wirkungsgrad der erfindungsgemäßen Fördervorrichtung erzielt man, wenn der Ventilator als Radialventilator ausgebildet ist.
Um die Förderschnecke gleichmäßig mit Zellulosematerial zu beschicken, ist in einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fördervorrichtung vorgesehen die Dosiereinheit mit zumindest so zwei mit Paddeln versehenen Wellen auszustatten, wobei vorzugsweise benachbarte Wellen gegenläufig drehbar sind.
Um die Homogenität des Zellulose-Förderstroms weiter zu verbessern, ist es vorteilhaft, wenn der Dosiereinheit eine Zellulose-Auflockerungseinheit vorgeschaltet ist, die eine Vielzahl von 55 auf drehbaren Wellen angeordneten Paddeln umfasst. 6 AT 502 046 B1
Die Erfindung wird nun anhand von nicht einschränkenden Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen Fig. 1 einen Horizontalschnitt durch eine Gebäudeaußenwand und 5 ein an der Innenseite der Wand aufgebrachtes erfindungsgemäßes schallabsorbierendes Element, Fig. 2 eine Innenansicht einer Gebäudewand mit einem darauf aufgebrachten erfindungsgemäßen schallabsorbierenden Element, das schichtweise aufgeschnitten ist, Fig. 3 eine erfindungsgemäße Zellulose-Fördervorrichtung in der Perspektive, teilweise aufgeschnitten und in Explosionsansicht, Fig. 4 das Prinzip eines Spritzkopfes zur Verwendung bei der Herstellung io eines erfindungsgemäßen schallabsorbierenden Elements, Fig. 5 einen praxistauglichen Spritzkopf zur Verwendung bei der Herstellung eines erfindungsgemäßen schallabsorbierenden Elements, Fig. 6 ein Diagramm, das das Verhältnis der Gewichtsanteile verschiedener Partikelgrößen illustriert, und Fig. 7 ein Abziehgerät zum Abziehen überschüssigen Materials der Unterschicht. 15
Zunächst auf Fig. 1 Bezug nehmend ist darin in der Sicht von oben ein Horizontalschnitt durch eine Gebäudewand 7 und ein darauf aufgebrachtes erfindungsgemäßes schallabsorbierendes Element 1 dargestellt. Das schallabsorbierende Element 1 besitzt einen Aufbau aus einer Unterschicht 2 mit Zellulose als Hauptbestandteil und einer mit der Unterschicht 2 flächig verbun-20 denen Oberschicht 3 aus einem Material, das allgemein ein höheres spezifisches Gewicht als die Unterschicht 2 aufweist. Die Oberschicht 3 ist in zwei durch einen Zwischenraum 3a’ voneinander getrennte Bereiche 3, 3 unterteilt. Der Zwischenraum 3a’ könnte auch mit einem schwingungsentkoppelnden Element ausgefüllt sein. Aus Umweltschutzgründen ist es bevorzugt, dass die Zellulose einen relativ hohen Anteil an Altpapier enthält. Weiters sind der Zellulo-25 se Bindemittel zugegeben. Als Bindemittel können einerseits pulverförmige, durch Wasser aktivierbare Bindemittel, wie z.B. Maisstärke, verwendet werden. Als Bindemittel können andererseits auch Flüssigkeitskleber, wie Latexkleber oder Kleber auf Polyvinylacetet-Basis, eingesetzt werden. Ebenso können Schaumkleber verwendet werden. Durch die Menge der Bindemittelzugabe wird die dynamische Steifigkeit der Unterschicht 2 beeinflusst, die wiederum den 30 Frequenzgang des schallabsorbierenden Elementes beeinflusst. Zur Verhinderung von Schimmelbildung kann der Zellulose ein Fungizid, wie z.B. Ammoniumphosphat, beigegeben sein. Ebenso können flammhemmende Zuschläge, beispielsweise anorganische Brandschutzmittel auf Boratbasis, zugesetzt werden. 35 Die Dichte der Unterschicht 2 des schallabsorbierenden Elementes 1 wird neben der Art und Menge der Bindemittelzugabe durch Auswahl der durchschnittlichen Partikelgröße der Zellulose gemäß einer bestimmten Sieblinie eingestellt, womit die akustischen Eigenschaften des schallabsorbierenden Elements 1, aber auch die Qualität und mechanische Beanspruchbarkeit der Unterschicht 2 steuerbar sind. Die Sieblinie wird durch einen Satz von acht Sieben mit 20 cm 40 Durchmesser und unterschiedlichen Maschenweiten zwischen 4 und 0,045 mm bestimmt. Dabei ist festzustellen, dass die Dichte der Unterschicht mit steigendem Grobstoffanteil zunimmt. Die Sieblinie beeinflusst das Resonanzverhalten und damit das frequenzabhängige Schallabsorptionsverhalten der Unterschicht 2. Gute akustische Eigenschaften weist beispielsweise ein schallabsorbierendes Element auf, bei dem Zellulose mit Partikelgrößen im Bereich 45 der in Figur 6 dargestellten Sieblinie verwendet wurde.
Die Oberschicht 3 des schallabsorbierenden Elementes 1 kann als Putzschicht, insbesondere aus einem mineralischen Putz, ausgebildet sein. Damit kann das schallabsorbierende Element nach seiner Auftragung wie eine gewöhnliche Wand weiterbehandelt werden und weist hervor-50 ragende Aufnahmefähigkeit für Raumfeuchte auf. Bei anderen Anwendungsfällen kann es aus baulichen Gründen zweckmäßig sein, die Oberschicht 3 aus Bauplatten, wie Holz-, Gips- oder Gipskartonplatten, zu bilden.
Fig. 2 zeigt eine Innenansicht einer Gebäudewand 7 aus Ziegeln mit einem darauf aufgebrach-55 ten erfindungsgemäßen schallabsorbierenden Element 1, wobei das Element 1 aufgeschnitten 7 AT 502 046 B1 ist, um seinen Schichtaufbau darzustellen. Zunächst wird auf der Wand 7 ein schallentkoppelndes Element 4, wie z.B. ein Schaumstoffband, befestigt, das den Umfang und die Dicke des schallabsorbierenden Elements 1 definiert. Wenn die Wand 7 schlechte Haftfähigkeit aufweist, kann es erforderlich sein, eine Grundierungsschicht 6 aufzutragen, die im einfachsten Fall 5 Wasser zur Befeuchtung der Wand 7 umfasst, aber auch zusätzliche Bindemittel enthalten kann. Auf diese vorbereitete Wand ist durch Aufspritzen, wie untenstehend näher erläutert wird, die Unterschicht 2 aus Zellulose und Bindemitteln aufgetragen. Alternativ dazu können auch vorgefertigte Elemente aus Zellulose an der Wand angebracht werden. Es besteht eine vollflächige Bindung zwischen der Wand 7 und der Unterschicht 2. Auf der Unterschicht 2 ist eine io Bindeschicht 5 aufgetragen, auf die wiederum die Oberschicht 3 aufgetragen ist. Die Bindeschicht 5 kann beispielsweise dann erforderlich sein, wenn die Oberschicht 3 aus Bauplatten, wie Holz- oder Gipskartonplatten, besteht, um flächiges Anhaften der Oberschicht auf der Unterschicht zu gewährleisten. Bei der Herstellung wird auf die Unterschicht 2 zunächst vollflächig ein Kleber als Bindeschicht 5 gebracht, und anschließend werden die Bauplatten gegen die 15 Bindeschicht 5 angedrückt. Wenn die Oberschicht 3 als Putzschicht ausgeführt ist, kann zumeist auf die Bindeschicht 5 verzichtet werden, da der Putz gut an der Zellulose der Unterschicht anhaftet. Zur Herstellung der Oberschicht 3 wird in diesem Fall der Putzmörtel hündisch oder maschinell auf der Unterschicht 2 aufgetragen und anschließend abgezogen und die Putzmörteloberfläche verrieben. Die akustischen Dämpfungseigenschaften des schallabsorbie-20 renden Elementes 1 werden durch runde Schalldurchgangslöcher 3b und schlitzförmige Schalldurchgangslöcher 3a, die jeweils in der Oberschicht 3 ausgebildet sind, sowie das Breite-Höhenverhältnis der durch die Schaumstoffstreifen 4 gebildeten Felder eingestellt.
Das Verfahren zur Herstellung des schallabsorbierenden Elementes 1 auf der Wand 7 umfasst 25 das Aufbringen der Unterschicht 2 auf der Wand 7, wobei die Unterschicht 2 Zellulosepartikel als Hauptbestandteil aufweist, die mit Bindemitteln und gegebenenfalls Zuschlagstoffen, wie Fungiziden und/oder Brandschutzmittel, versetzt sind. Die Unterschicht 2 lässt man nach dem Aufträgen lufttrocknen und dadurch verfestigen. Anschließend wird auf der Unterschicht 2 die Oberschicht 3 so aufgebracht, dass eine flächige Verbindung zwischen der Unterschicht 2 und 30 der Oberschicht 3 herrscht.
Das bevorzugte Verfahren zum Aufbringen der Unterschicht 2 auf der Wand 7 ist ein Aufspritzverfahren, bei dem die Zellulose einem Spritzkopf zugeführt und mit Bindemitteln versetzt unter Druck auf die Wand aufgespritzt wird. 35
Versuche zum Aufspritzen der mit Bindemittel versetzten Zellulose auf eine Wand unter Verwendung herkömmlicher Einblasmaschinen, mit denen das Zellulosematerial zu dem Spritzkopf gefördert werden sollte, ergaben jedoch nicht die gewünschten Erfolge, da sich der Förderstrom als äußerst inhomogen erwies, was zu einer ungleichmäßigen Dichte und Dicke der Unter-40 Schicht führte. Die herkömmlichen Einblasmaschinen weisen einen Vorlagebehälter auf, in den zu transportierendes Material, wie z.B. Zelluloseflocken, eingebracht und durch ein Rührwerk aufgelockert wird. Unter dem Vorlagebehälter befindet sich eine Zellenradschleuse, die eine Anzahl von um den Umfang eines Rades verteilten Zellen mit vorgegebenem Volumen aufweist. Im Boden des Vorlagebehälters ist eine Abwurffläche ausgebildet, dessen lichte Weite 45 durch einen Schieber verstellbar ist. Durch die Abwurffläche fallen die Zelluloseflocken in die gerade unter der Abwurffläche befindliche Zelle des rotierenden Zellenrades und füllen die Zelle. Das Zellenrad fördert die Zelluloseflocken in einen Druckluftstrom, der sie weiter zum Spritzkopf transportiert. Aufgrund der Aufteilung der Zelluloseflocken in diskrete Zellen gelangen in den Druckluftstrom variierende Mengen an Zellulose, nämlich wenn sich eine Zelle in so den Druckluftstrom bewegt, anfangs wenige Zelluloseflocken und dann die Hauptmenge. Zwischen zwei Zellen versiegt der Strom an Zelluloseflocken vollends. Somit stellt sich bei den bekannten Einblasmaschinen ein getakteter Förderstrom ein.
Um den geschilderten Problemen abzuhelfen, war es daher erforderlich eine neuartige Förder-55 Vorrichtung zu entwickeln, die einen kontinuierlichen Förderstrom an Zellulose erzeugen kann. δ ΑΤ 502 046 Β1
Fig. 3 zeigt perspektivisch eine erfindungsgemäße Fördervorrichtung 10 zum Fördern von Zellulosematerial zu einem Spritzkopf. Die Fördervorrichtung 10 umfasst einen Zuführtrichter 11, in den gemahlene und gegebenenfalls mit pulverförmigen Bindemitteln versetzte Zelluloseflocken eingebracht werden (Pfeil A). Unter dem Zuführtrichter 11 befindet sich eine Auflocke-5 rungseinheit 12, in der eine Vielzahl von auf Wellen 13 angeordneten Paddeln 14 das Zellulosematerial auflockern und in Richtung des Pfeiles B (in der Zeichnung nach links) fördern, wo es durch eine Bodenöffnung in eine Dosiereinheit 15 fällt (Pfeil C). Die Dosiereinheit 15 umfasst zwei gegenläufige Wellen 16, auf denen Paddel (16a) aus Federstahl sitzen, die die zugeführten Zelluloseflocken in den Einzug einer Förderschnecke 18 drücken, die das Material kontinu-io ierlich einem Radialventilator 19 zuführt (Pfeil D), der die Zellulose aus der Förderschnecke ansaugt und mit Luft versetzt und das so erhaltene Zellulose -Luftgemisch weiter homogenisiert und an einem Ausgangsanschluss 20 abgibt (Pfeil E). Der Ausgangsanschluss 20 ist mit einem nicht dargestellten Schlauch verbindbar, dessen anderes Ende in einem Spritzkopf mündet. Die Wellen 16 und die Förderschnecke 18 werden von einem Elektromotor 17 angetrieben. 15
Fig. 4 zeigt schematisch einen Spritzkopf 21, dem das aus der Fördervorrichtung 10 (Fig. 3) abgegebene (Pfeil E) Zellulose-Luftgemisch axial zugeführt wird. Der Spritzkopf 21 ist doppelwandig ausgeführt und umfasst einen Außenmantel 22, der einen Innenmantel 23 konzentrisch umgibt. Der Außenmantel 22 weist zwei durch Absperrventile 25, 26 absperrbare Zuleitungen 20 G, H auf, durch die Wasser, Bindemittel, flüssige Zuschlagsstoffe oder Schaumkleber in den Ringraum zwischen Außenmantel 22 und Innenmantel 23 zugeführt werden können. Der Innenmantel 23 weist eine über die gesamte Mantelfläche verteilte Vielzahl von Durchtrittsöffnungen auf, so dass die durch die Zuleitungen G, H eingebrachten flüssigen Materialien in das Innere des Innenmantels 23 gelangen und sich dort mit dem axial geförderten Zellulose-25 Luftgemisch E verbinden können. Dieses Gemisch F wird axial durch die Spritzdüse 24 ausgespritzt, wo es sich als Unterschicht 2 an der Wand 7 anlagert.
Es sei erwähnt, dass beim Aufspritzverfahren entweder ein - in seiner Konsistenz rasierschaumartiger - Schaumkleber durch die Zuleitung H in den Spritzkopf 21 eingebracht wird, um 30 die Zellulose darin einzubetten und zu binden, oder Wasser, das mit Flüssigkleber vermischt ist, durch die Zuleitung 25 zugeführt wird, um die Zellulose möglichst gleichmäßig zu benetzen. Durch die zweite Zuleitung G können weitere Zuschlagstoffe in den Spritzkopf 21 eingebracht werden. 35 Fig. 5 zeigt ein derzeit bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Spritzkopfes 27 zum Aufspritzen einer Zellulose-Unterschicht auf eine Wand. Der Spritzkopf 27 ist mit einem Schlauch 30 verbunden, dessen anderes Ende an eine Fördervorrichtung anschließbar ist, um Zellulose zum Spritzkopf zu fördern und nach vorheriger Befeuchtung durch den Hohlraum 33 auszustoßen. Der Spritzkopf 27 besitzt eine kombinierte Innen- und Außenbefeuchtung in Form einer Mittel-40 düse 32 und ringförmig an der Außenseite des Spritzkopfes angeordneter Ringdüsen 31. Der Mitteldüse 32 ist über ein Absperrventil 29 Wasser-Kleber-Gemisch zuführbar. Den Ringdüsen 31 ist über ein Absperrventil 28 Wasser-Kleber-Gemisch zuführbar. Die beiden Absperrventile 28, 29 sind unabhängig voneinander regelbar, so dass die Durchsatzmengen des Wasser-Kleber-Gemisches zur Mitteldüse bzw. zu den Ringdüsen getrennt regelbar sind. 45
Zum raschen Herstellen einer ebenflächigen Unterschicht 2 mit einer bestimmten Schichtdicke können vor dem Aufbringen dieser Unterschicht 2 in Abständen von beispielsweise 60-100 cm zueinander Abziehleisten 42 auf dem Untergrund montiert werden, wie in Fig. 7 dargestellt. Danach wird das Material der Unterschicht aufgebracht, wie oben erläutert wurde. Unmittelbar so nach dem Aufbringen der Unterschicht 2 wird das überschüssige Unterschicht-Material durch ein an den Abziehleisten 42 geführtes Abziehgerät 40, das vorzugsweise eine rotierende Walze 41 umfasst, abgezogen. Die Abziehleisten 42 verbleiben auch nach dem Aushärten der Unterschicht 2 in derselben und werden durch die Oberschicht abgedeckt. Diese Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens eignet sich sowohl zur Herstellung der Unterschicht auf einer 55 Decken- als auch auf einer Wandfläche. Alternativ dazu können in einem bestimmten Abstand

Claims (19)

  1. 9 AT 502 046 B1 zum Untergrund, d.h. zur Wand oder Decke, sowie in einem bestimmten Abstand zueinander parallele Führungsprofile zwischen Boden und Decke bzw. zwischen gegenüberliegenden Wänden bzw. zwischen Profilstehern verspannt werden. Dann wird in entsprechenden Führungsnuten der Führungsprofile das Abziehgerät eingehängt und entlang der Profile über den 5 abzuziehenden Untergrund geführt, um überschüssiges Unterschicht-Material abzuziehen. Es ist bevorzugt, das Abziehgerät motorisch vorzuschieben. Es ist weiters bevorzugt, die Führungsprofile motorisch verlagerbar anzuordnen, so dass eine halbautomatische Herstellung der Unterschicht durch eine Person möglich ist. Gegebenenfalls können die Führungsprofile in einem Führungsgestänge gelagert sein und das Führungsgestänge motorisch verschiebbar io ausgebildet sein. Patentansprüche: 1. Schallabsorbierendes Element (1) zur Aufbringung an einer Decke oder Wand (7), vor zugsweise an der Innenseite einer Gebäudeaußenwand, gekennzeichnet durch einen Aufbau aus einer Unterschicht (2) mit Zellulose als Hauptbestandteil und einer mit der Unterschicht (2) flächig anhaftend verbundenen Oberschicht (3), die ein höheres spezifisches Gewicht als die Unterschicht aufweist. 20
  2. 2. Schallabsorbierendes Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberschicht (3) eine Putzschicht, insbesondere aus einem mineralischen Putz, vorzugsweise einem kunststoffvergüteten mineralischen Putz, umfasst.
  3. 3. Schallabsorbierendes Element nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberschicht (3) Bauplatten, wie Holz-, Gips- oder Gipskartonplatten, umfasst.
  4. 4. Schallabsorbierendes Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberschicht (3) Schall-Durchtrittsöffnungen (3a, 3b) aufweist 30 und/oder in voneinander schwingungsmäßig entkoppelte Bereiche unterteilt ist.
  5. 5. Schallabsorbierendes Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichte und die dynamische Steifigkeit der Unterschicht (2) und damit das Absorptionsverhalten durch Verwendung von in einer Sieblinie gesiebten Zellu- 35 lose eingestellt ist.
  6. 6. Schallabsorbierendes Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterschicht (2) Bindemittel zugegeben sind, wobei vorzugsweise die dynamische Steifigkeit der Unterschicht durch die Menge der zugegebenen Binde- 40 mittel eingestellt ist.
  7. 7. Schallabsorbierendes Element nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindemittel pulverförmige, durch Wasser aktivierbare, vorzugsweise organische Bindemittel, Schaumkleber oder Flüssigkeitskleber, wie Latexkleber oder Kleber auf Polyvinylacetet- 45 Basis, umfassen.
  8. 8. Schallabsorbierendes Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterschicht (2) Zuschlagstoffe, wie Fungizide und/oder Brandschutzmittel, enthält. 50
  9. 9. Schallabsorbierendes Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Unterschicht (2) und Oberschicht (3) eine Bindeschicht (5) vorgesehen ist.
  10. 10. Schallabsorbierendes Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch 1 0 AT 502 046 B1 gekennzeichnet, dass an den Umfangsrändern zumindest teilweise Schallentkopplungselemente (4) angeordnet sind.
  11. 11. Verfahren zur Herstellung eines schallabsorbierenden Elementes (1) an einer Decke oder 5 Wand (7), insbesondere an der Innenseite einer Gebäudeaußenwand, gekennzeichnet durch das Aufbringen, insbesondere Aufspritzen, einer Unterschicht (2) aus mit Bindemitteln und gegebenenfalls Zuschlagstoffen, wie Fungizide und/oder Brandschutzmittel, versetzten Zellulosepartikeln, auf die Decke oder Wand (7); soweit erforderlich das Verfestigenlassen der Unterschicht (2); io und das Aufbringen einer Oberschicht (3) auf der Unterschicht (2) unter flächigem Verbin den der Unterschicht mit der Oberschicht, wobei die Oberschicht ein höheres spezifisches Gewicht aufweist als die Unterschicht.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zellulosepartikel vor dem 15 Aufbringen auf die Wand mit einem Kleberschaum vermischt werden.
  13. 13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zellulosepartikel vor dem Aufbringen auf die Wand mit Wasser vermischt werden.
  14. 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Aufbringen der Unterschicht eine haftungsverbessernde Grundierungsschicht (6), insbesondere Bindemittelschicht, auf die Wand (7) aufgetragen wird.
  15. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, gekennzeichnet durch das Ausbilden von 25 Schalldurchtrittslöchern (3a, 3b) in der Oberschicht (3) und/oder das Unterteilen der Ober schicht (3) in voneinander schwingungsmäßig entkoppelte Bereiche.
  16. 16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15, gekennzeichnet durch das Anordnen von Schallentkopplungselementen (4) zur Definierung eines Umfangsrandes des schallabsor- 30 bierenden Elementes.
  17. 17. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Aufbringen der Unterschicht (2) in Abständen zueinander Abziehleisten (42) an der Wand oder Decke oder Führungsprofile in bestimmtem Abstand zur Wand oder Decke angeord- 35 net werden, und nach dem Aufbringen der Unterschicht überschüssiges Unterschicht- Material durch ein an den Abziehleisten oder Führungsprofilen geführtes Abziehgerät (40), das vorzugsweise eine rotierende Walze (41) umfasst, abgezogen wird.
  18. 18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Abziehgerät (40) moto- 40 risch vorgeschoben wird.
  19. 19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsprofile verschiebbar, insbesondere motorisch verschiebbar, sind. 45 20. Fördervorrichtung zum Aufbringen, insbesondere Aufspritzen, einer Unterschicht (2) aus mit Bindemitteln und gegebenenfalls Zuschlagstoffen, wie Fungiziden und/oder Brandschutzmitteln, versetzten Zellulosepartikeln, auf eine Decke oder Wand (7) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 11 bis 19, wobei die Fördervorrichtung eine Zuführeinheit (11) zur Aufnahme von Zellulosematerial, eine Dosiereinheit zur Dosie-50 rung des zugeführten Zellulosematerials und einen Ventilator zur Förderung des dosierten Zellulosematerial zu einem Spritzkopf aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosiereinheit (15) eine Förderschnecke (18) zur kontinuierlichen Förderung des Zellulosematerials aufweist, und dass der Ventilator (19) an den Ausgang der Förderschnecke (18) angeschlossen ist. 55 1 1 AT 502 046 B1 21. Fördervorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilator (19) als Radialventilator ausgebildet ist. 22. Fördervorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosier- 5 einheit (15) zumindest zwei mit Paddeln (16a) versehene Wellen (16) aufweist, wobei vor zugsweise benachbarte Wellen gegenläufig drehbar sind. 23. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Dosiereinheit (15) eine Zellulose-Auflockerungseinheit (12) vorgeschaltet ist, die eine Viel- io zahl von auf drehbaren Wellen (13) angeordneten Paddeln (14) umfasst. Hiezu 4 Blatt Zeichnungen 15 20 25 30 35 40 45 50 55
AT0134004A 2004-08-04 2004-08-04 Schallabsorbierendes element, verfahren zu seiner herstellung und zellulose-fördereinrichtung AT502046B1 (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0134004A AT502046B1 (de) 2004-08-04 2004-08-04 Schallabsorbierendes element, verfahren zu seiner herstellung und zellulose-fördereinrichtung
EP05450133.3A EP1624122B2 (de) 2004-08-04 2005-08-03 Anordnung eines an der Innenseite einer Gebäudeaußenwand aufgebrachten Elements und Verfahren zu seiner Herstellung
AT05450133T ATE528451T1 (de) 2004-08-04 2005-08-03 ANORDNUNG EINES AN DER INNENSEITE EINER GEBÄUDEAUßENWAND AUFGEBRACHTEN ELEMENTS UND VERFAHREN ZU SEINER HERSTELLUNG

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0134004A AT502046B1 (de) 2004-08-04 2004-08-04 Schallabsorbierendes element, verfahren zu seiner herstellung und zellulose-fördereinrichtung

Publications (2)

Publication Number Publication Date
AT502046A4 AT502046A4 (de) 2007-01-15
AT502046B1 true AT502046B1 (de) 2007-01-15

Family

ID=35124398

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT0134004A AT502046B1 (de) 2004-08-04 2004-08-04 Schallabsorbierendes element, verfahren zu seiner herstellung und zellulose-fördereinrichtung
AT05450133T ATE528451T1 (de) 2004-08-04 2005-08-03 ANORDNUNG EINES AN DER INNENSEITE EINER GEBÄUDEAUßENWAND AUFGEBRACHTEN ELEMENTS UND VERFAHREN ZU SEINER HERSTELLUNG

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT05450133T ATE528451T1 (de) 2004-08-04 2005-08-03 ANORDNUNG EINES AN DER INNENSEITE EINER GEBÄUDEAUßENWAND AUFGEBRACHTEN ELEMENTS UND VERFAHREN ZU SEINER HERSTELLUNG

Country Status (2)

Country Link
EP (1) EP1624122B2 (de)
AT (2) AT502046B1 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP4001244A1 (de) 2020-11-23 2022-05-25 Knauf Gips KG Stärke als grundierung für substrate

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2003056171A (ja) * 2001-08-17 2003-02-26 Tokushima Ken 無垢木材における防音構造およびその施工方法

Family Cites Families (12)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB315280A (de)
US2094839A (en) * 1936-03-03 1937-10-05 George J Mccaughey Plastering machine
US3858806A (en) * 1970-08-20 1975-01-07 Comfort Inc Method of producing particulate material
US5297363A (en) 1992-09-28 1994-03-29 Schroder Lowell W Portable surface preparation abrading unit
DE9421273U1 (de) * 1994-02-08 1995-08-03 Lutze, Stephan, 51399 Burscheid Akustik-Absorptionselement
DE19506511C2 (de) 1995-02-24 1998-08-27 Fraunhofer Ges Forschung Plattenresonator
DE29517568U1 (de) * 1995-11-07 1996-01-11 Unger, Bernd, 09117 Chemnitz Dämmplatte aus Lignozellulose
DE19601335C2 (de) * 1996-01-16 1998-03-12 Wolfgang Peltzer Vorrichtung zum Einblasen von teilchenförmigen Dämmstoffen
US6109488A (en) * 1999-08-13 2000-08-29 Western Fibers, Inc. Apparatus for conditioning and dispensing loose fill insulation material
DE10151474B4 (de) 2000-10-18 2006-07-13 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Schallabsorber mit streifenförmiger schalldichter Abdeckung
JP2002268648A (ja) 2001-03-12 2002-09-20 Nissan Motor Co Ltd 車両用吸遮音構造
FR2841580A1 (fr) * 2002-06-28 2004-01-02 Onduline Sa Dispositif d'isolation d'une paroi comprenant des panneaux de doublage et procede de pose desdits panneaux

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2003056171A (ja) * 2001-08-17 2003-02-26 Tokushima Ken 無垢木材における防音構造およびその施工方法

Also Published As

Publication number Publication date
AT502046A4 (de) 2007-01-15
EP1624122B1 (de) 2011-10-12
EP1624122B2 (de) 2016-04-20
EP1624122A3 (de) 2006-11-15
ATE528451T1 (de) 2011-10-15
EP1624122A2 (de) 2006-02-08

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60002902T2 (de) Systhem und methode zur herstellung einer gasbeton enthaltenden wand- oder rückplatte
EP2168690B1 (de) Korund Streuer
EP3329064A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum auftragen einer dämmung auf bauwerken
DE3019917A1 (de) Verfahren zur herstellung von bauplatten
CH671792A5 (de)
DE3629223A1 (de) Bauplatte im schichtenaufbau und verfahren zu ihrer herstellung
WO1991019058A1 (de) Lehmbauplatte und verfahren zu ihrer herstellung
EP3275611B1 (de) Verfahren zur herstellung einer faserplatte
DE102018218512B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Gipsfaserplatte
DE4316901C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Dämmstoffkörpers sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE1571466A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Platten und Formkoerpern aus Gips
DE3325643C2 (de) Bauplatte sowie Verfahren und Vorrichtung zu ihrer Herstellung
AT502046B1 (de) Schallabsorbierendes element, verfahren zu seiner herstellung und zellulose-fördereinrichtung
DE4440111C2 (de) Vorrichtung zum Beschichten von Flächen an Gebäuden mittels aushärtbarer Dickstoffe
DE69615027T2 (de) Isolationsprodukt und verfahren zu seiner herstellung
WO1994008767A1 (de) Verfahren zur herstellung von verbundplatten
EP0751920A1 (de) Verfahren zur herstellung eines leichtbaustoffes
EP2666604A1 (de) Leichte Holzwerkstoffplatte, und verfahren zur Herstellung
DE102019119375B3 (de) Kompositplatte und Verfahren zum Herstellen einer Kompositplatte
DE69004916T2 (de) Zusammengesetzte Isolierplatte auf Basis von Mineralwolle und Verfahren zu ihrer Erzeugung.
WO1997031876A1 (de) Leichtbaustoff
DE102010040526A1 (de) Sprühkopf für Riesel- und Fasermaterial
WO1994013905A1 (de) Mineralwolle-formkörper für die dämmung von bauteilen von gebäuden sowie verfahren zur herstellung von mineralwolle-formkörpern
DE10109425A1 (de) Verfahren zur Dünnbeschichtung mit granitartig strukturiertem glasgefülltem Polymerkunststein
DE19927706A1 (de) Vorrichtung zur Herstellung von Dämmplatten

Legal Events

Date Code Title Description
MM01 Lapse because of not paying annual fees

Effective date: 20210804