AT502698A2 - Hydraulische schliessvorrichtung für spritz- und druckgiessmaschinen - Google Patents
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Description
Hydraulische Schliessvorrichtung für Spritz- und Druckgiessmaschinen Beschreibung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schliessvorrichtung für eine Form, wie sie für Druckgiessmaschinen, Spritzgiessmiaschmen oder andere Giessmaschinen verwendet wird. In einer Spritz- bzw. Drackgiessmaschine wird über eine Schiiessvorrichtung eine bewegliche Formhälfte aa eine feste Fo[pi]nhälfte gedrückt, so dass diese miteinander verbunden sind und einen Hohlraum bilden, in den eine Formmasse unter hohem Druck eingespritzt wiid, um diese zu füllen. Als Schliessvorrichtungen werden mechanisch oder hydraulisch angetriebene Systeme eingesetzt. Bei den mechanischen Kniehebelschliesssystemen werden die Formhälften direkt verschlossen Hydraulische Schliessvorrichtungen sind zusammengesetzte. Systeme mit langem Zustellweg bei und geringer Kraft sowie kurzem Schliesshub mit grosser, regelbarer Schliesskraft. So beschreibt die DE 10 2004 021 701 AI eine zusammengesetzte Schliessvorrichtung, die nach dem Zustellweg mit Hilfe eines Mutternschlosses die Zugstangen der beweglichen Formhälfte mit der festen Formhälfte verbindet. Die Formschliesskr^ft wird über Zylinderkolbeneinheiten erzeugt, die sich am anderen Ende der Zugstangen befindenin der Ausführung nach DE 101 04 652 AI wird eine weitere Schliessvorrichtung mit Klemmeiementen vorgeschlagen, bei der die Klemmvorrichtung tmd die Zylinderkolbeneinrichtung zur Erzeugung der .Schliesskraft als Einheit auf den Verbi ndungsstangen angeordnet sind. Eine Unzugänglichkeit bei den bekannten Schliessvorrichtungen der gattungsgemässen Art liegt darin, dass zuerst die Verbittdungsstangen der beweglichen Formhälfte durch Klemmungen oder Verriegelungen mit der Aufspannplatte der festen Formhälfte verbunden werden, bevor zusätzliche Zylinnderkolbeneinheiten die Formschliesskraft erzeugen. Diese nacheinander ablaufenden Arbeitsgänge benötigen zusätzliche Zeit, die bei jedem Arbeitszyklus anfällt In der Druckschrift DE 299 11 073 UI wird ein Giessforniverriegelungszylinder für Spritzgiessmaschinen beschrieben, dessen Kolben kleiner ah der -Zylinderinneiidürchinesser ist, so dass während der Eilzustellung das drucklose Öl den Kolben mit geringem Druckverlust umströmen kann. Am Ende des Zustellhubs trifft der Kolben auf einen ringförmigen Absatz mit gleichem Durchmesser und teilt dabei den einen Zylinderraum in zwei Zylinderräume. Zur Erzeugung der Zuhahekraft wird der Giessformverrieglungszylinder über ein Ventil druckbeaufschlagt. Dieses <EMI ID=2.1> y n ersystem enöt gt zum Druckaufbau ca.10 0 0 ccm ompress onsvo umen a hängig vom Zylindervolumett und Druck). Bei jedem Hub muss dieses Kompressiomvolttmett auf- und anschliessend abgebaut werden. Ausifuh[pi]ingsbeispiel Nachstehend wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen detailliert erläutert. 1G-1 Figur 1 zeigt eine Zwei-Platten-Schliessvorrichtung einer Spritz- bzw. Druckgiessmaschine, bei der die bewegliche nach dem Zusteilhub 12 mit der feststehenden Aufspannplatte 1 über die Verriegelungszylinder 3 verriegelt und vorgespannt wird In der beweglichen Aufspannplatte 2 sind die Verriegelungszylinder 3 angeordnet, deren Zugstangen 6 über Muttern 16 mit der festen Aufspannplatte 1 verbunden sind. Der Abstand zwischen der beweglichen und festen Aufspannplatte 2 und 1 kann über eine Einbauraumverste[pi]ung 11 für unterschiedlich hohe Werkzeuge 13 eingestellt werden Der Abstand 15 wird so eingestellt, dass er geringfügig grösser als das Werkzeug 13 hoch ist, damit beim Einbau eines zu kleinen Werkzeugs 13 die untere Kante des Verriegelungszylinders 3 auf die feststehende Aufspannplatte 1 trifft und den Hub der beweglichen Aufspannplatte 2 begrenzt. Ober Versteömutter 16 wird der Abst-and 14 zwischen Dichtung 10 und Ko[iota]bentöchtkante 21 so eingestellt, dass er geringfügig kiemer als der Abstand 15 ist, damit bei geschlossenem Werkzeug 13 die Dichtung 10 über Dichtkante 21 des Kolbens 5 den Druckraum 8 vom Druckraum 9 sicher trennt Die Eilgangzylinder 4, die an der festen Aufspannplatte 1 befestigt sind, öffnen und schliessen das Werkzeug 13 über die bewegliche Aufspan[pi]platte 2, die geöffnete Ausgangspositiott ist m FIGl-a dargestellt Die Druckräume 8 der Verriegelungszylinder 3 sind ständig druckbeaufschlagt. Die Aussendurchmesser der Kolben 5 sind um einen Rmgquerschnitt kleiner als die Innendurchmesser der Druckräume 8. Beim Zustellhub 12 wird die bewegliche Aufspannplatte 2 über die Eilgangzylinder 4 gegen die feste Aufspannplatte 1 gefahren. Dabei umspült das vorgespannte Druckmittel im Druckraum 8 den Kolben 5 von der einen zur anderen Seite mit geringem Widerstand, bis die bewegliche Wegzeughälfte 13b auf die feste Werkzeughälfte 13a trifft. Gleichzeitig treffen die Dichtkanten 21 der Kolben 5 auf die Dichtungen 10 und trennen den einen Druckraum 8 in zwei Druckräume 8 und 9. Die Druckräume 9 weisen nur wenige cm<3>Kompressionsvolumen auf, dadurch wird bei Druckentlastung der Druckräume 9 die Kraft der Verriegelungszylinder 3 über die druckbeaufschlagten .Stirnflächen der Druckräume 8 sofort wirksam. Die Druckräume 8 bleiben ständig druckbeaufschlagt. Hierbei wird die bewegliche Formhälfte 13b mit der Schliesskraft der Verrieg elungszyimder 3 an die feste Formhälfte 13a gedrückt, so dass diese miteinander verbunden sind und einen Formhohlraum 17 bilden, in den eine Formmasse unter hohem Druck eingespritzt wird, um diese zu füllen. Nach Beendigung der Abkühlzeit werden die bewegliche Werkzeughälfte 13b und Aufspannplatte 2 über die Eilgangzylmder 4 geöffnet. Das Werkstück kann entnommen werden, die Maschine steht für einen neuen Arbeitszyklus bereit F1G-2 In dieser Abbildimg wird eine Zwei-Platten-Schliessvorrichtung mit veränderter Innenkontur des Druckraums 8 der Verrieg ungszylinders 3 gezeigt. Die Trennung der Zylinderräume 8 und 9 erfolgt durch eine Durchmesserreduzierung 23 an der Stirnseite des Druckraums 8 auf den Aussendurchmesser des Kolbens 5. Beim Zustellhub 12, wenn die bewegliche Wegzeughälfte 13b auf die feste Werkzeughälfte 13a triff, unterteilt der Kolben 5 den einen Druckraum 8 in zwei Druckräume 8 und 9. Der weitere Funktionsablauf kann der Beschreibung nach FIG-1 entnommen werden. FiG-3 In diesem Ausführungsbeispiel einer Drei-Platten-Schliessvorrichtung einer Spritz- bzw. Druckgiessmaschine ist der Verriegeluttgszylinder 3 in der dritten Platte 20 mittig angeordnet. Die Eilgangzylinder 4 sind zwischen der dritten Platte 20 und der beweglichen Aufspannplatte 2 angeordnet. Die dritte Platte 20 ist über Traversen 19 mit der festen Aufspannplatte l verbunden. Mit Einbauraumverstellung 11 kann die Schliessvorrichtung für unterschiedlich hohe Werkzeuge 13 eingestellt werden. Der Kolben 5 ist über die Drueksta[pi]ge 18 mit der beweglichen Aufspa[pi]nplatte 2 verbunden. Beim Zustellhub 12 wird die bewegliche Aufspannplatte 2 über die Eilgangzylinder 4 gegen die feste Aufspannplatte 1 gefahren. Dabei umspült das vorgespannte Druckmittel im Druckraum 8 den Kolben 5 von der einen zur anderen Seite mit geringem Widerstand, bis die bewegliche Werkzeughälfte 13b auf die feste Werkzeughälfte 13a trifft und dabei der eine Druckraum 8 in zwei Druckräume 8 und 9 getrennt wird. Der weitere Funktionsablauf kann der Beschreibung nach FIG-1 entnommen werden. Mit der vorgeschlagenen Lösung kann eine Zwei- oder Drei-PlattenSchlie[beta]vorrichtung kostengünstig für Spritz- bzw. Drockmessmaschinen hergestellt werden. Vorteilhaft ist, dass die hydraulisch vorgespannten Verriegelungszylinder 3 das Werkzeug 13 in wenigen Millisekunden verriegeln und vorspannen. FIG-4 FIG-4 zeigt eine Schnittdarstellung des geänderten Verriegelungszylinders 3, bei der der Kolben 5 die Druckräume 8 und 9 über seine Kolbendichtung 26 trennt. Beim Zustellhub 12 wird das Druckmittel über die externen Leitungen 24 und Ventil 25 von dem einen in den anderen Druckraum umgeschichtet. In diesem Beispiel sind die Verriegelungszylinder 3 in der festen Aufspannplatte 1 integriert und die Zugstangen 6 mit der beweglichen Aüfsparmplatte 2 verbunden. Der Funktionsablauf dieser Schliessvomchtung kann der Beschreibung nach F[Iota]G-1 eiitnommen werden,
Claims (8)
1. Verfahren zum Betreiben einer Schliesseinheit einer Spritz- bzw. Druckgiessmaschine mit einer feststehenden Aufspannplatte (1), einer bewegliehen Aufspannphitte (2), die gegen die feststehende Aufspannplatte (1) durch Eilgangzylinder (4) zustellbar ist und mindestens einer Verriegelungsvorrichtung, die die bewegliche Aufspannpiatte (2) in einer zugestellten Position mit der feststehenden Aufspannplatte (1) verriegelt, wobei die Verriegdungsvorrichtung aus einem Verriegeiungszylinder (3) besteht, in dem ein Kolben (5) mit Zugstange (6, 7), dessen Durchmesser kleiner als der Zylinderinnendurchmesser ist, im immer druckbeaufschlagten Drucktaum (8) bewegbar ist und hierbei das Druckmittel den Kolben (5) umspült und der Kolben (5) im Moment des Formschlusses an einer Zylinderseite einen zweiten Druckraum (9) generiert, der zur Erzeugung der Zuhaltekraft druckentlastet wird.
2. Verfahren zum Betreiben einer Schliesseinheit einer Spritz- bzw, Druckgiessmaschine nach Ansprach l, dadurch ^kennzeichnet, dass die Zuhaltekraft des Werkzeuges (13) entweder durch Druckerhöhung im Druckraum (9) oder durch Druckminderung im Druckraum (8) verringert wird.
3. Schliesseinheit für eine Spritz- bzw. Drackgiessmaschine zur Diurchführung des Verfahrens nach den Patentansprüchen 1 und 2 mit einer feststehenden Aufspannplatte (1) sowie einer beweglichen Aufspannplatte (2), die durch Eügsngzylinder (4) gegen die feststehende Aufspannplatte (1) bewegbar ist, und mindestens einer Verriegelungsvorrichtung, die die bewegliche Aufspannplatte (2) in einer zugestellten Position mit der feststehenden Aufspannplatte (1) verriegelt, wobei die Verriegelungsvorrichtung aus einem Verriegelungsvorrichtung (3) mit einem Kolben (5) mit Zugstange (6, 7), dessen Durchmesser kleiner als der Zylinderinnendurchmesser ist, besteht, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (5) im immer druckbeaufschlagtent Druckraum (8) des Verriegelungszylinders bewegbar ist, wobei das Druckmittel den Kolben (5)
umspult und wobei eine Dichtung ( 10 an einet Stirnfläche des Druckraums (8) angebracht ist, so dass am Ende des Zustellhubs (12), wenn eine bewegliche Werkzeughälfte (13b) auf eine feststehende Werkzeughälfte (13a) trifft, eine Dichtkante (21) des Kolbens (5) auf die Dichtung (10) trifft und dabei den einen Druckraum (8) in zwei Druckräume (8 und 9) unterteilt.
4. Schliesseinheit für eine Spritz- bzw. Druckgiessmaschine nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser des Druckraums (8) grösser ah der Aussen
durchmesser des Kolbens (5) ist, so dass das Drupkmittel den Kolben (5) umspült und dass am Ende des ZusteHhubs (12), wenn die bewegliche Werkzeughälfte (13b) auf die feststehende Werkzeughälfte (13a) trifft, der Innendurchmesser des Druckraums (8) auf den Aussendruchmesser des Kolbens (5) reduziert ist und dadurch der Kolben (5) den einen Druckraum (8) in zwei Druckräume (8 und 9) unterteilt
5. Schliesseinheit für eine Spritz- bzw. Druckgiessmaschine nach den Patentansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Drei-Platten-Schlie[beta]vorrichtung ein Verriegelungszylinder (3) in der dritten Platte (20) angeordnet ist und der Kolben (5) über eine Druckstange (18) die Verriegelungskraft auf die bewegliche Aufspannplatte (2) überträgt und die Eilgangzylinder (4) zwischen der dritten Platte (20) und der beweglichen Aufspam platte (2) angeordnet sind.
6. Schliessemheit für eine Spritz- bzw. Druckgiessmaschine nach den Patentansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungszylinder (3) in der feststehenden Aufspannplatte (l) angeordnet und die Zugstangen (6) mit der beweglichen Aufepamv platte (2) verbunden sind
7. Schliesseinheit für eine Spritz- bzw. Druckgiessma schine nach den Patentansprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass über eine Embauraumverstellung (11) die Sehliess Vorrichtung für unterschiedlich hohe Werkzeuge (13) einstellbar ist.
8. Schliesseinheit für eine Spritz- bzw. Druckgiessmaschine nach den Patentansprüchen 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (5) den Verriegetungszylinder (3) in zwei Druckräume (8 und 9) unterteilt und dass das Druckmittel über externe Leitungen (24) und Ventile (25) von dem einen in den anderen Druekraum umschichtbar ist.
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