AT502820A4 - Vorrichtung zum entleeren von eiern - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entleeren von Eiern. Das Entleeren von Eiern wird insbesondere dann angewendet, wenn mehrere Eier beispielsweise zu Ostern für Dekorationszwecke verwendet werden, nachdem sie bemalt worden sind. Bislang erfolgt das Entleeren von Eiern so, dass in die beiden Enden mit einem spitzen Werkzeug eine Öffnung gestochen, und dann versucht wird, das Ei auszublasen, indem über eine der beiden Öffnungen in das Ei hineingeblasen wird. Dies ist eine mühsame, unhygienische Angelegenheit, so dass der Inhalt des Eies (Eiklar und Eidotter) nur bedingt für Verwendung als Nahrungsmittel zur Verfügung steht. Überdies besteht die Gefahr, dass das Ei beim Anstechen oder Ausblasen zerbricht und so die Schale nicht mehr für Dekorationszwecke verwendet werden kann. Des Weiteren besteht eine Infektionsgefahr, weil die Person, die das Ei "ausbläst", mit ihren Lippen, also der Schleimhaut, mit dem Ei in Kontakt kommt. Dieser Kontakt hat gesundheitliche Gefahren zu Folge, beispielsweise im Zusammenhang mit Vogelgrippe, Salmonellen usw. Ausserdem ist das Hineinblasen in das Ei wegen des physiologisch bedenklichen Druckanstiegs im oberen Atemwegsbereich und in dem belüfteten, knöchernen Gesichtsschädel mit der Gefahr von gesundheitsschädlichen Folgen verbunden. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde eine Vorrichtung anzugeben mit der das Entleeren von Eiern einfach und auf sichere Art und Weise und dennoch hygienisch ausgeführt werden kann. Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäss mit einer Vorrichtung, welche die Merkmale von Anspruch 1 aufweist. Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Mit der erfindungsgemässen einfach aufgebauten - nur aus zwei Teilen bestehenden Vorrichtung - können Eier sehr sicher und ohne Bruchgefahr an beiden Enden mit Öffnungen versehen und dann leergesaugt werden, nachdem das Ei auf den als Auffanggefäss ausgebildeten Teil der erfindungsgemässen Vorrichtung aufgesetzt worden ist. Vorteilhaft bei der Erfindung ist auch, dass bei einer Ausführungsform der Erfindung dank einer speziellen Gestaltung des Dorns zum Stanzen der Öffnungen, das Stanzen der Öffnungen an den Eispitzen mit geringem Kraftaufwand (beispielsweise genügt ein leichter Schlag mit einer Hand) erfolgen kann, und dennoch eine definierte im Wesentlichen kreisrunde Öffnung entsteht. Da bei der erfindungemässen Vorrichtung das zu entleerende Ei und dessen Inhalt mit der Person, die das Ei entleert, nicht in Berührung kommt, entsteht einerseits keine Gefahr, dass sich die Person infiziert, - 2 und anderseits keine Gefahr, dass der Inhalt des Eies verunreinigt wird, sodass er ohne weiteres für Koch- oder Backzwecke verwendet werden kann. Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels an Hand der Zeichnungen. Es zeigt: Fig. 1 die erfindungsgemässe Vorrichtung im Axialschnitt und in auseinandergezogener Darstellung und die Fig. 2 bis 5 das Benützen der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Entleeren eines Eies in verschiedenen Schritten. Eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Entleeren von Eiern besteht aus einem Auffanggefäss 1, das unten durch einen Boden 3 geschlossen ist, und oben eine Öffnung 5 aufweist. Im Bereich der Öffnung 5 des Auffanggefässes 1 ist eine ringförmige Dichtung 7 aus elastischem Werkstoff, z.B. Gummi oder gummielastischem Kunststoff, vorgesehen. Die Form der Dichtung ist nicht entscheidend, es kommt lediglich darauf an, dass ein im Bereich der Öffnung 5 des Auffanggefässen 1 angesetztes Ei gegenüber dem Innenraum 9 des Auffanggefässes 1 abgedichtet ist, sodass zwischen dem Ei und dem Rand der Öffnung 5 keine Luft in den Innenraum 9 des Auffanggefässes 1 eindringen kann. Zu der erfindungsgemässen Vorrichtung gehört ein Oberteil 11, der als Zylinderrohr ausgebildet, und oben durch eine Querwand 13 abgeschlossen ist. In der Wand 15 des Oberteils 11 können zwei seitliche Öffnungen 17 (Fenster) vorgesehen sein. Diese Öffnungen 17 haben beispielsweise eine im Wesentlichen rechteckige Umrissform. Sowohl der Oberteil 11 als auch das Auffanggefäss 1 sind beispielsweise rotationssymmetrisch ausgebildet und bestehen aus beliebigem, lebensmittelverträglichem Werkstoff, wie Kunststoff oder Metall. Auch Kombinationen von Werkstoffen sind möglich. An der Innenseite der Querwand 13 des Oberteils 11 ist ein nach innen weisender Dorn 19 vorgesehen. Der Dorn 19 besitzt im Wesentlichen die Form einer Holzschraube mit Gewindesteg 21 und einer Spitze 22. Die Abmessungen (Innen- bzw. Aussendurchmesser) des Auffanggefässes 1 und des Oberteils 11 sind so gewählt, dass der Oberteil 11 mit geringem Spiel aber doch von der Wand des Auffanggefässes 1 geführt, auf dieses aufgesetzt und gegenüber diesem teleskopartig bewegt, insbesondere in Achsrichtung verschoben, werden kann. Beim Benützen einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Entleeren eines Eies wird wie folgt vorgegangen. Bei abgenommenem Oberteil 11 wird auf das Auffanggefäss 1 im Bereich der Öffnung 5 auf der Dichtung 7 aufliegend ein Ei aufgesetzt (Fig. 2) . - 3 - Dann wird der Oberteil 11 über das Auffanggefäss 1 geschoben bis die Spitze 22 des Dorns 19 am oberen Ende des Ei anliegt. Durch Druck oder Schlag auf die Querwand 13 des Oberteils 11 wird im oberen Bereich des Ei ein Loch erzeugt. Das Loch ist Dank der speziellen Form des Dorns 19 im Wesentlichen kreisrund, sodass diese Öffnung nach dem Entleeren des Ei auch zum Durchziehen von Dekorbändern oder ähnlichen Aufhängevorrichtungen für ein bemaltes Ei verwendet werden kann. Da das Ei im Bereich seines Umfanges durch die Dichtung 7 elastisch abgestützt ist, besteht auch keine Gefahr, dass das Ei beim Erzeugen der Öffnung in dem Ei mit Hilfe des Dorns 19 beschädigt wird, beispielsweise bricht. Nachdem eine erste Öffnung erzeugt worden ist, wird das Ei umgedreht und der Vorgang wiederholt (Fig. 3) . Dann wird der Oberteil 11 abgenommen und die Luft in dem Innenraum 9 des Auffanggefässes 1 erhitzt (Fig. 4) . Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass im Auffanggefäss 1 erhitztes Wasser, z.B. mit einer Temperatur knapp unter dem Siedepunkt (beispielsweise 90") eingefüllt wird. Das Wasser wird so lange im Auffanggefäss 1 gelassen (Fig. 4) bis sich die Luft in dessen Innenraum 9 erwärmt hat. Nun wird das Wasser entleert, das Ei aufgesetzt, wobei auf eine dichten Sitz des Ei an der Dichtung 7 des Auffanggefässes 1 geachtet wird (Fig. 5) . Die Luft im Innenraum 9 des Auffanggefässes 1 kühlt ab, und durch den entstehenden Unterdruck wird der Inhalt des Ei (Eiklar und Eidotter) aus dem Ei über die untere Öffnung herausgesaugt und gelangt in den Auffangbehälter 1 (Fig. 5) . Nachdem das Entleeren des Eies erfolgt ist, kann dieses ohne weiteres und (es ist über die Öffnungen im Ei der Druckausgleich zwischen der Umgebung und dem Innenraum 9 des Auffanggefässes 1 wieder hergestellt) problemlos abgenommen und weiterverwertet, beispielsweise bemalt werden. Es ist ersichtlich, dass mit der erfindungsgemässen Vorrichtung das Entleeren von Eiern erfolgen kann, ohne dass vorher mühevoll die Schale aufgestochen, und danach mit grösster Anstrengung das Ei "ausgeblasen" werden muss . Die in der Seitenwand 15 des Oberteils 11 vorgesehenen fensterartigen Öffnungen 17 sind dazu bestimmt das Ei nach dem Aufsetzen des Oberteils 11 auf das Auffanggefäss 1 vor dem Erzeugen der Öffnungen im Ei ausrichten zu können, falls ein Ei einmal versehentlich "schief" aufgesetzt worden ist. Das Erwärmen der Luft im Innenraum 9 des Auffanggefässes 1 kann auch auf andere Weise beispielsweise mit Hilfe eins Heissluftgebläses (Föhn) erfolgen. Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie - 4 folgt beschrieben werden. Eine Vorrichtung zum Entleeren von Eiern besitzt ein Auffanggefäss 1 mit einer Dichtung 7 im Bereich seiner oberen Öffnung 5 und einen Oberteil 11, der teleskopartig über das Auffanggefäss 1 geschoben werden kann. An der oberen Querwand 13 des Oberteils 11 ist nach innen weisend ein Aufstechdorn 19 vorgesehen. Mit Hilfe des Aufstechdornes 19 kann ein im Bereich der Mündung 5 des Auffanggefässes 1 aufgesetztes Ei nacheinander an beiden Enden aufgestochen werden. Sobald dies geschehen ist wird die Luft im Innenraum 9 des Auffanggefässes 1 erwärmt, das Ei, das an beiden Enden gelocht ist, auf die Dichtung 7 im Bereich der Mündung 5 des Auffanggefässes 1 aufgesetzt, und zugewartet bis durch den im Innenraum 9 des Auffanggefässes 1 entstehenden Unterdruck Eiklar und Eidotter durch die untere Öffnung in der Eischale aus dem Ei herausgesaugt worden sind. 20.7.2006 Gerald Grechenig vertreten durch: Kü?[iota]&J;<f[Lambda]NFRED BBE> <EMI ID=4.1>
Claims (1)
- en, n engasse20.7.2006 B/KRG201-1000 pATGerald Grechenig in Maria Saal (AT)Patentansprüche:1. Vorrichtung zum Entleeren von Eiern, gekennzeichnet durch ein Auffanggefäss 1 mit einer Öffnung (5) , in deren Bereich eine Dichtung (7) vorgesehen ist, und durch einen Oberteil (11) der relativ zu demAuffangbehälter (1) verschiebbar ist, und der an seiner oberen Endfläche (13) nach innen weisend einen Dorn (19) trägt.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (7) im Bereich der Mündung (5) des Auffangbehälters (1) eine ringförmige Dichtung aus elastischem Werkstoff ist.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (7) eine vom Rand der Mündung (5) weg, nach innen weisende elastische Dichtlippe aufweist.4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Dorn (19) konisch ausgebildet ist.5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Dorn (19) einen Gewindegang (21) nach Art des Gewindeganges einer Holzschraube aufweist, der von der Spitze (22) des Dorns (19) ausgeht.6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wand (15) des Oberteils (11) wenigstens eine fensterartige Öffnung (17) ausgespart ist.7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Auffanggefäss (1) und Oberteil (11) zylindermantelförmige Wände aufweisen.8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Oberteil (11) relativ zum Auffanggefäss (1) teleskopartig verschiebbar ist.9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Oberteil (11) mit der Innenfläche seiner Wand (15) gleitend an der Aussenfläche des Auffanggefässes (1) geführt ist.20.7.2006 Gerald Grechenig vertreten durch:PATENTANWALT* BEB* <EMI ID=5.1>
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