AT502903A1 - Verfahren und anlage zur unmittelbaren weiterverarbeitung von schmelzflüssiger hochofen- und ld-schlacke am ort ihres anfalles - Google Patents

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AT502903A1
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Anton Dipl Ing Hulek
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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B2400/00Treatment of slags originating from iron or steel processes
    • C21B2400/02Physical or chemical treatment of slags
    • C21B2400/022Methods of cooling or quenching molten slag
    • C21B2400/026Methods of cooling or quenching molten slag using air, inert gases or removable conductive bodies

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Description


  VERFAHREN UND ANLAGE ZUR UNMITTELBAREN WEITERVERARBEITUNG VON SCHMELZFLÜSSIGER HOCHOFEN- UND LD-SCHLACKE AM ORT IHRES ANFALLES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anlage zur unmittelbaren Weiterverarbeitung von schmelztlüssiger Hochofen - und LD-Schlacke. Dabei wird die stossförmig anfallende schmelzflüssige Schlacke des Hochofens oder des LD-Konverters mit üblichen Kinnen direkt in eine sogenannte "Spe[iota]cher-,Regel-und Sed[iota]mentat[iota]onsaniage"(SRS) . geleitet.
Die heute übliche Weiterverarbeitung der genannten Hüttenschlacken erfolgt in Nebenbetrieben
nach emem Schienenzwischentransport m Kübeln. Anschliessend wird die Schlacke mit Wasser gekühlt .Hochofenschlacke wird nass granui[iota]ert,um Hüttensand für die Zementerzeugung zu gewinnen. Die Betriebskosten smd dabei hoch. Der Transport der Flüssigschlacke in offenen Kübeln ist gefährlich.

   Der grosse Wärmeinhalt der Flüssigschlacken wird vernichtet und die
Umwelt wird belastet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,d[iota]e Nachteile der bestehenden Weiterverarbeitung zu vermeiden.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch,dass die Flüssigschlacke ohne Schienentransport in Kübeln sofort verarbeitet wird. Die Flüssigschlacke wird über Kinnen in ein "Spe[iota]cher-,Regel- und Sedimentationsgeläss" geleitet. Der stossartige SchlackenantaU wird durch die Speichertunktion des SRS-Getasses zu einem kontinuierlichen Betrieb vergleichmässigt. Es geht kaum Wärme verloren. Da die Schlacke keine Deckel und Schalen bilden kann,[iota]st das Ausbringen für die
Weiterverarbeitung fast 100% . Gefahren werden vermieden. Die Umwelt wird kaum belastet. Bei
einer anschhessenden Trockenkühlung kann der Wärmeinhalt der Flüssigschlacke weitgehend rückgewonnen werden.

   BESCHREIBUNG DES VERFAHRENS a) Hochofenschlacke
Hochofenschlacke hat unter den Hüttenschlacken die grösste Bedeutung. Sie wird durch
Nassgranulierung zu Hüttensand nir die Zementindustrie weiterverarbeitet. Da der Bedarf der
Zementindustrie bei weitem nicht gedeckt werden kann, ist das Ausbringen des Nass- bzw.
1 rockengranuüervertahrens sehr bedeutend.
Die schmelzflüssige Hochofenschlacke wird über die zumeist schon bestehenden aber anzupassenden Rinnen zum Speicher-,Regel- und Sedimentationgefäss geleitet.

   Bei sehr grossen
Hochöfen können zwei getrennte SRS-Gefässe erforderlich sein-.
Das SRS-Gefäss hat im wesentlichen die Form eines Halbzylinders mit horizontaler Achse.
An der einen "dem Hochofen zugekehrten Seite, befinden sich die Rinneneinläute.
An der gegenüberliegenden Seite befinden sich die Auslaufe zu den Trockenkühlanlagen,die über die Auslauf- bzw Uberlaufrinnen kontinuierlich,geregelt beaufschlagt werden. Die
Speicherkapazität des SRS-Getasses muss dem SchlackenantaU entsprechen. Die Leistungsfähigkeit der 1 rockenkühlanlagen muss so gross sein,dass die kontinuierliche
Weiterverarbeitung dem stosslormigen Schlackenanfall entspricht. Der Speicherinhalt dient somit als Puffer für die Zeit zwischen den Hochofenabstichen. Das SRS-Gefäss ist mithilfe von kreisrunden Schienensegmenten auf dem Halbzylinder zusammen mit Laufrollenböcken drehbar bzw.neigbar gelagert.

   Die Drehbewegung erfolgt über eine Mengenregelung vor der Trockenkühlanlage unter
Benutzung eines SteUzylinders,der die nötige Neigung des SRS-Getasses herbeiführt. Die zeitweilig gleichzeitig vom Hochofen einlaufende Schlacke wird von der Mengenregehing automatisch berücksichtigt.
Das SRS-Gefäss hat an der Unterseite eine Abstichöft ung für das angesammeite,sedimentierte Roheisen. Dieses kann aber in grösseren Zeiträumen auch über die Überlaufe durch maximale Gefässneigung und nach völligem Auslauf der Schlacke zum Auslauf gebracht werden. Für einen störungsfreien Betrieb ist eine sehr gute Isolierung des SRS-Gefässes erforderlich Eine Beheizung ist im NormalfaU nicht nötig,da die einfliessende Schlacke stark überhitzt ist
und bei der Überleitung praktisch keine Wärme verliert. Im Gefäss entsteht eine sehr geringe Strömung von der Einlauf- zur Auslaufseite.

   Die Innenseite des Gefässes ist feuerfest ausgemauert.Das FF-Material hat flüssiger Hochofenschlacke zu entsprechen.
Das gesamte SRS-Gefäss ist durch einen gut isolierten,leicht abnehmbaren Deckel abgedecktem die Strahlungsverluste zu minimieren.Die flüssige Schlacke deckelt sich im
SRS-Gefäss nicht ein.
Als kontinuierliche Trockenkühlverfahren kommen z.B. die Verfahren nach den EUPatentanmeldungen -EPI 449927 A2 (bereits Ö Patent) und EP1 454 995 A2 sowie dem Österr.Patent 4o6-378 in Betracht. b)LD-Schlacke
Das Verfahren funktioniert bei der Weiterverarbeitung von LD-Schlacke sehr ähnlich wie
bei der Hochofenschlacke. Da die LD-Schlacke derzeit vom LD-Konverter in Schlackenkübel entleert wird,bestehen noch keine Rinnen für die Schlacke. Die Anordnung des SRS-Gefässes ist unter Berücksichtigung einer möglichst kurzen
Rinnenverbindung jeweils konstruktiv anzupassen.

   Die FF-Ausmauerung muss einer LDSchlacke entsprechen.
Als Trockenkühlverfahren kommen u.a. dieselben Verfahren wie bei der Hochofenschlacke in Betracht. In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
Es zeigen
Fig.l: die erfindungsgemässe Speicher-,Regel- und Sedimentationsanlage,zum Teil
in QuerschnittsdarsteUung,fur Hochofenschlacke.
Fig 2:

  die erfindungsgemässe Speicher-,Regel- und Sedimentationsanlage mit geringerem
Speichervermögen,aber ansonsten wie Fig. l.[upsilon][iota]r LD-Schlacke.
Die in Fig 1 dargestellte Anlage zur Speicherung, Sedimentierung und geregelter Abgabe der flüssigen Hochofenschlacke besteht im Wesentlichen aus einem halbzylinderförmigen
Gefass 3 mit leicht geneigter Zylinderachse und drehbarer Lagerung mithilfe von kreisrunden Schienenbögen 9 auf dem Zylindermantel und dazugehörigen
Laufrollenböcken.10.
Die Drehbewegung wird durch einen Stellzylinder 4 bewerkstelligt, der die nötigen Impulse von einem Mengenregiert Verhält.
Das Gefass wird aus einem soliden Aussenmantel aus Stahl mit guter Wärmeisolierung 5 auf der Innenseite gebildet.

   Darauf folgt eine verschleissfeste Ausmauerung 6 aus feuerfesten
Spezialziegeln,die gegenüber flüssiger Hochofenschlacke chemisch resistent sind.
Das gesamte Gefass wird durch einen gewölbten isolierten Stahlblechdeckel 11 nach oben geschlossen,damit über den Flüssigkeitsspiegel keine Strahlungswärme verloren geht und es gleichzeitig zu keiner Deckelbildung bzw. Erstarrung an der Oberfläche der
Flüssigschlacke kommt.
Das Gef ss hat eine Neigung von ca 10[deg.],damit es leicht ganz entleert werden kann und zugleich das sedimentierte flüssige Roheisen an einem Ende konzentriert anfällt . Die
Neigung kann den praktischen Erfordernissen angepasst werden.
Am tiefer liegenden Gefassende befindet sich eine Abstichöflhung 7 mit Stopfen oder
Schieber ,damit in grösseren zeitlichen Abständen das angesammtelte flüssige Roheisen entnommen und rückgefuhrt werden kann.

   In einer alternativen Fahrweise kann das flüssige Roheisen auch über den Schlackenauslauf 8 entleert werden,indem das Gefass voll auf
Auslauf gedreht wird.
Der Deckel verfugt an den Enden über Ausnehmungen. Am oberen Ende befindet sich der Schlackeneinlauf für die Hochofenrinnen 2 . Am unteren Ende befinden sich die Ausläufe 8
zu den Trockenkühlanlagen 12 ,wovon es aus Gründen der Kapazität und der Wartung i.a. zwei gibt.

   Die in Fig 2 dargestellte Anlage für LD-Schlacke unterscheidet sich von jener in Fig.1 dargestellten Anlage für Hochofenschlacke nur hinsichtlich der Gefassgrösse, der Ausmauerung 6 sowie der Deckelausnehmungen für den Schlackenein- und
Schlackenauslauf.
Die Zulaufrinnen 2 für die LD-Schlacke,zumeist von mehreren Konvertern,sowie die
Eingliederung der gesamten Speicher-,Regel-Sedimentationsanlage in das Stahlwerk sind den jeweiligen räumlichen Gegebenheiten anzupassen.
Von der Auslauföffhung 8 mit Mengenregelung fliesst die LD-Schlacke auf eine
Trockenkühlanlage 12 mit Wärmerückgewinnung.Es wird stückige Schlacke für die
Erzeugung von hochwertigem Schotter hergestellt.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE
1. Anlage zur Beschickung einer Trockenkühlvorrichtung für Hüttenschlacke mit einem der Trockenkühlvorrichtung vorgelagerten, die aus einem Hochofen bzw. einem LD-Konverter stossartig anfallende Hüttenschlacke aufnehmenden Zwischenspeicher, dessen Schlackenauslauf in Abhängigkeit von der auslaufenden Schlakkenmenge regelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenspeicher aus einem im wesentlichen halbzylinderförmigen Gefäss (3) mit liegender Achse besteht, das auf einer Umfangsseite den als Schlackenüberlauf ausgebildeten Schlackenauslauf (8) aufweist, und dass das Gefäss (3) zur Regelung der auslaufenden Schlackenmenge mit Hilfe eines Schwenktriebes (4) um seine Achse verschwenkbar ist.
1
Verfahren zur Weiterverarbeitung von schmelzlüssiger Hochofen- und LD-Schlacke
dadurch gekennzeichnet,dass diese stossartig anfallenden Hüttenschlacken unmittelbar am Ort
ihres Abstiches in eine Speicher-,Regel- und Sedimentations (SRS)- Anlage (Fig 1) weitergeleitet
und geregelt kontinuierlich wieder abgegeben werden .wobei gleichzeitig der flüssige Roheisen[not]
bzw. Flüssigstahlanteil durch Sedimentation flüssig rückgewonnen wird.
2. Anlage nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Gefäss (3) auf Rollen (10) drehbar gelagert ist.
2
Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet,dass die Verbindung zum Hochofen bzw.
LD-Konverter über Rinnen 2 erfolgt.
3
Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet,dass die SRS-Anlage die Schlacke geregelt
und kontinuierlich an eine nachfolgende Trockenkühlanlage weiterleitet ,wobei über einen
Stellzylinder 4 die seitliche Neigung des SRS-Gefässes so geregelt wird ,dass der
Schlackenauslauf der Leistung der Trockenkühlanlage 12 entspricht und zugleich den
intermittierend einlaufenden Schlackenstrom berücksichtigt.
4
Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet,dass die durch Sedimentation gesammelte
Menge flüssigen Roheisens bzw. Stahles altemativ vom Boden des SRS-Gefässes mittels
Stopfenverschluss 7 oder Schieber und alternativ auch über den Schlackenablauf 8 flüssig rückgewonnen werden kann.
5
Anlage nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet,dass das Speicher-,Regel- und
Sedimentationsgefäss 3 halbzylinderfbrmig und mit RoUenlagerung 9 ausgebildet ist, aber auch in^Längsrichtung des Zylinders geneigt werden kann. 6 Anlage nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet,dass der Schlackenauslauf 8 mit einem
Mengenregler 13 ausgestattet und auch verschliessbar ist.
7 Anlage nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet,dass die Drehbewegung wahlweise über einen
Stellzylinder 4 oder einen Getriebemotor samt Zahnsegment erfolgen kann. P a t e n t a n s p r ü c h e :
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des Gefässes (3) nach einer Seite hin abfällt und dass das Gefäss (3) auf der abfallenden Seite einen eine verschliessbare Abstichöffnung (7) für angesammeltes Roheisen aufweist.
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