AT502945A1 - Technische abdichtungsmassnahmen von gebäuden gegen hochwasser - Google Patents
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Description
1-BESCHREIBUNGSEINLEITUNG: Die Erfindung t)ezieht sich auf eine im Hochwasserfall rasch zu installierende technische Abdichtungsmassnahme von Gebäuden gegen von aussen eindringendes Wasser mittels einer Folie, die zwischen zwei Profilen nahezu flüssigkeitsdicht an der Aussenmauer eines Gebäudes im Fundamentniveau festgeklemmt wird, wobei das wenige, durch die Klemmvorrichtung hinter die Folie eindringende Wasser, mittels einer Saugringleitung direkt oberhalb dieser Klemmvorrichtung weggepumpt wird. 2-STAND DER TECHNIK; Bei abnehmbaren Hochwasserschutzsystemen für Gebäude werden abdichtende Massnahmen mit herkömmlichen Methoden mittels Barrieren aus Holz- oder Metallplatten durchgeführt, die vor natürlichen MaueröffNungen wie Fenstern und Türen möglichst dicht mittels Schraubverbindung oder vorgefertigten Klemmpasssystemen befestigt werden. Fix installierte Hochwasserschutzsysteme für Gebäude dagegen bestehen aus aufklappbaren Barrieren, die im Hochwasserfall eine Abschottung gegen das ansteigende Wasser bilden und das Gebäude so vor Überflutung bewahren. Die oben beschriebenen abnehmbaren Hochwasserschutzsysteme verhindern bestenfalls das Eindringen von Wasser durch Fenster und Türen oder andere vorhandene Maueröffhungen, jedoch kann das Wasser erfahrungsgemäss durch mehr oder weniger feine Spalten oder Risse im Mauerwerk bzw. Installationsdurchführungen wie Elektrokabel bei Aussensteckdosen, Übergänge wie Türstöcke zu Mauerwerk oder beim Übergang zwischen betonierter Kellerdecke und der darauf aufgezogenen Aussenmauer in das Gebäudeinnere vordringen. Dies gilt bei vorhandenen Dichtkellern ebenso, wenn der Wasserspiegel das Niveau der Kellerdecke überschritten hat. Ebenso verhindern diese abnehmbaren Hochwasserschutzsysteme nicht den direkten Kontakt des oft stark verschmutzten Hochwassers mit der Aussenfassade von Gebäuden. Zusätzlich ist zu beachten, dass jedes von aussen eindringende Wasser, sei es auch noch so wenig, wegen der zeitlichen Dauer von Hochwasserereignissen zu einer Schädigung der Gebäudesubstanz sowie zur Vernichtung von wasserempfindlichen Materialien wie Holz führt. Bei den fix installierten Hochwasserrückhaltesystemen ist die Schutzwirkung durch die bauliche Höhe des Rückhaltesystems limitiert, sodass selbst bei geringer Überschreitung der Barriere durch den Pegelstand des Wassers die Schutzwirkung komplett aufgehoben wird. Bei den abnehmbar gestalteten Hochwasserrückhaltesystemen mit Verwendung von abdichtenden Folien, die das zu schützende Gebäude ringsum umfassen, stellt die Gebäudeform mit Aussen- und Innenecken, Vorsprüngen und Nischen, sowie die aussen geführten Dachrinnenabflussrohre und Blitzschutzleitungen ein erhebliches Problem dar, weil die Folie trotz dieser Hindernisse rund um die gesamte Gebäudezirkumferenz ohne Beschädigung dicht mit dem Mauerwerk abnehmbar befestigt werden muss, wobei solche Hochwasserereignisse oftmals tagelang andauern und die vollständige Abdichtung des Gebäudes für den gesamten Zeitraum garantiert werden muss. Die Lösung dieser technisch schwierigen Aufgabe erfolgt bei der EP 1 138 866 durch Verwendung mehrerer Folien, die mittels einer Verschlussvorrichtung vertikal miteinander verbunden werden und an der Gebäudewand oder im benachbarten Bodenbereich mittels zweier Verstärkungselementen ( Klemmschienen) fixiert werden. Bei dieser Methode müssen konstruktionsbedingt bei Gebäudeecken wegen der Verwendung von Verstärkungselementen mindestens zwei Folienelemente pro Ecke verwendet werden, die jede für sich dicht miteinander zur Überbrückung der Aussenkante mittels einer Verschlussvorrichtung verbunden werden. Bei der DE 10243 824 AI werden einzelne Folienbahnen verwendet, die jede für sich mit Rahmen verklemmt werden und zwischen im Boden verankerten Pfählen fixiert werden. Diese Methode ist sehr material- und zeitaufwendig, ausserdem ist auf eine hundertprozentige Abdichtung zwischen jeder einzelnen Folienbahn zu den Pfählen mittels eigener Rahmen zu achten. Bei der EP O 735 216 AI wird die Aufgabe der Bauwerksabdichtung ebenfalls mit einzelnen Folienbahnen gelöst, die wiederum jede für sich mittels Rahmen untereinander in horizontaler und vertikaler Richtung abgedichtet werden. Auch hier entsteht das Problem, dass Aussen- und Innenkanten der Gebäude aufgrund der geforderten wulstförmigen Verdickung der Folienränder zur Abdichtung nicht in einem Stück durchgehend um Gebäudekanten geführt werden können. 3-AUFGABE DER ERFINDUNG; Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen leicht zu montierenden, abnehmbaren Komplettschutz von Gebäuden gegen von aussen eindringendes Wasser im Hochwasserfall zu erreichen, wobei die Schutzwirkung an der Innenseite der Folie gegen jede Art von Feuchtigkeit oberhalb des ansetzenden abnehmbaren Hochwasserschutzes für das Mauerwerk während der gesamten Dauer des Hochwassers gewährleistet bleibt, und zusätzlich die das Gebäude lückenlos umfassende Folie in der Höhe flexibel an den jeweiligen Pegelhöchststand des Hochwassers angepasst werden kann. 4-LOSUNG DER GESTELLTEN AUFGABE; Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass das Gebäude durch eine aussen im Fundamentniveau abnehmbar angebrachte Folie geschützt wird, die ohne Unterbrechung, bei Bedarf nur durch Schweissnähte verlängert, lückenlos um die gesamte Zirkumferenz des Gebäudes geführt ist und am Ende mit dem Anfang vor Ort verschweisst wird.) Das untere Folienende wird um die gesamte Gebäudezirkumferenz, einschliesslich aller Aussen- und Innenecken, dicht mit einem Schienensystem mit dem Mauerwerk, vorzugsweise im Fundamentniveau oder bei vorhandenem Keller im Kellerdeckenniveau aussen abnehmbar befestigt So wird das Wasser am Eindringen in das Gebäude gehindert , wobei alle natürlichen Maueröffhungen wie Fenster und Türen gegen den von aussen wirkenden Wasserdruck mit Platten gesichert werden müssen. Alle an der Gebäudeaussenwand befindlichen Installationen wie Dachrinnenabflussrohre oder Blitzschutzleitungen müssen vor der Folienmontage in vorbereiteter Art und Weise demontiert werden, sodass die Folie um Aussen- und Innenecken problemlos gelegt werden kann, wobei scharfe Kanten oder Vorsprünge gegen Folienverletzung vorsorglich mit filzartigem Material abgedeckt werden. Die durch die Folienbefestigung an der Gebäudebasis dennoch eindringende, geringe Restwassermenge wird nach Bedarf automatisch mittels einer Ringsaugleitung rund um die gesamte Gebäudezirkumferenz nach aussen weggepumpt. So wird der gesamte, oberhalb der Ringsaugleitung befindliche Mauerbereich des zu schützenden Gebäudes von Feuchtigkeit komplett frei gehalten, wobei der hydrostatische Druck des aussen auf die Folie wirkenden Hochwassers die Folie oberhalb der Saugleitung dicht an die Gebäudeaussenwand anpresst und dadurch die abdichtende Wirkung der Folie noch verstärkt.
Claims (4)
1. Verfahren zum Einsetzten eines abnehmbaren Hochwasserschutzsystems für Gebäude mit Dichtkeller, bei dem eine einzige wasserundurchlässig Kunststofffolienbahn aussen an das zu schützende Gebäude angebracht wird, deren Ende vor Ort flüssigkeitsdicht verschweisst wird, deren oberes Ende dem zu erwarteten Hochwasser in der Höhe angepasst wird und dessen unteres Ende mittels einer lösbwen Befestigung zwischen zwei korrosionsbeständigen Metallprofilen nahezu flüssigkeitsdicht am wasserdichten Kellermauerwerk im Kellerdeckenniveau befestigt wird, wobei das innere Profil im Mauerwerk fix und wasserdicht eingelassen ist und das äussere Profil und die Folie abnehmbar am inneren Profil befestigt wird, dadurch gekennzeichnet,
dass unmittelbar oberhalb der Folienbefestigungsprofile zwischen wasserdichtem Kellermauerwerk innen und flüssigkeitsdichter Folie aussen eine Saugringleitung rund um die gesamte Gebäudezirkumferenz gemeinsam mit der Folie befestigt wird, die das durch die Profile dennoch durchdringende Restwasser mittels Niedervoltvakuumpumpe netzunabhängig nach aussen entsorgt.
1. Abnehmbares Hochwasserschutzsystem für Gebäude, bestehend aus einer, das zu schützende Gebäude aussen angebrachten, nahtlosen wasserundurchlässigen KunststoffTolienbahn, deren Anfang mit dem Ende flüssigkeitsdicht miteinander verschweisst wird, deren oberes Ende dem erforderlichen Hochwasserpegelstand durch entsprechendes Übermass flexibel angepasst werden kann, deren unteres Ende durch präzise Befestigung zwischen zwei korrosionsbeständigen Metallprofilen nahezu flüssigkeitsdicht am Mauerwerk befestigt ist, wobei das innere Profil im Mauerwerk fix und wasserdicht eingelassen ist, während das äussere Profil abnehmbar am Inneren befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar oberhalb der Folienbefestigungsprofile eine entsprechend dimensionierte Saugringleitung abnehmbar oder fix befestigt ist,
die das durch die Profile dennoch durchdringende Restwasser mittels einer Vakuumpumpe nach aussen entsorgt, sodass für alle Gebäudebereiche oberhalb der Folienbefestigungsprofile ein hundertprozentiger Schutz vor Eindringen von Feuchtigkeit erreicht wird.
2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das in die Saugringleitung eingedrungene W[omega]ser ab einem in der Saugringleitung definiertem Pegelstand von einem Wasserfühler erfasst und mittels automatisch gesteuerter Niedervoltvakuumpumpe nach aussen abgepumpt wird.
2. Abnehmbares Hochwasserschutzsystem für Gebäude gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das die Kunststofffolienbahn zwischen zwei Kunststoffprofilen, oder zwischen einem Metallprofil und einem Kunststoffprofil befestigt ist.
3. Abnehmbares Hochwasserschutzsystem für Gebäude zur Durcriführung des Verfahrens nach Ansprüchen 1+2, dadurch gekennzeichnet, dass die abdichtende KunststoffTolienbahn durch eine zweite Folienbahn aussen verstärkt ist.
3.Abnehmbares Hochwasserschutzsystem für Gebäude dadnreh gekennzeichnet, dass das in die Saugringleitung eingedrungene Wasser ab einem definierten Pegelstand in der Saugringleitung automatisch nach aussen abgepumpt wird.
4. Abnehmbares Hochwasserschutzsystem für Gebäude gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die abdichtende KunststoffTolienbahn durch eine zweite aussen verstärkt wird, die keinerlei abdichtende Funktion hat, sondern ausschliesslich dem mechanischen Schutz der darunterliegenden abdichtenden Folie vor Folienverletzung durch Treibgut dient.
5. Abnehmbares Hochwasserschutzsystem für Gebäude gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abnehmbarkeit der abdichtenden KunststoffTolienbahn mittels eines wasserdichten Zippverschlusses zwischen Gebäudeaussenwand und KunststoffTolienbahn erfolgt.
6. Abnehmbares Hochwasserschutzsystem für Gebäude gemäss Anspruch 1, dadnreh gekennzeichnet, dass zusätzlich ein Dichtmaterial zwischen Folie und Profilen verwendet wird.
7. Abnehmbares Hochwasserschutzsystem für Gebäude gemäss Anspruch 1, dadnreh gekennzeichnet, dass die KunststoffTolienbahn zur Montageerleichterung auf einer
mobilen Abwicklungsvorrichtung gelagert ist und so im Notfall sogar von einer Person alleine befestigt werden kann. 8.Abnehmbares Hochwasserschutzsystem für Gebäude gemäss Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die KunststoffTolienbahn an ihrer oberen Begrenzung zur Montageerleichterung an der Gebäudedachrinne mittels Schnellklemmverbindung aufgehängt ist. 9.
Abnehmbares Hochwasserschutzsystem für Gebäude gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienbefestigungsprofile am Mauerwerk in der gesamten Gebäudezirkumferenz im Hochwasserfall frei zugänglich sind, indem im Bereich von Stiegenaufgängen, Terrassen oder anderen baulich bedingten Situationen der freie Zugang durch abnehmbare und leicht transportable Elemente erreicht wird, die sich äusserlich von ihrer Umgebung aus ästhetischen Gründen kaum unterscheiden. lO.Abnehmbares Hochwasserschutzsystem für Gebäude gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieses System sowohl in Neubauten, als auch in bereits vorhandenen Gebäuden einsetzbar ist, indem es bei entsprechender Voraussetzung auch nachträglich am Mauerwerk befestigt werden kann.
Patentansprüche
4. Abnehmbares Hochwasserschutzsystem für Gebäude zur Durchführung des Verfahrens gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Folie und den Profilen zusätzlich ein pastöses Dichtmaterial eingesetzt ist.
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