AT503696A2 - Fenster, insbesondere für einen kellerraum - Google Patents
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Description
Fenster, insbesondere für einen Kellerraum
Kellerfenster sind weithin Stiefkinder im Bauwesen. Mit dem Wunsch, Kellerräume nicht nur zum Abstellen von Gegenständen und Lagern von Vorräten zu benutzen, sondern auch für Hausarbeit und Hobby heranzuziehen, wird auch Kellerfenstern mehr Aufmerksamkeit geschenkt. So besteht häufig die Notwendigkeit, Keller gut zu durchlüften. Das gilt insbesondere auch für Kellerräume, in denen Waschmaschinen und Wäschetrockner betrieben werden. In letzterem Falle ist häufig zu beobachten, dass das Kellerfenster ständig geöffnet bleibt oder die Fensterscheibe mit einem Loch versehen wird, durch das der Abluftschlauch des Wäschetrockners hindurchgeführt ist. In jedem Falle besteht die Gefahr, dass bei Schlagregen, bei Grundwasserstau oder gar bei Hochwasser Feuchtigkeit, Nässe bzw. Wasser in den Keller eindringt. Dem kann man zwar durch gesteigerte Aufmerksamkeit und rechtzeitiges Schließen der Kellerfenster begegnen, doch eine Lüftung der betreffenden Kellerräume ist dann unmöglich. Ähnliche Überlegungen gelten für oberirdische Räume, wie etwa Waschküchen oder Hauswirtschaftsräume. Wenn diese Räume nicht ausreichend belüftet werden, kommt es in ihnen zu einem Feuchtigkeitsstau. Eine Belüftung sollte in solchen Räumen aber auch dann möglich sein, wenn das Fenster aus Einbruchssicherheitsgründen geschlossen ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Fenster anzugeben, das bei modularer Bauweise einen hervorragenden Schutz gegen das Eindringen von Wasser liefert.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Das Fenster besteht aus einem Bausatz aus einem Oberteil und einem Unterteil, die fest miteinander verschraubt und vorzugsweise wasserdicht aneinander abgedichtet sind und die jeweils einen Rahmen aus stranggepressten Profilstreben aufweisen, an oder in denen ein die Rahmenöffnung ausfüllendes Bauelement vorzugsweise wasserdicht befestigt ist.
Der Rahmen des Unterteils ist ein Blendrahmen, an dem ein beweglicher Fensterflügel befestigt ist. Der Rahmen des Oberteils ist ebenfalls als Blendrahmen für einen Lüftungseinsatz ausgebildet. • · · ·· ··· ·· · • · · · ··· · · · · · • · · ·· · ·· · ··· ······ · · ι · ♦ · ·· ·· »·« ·· ·· 2
Die Profilstäbe jedes Rahmens bilden einen Falz aus, der von zwei im Querschnitt eines Profilstabs gesehen im Wesentlichen senkrecht zueinander verlaufenden Wänden begrenzt ist, von denen eine erste Wand eine Anschlagwand ist, die parallel zu der von dem Rahmen aufgespannten Ebene verläuft, und die andere Wand ein Falzgrund ist. In der Anschlagwand ist auf der Rauminnenseite im Bereich von deren freien Rand vorzugsweise eine Nut zur Aufnahme eines elastischen Dichtungsstreifens ausgebildet, wie es bei Fensterprofilen an sich bereits bekannt ist.
In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass man bei Fenstern in aller Regel eine Raum Innenseite und eine Raumaußenseite definieren kann, wobei die Außenseite bei der vorliegenden Erfindung durch die Lage der Anschlagwand definiert ist.
Im Rahmen des Oberteils des Fensters ist ein Lüftungseinsatz befestigt, der an der Anschlagwand des Rahmenprofils abgedichtet anliegt. Es ist somit möglich, ein gegebenenfalls installiertes plattenförmiges Bauelement nachträglich gegen einen solchen Lüftungseinsatz auszutauschen, wobei der besondere Vorteil darin besteht, dass diese Arbeiten von der Rauminnenseite her vorgenommen werden können, weil die Dichtungsfläche der Anschlagwand, d.h. deren Fläche, an der der Dichtungsstreifen befestigt ist, der Rauminnenseite zugewandt ist.
So kann der Lüftungseinsatz aus einem Kasten bestehen, der einen Abschnitt hat, der durch die Rahmenöffnung durchgesteckt wird und einen umlaufenden Flansch hat, der an der Anschlagwand angeschraubt wird, vorzugsweise unter Zwischenlage eines Dichtungsstreifens. Auf den so angebrachten Kastenabschnitt kann dann von der Rauminnenseite her ein weiterer Kastenabschnitt aufgesteckt werden, in dem beispielsweise ein Ventilator für eine Zwangsbelüftung angeordnet ist. In dem Lüftungseinsatz kann ggf. ein Regenera-tiv-Wärmetauscher untergebracht sein, der einen Luftaustausch zwischen Raum und Außenumgebung ermöglicht, aber die Wärme aus dem ggf. beheizten Raum rückgewinnt.
Der Anschluss des erfindungsgemäßen Fensters an der Gebäudewand erfolgt in der üblichen, vorzugsweise und besonders bei Kellerfenstem druckwasserdichten Weise, so dass auf eine nähere Erläuterung an dieser Stelle verzichtet werden kann.
Besonders vorteilhaft ist die Verwendung eines Lüftungseinsatzes in Kombination mit einem Lüftungsrohr, das an dem Lüftungseinsatz wasserdicht angebracht ist und sich von der • · • ·* • ♦ 3
Außenseite des Fensters beispielsweise aus einem Fensterschacht ausreichend weit nach oben über einen bei Hochwasser erwarteten Wasserpegel erstreckt. Auf diese Weise ist es fnöglich, den betreffenden Raum auch in solchen Situationen, in denen ein Luftaustausch beispielsweise zur Vermeidung von Schimmelbildung besonders wichtig ist, weiter ausreichend zu belüften.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Querschnittsdarstellung eines Fensters mit einer im Oberteil befestigten Platte und einem am Unterteil angebrachten, beweglichen Fensterflügel;
Fig. 2 eine bevorzugte Ausführungsform, bei der im Oberteil ein Lüftungseinsatz befestigt ist;
Fig. 3 eine Ansicht des Fensters von Fig. 2 von innen;
Fig. 4 eine Ansicht des Fensters von Fig. 2 von außen; und
Fig. 5 ein Fenster nach Fig. 2 mit einem in den Lüftungseinsatz von außen eingesteck ten Be- und Entlüftungsrohr.
In Fig. 1 erkennt man ein aus einem Bausatz aufgebautes Fenster, insbesondere Kellerfenster, aus einem insgesamt mit 1 bezeichneten Oberteil und einem insgesamt mit 2 be-zeichneten Unterteil. Oberteil und Unterteil 1 und 2 haben jeweils einen Rahmen 3 bzw. 4, die an ihrer Stoßstelle miteinander wasserdicht verschraubt sind.
Die Rahmen 3 und 4 bestehen jeweils aus stranggepressten Profilstäben, die einen zur Rauminnenseite offenen Falz bilden, der gegen die Raumaußenseite von einer zur Rahmenebene parallelen Anschlagwand 5 begrenzt ist und im Übrigen einen sich im Wesentlichen senkrecht dazu erstreckenden Falzgrund 6 aufweist. An der Rauminnenseite weist die Anschlagwand 5 nahe ihrem Rand eine Nut zur Aufnahme eines Dichtungsstreifens 7 auf. Der Falzgrund 6 hat an seinem der Anschlagwand 5 fern liegenden Randbereich eine Nut 8 zur Aufnahme einer Glasleiste. «···· ······ • · · · ··· · · · · · • ·· · ♦ · ·· · ··· ······ · · · · ·· ·· ·· ··· ·· ·· 4
Am Rahmen 4 des Unterteils 2 ist ein Fensterflügel 9 beweglich angebracht. Die die Beweglichkeit des Fensterflügels 9 ermöglichenden Beschläge sind in Fig. 1 nicht dargestellt. Im Falz des Fensterflügels 9 ist eine Isolierglasscheibe 10 befestigt, an der auf der Rauminnenseite eine mit einer elastischen Dichtungslippe versehene Glasleiste 11 anliegt. Im geschlossenen Zustand ist der Fensterflügel 10 an dem Rahmen 4 außen mit dem schon erwähnten Dichtungsstreifen 7, vorzugsweise eine Lippendichtung, und innen mit einer Mitteldichtung 12 abgedichtet.
Im Oberteil 1 des Fensterbausatzes ist in dem von dem Rahmen 3 gebildeten Falz eine Platte 13 befestigt. Sie liegt an der Raumaußenseite an der an der Anschlagwand 5 befestigten Dichtung 7 an und ist an der Rauminnenseite durch eine Glasleiste 11 gehalten, die mit einer anextrudierten Dichtungslippe versehen ist, die an der Platte 13 anliegt. Die Glasleiste 11 sitzt in der schon erwähnten Nut 8, die im Falzgrund 6 ausgebildet ist. Die Platte 13 kann in dem Falz in üblicherweise verklotzt sein.
Der Anschluss der miteinander verschraubten Ober- und Unterteile 1 und 2 am Mauerwerk erfolgt über eine Zarge 14, an der das Fenster wasserdicht mittels einer Weichgummidichtung 15 und einer PU-Dichtmasse 16 auf der Rauminnenseite abgedichtet ist.
Bei der bevorzugten Ausführungsform von Fig. 2 ist die Platte 13 durch einen Lüftungseinsatz ersetzt, der insgesamt mit 17 bezeichnet ist. Der Lüftungseinsatz 17 besteht aus einem äußeren Kasten 18 aus Edelstahl, der einen umlaufenden Flansch 19 aufweist, der an einem Dichtungsstreifen 20 anliegt, der aus einer PU-Dichtmasse besteht und auf der Rauminnenseite der Anschlagwand 5 angebracht ist. Diese Dichtmasse 20 füllt auch die Nut in der Anschlagwand 5 teilweise aus. Vorzugsweise ist der äußere Kasten 18 des Lüftungseinsatzes 17 mit der Anschlagwand 5 mittels Schrauben (nicht dargestellt) durch die Dichtungsmasse 20 hindurch fest verschraubt.
Wie aus Fig. 2 zu entnehmen ist, ist der äußere Kasten 18 des Lüftungseinsatzes 17 von der Rauminnenseite her durch die vom Rahmen 3 des Oberteils 1 gebildete Öffnung hindurchgesteckt. An der Rauminnenseite ist der äußere Kasten 18 mit einer Auskleidung 21 versehen, die insbesondere eine Wärmedämmung ist und die über den Flansch 19 in Richtung zur Rauminnenseite vorspringt. Auf diesem Vorsprung ist eine an den Flansch 19 anstoßende Auskleidung 22 eines inneren Kastens 23 aufgesteckt, der auf der Rauminnenseite an der Zarge 14 verschraubt ist (nicht dargestellt). Die Auskleidung 22 des inneren Kas- 5 tens ist vorzugsweise ebenfalls eine Wärmedämmung. Der innere Kasten 23 ist am Rahmen 3 mittels eines Dichtungsstreifens 24 und an der Zarge 14 mittels einer Weichgummilippe 25 abgedichtet. Zur Rauminnenseite weist der Lüftungseinsatz im inneren Kasten 23 und zur Raumaußenseite 17 im äußeren Kasten 18 jeweils eine Be- und Entlüftungsöffnung 26 auf. In seinem Innenraum 27 kann ein Ventilator (nicht dargestellt) zur Zwangsbelüftung vorgesehen sein. Auch kann im Innenraum 27 ein Regenerativ-Wärmetauscher (nicht dargestellt) untergebracht sein, der einen Luftaustausch unter Wärmerückgewinnung ermöglicht. Am Unterteil 2 hat sich gegenüber Fig. 1 nichts geändert. Auf eine Wiederholung der Beschreibung kann daher verzichtet werden.
Die Ansicht der Innenseite gemäß Fig. 3 zeigt das Fenster mit seinem verglasten Fensterflügel 9 im Unterteil und im Lüftungseinsatz 17 im Oberteil, von dem der innere Kasten 23 mit der Abdeckung erkennbar ist. Auch die Außenseite von Fig. 4 zeigt keine Besonderheiten. Auf eine detaillierte Beschreibung kann daher verzichtet werden.
Die Ausführungsform von Fig. 5 ist gegenüber der von Fig. 2 um ein Lüftungsrohr 28 ergänzt, das in die Öffnung 26 an der Außenseite des Lüftungseinsatzes eingesteckt ist. Mit Hilfe des Lüftungsrohres 28 lässt sich der mit dem Fenster ausgestattete Raum, insbesondere Kellerraum, auch dann belüften, wenn Wasser vor dem Fenster, beispielsweise im Fensterschacht stehen sollte. Das Lüftungsrohr 28 ist an dem äußeren Kasten 18 wasserdicht angeschlossen. Hierfür kann man einen Rohrstutzen in der Wand des äußeren Kastens 18 beispielsweise mittels einer kragenförmigen Dichtung abdichtend befestigen, der im Innern eine Dichtung trägt, wie man von Abwasserrohren kennt, die einen in sie eingesteckten Krümmer abdichtet. Diese Details sind dem Fachmann geläufig und in der Zeichnung nicht dargstellt. Im Übrigen entspricht die Ausführungsform von Fig. 5 jener von Fig. 2.
Claims (4)
- • t t · · ··· · · f • · · · ··· I · · · · • ·· ·· · ·· · ··· ······ · · · · 6 Ansprüche 1. Fenster, insbesondere Kellerfenster, mit zwei Rahmenöffnungen, wobei in einer Rahmenöffnung ein beweglicher Fensterflügel (9) und in der anderen Rahmenöffnung ein Lüftungseinsatz (17) vorzugsweise wasserdicht befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Fenster aus einem modularen Bausatz aus einem Oberteil (1) und einem Unterteil (2) besteht, die jeweils einen Rahmen (3, 4) aus stranggepressten Profilstäben mit jeweils einer Rahmenöffnung aufweisen, wobei die Rahmen (3, 4) fest miteinander verschraubt und vorzugsweise wasserdicht aneinander abgedichtet sind, dass die Profilstäbe beider Rahmen (3, 4) jeweils einen Falz ausbilden, der von zwei im Querschnitt eines Profilstabs gesehen im Wesentlichen senkrecht zueinander verlaufenden Wänden (5, 6) begrenzt ist, von denen eine erste Wand eine Anschlagwand (5) ist, die parallel zu der von dem Rahmen (3, 4) aufgespannten Ebene verläuft, und die andere Wand einen Falzgrund (6) bildet, und dass der Lüftungseinsatz (17) in die Rahmenöffnung von der Rauminnenseite gegen die Anschlagwand (5) eingesetzt ist.
- 2. Fenster nach Anspruch 1, bei dem in der Anschlagwand (5) auf der Rauminnenseite im Bereich von deren freiem Rand eine Nut zur Aufnahme eines elastischen Dichtungsstreifens (7) ausgebildet ist.
- 3. Fenster nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Lüftungseinsatz im Oberteil (1) befestigt ist und aus einem Kasten (18, 22, 23) besteht, der an der Rauminnenseite und an der Raumaußenseite je wenigstens eine Öffnung (26) aufweist und der einen umlaufenden Flansch (19) hat, der unter Zwischenlage eines an der Anschlagwand (5) anliegenden Dichtungsstreifens (20) an der Anschlagwand (5) abgedichtet ist.
- 4. Fenster nach Anspruch 3, bei dem der Kasten (18, 22, 23) einen durch die Rahmenöffnung hindurchgesteckten äußeren Kasten (18) aus Metall aufweist, an dem der an dem Dichtungsstreifen (20) anliegenden Flansch (19) ausgebildet ist und auf den auf der Rauminnenseite ein innerer Kasten (23) mit anstoßender Auskleidung (23) aufgesteckt ist. Fenster nach Anspruch 4, bei dem der äußere Kasten (18) an dem Rahmen (3) des Oberteils (1) mittels seinen Flansch (19) durchdringender Schrauben befestigt ist. Fenster nach einem der Ansprüche 3 bis 5, bei dem in der Öffnung (26) ein nach außen abgehendes, abgewinkeltes Be- und Entlüftungsrohr (28) wasserdicht befestigt ist. Fenster nach einem der Ansprüche 3 bis 6, bei dem in dem Kasten (18, 22, 23) ein Ventilator angeordnet ist. Fenster nach einem der Ansprüche 3 bis 6, bei dem in dem Kasten (18, 22, 23) ein Regenerativ-Wärmetauscher angeordnet ist.
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