AT503757B1 - Verfahren zur nutzung von hochtemperaturbrennstoffzellen um haushaltsgeräte zu betreiben - Google Patents

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Description

2 AT 503 757 B1
Derzeit werden Brennstoffzellensysteme vorwiegend für die Wärmeversorgung, in Form von Heizung, für Häuser, Wohneinheiten aber auch in mobilen Anwendungen wie in Wohnwagen oder Wohnmobilen verwendet. Dabei wird bevorzugt die Abwärme der Brennstoffzelle für die Heizung und die Aufbereitung/Erwärmung des benötigten Brauchwassers verwendet. Für weitere Anwendungen wie Kochen mit einem Elektroherd, Backen oder auch zum Beispiel Wäschewaschen wird die Abwärme der Brennstoffzelle nicht genutzt. Durch diese Stromverbraucher kann es im öffentlichen Versorgungsnetz zu überproportionalen Stromspitzen kommen, die das Stromnetz belasten, und die deutlich höher sind als der mittlere Verbrauch z.B. eines Haushalts.
Der elektrische Wirkungsgrad von Brennstoffzellen beträgt derzeit zwischen 30 und 60 Prozent. Die restliche in der Brennstoffzelle erzeugte Energie liegt in Form von Abwärme vor. Je nach Anwendungsbereich oder gewünschter Energieform, kann nun die Brennstoffzelle so betrieben werden, dass diese mehr oder weniger Wärme oder elektrischen Strom erzeugt. Ein höherer Stromanteil wie er zum Beispiel im Teillastbetrieb der Brennstoffzellen anfällt, bedingt eine Reduktion der erzeugen Abwärme. Benötigt man mehr Abwärme, wird die Brennstoffzelle mehr und mehr Richtung Volllast betrieben. Dadurch verschiebt sich das Verhältnis von Strom und Abwärme zugunsten der erzeugen Abwärme. Diese Funktion der Brennstoffzelle ermöglicht eine gezielte Anpassung an den jeweiligen thermischen oder elektrischen Bedarf der Verbraucher.
Eine reine Wärmeproduktion hat derzeit einen Wirkungsgrad von bis zu 85 Prozent. Hingegen besitzt eine reine Stromerzeugung üblicherweise eine Wirkungsrad von 20 % bis 50 % je nach Art der verwendeten Primärenergie. Aufgrund dieser Wirkungsgrade ist es sinnvoll auf der Stromseite zu sparen und eine Optimierung der Energieproduktion hinsichtlich der Wärmeerzeugung durchzuführen. Für dezentrale Blockheizkraftwerke (BHKW) werden mehrheitlich Nieder- bzw. „Mitteltemperatur-" Brennstoffzellen verwendet, die Betriebstemperaturen zwischen 60 und rund 250°C aufweisen und deren nutzbare Abwärme in der Größenordnung von 60°C-80°C liegt. Diese sind daher nur zur Heizung oder Erwärmung von Wasser geeignet ist.
Auch von Hochtemperatur-Brennstoffzellen mit Betriebstemperaturen von 500 bis 1000°C sind Anwendungen dieser Art bekannt.
Dementsprechend ist die räumliche Anordnung der Brennstoffzellen meist zentral in einem Gebäude in Kombination mit der Heizung oder in deren Nähe. Der Transport der Wärme zu den Verbrauchern erfolgt über zentral erhitztes Wasser.
Nachfolgend wir der derzeitige Stand der Technik anhand von relevanten Patenten beschrieben. JP6176786 beschreibt ein System, das die Abwärme einer Brennstoffzelle zum Aufheizen des Brauchwassers in einem Boilers verwendet sowie eine zugehörige Regelung die ein Überhitzen des Boilers verhindert. Eine andere Verwendungsmöglichkeit des Systems als zur Erzeugung von Warmwasser wird nicht beschrieben. Ein ähnliches Prinzip liegt auch W09506842 zugrunde. Hier wird neben der Erhitzung eines Boilers noch allfällige Überschusswärme zu Dampf weiterverarbeitet.
In GB1320275 wird die Abwärme der Brennstoffzelle weitgehend im System für die Erwärmung eines Reformers verwendet. Eine externe Nutzung der Abwärme ist nicht zu erkennen.
Die Patentschrift DE10216099 beschreibt ein System, dass zur Aufheizung von Warmwasser und zur Einspeisung der Abwärme der Brennstoffzelle in eine Zentralheizung verwendet werden kann. Ein Teil der Wärme wird hier zur Wiederaufheizung des Abgases verwendet, um eine 3 AT 503 757 B1
Kondensatbildung im Kamin zu vermeiden.
Im Patent DE10242155 wird ein.Haartrockner (Fön) beschreiben, der eine kleine Brennstoffzelle für die Stromproduktion aufweist. Die Wärme für den Prozess wird ausdrücklich getrennt von 5 der Brennstoffzelle erzeugt und eine Nutzung von deren Abwärme ist nicht beschrieben.
Das Patent WO 00110209 der Siemens AG beansprucht die Bauart einer speziellen Wärmetauscherzelle und im Zusammenhang damit ein allgemeines Verfahren zur Nutzbarmachung der Abwärme einer luftgekühlten PEM-Brennstoffzelle. 10
Das Patent EP 1327835 der H2 Interpower GmbH bezieht sich ebenfalls auf eine PEM Brennstoffzelle und hierbei auf eine spezielle Luftführung um die Brennstoffzelle mit Sauerstoff zu versorgen und Raumluft durch die Abwärme der BZ direkt zu erwärmen. 15 Die Patente WO 98/04011 der Ztek Cooperation sowie die Anmeldung EP 1669700 von LG Elektronics handeln sich um HVAC Systeme. Systeme die zur Klimatisierung von Räumen oder Gebäuden verwendet werden können. Beide Dokumente beschreiben detaillierte und komplexe Kompressorkreisläufe und Kraft-Wärmekopplungssysteme zur Klimatisierung. 20 Einrichtungen zum Kochen oder Backen im häuslichen oder gewerblichen Bereich sind dem Stand der Technik entsprechend entweder mit gasförmigen oder festen Brennstoffen betrieben, z.B. als Gaskocher oder als Backrohr in einem Kachelofen oder als holzbeheizter Herd, oder sie werden elektrisch betrieben. Es sind keine Einrichtungen bekannt, bei denen die obgenannten Funktionen aus der Abwärme eines Stromerzeugers kommen bzw. in einem gemischten ther-25 mischen und/oder elektrischen Betrieb mit zumindest einer Komponente aus einer dezentralen Stromerzeugung gespeist werden.
Im Gegensatz zu den im Stand der Technik beschriebenen Ausführungen beinhaltet die erfindungsgemäße Lösung die Nutzung der Abwärme einer Mittel- oder Hochtemperatur-Brenn-30 stoffzelle. Diese werden üblicherweise mit Temperaturen zwischen 150 und 1000°C betrieben wird und besitzen eine Abwärme die geringfügig niedriger ist als die Betriebstemperatur. Diese Abwärme kann von der Abluft der Kathode herrühren und/oder vom Anodenabgas, dessen brennbarer Anteil gegebenenfalls noch vorher verbrannt oder oxydiert wird. Diese Nutzwärme, die wenigstens heißer als 100°C ist, typisch aber zwischen 350°C und 700°C liegt, soll für den 35 Betrieb von Einrichtungen z.B. in einer Küche, aber auch anderen Teilen eines Haushalts genutzt werden, die Medientemperaturen von zumindest 90°C benötigen. Das sind z.B. die Kochplatten eines Herdes oder die Wärme zum Heizen eines Backrohrs oder Heißluftherdes.
Die Abwärme von Hochtemperaturbrennstoffzellen kann prinzipiell für Heizzwecke jeglicher Art 40 (konventionelle Heizung, Brauchwasseraufbereitung aber auch das Aufheizen des benötigten Wassers für Waschmaschinen oder für die Trockenfunktion eines Geschirrspülers) verwendet werden. Zusätzlich kann der in der Brennstoffzelle produzierte Strom für das Betreiben von beliebigen elektrischen Geräten wie einem Elektroherd, einer Waschmaschine und/oder einem Geschirrspüler verwendet werden, wodurch wiederum das öffentliche Stromnetz entlastet wer-45 den kann.
Ein wesentlicher Ansatz der Erfindung ist auch, dass die Wärme nicht auf langen Übertragungswegen durch das Haus geführt wird, sondern möglichst nahe den zu beheizenden Objekten entsteht, indem die Brennstoffzelle z.B. in der Küche in der Nähe des Heißluftherdes aufge-50 stellt wird. Die Wärme kann dann auf eine gemeinsamen Schiene zwischen den verschiedenen möglichen Abnehmern verteilt werden um die Verluste des Transports zu minimieren.
Ein weiterer Bestandteil der Erfindung ist, dass durch eine bedarfsorientierte Aufteilung der Energieversorgung zwischen elektrischer und thermischer Energie, der Stromverbrauch des 55 Haushalts oder Gewerbes gleichmäßiger gestaltet werden kann und daher Spitzenbelastung 4 AT 503 757 B1 verringert wird. Nimmt man als mittleren Stromverbrauch für einen Haushalts rund 1 kW an, so kann der Spitzenverbrauch z.B. während des Kochens kurzfristig auf 5 kW ansteigen. Durch die Nutzung entsprechend heißer Abgase für Koch- und Backzwecke kann der Spitzenverbrauch an Strom beispielsweise auf ca. 2 kW gesenkt werden. Dadurch wird das Netz entlastet und die Energiekosten sinken aufgrund des verbesserten Gesamtwirkungsgrades.
Die Erfindung sieht auch vor, dass die von der Brennstoffzelle bereitgestellte thermische sowie auch elektrische Energie bedarfsgerecht auf die jeweilige gewünschte Nutzung aufgeteilt wird. Wird z.B. mehr thermische Energie benötigt, als bei der Stromerzeugung als Abwärme anfällt, kann das System so betrieben werden, dass der fehlende Teil der benötigten Wärme über eine elektrische Zusatzheizung erzeugt wird. Dadurch kann vermieden werden, dass Brennstoffzellensysteme überdimensioniert werden müssen, um beiden Anforderungen gerecht zu werden, und man kann dadurch erreichen, dass die Brennstoffzelle immer im optimalen Punkt betrieben wird. Benötigt man viel Wärme, wird die Brennstoffzelle im Bereich von Volllast oder gegebenenfalls in Überlast mit geringem elektrischen Wirkungsgrad betrieben. Benötigt man hingegen nur wenig Wärme, kann die Brennstoffzelle in Teillast mit hohem elektrischem Wirkungsgrad betrieben werden. Um in den Zeiten zwischen den periodisch anfallenden Verbrauchsspitzen, bedingt durch Abnehmer wie Kochherd oder Backrohr, die Brennstoffzelle oder das Brennstoffzellensystem nicht ungenutzt zu lassen, kann anfallende Abwärme für die an sich bekannte Erwärmung von Brauchwasser, zur Heizung oder Kühlung verwendet werden. Ein produzierter Stromüberschuss kann dabei gegebenenfalls auch in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Dadurch kann mit dem System auch bei der Abdeckung oder Glättung von Stromspitzen geholfen werden. Für ein solches Konzept bei dem die Brennstoffzelle Geräte in der Küche und/oder Badezim-mer/Wirtschaftsraum sowie die Heizung mit Wärme und Strom versorgt, ist es aufgrund der hohen Isolationsverluste durch lange Leitungswege nicht sinnvoll die Brennstoffzelle im Keller des Hauses aufzustellen.
Daher stellt sich die erfindungsgemäße Lösung die Aufgabe das Brennstoffzellensystem möglichst nahe an den Verbrauchern von Strom und Wärme aufzustellen, um die Transportwege und dadurch die Transportverluste vernachlässigbar gering zu halten und Reaktionszeiten so kurz wie möglich zu gestalten. Die Verbraucher bekommen nun einerseits den produzierten Strom der Brennstoffzelle eingespeist um wie bisher ihre herkömmliche elektrische Funktionsweise zu haben. Andererseits können die Anwendungsgeräte nun auch über die zur Verfügung stehende Abwärme und somit ohne elektrischen Strom betrieben werden. Diese Abwärme des Brennstoffzellensystems wird vorzugsweise über Wärmetauscher eingespeist und kann Teile oder auch die ganze herkömmliche elektrische Heizfunktion des Anwendungsgerätes durch diese Wärmemenge ersetzen. Dadurch wird der Strombedarf in Spitzenzeiten gesenkt und das öffentliche Stromnetz entlastet, sowie die durch ein solches System produzierte Abwärme sinnvoll und sehr effizient eingesetzt.
Die Regelung des Brennstoffzellensystems erfolgt derart, dass im Wesentlichen keine Überschusswärme erzeugt wird. In den Kochpausen wird mit der erzeugten Wärme beispielsweise das Brauchwasser erhitzt und/oder die Heizung bzw. auch eine Kühlung betrieben. Diese Produktion von Wärme kann im Teillastbetrieb der Brennstoffzelle mit einem sehr hohen Stromwirkungsgrad erfolgen.
Sollte es durch die Anwendungsgeräte zu einem Mehrbedarf an thermischer Energie kommen, als durch die Brennstoffzelle bereitgestellt werden kann, so ist es auch möglich mithilfe des in der Brennstoffzelle produzierten Stroms Wärme über eine elektrische Heizung für die Anwendungsgeräte zu erzeugen. Es ist daher möglich das System immer am optimalen Wirkungsgrad für die Strom- und Wärmeproduktion zu betreiben.
Bei der Anordnung eines solchen Systems ist auf kurze Wege zwischen Strom- und Wärmepro- 5 AT 503 757 B1 duktion und den Verbrauchern zu achten. Das Abgas der Brennstoffzelle beheizt zum Beispiel eine Kochplatte. Über eine Mengen- bzw. Temperaturregelung wird die Zufuhr der benötigten Wärmemenge eingestellt. Dieses System kann auch für sämtliche andere gedachten Anwendungen wie für den Heißluftherd, einen Geschirrspüler oder auch für eine Waschmaschine zur Anwendung kommen. Die Gasrückführung zur Brennstoffzelle erfolgt über eine isolierte eventuell koaxiale Leitung. Dieses Funktionsprinzip eignet sich auch für das Aufheizen von Brauchwasser und für Anwendungen zu Heiz- bzw. Kühlzwecken.
Als bevorzugtes Ausführungsbeispiel ist ein Energieversorgungssystem einer Küche und/oder ähnlicher Anwendungsbereiche die Medientemperaturen von zumindest 90°C benötigen, mit wenigstens einem thermischen Prozesse wie Kochen, Geschirrspülen und/oder Waschen, wobei der Strom zumindest teilweise über eine Hochtemperaturbrennstoffzelle mit Betriebstemperaturen über 100°C bereitgestellt wird, vorgesehen. Dieses ist in Abbildung 1 schematisch dargestellt. Die Brennstoffzelle 1 wird mit Kraftstoff versorgt und produziert dadurch elektrischen Strom und Wärme. Der elektrische Strom wird über Leitungen 4 zu den Anwendungsgeräten 3 wie z. B. Heißluftherd und/oder Wäschetrockner geführt und bei Bedarf über eine Heizspirale 6 zum Heizen des Gerätes bzw. von dessen Medien (Wasser, Luft) verwendet. Die produzierte Abwärme aus der Brennstoffzelle 1 wird über einen Wärmetauscher 2 und die Leitung 5 ebenfalls den Anwendungsgeräten 3 wie Heißluftherd und/oder Wäschetrockner zum heizen zur Verfügung gestellt. Die Geräte können ihrerseits entweder nur mit der Abwärme der Brennstoffzelle, durch den produzierten elektrischen Strom der Brennstoffzelle oder durch eine Kombination der beiden Energiequellen betrieben werden. Die Abwärme der Anwendungsgeräte wird über die Leitung 7 wieder dem Wärmetauscher 2 zugeführt und kann dadurch zum Beispiel auch für das Vorheizen der Brennstoffzellenluft verwendet werden. Überschüssige Abwärme wird über das Abgas an die Umgebung abgegeben.
Abbildung 2 stellt einen Systemteil dar, in dem Heißgas 8 aus der Brennstoffzelle mit Frischluft 9 über ein Mischventil 10 gemischt wird, um die für die Anwendungsgeräte 3 benötigte Temperatur bereitzustellen. Die Abluft der Anwendungsgeräte wird über die Leitung 11 abgeleitet.
Abbildung 3 zeigt einen Systemteil, der einen Teilstrom des Heißgases der Brennstoffzelle 1 über ein Ventil 12 an einen Wärmetauscher 2 weiterleitet. Die Wärmeübertragung vom Wärmetauscher 2 kann über ein beliebiges Arbeitsmedium an die Anwendungsgeräte 3 erfolgen. Die Abwärme der Anwendungsgeräte geht nach dem Wärmetauscher 2 direkt in die Abluft 15. Um eine zu große Wärmemenge am Wärmetauscher 2 zu verhindern, kann bei einer geringen benötigten Wärmemenge für die Anwendungsgeräte 3, der überschüssige Wärmeteilstrom der Brennstoffzelle über den Bypass 14 direkt zurück zur Brennstoffzelle 1 geleitet werden.
Abbildung 4 stellt ein Brennstoffzellensystem mit Wärmetauscher und Anwendungsgerät dar. Die Brennstoffzelle 1 wird mit Kraftstoff 16 und Frischluft 9 versorgt. Die Brennstoffzelle 1 produziert zum einen Strom und zum anderen Abwärme. Diese Abwärme wird direkt als Abluft Brennstoffzelle 8 einem Mischventil 12 zugeführt. Das Abgas 17 der Brennstoffzelle 1 wird gegebenenfalls durch eine entsprechende Abgasreinigung 18 geleitet und ebenfalls dem Mischventil 12 zugeführt. Von hier geht das Gasgemisch direkt an einen Wärmetauscher 2 der wiederum die Wärme an das Anwendungsgerät 3 z.B. ein Backrohr überträgt. Die Abwärme des Anwendungsgerätes 3 (z.B. Heißluftherd, Kochplatte, Geschirrspüler.....) wird an den Wärme tauscher 2 rückgeführt und gelangt in weiterer Folge mit der Rückluft 15 an die Brennstoffzelle. Optional wird dort mit der Rückluft die Brennstoffzelle oder das System vorgeheizt. Danach wird die Rückluft über die Abluft 11 des Systems an die Umgebung abgegeben. Der Wärmetauscher 2 des Systems kann entfallen, wenn mit Luft als Übertragungsmedium gearbeitet wird. Sollte als Übertragungsmedium allerdings ein Flüssigkeit wie z.B. Wasser benötigt werden, ist der Wärmetauscher 2 im System notwendig. Um eine zu große Wärmemenge am Wärmetauscher 2 zu verhindern, kann über den Bypass 14 die überschüssige thermische Energie direkt an die Brennstoffzelle 1 rückgeführt werden.

Claims (18)

  1. 6 AT 503 757 B1 Das Mischventil 12, sowie die Brennstoffzelle 1 selbst, werden über eine Steuerung geregelt. Diese ermittelt einerseits den aktuellen thermischen und elektrischen Energiebedarf des/der Anwendungsgeräte und regelt das Mischventil um den/die entsprechenden Wärmeteilströme für die Anwendungsgeräte, in Kombination mit oder auch ohne elektrische Zusatzheizung 6, zur Verfügung zu stellen. Andererseits kann die Brennstoffzelle mit dieser Steuerung so geregelt werden, dass sie für den aktuell ermittelten Energiebedarf am optimalen Betriebspunkt arbeitet. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Energieversorgung einer Küche und/oder ähnlicher Anwendungsbereiche die Medientemperaturen von zumindest 90°C benötigen, mit wenigstens einem thermischen Prozess wie Kochen, Geschirrspülen und/oder Waschen (3) wobei der Strom zumindest teilweise über eine Hochtemperaturbrennstoffzelle (1) mit Betriebstemperaturen über 100°C bereitgestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeversorgung wenigstens eines der thermischen Prozesse aus der Abwärme (8) (17) der Brennstoffzelle oder durch Kombination von Abwärme aus der Brennstoffzelle mit elektrischem Strom (6) erfolgt.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwärme der Brennstoffzelle gegebenenfalls nach entsprechender Reinigung (18) direkt zur Energieversorgung des thermischen Prozess herangezogen wird.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwärme der Brennstoffzelle mithilfe eines oder mehrerer Wärmetauscher (2) dem thermischen Prozess zugeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der thermische Prozess bevorzugt aus der Abwärme der Brennstoffzelle versorgt wird, und ein allfällig zur Deckung des Bedarfs fehlender Energieteil elektrisch (6) von der Brennstoffzelle und/oder aus dem öffentlichen Versorgungsnetz bereitgestellt wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffzelle (1) im selben Raum angeordnet ist wie die thermischen Prozesse (3) und/oder der Abstand zwischen der Brennstoffzelle und den Prozessen weniger als 4 m beträgt.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffzelle oder das Brennstoffzellensystem (1) so geregelt wird, dass die Abwärme der Brennstoffzelle oder des Brennstoffzellensystems (8) (17) zumindest die thermische Energie für einen Prozess wie heizen, backen, kochen oder waschen liefert und die überschüssige elektrische Energie zur Erzeugung von thermischer Energie für einen oder mehrere weitere Prozesse zu Verfügung steht, oder in das öffentliche Netz (4) eingespeist wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einer Steuerung, die den aktuellen Energiebedarf der einzelnen Prozesse (3) ermittelt dadurch gekennzeichnet, dass diese Steuerung aus der Summe des thermischen und elektrischen Energiebedarfs der einzelnen Prozesse den optimalen Arbeitspunkt der Brennstoffzelle oder des Brennstoffzellensystems (1) ermittelt und diese bzw. dieses so regelt, dass die Summe der von der Brennstoffzelle oder vom Brennstoffzellensystem gelieferten thermischen und elektrischen Energie der Summe des thermischen und elektrischen Bedarfs der einzelnen Prozesse entspricht.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einer Steuerung, die den aktuellen Energiebedarf der einzelnen Prozesse (3) ermittelt, dadurch gekennzeichnet, dass diese Steuerung aus der Summe des Energiebedarfs der einzelnen Prozesse die Brennstoffzelle oder das Brennstoffzellensystem (1) so regelt, dass die Abwärme der Brennstoffzelle oder des 7 AT 503 757 B1 Brennstoffzellensystems zumindest die thermische Energie für die Prozesse liefert und überschüssige oder fehlende elektrische Energie in das Netz eingespeist bzw. aus dem Netz bezogen wird.
  9. 9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder einem der Unteransprüche, mit mindestens einem thermischen Verbraucher (3) der eine Medientemperatur von zumindest 90°C benötigt, in den eine Leitung zur Wärmezufuhr mündet gekennzeichnet dadurch, dass eine Hochtemperaturbrennstoffzelle (1) mit einer Betriebstemperatur von mindestens 100°C vorgesehen ist, deren Abwärmeleitung (8) (17) mit der Wärmezufuhrleitung des thermischen Verbrauchers verbunden ist, über welche die Abwärme der Brennstoffzelle dem thermischen Verbraucher zugeführt werden kann.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9 gekennzeichnet dadurch, dass in der Wärmezufuhrleitung des thermischen Verbrauchers ein Abgasreinigungssystem (18) vorgesehen ist, in welchem die heißen Abgase der Brennstoffzelle gereinigt werden bevor sie in den thermischen Verbraucher eingeleitet werden.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 9 und 10 gekennzeichnet dadurch, dass die Abwärmeleitung (8) (17) der Brennstoffzelle über einen oder mehrere Wärmetauscher (2) mit der Wärmezufuhrleitung des thermischen Verbrauchers verbunden ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Ansprüchen 9 bis 11 dadurch gekennzeichnet dass, in der Wärmezufuhrleitung ein oder mehrere Regelventile, vorzugsweise ausgebildet als Magnetventile, vorgesehen sind, die über ein Dosierregelsystem, welches mit einer elektronischen Steuerung verbunden ist, ansteuerbar sind.
  13. 13. Vorrichtung gemäß Anspruch 9 bis 11 mit einem elektrischen Anschluss (6) des thermischen Verbrauchers dadurch gekennzeichnet, dass über eine elektrische Heizung bei Bedarf zusätzliche Wärme für den thermischen Verbraucher bereitgestellt werden kann.
  14. 14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 9 bis 11 gekennzeichnet dadurch, dass der thermische Verbraucher (3) ein Backrohr, insbesondere ein Heißluftbackrohr ist.
  15. 15. Vorrichtung nach den Ansprüchen 9 bis 11 gekennzeichnet dadurch, dass der thermische Verbraucher (3) ein Kochfeld, zumindest aber eine Kochplatte ist.
  16. 16. Vorrichtung nach den Ansprüchen 9 bis 11 gekennzeichnet dadurch, dass der thermische Verbraucher (3) ein Geschirrspüler ist.
  17. 17. Vorrichtung nach den Ansprüchen 9 bis 11 gekennzeichnet dadurch, dass der thermische Verbraucher (3) ein Wäschetrockner ist.
  18. 18. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder einem der Unteransprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Hochtemperaturbrennstoffzelle (1) eine Festoxyd-Brennstoffzelle (SOFC) oder eine Schmelzkarbonat Brennstoffzelle (MCFC) ist. Hiezu 4 Blatt Zeichnungen
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