AT503971B1 - Verfahren zur verkürzung der dosierzeit beim spritzgiessen - Google Patents

Verfahren zur verkürzung der dosierzeit beim spritzgiessen Download PDF

Info

Publication number
AT503971B1
AT503971B1 AT10302007A AT10302007A AT503971B1 AT 503971 B1 AT503971 B1 AT 503971B1 AT 10302007 A AT10302007 A AT 10302007A AT 10302007 A AT10302007 A AT 10302007A AT 503971 B1 AT503971 B1 AT 503971B1
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
screw
speed
injection
locking ring
pressure
Prior art date
Application number
AT10302007A
Other languages
English (en)
Other versions
AT503971A3 (de
AT503971A2 (de
Inventor
Christian Gornik
Original Assignee
Adcuram Maschb Holding Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Adcuram Maschb Holding Gmbh filed Critical Adcuram Maschb Holding Gmbh
Publication of AT503971A2 publication Critical patent/AT503971A2/de
Publication of AT503971A3 publication Critical patent/AT503971A3/de
Application granted granted Critical
Publication of AT503971B1 publication Critical patent/AT503971B1/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C45/00Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
    • B29C45/17Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
    • B29C45/46Means for plasticising or homogenising the moulding material or forcing it into the mould
    • B29C45/47Means for plasticising or homogenising the moulding material or forcing it into the mould using screws
    • B29C45/50Axially movable screw
    • B29C45/52Non-return devices
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C45/00Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
    • B29C45/17Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
    • B29C45/46Means for plasticising or homogenising the moulding material or forcing it into the mould
    • B29C45/47Means for plasticising or homogenising the moulding material or forcing it into the mould using screws
    • B29C45/50Axially movable screw
    • B29C45/5008Drive means therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Injection Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Abstract

Verfahren zum Betreiben eines Einspritzvorganges mittels einer Plastifizier- und Einspritzschnecke, wobei aus dem Schneckenvorraum durch eine translatorische Bewegung (5) der Schnecke die plastifizierte Kunststoffmasse in die Kavität eines Werkzeuges gefördert wird und wobei die Schnecke (1) während der translatorischen Bewegung (5) zusätzlich eine rotatorische Bewegung (6) ausführt, und die zusätzliche rotatorische Bewegung (6) derart ausgeführt wird, dass ein Verschieben plastifizierter Kunststoffmasse in den Schneckengängen in Richtung der Einfüllöffnung des Zylinders verhindert wird, wobei die Schneckendrehzahl so angepasst wird, dass der auf den Sperrring (3) wirkende Druck (9) auf der Seite des Schneckenvorraumes stets höher ist als der Druck (8) auf den Sperrring (3) auf der Seite der Schneckengänge und wobei die Ermittlung der vorliegenden Drücke mittels Druckaufnehmer im Schneckenvorraum und den Schneckengängen erfolgt.

Description

österreichisches Patentamt AT503 971 B1 2010-06-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Einspritzvorganges mittels einer Plastifizier- und Einspritzschnecke, wobei die Plastifizier- und Einspritzschnecke translatorisch und rotatorisch bewegbar ist und eine Rückstromsperre mit einem Sperrring umfasst, wobei plastifizierte Kunststoffmasse mittels rotatorischer Bewegung in einen Schneckenvorraum gefördert wird, wobei aus dem Schneckenvorraum durch eine translatorische Bewegung der Schnecke die plastifizierte Kunststoffmasse in die Kavität eines Werkzeuges gefördert wird und wobei die Schnecke während der translatorischen Bewegung zusätzlich eine rotatorische Bewegung ausführt.
[0002] Beim Einspritzen kommt es aufgrund der axialen Schneckenbewegung dazu, dass Material im Schneckenkanal relativ zur Schnecke Richtung Einzug verschoben wird bzw. zurückströmt. Dies führt besonders bei größeren Dosierwegen zu längeren Dosierzeiten, da das beim Einspritzen verschobene Material zu Beginn des Dosierens erst wieder nach vorne gefordert werden muss.
[0003] Aus der DE 10 2005 007 747 B3 ist ein gattungsgemäßes Verfahren bekannt, bei dem die Schnecke während der translatorischen Bewegung zusätzlich eine rotatorische Bewegung ausführt.
[0004] Die EP 1 211 043 A1 offenbart eine elektrische Spritzgießmaschine, bei der die benötigen Schneckenbewegungen von zwei Elektromotoren erzeugt werden.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren anzubieten, bei dem die Dosierzeit verkürzt werden kann.
[0006] Die Lösung der Aufgabe ist in Verbindung mit dem Oberbegriff des Anspruches 1 dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche rotatorische Bewegung der Schnecke während der translatorischen Bewegung derart ausgeführt wird, dass ein Verschieben plastifizierter Kunststoffmasse in den Schneckengängen in Richtung der Einfüllöffnung des Zylinders verhindert wird, wobei die Schneckendrehzahl so angepasst wird, dass der auf den Sperrring wirkende Druck auf der Seite des Schneckenvorraumes stets höher ist als der Druck auf den Sperrring auf der Seite der Schneckengänge und wobei die Ermittlung der vorliegenden Drücke mittels Druckaufnehmer im Schneckenvorraum und den Schneckengängen erfolgt.
[0007] Somit wird das Aufdrücken des Sperrringes verhindert. Ein Zurückströmen des Materials während des Einspritzens tritt somit nicht auf.
[0008] Die Schneckendrehzahl kann so beim Einspritzen nach einem mathematischen Modell geregelt werden, so dass keine Geschwindigkeitskomponente in Richtung des Schneckenkanals auftritt.
[0009] In den Zeichnungen wird schematisch das Verfahren der Erfindung wiedergegeben. Es zeigt [0010] Fig. 1 den Verlauf der Schneckenrückzugsgeschwindigkeit über dem axialen Schne ckenweg (Stand der Technik), [0011] Fig. 2 einen Schnitt durch eine Schneckenspitze, und [0012] Fig. 3 die Geschwindigkeitskomponenten der Schmelze um die Schnecke.
[0013] Figur 1 zeigt den zeitlichen Verlauf der Schneckenrückzugsgeschwindigkeit beim Dosieren. Hier erkennt man, dass zu Beginn des Dosierens die Schneckengeschwindigkeit geringer ist oder sogar ein Einbruch in der Geschwindigkeit vorliegt.
[0014] Um ein Zurückströmen des Materials während des Einspritzens zu verhindern, muss die Schnecke auch in dieser Prozessphase rotieren. Die Rotationsgeschwindigkeit wird dabei so mit der Axialgeschwindigkeit gekoppelt, dass kein Druckaufbau in den Schneckengängen erfolgen kann, sondern nur die nach hinten gerichtete Schleppströmung kompensiert wird. Ein 1/6
österreichisches Patentamt AT503 971 B1 2010-06-15
Druckaufbau in den Schneckengängen aufgrund der Rotation muss vermieden werden, um den Sperrring der Rückstromsperre nicht aufzudrücken. Ist der Druck beim Einspritzen in den Schneckengängen nämlich höher als im Schneckenvorraum, so schließt der Sperrring nicht, wie in Figur 2 dargestellt, und es strömt Schmelze zurück in die Schneckengänge. Figur 2 zeigt beispielhaft eine Schnecke 1 mit einer Schneckenspitze 2, einem Sperrring 3 und einem Anschlagring 4. Die axiale Bewegung 5 und die Rotationsbewegung 6 sind durch die Richtungspfeile gekennzeichnet, die Kraftvektoren verdeutlichen die Aufdrückkraft 8 und die Schließkraft 9. Ist die Aufdrückkraft 8 größer als die Schließkraft 9 entsteht ein Leckstrom 7.
[0015] Sinngemäß gilt dies auch für andere Rückstromsperrentypen wie beispielsweise die Zentralkugelrückstromsperre. Der Sperrring 3 muss, um die gewünschte Dichtfunktion der Rückstromsperre erfüllen zu können, am so genannten Anschlagring 4 anliegen und gegen diesen gedrückt werden.
[0016] Beim Einspritzen bewegt sich der Zylinder mit der Geschwindigkeit vZy,a relativ zur Schnecke. Diese Geschwindigkeit kann in eine Komponente in Kanalrichtung, vZy,z, und in eine Komponente quer zur Kanalrichtung, vZyx, zerlegt werden. Diese Aufteilung wird in Figur 3 verdeutlicht. Üblicherweise rotiert die Schnecke während des Einspritzens nicht, so dass die Komponente vZyz zu einem Volumenstrom in den Schneckengängen führt, aufgrund dessen Schmelze zurückströmt. Soll nun das Zurückströmen der Schmelze vermieden werden, so muss die Schnecke zusätzlich eine Rotationsbewegung ausführen. Der Zylinder bewegt sich daher relativ zur Schnecke nun zusätzlich mit der Geschwindigkeitskomponente vZyu. Diese Komponente muss so groß sein, dass sich eine resultierende Geschwindigkeit vZy,res ergibt, die senkrecht auf den Schneckensteg steht. Der Zusammenhang zwischen der Einspritzgeschwindigkeit und der notwendigen Schneckenumfangsgeschwindigkeit beim Einspritzen lautet daher: v. ’zy,u ~ ^Zy,a tan Ψ [0017] wobei cp der Schneckensteigungswinkel ist. Der Zusammenhang zwischen der Schneckendrehzahl n und der Schneckenumfangsgeschwindigkeit lautet
[0018] wobei D der Schneckendurchmesser ist. Für die Regelung der Schneckendrehzahl in Abhängigkeit der axialen Einspritzgeschwindigkeit ist also ein mathematisches Modell anwendbar.
[0019] Beim Einspritzen wird die Schmelze in der Metering-Zone dadurch nur in einer Wirbelströmung bewegt, es erfolgt jedoch kein Zurückströmen von Schmelze. Für den darauf folgenden Dosiervorgang ist die Schnecke nun schon vollständig mit Schmelze gefüllt und kann daher gleich einen Druck aufbauen.
[0020] Durch die Schneckenrotation während des Einspritzens werden auch die Schneckengänge der Einzugszone zu einem höheren Anteil mit Granulat gefüllt. Dadurch ist beim anschließenden Dosiervorgang auch die Gefahr geringer, dass Luft mit in den Schneckenvorraum gefördert wird.
BEZUGSZEICHENLISTE 1 Schnecke 2 Schneckenspitze 3 Sperrring 4 Anschlagring 5 Axiale Bewegung der Schnecke 1 6 Rotationsbewegung der Schnecke 1 7 Leckstrom 2/6

Claims (3)

  1. österreichisches Patentamt AT503 971 B1 2010-06-15 8 Aufdrückkraft 9 Schließkraft 10 Schneckensteg
    Schneckensteigungswinkel axiale Geschwindigkeit des Zylinders Geschwindigkeit bei reiner axialer Bewegung Umfangsgeschwindigkeit resultierende Geschwindigkeit Patentansprüche 1. Verfahren zum Betreiben eines Einspritzvorganges mittels einer Plastifizier- und Einspritzschnecke, wobei die Plastifizier- und Einspritzschnecke translatorisch und rotatorisch bewegbar ist und eine Rückstromsperre mit einem Sperrring (3) umfasst, wobei plastifizierte Kunststoffmasse mittels rotatorischer Bewegung (6) in einen Schne-ckenvorraum gefördert wird, wobei aus dem Schneckenvorraum durch eine translatorische Bewegung (5) der Schnecke die plastifizierte Kunststoffmasse in die Kavität eines Werkzeuges gefördert wird und wobei die Schnecke (1) während der translatorischen Bewegung (5) zusätzlich eine rotatorische Bewegung (6) ausführt, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche rotatorische Bewegung (6) derart ausgeführt wird, dass ein Verschieben plastifizierter Kunststoffmasse in den Schneckengängen in Richtung der Einfüllöffnung des Zylinders verhindert wird, wobei die Schneckendrehzahl so angepasst wird, dass der auf den Sperrring (3) wirkende Druck (9) auf der Seite des Schneckenvorraumes stets höher ist als der Druck (8) auf den Sperrring (3) auf der Seite der Schneckengänge und wobei die Ermittlung der vorliegenden Drücke mittels Druckaufnehmer im Schneckenvorraum und den Schneckengängen erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneckendrehzahl beim Einspritzen nach einem mathematischen Modell geregelt wird, so dass keine Geschwindigkeitskomponente in Richtung des Schneckenkanals auftritt. Hierzu
  3. 3 Blatt Zeichnungen 3/6
AT10302007A 2006-07-06 2007-07-04 Verfahren zur verkürzung der dosierzeit beim spritzgiessen AT503971B1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200610031172 DE102006031172B4 (de) 2006-07-06 2006-07-06 Verfahren zur Verkürzung der Dosierzeit beim Spritzgießen

Publications (3)

Publication Number Publication Date
AT503971A2 AT503971A2 (de) 2008-02-15
AT503971A3 AT503971A3 (de) 2010-03-15
AT503971B1 true AT503971B1 (de) 2010-06-15

Family

ID=38805996

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT10302007A AT503971B1 (de) 2006-07-06 2007-07-04 Verfahren zur verkürzung der dosierzeit beim spritzgiessen

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT503971B1 (de)
DE (1) DE102006031172B4 (de)

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10060086C1 (de) * 2000-12-02 2002-10-10 Battenfeld Gmbh Verfahren zum Betreiben eines Einspritzaggregates für eine Spritzgießmaschine
DE102005007747B3 (de) * 2005-02-18 2006-05-11 Krauss-Maffei Kunststofftechnik Gmbh Verfahren zum Betrieb einer elektrischen Plastifiziereinrichtung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

Also Published As

Publication number Publication date
DE102006031172B4 (de) 2010-03-18
DE102006031172A1 (de) 2008-01-10
AT503971A3 (de) 2010-03-15
AT503971A2 (de) 2008-02-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3612644C2 (de)
DE10018542A1 (de) Spritzgießmaschine mit kontinuierlich arbeitender Plastifiziereinheit
EP0390068B1 (de) Gasverschlussventil und Verfahren zum Steuern einer mit einem solchen Gasverschlussventil versehenen Kunststoffverarbeitungsanlage
DE102008027051A1 (de) Spritzeinheit
DE69825615T2 (de) Gaseinführung
DE102011100132B4 (de) Verfahren zur Herstellung polymererHohlkörper
DE102017009014A1 (de) Spritzgussmaschine
AT503971B1 (de) Verfahren zur verkürzung der dosierzeit beim spritzgiessen
EP1410891B1 (de) Kaltkanal-Verschlussdüse für das Spritzgiessen von Elastomeren
DE1929363C3 (de) Schaumspritzgußmaschine
DE10059615B4 (de) Rückstromsperre
WO2019237140A1 (de) Spritzgiessmaschine
DE102016201584A1 (de) Verfahren zur Anordnung einer Dichtungsformation an einem Bauteil und Extrusionsvorrichtung hierfür
AT518422B1 (de) Speicherbehältnis für eine Formgebungsmaschine
DE19928770A1 (de) Spritzgießmaschine
EP3569382A1 (de) Vorrichtung zum spritzgiessen von faserverbundkunststoffformteilen
CH707792A1 (de) Vorrichtung zum Zuführen des flüssigen Kunststoffs in ein Etagenwerkzeug.
DE102018106061A1 (de) Ausbringvorrichtung zum Ausbringen eines reaktiven Vorprodukts zur Polymerherstellung
DE202010014740U1 (de) Nadelverschlussdüse zum Injizieren von flüssigem Kunststoffmaterial
DE102015000128A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Spritzgießen von Formteilen mit einem Schneckenkolben und einer Rückstromsperre auf Spritzgießmaschinen
AT515836B1 (de) Schließeinheit für eine Spritzgießmaschine
AT521217A1 (de) Modul für eine Druckgussvorrichtung
DE10009827C2 (de) Vorrichtung zum Herstellen von Gegenständen aus thermoplastischem Kunststoff
DE102005023980B3 (de) Vorrichtung zum Spritzgießen von Formlingen
DE102022110443A1 (de) Vorrichtung zum Mikrospritzgießen

Legal Events

Date Code Title Description
MM01 Lapse because of not paying annual fees

Effective date: 20200704