AT504150A1 - Verfahren und vorrichtung zum bleichen von zähnen - Google Patents

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AT504150A1
AT504150A1 AT0138406A AT13842006A AT504150A1 AT 504150 A1 AT504150 A1 AT 504150A1 AT 0138406 A AT0138406 A AT 0138406A AT 13842006 A AT13842006 A AT 13842006A AT 504150 A1 AT504150 A1 AT 504150A1
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Bruno Pregenzer
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Description


  Verfahren und Vorrichtung zum Bleichen von Zähnen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bleichen von Zähnen, bei dem ein photoreaktives und/oder -katalysierbares Bleichmittel auf die Zähne aufgebracht und mit Licht aktiviert wird. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Bleichvorrichtung zum Bleichen von Zähnen nach einem solchen Verfahren, mit einem in eine Mundhöhle einführbaren, mit einem Handgriff verbindbaren Arbeitskopf, der eine borstenfeld- und/oder schwammartige Weichstruktur zum Ausbringen und Verreiben eines solchen photoreaktiven und/oder -katalysierbaren Bleichmittels auf den Zähnen aufweist.

   Aufgrund unterschiedlicher Ernährungsgewohnheiten (z.B. durch Tee- oder Kaffeekonsum), durch Tabakkonsum oder teilweise als Folge von Erkrankungen, operativen Eingriffen, Entzündungen im Dentalbereich oder nach einer Wurzelspitzenresektion usw. können Verfärbungen an Zähnen auftreten. Derartige Verfärbungen, die in der Regel am Zahnschmelz und am Dentin auftreten, sind für die betroffene Person störend, weshalb sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Verfahren zum Bleichen bzw. Aufhellen von Zähnen etabliert haben, bei denen auf die Zahnoberfläche ein Bleichmittel einwirkt, welches insbesondere durch Redoxreaktionen mit den die Verfärbung verursachenden Substanzen den Zahn wieder aufhellt. Häufig werden bei solchen Verfahren Substanzen eingesetzt, die Radikale oder beispielsweise atomaren Sauerstoff freisetzen, wie z.B. Peroxide.

   Nach bekanntem Stand der Technik unterscheidet man derzeit zwischen so genannten Home-Bleaching (Heimanwendungsverfahren) und so genannten In-Office-Bleaching (in der Arztpraxis durchgeführte) Verfahren. Bei den Home-Bleaching Verfahren werden schwache oder stärkere Peroxidverbindungen verwendet, bei denen der reaktive Sauerstoff bzw. die Radikale chemisch ausgetrieben werden. Durch den chemischen Prozess, der ohne Lichteinwirkung erfolgt, wird aufgrund der langen Bleichdauer von bis zu mehreren Stunden die Zahnschmelzoberfläche relativ stark angegriffen. Derartige Verfahren bezeichnet man auch als chemisches Bleaching.

   Beim so genannten dentalen In-Office-Bleaching, das nur von Zahnärzten oder Dentisten durchgeführt wird, erfolgt das Austreiben des aktiven Sauerstoffs bzw. der Radikale aus dem eigentlichen Bleichmittel (meist starke Peroxidverbindungen) auf chemischem oder chemischem und photothermischem Weg durch den Einsatz von Lampen. Da bei normalen In-Office-Bleaching-Verfahren starke Peroxidverbindungen verwendet werden, kann die Bleichdauer verkürzt werden. Dennoch kann man beobachten, dass der Zahnschmelz von den Chemikalien angegriffen wird. Bei zusätzlicher thermischer Unterstützung durch Lampen spricht man von so genannten photothermischen Bleachingverfahren. Durch zusätzliches Aufwärmen des Bleichmittels, das häufig als Gel aufgetragen wird, werden die starken Peroxidverbindungen rascher abgebaut, was die <
Dauer des Bleichverfahrens zusätzlich verkürzt.

   Wenngleich die verkürzte Bleichdauer grundsätzlich positiv für den Zahnschmelz ist, kann man dennoch vereinzelt Schädigungen am Zahnschmelz beobachten. Dabei werden meist Lampensysteme eingesetzt mit hoher Strahlungsleistung: z.B. Halogenlampen mit 380 bis 500 Nanometer nach Filterung mit einer Intensität von 400 bis 1000 mW/cm<2>oder Plasma-Lichtbogenlampen (Argon, Xenon) mit Wellenlängen von 430 bis 505 Nanometer nach Filterung und einer Intensität von 1600 bis 2000 mW/cm<2>. Bei so genannten Laser-Bleachingverfahren, die man ebenfalls in die Kategorie der photothermischen Bleachingverfahren einstuft, werden Laser eingesetzt mit Ausgangsleistungen von ca. 1 Watt, was im Vergleich zu einer herkömmlichen 75 Watt-Glühbirne eine um den Faktor 100 höhere Einstrahlintensität verursacht.

   Aus diesem Grund liegen die Behandlungszeiten bei LaserBleachingverfahren bei etwa 30 bis 60 sec. und einer anschliessenden Einwirkzeit von einigen Minuten. Im Vergleich zu herkömmlichen chemischen Verfahren sind die Schädigungen am Zahnschmelz bei photothermischen Verfahren deutlich verringert. Nachteilig ist allerdings, dass die Anschaffungskosten eines Lasers sehr hoch sind. Ausserdem muss das Bleichmaterial genau auf den Laser abgestimmt werden, z.B. der Absorptionskoeffizient des Bleichmittels in Verbindung mit der peroxidischen Komponente, damit es zu keiner thermischen Überbelastung des Zahnes, insbesondere der Pulpa, kommt.
Aus der DE 203 07 294 U1 ist eine zahnbürstenähnliche Gerätschaft bekannt, die an Stelle des bei einer Zahnbürste üblichen Borstenfeldes einen spangenförmigen Bestrahlungskopf aufweist.

   Dieser Bestrahlungskopf kann über die Zähne geschoben werden und bestrahlt die Zähne mit geeignetem Licht, um eine Bleichung der Zähne zu erreichen. Bei dieser unmittelbaren Bestrahlung ohne Zuhilfenahme eines Bleichmittels bestehen jedoch die oben genannten Nachteile.
Weiterhin sind im Stand der Technik diverse Zahnbürsten bekannt, die Beleuchtungseinrichtungen aufweisen, mittels derer verschiedene Bereiche der Mundhöhle einschliesslich der Zähne zu verschiedenen Zwecken beleuchtet werden können, vgl. DE 20 2005 015767 U1 , DE 20 2004 001004 U1 , DE 20 2004 004628 U1 , DE 295 17 758 U1 oder US 5,030,090.

   Diese bekannten Zahnbürsten sind jedoch nicht zum Bleichen der Zähne vorgesehen; die eingesetzten Lichtquellen sind dabei hinsichtlich Wellenlängenbereich und Lichtintensität auch nicht geeignet, eine Zahnbleichung herbeizuführen.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren sowie eine verbesserte Vorrichtung der genannten Art zu schaffen, die Nachteile des Standes der Technik vermeiden und letzteren in vorteilhafter Weise weiterbilden. Insbesondere soll eine zeitsparende, einfache und für den Anwender vertraute Handhabung des Bleichprozesses erreicht werden, die nichtsdestotrotz eine effiziente Zahnbleichung ohne Schädigungen am Zahnschmelz und am Zahnfleisch erreicht.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe durch ein Verfahren gemäss Anspruch 1 sowie durch eine Vorrichtung gemäss Anspruch 19 gelöst.

   Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Anstelle wie beim Stand der Technik in einem zweistufigen Prozess zunächst das Bleichmittel beispielsweise mit einem Spatel, Pinsel oder ähnlichen Instrumenten aufzutragen und sodann einen sperrigen Beleuchtungskopf auf die Zähne zu setzen, um das Bleichmittel zu aktivieren, schlägt die vorliegende Erfindung einen einstufigen Prozess vor, bei dem das Bleichmittel auf den Zähnen verrieben und gleichzeitig aktiviert wird. Erfindungsgemäss wird das Bleichmittel mit einer borstenfeld- und/oder schwammartigen Weichstruktur auf den Zähnen verrieben und während des Verreibens durch an der Weichstruktur abgestrahltes Licht geeigneter Wellenlänge und Intensität aktiviert.

   Hierzu wird eine zahnbürstenähnliche Bleichvorrichtung verwendet, deren Arbeitskopf einerseits eine Weichstruktur insbesondere in Form eines Borstenfeldes, gegebenenfalls auch in Form einer bauschartigen Schwamm- oder Fliesstruktur aufweist und andererseits eine Beleuchtungseinrichtung besitzt, mittels derer an der Weichstruktur das Bleichmittelaktivieren des Lichts auf das Bleichmittel abgestrahlt werden kann. Die Weichstruktur ist geeignet, eine ausreichende Menge des vorzugsweise pastösen oder gelartigen Bleichmittels aufzunehmen und wie beim normalen Zähneputzen durch Hin- und Herbewegen der Weichstruktur auf die Zähne aufzutragen und auf diesen zu verreiben.

   Vorteilhafterweise ist die drucknachgiebige Weichstruktur biege- und druckelastisch ausgebildet, um das Bleichmittel sanft zu verreiben und Irritationen am Zahnfleisch oder gar Schädigungen am Zahnfleisch und den Zahnoberflächen zu verhindern. Dabei wird durch die in den Arbeitskopf bzw. die Weichstruktur integrierte Beleuchtungseinrichtung und das davon abgestrahlte Licht das Bleichmittel gleichzeitig aktiviert.
In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung wird das die Aktivierung des Bleichmittels bewirkende Licht zumindest teilweise durch die Weichstruktur hindurchgeleitet und von der Weichstruktur insbesondere an dessen Arbeitsfläche abgestrahlt. Bei Ausbildung der Weichstruktur in Form eines Borstenfeldes kann das Licht durch die Borsten hindurchgeleitet werden und an den Borstenenden abgestrahlt werden.

   In Weiterbildung der Erfindung kann die Weichstruktur dabei ein Borstenfeld mit einer Vielzahl von Borstenbüscheln umfassen, wobei zumindest ein Teil der Borstenbüschel bzw. der zu Borstenbüscheln zusammengefassten Borsten als Lichtleiter ausgebildet sind. Die Weichstruktur bzw. das Borstenfeld bildet dabei sozusagen ein Teil der Beleuchtungseinrichtung. Letztere ist dabei derart beschaffen, dass zumindest ein Teil des Lichts in die als Lichtleiter ausgebildeten Borstenbüschel eingekoppelt wird, so dass es von diesen weitergeleitet und an den freien Enden abgestrahlt werden kann.
Grundsätzlich kann dabei das gesamte Borstenbüschel zur Lichtübertragung genutzt und das Licht gleichmässig verteilt über das Borstenbüschelfeld abgegeben werden.

   Nach einer alternativen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann jedoch auch eine ungleiche Lichtverteilung über das Borstenbüschelfeld bzw. die entsprechend ausgebildete Weichstruktur vorgesehen sein, beispielsweise kann an den Rändern der Weichstruktur eine geringere Lichtintensität vorgesehen werden als im Zentrum der Weichstruktur, um das mit den Rändern der Weichstruktur häufiger in Berührung kommende Zahnfleisch weniger stark zu bestrahlen.
Um nicht nur das zwischen der Zahnoberfläche und der Arbeitsfläche der Weichstruktur befindliche Bleichmittel zu bestrahlen, sondern auch das in der Weichstruktur eingelagerte, erst nach und nach abgegebene Bleichmittel zu aktivieren, kann in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass die Weichstruktur Lichtkanäle in Form von vorzugsweise kaminförmigen Aussparungen aufweist,

   in die die Beleuchtungseinrichtung ebenfalls Licht hineinstrahlt, um das darin befindliche Bleichmittel zu aktivieren. Die kaminförmigen Aussparungen brauchen dabei keine geometrisch regelmässige Form wie bei einem Kamin im engeren Sinne besitzen, sondern es können auch unregelmässig geformte Lichtkanäle vorgesehen sein, die vorteilhafterweise zumindest zur Arbeitsfläche der Weichstruktur hin offen ausgebildet sind, so dass das darin eingelagerte Bleichmittel abgegeben werden kann. Bei Ausbildung der Weichstruktur in Form eines Borstenfeldes können die zwischen den Borstenbüscheln verbleibenden Freiräume bzw. Aussparungen als Lichtkanäle genutzt werden, d.h. die Beleuchtungseinrichtung gibt das Licht vorteilhafterweise nicht nur in die Borsten, sondern auch in die Zwischenräume hinein ab.

   In Weiterbildung der Erfindung können hierzu am Boden der Weichstruktur in dem Arbeitskopf Lichtaustrittsöffnungen vorgesehen sein, die in Form von Materialaussparungen, insbesondere jedoch auch in Form von lichtdurchlässigen Wandungsabschnitten des Arbeitskopfes gebildet sein können.
Um bei Ausbildung der Weichstruktur in Form eines Borstenfeldes die Lichteinkopplung in die Borstenbüschel nicht zu behindern, ist in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass die Borstenbüschel nicht im Ankerstopfverfahren an dem entsprechenden Borstenträger befestigt sind. Es sind vielmehr alternative Befestigungsmittel frei von Ankerplättchen vorgesehen. Beispielsweise können die Borstenbüschel an dem Borstenträger verklebt oder verschweisst sein.

   Nach einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung können in dem Borstenträger beispielsweise Durchgangsausnehmungen vorgesehen sein, in die jeweils ein 
Borstenbüschel hineingestopft ist, so dass es auf der gegenüberliegenden Seite leicht heraustritt; dort kann das Borstenbüschel beispielsweise mit Hilfe eines heissen Stempels verschweisst werden, so dass eine günstige Einkoppelung des Lichtes in die Borstenbüschel erreicht werden kann.
Alternativ können die Borstenbüschel jedoch auch jeweils von einem Ankerplättchen gehalten sein, das in den Wandungen der Ausnehmungen im Borstenträger sitzt. Um die Lichteinkopplung zu verbessern, sind die um das Ankerplättchen umgeschlagenen Borsten in diesem Umschlagsbereich strukturverändert, insbesondere beispielsweise aufgeschmolzen oder in ein einkoppelndes Material eingegossen.

   Der um das Ankerplättchen umgeschlagene Abschnitt der Borstenbüschel besitzt hierdurch vorteilhafterweise eine effiziente Lichteinkoppelfläche.
Das Licht zur Aktivierung des Bleichmittels kann grundsätzlich auf verschiedenem Wege zu der Weichstruktur bzw. dem Borstenfeld des Arbeitskopfes gebracht werden. Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung kann die Beleuchtungseinrichtung eine in den Arbeitskopf integrierte Lichtquelle aufweisen. Insbesondere kann zumindest eine Lichtquelle unter einer die Weichstruktur tragenden Trägerplatte an dem Arbeitskopf angeordnet sein. Hierdurch können der Aufwand einer Lichtleitung zum Arbeitskopf und die dabei auftretenden Verluste vermieden werden.

   Die unter der Trägerplatte der Weichstruktur liegende Lichtquelle kann das Licht dabei unmittelbar in die vorteilhafterweise durch die Trägeplatte hindurchtretenden Borstenbüschel hineinstrahlen. Alternativ oder zusätzlich kann die Trägerplatte der Weichstruktur zumindest abschnittsweise lichtdurchlässig ausgebildet sein, so dass das von der Lichtquelle abgestrahlte Licht durch die Trägerplatte hindurch in die darüberliegende Weichstruktur, insbesondere die darin vorgesehenen Lichtkanäle gelangen kann.
Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung kann die Lichtquelle zumindest ein LED umfassen, dass im Arbeitskopf angeordnet ist.

   Vorzugsweise kön <>..
8nen mehrere LEDs Verwendung finden, insbesondere wenn die we[iota]cnstru[kappa]tur eine grössere Fläche besitzt und/oder eine grössere Fläche mit Licht beaufschlagt werden soll.
Um auch mit kleinbauenden und weniger lichtstarken Lichtquellen eine ausreichende Lichtintensität zu erreichen, kann in Weiterbildung der Erfindung die Beleuchtungseinrichtung einen Reflektor aufweisen, der das von der zumindest eine Lichtquelle abgegebene Licht weitestgehend vollständig auf die bzw. in die Weichstruktur wirft. Der Reflektor kann beispielsweise aus einer verspiegelten Folie bestehen.

   Vorteilhafterweise ist der Reflektor auf einer der Weichstruktur abgewandten Seite der Lichtquelle angeordnet, um sozusagen in die falsche Richtung geworfenes Licht zur Weichstruktur hinzulenken.
Alternativ zu einer solchen unmittelbar im Arbeitskopf angeordneten Lichtquelle kann die Beleuchtungseinrichtung auch eine Lichtquelle im Handgriff oder in einem Bürstenrohr zwischen dem Handgriff und dem Arbeitskopf aufweisen, wobei vorteilhafterweise ein mit der Lichtquelle wirkverbundener Lichtleiter zwischen der Lichtquelle und dem Arbeitskopf vorgesehen ist, um das von der Lichtquelle abgegebene Licht gezielt zum Arbeitskopf zu lenken. Dieser Lichtleiter kann grundsätzlich verschieden ausgebildet sein, beispielsweise in Form von in den Handgriff integrierten Lichtleitfasern.

   Alternativ kann der Lichtleiter auch von dem Handgriff und/oder dem Bürstenrohr selbst gebildet sein.
Ungeachtet der Anordnung der Lichtquelle im Arbeitskopf oder davon beabstandet im Handgriff bzw. Bürstenrohr erfolgt die Stromversorgung der Lichtquelle vorteilhafterweise vom Handgriff her. In dem Handgriff kann eine Stromversorgung angeordnet sein, die über geeignete elektrische Verbindungsmittel mit der Lichtquelle verbunden ist. Die Stromversorgung kann dabei beispielsweise aus einer vorzugsweise aufladbaren Stromquelle im Handgriff bestehen.

   Alternativ kann jedoch auch eine externe Stromversorgung sein, so dass in diesem Fall die im Handgriff angeordnete Stromversorgung im wesentlichen aus einem Kabelanschluss und gegebenenfalls einem Spannungswandler bzw. -regier besteht.
In besonders vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist die Weichstruktur zum Aufbringen und Verreiben des Bleichmittels auswechselbar ausgebildet. Vorteilhafterweise kann die Weichstruktur an einem austauschbaren Wechselträger befestigt sein, der von der Beleuchtungseinrichtung lösbar ist und lösbar an dem Arbeitskopf befestigt werden kann. Hierdurch kann bei Verschleiss die Weichstruktur ersetzt werden, ohne die Beleuchtungseinrichtung mitaustauschen zu müssen.

   Ebenso kann der Handteil der Bleichvorrichtung gegebenenfalls einschliesslich des wesentlichen Teils des Arbeitskopfes von verschiedenen Personen benutzt werden; hierzu setzt lediglich jeder Anwender "seine" Weichstruktur auf den Arbeitskopf.
Die Beleuchtungseinrichtung ist hinsichtlich ihres Wellenlängenbereiches und ihrer Lichtintensität an das Bleichmittel angepasst, um dieses in der gewünschten Weise zu aktivieren, wenn das Bleichmittel auf den Zähnen verrieben wird. Grundsätzlich können hierzu je nach Bleichmittel verschiedene Wellenlängenbereiche erforderlich sein. Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung strahlt die Beleuchtungseinrichtung Licht in einem Wellenlängenbereich von 450 bis 480 Nanometer, vorzugsweise etwa 460 Nanometer ab.

   Bei diesem Wellenlängenbereich tritt eine Abkühlung des bestrahlten Bleichmittels ein.
Besonders von Vorteil ist es, wenn das verwendete Bleichmittel wenigstens einen Photokatalysator enthält, so dass die Lichtaktivierung des Bleichmittels in kürzester Zeit und insbesondere während des Verreibens auf den Zähnen erfolgen kann.
Besonders günstig hat es sich herausgestellt, wenn der Photokatalysator als Nanopartikel ausgebildet ist. Nanopartikel haben den Vorteil, dass sie eine grosse Oberfläche aufweisen und damit günstige katalytische Eigenschaften besitzen. Darüber hinaus sind sie in grossen Mengen verfügbar und aufgrund ihrer geringen Grösse weisen sie keine negativen mechanischen Eigenschaften für den Zahn auf.

   Unter Nanopartikel versteht man Teilchen mit einem Durchmesser von etwa 1 Nanometer bis mehrere hundert Nanometer.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Photokatalysator ein Halbleiter ist, wobei es sich in diesem Fall als günstig herausgestellt hat, wenn die Nanopartikel bzw. Halbleiter aus der Gruppe Zn[theta]2, Si, [sigma]-Sn oder Ti[theta]2kommen.
In einer bevorzugten Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass die Nanopartikel Anatas sind. Bei Anatas handelt es sich um Titandioxid mit einem kubisch raumzentrierten Gitter, das besonders günstige Eigenschaften zur Erzeugung von Aktivsauerstoff aufweist.
Weiters ist vorgesehen, dass die Nanopartikel einen Durchmesser von nicht mehr als 100 Nanometer aufweisen.

   Aufgrund der Zahnstruktur haben sich Nanopartikel mit dem Durchmesser von etwa 100 Nanometer als besonders zugänglich erwiesen und als ideale Photokatalysatoren zum Freisetzen von Aktivsauerstoff bzw. reaktiven Radikalen herausgestellt.
Weiters ist vorgesehen, dass der Radikalbildner Wasserstoffperoxid und/oder ein Peroxydabspalter ist, wobei es günstig ist, wenn im Bleichmittel das Wasserstoffperoxid in Form einer wässrigen Lösung in einer Konzentration von 1 bis 10 %, vorzugsweise von etwa 5 % vorliegt.
Wenngleich das Bleichmittel bisher bereits ausgezeichnete Eigenschaften aufweist, ist es dennoch günstig, wenn ausserdem ein Verdickungsmittel vorhanden ist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass das Verdickungsmittel ein Acrylat ist.

   Durch das Vorhandensein eines Verdickungsmittels ist es möglich, das Bleichmittel als Gel oder Paste auszubilden, das auf den Zahn aufgetragen wird. Günstigerweise kann sich die beispielsweise peroxidische Substanz in der Matrix des Gels festsetzen und dort aufgrund der photokatalytischen Reaktion ideal freigesetzt werden. -
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Aufgrund der starken oxidativen Reaktion von Wasserstoffperoxid hat es sich als günstig erwiesen, wenn eine alkalische Komponente oder eine Puffersubstanz zur Erhöhung des pH-Wertes vorhanden ist, wobei es sich anbietet, wenn die alkalische Komponente oder Puffersubstanz Na2C03 ist, da Natriumcarbonat einerseits nur schwach alkalisch ist und ausgezeichnete Puffereigenschaften hat und darüber hinaus geschmacksneutral ist.
Peroxide haben ein starkes Bestreben, unter grosser Wärmeentwicklung zu zerfallen: z.B. 2H2O2-> 2H2O + O2+ 196,2 kJ.

   Bei Zimmertemperatur ist die Zerfallsgeschwindigkeit allerdings extrem gering. Man spricht von einer praktischen Beständigkeit oder einem metastabilen Zustand. Bei Erwärmen auf höhere Temperaturen zersetzt sich das Peroxid rasch, unter Umständen explosionsartig. Die grosse Zerfallshemmung von H2O2beruht hierbei darauf, dass der erste Schritt der Thermolyse in einer energieaufwändigen Molekülspaltung in 2HO-Radikale besteht (HOOH + 211 kJ --> 2HO). Diese setzen sich dann unter Auslösen einer Radikalkettenreaktion weiter mit Wasserstoffperoxid um (HO + H2O2--> H2O + HO2;HO2+ H2O2--> H2O + O2+ HO).

   Durch geeignete Katalysatoren lässt sich die Zersetzungsgeschwindigkeit von Wasserstoffperoxid stark erhöhen, sodass gegebenenfalls bei Raumtemperatur stürmische Sauerstoffentwicklung und bei hochkonzentrierten Lösungen wegen der starken durch die H2[theta]2-Thermolyse bedingten Temperatursteigerungen sogar explosionsartiger Zerfall eintreten kann. Die charakteristische Eigenschaft von H2O2ist insbesondere seine oxidierende Wirkung: H2O2- > H2O + O bzw. H2O2+ 2H<+>+ 2e<">-> 2H2O. Die Normalpotentiale für H2O2in saurer Lösung betragen + 1 ,76 Volt, in alkalischer Lösung + 0,87 Volt. Daher ist es günstig, dass das Bleichmaterial während der Anwendung im alkalischen Bereich liegt und daher nur einen geringen chemischen Angriff bewirkt.

   Zudem wird das H2O2im Gel im konkreten Fall stark verdünnt (etwa 5 %), wodurch ein chemischer Angriff auch bei sehr langer Behandlungsdauer (über 1 Stunde) nach den bisherigen Untersuchungen auszuschliessen ist. . .
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Weniger ausgeprägt ist die reduzierende Wirkung von H2O2: H2O2 -+ 2H + O2 bzw. H2O2--> 2H<+>+ O2+ 2e<">. Die Normalpotentiale für H2O2 in saurer Lösung betragen +0,68 Volt und in alkalischer Lösung -0,07 Volt. Die reduzierende Wirkung tritt also nur gegenüber ausgesprochenen Oxidationsmitteln auf. Für das Bleichen der Zähne ist primär der beim Zerfall des H2O2 entstehende atomare Sauerstoff verantwortlich. Die Normalpotentiale für atomaren Sauerstoff in sauren Lösungen liegen bei 2,42 Volt, in basischen Lösungen bei 1 ,59 Volt.

   Bei einem erfindungsgemässen Bleichmittel liegt bei Arbeiten im basischen Bereich ein niedriger Wert des Normalpotentials für H2O2und ein hoher Wert des Normalpotentials für Sauerstoff vor. Damit ist ein niedriger Anteil des chemischen Angriffs der Zahnsubstanz zu erwarten, jedoch eine hohe Oxidationsrate für die Zerstörung der An- bzw. Einlagerung des Zahnes gegeben.
Weiters ist vorgesehen, dass die Nanopartikel bezogen auf das wasserfreie Bleichmittel in einer Konzentration (Masse/Masse) von etwa 1 bis 90 %, vorzugsweise in einer Konzentration von 60 bis 80 % vorliegen. Besonders bevorzugt beträgt der Massenanteil etwa 75 %.

   Es hat sich herausgestellt, dass bei derartig hohen Konzentrationen an Nanopartikeln die Sauerstoffabgabe rascher erfolgen und damit die Behandlungsdauer verkürzt werden kann.
Bei der Verwendung eines Verdickungsmittels ist vorgesehen, dass das Verdickungsmittel in einer Konzentration (wasserfrei) von 10 bis 20 % vorliegt, bevorzugt etwa 17 % beträgt. Dies ist eine günstige Menge, um ein ideales Gel zu bilden.
Weiters ist vorgesehen, dass die alkalische Komponente in einer Konzentration (wasserfrei) von unter 10 % vorliegt.
Insbesondere ist vorgesehen bei der Verwendung eines Halbleiters, dass Licht mit einer Wellenlänge entsprechend der Bandlücke des Halbleiters verwendet wird.

   Alternativ zu den vorgenannten LEDs kann als Lichtquelle ggf. auch ein Argonlaser, ein KTP-Laser, ein Diodenlaser oder ein Nd-Yag-Laser oder ein C[theta]2-Laser verwendet werden, deren Licht beispielsweise über geeignete Lichtfaserkabel in den Arbeitskopf bzw. die dort vorgesehene Weichstruktur geleitet wird. Bevorzugt ist jedoch die vorgenannte LED-Lösung.
In einer bevorzugten Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass Anataspartikel mit Licht einer Wellenlänge im UV-nahen Bereich, vorzugsweise bei einer Wellenlänge von 380 bis 500 Nanometer, besonders bevorzugt bei einer Wellenlänge von etwa 460 bis 470 Nanometer, bestrahlt werden. Eine thermische Schädigung der Pulpa kann dann nicht eintreten, wenn die Leistung der benötigten Lichtquellen im Milliwatt- bis Wattbereich liegt.

   Das für die katalytische Bleichung verwendete Gel wird bei einer solchen Bestrahlung nicht verändert. Die im Bleichmittel vorhandenen Nanopartikel mit Halbleitereigenschaften wirken als Katalysatoren, die bei Bestrahlung zur Erzeugung von aktivem Sauerstoff dienen. Die Wellenlänge der Strahlung wird aus der Energielücke des Halbleiters ermittelt und hängt davon ab, wieviel Energie aufgewendet werden muss, um ein Elektron aus dem nichtleitenden Band des Halbleiters in das leitende Band des Halbleiters anzuregen. Die aufgewendete Energie muss höher als diese Bandlückenenergie sein. Bei der Verwendung von Anatasnanopartikel hat es sich z.B. herausgestellt, dass die günstigste Wellenlänge bei 380 bis 500 Nanometer vorzugsweise 450 bis 480 Nanometer liegt, die man mit am Markt befindlichen Leuchtdioden (LED) erzeugen kann.

   Die Leistungen dieser LEDs liegen im Milliwattbereich und sind ausreichend zur Erzeugung des für das Bleichen notwendigen Aktivsauerstoffs. Bei den durchgeführten Untersuchungen wurde neben LEDs mit verschiedenen Wellenlängen zwischen 320 und 500 Nanometer auch eine herkömmliche Aushärtelampe für so genannte Komposits eingesetzt. Die Bleichergebnisse sind vergleichbar, d.h. es können für das erfindungsgemässe Verfahren auch herkömmliche Aushärtelampen verwendet werden. Es bieten sich darüber hinaus folgende Halbleiter bzw. deren Nanopartikel für die Verwendung des erfindungsgemässen Verfahrens an: Zinkoxid (Bandlücke 3,2 eV) mit einer Anregungswellenlänge von etwa 387 Nanometer.

   Silicium (Bandlückenenergie 1 ,1 eV) entsprechend einer Anregungswellenlänge von 1127 Nanometer.
[sigma]-Zinn (mit einer Bandlückenenergie von etwa 0,08 eV) entsprechend einer Anregungswellenlänge von ca. 15 [mu]m.
Beim Bleichen muss die verwendete Laserstrahlung energetisch höher sein als die Bandlückenenergie der Nanopartikel, d.h. das Gel wird mit einer niedrigeren Wellenlänge als die Bandlückenenergie angeregt. So könnten beispielsweise auch herkömmliche Laser für die oben genannten Nanopartikel verwendet werden. Es bieten sich z.B. Argonlaser (488 bis 514 Nanometer), KTPLaser (532 Nanometer), Diodenlaser (805 Nanometer) und Nd-Yag-Laser (1064 Nanometer) an. Mit einem C[theta]2-Laser (10600 nm) könnte ein aZinnnanopartikel angeregt werden.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und zugehöriger Zeichnungen näher erläutert.

   In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 : ein schematisches Flussdiagramm zur Erläuterung der Wirkungsweise des mit einem Photokatalysator versehenen Bleichmittels und dessen Reaktion bei Lichtbestrahlung,
Fig. 2: eine perspektivische, schematische Darstellung einer als elektrische Zahnbürste ausgebildeten Bleichvorrichtung nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung, und
Fig. 3: eine Schnittansicht des Bürstenkopfes der Zahnbürste aus Fig. 2, die im Bürstenkopf angeordnete Lichtquelle unter dem Borstenträger zeigt.
Der in Fig. 1 gezeigte Ablauf soll den Reaktionsmechanismus bzw. den zum Bleichen erforderlichen katalytischen Zyklus verdeutlichen. In einem erstenSchritt trifft Licht im UV-nahen Bereich auf beispielsweise ein Anatasteilchen.

   Aufgrund der Halbleitereigenschaft und der Anregung durch das Licht wird ein Elektron aus dem nichtleitenden Band in das leitende Band angeregt. Es kommt zur Bildung eines Elektrons im Leitband und eines Lochs im nichtleitenden Band. Sowohl das Elektron als auch die Elektronenlücke wandern an die Oberfläche. Dort kann es zu einer Übertragung des Elektrons an Luftsauerstoff kommen und zur Bildung eines Superoxidradikals bzw. nimmt die Elektronenlücke ein Elektron eines Hydroxylions in wässriger Lösung auf. Die Hydroxylionen liegen aufgrund der Autoprotolyse von Wasser bzw. der basischen Komponente in ausreichender Menge vor. In weiterer Folge katalysiert dieses Hydroxylradikal den H2[theta]2-Zerfall. Wenn nun noch eine basische Komponente anwesend ist, wird die linke Seite der Figur, also die Bildung des Hydroxylradikals begünstigt.

   Die Reaktion mit dem Superoxid radikal 02 ist von untergeordneter Bedeutung. Sind die Nanoteilchen zu gross, so kommt es innerhalb der Partikel zu Rekombinationen der Elektronen und Elektronenloch- bzw. -lückenpaare und damit wird die Erzeugung von Radikalen in der Lösung unterbunden. Daher haben auch grössere Partikel, z.B. bei der Verwendung von herkömmlich gekauftem feinpulvrigem Titandioxid, keinen Bleicheffekt. Die Lebensdauer der Radikale in basischer Lösung ist darüber hinaus höher als in saurem Milieu. Daher ist das leichtbasische Milieu weiter bevorzugt. Titandioxidnanopartikel sind Halbleiter mit einer Bandlückenenergie von ca. 3 eV, was einer Anregungswellenlänge von etwa 400 Nanometer entspricht.
Wie bereits beschrieben, können kleine Teilchen bereits den H2[theta]2-Zerfall und die thermische Anregung eines Zerfalls des H2O2bewirken.

   Dieser Zerfall kann technisch auf einfache Weise nicht gesteuert werden. Abgesehen vom chemischen Angriff auf Zahn- und Zahnschmelz würde bereits vor dem Auftragen des Gels der Zerfall des H2O beginnen und der gewünschte Bleicheffekt würde nicht mehr ausreichend gewährleistet sein. Bei einer erfindungsgemässen Anwendung mit 5 %igem H2O2und Anatasnanopartikel wird bei normalen Bedingungen kein Zerfall beobachtet. Wird hingegen das Gel mit UV-nahem Licht bestrahlt, beginnt der Zerfall nach einigen Sekunden, d.h. der quantitative Zer fall kann gesteuert werden durch die entsprechende Steuerung der Lichtzufuhr bzw. der Lichtleistung und Lichtenergie. Eine Steuerung ist einerseits durch die Optimierung der Wellenlänge und den prozentualen Anteil der Nanopartikel möglich. Typischerweise weisen Nanopartikel der erfindungsgemässen Art (z.B.

   Anatas) eine spezifische Oberfläche von 70 bis 120 m<2>/g auf. Das Verfahren läuft vollständig ohne Erwärmung und daher treten auch keine thermischen Schädigungen des Zahns oder Zahnfleisches auf.
Die Aktivierung des Bleichmittels kann dabei vorteilhafterweise durch eine als elektrische Zahnbürste 1 ausgebildete Bleichvorrichtung 2 erfolgen, wie sie in Fig. 2 gezeigt ist. Diese Zahnbürste 1 umfasst einen Handteil 3, der über ein Bürstenrohr 4 mit einem Arbeitskopf 5 verbunden ist. Der genannte Arbeitskopf 5 trägt dabei als Weichstruktur 6 ein Borstenfeld 7, das in der gezeichneten Ausführung im wesentlichen eine runde Kontur besitzt und eine Vielzahl von Borstenbüscheln 8 umfasst.

   Die genannten Borstenbüschel 8 sind dabei auf einem im wesentlichen plattenförmigen, in der gezeichneten Ausführung kreisrunden Borstenträger 9 befestigt, der an dem Bürstenrohr 4 bzw. dem damit verbundenen Arbeitskopf 5 beweglich gelagert ist. Insbesondere kann der Borstenträger 9 um eine Drehachse drehbar sein, die sich quer zur Längsrichtung des Bürstenrohres 4 und im wesentlichen parallel zur Längsrichtung der Borstenbüschel 8 erstreckt.
Ein nicht näher dargestellter, an sich bekannter Antrieb kann einen Elektromotor in dem Handteil 3 aufweisen, der von einem ebenfalls in dem Handteil 3 untergebrachten Akku her energieversorgt wird und andererseits über einen ebenfalls nicht gezeigten Übertrager in dem Bürstenrohr 4 mit dem Borstenträger 9 verbunden ist, um diesen rotatorisch oszilierend um die genannte Drehachse 10 anzutreiben.
Wie Fig.

   3 zeigt, sitzt in dem Arbeitskopf 5 unterhalb des Borstenträgers 9, d.h. auf der dem Borstenfeld 7 abgewandten Seite des Borstenträgers 9 eine Lichtquelle 11 einer Beleuchtungseinrichtung 12, mit Hilfe derer das Borstenfeld 9 und das damit auf den Zähnen zu verreibende Bleichmittel durch den Borstenträger 9 hindurch mit aktivierendem Licht bestrahlt wird. In der gezeichneten Ausführungsform umfasst die Lichtquelle 11 eine Mehrzahl von LEDs 13, die auf einer gemeinsamen Trägerplatte angeordnet sind. Die genannte Lichtquelle 11 wird dabei über eine Versorgungsleitung 14 mit elektrischer Energie versorgt.

   Die genannte Versorgungsleitung 14 kann sich im Bürstenrohr 4 erstrecken und in das Handteil 3 hineinverlaufen, um dort mit der darin vorgesehenen Stromquelle verbunden zu sein.
Wie Fig. 3 zeigt, bestrahlt die in den Arbeitskopf 5 integrierte Lichtquelle 11 die Unterseite des Borstenträgers 9. Einerseits wird hierdurch Licht in die Borstenbüschel 8 eingekoppelt. Die Borstenbüschel 8 sind in Durchgangsausnehmungen in dem Borstenträger 9 befestigt, beispielsweise darin eingeklebt oder verschweisst. Die der Lichtquelle 11 zugewandten Enden der Borstenbüschel 8 dienen als Lichteingang, während die freien Enden der Borstenbüschel 8 als Lichtausgang dienen, von dem das eingekoppelte Licht abgestrahlt wird.

   Die Borstenbüschel 8 selbst dienen als Lichtleiter.
Andererseits ist der Borstenträger 9 selbst zumindest bereichsweise, insbesondere zwischen den Borstenbüscheln 8 lichtdurchlässig und/oder lichtleitend ausgebildet, so dass von der Lichtquelle 11 auch die zwischen den Borstenbüscheln 8 verbleibenden Zwischenräume des Borstenfeldes 7 mit Licht beschienen werden.

   Hierdurch kann zwischen den Borstenbüscheln 8 eingelagertes Bleichmittel aktiviert werden, während mit dem Borstenfeld 7 das Bleichmittel auf den zu behandelnden Zähnen verrieben wird.
Um die Lichtbeaufschlagung des Borstenträgers 9 bzw. des Borstenfeldes 7 auch bei begrenzter Leistung der Lichtquelle 11 zu optimieren, ist in Weiterbildung der Erfindung in dem Arbeitskopf 5 ein Reflektor 15 integriert, der in der gezeichneten Ausführung auf der dem Borstenfeld 7 abgewandten Seite der Lichtquelle 11 angeordnet ist und an sich "falsch" abgestrahltes Licht auf den Borstenträger 9 bzw. das Borstenfeld 7 zu lenken. Der Reflektor 15 kann aus [iota]
18 einer auf der Innenseite verspiegelten Schale beispielsweise in Form einer beschichteten Folie bestehen.
Vorteilhafterweise ist der Borstenträger 9 mit dem daran befestigten Borstenfeld 7 auswechselbar gestaltet.

   Er kann in an sich bekannter Weise einen Kupplungsabschnitt aufweisen, mittels dessen er lösbar am Arbeitskopf 5 befestigbar ist. Die Beleuchtungseinrichtung 12 mitsamt der Lichtquelle 11 verbleibt hingegen im Arbeitskopf 5, so dass lediglich das Borstenfeld 7 getauscht wird.

Claims (17)

Patentansprüche
1. Verfahren zum Bleichen von Zähnen, bei dem ein photoreaktives und/oder -katalysierbares Bleichmittel auf die Zähne aufgebracht und mit Licht aktiviert wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Bleichmittel mit einer Borstenfeldund/oder schwammartigen Weichstruktur (6) auf den Zähen verrieben und während des Verreibens durch an der Weichstruktur (6) abgestrahltes Licht geeigneter Wellenlänge und Intensität aktiviert wird.
2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das die Aktivierung bewirkende Licht zumindest teilweise durch die Weichstruktur (6) hindurch geleitet und von der Weichstruktur (6) abgestrahlt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Licht mit einer Wellenlänge von 450 bis 480 Nanometer abgestrahlt wird.
- 4 -
tung (12) zum Bestrahlen des Bleichmittels mit das Bleichmittel aktivierendem Licht an der Weichstruktur (6) aufweist.
20. Bleichvonichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Beleuchtungseinrichtung in den Arbeitskopf (5) integriert ist und/oder die Weichstruktur (6) einen Teil der Beleuchtungseinrichtung (12) bildet.
21. Bleichvonichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei die Weichstruktur (6) ein Borstenfeld (7) mit Borstenbüscheln (8) aufweist, wobei zumindest ein Teil der Borstenbüschel (8) als Lichtleiter ausgebildet ist und die Beleuchtungseinrichtung (12) derart beschaffen ist, dass zumindest ein Teil des Lichts in die als Lichtleiter ausgebildeten Borstenbüschel (8) eingespeist, von diesen weitergeleitet und an den freien Enden der Borstenbüschel (8) abgestrahlt wird.
22. Bleichvonichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei verschiedenen Borstenbüschel (8) verschieden stark lichtleitend ausgebildet sind und/oder in verschiedene Borstenbüschel (8) verschieden intensives Licht einspeisbar ist.
23. Bleichvonichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei Borstenbüschel (8) unterschiedlicher Länge und/oder in zumindest einem Borstenbüschel (8) Borsten unterschiedlicher Länge vorgesehen sind.
24. Bleichvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 19 bis 22, wobei die Weichstruktur (6) Lichtkanäle in Form von kaminförmigen Aussparungen aufweist und die Beleuchtungseinrichtung (12) Licht in die genannte Lichtkanäle strahlt.
25. Bleichvorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch in Verbindung mit Anspruch 21 , wobei die Lichtkanäle sich etwa parallel zu einer Borstenbüschellängsrichtung erstrecken und am Fusse der Borstebüschel (8) Lichteinspeisemittel zum Einspeisen von Licht in die Lichtkanäle vorgesehen sind.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lichtleistung unter einem Watt, bevorzugt zwischen einem Miliwatt pro Quadratzentimeter und 25 Miliwatt pro Quadratzentimeter beträgt.
5-
26. Bleichvonichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Beleuchtungseinrichtung (12) Licht im Wellenlängenbereich von 450 bis 480, vorzugsweise etwa 460 Nanometer abgibt.
27. Bleichvonichtung nach Anspruch 21 oder einem der darauf rückbezogenen Ansprüche, wobei die Borstenbüschel (8) durch Befestigungsmittel frei von Ankerplättchen an einem Borstenträger befestigt sind.
28. Bleichvonichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Borstenbüschel (8) an dem Borstenträger (9) verklebt und/oder verschweisst sind.
29. Bleichvonichtung nach Anspruch 21 oder einem der darauf rückbezogenen Ansprüche 22 bis 26, wobei die Borstenbüschel jeweils von einem in den Wandungen einer Borstenbüschelausnehmung sitzenden Anker gehalten sind, wobei ein um den Anker umgeschlagener Abschnitt des jeweiligen Borstenbüschels Mittel, insbesondere eine Strukturveränderung, zur Verbesserung der Lichteinkopplung aufweist.
30. Bleichvonichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 19 bis 29, wobei die Beleuchtungseinrichtung (12) zumindest eine Lichtquelle (11) aufweist, die unter einer die Weichstruktur (6) tragenden Trägerplatte an dem Arbeitskopf (5) angeordnet ist.
31. Bleichvonichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Trägerplatte zumindest teilweise lichtdurchlässig und/oder lichtleitend ausgebildet ist.
32. Bleichvorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lichtquelle (11) zumindest ein LED (13) umfasst, welches im Arbeitskopf (5) angeordnet ist.
33. Bleichvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 30 bis 32, wobei die Beleuchtungseinrichtung (12) einen Reflektor (15) aufweist, der auf einer der Weichstruktur (6) abgewandten Seite der Lichtquelle (11) angeordnet ist und/oder von der Lichtquelle (11) abgestrahltes Licht auf die und/oder in die Weichstruktur (6) lenkt.
34. Bleichvonichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 19 bis 33, wobei die Beleuchtungseinrichtung (12) einem in einem Handgriff oder einem Bürstenrohr (4) angeordnete Lichtquelle sowie einen mit der Lichtquelle wirkverbundenen Lichtleiter zur Leitung des Lichts zum Arbeitskopf (5) aufweist.
35. Bleichvonichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Lichtleiter in den Handgriff und/oder in das Bürstenrohr integriert ist, insbesondere von dem Handgriff und/oder der Bürstenrohr (4) gebildet ist.
36. Bleichvonichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 19 bis 35, wobei die Beleuchtungseinrichtung (12) eine Stromversorgung aufweist, die zumindest teilweise in dem Handgriff angeordnet ist.
37. Bleichvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 19 bis 36, wobei die Weichstruktur (6) austauschbar ausgebildet und von der Beleuchtungseinrichtung (12) lösbar ist.
38. Bleichvonichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 19 bis 37, wobei die Weichstruktur (6) beweglich gelagert ist, wobei ein Antrieb zum Antreiben der Weichstruktur (6) vorgesehen ist.
39. Bleichvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 19 bis 38, wobei sie als Zahnbürste ausgebildet ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Radikale oder, insbesondere atomaren, sauerstofffreisetzendes Bleichmittel verwendet wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Bleichmittel mit einem als Nanopartikel ausgebildeten Photokatalysator verwendet wird.
7. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Photokatalysator ein Halbleiter ist.
8. Verfahren nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei Nanopartikel aus der Gruppe ZnO2, Si, [sigma]-Sn oder TiO2verwendet werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei als Anatas ausgebildete Nanopartikel verwendet werden.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Nanopartikel einen Durchmesser von nicht mehr als 100 Nanometer aufweisen.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Bleichmittel enthaltend Wasserstoffperoxyd verwendet wird. -3
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Bleichmittel als Radikalbildner Wasserstoffperoxyd enthält.
13. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Wasserstoffperoxyd in Form einer wässrigen Lösung in einer Konzentration von 1 bis 10 %, vorzugsweise 5 % vorliegt.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Bleichmittel ein Verdickungsmittel oder einen Gelbildner enthält.
15. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Verdickungsmittel eine Acrylat ist.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Bleichmittel eine alkalische Komponente oder eine Puffersubstanz zur Erhöhung des pH-<*>Wertes enthält.
17. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die alkalische Komponente oder Puffersubstanz Na2CO3ist.
18. Verfahren nach Anspruch 6 oder einem der darauf rückbezogenen Ansprüche, wobei der Photokatalysator bezogen auf das wasserfreie Bleichmittel in einer Konzentration von etwa 1 bis 90 Masseprozent, vorzugsweise in einer Konzentration von 60 bis 80 Masseprozent vorliegt.
19. Bleichvonichtung zum Bleichen von Zähnen nach dem Verfahren eines der vorhergehenden Ansprüche, mit einem in eine Mundhöhle einführbaren, mit einem Handgriff verbindbaren Arbeitskopf (5), der eine borstenfeld- und/oder schwammartige Weichstruktur (6) zum Ausbringen und Verreiben eines photoreaktiven und/oder -katalysierbaren Bleichmittels auf den Zähnen aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitskopf (5) eine Beleuchtungseinrich - ,.
17. Aug. 2006
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