AT504283A2 - Abdichtelement für ein in einem untergrund verankertes befestigungselement - Google Patents

Abdichtelement für ein in einem untergrund verankertes befestigungselement Download PDF

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Description

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Abdichtelement für ein in einem Untergrund verankertes Befestigungselement
Die Erfindung betrifft ein Abdichtelement für ein in einem Untergrund verankertes und aus dem Untergrund herausragendes Befestrgungselement, der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art.
Verschiedene Bauteile im Hochbau, wie z. B. Flachdächer und Kellerräume, sowie im Tiefbau, wie z. B. Brückentragwerke, im Tunnelbau, Deponie- und Schachtbau, müssen gegenüber äusseren Einflüssen, wie z. B. Wasser abgedichtet werden. Üblicherweise erfolgt die Abdichtung mittels der Anordnung von wasserundurchlässigen Abdichtschichten, wie Kunststofffolien, Bitumenbahnen, Anstrichen und dergleichen an beziehungsweise auf dem Bauteil. Zur Befestigung von Elementen an den abgedichteten Bauteilen werden beispielsweise mechanische und chemische Dübelsysteme durch die Abdichtung hindurchgebohrt und darin gesetzt. Die durchbohrte wasserundurchlässige Abdichtschicht muss anschliessend vollständig abgedichtet werden.
Zur Abdichtung der durchbohrten wasserundurchlässigen Abdichtschicht wird beispielsweise ein Materialstück der Abdichtschicht, ein sogenannter Flicken, vorgesehen, der einerseits mit der wasserundurchlässigen Abdichtschicht und andererseits mit dem in dem Untergrund verankerten und aus diesem herausragenden Befestigungselement verschweisst oder verklebt wird.
Nachteilig an der bekannten Lösung ist, dass zwischen dem Materialstück und der wasserundurchlässigen Abdichtschicht sowie zwischen dem Materialstück und dem Befestigungselement die Dichtigkeit unter Baustellenbedingungen zumeist nicht gewährleistet werden kann. Zudem werden z. B. im Brückenbau hohe Anforderungen an die Wasserdichtigkeit auch bei geneigt zur Senkrechten zur Betonoberfläche angeordneten Befestigungselementen gestellt, welche mit solchen zusätzlich angeordneten Materialstücken zumeist nicht erfüllt werden können. -2- -2- ·· · ···· ·· • · · · • · · · •••ff · · • · · • · ····
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Aus der DE 21 02 391 ist eine Unterlegscheibe für ein in einem Untergrund verankertes und aus dem Untergrund herausragendes Befestigungselement, das eine Aussenprofilierung aufweist, mit einer Durchführöffnung für das Befestigungselement sowie mit zumindest einer Einfüllöffnung und mit zumindest einer Austrittsöffnung für eine Mörtelmasse als Verfüllmasse bekannt. Die Unterlegscheibe weist eine mit dem Untergrund in Anlage bringbare Anlageseite auf. Mittels einer an der Aussenprofilierung angeordneten Mutter wird die Unterlegscheibe am Untergrund verspannt. Durch die Einfüllöffnung lassen sich der Ringspalt zwischen dem im Untergrund verankerten Befestigungselement und dem Bohrloch sowie der Bereich beim Bohriochmund mit Mörtelmasse verfüllen. Die vollständige Verfüllung wird durch den Austritt der Mörtelmasse aus der Austrittsöffnung angezeigt.
Nachteilig an der bekannten Lösung ist, dass nur im Bereich des Bohrlochmundes eine Abdichtung der durchbohrten wasserundurchlässigen Abdichtschicht erfolgt und somit eine vollständige Abdichtung der Abdichtschicht nicht ausreichend gewährleistet ist. Zudem tritt bei chemisch verankerten Befestigungselementen zumeist überschüssiges Verfüllmaterial über den Bohrlochrand aus und bildet dort eine vorstehende Wulst. Diese Wulst behindert oftmals eine vollständige Anlage der verspannten Unterlegscheibe am Untergrund, weshalb ohne vorgängige Beseitigung dieser Wulst keine vollständige Abdichtung einer durchbohrten Abdichtschicht gewährleistet werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Abdichtelement für im Untergrund verankerte Befestigungselemente zu schaffen, das eine einfache und sichere Abdichtung der durchbohrten wasserundurchlässigen Abdichtschicht gewährleistet.
Die Aufgabe ist durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen dargelegt.
Gemäss der Erfindung ist ein die Durchführöffnung umgebender, verfüllbarer Hohlraum am Abdichtelement vorgesehen, der einerseits mit der zumindest einen Eintrittsöffnung und mit der zumindest einen Austrittsöffnung sowie andererseits mit der Durchführöffnung verbunden sowie zur Anlageseite hin offen ausgebildet ist.
Das Abdichtelement wird über das freie Ende des Befestigungsmittels geführt und mit dem Untergrund beziehungsweise mit der wasserundurchlässigen Abdichtschicht in Anlage gebracht. Ist die Aussenprofilierung beispielsweise als Aussengewinde ausgebildet, wird das Abdichtelement über eine auf das Aussengewinde aufgeschraubte Mutter am Untergrund verspannt. Durch die Einfüllöffnung wird beispielsweise mit einem Dispenser oder Mixer eine dichtende Vergussmasse, z. B. eine Mörtelmasse, Flüssigbitumen oder ein Kleber, in den -3- ·· · • · ···· ·· ·♦·♦
Hohlraum eingebracht, bis diese aus der Austrittsöffnung austritt und somit die vollständige Verfüllung des Hohlraums anzeigt. Die Austrittsöffnung ist vorteilhaft derart an dem Abdichtelement angeordnet, dass die im Hohlraum befindliche Luft beim Verfüllen desselben weitgehend vollständig durch die Austrittsöffnung austreten kann und somit Lufteinschlüsse verhindert werden.
Beim Verfüllen des Hohlraums wird ein Ring geschaffen, der das Befestigungselement vollständig umgibt. Durch die Verbindung zwischen dem Hohlraum und der Durchführöffnung wird gleichzeitig der Spalt zwischen der Durchführöffnung und dem Befestigungselement gefüllt. In einem Arbeitsgang wird beim Verfüllen des Abdichtelementes eine sichere Abdichtung in zwei Dichtebenen, nämlich zwischen dem Abdichtelement und der wasserundurchlässigen Schicht sowie zwischen dem Abdichtelement und dem Befestigungselement geschaffen. Das Abdichtelement kann bei mechanisch sowie chemisch im Untergrund verankerten Befestigungselementen verwendet werden. Die geschaffene Abdichtung ist einfach und insbesondere durch die geringe benötigte Menge von Verfüllmasse kostengünstig auch von nicht speziell ausgebildetem Personal unter Baustellenbedingungen herstellbar. Zudem ist die geschaffene Abdichtung kontrollierbar und Fehlanwendungen sind weitgehend ausgeschlossen, wodurch eine sichere Abdichtung gewährleistet ist.
Das Abdichtelement deckt die im Untergrund erstellte Bohrung vorteilhaft grossflächig ab, so dass eine einwandfreie Abdichtung der durchbohrten Abdichtschicht gewährleistet ist. Das Abdichtelement ist beispielsweise scheibenförmig ausgebildet, wobei die Durchführöffnung vorteilhaft im Zentrum des scheibenförmigen Abdichtelementes angeordnet ist.
Vorteilhaft ist der Hohlraum derart ausgebildet, dass Verunreinigungen und insbesondere Wulste von überschüssigem Verfüllmateria! zur Verankerung des Befestigungselementes innerhalb dem Hohlraum aufgenommen werden können und eine Verfüllung des Hohlraums nicht behindern, so dass die Verunreinigungen und Wulste in die Verfüllmasse eingebettet werden. Für die Dichtung geeignete Verfüllmassen sind beispielsweise aushärtbare Kunstharzmörtel, Dichtmassen, z. B. auf Silikonbasis, sowie verschiedene Arten von Flüssigbitumen und Flüssigkunststoffen, wobei diese Aufzählung nicht abschliessend ist.
Vorteilhaft ist der Hohlraum über die zumindest eine Austrittsöffnung mit der Durchführöffnung verbunden, wodurch auf eine separate Verbindung zwischen dem Hohlraum und der Durchführöffnung verzichtet werden kann. Dieses Abdichtelement ist -4- ···· ·« ·· ·· »**· · besonders für chemisch im Untergrund verankerte Befestigungselemente geeignet, bei denen die Verfüllmasse für die chemische Verankerung gleichzeitig auch zum Verfüllen des Abdichtelementes dient.
Vorteilhaft weist das Abdichtelement im Bereich der Durchführöffnung eine Kalottenausnehmung auf, so dass auch bei einem geneigt zur Senkrechten zur Untergrundoberfläche angeordneten Befestigungselement das Abdichtelement flächig am Untergrund beziehungsweise an der Abdichtschicht zu liegen kommt.
Vorzugsweise ist ein Dichtmittel an der Anlageseite vorgesehen, das vorteilhaft umlaufend im Bereich des Randes des Abdichtelementes angeordnet ist. Das Dichtmittel verhindert einen unerwünschten seitlichen Austritt der in den Hohlraum eingebrachten Verfüllmasse. Das Dichtmittel ist beispielsweise als Ring aus einem elastischen Material ausgebildet. Alternativ weist das Abdichtelement am Rand eine umlaufende Ringzacke auf. Weiter können auch mehrere beispielsweise konzentrisch zueinander angeordnete ringförmige Elemente als Dichtmittel an einem Abdichtelement vorgesehen sein.
Bevorzugt ist die zumindest eine Austrittsöffnung als Schlitz ausgebildet, der sich vorteilhaft ausgehend von der Durchführöffnung nach aussen erstreckt. Werden Verfüllmassen und Dichtmassen zum Verfüllen des Hohlraums des Abdichtelementes verwendet, die aufgrund ihrer Konsistenz vor der vollständigen flächigen Verfüllung des Hohlraums zum Austritt aus der zumindest einen Austrittsöffnung neigen, lassen sich mit der Ausbildung der zumindest einen Austrittsöffnung als Schlitz der Querschnitt ausreichend reduzieren. Dadurch tritt eine derartige Dichtmasse erst nach dem vollständigen Verfüllen des Hohlraums aus. Alternativ kann die zumindest eine Austrittsöffnung auch mit einer zerstörbaren Membrane teilweise verschlossen sein.
Vorzugsweise ist der Hohlraum ein die Durchführöffnung vollständig umgebender Kanal, in welchem die eingebrachte Verfüllmasse geführt wird. Die Verbindung vom Hohlraum zur Durchführöffnung ist vorteilhaft diametral der Einfüllöffnung gegenüberliegend angeordnet, so dass die eingebrachte Verfüllmasse beziehungsweise die Dichtmasse die Durchführöffnung beidseitig umfliesst, bevor diese den Spalt zwischen der Durchführöffnung und dem Befestigungselement abdichtet. Der Kanal gewährleistet eine sichere Abdichtung bei einem geringen Materialverbrauch der Verfüllmasse.
Bevorzugt ist ein Leitabschnitt im Kanal vorgesehen, der die eingebrachte Verfüllmasse zur Verbindung des Hohlraums mit der Durchführöffnung ohne Turbulenzen leitet. Dadurch wird -5- • f ·· φ φφφφ ·♦ ···· ······ · · • · · · ·♦·· · # · ······ · · • 9 ·· Φ · ·♦·· · eine einfache sowie sichere Verfüllung des Hohlraums und somit eine einwandfreie Abdichtung der durchbohrten Abdichtschicht gewährleistet.
Vorzugsweise ist ein die Durchführöffnung verengender Stauchbund vorgesehen. Die verbleibende Öffnung ist derart gewählt, dass der Stauchbund mit der Aussenseite des Befestigungselementes im aufgeschobenen Zustand des Abdichtelementes in Anlage kommt und dadurch eine erste Abdichtung schafft. Mit dieser Massnahme ist auch bei einem zum Untergrund geneigt angeordneten Befestigungselement eine zuverlässige Abdichtung gewährleistet. Der Stauchbund wird vorteilhaft aus dem gleichen Material wie das Abdichtelement gefertigt. Alternativ kann der Stauchbund als separates Ringelement beispielsweise aus einem elastischen Material ausgebildet sein, das an der Durchführöffnung festgelegt ist. Die zumindest eine Austrittsöffnung ist vorteilhaft am Stauchbund vorgesehen.
Bevorzugt ist eine Mutter an einem freien Rand des Stauchbundes festgelegt, so dass dem Anwender nur ein Teil zur Schaffung der Abdichtung zur Verfügung gestellt wird. Die Mutter ist beispielsweise als Sechskantmutter ausgebildet. Infolge der Anordnung der Mutter am Stauchbund wird die Anzahl der abzudichtenden Trennfugen reduziert.
In einer weiteren erfindungsgemässen Ausführungsform sind an der Durchführöffnung diese verengende und über Spalte zueinander beabstandete Sperrelemente zur Festlegung des Abdichtelementes an dem Befestigungselement vorgesehen. Das Abdichtelement weist vorteilhaft eine gewölbte Ausgestaltung auf, so dass im montierten Zustand des Abdichtelements im Wesentlichen der umlaufende Rand mit dem Untergrund beziehungsweise mit der Abdichtschicht in Anlage kommt. Das Abdichtelement wird über das freie Ende des Befestigungselementes geschoben, wobei die freien Enden der Sperrelemente mit der Aussenprofilierung am Befestigungselement in Eingriff kommen und das Abdichtelement form- und reibschlüssig an dem Befestigungselement halten. Damit wird ein Abheben des Abdichtelementes vom Untergrund verhindert. Die Sperrelemente sind vorteilhaft elastisch ausgebildet und sternförmig an der Durchführöffnung angeordnet. Das Abdichtelement wird vorteilhaft beim Auftreffen auf den Untergrund beziehungsweise auf die Abdichtschicht angedrückt, wodurch das Abdichtelement unter Vorspannung steht und ein vorzeitiges seitliches Austreten der Verfüllmasse beziehungsweise der Dichtmasse verhindert.
Ist das Befestigungselement chemisch im Untergrund verankert, so ist das Abdichtelement vorteilhaft derart gewölbt, dass das Abdichtelement direkt über einer allfällig vorhandenen Wulst angeordnet werden kann. Eine vorgängige, aufwändige Entfernung der Wulst zur -6- φ« ·· · ··♦· ·· ···· ····· · ♦ · · ······ · · · • · · · ···♦ · · · ······ · · ·· *f · ♦ ···· ·
Schaffung einer einwandfreien Abdichtung erübrigt sich. Somit wird zudem die Gefahr einer zusätzlichen Beschädigung der Abdichtschicht im Bereich um das erstellte Bohrloch reduziert. Für die erleichterte Montage dieser Ausführungsform des Abdichtelementes wird beispielsweise ein rohrförmiges Setzwerkzeug verwendet, mit dem das Abdichtelement bis zur Anlage mit dem Untergrund beziehungsweise mit der Abdichtschicht über das Befestigungselement schiebbar ist.
Mit einem solchen Abdichtelement kann auch bei einem zum Untergrund geneigt angeordneten Befestigungselement eine zuverlässige Abdichtung gewährleistet werden.
In einer alternativen Ausführungsform wird anstelle einer durch die Einfüllöffnung eingebrachten Verfüllmasse eine Dichtscheibe aus einem dauerplastischen Material, wie beispielsweise aus Butyl, verwendet. Die Dichtscheibe wird entweder als separates oder direkt an dem Abdichtelement angeordnetes Element dem Anwender zur Verfügung gestellt. Beim Andrücken des Abdichtelementes am Untergrund beziehungsweise an der Abdichtschicht wird das Material der Dichtscheibe seitlich sowie durch die zumindest eine Austrittsöffnung ausgepresst, wodurch dem Anwender die vollständige Abdichtung angezeigt wird.
Bevorzugt ist zumindest ein Distanzelement zur Sicherstellung eines Mindestvolumens im Hohlraum vorgesehen. Das zumindest eine Distanzelement ist beispielsweise als vorstehende Noppe ausgebildet. Insbesondere wenn zur Erzeugung einer Vorspannung das Abdichtelement vollständig nieder- beziehungsweise angedrückt wird, sichert das zumindest eine Distanzelement einen ausreichend grossen, verfüllbaren Hohlraum, so dass eine sichere Abdichtung gewährleistet wird.
Vorzugsweise ist das Abdichtelement aus einem Kunststoff gefertigt, der eine flexible Formgebung des Abdichtelementes ermöglicht. Die vollständige Verfüllung des Hohlraums wird dem Anwender durch den Austritt der Verfüllmasse beziehungsweise der Dichtmasse anzeigt. Vorteilhaft ist das Abdichtelement zumindest im Bereich des Hohlraums aus einem transparenten Kunststoff gefertigt, wodurch sich der Verfüllgrad des Hohlraums von aussen erkennen lässt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 Ein erfindungsgemässes Abdichtelement im Grundriss;
Fig. 2 einen Schnitt durch das Abdichtelement gemäss Linie ll-ll in Fig. 1;
Fig. 3 einen Schnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel des Abdichtelementes;
Fig. 4 einen Schnitt durch ein drittes Ausführungsbeispiel des Abdichtelementes;
Fig. 5 einen Schnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel des Abdichtelementes;
Fig. 6+7 einen Montagevorgang des in Fig. 5 dargestellten Abdichtelementes.
Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Das in den Figuren 1 und 2 dargestellte Abdichtelement 11 weist eine Durchführöffnung 12 für ein Befestigungselement sowie eine Einfüllöffnung 13 und drei Austrittsöffnungen 14 für eine Verfüllmasse auf. Die Austrittsöffnungen 14 sind als Schlitze ausgebildet. Weiter weist das Abdichtelement 11 eine mit einem Untergrund beziehungsweise mit einer Abdichtschicht in Anlage bringbare Anlageseite 15 auf. Am Rand der Anlageseite 15 ist als Dichtmittel 16 eine umlaufende Dichtlippe vorgesehen. Weiter ist ein die Durchführöffnung 12 umgebender, verfüllbarer Hohlraum 17 vorgesehen, der einerseits mit der Einfüllöffnung 13 und mit den Austrittsöffnungen 14 sowie andererseits mit der Durchführöffnung 15 verbunden ist. Der Hohlraum 17 ist ein die Durchführöffnung 12 vollständig umgebender Kanal 18, der zur Anlageseite 15 hin offen ausgebildet ist. Im Kanal 18 ist ein Leitabschnitt 19 vorgesehen. Das Abdichtelement 11 ist aus einem Kunststoff gefertigt, der zumindest im Bereich des Kanals 18 transparent ist.
Im Unterschied zu dem in den Figuren 1 und 2 gezeigten Abdichtelement 11 weist das in Figur 3 dargestellte Abdichtelement 31 einen die Durchführöffnung 32 verengenden Stauchbund 36 auf, der im montierten Zustand des Abdichtelementes 31 mit der Aussenkontur beziehungsweise mit der Aussenprofilierung eines Befestigungselementes in Anlage kommt.
In der Figur 4 ist ein montiertes Abdichtelement 41 für ein in einem Untergrund 6 chemisch verankertes und aus dem Untergrund 6 herausragendes Befestigungselement 7 in Form einer Gewindestange dargestellt, wobei die Gewindestange als Aussenprofilierung ein Aussengewinde aufweist. Auf dem Untergrund 6 ist als eine wasserundurchlässige Abdichtschicht 8 eine Bitumenschicht angeordnet, welche infolge des Setzens des Befestigungselementes 7 durchbohrt wurde und deshalb in diesem Bereich abgedichtet werden muss. -8- ·· ·· • ···· ·· ♦· • · • · • · • · • · • · • • · ···· • · ♦ • · • · • « · • · • • • • ·· • • ···♦ • Η
Wie das Abdichtelement 31 (Figur 3) weist das Abdichtelement 41 einen die Durchführöffnung 42 verengenden Stauchbund 46 auf, wobei an einem freien Rand des Stauchbundes 46 eine Mutter 48 festgelegt ist. Das Abdichtelement 41 wird auf das Befestigungselement aufgeschraubt, bis die Anlageseite 45 mit der Abdichtschicht 8 in Anlage kommt. Durch den Stauchbund 46 ist die Mutter 48 beschränkt beweglich an dem Abdichtelement 41 festgelegt, so dass das Abdichtelement 41 auch bei einem in einem Winkel A zur Senkrechten geneigten Befestigungselementes 7 eine sichere Abdichtung der durchbohrten Abdichtschicht 8 gewährleistet wird. Durch die Einfüllöffnung 43 wird der Hohlraum 47 beispielsweise mit einer Dichtmasse auf Silikonbasis verfällt. Das Abdichtelement 41 ist vorteilhaft aus einem Kunststoff gefertigt.
Das in den Figuren 5 bis 7 dargestellte Abdichtelement 51 weist eine Durchführöffnung 52 sowie eine Einfüllöffnung 53 und mehrere Austrittsöffnungen 54 für eine Verfüllmasse auf. Auch das Abdichtelement 51 weist eine zumindest bereichsweise mit dem Untergrund 6 beziehungsweise mit der Abdichtschicht 8 in Anlage bringbare Anlageseite 55 auf. Das Abdichtelement 51 ist zur Ausbildung eines Hohlraums 57 gewölbt ausgebildet. An der Durchführöffnung 52 sind diese verengende und über Spalte zueinander beabstandete Sperrelemente 58 zur Festlegung des Abdichtelementes 51 an dem Befestigungselement 7 vorgesehen. Die Spalte zwischen den Sperrelementen 58 bilden die Austrittsöffnungen 54 für die Verfüllmasse aus. Das Befestigungselement 7 ist eine Gewindestange mit einem Aussengewinde als Aussenprofilierung, in welches die freien Enden der Sperrelemente 58 eingreifen können. Im Hohlraum 57 sind mehrere Distanzelemente 59 zur Sicherstellung des Hohlraums 57 im montierten Zustand des Abdichtelementes 51 vorgesehen.
Anhand der Figuren 6 und 7 wird nachfolgend ein möglicher Montagevorgang des Abdichtelementes 51 dargelegt. Über das freie Ende des im Untergrund verankerten Befestigungselementes 7 wird bis zur Anlage auf der Abdichtschicht 8 in Richtung der Pfeile 60 geschoben und vollständig niedergedrückt, bis die Distanzelemente 59 eine weitere Bewegung des Abdichtelementes 51 in Richtung des Untergrundes 6 begrenzen. Die Sperrelemente 58 greifen in die Aussenprofilierung des Befestigungselementes 7 ein, wodurch das Abdichtelement unter Vorspannung in Position gehalten wird. Der verbleibende Hohlraum 57 wird mittels eines teilweise dargestellten Dispensers 9 mit einem aushärtbaren Kunstharzmörtel als Verfüllmasse 10 verfällt. Überschüssige Verfüllmasse 10 kann seitlich sowie durch die Spalte zwischen den Sperrelementen 58, welche als Austrittsöffnungen 54 dienen austreten, womit dem Anwender die vollständige Verfüllung des Hohlraums 57 angezeigt wird.

Claims (10)

  1. -9- ·· ·· • ···· ·· ···· • · • • • • • · • • · • • • · • • • • · • • ···· • • • • · • • • • • • ·· ·· • • ···· • P43 PATENTANSPRUECHE 1. Abdichtelement für ein in einem Untergrund (6) verankertes und aus dem Untergrund (6) herausragendes Befestigungselement (7), das eine Aussenprofilierung aufweist, mit einer Durchführöffnung (12; 32; 42; 52) für das Befestigungselement (7) sowie mit zumindest einer Einfüllöffnung (13; 43; 53) und mit zumindest einer Austrittsöffnung (14; 54) für eine Verfüllmasse, wobei das Abdichtelement (11; 31; 41; 51) eine zumindest bereichsweise mit dem Untergrund (6) in Anlage bringbare Anlageseite (15; 55) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Durchführöffnung (12; 32; 42; 52) umgebender, verfüllbarer Hohlraum (17; 47; 57) am Abdichtelement (11; 31; 41; 51) vorgesehen ist, der einerseits mit der zumindest einen Eintrittsöffnung (13; 43; 53) und mit der zumindest einen Austrittsöffnung (14; 54) sowie andererseits mit der Durchführöffnung (12; 32; 42; 52) verbunden sowie zur Anlageseite (15; 55) hin offen ausgebildet ist.
  2. 2. Abdichtelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dichtmittel (16) an der Anlageseite (15) vorgesehen ist.
  3. 3. Abdichtelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Austrittsöffnung (14; 54) als Schlitz ausgebildet ist.
  4. 4. Abdichtelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (17) ein die Durchführöffnung (12) vollständig umgebender Kanal (18) ist.
  5. 5. Abdichtelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Leitabschnitt (19) im Kanal (18) vorgesehen ist.
  6. 6. Abdichtelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Durchführöffnung (32; 42) verengender Stauchbund (36; 46) vorgesehen ist.
  7. 7. Abdichtelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mutter (48) an einem freien Rand des Stauchbundes (46) festgelegt ist.
  8. 8. Abdichtelement nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Durchführöffnung (52) diese verengende und über Spalte zueinander beabstandete Sperrelemente (58) zur Festlegung des Abdichtelementes (51) an dem Befestigungselement (7) vorgesehen sind. ·· ·· · • · · · · Μ • · · · · · • · · · t··· • · · · · ·· ·· · ···· ·· ···· • · · · • · ·
    10
  9. 9. Abdichtelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Distanzelement (59) zur Sicherstellung eines Mindestvolumens im Hohlraum (57) vorgesehen ist.
  10. 10. Abdichtelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdichtelement (11; 31; 41; 51) aus einem Kunststoff, vorzugsweise zumindest im Bereich des Hohlraums (17; 47; 57) aus einem aus einem transparenten Kunststoff, gefertigt ist.
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