AT504492B1 - Vorrichtung zum entfernen von kerzenresten aus kerzenhaltern - Google Patents
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Description
2 AT 504 492 B1
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen von Kerzenresten aus Kerzenhaltern, bei welcher an einem Betätigungsorgan ein Räumwerkzeug vorgesehen ist.
Eine aus JB7021829 hervorgehende Ausbildung ist in der Art ausgebildet, dass ein Schaborgan vorgesehen ist, das durch einen in der Mitte getrennten Bügel gebildet ist, wobei im Trennungsbereich ein Durchgang für das Hindurchgehen des Haltestiftes der Kerze am Kerzenhalter vorgesehen ist. Die Bügelschenkel sind, an ihrem dem Schaborgan gegenüberliegenden Ende, durch eine Griffplatte verbunden. Bei Benützung dieses Gerätes wird der Schabteil an die Spitze des Kerzenhalters angesetzt und die rund um die Spitze verbliebenen Reste einer abgebrannten Kerze einfach abgekratzt.
Diese bekannte Ausbildung hat den Nachteil, dass die Kerzenreste von dem flachen Schabteil nur seitlich abgedrängt werden, wobei insbesondere bei höheren Temperaturen, also bei einem weicheren Wachs ein Schaben mangels einer entsprechenden Schneide nicht zustande kommen wird. Außerdem ist die bekannte Einrichtung für Kerzenhalter konzipiert, bei welchen die Kerzen auf flachen Schalen auf einem Dorn aufsitzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mittels welcher Kerzenreste bzw. Kerzenstummeln aus Kerzenhaltern entfernt werden können, bei welchen die Kerzen mit dem Ende eingeschoben werden, wobei die Kerzen darin durch den Kontakt mit dem Umfang des Kerzenhalters festgelegt werden, ohne dass hier ein zentraler Dorn vorgesehen ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass das Räumwerkzeug als an einer vom Betätigungsorgan angetriebenen Spindel angeordneter Bohrteil ausgebildet ist, welcher an einem schräg angestellten, vom Betätigungsorgan weggerichtet vorspringenden Bereich eine vom Zentrum nach außen führende Schneide aufweist. Damit wird der Kerzenrest aus dem Kerzenhalter im Sinne eines Bohrens herausgeschnitten, wobei auf Grund der Ausbildung als Schneide auch weicheres Wachs herausgeschnitten werden kann.
Es hat sich nämlich im Alltag insbesondere in Gaststätten oder dergleichen herausgestellt, dass die Entfernung von Wachsresten bzw. Kerzenstummeln aus derartigen Kerzenhaltern oft Schwierigkeiten bereitet, bzw. wenn es mit einem Messer durchgeführt wird, auch zu Verletzungen führen kann, da man bei härterem Wachs leicht abrutschen kann.
Bei einer bevorzugten Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann der Bohrteil als einen die zentrale Spindel umgebenden, zu dieser normal angeordneten Scheibe ausgebildet sein, welche einen radialen oder annähernd radialen bis zur Spindel reichenden Schnitt aufweist, wobei der in Drehrichtung des Betätigungsorgans hinten an den Schnitt angrenzende Bereich der Scheibe von dem BetätigUngsorgan weggerichtet abgebogen ist und die nach unten weisende Kante die Schneide bildet. Bei dieser Ausführungsvariante wird das Wachs schraubenlinienartig aus dem Kerzenhalter herausgeschält. Zur Erzielung dieses Effektes kann als Alternative als Bohrteil ein entlang einer Schraubenlinie um die zentrale Spindel gewundenes Band vorgesehen sein, wobei seine vom Betätigungsorgan entfernte Vorderkante die Schneide bildet.
Als weitere Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann die Spindel als Rohr ausgebildet sein, wobei als Bohrteil eine von der Rohrwandung ausgehende zum Zentrum weisende, mit seinem freien Ende vom Betätigungsorgan wegweisender Streifen vorgesehen ist, dessen freie Vorderkante die Schneide bildet. Auch bei dieser Ausführungsvariante erfolgt ein Herausschälen des Wachses, wobei das Wachs in das Innere des Rohres eingefüllt wird und damit verhindert, dass die Umgebung des Kerzenleuchters verunreinigt wird.
Um die erfindungsgemäße Vorrichtung auch an Kerzenhaltern mit unterschiedlichen Innendurchmessern anwenden zu können, kann der Bohrteil an der Spindel auswechselbar befestigt 3 AT 504 492 B1 sein.
Weiters kann der Bohrteil und die Spindel in einem rohrähnlichen Gehäuse angeordnet sein, wobei die Spindel an dem vom Bohrteil abgewandten Ende aus dem Gehäuse herausgeführt und mit dem Betätigungsorgan einem Angriff einen Motor oder dergleichen verbunden ist. Damit ist einerseits Verletzung durch eine freiliegende Schneide vorgebeugt und andererseits ist verändert, dass herausgebohrtes Wachs seitlich auf den Tisch oder dergleichen herausfällt, da das Wachs in das Rohrinnere hineingefördert wird. Um das Wachs aus dem Gehäuse entfernen zu können, kann das Gehäuse an der Rückseite des Bohrteiles mit einer Auswurföffnung versehen sein. Bei einer besonders bevorzugten Ausbildung kann das Gehäuse entlang der Spindel verschiebbar sein, wobei vorzugsweise eine Feder zum Vorschieben des Gehäuses über den Bohrteil an der Spindel vorgesehen ist. Damit ist ermöglicht, dass die Vorrichtung über das Gehäuse am Rand des Kerzenhalters aufgesetzt werden kann und dann entgegen der Kraft der Feder die Spindel zusammen mit dem Bohrteil und dem Betätigungsorgan in Richtung zum Kerzenstummel geführt wird und bei Abnehmen dann das Gehäuse selbsttätig wieder über den Bohrteil vorgeschoben wird.
Schließlich kann an der Spindel ein über den Bohrteil vorragender zentraler Dorn vorgesehen sein, wodurch ein sicheres Aufsetzen der erfindungsgemäßen Vorrichtung an dem Kerzenstummel bzw. Kerzenrest erfolgen kann.
In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsvarianten des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Figur 1 zeigt schematisch die Anwendung einer einfachen Variante des Erfindungsgegenstandes. Figur 2 zeigt diese einfache Ausführungsvariante bei teilweise geschnittenen Bohrteilen. Figur 3 zeigt den Bohrteil im Vertikalschnitt. Figur 4 ist eine Draufsicht auf diesen Teil. Figur 5 gibt eine zweite Ausführungsvariante im Schnitt wieder. Figur 6 ist eine Unteransicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Figur 7 zeigt schematisch die Anwendung einer weiteren Ausführungsvariante, welche in Figur 8 teilweise geschnitten schaubildlich bei auf einem Kerzenhalter aufgesetzter Lage dargestellt ist. Figur 9 zeigt im Schaubild diese Ausführungsvariante in Ruhelage. Figur 10 gibt im Schnitt eine weitere Ausführungsvariante bei auf dem Kerzenhalter aufgesetzten Zustand wieder. Figur 11 ist eine analoge Darstellung in größerem Maßstab. Figur 12 zeigt schließlich eine vierte Ausführungsvariante im Schnitt, welche elektromotorisch angetrieben ist. Figur 13 gibt diese Ausführungsvariante bei einer Stellung der einzelnen Teile bei aufgesetztem Zustand wieder. Figur 14 zeigt diesen auf einen Kerzenhalter aufgesetzten Zustand schematisch. Figur 15 ist eine schematische Darstellung, wobei die einzelnen Teile in einer gegenseitigen Lage dargestellt sind, die beim Betrieb während des Herausschälens der Wachsreste eingenommen sind.
In den Figuren 1-4 ist die einfachste Variante dargestellt, wobei mit 1 ein Betätigungsorgan mit einer daran befestigten Spindel 2 und mit 3 ein Bohrteil bezeichnet ist, welcher an dem dem Betätigungsorgan abgewandten Ende der Spindel 2 an dieser befestigt ist. Der Bohrteil 3 ist als Scheibe 4 ausgebildet, welche eine in Figur 4 bei 5 angedeutete Einkerbung bzw. einen Schnitt aufweist. Der in Drehrichtung der Scheibe 4 hinten liegende an den Schnitt anschließende Bereich 6 ist vom Betätigungsorgan 1 wegweisend nach unten abgeknickt und weist an seiner in Bewegungsrichtung der Scheibe vorderen Kante eine Schneide 7 auf. Mit 25 ist ein zentraler Dorn bezeichnet, mittels welchem die erfindungsgemäße Vorrichtung zentral auf einen Kerzenstummel 8, der in einem Kerzenhalter 9 verblieben ist, aufgesetzt werden kann.
Bei dem in Figur 1-4 dargestellten Ausführungsbeispielen ist der Bohrteil 3 an der Spindel 2 über einen Gewindekopf 10 an der Scheibe 4 an der Spindel 2 befestigt, wobei dieser Gewindekopf 10 in eine Gewindehülse 11, die sich am unteren Ende der Spindel 2 befindet, eingeschraubt. Diese Art der Anbringung des Bohrteils 3 an der Spindel 2 ermöglicht es, den Bohrteil 3 je nach Bedarf in Bezug auf Größe und Ausbildung auszutauschen.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 5 und 6 ist die Spindel 2 als Rohr ausgebildet, an 4 AT 504 492 B1 welche das Betätigungsorgan 1 direkt angeformt ist. Der Bohrteil 3 ist gemäß dieser Ausführung durch einen nach innen gebogenen Streifen 12 gebildet, an dessen Vorderkante die Schneide 7 vorgesehen ist. Der Streifen 12 ist dabei im vorliegenden Fall dadurch gebildet, dass die Wandung des die Spindel 2 bildenden Rohres in Längsrichtung eingeschnitten wird, wobei die in Bewegungsrichtung der Spindel beim Herausschälen des Kerzenreste vorne liegende Kante des Einschnittes des Rohres zum Zentrum hin nach innen gebogen und danach die vom Betätigungsorgan 1 abwandte Kante des eingebogenen Teiles in Bewegungsrichtung nach vorne abgebogen wird, wo dann die Schneide 7 vorgesehen wird.
An dem die Spindel 2 bildenden Rohr ist eine Öffnung 13 vorgesehen, bei welcher das durch den Bohrteil 3 herausgeschälte Wachsmaterial der Kerze aus dem Inneren der Spindel ausgeworfen wird.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 7-9 ist eine der Ausbildung gemäß den Figuren 1-4 analoge Vorrichtung vorgesehen, wobei an dieser zusätzlich ein Gehäuse 14 vorgesehen ist, in welches der Bohrteil 3 zurückziehbar ist. Im vorliegenden Fall erfolgt das Zurückziehen mittels einer Feder 15, die sich einerseits an den dem Betätigungsorgan 1 zugewandten Ende des Gehäuses 14 und andererseits an einem an der Spindel 2 vorgesehenen Widerlager abstützt. Bei Betrieb wird das Gehäuse 14 am oberen Rand des Kerzenhalters 9 aufgesetzt (siehe Fig. 8) und der Bohrteil 3 mittels des Betätigungsorgans 1 gegen die Kraft der Feder 15 in Richtung zum Kerzenstummel 8 hin vorgeschoben. Die Arbeitsstellung ist in Figur 8 wiedergegeben. Das Herausschälen der Wachsreste des Kerzenrestes bzw. Kerzenstummels aus dem Kerzenhalter 9 erfolgt in gleicherweise wie sie in Bezug auf den Figuren 1-4 bereits beschrieben ist.
In den Figuren 10 und 11 ist eine den Figuren 7-9 analoge Ausbildung wiedergegeben, wobei in diesem Falle die Feder innerhalb des Gehäuses 14 angeordnet ist. Dazu ist das Gehäuse in Richtung zum Betätigungsorgan 1 hin verlängert und weist in seinem Inneren ein Widerlager 18 für die Feder 15' auf. Dieses Widerlager 18 entspricht dabei dem oberen Ende des Gehäuses gemäß der Ausführung Figur 7 und bis 9. Die Feder 15' stützt sich mit ihrem anderen Ende am Widerlager 16' an der Spindel 2 ab. Auch in diesem Falle entspricht die Funktion jener der Ausbildung gemäß den Figuren 1-4.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 12-15 ist als Betätigungsorgan 1 einen Elektromotor 21 vorgesehen, welcher über Batterien 22 gespeist und mittels eines Schalters 23 betätigbar ist. Die Abtriebswelle des Motors 21 treibt die Spindel 2, die ihrerseits wieder auf den Bohrteil 3 einwirkt. Der Elektromotor 21 und die Batterien 22 sind dabei in einem Griffrohr 24 angeordnet, wobei die Spindel 2 an dem, dem Bohrteil 3 zugewandten Ende des Griffrohres 24, aus diesem herausgeführt ist. Das Griffrohr ist spindelseitig durch eine Platte abgeschlossen, an welcher sich die Feder 15 mit ihrem einen Ende abstützt. Mit ihrem anderen Ende wirkt die Feder 15 auf einen Anschlag an dem verschiebbaren Gehäuse 14, wobei der Federweg dadurch begrenzt ist, dass Anschlagstifte 20 in zugehörigen Längsführungs- und Anschlagschlitzen 19 gleiten. Für den Betrieb wird das Griffrohr 24 in die Faust genommen und das Gehäuse 14 am oberen Rand des dem Kerzenstummel 8 enthaltenden Kerzenhalters 9 aufgesetzt. Danach wird das Griffrohr 24 unter Einschieben in das Gehäuse 14 so weit in Richtung zum Bohrteil 3 vorgeschoben, bis dieser mit seiner Schneide 7 an dem Kerzenrest ansteht. Danach wird durch Betätigung des Schaltknopfes 23 der Motor 12 in Tätigkeit gesetzt, wodurch dann der Bohrteil 3 in Rotation versetzt wird, was das Herausschälen des Wachses der Kerzenreste bewirkt.
Auch in diesem Fall ist die Wirkung des Bohrteiles 3 analog jener der vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispiele.
Claims (9)
- 5 AT 504 492 B1 Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Entfernen von Kerzenresten aus Kerzenhaltern, bei welcher an einem Betätigungsorgan ein Räumwerkzeug vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Räumwerkzeug als an einer vom Betätigungsorgan (1) angetriebenen Spindel (2) angeordneter Bohrteil (3) ausgebildet ist, welcher an einem schräg angestellten, vom Betätigungsorgan (1) weggerichtet vorspringenden Bereich eine vom Zentrum nach außen führende Schneide (7) aufweist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrteil (3) als eine, die zentrale Spindel (2) umgebende, zu dieser normal angeordnete Scheibe (4) ausgebildet ist, welche einen radialen oder annähernd radialen bis zur Spindel (2) reichenden Schnitt (5) aufweist, wobei der in Drehrichtung des Betätigungsorgans (1) hinten an den Schnitt (5) angrenzende Bereich (6) der Scheibe (4) von dem Betätigungsorgan (1) weggerichtet abgebogen ist und die nach unten weisende Kante die Schneide (7) bildet.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Bohrteil (3) ein entlang einer Schraubenlinie um die zentrale Spindel (2) gewundenes Band vorgesehen ist, wobei seine vom Betätigungsorgan (1) entfernte Vorderkante die Schneide bildet.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindel (2) als Rohr ausgebildet ist, wobei als Bohrteil (3) eine von der Rohrwandung ausgehende, zum Zentrum weisende, mit seinem freien Ende vom Betätigungsorgan (1) wegweisender Streifen (12) vorgesehen ist, dessen freie Vorderkante die Schneide (7) bildet.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrteil (3) an der Spindel (2) auswechselbar befestigt ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrteil (3) und die Spindel (2) in einem rohrähnlichen Gehäuse (14) angeordnet sind, wobei die Spindel (2) an dem vom Bohrteil (3) abgewandten Ende aus dem Gehäuse (14) herausgeführt und mit dem Betätigungsorgan (1), z.B. einem Handgriff, einem Motor od.dgl., verbunden ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (14) an der Rückseite des Bohrteiles (3) mit einer Auswurföffnung (17) versehen ist.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (14) entlang der Spindel (2) verschiebbar ist, wobei vorzugsweise eine Feder (15) zum Vorschieben des Gehäuses über den Bohrteil (3) an der Spindel (2) vorgesehen ist.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Spindel (2) ein über den Bohrteil (3) vorragender zentraler Dorn (25) vorgesehen ist. Hiezu 5 Blatt Zeichnungen
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