AT504705A1 - Behandlung von angstzuständen - Google Patents

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AT504705A1 AT21582006A AT21582006A AT504705A1 AT 504705 A1 AT504705 A1 AT 504705A1 AT 21582006 A AT21582006 A AT 21582006A AT 21582006 A AT21582006 A AT 21582006A AT 504705 A1 AT504705 A1 AT 504705A1
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Description

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Die vorliegende Erfindung betrifft Formulierungen zur Behandlung und/oder Prävention von Angststörungen sowie Formulierungen zur Steigerung des Explorationsverhaltens und der Auffassungsgabe.
Auf dem Gebiet werden verschiedene Arten von Medikamenten bei der Behandlung von Angst Störungen verwendet, so auch Antidepressiva und Betablocker. Diese Medikationen können bei der Steuerung und Linderung von Angstsymptomen wirksam sein.
Viele Angstmedikamente können auch unangenehme und ungewollte Nebenwirkungen aufweisen. Dazu gehören Zittern, Kopfschmerz, Übelkeit, Bauchschmerz, trockener Mund, Gewichtszunahme, Schwindel und Sexualdysfunktion. Angstmedikationen können auch zur Abhängigkeit führen, und bei Langzeitanwendung kann ein Entzug schwierig sein.
Beispielsweise machen Benzodiazepine, die üblicherweise zur Behandlung von Angststörungen verschrieben werden, bei längerer Verwendung extrem süchtig. Es kann sich innerhalb weniger Wochen eine Medikamententoleranz einstellen. Die Folge davon ist, dass höhere Dosierungen notwendig sind, um dieselbe Erleichterung wie vorher zu erzielen. Mit zunehmender Abhängigkeit von der Angstmedikation wird es auch schwieriger, diese nicht mehr zu nehmen. Wird die Verabreichung von Benzodiazepinen abrupt gestoppt, kann es zu schweren Entzugserscheinungen wie Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit und neuerliche Angst kommen. Um Entzug geht es auch, wenn selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer während der Behandlung von Angststörungen verabreicht werden. Bei zu rascher Absetzung kann der Patient an Symptomen wie Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit und Erinnerungsproblemen leiden. Große Angst und Depressionen sind ebenfalls üblich bei Entzugserscheinungen.
Kognitive Enhancer (CE) sind Verbindungen, die das finale Leistungsniveau steigern (1). Die Entwicklung solcher Substanzen ist von klinischer Bedeutung für eine Steigerung der kognitiven Leistung oder die Behandlung von kognitiver Dysfunktion in Zusammenhang mit Alterung, neurodegenerativen Erkrankungen und psychiatrischen Störungen. Es wurde über eine Reihe von Verbindungen als potentielle Gedächtnis- oder kognitive CEs berichtet (siehe z.B. Tabelle A), und einige davon wurden bereits in klinischen Versuchen bewertet (2-4). Dabei wurde die Modulation mehrerer Rezeptorsysteme untersucht.
NACHGEREICHT - 2 - • · • · • e
Tabelle A: Potentielle kognitive Enhancer ARZNEIMITTEL LABYRINTH/TIER LIT. D-Cycloserin Teilagonist NMDA R-assoziierte Glycinstelle T-Labyrinth-Aufgäbe: (Männliche Long-Evans) Ratten 15 Passive Vermeidungsaufgabe: (Long-Evans) Ratten Durst-motivierte Linearlabyrinth-Leraaufgabe (Männliche Swiss) Mäuse 13 PuBstoßvermeidungsaufgäbe. Mäuse 19 Arm-Radiallabyrinth (DNMS) . (Männliche Black-Wistar) Ratten 17,47, 48 Nasserlabyrinth-Aufgabe (Referenzgedächtnis) Ratten 14, 20 RS67333 Agonist 5-HT4-Rezeptor Morris-Nasser labyrinth: (Sprague-Dawley) Ratten; mit Atropin behandelte Ratten 17, 41, 42 SIB-1553A Agonist ß-4-Nikotinrezeptor Delayed Nonmatching to Place: C57BL/6-Mäuse 26, 27 T-Labyrinth: C57BL/6-Mäuse Morris Water Maze: Alte Fisher-Ratten SGS742 GABAb-Antagonist Passiver Vermeidungstest: Männliche Mäuse 36, 4 Soziale Lernaufgabe: Männliche Spraque-Dawley-Ratten 36 8-Arm-Radiallabyrinth-Aufgäbe: Long-Evans-Ratten 32 N-Methyl-D-aspartat-(NMDA)-Rezeptoren sind beispielsweise in Nervenbahnen am Lernen und an der Gedächtnisbildung beteiligt, und mehrere pharmakologische Studien, die gezeigt haben, dass vor der Trainingseinheit verabreichte Antagonisten des NMDA-Re-zeptorkomplexes bestimmte Arten des Lernens und Erinnerns stören (5-7), untermauern diese Schlussfolgerung.
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung neuer Medikamente und Therapien zur Behandlung von Angststörungen. Ein anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung von Formulierungen, die das Explorationsverhalten und die Auffassungsgabe steigern.
Daher betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung von
I NACHGEREICHT 3 3 • · • · • · D-Cycloserin (DCS) zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung oder Prävention von Angststörungen. D-Cycloserin (DCS) wurde ursprünglich als Antibiotikum zur Behandlung von Tuberkulose verwendet und später als Teilagonist an der NMDA-Rezeptor-Glycinbindungsstelle charakterisiert (8-11). DCS erscheint als potenter CE in niedrigeren Dosen, als sie für antibakterielle Aktivität erforderlich sind (12-14). Es wurde als Leistungsenhancer bei verschiedenen Aufgaben zur Beurteilung des Lernens und des Gedächtnisses vermeldet (15-17). Bei in den meisten Studien verwendeten Dosen hat DCS keine merkliche Wirkung auf den Motivationszustand oder die motorischen Fähigkeiten der Versuchstiere, was darauf hindeutet, dass die Wirkungsweise von DCS am wahrscheinlichsten auf spezielle Effekte auf das Lernen und das Gedächtnis zurückzuführen sind (18).
Die meisten Forscher haben beobachtet, dass die Verabreichung von DCS an Ratten und Mäuse das räumliche Lernen fördert (12, 14) . Die Retention einer Durst-motivierten Linearlabyrinth-Aufgabe wurde durch Verabreichung von 10 mg/kg, 20 mg/kg oder 80 mg/kg DCS an Mäuse unmittelbar nach dem Training verbessert. Darüber hinaus erleichterte eine Dosis von 3 mg/kg DCS, verabreicht 20 Minuten vor dem Training, das Erlernen dieser Aufgabe. Akute Injektionen nach dem Training brachten keine Erleichterung der Retention, wenn die Mäuse 15 Tage lang vor dem Training im Labyrinth mit DCS (3 mg/kg) vorbehandelt wurden. Die Studie zeigte nicht nur, dass die Verabreichung von DCS die Konsolidierung und Gedächtnisabfrage verbesserte, sondern auch, dass es bei einer chronischen Einwirkung der Arznei zu einer Desensibilisierung kommen kann (16). Trainierte junge Mäuse, denen 20 mg/kg DCS injiziert wurden, zeigten auch eine erhöhte Erinnerungsretention, wie mit einer Elektroschock-motivierten T-Labyrinth-Aufgabe nachgewiesen wurde (19). Überraschenderweise zeigte sich, dass die Verabreichung von D-Cycloserin (DCS) die Behandlung und/oder Prävention von Angststörungen gestattet. „Angststörungen" wie hierin verwendet beziehen sich auf Erkrankungen, die mehrere verschiedene Formen von abnormer, pathologischer Angst, Furcht, Phobien und nervösen Zuständen zeigen, die plötzlich oder allmählich über einen Zeitraum von mehreren Jahren auftreten können und eine Fortsetzung der normalen Tagesroutine be- oder verhindern können. 1 n
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NACHGEREICHT 4 4 • · • # • · • · • · · ·♦ · ··♦ · · · • ♦ · ·
Angst und Furcht sind ubiquitäre Empfindungen. Furcht wird als emotionale und physiologische Reizantwort auf eine wahrgenommene externe Bedrohung definiert. Angst ist ein unangenehmer Gefühlszustand, dessen Ursprünge nicht so leicht zu identifizieren sind. Sie wird häufig von physiologischen Symptomen begleitet, die zu Ermüdung oder auch Erschöpfung führen können. Da die Furcht vor wahrgenommenen Bedrohungen ähnliche unangenehme geistige und physische Veränderungen bewirkt, verwenden Patienten die Ausdrücke Furcht und Angst wechselweise. Es muss also nicht unbedingt zwischen Angst und Furcht unterschieden werden. Was jedoch wichtig ist, ist die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Angststörungen, da eine genaue Diagnose eher zu einer wirksamen Behandlung und besseren Prognose führt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Angststörung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus allgemeiner Angststörung, Panikstörung, Agoraphobie, Phobien, sozialer Angststörung, obsessiv-kompulsiver Störung und posttraumatischer Belastungsstörung.
Allgemeine Angststörung ist eine Angststörung, die durch exzessive und unkontrollierbare Sorgen um tägliche Dinge gekennzeichnet ist. Häufigkeit, Intensität und Dauer der Sorgen sind disproportional zur tatsächlichen Sorgenquelle, und derartige Sorgen behindern häufig die tägliche Routine. Etwa 5 % der Gesamtbevölkerung sind davon betroffen. Symptome einer allgemeinen Angststörung sind Anspannung, Schreckhaftigkeit, Ruhelosigkeit, Hyperaktivität, Grübelei, Furcht und Nachsinnen. Diese Symptome müssen beständig sein und zumindest jeden zweiten Tag auftreten sowie über mindestens 6 Monate anhalten.
Etwa 30 % der Ursachen einer allgemeinen Angststörung sind vererbt, doch bewirken bestimmte Wesensmerkmale, dass die Menschen immer anfälliger dafür werden. Menschen mit allgemeiner Nervosität, Depression, Unfähigkeit zur Frustrationstoleranz und dem Gefühl, eingeengt zu werden, sind eher unter Patienten mit allgemeiner AngstStörung zu finden. In der Jugend führen allgemeine Angststörungen oft zu einem geringeren sozialen Rückhalt, akademischer Minderleistung, Unterbeschäftigung, Substanzgebrauch und einer hohen Wahrscheinlichkeit, andere psychiatrische Störungen zu erwerben.
Allgemeine Angststörung wird konventionell mit selektiven Serotonin- und Serotonin-Norepinephrin-Wiederaufnahmehemmern
I NACHGEREICHT 5 (SSRI bzw. SNRI) behandelt. Bevorzugte klinisch verwendete Hemmer sind Fluvoxamin, Sertralin, Paroxetin, Citalopram, Escitalopram, Venlafaxin, Pregabalin, Buspiron und Benzodiazepene wie Diazepam und Alprazolam.
Menschen, die an Panikstörungen leiden, erleben üblicherweise eine Reihe von intensiven Episoden extremer Angst, die auch als Panikattacken bekannt sind. Ein Panikereignis kann durch eine besonders belastende Situation ausgelöst werden oder aus keinem besonderen Grund auftreten. Solche Ereignisse dauern üblicherweise mehrere Minuten. 35% aller Personen mit Panikstörungen haben auch Agoraphobie.
Zur Behandlung von Panikstörungen können selektive Seroto-nin-Wiederaufnahmehemmer, Monoaminoxidasehemmer und Benzodiazepine verabreicht werden. Ein Medikament zur Verwendung für die Behandlung von Panikstörungen kann einen oder mehr der folgenden Wirkstoffe enthalten: Alprazolam, Bromazepam, Chlordiazepoxid, Clobazam, Clonazepam, Clorazepate, Diazepam, Halazepam, Paxipam, Ketazolam, Lorazepam, Medazepam, Nordazepam, Oxazepam, Prazepam, Harmalin, Iproclozid, Iproniazid, Isocarboxazid, Nialamid, Phen-elzin, Selegilin, Toloxaton, Tranylcypromin, Citalopram, Escita-lopramoxalat, Fluoxetin, Fluvoxaminmaleat, Paroxetin, Sertralin, Dapoxetin, Isocarboxazid, Moclobemid, Phenelzin, Tranylcypromin, Selegilin, Nialamid, Iproniazid, Iproclozid und Toloxaton.
Agoraphobie ist eine Angststörung, die in erster Linie aus der Furcht vor einer schwierigen oder unangenehmen Situation besteht, aus der es für den Leidenden kein Entrinnen gibt.
Menschen mit Agoraphobie können schwere Panikattacken in Situationen erleiden, in denen sie sich gefangen, unsicher, außer Kontrolle oder zu weit weg von ihrer persönlichen Komfortzone fühlen. In schweren Fällen kann es Vorkommen, dass Agoraphobier sich nicht nur in ihr Zuhause, sondern in ein oder zwei Räume zurückziehen oder gar bettlägerig oder zum Einsiedler werden. Sie reagieren oft extrem sensibel auf ihre eigenen Körperempfindungen und überreagieren im Unterbewusstsein auf vollkommen normale Vorkommnisse.
Menschen, die an Agoraphobie leiden, können mit angsthemmenden und/oder antidepressiven Medikamenten behandelt werden.
Eine Phobie ist eine starke anhaltende Furcht vor Situationen, Gegenständen, Aktivitäten oder Personen. Das Hauptsymptom dieser Störung besteht im übermäßigen, jeglicher Vernunft ent-
NACHGEREICHT 6 behrenden Verlangen, das gefürchtete Subjekt zu meiden. Menschen, die an Phobien leiden, können mit angsthemmenden und/oder antidepressiven Medikamenten behandelt werden.
Sozialangst ist ein Erleben von Furcht, Besorgnis oder Unruhe betreffend soziale Situationen und die Möglichkeit, von anderen beurteilt zu werden. Körperliche Symptome, die oft Hand in Hand mit sozialen Angststörungen einhergehen, schließen übermäßiges Rotwerden, Schwitzen (Hyperhydrose), Zittern, Übelkeit und Stammeln ein. Bei großer Furcht und Beklemmung kann es auch zu Panikattacken kommen. Menschen, die an sozialen Angststörun-gen leiden, können mit Antidepressiva wie Monoaminoxidasehemmern, Benzodiazepinen und/oder selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-hemmern behandelt werden.
Obsessiv-kompulsive Störungen sind eine Art Angststörung, die in erster Linie durch Besessenheit und/oder Zwangsvorstellungen gekennzeichnet ist. Besessenheit äußert sich in peinlichen, sich wiederholenden, lästigen Gedanken oder Bildern, die das Individuum oft als sinnlos erkennt. Zwangsvorstellungen sind sich wiederholende Verhaltensweisen, zu denen sich eine Person gedrängt oder gezwungen fühlt, um sich von Angst zu befreien. Menschen, die an einer obsessiv-kompulsiven Störung leiden, können mit Medikamenten behandelt werden, die selektive Serotonin-Wiederaufnahmehem-mer, insbesondere Paroxetin, Sertralin, Fluoxetin und Fluvoxamin, tricyclische Antidepressiva, insbesondere Clomipramin, Gabapen-tin, Lamotrigin, Olanzapin und Risperidon, umfassen.
Posttraumatische Belastungsstörung ist die Bezeichnung für eine bestimmte psychologische Folgeerscheinung nach der Einwirkung eines belastenden Erlebnisses oder der Konfrontation mit einem belastenden Erlebnis, das die Person als höchst traumatisch erlebt. Zu solchen Erlebnissen gehören der tatsächliche oder angedrohte Tod, schwere körperliche Verletzungen oder die Bedrohung der physischen und/oder psychischen Integrität. Symptome dieser Störung können Albträume, Flashbacks, emotionale Loslösung oder Abstumpfung von Gefühlen, Schlaflosigkeit, die Vermeidung von Gedächtnishilfen und extreme Qualen bei der Konfrontation mit den Gedächtnishilfen, Reizbarkeit, Hypervigilanz, Gedächtnisverlust und übermäßiges Zusammenschrecken als Reaktion, klinische Depression und Angst, Appetitsverlust umfassen. Posttraumatische Belastungsstörungen können mit Antidepressiva behandelt werden.
Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorlie-
NACHGEREICHT - 7 - • · • · genden Erfindung ist das Medikament für orale oder parenterale Verabreichung, insbesondere für intravenöse, intramuskuläre, subkutane, transdermale, transmukosale oder inhalatorische Verabreichung, formuliert, wobei die Dosierungsformen vorzugsweise ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Nahrungsergänzung, Aerosol, Kapsel, Pulver, Lösung, Suspension, Tablette, Injektion, Infusion, Gel, Paste und Transdermalpatch.
Je nach Verabreichungsweg und Dosierungsform umfasst das Medikament vorzugsweise mindestens einen pharmazeutisch annehmbaren Exzipienten, Träger und/oder Verdünner.
Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von Medikamenten in einer bestimmten Dosisform sind dem Fachmann bekannt (siehe z.B. „Handbook of Pharmaceutical Manufacturing Formulations"
Niazi KS, ISBN: 0849317525, CRC Press Inc; "Handbook of Pharmaceutical Excipients" Rowe RC, Sheskey PJ, Owen SC, ISBN: 1582120587, APhA Publications).
Besonders bevorzugt ist das Formulieren von Medikamenten der vorliegenden Erfindung zur oralen Verabreichung, insbesondere als Tabletten oder Kapseln.
Das Medikament der vorliegenden Erfindung umfasst neben DCS vorzugsweise mindestens einen weiteren Wirkstoff, vorzugsweise mindestens ein weiteres Anxiolytikum ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus D-Cycloserin, Alprazolam, Bromazepam, Chlordiazep-oxid, Clobazam, Clonazepam, Clorazepat, Diazepam, Halazepam, Paxipam, Ketazolam, Lorazepam, Medazepam, Nordazepam, Oxazepam, Prazepam, Harmalin, Iproclozid, Iproniazid, Isocarboxazid, Nial-amid, Phenelzin, Selegilin, Toloxaton, Tranylcypromin, Citalopram, Escitalopramoxalat, Fluoxetin, Fluvoxaminmaleat, Paroxetin, Sertralin, Dapoxetin, Isocarboxazid, Moclobemid, Phenelzin, Tranylcypromin, Selegilin, Nialamid, Iproniazid, Iproclozid, Toloxaton, ein Barbiturat und Meprobamat.
Zur weiteren Erhöhung der Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Medikaments kann dieses Medikament weiters mindestens ein anderes Anxiolytikum umfassen. Besonders geeignete Anxiolytika sind oben erwähnt. Das mindestens eine weitere Anxiolytikum kann auch abhängig von der zu behandelnden AngstStörung (siehe oben) gewählt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird D-Cycloserin in den für diese Verbindung bereits festgesetzten Mengen verabreicht, insbesondere in einer Menge
NACHGEREICHT - 8 - • · · ♦ rt·· · · · • · · · ♦ · ♦ · · von 0,5 bis 50 mg/kg Körpergewicht, vorzugsweise 1 bis 40 mg/kg Körpergewicht, bevorzugter 1,5 bis 30 mg/kg Körpergewicht, insbesondere 2 bis 20 mg/kg Körpergewicht. DCS zeigt bereits in Dosen von 0,5 mg/kg Körpergewicht heilsame Eigenschaften bei der Behandlung von Angststörungen.
Ein anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf die Verwendung von D-Cycloserin (DCS) in einer Formulierung zur Steigerung des Explorationsverhaltens, der Auffassungsgabe und der Aufnahmefähigkeit. Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass die Verabreichung von DCS an ein Individuum und an Tiere das Explorationsverhalten, die Auffassungsgabe und die Aufnahmefähigkeit dieses Individuums bzw. der Tiere steigert. Daher kann DCS einem Individuum oder Tier verabreicht werden, um das Explorationsverhalten, die Auffassungsgabe und die Aufnahmefähigkeit zu erhöhen. Aufgrund dieser Merkmale kann DCS nicht nur an Menschen verabreicht werden, die an einer Krankheit leiden, sondern auch, und das am meisten bevorzugt, an Individuen und/oder Tiere zur Steigerung ihrer mentalen und intellektuellen Kapazität.
Die Formulierung gemäß der vorliegenden Erfindung kann daher auf verschiedenen Anwendungsgebieten eingesetzt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird D-Cycloserin für orale oder parenterale Verabreichung, insbesondere für intravenöse, intramuskuläre, subkutane, transdermale, transmukosale oder inhalatorische Verabreichung, vorzugsweise als Nahrungsergänzung, Aerosol, Kapsel, Pulver, Lösung, Suspension, Tablette, Injektion, Infusion, Gel, Paste oder Transdermalpatch, formuliert.
Solche Formulierungen und Dosierungsformen umfassen vorzugsweise mindestens einen pharmazeutisch annehmbaren Exzipienten, Träger und/oder Verdünner.
Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von Medikamenten in einer bestimmten Dosisform sind dem Fachmann bekannt (siehe z.B. „Handbook of Pharmaceutical Manufacturing Formulations"
Niazi KS, ISBN: 0849317525, CRC Press Inc; "Handbook of Pharmaceutical Excipients" Rowe RC, Sheskey PJ, Owen SC, ISBN: 1582120587, APhA Publications).
NACHGEREICHT D-Cycloserin wird vorzugsweise in einer Menge von 0,5 bis 50 mg/kg, vorzugsweise 1 bis 40 mg/kg, bevorzugter 1,5 bis 30 mg/kg, insbesondere 2 bis 20 mg/kg, verabreicht. - 9 • · ·· ·* • ·· • ' ··
Die vorliegende Erfindung ist in den nachstehenden Figuren und Beispielen weiter veranschaulicht, ohne darauf eingeschränkt zu sein.
Fig. 1 zeigt das Fluchtlatenz- (a) und Raumpräferenzmuster während eines Sondentests (b) an mit DCS behandelten C57BL/6J-Mäusen im Vergleich zu mit einem Vehikel behandelten C57BL/6J-Mäusen. Die Sternchen zeigen die signifikanten Unterschiede von arzneimittelbehandelten Mäusen im Vergleich zur Kontrollgruppe bzw. Vergleichsarzneien (SGS742, SIB1553A oder RS6733) auf (t-Student-Test und/oder Mann-Whitney-U-Test; *P<0,05, **P<0,01, ***p£0,001).
Fig. 2 zeigt das Fluchtlatenz- (a) und Raumpräferenzmuster während eines Sondentests (b) an mit DCS behandelten DBA/2-Mäu-sen im Vergleich zu mit einem Vehikel behandelten DBA/2-Mäusen. Die Sternchen zeigen die signifikanten Unterschiede von arzneimittelbehandelten Mäusen im Vergleich zur Kontrollgruppe bzw. Vergleichsarzneien (SGS742, SIB1553A und RS6733) auf (t-Student-Test und/oder Mann-Whitney-U-Test; *P<0,05, **P<0,01, ***P^0,001).
Fig. 3 zeigt das Fluchtlatenz- (a), Strecken- (b) und Raumpräferenzmuster während eines Sondentests (c) an mit DCS behandelten C57BL/6J-Mäusen im Vergleich zu mit einem Vehikel behandelten C57BL/6J-Mäusen. Die Sternchen zeigen die signifikanten Unterschiede von arzneimittelbehandelten Mäusen im Vergleich zur Kontrollgruppe bzw. Vergleichsarzneien (SGS742, SIB1553A und RS6733) auf (t-Student-Test und/oder Mann-Whitney-U-Test; *P<0,05, **P<0,01, ***P£0,001).
Fig. 4 zeigt die Durchschnittsgeschwindigkeit während der Erlern- und Konsolidierungsphase im MWM bei mit DCS behandelten DBA/2- (a) und C57BL/6J-Mäusen im Vergleich zu ihren Kontroll-gruppen. Die Sternchen zeigen die signifikanten Unterschiede von arzneimittelbehandelten Mäusen im Vergleich zur Kontrollgruppe bzw. Vergleichsarzneien (SGS742, SIB1553A und RS6733) auf (t-Student-Test und/oder Mann-Whitney-U-Test; *P<0,05, **P<0,01, ***P£0,001).
BEISPIEL 1. Materialien
Es wurden männliche C57BL/6J- und DBA/2-Mäuse im Alter von 10-14 Wochen verwendet. Die Mäuse wurden in der Core Unit der Biomedizinischen Forschung, Abteilung für Labortierkunde und -genetik, der Medizinischen Universität Wien aufgezogen und in
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Makroionkäfigen gehalten, die mit autoklavierten Hackschnitzeln gefüllt waren. Eine autoklavierte Nager-Standardnahrung (Altromin 1314ff) und auf pH 3 angesäuertes Wasser aus Automatikhähnen oder in Flaschen stand ad libitum zur Verfügung. Die Raumtemperatur betrug 22 + 1°C und die relative Feuchte 50+10 %. Die Belüftung mit 100 % Frischluft ergab eine Luftaustauschrate von 15 Mal pro Stunde. Der Raum war mit künstlichem Licht mit einer Stärke von etwa 200 lx in 2 m von 5 bis 17 Uhr beleuchtet. Zwischen 8:00 und 13:00 Uhr wurden Verhaltenstests durchgeführt.
Verbindungen:
Die Tiere wurden vor den täglichen Tests intraperitoneal (i.p.) behandelt. Die Mäuse wurden in vier Behandlungs- und eine Kontrollgruppe (Vehikelgruppe) (0,9% NaCl-Lösung) aufgeteilt. Dosen und Injektionszeiten wurden aufgrund von Recherchen in der Literatur gewählt (siehe Tabelle 1).
Tabelle 1: In den Versuchen verwendete Arzneien und die entsprechenden Injektionszeiten und -dosen aufgrund von Literaturrecherchen. ARZNEIEN INJEKTIONSZEIT DOSEN LIT. DCS 30 min vor Tests 10 mg/kg [14] DCS wurde bei Sigma-Aldrich (Österreich) gekauft. 2. Verfahren zum Verhaltenstraining
Verhaltensbeobachtunasscreen: a) Grundlegende neurologische und physiologische Beobachtungsbeurteilung: Das Verfahren folgt der Anordnung von Irwin (44). Dabei wurde eine Testbatterie angewendet, um Defekte im Gang oder in der Körperhaltung, Veränderungen des Muskeltonus, der Greifkraft, der Sehschärfe und der Temperatur festzustellen. Zur Vervollständigung der Beurteilung wurden lebenswichtige Reflexe bewertet. Darüber hinaus wurden während den Manipulationen Inzidenzen von abnormem Verhalten, Furcht, Reizbarkeit, Aggression, Erregbarkeit, Speichelfluss, Tränenfluss, Harnlassen und Stuhlentleerung aufgezeichnet. b) Rotarod: Im Rotarod-Test (Rota Rod „Economex", Columbus Instruments, USA) werden Balance und Koordination mit Hilfe einer drehenden Walze getestet, die im Verlauf von 5 min von 4 auf 40 Upm beschleunigt wird. Es wurde der Zeitpunkt aufgezeichnet, zu
NACHGEREICHT - 11 ·· ··#· ♦♦ ··♦· dem jedes Tier von der Walze fiel. Jedes Tier erhielt drei Vortrainingsversuche. Danach absolvierte jede Maus drei weitere aufeinanderfolgende Tests, und für die Analyse wurde dann die längste Zeit auf der Walze verwendet (45). c) Elevated-Plus-Maze (EPM) : Ein zur Untersuchung von Angstzuständen in Mäusen verwendetes Paradigma. Die Tiere wurden 5 min lang auf einem Labyrinth beobachtet, das aus 4 Armen (von jeweils 30 cm Länge und 5 cm Breite) bestand, die in einer Höhe von 54 cm befestigt waren. Die Arme sind durch einen 5 cm x 5 cm breiten Mittelbereich miteinander verbunden. Zwei Arme enthalten 15 cm hohe Seiten- und Stirnwände (= geschlossener Arm). Dabei wurden die angstbezogenes Verhalten widerspiegelnden Standardparameter (d.h. Eintritte in die geschlossenen Arme, Aufenthaltsdauer in den geschlossenen Armen, Häufigkeit der Stuhlentleerung) ausgewertet (46) . d) Open Field (OF): Unter Verwendung eines Videoüberwachungssystems bestehend aus einem Video-Camcorder, der an ein Computerortungssystem TiBeSplit gekoppelt war, wurden Mäuse in einer Arena (40 cm x 40 cm lang; mit 70 cm hohen Wänden) 10 min lang beobachtet. Die einzelnen Mäuse wurden für jeden Versuch in die Mitte der Kammer gesetzt. Es wurden die Standardparameter für Bewegungsaktivität (d.h. die zurückgelegte Gesamtstrecke, die Durchschnittsgeschwindigkeit, das Ausmaß von großen Bewegungen, das Ausmaß von lokalen Bewegungen, die Ruhezeit, die Häufigkeit von spontanen Richtungsänderungen) und Explorationsverhalten (d.h. Aufbäumen, Kreuzen der Mitte, Aufenthaltsdauer in der Mitte) aufgezeichnet (46) .
Morr is-VJater-Maze-Lernaufgäbe
Das Morris-Wasserlabyrinth MWM bestand aus einem runden Becken (122 cm Durchmesser, Wände 76 cm Tiefe), in dem die Mäuse trainiert wurden, dem Wasser durch Schwimmen zu einer versteckten Plattform (1,5 m unterhalb der Wasseroberfläche) zu entkommen, deren Standort nur durch Verwendung von entfernten, außerhalb des Labyrinths an den Raumwänden angebrachten Orientierungshilfen lokalisiert werden konnte. Die Wassertemperatur wurde auf 21+1°C gehalten.
Das Becken wurde mit Hilfe eines computergestützten Ortungs/ Abbildungsanalysatorsystem (Videocamcorder: Sony CVX-V18NSP, gekoppelt an ein in Computerortungssystem: TiBeSplit) in vier Quadranten geteilt. Die Plattform wurde in der Mitte des SW-Quadran-
NACHGEREICHT ten platziert und blieb während des gesamten Experiments an ein-und derselben Stelle.
Die räumliche Lernaufgabe bestand aus 4 Trainingsversuchen pro Tag und 4 Trainingstagen. Die Mäuse wurden aus den vier Kompassrichtungen (NO, NW, SW und SO; in dieser Reihenfolge) mit ihren Köpfen zur Beckenwand freigelassen und durften 120 s lang schwimmend nach der Plattform suchen. Lokalisierten die Mäuse nach 120 s die Plattform nicht, wurden die Tiere manuell auf die Plattform gesetzt und dort 30 s lang gelassen. Jedes Tier wurden dann für 10 min in seinen Käfig zurückgebracht, bevor mit dem nächsten Versuch begonnen wurde. Am ersten Trainingstag wurden den Mäusen eine Trainingseinheit zur Akklimatisation im Wasserlabyrinth von 30 s gewährt.
Einen Tag nach dem letzten Trainingstag wurden die Probanden einem Sondentest unterzogen, bei dem die Plattform entfernt wurde. Die Maus wurde vom NO-Startpunkt freigelassen und 60 s lang frei schwimmen gelassen. Der Weg, den die Maus schwimmend zurücklegte, wurde nachverfolgt und bezüglich des Verhältnisses Schwimmzeit und/oder Wegstrecke in jedem Quadrant des Beckens analysiert, und die Schwimmgeschwindigkeit wurde aufgezeichnet. 3. Versuchsaufbau
Zuerst wurden der Open-Field-Test, der Elevated-Plus-Maze-Versuch, die neurologische Beobachtungsbatterie und die Rotarod-Beurteilung durchgeführt, um Verhaltenseinflüsse und verwirrende Faktoren aufgrund der CEs (wie z.B. angstbezogene Verhaltensweisen) auszuschließen.
Die Reihenfolge der Tests wurde so gestaltet, dass die Verfahren, die durch Vorbehandlungen am ehesten beeinflusst würden, zuerst durchgeführt wurden (45): EPM, OF, Batterie von neurologischen Beobachtungen und RR. Die Arzneien wurden vor den Tests verabreicht. Eine Woche später, nach Beendigung des Verhaltens-beobachtungsscreens, wurden alle Mäuse im MWM beurteilt, um die Wirkung von CEs auf die Gedächtnisbildung zu zeigen. 4. Statistische Analyse:
Eine statistische Analyse zum Aufzeigen von Unterschieden zwischen den Gruppen erfolgte mittels des unpaarigen Student-t-Tests. Dort, wo Daten einer prinzipiellen Annahme einer parametrischen Verteilung entgegenstanden, wurde ein nicht-parametrischer Mann-Whitney-U-Test durchgeführt. Gegebenenfalls wurden auch der exakte Test nach Fisher und der Chi-Quadrat-Test ver-
NACHGEREICHT wendet.
In allen Fällen wurde ein Wahrscheinlichkeitsniveau P < 0,05 als statistisch signifikant erachtet. Sämtliche Berechnungen erfolgten unter Verwendung von GraphPad InStat, Version 3.00, für Windows (GraphPad Software, USA). 5. Ergebnisse a) Elevated-Plus-Maze
Wie in Tabelle 2a gezeigt, wurde die in geschlossenen Armen zurückgelegte Gesamtstrecke bei C57BL/6J-Inzuchtmäusen im Vergleich zur Vehikel-Kontrollgruppe durch DCS signifikant verringert. Die Aufenthaltsdauer in geschlossenen Armen war im Vergleich zur Kontrollgruppe bei beiden behandelten Gruppen, DCS und SGS742, signifikant geringer. Die Ruhezeit war nur bei den DCS-behandelten Mäusen geringer.
Tabelle 2a: Ergebnisse des EPM-Tests. Die Sternchen zeigen die signifikanten Unterschiede von arzneimittelbehandelten Mäusen (C57BL/6J und DBA/2) im Vergleich zur Kontrollgruppe (0,9 %
NaCl-Lösung) auf (t-Student-Test und/oder Mann-Whitney-U-Test; *P<0,05, **P<0,01, ***P^0,001)._ C57BL NaCI (n=12) DCS (n-16) Geschlossener Arm (CA) links 11,3*3,2 11,6*3,8 ZurOckgelegte Strecke in CA (m) 6,1 ±1,8 4,9 ±1,7* Aufenthaltsdauer in CA (s) 199,5*51,8 153,0 ±49,3* ZurOckgelegte Gesamtstrecke (m) 8,1 ±1,2 8,7 ±1,6 Ruhezeit (s) 66,6*5,3 62,1 ± 6,4* Ausmaß von großen Bewegungen (%) 4,5 ±1,9 4,3 ± 2,7 Stuhlentleerung 0,4 ±0,1 0,4 ±1,1
NaCI DCS DBA (n=11) (n=16) Geschlossener Arm (CA) links 8,0 ±5,0 7,6 ± 3,1 Zurückgelegte Strecke in CA (m) 6,5 ±2,1 6,5 ±1,4 Aufenthaltsdauer CA (s) 218,2 ± 54,8 232,6 * 31,5 ZurOckgelegte Gesamtstrecke (m) 7,9 ±1,8 7,4 ±1,0 Ruhezeit 71,0 ±6,8 73,7*3,5 Ausmaß von großen Bewegungen (%) 5,7 ±3,1 5,3 ±1,8 Stuhlentleerung 0,8 ±1,0 1 ±1,2 NACHGEREICHT l b) Open-Field
Wie in Tabelle 2b gezeigt, wurde die zurückgelegte Gesamtstrecke bei DCS-DBA-Mäusen signifikant verringert. DCS senkte die Ruhezeit und die Aufenthaltsdauer in der Begrenzung signifikant und erhöhte die Anzahl von Mittenkreuzungen, die Häufigkeit von spontanen Richtungsänderungen und das Ausmaß von großen Bewegungen signifikant. Bei C57BL/6J erhöhte DCS die Anzahl von Mittenkreuzungen und das Ausmaß des Aufbäumens und Putzens signifikant.
Tabelle 2b: Ergebnisse des OF-Tests. Die Sternchen zeigen die signifikanten Unterschiede von arzneimittelbehandelten Mäusen (C57BL/6J und DBA/2) im Vergleich zur Kontrollgruppe (0,9 % NaCl-Lösung) auf (t-Student-Test und/oder Mann-Whitney-U-Test; *P<0,05, **P<0,01, ***P^O,001).
NACHGEREICHT
NaCI DCS C57BL (n-12) (n*16) Zurückgelegte Gesamtstrecke (m) 33,3 ±6,0 34,8 ±6,5 Ruhezeit 46,6 ± 5,4 46,4 ±6,8 Durchschnittsgeschwindigkeit (m/s) 0,05 ± 0,01 0,06 ±0,01 Anzahl der Mittenkreuzungen 7,5 ±4,5 11,6 ±4,5* Zeit des Schnüffeins/Aufbäumens 90,8 ± 39,5 128,5 ±38,8** Häufigkeit von spontanen Richtungsänderungen 43,1 ±11,8 47,7 ± 10,0 Aufenthaltsdauer in der Begrenzung 56,3 ±11,75 58,1 ±10,7 Ausmaß von großen Bewegungen (%): Bewegungsgeschwindigkeit >0,10 m/s (% der Gesamtbeobachtungszeit) 23,0 ±4,6 24,1 ±4,9 Ausmaß von lokalen Bewegungen (%): Bewegungsgeschwindigkeit 0,03m/s<x<0,10m/s (% der Gesamtbeobachtungszeit) 30,4 ± 2,2 29,5 ± 2,5 Stuhlentleerung 1.3 ±1,7 0,7 ± 0,8
NaCI DCS DBA <n=11) (n=16) Zurückgelegte Gesamtstrecke (m) 27,9 ± 7,7 34,7 ± 5,6* Ruhezeit 60,0 ± 11,9 51,7 ± 3,6** Durchschnittsgeschwindigkeit (m/s) 0,05 ± 0,01 0,06 ± 0,01* Anzahl der Mittenkreuzungen 2,7 ± 3,1 7,8 ± 3,5*** Ausmaß des Aufräumens und Putzens 99,2 ± 25,1 99,6 ± 25,5 Häufigkeit von spontanen Richtungsänderungen 29,3 ± 11,4 44,8 ± 11,8** Aufenthaltsdauer in der Begrenzung 77,2 ± 11,3 67,4 ± 8,1** Ausmaß von großen Bewegungen (%): Bewegungsgeschwindigkeit >0,10 m/s (% der Gesamtbeobachtungszeit) 17,1 ± 6,0 23,2 ± 4,0** Ausmaß von lokalen Bewegungen (%): Bewegungsgeschwindigkeit 0,03m/s<x<0,10m/s (% der Gesamtbeobachtungszeit) 23,0 ±6,2 25,1 ±1,9 Stuhlentleerung 1,7 ±1,7 2,3 ±1,4 c) Beobachtungsbatterie
Die Menge an Ergebnissen ist in Tabelle 2c.I und 2c.II angeführt und wird hier nicht besprochen.
Tabelle 2c.I: Ergebnisse des primären Verhaltensbeobachtungs-screens bei C57BL/6J-Mäusen. Scores (Mittel +/- Standardabweichung) wie von Irwin et al. 1968 ausgewertet: ein höheres Score bedeutet mehr (bessere, höhere) Aktivität (Leistung, Reaktion), mit Ausnahme des Gangs, Drahtmanövers und Aufrichtreflexes, die eine bessere Leistung bei geringeren Scores aufweisen. Manche Parameter werden wie folgt bewertet: +/- (Anwesenheit/Abwesenheit)
NACHGEREICHjT 9 ·· ·· ·» 9 ·· ·· ·» • · ·· ··*· - 16 • · • · · ·· * ·· ·
w · · A A ·· ·· ···· C57BL NaCI (n=12) DCS (n-16) A. Verhalten 1. Spontane Aktivität Körperposition 5,5 ± 2,3 5,9 ±2,4 Bewegungsaktivität 1,8 ±2,6 2,5 ±2 Bizarres Verhalten 0 0 2. Bewegungsaffektive Reaktionen Vestibularabfall 2,8 ±1,7 2,9 ±1,3 Transfererregung 2,9 ±1,2 3,4 ± 0,5 Räumliche Fortbewegung 4,2 ±1,4 4,8 ±1,1 Berührungsflucht 3,7 ±1,4 5,8 ±1,8** Provoziertes Beißen 3±2 3,6 ± 2,0 Fingerannäherung 2,8 ±2,5 2,5 ±2,1 Fingerrückzug 1,5 ±2,3 1,6 ±2,2 Klippenvermeidung 12/0 15/1 Vokalisieren 1,25 ±1,1 1,8 ±0,8 Urinieren 10/2 8/8 3. Sensomotorische Reaktion Schreckreaktion 3,2 ±2,8 5,3 ± 2,8* Pinnareflex 1,5 ±2,8 1 ±2,2 Kornea 2,3 ±1,7 2,8 ±1,2 Zehen kneif 1 ±1,8 0,3 ± 0,7 Visuelles Platzieren 4,5 ±1,2 4,1 ± 0,9 Schwanzkneif 0,1 ± 0,3 0,5 ±1,0 B. Neurologie 1. Haltung Rotation der Gliedmaßen 1,7 ±0,8 1,1 ±0,8 Heben des Beckens 3,3 ±1,1 4,3 ±1* Heben des Schwanzes 2,7 ±0,8 2,5 ±0,9 2. Muskeltonus Körpertonus 5,8 ±1,3 5,8 ±1,3 Greifkraft 4,8 ±1,8 3,6 ±1,3* Gliedmaßentonus 3,3 ±1,5 4,4 ±1,6* Abdominaltonus 5,2 ±1,8 5,1 ±1,7 Drahtmanöver 2,7 ± 2,3 3,6 ± 2,2 3. Gleichgewicht und Gang Gang 0/12 1/15 Aufrichtreflex 0 0
I NACHGEREICHT - 17 ···· ·· ·· ·· ► · · · · ι • · · ·· ·· ···· • · 4 ·· ··
NaCI DCS C57BL <n=12) (n®16) 4. CNS-Erregung Zittem/Zucken 0 0 C. AUTONOM 1. Augen Lidschließen 0 0,4±1,5 Propriozeption 5,9 ± 0,7 6 ± 0 2. Sekretion und Exkretion Stuhlentleerung 2,8 ± 1,3 1,9 ±1,4 Diarrhö 1/11 0/16 Urinieren 10/2 8/8
Tabelle 2c.II: Ergebnisse des primären Verhaltensbeobachtungs-screens bei DBA-Mäusen. Scores (Mittel +/- Standardabweichung) wie von Irwin et al. 1968 ausgewertet: ein höheres Score bedeutet mehr (bessere, höhere) Aktivität (Leistung, Reaktion), mit Ausnahme des Gangs, Drahtmanövers und Aufrichtreflexes, die eine bessere Leistung bei geringeren Scores aufweisen. Manche Parameter werden wie folgt bewertet: +/- (Anwesenheit/Abwesenheit) DBA NaCI (n=11) DCS (n=16) A. Verhalten 1. Spontane Aktivität Körperposition 5.7 ±2,2 6,4 ±1,8 Bewegungsaktivität 2 ±1,8 1,5 ±1,6 Bizarres Verhalten 2. Bewegungsaffektive Reaktionen Vestibularabfall 0.7 ±1,3 1,8 ±1,3* Transfererregung 2,9 ±1,3 2,6 ±1,5 Räumliche Fortbewegung 3,9 ±1,9 3,7 ±1,2 BerQhrungsflucht 3,8 ±1,1 4,3 ±1,9 Provoziertes Beißen 1,5 ±1,3 2,8 ± 2,3 Fingerannäherung 2,6 ±2,5 3,6 ±2,9 FingerrQckzug 2,2 ± 2,6 1,3 ±1.9 Klippenvermeidung 10/1 16/0 Vokalisieren 1,7 ±0,9 2,4 ±1,9 Urinieren
NACHGEREICHT 18 ΦΦ Φ Φ Φ Φ Φ Φ Φ ΦΦ • Φ Φ • Φ Φ Φ Φ ΦΦΦΦ ΦΦ • Φ Φ • · · • · Φ • · Φ ·· ΦΦ ΦΦΦΦ ΦΦ ΦΦ ·· ΦΦ DBA NaCI (n*11) DCS <η=1β) 3. Sensomotorische Reaktion Schreckreaktion 2,6± 1,8 2,1 ±2,3 Pinnareflex 0 0,9 ±2,1 Kornea 2,6 ±1,1 2,6 ±1.4 Zehen kneif 1,5 ±2,0 1,3 ±1.4 Visuelles Platzieren 4,4 ±1,2 4,5 ± 0,9 Schwanzkneif 0,9 ±1,6 1,9 ±2,8 B. Neurologie 1. Haltung Rotation der Gliedmaßen 1,3 ±0,5 1,6 ±0,5 Heben des Beckens 3,5 ± 1,3 3,6 ±1,1 Heben des Schwanzes 1,8 ±0,6 2 ±0,4 2. Muskeltonus Körpertonus 6,1 ± 0,3 6,8 ±0,9* Greifkraft 4,4 ±1,2 5,6 ±1,6* Gliedmaßentonus 2,7 ±2,0 3,7 ±1,7 Abdominaltonus 5,5 ±1,3 5,8 ±1,4 Drahtmanöver 0,7 ±1,9 1,8 ±2,9 3. Gleichgewicht und Gang Gang 0/11 1/15 Aufrichtreflex 0 0 4. CNS-Erregung Zittem/Zucken 0 0 C. AUTONOM 1. Augen Lidschließen 0 0 Propriozeption 6 ±0,8 5,9 ± 0,9 2. Sekretion und Exkretion Diarrhö 2/9 7/9 Urinieren 2/9 3/13 Stuhlentleerung 12,6 ±1,7 2,5 ±1,8 d) Rotarod
Die Leistung am Rotarod veränderte sich nicht signifikant bei DBA-behandelten Mäusen im Vergleich zur Kontrollgruppe.
Tabelle 2d: Ergebnisse des Rotarod, die längste Zeit auf der
NACHGEREICHT
Walze wurde für die Analyse herangezogen. Die Sternchen zeigen die signifikanten Unterschiede von arzneimittelbehandelten Mäusen (C57BL/6J und DBA/2) im Vergleich zur Kontrollgruppe (0,9 % NaCl-Lösung) auf (t-Student-Test und/oder Mann-Whitney-U-Test; *P<0,05, **P<0,01, ***P^0,001).
Maximalversuch NaCI DCS C57BL 13,3 ±7,8 14,75 ± 7,8 DBA 8,7 ±7,3 12,6 ±6,1 e) Morris-Water-Maze-Aufgabe
Die Fig. 1 und 2 zeigen die räumlichen Lernkurven, die die mittleren + SD Latenzen beim Aufsuchen der Unterwasserplattform pro Mäusestamm während der 4 Tage des Lerntrainings und die Aufenthaltsdauer im Zielquadrant während des Sondenversuchs darstellen.
Beim C57BL/6J-Inzuchtstamm wurde kein signifikanter Unterschied zwischen der Kontroll- und der Behandlungsgruppe während der ersten 2 Trainingstage festgestellt. Am Tag 3 beendete D-Cycloserin den Versuch signifikant schneller (innerhalb von 45,1±35,8 bzw. 40,1±27,1) als die Kontrollgruppe (52,6±18,0). Am Tag 4 wurden jedoch keine signifikanten Leistungsunterschiede beobachtet (siehe Fig. la). Während der Konsolidierungsphase (Fig. lb) wurde die Aufenthaltsdauer von C57BL/6J im Zielquadrant gemessen.
Die DBA/2-Mäuse (Fig. 2a) lernten während der ersten beiden Tage ohne Signifikanz zwischen den Gruppen. Am Tage 3 brauchten behandelte Mäuse (D-Cycloserin: 53,3±20,7) signifikant länger, um die Plattform zu erreichen, als die Kontrollgruppe (33,9+26,3). Auch hier wurde kein signifikanter Latenzunterschied bei der Erreichung des Ziels am Tag 4 festgestellt.
Im Sondenversuch erbrachten mit D-Cycloserin (12,3±5,5) behandelte Mäuse eine schlechtere Leistung als die Kontrollgruppe (16,2+1,5), da sie signifikant weniger Zeit im Zielquadrant verbrachten (siehe Fig. 2b).
Bei einem Vergleich der Latenz zur Erreichung der Plattform an den Trainingstagen zwischen DBA/2 und C57BL/6J zeigten die Kontrollgruppen keinen Unterschied am Tag 1, 2 und 4. Aber am Tag 3 brauchten die C57BL/6J-Mäuse (52,6±18,0) signifikant länger,
NACHGER9CHT - 20 • · · • · · • · · i ·· »· • · ···· ♦· um die Plattform zu erreichen, als die DBA/2-Mäuse (33,9126,3).
Im Gegensatz dazu erbrachten die C57BL/6J-Mäuse (19,113,8) eine signifikant bessere Leistung beim Sondenversuch als die DBA/2-Mäuse (16,211,5) (siehe Fig. 3).
Die Durchschnittsgeschwindigkeit veränderte sich auch signifikant im Verlauf der Trainingstage, und der Sondenversuch war bei beiden Stämmen mit den Kontrollgruppen vergleichbar (siehe Fig. 4) . 6. Zusammenfassung
Das Hauptergebnis der Studie besagt, dass CEs bemerkenswerte stammabhängige Wirkungen auf verhaltensrelevante, kognitive und neurologische Funktionen ausüben. Weiters wurde der Beweis für die Anwesenheit wahrscheinlicher neurotoxischer Effekte erbracht.
Vor Jahrzehnten wurde DCS als potentieller kognitiver Enhan-cer beschrieben, der das räumliche Gedächtnis bei Nagern verbesserte. Bei Sprague-Dawley-Ratten steigerte die tägliche intraperitoneale Verabreichung von DCS das Erlernen im MWM (17), verringerte die Latenz in einem Wasserlabyrinth bei alternden 4 MO-Rat-ten (14), und bei erwachsenen Wistar-Ratten wurde eine geringere Fehleranzahl in einer Arm-Radiallabyrinth-Aufgabe beobachtet (55). Aura und Mitarbeiter zeigten, dass die intraperitoneale Verabreichung von DCS das Erlernen bei alten, nicht aber bei jungen Han:Wistar-Ratten in einer MWM-Aufgabe verbesserte (56). Mehrere Dosen konnten die Lern- und Gedächtnisleistung bei männlichen Han:Wistar-Ratten unter Verwendung des MWM-Paradigmas nicht verbessern (57). Es wurde also keine durchgängige CE-Wirkung von DCS beobachtet, und das kann sehr wohl auf die verschiedenen Rattenstämme, Alter, Testsysteme zurückzuführen sein.
Bei Mäusen steigerte die Verabreichung von DCS nach dem Training die Gedächtnisretention in einem Durst-motivierten Linearlabyrinth bei Swiss-Webster-Mäusen (16), bisher wurden jedoch keine anderen Stämme oder Testsysteme verwendet. In der vorliegenden Studie wurde keine Wirkung auf das räumliche Gedächtnis im MWM für C57BL/6J beobachtet. Bei DBA/2 war jedoch die Konsolidierung, ausgedrückt als reduzierte Aufenthaltsdauer im Zielquadrant des MWM, beeinträchtigt, und die Lernkurve zeigte ein gestörtes Erlernen zumindest am dritten Trainingstag.
Behaviorale und neurologische Nebenwirkungen dürfen nicht als Ursache für die schlechte Leistung im MWM bei DBA/2-Mäusen herangezogen werden, und auch hier können die zugrunde liegende
NACHGEREICHT - 21 «· ·· ·· ·· • · • • • · • • · • • • • • · • · • *1 • · • ' · ·· ·· »«·· ·· • · • ·· ·· ·· • · %
• Μ·
Neuropathologie oder unterschiedliche Stämme für das Versagen der DCS-Behandlung verantwortlich gewesen sein. Beobachtungen einer erweiterten zurückgelegten Gesamtstrecke, der Anzahl von Mittenkreuzungen, der Häufigkeit von spontanen Richtungsänderungen und des Ausmaßes von großen Bewegungen könnte auf eine Hyperaktivität hinweisen, die zum kognitiven Verfall beigetragen haben könnte. Erkenntnisse dieser Studie widerlegen die berichteten CE-Effekte auf das räumliche Gedächtnis bei der Maus per se nicht, aber ein Scheitern bei der Verbesserung des räumlichen Gedächtnisses bei C57BL/6J zeigt deutlich, dass mehr Arbeit erforderlich ist, bevor DCS ein eindeutiger CE-Effekt zugeschrieben werden kann. Verhaltenseffekte hinsichtlich eines reduzierten angstbezogenen Verhaltens wie im OF und EPM aufgezeigt (Tabelle 2a, b) bestätigen frühere Erkenntnisse von anxiolytischen Effekten bei mit einem niedrigen Angstlevel gezüchteten Ratten (58).
NACHGEREICHT 22 ·· Μ Μ • · · · • · · • · · · • · · · • · • ·
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NACHGEREICHT

Claims (12)

  1. - 25 - • · » « • · ·· ···· Patentansprüche: 1. Verwendung von D-Cycloserin (DCS) zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung oder Prävention von Angststörungen.
  2. 2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Angststörung ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Panikstörung, Agoraphobie, Phobien, sozialer Angststörung, obsessivkompulsiver Störung und posttraumatischer Belastungsstörung.
  3. 3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Medikament für orale oder parenterale Verabreichung, insbesondere intravenöse, intramuskuläre, subkutane, transdermale, transmukosale oder inhalatorische Verabreichung, formuliert ist.
  4. 4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Medikament als Nahrungsergänzung, Aerosol, Kapsel, Pulver, Lösung, Suspension, Tablette, Injektion, Infusion, Gel, Paste oder Transdermalpatch formuliert ist.
  5. 5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Medikament mindestens einen pharmazeutisch annehmbaren Exzipienten, Träger und/oder Verdünner umfasst.
  6. 6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Medikament mindestens einen weiteren Wirkstof ff, vorzugsweise mindestens ein weiteres Anxiolytikum ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Alprazolam, Bromazepam, Chlordiazepoxid, Clobazam, Clonazepam, Clorazepat, Diazepam, Halazepam, Paxipam, Ketazolam, Lorazepam, Medazepam, Nordazepam, Oxazepam, Prazepam, Harmalin, Iproclozid, Iproniazid, Isocarboxazid, Nialamid, Phenelzin, Selegilin, Toloxaton, Tranylcypromin, Citalopram, Escitalopramoxalat, Fluoxetin, Fluvoxaminmaleat, Paroxetin, Sertralin, Dapoxetin, Isocarboxazid, Moclobemid, Phenelzin, Tranylcypromin, Selegilin, Nialamid, Iproniazid, Iproclozid, Toloxaton, ein Barbiturat und Meprobamat, umfasst.
  7. 7. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass D-Cycloserin in einer Menge von 0,5 bis 50 mg/kg, NACHGEREICHT [ vorzugsweise 1 bis 40 mg/kg, bevorzugter 1,5 bis 30 mg/kg, insbesondere 2 bis 20 mg/kg, verabreicht wird.
  8. 8. Verwendung von D-Cycloserin (DCS) in einer Formulierung zur Steigerung des Explorationsverhaltens und der Auffassungsgabe.
  9. 9. Verwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass D-Cycloserin für orale oder parenterale Verabreichung, insbesondere für intravenöse, intramuskuläre, subkutane, transdermale, transmukosale oder inhalatorische Verabreichung, formuliert ist.
  10. 10. Verwendung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass D-Cycloserin als Nahrungsergänzung, Aerosol, Kapsel, Pulver, Lösung, Suspension, Tablette, Injektion, Infusion, Gel, Paste oder Transdermalpatch formuliert ist.
  11. 11. Verwendung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Formulierung mindestens einen pharmazeutisch annehmbaren Exzipienten, Träger und/oder Verdünner umfasst.
  12. 12 .Verwendung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass D-Cycloserin in einer Menge von 0,5 bis 50 mg/kg, vorzugsweise 1 bis 40 mg/kg, bevorzugter 1,5 bis 30 mg/kg, insbesondere 2 bis 20 mg/kg, verabreicht wird. NACHGEREICHT
AT21582006A 2006-12-29 2006-12-29 Behandlung von angstzuständen AT504705A1 (de)

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