AT504918A4 - Vorrichtung zum bestimmen der viskosität einer flüssigkeit - Google Patents
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Description
(35564) II Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Bestimmen der Viskosität einer Flüssigkeit mit einer von der zu messenden Flüssigkeit durchströmten Messkammer, mit einer Einrichtung zur Schwingu[pi]gsanregung der Messkammer im Bereich einer Resonanzfrequenz und mit einer Messeinrichtung für die Schwi[pi]gungsamplituden. Der Umstand, dass die bei einer Schwi[pi]gungsanregung innerhalb einer Flüssigkeit auftretenden Scherkräfte zu einer Dämpfung der Schwingungen führen, kann zur Bestimmung der Viskosität genützt werden, die ja auch über diese Scherkräfte definiert werden kann. Zu diesem Zweck ist es bekannt (US 7 059 176 B2), die zu messende Flüssigkeit durch ein im Wesentlichen U-förmiges Röhrchen strömen zu lassen, dessen Mittelteil zu Schwingungen im Bereich seiner Resonanzfrequenz angeregt wird, um aufgrund der scherkraftbedingten Dämpfung der Resonanzschwingungen auf die Viskosität der Flüssigkeit rückschliessen zu können. Nachteilig ist allerdings, dass sich im Bereich der das Mittelstück des U-förmigen Röhrchens tragenden Schenkel bei einer Schwingungsa[pi]regung Verformungen des Röhrchens ergeben, die innerhalb der Flüssigkeit zu Druckwellen Anlass geben, was eine zusätzliche Schwingungsdämpfung nach sich zieht. Da jedoch der auf die Druckwellen zurückzuführende Anteil der Dämpfung nicht ohne weiteres erfasst werden kann, ergeben sich bei der Bestimmung der Viskosität aufgrund der Schwingungsdämpfung in solchen zu Resonanzschwingungen anregbaren Messkammern mitunter erhebliche Messfehler. Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art zur Bestimmung der Viskosität einer Flüssigkeit so auszugestal- 13/10 2007 FR 11: 39 [SE/EM NR G057] S0 3 ten, dass mit einfachen konstruktiven Mitteln die Messgenauigkeit entscheidend verbessert werden kann. Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass zumindest eine Wand der Messkammer als Membran ausgebildet und mit Hilfe der Einrichtung zur Schwi[pi]gungsanregung beaufschlagbar ist. Da das Schwi[pi]gungsverhalten einer ra[pi]dseitig eingespannten, zu freien Schwingungen anregbaren Membran unter Reso[pi]a[pi]zbedingungen durchaus vorbestimmt werden kann, kann auch von einer dadurch bedingten, definierten Flüssigkeitsbewegung ausgegangen werden, was eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, dass die Viskosität dieser Flüssigkeit anhand der feststellbaren Schwingungsdämpfu[pi]g mit einer guten Genauigkeit bestimmt werden kann. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass zwei einander parallel gegenüberliegende Wände der Messkammer aus übereinstimmenden Membranen bestehen, die mit Hilfe der Einrichtung zur Schwingungsanregung synchron beaufschlagbar sind, weil in diesem Fall das Dämpfungsverhalten im Wesentlichen ausschliesslich durch die die Viskosität definierenden Scherkräfte bestimmt wird. Aufgrund der übereinstimmenden Ausbildung der beiden parallelen Membranen und ihrer synchronen Schwingungsanregung können ja für die Erfassung der Viskosität optimale Flüssigkeitsbewegungen quer zu den Membranflächen in der Messkammer sichergestellt werden. Die von der Dichte der zu messenden Flüssigkeit abhängige Verschiebung der Resonanzfrequenz im Vergleich zu Resonanzschwingungen der Membran ohne Flüssigkeitsfüllung der Messkammer erlaubt ausserdem eine einfache Bestimmung der Dichte der Messflüssigkeit. Um für eine einfache Schwi[pi]gungsanregung der jeweiligen Membran zu sorgen, kann auf der zu Schwingungen anzuregenden Membran zumindest eine an eine Erregerstromquelle angeschlossene, im Magnetfeld wenigstens eines Permanentmagneten angeordnete Leiterbahn vorgesehen sein. Der Erregerstrom, der eine Frequenz im Bereich der Resonanzfrequenz der Membran aufweist, bewirkt im Feld eines Permanentmagneten eine pulsierende Kraft auf die Leiterbahn mit der Folge, 19/10 2007 FR 11:33 [SE/EM NR G057] I 004 dass die Membran bei einer entsprechenden Ausrichtung des Magnetfeldes und der Leiterbahn im Bereich ihrer Resonanzfrequenz zu Schwingungen quer zur Membranfläche angeregt wird. Die Schw[iota]ngungsamplituden können dabei vorteilhaft über zumindest eine l[pi]duktionsschleife auf der zu messenden Membran erfasst werden, in der aufgrund der Bewegung dieser Induktio[pi]sschleife im Feld eines Permanentmagneten eine von dieser Bewegung abhängige Spannung induziert wird, die als Mass für die Schwingungsamplitude ausgewertet werden kann. In der Zeichnung ist der Ertlndungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Bestimmen der Viskosität einer Flüssigkeit in einer vereinfachten Draufsicht, . Fig. 2 diese Vorrichtung im Schnitt nach der Linie ll-ll der Fig. 1 , Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2 und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. . Gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird die von der zu messenden Flüssigkeit durchströmte Messkammer 1 durch zwei die Umfangswände der Messkammer 1 bildende, L-förmige Gehäuseteile 2 und 3 sowie durch zwei Membranen 4 gebildet, die Deckwände für die Messkammer 1 darstellen. Wegen der L-förmigen Ausbildung der Gehäuseteile 2, 3 ergeben sich im Stossbereich zwischen diesen Gehäuseteilen 2 und 3 Zu- und Ablaufkanäle 5, 6 für die Messkammer 1. Die EinSpannung der Membranen 4 unter einer Lagefixierung der Gehäuseteile 2, 3 erfolgt durch Deckrahmen 7 und 8, die miteinander durch die Gehäuseteile 2, 3 durchsetzende Schrauben 9 verbunden sind und die Membranen 4 unter Freilassung eines dem Umriss der Messkammer 1 entsprechenden Fensters randseitig flüssigkeitsdicht klemmen. Die beiden übereinstimmend ausgebildeten und parallel angeordneten Membranen 4 weisen auf ihrer von der Messkammer 1 abgewa[pi]dte[pi] Aussenseite eine schleifenförmige Leiterbahn 10 mit Anschlusskontakten 11 auf, über die die Leiterbahnen 10 mit einer Erregerstromquelle verbunden werden können. Damit bei einer Wechsel- 19/10 2007 FR 11:39 [SE/EM NR 6057] @005 -4 ! Stromerregung die Membranen 4 im Resona[pi]zbereich zu Schwingungen angeregt werden können, ist für ein entsprechend ausgerichtetes Magnetfeld zu sorgen. Zu diesem Zweck sind zwei Permanentmagneten 12 vorgesehen, deren Nord- und Südpole mit N und S bezeichnet sind. Obwohl grundsätzlich mit einem Permanentmagneten das Auslangen gefunden werden kann, empfiehlt sich die Anordnung zweier Permanentmagneten 12, um für die Schwingungsanregu[pi]g der beiden Membranen 4 übereinstimmende Verhältnisse zu schaffen. Zur Erfassung der Schwingungsamplituden sind die Membranen 4 zusätzlich mit je aus mehreren Windungen aufgebauten Induktio[pi]sschleifen 13 versehen, deren Anschlusskontakte mit 14 bezeichnet sind. Die aufgrund der Bewegung der Membranen 4 im Magnetfeld der Permanentmagnete 12 in den Induktio[pi]sschleife[pi] 13 induzierten Spannungen werden in einer Auswertestufe erfasst, um aufgrund der gegenüber einer Membranschwingung ohne Flüssigkeitsfüllung der Messkammer 1 feststellbaren Dämpfung der Schwingungen auf die Viskosität der Flüssigkeit in der Messkammer 1 rückschliessen zu können. Die durch die synchronen, in den Fig. 2 und 4 strichpunktiert angedeuteten Membranschwi[pi]gungen bedingten Bewegungen der Flüssigkeit in der Messkammer 1 verursachen in der Flüssigkeit Scherkräfte, die zu einer für die Viskositätsbestimmung auswertbaren Schwi[pi]gungsdämpfung führen. Ausserdem lässt sich eine Verlagerung der Resonanzfrequenz in Abhängigkeit von der Dichte der Flüssigkeit feststellen, sodass mit Hilfe einer solchen Vorrichtung nicht nur die Viskosität sondern auch die Dichte der durch die Messkammer 1 strömenden Flüssigkeit ermittelt werden kann. Vorrichtungen der beschriebenen Art eignen sich insbesondere für die Miniaturisierung und Einbindung in Mikrofluidsysteme[pi]. Das Volumen einer Messkammer 1 liegt typischerweise in einer grösseren Ordnung von 100 [mu]l. Die Resonanzfrequenzen werden üblicherweise in einem Bereich zwischen 500 Hz und 15 kHz gemessen. <jw ni^ 19/10 2007 FR 11:39 [SE/EM NR 6057] (c)006
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Bestimmen der Viskosität einer Flüssigkeit mit einer von der zu messenden Flüssigkeit durchströmten Messkammer, mit einer Einrichtung zur Schwingungsanregung der Messkammer im Bereich einer Resonanzfrequenz und mit einer Messeinrichtung für die Schwingungsamplituden, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Wand der Messkammer (1) als Membran (4) ausgebildet und mit Hilfe der Einrichtung zur Schwingungsanregung beaufschlagbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei einander parallel gegenüberliegende Wände der Messkammer (1) aus übereinstimmend ausgebildeten Membranen (4) bestehen, die mit Hilfe der Einrichtung zur Schwingungsanregung synchron beaufschlagbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei einander parallel gegenüberliegende Wände der Messkammer (1) aus übereinstimmenden Membranen (4) bestehen, die mit Hilfe der Einrichtung zur Schwingungsanregung synchron beaufschlagbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Schwingungsanregung zumindest eine an eine Erregerstromquelle angeschlossene, im Magnetfeld wenigstens eines Permanentmagneten (12) vorgesehene Leiterbahn (10) auf der zu Schwingungen anzuregenden Membran (4) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Schwingungsanregung zumindest eine an eine Erreg[beta]rstromquelle angeschlossene, im Magnetfeld wenigstens eines Permanentmagneten (12) vorgesehene Leiterbahn (10) auf der zu Schwingungen anzuregenden Membran (4) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung für die Schwingungsamplitude zumindest eine Induktionsschleife (13) auf der zu messenden Membran (4) bildet.
Linz, am 19. Oktober 2007
Universität
<EMI ID=5.1>
19/10 2007 FR 11:39 [SE/EM NR 6057] 0007
-
Patentansprüche
Patentanwälte
Dipl.-Ing. Helmut Hübscher
Dipl.-Ing. Karl Winfried Hellmich
Spittelwiese 7, 4020 Linz
3B A 1686/2007; G01N Neue Patentansprüche
(35 564) II
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung für die Schwingungsamplitude zumindest eine Induktionsschleife (13) auf der zu messenden Membran (4) bildet.
Linz, am 27. März 2008
NACHGEREICHT
Universität Linz durch:
/ I ^
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