AT505649A1 - Schutzpaket - Google Patents

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AT505649A1 AT12982007A AT12982007A AT505649A1 AT 505649 A1 AT505649 A1 AT 505649A1 AT 12982007 A AT12982007 A AT 12982007A AT 12982007 A AT12982007 A AT 12982007A AT 505649 A1 AT505649 A1 AT 505649A1
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Description

·· 07:52:25 21-08-2007 4/29 • ·· ♦··· ··· ···· • · · · ·· · ·· · -1 -
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schutzpaket aus mehreren hintereinander angeordneten Schichten, insbesondere ein ballistisches Schutzelement für den Körperschutz, wie dies im Anspruch 1 beschrieben wird.
Aus der WO 2006/136323 Al ist ein Schutzpaket aus mehreren hintereinander angeordneten Schichten als ballistisches Schutzelement für den Körperschutz in unterschiedlichsten Ausbildungen bekannt geworden. Dabei ist die dem Aufprall zugewendete Seite durch ein Lagenpaket aus einer Vielzahl von Lagen aus einem textilen Gewebe gebildet, welches auch als ballistisches Schutzpaket bezeichnet werden kann. Eine weitere Schicht besteht aus einer Lager aus einem hochfesten Werkstoff. Dieser plattenartige Werkstoff wird durch miteinander verbundene Lagen gebildet, wobei die Verbindung zusätzlich noch unter Aufbringen von Druck und Temperatur erfolgen kann. Zusätzlich wurde noch versucht, die Schutzwirkung durch unterschiedliche Anordnungsmöglichkeiten von textilen Lagen zu verbessern, wobei es jedoch nicht gelungen ist, den Tragekomfort zu verbessern sowie die Traumatiefe von auftreffenden Geschossen in allen Anwendungsfällen zu verringern.
Die DE 201 01 068 Ul beschreibt eine Schutzweste mit einem darin eingebrachten ballistischen Paket, bei welchem die dem Körper des Trägers zugewandte Innenseite durch ein Abstandsgewirke gebildet ist. Das Abstandsgewirke ist ein flächig hergestellter Lagenkörper aus zwei textilen Außenschichten, welche durch eine Polfadenstruktur voneinander auf Abstand gehalten werden. Zum Abtransport der Feuchtigkeit ausgehend vom Körper des Benutzers können die einzelnen Lagen des Abstandsgewirks aus Feuchtigkeit weiterleitenden bzw. Feuchtigkeit speichernden Fadenmaterialien gebildet sein.
Die DE 10 2005 019 455 Al beschreibt ein beschussfestes Lagenpaket aus zumindest einer Lage aus einem biegeschlaffen Fasermaterial und zumindest einer Lage aus einem be- N2007/I3900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EH NR 9208] @004 07:52:39 21-08-2007 5/29 ·* • · · ι ··· ···· ··· ···· • · · · ·· ·« • t ·· ·· · ·· · -2-schichteten Fasermaterial, bei dem zwischen den beiden Lagen ein zusätzliches Abstands- / element angeordnet ist. Die dem Beschuss zugewandte Seite ist dabei biegeschlaff und weich, wobei die dem Körper zugewandte Lage durch eine hartballistische Lage gebildet ist Diese hartballistische Lage wird aus einem Fasermaterial gebildet das in einer thermoplastischen oder duroplastischen Matrix eingebunden ist. Die kinetische Energie des auftreffenden Geschosses wird zuerst durch die Verformung des weichballistischen Elements sowie größtenteils durch das unmittelbar nachfolgende Abstandselement absorbiert. Das dem Körper zugewandte hartballistische Element verhindert dann das Durchdringen des Geschosses durch dessen steiferen und härteren Aufbau. Dabei konnte nicht in allen Anwendungsfällen ein ausreichender Tragekomfort erzielt werden.
Weitere ballistische Schutzelemente, welche in ihrem Lagenaufbau ein dreidimensionales Abstandsgestrick aufweisen, sind aus der US 6,103,641 A sowie der US 6,627,562 Bl bekannt geworden. Bei diesen Abstandsgestricken sind die sich zwischen den Gestrickflächen erstreckenden Polfäden in kürzester, also senkrechter Richtung, bezüglich der beiden Gestrickflächen ausgerichtet.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schutzpaket zu schaffen, bei welchem die Schutzwirkung erhöht und zusätzlich der Tragekomfort verbessert wird.
Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Der sich durch die Merkmale des Kennzeichenteiles des Anspruches 1 ergebende überraschende Vorteil liegt darin, dass durch den mehrschichtigen Aufbau des Schutzpakets in Kombination mit der Verbindung der körpemahen Schichten untereinander ein noch besserer Abbau der durch den Aufprall eingebrachten kinetischen Energie erzielt werden kann. Durch den untereinander vorgesehenen Verbund der körpemahen Schichten kommt es zu einem Kombinationseffekt der speziellen Eigenschaften jeder eigenen Schicht, wodurch ein rascherer Abbau der kinetischen Energie stattfindet und damit bspw. die Traumatiefe von auf das Schutzpaket auftreffenden Geschossen gegenüber bisher bekannten Schutzpaketen minimiert wird. Dadurch, dass die gegenseitige Verbindung nahezu vollflächig erfolgt, werden auch die günstigen Abwehreigenschaften der einzelnen Schichten auch im Umkreis des Auftreffpunktes zum Abbau der kinetischen Energie herangezogen. Zusätzlich kann durch die Wahl der dem Körper zugewandten Schicht, insbesondere wenn dieses N2007/I3900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EM NR 9208] @005
07:52:55 21-08-2007 6/29
·· · • · · · • · · · · • ······· • · · 3 ·· · • · · • · · · ··· ···· durch ein Abstandsgestrick gebildet ist, der Tragekomfort noch zusätzlich verbessert wer- / den.
Vorteilhaft ist auch eine weitere AusfÜhrungsform nach Anspruch 2, da dadurch eine hohe Kombinationsmöglichkeit geschaffen wird, wodurch das gesamte Schutzpaket einfach an unterschiedlichste Einsatzbedingungen angepasst werden kann. Dabei ist es möglich, nicht nur den Tragekomfort zu verbessern, sondern auch den Abbau der kinetischen Energie innerhalb des Schutzpakets rascher als bei bislang bekannten Schutzpaketen zu realisieren, wodurch die Traumatiefe und damit das Verletzungsrisiko für den Personenschutz wesentlich verbessert wird.
Weitere vorteilhafte Anwendungsmöglichkeiten für den Schichtaufbau des Schutzpaketes sind in den Ansprüchen 3 bis 6 beschrieben. Bei Wahl entsprechender körpemaher Schicht ist es möglich, die Anzahl der Lagen der äußersten Schicht, nämlich des ballistischen Schutzpaketes aus dem Textilgewebe zu verringern. Gleichfalls kann dadurch aber auch die Stärke der Lage aus dem hochfesten Werkstoff verringert werden, wodurch die Steifigkeit des gesamten Schutzpakets sowie das Flächengewicht bei gleich bleibender bis besserer Schutzwirkung verringert werden kann.
Vorteilhaft ist weiters eine Ausbildung nach Anspruch 7, da dadurch über die nahezu vollflächige Verbindung der einander zugewandten Oberflächen durch die Wahl und die Charakteristik der Verbindungspunkte das Zusammenwirken der Schichten besser aufeinander abgestimmt werden kann und so das Schutzverhalten des gesamten Schutzpakets bei gleichzeitiger Verbesserung des Tragekomforts an unterschiedlichen Einsatzbedingungen angepasst werden kann.
Durch die Ausbildung nach Anspruch 8 ist es möglich, dass in bekannter Weise ein bislang bewährtes ballistisches Schutzpaket gebildet werden kann, welches in Kombination mit den weiteren Schichten zur Verbesserung der gesamten Schutzwirkung dient.
Nach einer anderen Ausführungsvariante gemäß Anspruch 9 wird eine flexible hochfeste Zwischenschicht geschaffen. So kann mit geringstem Werkstoffeinsatz eine sehr hohe Schutzwirkung erzielt werden. N2007/I3900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EM NR 9208] 0006 15 07:53:10 21-08-2007 7/29 15 07:53:10 21-08-2007 7/29 « ···♦······ • ·· ·· ·♦ · · · • · · ·· ···· ··· • · · · ··· ···· ··· ···· ···· · · · · *· ·· ·· · ·· · -4-
Vorteilhaft ist auch eine Weiterbildung nach Anspruch 10, da dadurch diese Schicht ein- / fach vorgefertigt werden kann und je nach Einsatzzweck und Trageverhalten diese in das Schutzpaket mitintegriert werden kann.
Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 11 ist von Vorteil, dass dadurch unterschiedliche Grundwerkstoffe zur Bildung der Lage verwendet werden können und so eine noch individuellere Anpassung an unterschiedlichste Einsatzbedingungen erfolgen kann.
Durch die Weiterbildung nach Anspruch 12 oder 13 wird erreicht, dass das Dämpfungsverhalten in Verbindung mit den darin angeordneten Fäden in Kombination mit dem dem Körper zugewendeten weiteren Schichten der Abbau der kinetischen Energie bei zusätzlich verbessertem Traumaverhalten erzielt werden kann.
Durch die Ausbildung nach Anspruch 14 kann in Abhängigkeit der jeweils gewählten Stärke die Schutzwirkung und in Verbindung mit den weiteren Schichten der gesamte Aufbau des Schutzpakets im Hinblick auf Wirkungsweise und Tragekomfort einfach aufeinander abgestimmt werden.
Vorteilhaft ist auch eine Ausbildung nach Anspruch 15, da dadurch je nach Wahl der Härte des Kunststoffschaums eine zusätzliche Dämpfungswirkung erzielt werden kann und dadurch in Verbindung mit den weiteren Schichten die Schutzwirkung sowie der Tragekomfort zusätzlich verbessert werden kann.
Gemäß einer Ausbildung wie im Anspruch 16 oder 17 beschrieben, wird ein kompakter Aufbau des gesamten Schutzpakets erreicht und zusätzlich noch die Schutzwirkung verbessert.
Dabei erweist sich eine Ausgestaltung nach Anspruch 18 vorteilhaft, da dadurch die Widerstandsfestigkeit des Abstandsgestricks erhöht und zusätzlich noch die Schutzwirkung verbessert werden kann.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung gemäß Anspruch 19 wird zumindest eine Gestrickfläche aus einem Werkstoff gebildet, welcher die Trageeigenschaften und damit den Tragekomfort für einen Benutzer verbessert. N2007/I3900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EM NR 9208] lg]007 15 1 07:53:23 21-08-2007 8/29 15 1 07:53:23 21-08-2007 8/29 ·· ·· ·· · ·· · • ·· ·· ·· · ·· • · · ·· ··· · ··· • · · · ··· ···· ··· ···· ···· ·· · · ·· ·· ·· · ·· · -5-
Von Vorteil ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 20, da dadurch die den Benutzer / zugewendete Gestrickfläche zur Bildung eines angenehmen Trageklimas ausgebildet werden kann.
Gemäß Anspruch 21 wird die Möglichkeit geschaffen den Verbindungsvorgang zwischen dem Abstandsgestrick und den damit zu verbindenden Schichten einfach durch einen thermischen Verbindungsprozess durchfuhren zu können ohne dass dabei der Aufbau des Abstandsgestricks nachteilig beeinflusst wird und trotzdem eine nahezu vollflächige Verbindung geschaffen werden kann.
Bei der Ausbildung gemäß Anspruch 22 wird die Möglichkeit geschaffen, dem gesamten Strickaufbau über eine größere über den Auftreffbereich verteilte Fläche mit in die Abwehr und damit verbunden den Abbau der kinetischen Energie miteinbeziehen zu können. Möglich ist dabei auch eine Ausbildung nach Anspruch 23, da dadurch nicht nur zur Abfuhr der Luft zwischen den beiden Gestrickflächen ein ausreichender Zwischenraum geschaffen wird, sondern auch noch die einzelnen Fäden beim Abbau der kinetischen Auftreffenergie mitwirken.
Die Ausgestaltung nach Anspruch 24 ermöglicht einerseits eine optimale Formgebung des Abstandsgestricks für die Anpassung an unterschiedliche Körperpartien des Benutzers und erhöhen darüber hinaus auch noch die Abwehrwirkung und damit verbunden den Abbau der kinetischen Energie.
Vorteilhaft ist die Ausbildung nach Anspruch 25, da dadurch einfach eine Anpassung an unterschiedlichste Körpereigenschaften bei gleich bleibender erzielbarer Schutzwirkung möglich ist.
Von Vorteil ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 26, da dadurch auch an der dem Körper zugewendeten Seite ein Schutzelement innerhalb des Schutzpakets geschaffen wird, welches bei der Weiterieitung bzw. dem Abbau der kinetischen Energie an größere Oberflächenbereiche mitwirkt und so die Schutzwirkung noch zusätzlich erhöht werden kann.
Durch die Ausbildung nach Anspruch 27 kann zusätzlich noch das Dämpfungsverhalten verbessert werden, wodurch ein noch breiteres Einsatzspektrum des Schutzpakets erzielbar N2007/13900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EM NR 9208] @008 15 07:53:38 21-08-2007 9/29 ·· ·· ·· · • · · · · · · • ·· ·· ··· ······* • · ·· · • · · · ··· ···· • · · · · · ·· ·· ·· · -6- ist. Je nach gewähltem Einlageelement kann im Zusammenwirken mit dem in der fluid- / dichten Hülle eingebrachten Fluid eine noch großflächigere Aufteilung der kinetischen Energie auf eine größere Fläche erfolgen.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung gemäß Anspruch 29 wird die Möglichkeit geschaffen, bspw. in den Innenraum eingebrachte Granulate zwar in einem losen Verband innerhalb des Innenraums anzuordnen, jedoch durch die Absenkung des Druckes zusätzlich eine gewisse Vorformung zu ermöglichen.
Schließlich ist aber auch eine Ausbildung wie im Anspruch 30 beschrieben vorteilhaft, da dadurch die Möglichkeit geschaffen wird, an speziell vorbestimmten Körperpartien bzw. vorbestimmten Stellen unterschiedliche Schutzwirkungen innerhalb des Schutzpakets ausbilden oder anordnen zu können.
Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine mögliche Ausbildung einer Schichtenanordnung zur Bildung eines erfindungsgemäßen Schutzpaketes, in Ansicht und vereinfachter schematischer Darstellung;
Fig. 2 eine andere Ausbildung einer Schichtenanordnung zur Bildung eines erfindungsgemäßen Schutzpaketes mit mehrlagiger dritter Schicht, in Ansicht geschnitten und vereinfachter schematischer Darstellung;
Fig. 3 eine fluiddichte Hülle mit in Teilräume unterteiltem Innenraum, in flächiger Ansicht und vereinfachter schematischer Darstellung;
Fig. 4 eine weitere Schichtenanordnung zur Bildung eines erfindungsgemäßen
Schutzpaketes mit mehrlagiger dritter Schicht, in Ansicht geschnitten und vereinfachter schematischer Darstellung; N2007/I3900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EH NR 9208] @009 15 07:53:50 21-08-2007 10/29 ·· ·· ·· · ·· # • · · · · · · · ·· • · · ·· ·· ♦ · ··· • · · · ··· ♦♦♦· ··· #··· ♦ ♦ ♦ · ·# ·· ·· Μ ·· · ·· · -7-
Fig. 5 eine mögliche weitere Ausbildung einer Schichtenanordnung zur Bildung eines / erfmdungsgemäßen Schutzpaketes mit mehrlagiger dritter Schicht, in Ansicht geschnitten und vereinfachter schematischer Darstellung;
Fig. 6 eine andere Schichtenanordnung zur Bildung eines erfindungsgemäßen Schutzpaketes mit mehrlagiger dritter Schicht, in Ansicht geschnitten und vereinfachter schematischer Darstellung;
Fig. 7 eine mehrlagige Ausbildung der zweiten Schicht für das erfindungsgemäße Schutzpaket, in Ansicht geschnitten und vereinfachter schematischer Darstellung;
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen AusfÜhrungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen AusfÜhrungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen. Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mitumfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
In der Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer möglichen Schichtenanordnung eines Schutzpaketes 1 für den Körperschutz aus mehreren hintereinander angeordneten Schichten in stark schematisch vereinfachter Darstellung gezeigt. Das Schutzpaket 1 kann bspw. als ballistisches Schutzelement für den Personenschutz, aber auch für die Verkleidung von N2007/I3900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EM NR 9208] @010 15 07:54:05 21-08-2007 11 /29 15 07:54:05 21-08-2007 11 /29 ♦ ♦ ·· ·· • ·· • ‘ • • • • • · • • · • • • • • • ♦ • ♦ · · • · • • • · ··· ···· ··· ···· • • • • • • · * ## ·· ·· • ·· • -8-
Fahrzeugen, Fahrzeugteilen, Flugzeugen, Transportmitteln für den Personenverkehr oder / dgl. Verwendung finden. Als ballistisches Schutzelement dient es der Abwehr von Ge-schoßen, Splittern oder aber auch als Schutzelement gegen andere Gewaltanwendungen wie bspw. der Abwehr von Wurfgeschossen, bei Stichattacken oder sonstigem.
Die erste Schicht 2 umfasst hier mehrere Lagen 5, aus einem textilem Gewebe. Die zweite Schicht 3 umfasst zumindest eine Lage 6 aus einem hochfesten Werkstoff. Schließlich ist die weitere Schicht 4 einem hier nicht näher dargestelltem Körper eines Benutzers zugewandt. Ein auf das Schutzpaket 1 gerichtetes Geschoß 7 ist durch einen Pfeil vereinfacht dargestellt. Damit bildet die erste Schicht 2 jene Schicht, welche zu größten Teil zur Vernichtung der Aufprallenergie ausgebildet ist.
Die hier aus der Lage 6 gebildete zweite Schicht 3, ist über den größten Teil ihrer Oberfläche mit einer Oberfläche 9 der weiteren Schicht 4 verbunden. Die weitere Schicht 4 kann ihrerseits wiederum mehrere Lagen umfassen, wobei in diesem hier gezeigtem Ausführungsbeispiel diese durch eine Lage aus einem Abstandsgestrick 11 gebildet ist. Das Abstandsgestrick 11 besteht seinerseits aus in einer Distanz voneinander angeordneten Gestrickflächen 12, 13 die über eine Polfadenstruktur 14 voneinander distanziert gehalten bzw. angeordnet sind.
Dieses dem Körper zugewendete und die weitere Schicht 4 bildende Abstandsgestrick 11 dient zur Verbesserung des Tragekomforts für den Benutzer sowie zur Verringerung der Traumatiefe beim Auftreffen und der Abwehr des Geschosses 7. Die Polfadenstruktur 14 des Abstandsgestricks 11 bildet eine Zwischenschicht 15 aus und distanziert somit die beiden Gestrickflächen 12, 13 in senkrechter Richtung voneinander.
Vorteilhaft ist es weiters, wenn das Abstandsgestrick 11 zumindest eine Gestrickfläche 12, 13 umfasst, die zumindest einzelne Fäden ausgewählt aus der Gruppe von Baumwolle, Viskose, Lyozell, Polypropylen (PP) enthält oder durch Fäden ausgewählt aus der Gruppe von Baumwolle, Viskose, Lyozell, Polypropylen (PP) gebildet ist. Diese zuvor genannten Werkstoffe zur Bildung der Fäden verbessern das Trageklima und den Abtransport bzw. die Speicherung von Feuchtigkeit ausgehend vom Körper, wodurch es vorteilhaft ist, wenn diese Gestrickfläche 12,13, im vorliegenden Fall die Gestrickfläche 13, dem Körper zugewendet ist. Unabhängig davon wäre es aber auch noch möglich, in der dem Körper ab- N2007/I3900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EM NR 9208] @011 15 07:54:21 21-08-2007 12/29
• · · · ··« ···« ·· • · · · · ♦ ·· ·· ·· · ·· 9 gewendeten Gestrickfläche 12 zusätzliche Fäden und/oder Fasern anzuordnen, deren Er- / weichungstemperatur bzgl. der Erweichungstemperatur der die Gestrickfläche 12,13 bildenden Fäden dazu geringer ist. Dadurch wird es möglich, bspw. die Verbindung zwischen der zweiten Schicht 3 und der dritten Schicht 4 durch einen thermischen Verbindungsvorgang durchzuführen.
Zur Verbesserung der Abwehrwirkung des Schutzpakets 1, insbesondere des Abstandsgestricks 11, können die die Gestrickfläche 12, 13 bildenden Fäden an einander anliegenden Bereichen über eine Punktverbindung miteinander verbunden sein. Gleiches gilt aber auch für die die Polfadenstruktur 14 bildenden Fäden. Die die Polfadenstruktur 14 des Abstandsgestricks 11 bildenden Fäden können bspw. durch einen Monofilamentgam aus Polyester (PEs) gebildet sein.
Als besonders vorteilhaft hat sich bei der Verwendung des Abstandsgestricks 11 gezeigt, dass dieses bereits speziell auf die unterschiedlichen Körperformen und dort ganz gezielt auf anatomische Gegebenheiten abgestimmt werden kann, was bei flächigen Abstandsgewirken nicht möglich ist. So kann bereits bei der Herstellung des 3-D Gestricks die Anordnung und Ausbildung von Armlöchern, zusätzlich vor geformter Bereiche usw. berücksichtigt werden. Ein Zuschnitt ist dann nur mehr bedingt notwendig.
Die hier die zweite Schicht 3 bildende Lage 6 kann bspw. durch eine Platte 16 und/oder eine Folie aus dem Werkstoff Titan oder aber auch aus einer Polypropylen-Gewebestruktur in einer Polypropylen-Matrixstruktur gebildet sein. Als weiterer Werkstoff zur Bildung der Lage 6 der zweiten Schicht 3 als Platte 16 bzw. Folie kann diese auch aus einer Polyester-Gewebestruktur in einer Polyester-Matrixstruktur oder aber auch aus einem Gummiwerkstoff mit darin angeordneten Fäden gebildet sein. Die dabei verwendeten Fäden sollen im gewissen Grenzen elastisch und hochreistfest ausgebildet sein, wobei der Werkstoff aus der Gruppe von Aramid, Paraarmid, Glas, Kohlenstoff, Karbon, Metallen, Keramik gewählt sein kann. Unter Gewebe- bzw. Matrixstruktur wird hierbei verstanden, dass einzelne Bändchen in streifenförmiger Ausbildung miteinander verwoben werden und anschließend dieser Verband unter Zufuhr von Wärme und Druck zumindest oberflächlich aufgeschmolzen und damit gegenseitig verbunden werden. Dabei könnten auch noch zusätzliche Folien N2007/13900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EM NR 9208] ®012 15 07:54:37 21-08-2007 13/29 15 07:54:37 21-08-2007 13/29 ·· ·· ·· • M • • · • • • · • · • • • · • • • · • · · • • · Φ • • • ··· ···· ·· • ·«·« • • • · • • • • ·· ♦ · ·· • ·· • - 10- vor dem Verbindungsvorgang aufgelegt werden und zur Verbindung der Faden- bzw. /
Streifenstruktur dienen.
Die Platte 16 bzw. die die Folie bildende Lage 6 der zweiten Schicht 3 kann je nach zu erzielender Schutzwirkung eine Stärke ausgewählt aus einem Bereich mit einer unteren Grenze von 0,1mm und einer oberen Grenze von 3,5mm aufweisen. Durch die Wahl der Dicke bzw. Stärke der Lage 6 kann eine einfache Anpassung an unterschiedlichste Einsatzbedingungen sowie den Tragekomfort erfolgen. Wird die die zweite Schicht 3 bildende Lage 6 aus einer Polyester- oder Polypropylen- Gewebestruktur hergestellt, kann bspw. das von der Fa. PROPEX Fabrics GmbH, unter der Handelsbezeichnung CURV ® Verwendung finden.
Die hier verwendete erste Schicht 2 besteht aus einer Vielzahl von Lagen 5, welche unmittelbar hintereinander angeordnet sind. Zumeist wird hier eine Lagenanzahl von 24 verwendet. Aufgrund der zusätzlichen Anordnung und der Verbindung zwischen der zweiten Schicht 3 und der weiteren Schicht 4 ist es jedoch möglich, die Lagenanzahl der ersten Schicht 2 gegenüber den zuvor angegebenen 24 Lagen zu reduzieren. Dadurch kann insgesamt der Tragekomfort verbessert werden sowie ggf. auch noch das gesamte Flächengewicht reduziert werden. Die einzelnen Lagen 5 der ersten Schicht 2 können dabei bspw. aus Aramid-Fasem oder Paraaramid-Fasem mit 930dtex fl000 gebildet sein, wie diese von der Fa. Twaron hergestellt werden. Diese Schicht 2 kann in der Fachsprache auch als ballistisches Schutzpaket bezeichnet werden.
Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn die Verbindung zwischen der zweiten Schicht 3 und der weiteren Schicht 4 durch eine Vielzahl von über die Oberflächen 8,9 verteilt angeordneten Verbindungspunkten erfolgt. Von Verbindungspunkten wird deshalb gesprochen, da es sich bei der Ausbildung der Gestrickfläche 12,13 um keine vollkommen plane ebenflächige Ausbildung handelt, sondern aufgrund der durch die Fäden gebildeten Maschen eine strukturierte Oberfläche mit Erhebungen und Vertiefungen geschaffen wird. Deshalb kann hier nur bedingt von einer vollflächigen Verbindung gesprochen werden, da zumeist das Anhaften zwischen den beiden einander zugewendeten Oberflächen 8,9 an den erhabenen Stellen der Gestrickfläche 12,13 erfolgt. Bet entsprechend dickem Auftrag von Klebemittel können auch die vertieften Bereiche mit zur Verbindung N2007/13900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EU NR 9208] lg] 013 15 07:54:53 21-08-2007 14/29 15 07:54:53 21-08-2007 14/29 +· • ft • • ft • • # • · • · • • · • • • • · • · • • · · • • • • • · ··· •ft·· ··· ··· • • • · • • · • #· ·· ·· • ·· • -Π - einbezogen werden. Diese Vielzahl von Verbindungspunkten kann eine elastische und/oder / starre Verbindung darstellen, wobei das Verbindungsmittel aus der Gruppe von mechanischen, chemischen, thermischen Mitteln gewählt ist. Dies kann bspw. durch Nähen, Kleben, Schweißen erfolgen. Als Klebstoffe können sowohl Flüssigkeiten, Gele oder Klebefolien verwendet werden. Beim Nähen werden hochfeste Fadenmaterialien wie z.B. aus Ara-mid, Polyester, Paraaramid oder dgl. Verwendung finden. Die Wahl der zuvor beschriebenen Verbindungspunkte sowie der Verbindungsmittel kann auch für die Verbindung von mehreren Lagen der weiteren Schicht 4 Verwendung finden, wobei dieser Schichtaufbau nachfolgend näher beschrieben werden wird.
In der Fig. 2 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform des Schutzpakets 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in der vorangegangenen Fig. 1 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in der vorangegangenen Fig. 1 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
Im Gegensatz zu der in der Fig. 1 dargestellten Ausführung des Schutzpakets 1 ist hier die weitere Schicht 3 mehrlagig aufgebaut und weist zusätzlich zwischen der das Abstandsgestrick 11 bildenden Lage 10 eine weitere Lage 18 auf. Diese Lage 18 ist durch eine einen Innenraum 19 umschließende, insbesondere fluiddichte Hülle 20 gebildet. Der Einfachheit halber ist die die Hülle 20 bildende Lage 18 durch voneinander distanzierte Flächengebilde 21 dargestellt.
Zur Verbesserung des Tragekomforts ist es vorteilhaft, wenn die Hülle 20 der weiteren Schicht 4 elastisch verformbar ausgebildet ist. Weiters kann in den Innenraum 19 der fluiddichten Hülle 20 ein Fluid eingebracht sein, welches aus der Gruppe von Luft, Edelgas, Stickstoff, Wasser, Öl gewählt ist Zusätzlich wäre es aber auch noch möglich, in den Innenraum 19 der fluiddichten Hülle 20 zusätzlich zumindest ein Einlageelement 22 anzuordnen bzw. einzubringen, wie dies vereinfacht durch Striche innerhalb des Innenraums 19 angedeutet ist. Dieses Einlageelement 22 soll ebenfalls biegeelastisch ausgebildet sein und kann nur bereichsweise bzw. aber auch vollständig in den Innenraum 19 eingebracht bzw. eingelegt sein. Vorteilhafterweise wird das Einlageelement 22 aus der Gruppe der Schaumstoffe, Gewebe, Gewirke, Geflechte, Gestricke, Fleecestoffe, Granulate oder dgl. gewählt. N2007/13900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EH NR 9208] @014 15 07:55:09 21-08-2007 15/29 • · ·· ♦ « • 4 * · 4 »· ·· « -12-
Weiters wäre es aber auch noch möglich, den Innenraum 19 der Httlle 20 auf einen bzgl. / dem äußeren Umgebungsdruck dazu geringeren Druck abzusenken. Dadurch wird bspw. bei der Anordnung von Granulaten ein gewisser Verfestigungseffekt und damit eine vorbestimmbare Versteifung der gesamten Lage 18 erzielt, wie dies bspw. im Rettungswesen bei Vakuummatratzen bekannt ist.
In der Fig. 3 ist eine mögliche und ggf. für sich eigenständige Ausführungsform der die Hülle 20 bildenden Lage 18 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1 und 2 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1 und 2 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
Hier ist schematisch dargestellt, dass der vorhandene Innenraum 19 der Hülle 20 zusätzlich noch auf mehrere Teilräume 23 aufgeteilt bzw. unterteilt sein kann. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, die einzelnen Teilräume 23 mit zueinander gleichen und/oder unterschiedlichen Einlageelementen 22 zu bestücken. Aufgrund der räumlichen Trennung voneinander können auch unterschiedliche Fluide je nach vorgesehener Position des Teilraums bzgl. des Körpers der zu schützenden Person darin angeordnet bzw. eingefüllt werden. Gleichfalls können auch einzelnen Teilräume 23 des Innenraums 9 auf einen bzgl. des äußeren Umgebungsdrucks dazu geringeren Druck abgesenkt werden, wie dies bereits zuvor für den gesamten Innenraum 19 beschrieben worden ist.
Diese Aufteilung des Innenraums 19 in mehrere Teile kann bspw. durch eine fluiddichte Verklebung bzw. aber auch durch eine Kombination aus einer fluiddichten Verklebung mit einer zusätzlichen Stabilisierungsnaht erfolgen.
In der Fig. 4 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige AusfÜhrungsform des Schutzpakets 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1 bis 3 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1 bis 3 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
Auch bei dieser hier gezeigten Ausführungsform des Schutzpakets 1 ist die weitere Schicht 4 aus mehreren Lagen, nämlich der Lage 10, welche das Abstandsgestrick 11 sowie der N2007/13900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/ESt NR 9208] ®015 15 07:55:25 21-08-2007 16/29 ·· ·· ·· · ·« · ·· ·· ·· · ·· • · · ··· ···· ··· ···· • · · · · · · ·· · · ·· · ·* · -13-
Lage 18, welche die fluiddichte Hülle 20 bildet, gebildet. Im Gegensatz zu der Darstellung i
Fig. 4 ist jedoch die Positionierung hier derart gewählt, dass anschließend an die zweite Schicht 3 aus der Lage 6 die das Abstandsgestrick 11 bildende Lage 10 unmittelbar daran angeordnet und befestigt ist. Die dem Körper zugewendete Lage 18 ist hier durch die fluiddichte Hülle 20 gebildet.
In der Fig. 5 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform des Schutzpakets 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1 bis 4 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1 bis 4 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
Auch hier ist wiederum die weitere Schicht 4 mehrlagig ausgebildet und umfasst die unmittelbar an die zweite Schicht 3 an dessen Oberfläche 8 angeordnete Lage 10 aus dem Abstandsgestrick 11. Zusätzlich zu der in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist auf der dem Körper zugewendeten Seite eine weitere Lage 24 angeordnet, welche in ihrer Ausbildung der zuvor beschriebenen zweiten Schicht 3 entspricht Auch hier erfolgt wiederum zwischen den einander zugewandten Oberflächen 8, 9 eine Verbindung über den größten Teil dieser Oberflächen. Gleichfalls kann aber auch die zuvor detailliert beschriebene Verbindung zwischen den Lagen 10 und 24 an den einander zugewendeten Oberflächen erfolgen.
In der Fig. 6 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform des Schutzpakets 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1 bis 5 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1 bis 5 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
Der Aufbau des Schutzpakets 1 ist hier ähnlich gewählt wie zuvor in der Fig. 5 beschrieben, wobei wiederum die weitere Schicht 4 mehrlagig ausgebildet ist. Diese umfasst ausgehend von der zweiten Schicht 3 die Lage 10, welche das Abstandsgestrick 11 bildet, die weitere Lage 24, welche durch eine weitere zweite Schicht 3 gebildet ist, sowie eine weitere ein Abstandsgestrick 11 bildenden Lage 10. Somit umfasst die hier dargestellte dritte Schicht 4 drei Lagen, wodurch die beim Auftreffen des Geschosses 7 auf das Schutzpaket N2007/I3900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EM NR 9208] @016 15 07:55:41 21-08-2007 17/29 ·· • · ·· ·· · ·· · -Μ Ι entstehende Traumatiefe noch weiter minimiert werden kann. Durch diese Mehrfachan- /
Ordnung auf der dem Körper zugewendeten Seite ist es möglich, wie dies bereits zuvor beschrieben ist, die Lagenanzahl der Lagen 5 der ersten Schicht 2 weiter zu reduzieren, ohne dass dabei sicherheitsmäßige Einbußen mit einhergehen.
In der Fig. 7 ist eine weitere mögliche Ausbildung der zweiten Schicht 3 gezeigt, welche hier ebenfalls mehrlagig ausgebildet ist. Auch hier werden wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1 bis 6 verwendet. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangen Fig. 1 bis 6 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
Zusätzlich zu der zuvor beschriebenen Lage 6, welche durch die Platte 16 bzw. eine Folie gebildet ist, ist auf der dem Körper zugewendeten Seite eine weitere Lage 25 vorgesehen, welche bspw. durch einen Kunststoffschaum gebildet ist. Dadurch wird das Dämpfungsverhalten ausgehend von der eine große Festigkeit aufweisenden Platte 16 hin zum Körper zusätzlich erhöht. Die beiden die zweite Schicht 3 bildenden Lage 6,25 weisen die einander zugewendeten Oberflächen 26,27 auf, welche bevorzugt ebenfalls miteinander verbunden sind. Diese Verbindung kann wiederum durch eine von Vielzahl von über die Oberfläche 26,27 verteilt angeordneten elastischen und/oder starren Verbindungspunkten ausgewählt aus der Gruppe mechanischer, chemischer, thermischer Verbindungsmittel wie Nähen, Kleben, Schweißen usw. erfolgen, wie dies bereits zuvor detailliert beschrieben worden ist.
Durch diese Verbindung zwischen den einzelnen Lagen der verschiedenen Schichten 2 bis 4 sowie dem unterschiedlichen Aufbau und die damit verbundene Wirkungsweise der einzelnen Schichten wird nicht nur die Traumatiefe verringert sondern auch die Möglichkeit geschaffen, das Schutzpaket 1 auf die unterschiedlichsten Einsatzbedingungen individuell abstimmen zu können.
Der zuvor in verschiedenen Ausbildungen beschriebene Schichtenaufbau, der das Schutzpaket 1 bildet, kann zusätzlich von einer textilen Hülle umgeben werden.
Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Aufbaus des Schutzpakets 1, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dar- N2007/I3900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EM NR 9208] ®017 15 07:55:56 21-08-2007 18/29 • · · · • · ♦ · ·· ·· -15-gestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch di- / verse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
Der Ordnung halber sei abschließend daraufhingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus des Schutzpakets 1 dieses bzw. dessen Bestandteile teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrunde liegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1; 2; 3; 4; 5; 6; 7 gezeigten Ausführungen den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen. N2007/13900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EH NR 9208] @018 15 07:57:03 21-08-2007 24 /29 ·· ·· ·· · ·· · • · · ·· ·· · · · • ·· ·· ···· • · · · ··· ···· ··· ···· • · · · ·· ·· ·· ·· ·· · ·· «
Bezugszeichenaufstellung 1 Schutzpaket 2 Schicht 3 Schicht 4 Schicht 5 Lage 6 Lage 7 Geschoss $ Oberfläche 9 Oberfläche 10 Lage 11 Abstandsgestrick 12 Gestrickfläche 13 Gestrickfläche 14 Polfadenstruktur 15 Zwischenschicht 16 Platte 17 18 Lage 19 Innenraum 20 Hülle 21 Flächengebilde 22 Einlageelement 23 Teilraum 24 Lage 25 Lage 26 Oberfläche 27 Oberfläche N2007/13900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EM NR 9208] ©024

Claims (30)

15 07:56:06 21-08-2007 19/29 15 07:56:06 21-08-2007 19/29
• · · · · . ·· ·· ·· » ·· - 1 - Patentansprüche 1. Schutzpaket (i), insbesondere ballistisches Schutzelement für den Körperschutz, aus mehreren hintereinander angeordneten Schichten (2 bis 4), bei dem die Schichtenanordnung ausgehend von der dem zu schützenden Körper abgewendeten Seite hin zu diesem eine erste Schicht (2) aus mehreren Lagen (5) aus einem textilen Gewebe, eine zweite Schicht (3) aus zumindest einer Lage (6) aus einem hochfesten Werkstoff und zumindest eine weitere, dem Körper zugewendete Schicht (4) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schicht (3) über den größten Teil ihrer Oberfläche (8) mit der weiteren Schicht (4) verbunden ist.
2. Schutzpaket (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Schicht (4) zumindest eine Lage (10,18,6) umfasst, welche durch zumindest ein Abstandsgestrick (11) und/oder durch zumindest eine einen Innenraum (19) umschließende fluiddichte Hülle (20) und/oder durch zumindest die zweite Schicht (3) aus zumindest einer Lage (6) aus dem hochfesten Werkstoff gebildet ist.
3. Schutzpaket (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dessen Schichtenanordnung die erste Schicht (2), die zweite Schicht (3) sowie die fluiddichte Hülle (20) und das Abstandsgestrick (11) als weitere Schicht (4) umfasst.
4. Schutzpaket (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dessen Schichtenanordnung die erste Schicht (2), die zweite Schicht (3) sowie das Abstandsgestrick (11) und die fluiddichte Hülle (20) als weitere Schicht (4) umfasst.
5. Schutzpaket (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dessen Schichtenanordnung die erste Schicht (2), die zweite Schicht (3) sowie das Abstandsgestrick (1 l)und die die zweite Schicht (3) als weitere Schicht (4) umfasst. N2007/I3900 21/08 2007 DI 08:45 [SB/BH NR 9208] @019 15 07:56:18 21-08-2007 20/29 • > · · ··· ····
-2-
6. Schutzpaket (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dessen Schichtenanordnung die erste Schicht (2), die zweite Schicht (3) sowie das Abstandsgestrick (11), die zweite Schicht (3) und das Abstandsgestrick (11) als weitere Schicht (4) umfasst.
7. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen der zweiten Schicht (3) und der weiteren Schicht (4) und/oder zwischen den einzelnen Lagen (10,18, 6) der weiteren Schicht (4) durch eine Vielzahl von über die Oberfläche (8,9) verteilten elastischen und/oder starren Verbindungspunkten ausgewählt aus der Gruppe mechanischer, chemischer, thermischer Verbindungsmittel, wie nähen, kleben, schweißen, erfolgt.
8. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagen (5) der ersten Schicht (2) aus Aramidfasem oder Paraaramid-fasem mit 930dtex fl 000 gebildet sind.
9. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lage (6) der zweiten Schicht (3) durch eine Platte (16) und/oder eine Folie aus Titan gebildet ist.
10. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lage (6) der weiten Schicht (3) durch eine Platte (16) bzw. eine Folie aus einer Polypropylen-Gewebestruktur in einer Polypropylen-Matrixstruktur gebildet ist.
11. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lage (6) der zweiten Schicht (3) durch eine Platte (16) bzw. eine Folie aus einer Polyester-Gewebestruktur in einer Polyester-Matrixstruktur gebildet ist.
12. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lage (6) der zweiten Schicht (3) durch eine Platte (16) und/oder eine Folie aus Gummi mit darin angeordneten Fäden gebildet ist. N2007/13900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EM NR 9208] @020 15 07:56:31 21-08-2007 21 /29 ·· ·· ·· · ·· · • ·· · · · · · ·· * ·· ·· ·· · · ··· • · · * ··· ···· ··· ···· • · · · · · · 9 ·· ·· ·· · ·· * -3-
13. Schutzpaket (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden aus der Gruppe der Werkstoffe von Aramid, Paraaramid, Glas, Kohlenstoff, Metallen, Keramik gewählt sind.
14. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprache, dadurch gekennzeichnet, dass die die Platte (16) bzw. die Folie bildende Lage (6) der zweiten Schicht (3) eine Stärke ausgewählt aus einem Bereich mit einer unteren Grenze von 0,1 mm und einer oberen Grenze von 3,5 mm aufweist.
15. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Lage (25) der zweiten Schicht (3) durch einen Kunststoffschaum gebildet ist.
16. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagen (6,25) der zweiten Schicht (3) jeweils an den einander zugewendeten Oberflächen (26,27) miteinander verbunden sind.
17. Schutzpaket (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung durch eine Vielzahl von über die Oberfläche (26,27) verteilten elastischen und/oder starren Verbindungspunkten ausgewählt aus der Gruppe mechanischer, chemischer, thermischer Verbindungsmittel, wie nähen, kleben, schweißen, erfolgt.
18. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandsgestrick (11) der weiteren Schicht (4) zumindest eine Gestrickfläche (12,13) umfasst, welche durch einen Multifilamentgam aus Polyester (PEs) gebildet ist. \
19. Schutzpaket (l) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandsgestrick (11) der weiteren Schicht (4) zumindest eine Gestrickfläche (12,13) umfasst, welche zumindest einzelne Fäden ausgewählt aus der Gruppe von N2007/I3900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EU NR 9208] @021 -4- 15 ·· · 07:56:43 21-08-2007 22 /29 ··· ···· ··· ···· Baumwolle, Viskose, Lyozell, Polypropylen (PP) enthält oder durch Fäden ausgewählt aus der Gruppe von Baumwolle, Viskose, Lyozell,Polypropylen (PP) gebildet ist.
20. Schutzpaket (1) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Gestrickfläche (13) dem Körper zugewendet ist.
21. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere in der dem Körper abgewendete Gestrickfläche (12) der weiteren Schicht (4) des Abstandsgestricks (11) zusätzliche Fäden oder Fasern angeordnet sind, deren Erweichungstemperatur bezüglich der die Gestrickfläche (12) bildenden Fäden geringer ist.
22. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die Gestrickfläche (12,13) bildenden Fäden an einander anliegenden Bereichen über eine Punktverbindung miteinander verbunden sind.
23. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Polfadenstruktur (14) des Abstandsgestricks (11) eine Zwischenschicht (15) ausbildet und diese durch einen Monofllamentgam aus Polyester (PEs) gebildet ist.
24. Schutzpaket (1) nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die die Polfadenstruktur (14) bildenden Fäden an einander anliegenden Bereichen über eine Punktverbindung miteinander verbunden sind.
25. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (20) der weiteren Schicht (4) elastisch verformbar ausgebildet ist.
26. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das in den Innenraum (19) der fluiddichten Hülle (20) eingebrachte Fluid aus der Gruppe von Luft, Edelgas, Stickstoff, Wasser, Öl, gewählt ist. N2007/I3900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EU NR 9208] @022 15 07:56:55 21-08-2007 23 /29 15 07:56:55 21-08-2007 23 /29 ·· Μ ·· · • · · · • · · · 9 • ··· ··«·
• · • · • · • · -5-
27. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Innenraum (19) der fluiddichten Hülle (20) zusätzlich zumindest bereichsweise ein Einlageelement (22) eingebracht ist.
28. Schutzpaket (1) nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlageelement (22) biegeelastisch ausgebildet ist und aus der Gruppe der Schaumstoffe, Gewebe, Gewirke, Geflechte, Gestricke, Vliesstoffe, Granulate gewählt ist
29. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass der Innenraum (19) der Hülle (20) auf einen bezüglich dem äußeren Umgebungsdruck dazu geringeren Druck abgesenkt ist.
30. Schutzpaket (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum (19) der Hülle (20) zusätzlich auf mehrere Teilräume (23) unterteilt ist.
N2007/13900 21/08 2007 DI 08:45 [SE/EM NR 9208] @023
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