AT505653B1 - Fahrzeug zur einbringung von halmgut - Google Patents

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Josef Lesslhumer
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Josef Lesslhumer
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D90/00Vehicles for carrying harvested crops with means for selfloading or unloading
    • A01D90/10Unloading means

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Auxiliary Methods And Devices For Loading And Unloading (AREA)

Description

2 AT 505 653 B1
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug für die Einbringung von Halmgut, mit einem Laderaum, einer Fahrachse und einer verstellbaren Zugstange.
Die Einbringung von Halmgut, wie Gras, Heu etc. erfolgt durchwegs mit gezogenen oder selbstfahrenden Ladewagen, so weit es die Neigung des Geländes zulässt. Steillagen, die mit diesen schweren Fahrzeugen nicht befahrbar sind, zwingen weiterhin zur aufwendigen Handarbeit, denn entweder wird das Halmgut in große Tücher gefasst und zu Ballen gebunden und am Rücken abgetragen, oder die steilen Flächen werden in flacheres Gelände abgerecht. In beiden Fällen ist erhebliche Handarbeit erforderlich.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein einfaches, leichtgewichtiges Fahrzeug zu schaffen, das im beladenen Zustand einen niederen Schwerpunkt aufweist, mit geringer Handarbeit be- und entladbar ist und mittels motorischem, tierischem oder Seilzug fahrbar ist.
Gelöst wird diese Aufgabe mit einem Fahrzeug, das die Merkmale des Anspruches 1. aufweist.
Dieses in der Falllinie aufgestellte Fahrzeug ist bei ausgelegter Plane durch Bergabschieben eines großen Schwades oder Haufens mit geringem Handarbeitsaufwand befüllbar und durch Aufziehen der Plane beladbar. Ebenso einfach ist das Entladen bei abgekipptem Boden durch die konisch erweiterten Seitenwände.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele dargestellt, die nachstehend näher erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1 das gekippte Fahrzeug mit ausgelegter Plane in Seitenansicht,
Fig. 2 das beladene Fahrzeug in Seitenansicht,
Fig. 3 eine Draufsicht auf das beladene Fahrzeug,
Fig. 4 ein Detail der Planenverriegelung und Fig. 5 eine Ansicht des Bügels.
Fig. 6 eine schematische Darstellung einer Entladeeinrichtung.
Ein nach rückwärts konisch erweiterter glatter Boden 1, ist an den Längsseiten und an der Stirnseite mit aufrechten Wänden 2, 2' begrenzt. Der Boden 1 ist mit Alu-Blech ausgekleidet und die Seiten-Wände 2, 2' bestehen aus beabstandeten Alu-Profilen 3, die an Stehern 4 befestigt sind.
Am Endes des Bodens 1 sind beiderseits im Abstand der Planenbreite zwei u-förmige Halterungen 5 angebracht, die zur Aufnahme der Plane 6 dienen, welche lösbar mit Vorsteckern 7 gesichert ist. Die Plane 6 besteht aus wasserabweisendem, biegsamen Material und weist eine Länge auf, die angenähert der Seitenwandhöhe und der halben Bodenlänge entspricht und zeigt eine Breite, die etwa 80 % des Abstandes der beiden Seitenwände 2 einnimmt. Die an den Boden 1 anschließende Breitseite des Plane 6 besitzt ein dünnes Rohr 8, das von der Plane 6 umschlossen ist und an beiden Seiten die Plane 6 übergreift. Die andere Breitseite der Plane 6 besitzt ebenfalls ein dünnes Rohr 8', das jedoch die Planenbreite nicht übergreift. Diese Rohre 8, 8’ dienen zur Aufnahme und Versteifung der Planenenden. Das am Planenende eingelegte Rohr 8’ weist zwei beabstandete zum Erdboden gerichtete Spiesse 9 auf, mit deren Hilfe die am Erdboden ausgelegte Plane 6 verankert werden kann, damit sich beim Einschieben des Erntegutes die Plane nicht verschiebt. An den Seiten ist die Plane 6 keilförmig erhöht, damit das einzuschiebende Erntegut eine seitliche Begrenzung erfährt.
An den Enden der Überhöhungen 10 sind beiderseits Seile 11 befestigt, welche über einen Bügel 12 zu Seilrollen 13 führen. Der Bügel 12 übergreift die Seiten-Wände 2, ist seitlich am Boden 1 gelagert und in seiner Neigung nach rückwärts mit Anlagen 14 begrenzt. An den 3 AT 505 653 B1
Innenseiten sind nach oben offene Haken 15 angebracht, welche der Seilführung dienen. Die Seile 11 besitzen Verdickungen 16, beispielsweise Knoten, die an den Haken 15 anliegen und den Bügel 12 mitnehmen, bis dieser soweit nach vorne geneigt ist, dass sich die Verdickungen 16 aus den Haken 15 lösen. Die beiden Seilrollen 13 sind auf einer gemeinsamen Welle 17, die oben an der Stirnwand 2' gelagert ist, befestigt, welche seitlich mit einer Handkurbel 18 drehbar ist und womit die beladene Plane 6 mit Hilfe des Bügels 12 zuerst nach oben und im weiteren Verlauf nach vorne gezogen wird. Das Fahrzeug wird zum Beladen in die Falllinie gefahren, zum Boden geneigt und die Plane 6 ausgezogen und am Erdboden verankert, in dem die Spiesse 9 in die Erde gedrückt werden. Anschließend wird das zu Doppelschwad, oder zu Haufen gerechte Ladegut mit Handgabeln auf die Plane und teilweise in den Laderaum geschoben, wie in Fig. 1 mit unregelmäßiger Linie angedeutet. Beim Aufspulen der Seile 11 wird erst die Plane 6 nach oben angehoben und anschließend nach vorne gezogen, wobei sich das Ladegut in den Laderaum schiebt und mit weiterem Zug verdichtet wird (Fig. 2). An den beiden Spiessen 9 ist eine verlängerte Leine 19 befestigt, welche an der Stirnwand 2' an einem Haken eingehängt wird, wenn der Ladevorgang beendet ist. Die zwei Äste der Leine 19 halten das Ladegut im offenen Bereich. Beim Auflegen der Plane 6 auf den Erdboden wird die Leine 19 unter die Plane 6 gelegt.
Um das Fahrzeug um die Fahrachse 22 kippen zu können, damit der Boden 1 die Erde berührt, ist die Zugstange 20 um eine horizontale Achse schwenkbar am Boden 1 angelenkt und mit Hilfe eines Spannschlosses 21 einstell- und feststellbar. Hiefür können beliebige Verstellmittel, beispielsweise ein feststellbarer Zahnstangentrieb, verwendet werden. Die Zugstange 20 ist dem jeweiligen Zugmittel angepasst und beim Einsatz eines Seilzuges mit einem Nachlaufrad abgestützt.
Zum Entladen des Fahrzeuges wird die Plane 6 aus den Halterungen 5 gezogen und mit der Handkurbel 18 und den Seilzügen 11 hochgezogen und das Planenende an der Oberseite der Seitenwände 2 zurückgeschlagen.
Anschließend wird das Fahrzeug nach rückwärts gekippt, wobei das Ladegut bedingt durch die konisch erweiterten Seitenwände 2 und dem glatten Boden 1 abrutscht und nach kurzem Verfahren des Fahrzeuges sich dieses entleert.
In weiterer Ausbildung des Erfindungsgegenstandes kann der Entladevorgang durch das Anheben des Bodens 1 verbessert werden. Wie in Fig. 6 schematisch dargestellt, ist die vordere Hälfte des Bodens 1' gelenkig am rückwärtigen, feststehenden Boden 1 angebunden und über Hebel abhebbar. Im Rahmen des Bodens 1 ist eine durchgehende Welle 23 gelagert, auf welcher zwei im Abstand zueinander fest aufgesetzter Hebel 24 angebracht sind, die mit je einem Gelenk 25 am anhebbaren Boden 1' lagern. Außen an der Seitenwand 2 ist auf der übergreifenden Welle 23 ein Hebel 26 fest aufgesetzt an dessen Ende ein Seilzug 27 eingreift. In Verlängerung des Seilzuges 27 ist unterhalb am Rahmen des Bodens 1 eine Seilrolle 28 mit Handkurbel 29 angebracht, welche in Verbindung mit den Hebeln 24, 26 eine große Übersetzung gewährleisten.
Beim Beladen des Fahrzeuges liegt der anhebbare Boden 1 bedingt durch sein Eigengewicht am Bodenrahmen auf und bildet mit dem feststehendem Boden 1 eine ebene Fläche. Die Stirnwand 2 ist leicht eingeknickt ausgebildet, damit der untere Teil dieser als Tangente den Bewegungsbogen des anhebbaren Boden 1 begrenzt, um beim Anheben des Bodens T zwischen Bodenrand und Stirnwand 2' keinen größeren Spalt entstehen zu lassen, durch welchen Ladegut durchfallen könnte.
Zum Entladen wird zuerst die Plane 6 aus der Halterung 5 gezogen, mit der Handkurbel 18 und den Seilrollen 13 teilweise aufgezogen und der Rest in Lagen nach vorne abgelegt (Fig. 6 strichliert dargestellt).

Claims (14)

  1. 4 AT 505 653 B1 Anschließend wird das Fahrzeug gekippt, nach rückwärts am Erdboden abgesetzt und der vordere Bodenteil 1' mit der Handkurbel 29 angehoben. Hierbei entsteht ein steiler Abgleitwinkel, wodurch sich der Entladevorgang beschleunigt. Dieses in Leichtbauweise herstellbare Fahrzeug, das keinen motorischen Antrieb erfordert und mit minimaler Handarbeit befüll- und entleerbar ist, kann je nach Steillage des Geländes mit verschiedenen Zugmittel gefahren werden. Patentansprüche: 1. Fahrzeug zum Transport von Halmgut mit einem abschließbaren Laderaum, der an den Längsseiten und an der Stirnseite von aufrecht angeordneten Wänden umschlossen ist, einer Fahrachse und einer verstellbaren Zugstange, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugstange (20) um eine vorne am Boden (1) angeordnete horizontale Achse schwenkbar angelenkt ist und die Rückseite und teilweise die Oberseite mit einer am Erdboden hinter dem Fahrzeug auslegbaren Plane (6) abzudecken ist.
  2. 2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (1) nach hinten zu deutlich konisch erweitert ausgebildet ist.
  3. 3. Fahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am hinteren Ende des Bodens (1) im Abstand der Planenbreite zwei U-förmige Halterungen (5) mit Vorsteckern (7) angeordnet sind.
  4. 4. Fahrzeug nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Plane (6) aus Wasser abstoßendem flexiblem Material besteht.
  5. 5. Fahrzeug nach den nach Ansprüchen 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Plane (6) in etwa der Höhe der Seitenwände (2) und der halben Länge des Bodens (1) entspricht und die Breite etwa 80 % des Seitenwandabstandes beträgt.
  6. 6. Fahrzeug nach den Ansprüchen 1,4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Plane (6) mit von dieser umschlossenen dünnen Rohren (8) versteift sind, wobei das an den Boden (1) anschließende Rohr (8) die Plane (6) an beiden Seiten überragt.
  7. 7. Fahrzeug nach den Ansprüchen 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Plane (6) an den Längsseiten keilförmig verlaufende Überhöhungen (10) aufweist.
  8. 8. Fahrzeug nach den Ansprüchen 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das endseitige dünne Rohr (8) der Plane (6) zwei voneinander beabstandete, spitz zulaufende Spieße (9) aufweist, an denen eine Leine (19) befestigt ist.
  9. 9. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Rand der Stirnwand (2') eine Welle (17) mit zwei fest aufgesetzten Seilrollen (13) und einer endseitig angeordneten Kurbel (18) gelagert ist.
  10. 10. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass hinter der Fahrachse (22) an beiden Seiten des Bodens (1) ein Bügel (12) begrenzt schwenkbar gelagert ist, der die Seitenwände übergreift.
  11. 11. Fahrzeug nach den Ansprüchen 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass Seile (11) über den Bügel (12) geführt und einen Ends an den beiden im Abstand der Planenbreite angeordneten Seilrollen (13) und andern Ends an den oberen Ecken der Überhöhungen (10) an 5 AT 505 653 B1 den Planen (6) befestigt sind.
  12. 12. Fahrzeug nach den Ansprüchen 1 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Seile (11) in nach oben offenen Haken (15) am Bügel (12) geführt sind und Verdickungen aufweisen, 5 mit denen sie den Bügel über den Scheitelpunkt hinaus mitnehmen.
  13. 13. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die am Boden (1) um eine horizontale Achse schwenkbar angelenkte Zugstange (20) mittels einer Verstellvorrichtung (21) ein- und feststellbar verbunden ist. 10
  14. 14. Fahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Teil des Bodens (1) zum Hochschwenken an Hebeln (24, 25, 26) angelenkt ist, mit denen ein Seilzug (27) mit Seilrollen (28) und einer Handkurbel (29) verbunden ist. 15 Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 20 25 30 35 40 45 50 55·
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2593020A3 (fr) * 1986-01-17 1987-07-24 Marchese Sas E Marchese Co Lli Chariot melangeur muni de dispositif hydraulique pour obtenir le soulevement horizontal du caisson.

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2593020A3 (fr) * 1986-01-17 1987-07-24 Marchese Sas E Marchese Co Lli Chariot melangeur muni de dispositif hydraulique pour obtenir le soulevement horizontal du caisson.

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