AT505791B1 - Abbruchgesicherter doppelschliesszylinder - Google Patents

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AT505791B1 AT80092008A AT80092008A AT505791B1 AT 505791 B1 AT505791 B1 AT 505791B1 AT 80092008 A AT80092008 A AT 80092008A AT 80092008 A AT80092008 A AT 80092008A AT 505791 B1 AT505791 B1 AT 505791B1
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    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B9/00Lock casings or latch-mechanism casings ; Fastening locks or fasteners or parts thereof to the wing
    • E05B9/04Casings of cylinder locks
    • E05B9/048Stator reinforcements

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Description

2 AT 505 791 B1
Die Erfindung betrifft einen abbruchgesicherten Doppelschließzylinder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Alle Maßnahmen zur Erhöhung der Nachsperr- oder Aufbohrsicherheit sind absolet, wenn es einem Einbrecher gelingt, einen Doppelschließzylinder in einem Einstemmschloss abzubrechen aus dem Einstemmschloss herauszuziehen und so Zugang zum Gesperre zu erhalten. Dies kann tatsächlich gelingen, wenn der Überstand des Doppelschließzylinders über ein Drückerschild das Ansetzen eines Werkzeuges mit Hebelwirkung ermöglicht. Es liegt zwar nicht im Verantwortungsbereich des Schlossherstellers, wenn der Kunde den Schließzylinder mit Überstand und nicht bündig mit der Front eines Sicherheitsbeschlages einbaut, dennoch werden alle Anstrengungen unternommen, den Doppelschließzylinder an sich möglichst gut gegen ein Herausbrechen zu schützen.
So ist es bekannt, im Kupplungsbereich der auf gleicher Achse liegenden Zylinderkerne zur Sperrnase hin beiderseits Verstärkungen einzubauen, um die Schwachstelle in der Längsmitte des Gehäuses, die noch durch die Gewindebohrung der Befestigungsschraube im Einstemmschloss weiter geschwächt ist, zu entlasten.
Aus der WO 2004/063499 A1 ist ein Doppelschließzylinder bekannt, der im Gehäusebereich unter den Stiftzuhaltungen in einer Längsnut über annähernd die gesamte Doppelschließzylinderlänge eine Verstärkungseinlage trägt. Es kann sich um einen einstückigen Stahlkörper handeln, aber auch um ein Paket aus dünnen parallelliegenden und fest miteinander verbundenen Stahllamellen. Das Lamellenpaket trägt Querbohrungen und ist durch genau passende Stifte im Doppelzylindergehäuse starr verankert.
Die CH 679 169 A5 betrifft einen Doppelschließzylinder mit einer durchgehenden Längsbohrung im Gehäuse, in der ein Stahlseil zur Verstärkung gegen das Abbrechen eingesetzt und verankert ist. Die Verankerung des Stahlseiles muss an beiden Enden unlösbar sein, da sonst eine abgebrochene Gehäusehälfte einfach herausgezogen werden könnte. Hier hat diese Ausführung ihren Schwachpunkt.
Die Erfindung zielt darauf ab, einen Doppelschließzylinder bei Abbruch in noch besserer Weise zu sichern, sodass die Teile im Einstemmschloss verbleiben und ein direkter Zugriff zur Schlossmechanik unterbunden wird. Dies wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Einige oder alle Lamellen können mit den Nasen ausgestattet sein, die beiderseits hakenförmig einen Formschluss mit dem Doppelzylindergehäuse hersteilen. Das Spiel der Lamellen in der Nut, sowie gegeneinander und gegenüber den Querstiften, ermöglicht ein Mitgehen eines abgebrochenen Zylindergehäuseteiles mit dem Einbruchswerkzeug, bis dieses abrutscht. Der abgebrochene Teil kann nicht entnommen werden und -blockiert den Zugriff zur Schlossmechanik. Selbst wenn es gelingen sollte, einen Teil des Schließzylindergehäuses herauszureißen, verbleiben die Lamellen infolge ihrer Lagerung in der noch vorhandenen Gehäusehälfte, fächern sich auf und stellen ein Hindernis für die Fortsetzung des Einbruchsversuchs dar. Eine besondere Schutzwirkung auch im Zusammenhang mit einer Ziehschraube als Einbruchswerkzeug wird durch das Spiel erreicht. Durch das Spiel in dem Lamellenpaket kann es bei Gewaltanwendung zu einer durchaus beabsichtigten Deformation oder sogar zu einem Bruch der Gehäusehälften kommen. Der ursprünglich starre Körper wird bei der vorgenannten, verformenden Beanspruchung infolge der flexiblen Verankerung über die Lamellen nicht bloß einer reinen Zugbeanspruchung unterworfen, sondern auf Grund der freien Kraftwirkung kommt es zu einer zusätzlichen Biegebeanspruchung der Schrauben. Zielsetzungsgemäß wird die verbleibende Verankerung über die Lamellen zusammen mit der resultierenden Verankerung der Gehäusehälften im Beschlag der eingebrachten, durch die Schrauben limitierten Zugkraft widerstehen.
Es ist zweckmäßig, wenn das Lamellenpaket nach Anspruch 2 ausgebildet ist. Eine Nase einer mittig im Paket liegenden Lamelle kann annähernd die Breite des Bohrungsdurchmessers haben, in den diese Nase eingreift. Die beiderseits benachbarten Lamellen müssten schmälere Nasen haben, um in die Gehäusebohrung am Nutengrund eingreifen zu können. Wenn solche 3 AT 505 791 B1
Nasen nicht vorhanden sind, dann vergrößert sich das Spiel der mittigen Nase zur Seite hin in der Gehäusebohrung und es wird dadurch im Sinne der Erfindung ein größerer Leerlaufbereich bzw. Freistellungsbereich bei einer Torsionsbeanspruchung erreicht, welcher dem Erfindungsgedanken nützlich ist. Eine Abstimmung des Spiels der einzelnen Komponenten zueinander im Sinne des Anspruchs 3 führt dazu, dass die Nase oder die Nasen zuerst an der oder den Gehäusebohrungen anliegen, also bevor noch das Spiel bei den Langlöchern erschöpft ist. Daraus folgt, dass ein wesentlicher Teil der Zugkräfte aber auch der Torsionskräfte über die Nasen abgebaut wird und die Querstifte vorerst entlastet sind.
Damit in weiterer Folge bei Erhöhung der Zug- und Torsionskräfte auf den Doppelschließzylinder auch eine Kraftverteilung auf die seitlichen nasenlosen Lamellen erfolgen kann, ist eine Ausführung gemäß Anspruch 4 zweckmäßig.
Durch das geringere Spiel der nasenlosen Lamellen gegenüber den Querstiften ergibt sich unter zunehmender Belastung schon früher eine gegenseitige Berührung mit den Querstiften als bei den Lamellen mit Nasen. Die Ausnehmungen der Lamellen mit Nasen verfügen zu beiden Seiten der Querstifte in der Längsrichtung über ein größeres Spiel, sodass eine Berührung von Querstiften und der Lamelle mit Nasen erst bei noch größeren Zugkräften am Doppelschließzylinder erfolgt. Derartige Zugkräfte treten bei Einbruchsversuchen auf, wo zum Herausreißen des Schließzylinders eine zugfeste Schraube in den Schlüsselkanal eingeschraubt wird. Die dabei entstehende Kraft wirkt in der Längsachse des Schlüsselkanals und zerbricht das Zylindergehäuse im geschwächten Bereich unterhalb der Sperrnase.
Ein von Lamellen weiterhin zusammengehaltenes Zylindergehäuse wird entlang der Längsmittelachse seitlich verbogen. Die Ausbildung der Ausnehmungen als Langlöcher für die Querstifte in den Lamellen mit Nasen in Richtung der Lamellenmitte kann das Abbrechen des Zylindergehäuses zwar nicht verhindern, schafft aber eine günstige Freistellung bzw. Entlastung der Querstifte. Die zusätzliche Freistellung verschlechtert wesentlich die Kraftübertragung zwischen den beiden Hälften des bereits auseinander gebrochenen Zylindergehäuses, den Lamellen und den Querstiften und erschwert so ein vollständiges Abbrechen des Zylindergehäuses.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Stirnansicht eines Doppelschließzylindergehäuses, Fig. 2 einen Längsschnitt nach der Linie II - II in Fig. 1, Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie III - III in Fig. 2, Fig. 4 eine Seitenansicht auf eine Lamelle mit Nase und Fig. 5 eine Seitenansicht auf eine nasenlose Lamelle.
Die Figuren zeigen ein Doppelschließzylindergehäuse 1 für einen Zylinderkern, der durch Flachschlüssel mit Bohrsenkungen und in diese eintauchenden kernseitigen Stifte betätigbar ist. Der bzw. die Zylinderkerne sowie deren Hülsen sind hier nicht dargestellt, da die Erfindung lediglich das Doppelschließzylindergehäuse 1 im Hinblick auf die erfindungsgemäßen Maßnahmen zur Verbesserung der Abwehr eines Einbruchs durch Abbrechen des Doppelschließzylindergehäuses 1 betrifft. Es könnte sich ebenso um ein Gehäuse mit Zylinderkernen und Stiftzuhaltungen für Flachschlüssel mit Zahnung an der Schlüsselbrust handeln.
Das Doppelschließzylindergehäuse 1 umfasst zwei Gehäusehälften 2, 3 mit den Bohrungen 4, 5 für die Zylinderkerne (nicht dargestellt) und einen Verbindungssteg 6, der die Gehäusehälften 2, 3 verbindet und eine Gewindebohrung für eine Schraube 7 zur Befestigung des Doppelschließzylinders in einem Einstemmschloss aufweist.
Eine Gehäusenut 8 (in Fig. 1 strichliert dargestellt) erstreckt sich in Gehäuselängsrichtung über jeweils einen Teil der Gehäusehälften 2, 3 und über den Verbindungssteg 6. Diese Gehäusenut 8 nimmt ein Paket von Lamellen 9, 10, 11 auf (Fig. 3), die vorzugsweise aus Federstahl gefertigt sind. Alle Lamellen 9, 10, 11 haben etwa Rechteckquerschnitt und sind mit Ausnehmungen 12, 13, 14 für Querstifte 15, 16 sowie für die Befestigungsschraube 7 ausgestattet. Die Ausnehmungen 12, 13, 14 sind hier als Langlöcher ausgebildet. Wesentlich ist, dass zwischen den

Claims (5)

  1. 4 AT 505 791 B1 Lamellen und den Querstiften 15, 16 sowie zu der Schraube 7 ein Spiel besteht. Die Lamellen 9, 10, 11 können sich somit relativ zum Gehäuse 1 bewegen. Die Lamellen 9, 10, 11 (es können weniger oder auch mehr als 3 Stück sein) sind ferner auch nicht starr miteinander verbunden sondern schwimmend gelagert. Innerhalb des Lammellenpaketes sind Relativverschiebungen der Lamellen 9,10,11 zueinander also zulässig. Ein wesentliches Merkmal stellen Nasen 17, 18 auf der Lamelle 9 dar, die über den Rechteckquerschnitt vorspringen und in Bohrungen 19, 20 am Boden der Gehäusenut 8 eingreifen. Auch hier ist zwischen den Bohrungen 19, 20 und den Nasen 17, 18 ein Spiel vorgesehen. Es können auch mehr als nur eine Lamelle 9 mit solchen Nasen 17,18 ausgestattet sein. Erwähnt sei, dass bei diesem Ausführungsbeispiel das Spiel zwischen den Querstiften 15, 16 (die seitlich in den verbleibenden Gehäusewänden eingepresst sind) und den Ausnehmungen 12 und 14 auf die Längsrichtung beschränkt ist, damit die Lamellen 9, 10, 11 auch bei Erschütterungen nicht über den Umriss des Gehäuses 1 hervortreten. Die in Fig. 4 dargestellte Lamelle 9 mit Nasen 17, 18 weist, wie bereits weiter oben beschrieben, in der Längsrichtung größere Ausnehmungen 12, 14 bzw. Langlöcher auf, als die nasenlose Lamelle 10, 11 in Fig. 5. Der Längenunterschied zwischen den beiden Ausnehmungen 12, 14 beträgt z.B. 0,6 mm. Patentansprüche: 1. Abbruchgesicherter Doppelschließzylinder mit einem Zylindergehäuse als Hahnprofil und mit einem Lamellenpaket aus Stahlplättchen in einer Gehäusenut, die die beiden die Zylinderkerne lagernden Schließzylindergehäusehälften mindestens teilweise, sowie den mittigen Verbindungssteg im Sperrnasenbereich zur Gänze in Längsrichtung durchsetzt, wobei im Lammellenpaket Ausnehmungen für Querstifte zur Befestigung innerhalb der Gehäusenut und für eine Befestigungsschraube in einem Einstemmschloss vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (9, 10, 11) als im wesentlichen rechteckige Federstahllamellen ausgebildet sind und wenigstens einige der Lamellen (9) Nasen (17, 18) an den einander gegenüber liegenden Enden aufweisen, die den Rechtecklängsschnitt der Lamellen (9, 10, 11) zu den Zylinderkernbohrungen (4, 5) hin überragen und in Gehäusebohrungen am Boden der Gehäusenut (8) eingreifen und dass die Ausnehmungen (12, 13, 14) in den Lamellen (9, 10, 11) mit Spiel gegenüber den Querstiftdurchmessern (15, 16) und gegenüber der Befestigungsschraube (7) ausgebildet und die Lamellen (9, 19, 11) mit Spiel in der Gehäusenut (8) und vorzugsweise auch gegeneinander vorgesehen sind.
  2. 2. Abbruchgesicherter Doppelschließzylinder nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Lamellenpaket (9, 10, 11) aus mindestens einer mittigen Lamelle (9) mit Nasen (17, 18) und beiderseits anliegenden nasenlosen Lamellen (10, 11) aufgebaut ist.
  3. 3. Abbruchgesicherter Doppelschließzylinder nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Spiel der Ausnehmungen (12, 13, 14) in der Lamelle {9) gegenüber den Querstiften (15, 16) bzw. der Befestigungsschraube (7) größer ist als ein Spiel zwischen den Nasen (17,18) in den diese aufnehmenden Gehäusebohrungen.
  4. 4. Abbruchgesicherter Doppelschließzylinder nach einem der Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Spiel der Ausnehmungen (12, 14) in der Lamelle (9) mit Nasen (17, 18) gegenüber den Querstiften (15, 16) größer ist als das Spiel der Ausnehmungen (12,14) in den nasenlosen Lamellen (10, 11) gegenüber den Querstiften (15, 16).
  5. 5. Abbruchgesicherter Doppelschließzylinder nach einem der Ansprüchen 1 bis 4, dadurch 5 AT 505 791 B1 gekennzeichnet, dass das Spiel zwischen den Querstiften (15, 16) und den Ausnehmungen (12, 14) auf die Längsrichtung der Lamellen (9, 10, 11) beschränkt ist. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0611246A1 (de) * 1993-01-27 1994-08-17 Ernst Keller Steg für einen Einbau-Doppelschliesszylinder
EP0792981A1 (de) * 1996-03-01 1997-09-03 Ernst Keller Einbau-Doppelschliesszylinder für ein Sicherheitsschloss
WO2004063499A1 (en) * 2003-01-16 2004-07-29 Cisa S.P.A. Burglar-proof cylinder lock

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