AT505966A2 - Verfahren und system zur batterieladekontrolle von hörimplantaten - Google Patents
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Description
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QUERVERWEIS AUF VERWANDTE ANMELDUNGEN
Die vorliegende Erfindung beansprucht die Priorität der Australischen vorläufigen Patentanmeldung Nr. 2003905571, eingereicht am 13. Oktober 2003, deren Inhalt hierin durch Bezugnahme miteingeschlossen ist.
GEBIET DER ERFINDUNG
Diese Erfindung betrifft eine implantierte Hörprothese. Die Erfindung betrifft im Besonderen, jedoch nicht notwendigerweise ausschließlich, ein Verfahren und ein Steuerungssystem zum Aufladen einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese, wie einem Innenohrimplantat oder einer implantierten Hörhilfe.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Es gibt im Allgemeinen zwei Arten von Hörverlust, für den es viele verschiedene Gründe gibt, den Leitungs-Hörverlust und den Gehörsturz. In manchen Fällen kann eine Person beide Arten von Hörverlust haben. Der Leitungs-Hörverlust ereignet sich, wenn die normalen mechanischen Tonpfade zum Erreichen der Haarzellen im Innenohr, beispielsweise durch eine Beschädigung der Gehörknöchelchen, behindert sind. Dem Leitungs-Hörverlust kann oftmals durch die Verwendung herkömmlicher Hörhilfen abgeholfen werden, welche den Ton verstärken, so dass akustische Informationen das Innenohr und die Haarzellen erreichen.
Bei vielen Menschen mit starker Schwerhörigkeit liegt der Grund für ihre Taubheit jedoch an einem Hörverlust durch Gehörsturz. Diese Art von Hörverlust ist eine Folge des Fehlens oder der Zerstörung der Haarzellen im Innenohr, welche akustische Signale in Nervenimpulse umwandeln. Diesen Menschen ist es daher durch den Schaden oder das Fehlen des Mechanismus zur Erzeugung von Nervenimpulsen aus dem Ton auf normale Weise nicht möglich einen geeigneten Nutzen aus herkömmlichen Hörhilfesystemen zu ziehen, unabhängig davon wie hoch die akustische Stimulierung ist. Für diesen Zweck wurden InnenohrimplantatSysteme entwickelt. Solche Systeme überbrücken die Haarzellen im Innenohr und liefern elektrische Stimulation direkt an die Hörnervenfasern, wodurch dem Gehirn die Wahrnehmung einer Hörempfindung ermöglicht wird, welche der normalen Hörempfindung, die normalerweise an den Hörnerv geleitet wird, ähnelt.
Typischerweise bestehen InnenohrimplantatSysteme aus im - 2 -
Wesentlichen zwei Komponenten, einer externen Komponente, welche herkömmlicherweise als eine Prozessoreinheit bezeichnet wird, lind einer internen implantierten Komponente, welche herkömmlicherweise als eine Stimulations-/Empfängereinheit bezeichnet wird, wobei Letztere Signale von der Prozessoreinheit empfängt, um einem Empfänger die Tonempfindung bereitzustellen.
Die externe Komponente umfasst ein Mikrophon zur Detektion von Tönen, wie Sprach- und Umgebungstöne, einen Sprachprozessor, der Sprache in ein kodiertes Signal umwandelt, eine Stromquelle, wie beispielsweise eine Batterie, und eine externe Sendeantennenspule .
Die kodierte Signalausgabe des Tonprozessors wird transkutan an die innerhalb einer Vertiefung des Schläfenbeins des Empfängers angeordnete implantierte Stimulations-/Empfängereinheit übertragen. Diese transkutane Übermittlung findet über die externe Sendeantennenspule statt, welche so angeordnet ist, dass sie mit einer implantierten Empfängerantennenspule mit der Stimulations- /Empfängereinheit kommuniziert. Dadurch dient die Kommunikation zwei wesentlichen Zwecken; erstens der transkutanen Übermittlung des kodierten Tonsignals und zweitens der Bereitstellung von Energie an die implantierte Stimulations-/Empfängereinheit. Normalerweise ist die transkutane Verbindung eine Hochfrequenz- (HF) Verbindung, jedoch wurden auch andere Verbindungen vorgeschlagen und mit unterschiedlichem Erfolg verwendet.
Die implantierte Stimulations-/Empfängereinheit umfasst zusätzlich zu der Empfängerantennenspule, welche das kodierte Signal und gegebenenfalls Energie von der externen Prozessorkomponente empfängt, einen Stimulator, der das kodierte Signal verarbeitet und ein Stimulationssignal an die intracochleäre Elektrodenanordnung abgibt, welche die elektrische Stimulation dem Hömerv über eine Basilarmembrane zuführt, wodurch eine dem ursprünglich ermittelten Ton korrespondierende Hörempfindung erzeugt wird.
Vor kurzem hat die Anmelderin ein vollständig implantierbares Innenohrimplantat entwickelt, bei welchem alle Komponenten, einschließlich dem Mikrofon, subkutan implantiert sind. Dies führt dort zu einem vielseitigeren System, welches dem Empfänger in jenen Fällen eine größere Freiheit und Möglichkeit zur Verwendung des Implantats bereitstellt, die früher noch als • · · ·· · ·· · · · • · · ··· ·· ·· Μ * · ·· · · ·· ·· · • ·· · ·· ·· · · · - 3 -...... nachteilige Umgebung, beispielsweise eine feuchte Umgebung angesehen worden wäre. Das Implantat der Anmelderin wird in PCT/AU01/00769, welches hierin unter Bezugnahme miteingeschlossen ist, detaillierter beschrieben. Das Implantat wird durch eine implantierbare wiederaufladbare Batterie betrieben, welche, falls notwendig, transkutan über ein externes Ladungsgerät und eine implantierte Empfängerantennenspule LadungsSignale empfängt. Da die Batterie Teil eines implantierten Systems ist, ist es notwendig, dass die Lebensdauer der Batterie so lange wie möglich erhalten wird, um die Häufigkeit der Explantation und/oder Reimplantation des Implantats zum Zwecke des Batterieaustausches zu verringern.
Jegliche Erörterung der Dokumente, Vorgänge, Materialien, Geräte, Artikel oder dergleichen, welche die vorliegende Beschreibung umfasst, dient allein zum Zweck der Bereitstellung eines Zusammenhangs für die vorliegende Erfindung. Es sollte nicht als Zugeständnis gesehen werden, dass irgendwelche oder alle diese Angelegenheiten Teil des Standes der Technik bilden oder Allgemeinwissen auf dem für die vorliegende Erfindung relevanten Gebiet waren, da diese bereits vor dem Prioritätsdatum jedes Anspruchs dieser Anmeldung bestanden. *
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Das in dieser gesamten Beschreibung verwendete Wort „umfassen" oder Variationen davon, wie beispielsweise „umfasst* oder „umfassend* soll die Einbeziehung eines angegebenen Elements, als Ganze oder als Teile, oder einer Gruppe von Elementen, als Ganzes oder als Teil, jedoch nicht die Ausnahme jeglichen anderen Elements, als Ganzes oder als Teil, oder einer Gruppe von Elementen, als Ganzes oder als Teile, beinhalten.
Gemäß eines ersten Aspekts der Erfindung ist ein Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese bereitgestellt, wobei das Verfahren umfasst:
Bestimmen einer ersten 1 adlingsbezogenen Batterieeigenschaft;
Bestimmen einer zweiten ladungsbezogenen Batterieeigenschaft;
Ermitteln des Beginns eines Ladungszyklus der Batterie; und Überwachen, sobald der Ladungszustand der Batterie in Relation mit der ersten ladungsbezogenen Batterieeigenschaft steht, wann der Ladezyklus beginnt, und Adjustieren der zweiten - 4 - ladungsbezogenen Batterieeigenschaft abhängig von der Beziehung zwischen dem Ladungszustand und der ersten ladungsbezogenen Batterieeigenschaft bei Beginn des Ladezykluses.
Zur Erleichterung der Erklärung wird die erste ladungsbezogene Batterieeigenschaft in dieser Beschreibung auch manchmal als ein „Sicherheitsbereich" der Batterie bezeichnet. Dieser Sicherheitsbereich kann eine vorbestimmte Minimalmenge an Ladung sein, die in der Batterie enthalten ist.
In einer Ausführungsform der Erfindung kann die zweite ladungsbezogene Batterieeigenschaft ein voreingestellter Ladungszustand der Batterie sein. Der voreingestellte Ladungszustand kann so bestimmt sein, dass er niedriger ist als der maximal mögliche Ladungszustand der Batterie.
Die Batterie kann bis zu diesem voreingesteilten Ladungszustand aufgeladen werden, und dadurch kann die Haltbarkeit der Batterie verlängert werden, weil die Batterie nicht ständig bis auf ihre Maximalbatterieladung aufgeladen wird, da Nebeneffekte dadurch auch minimiert werden.
Wenn ein Ladezyklus beginnt, kann das Verfahren die Überwachung des Ladungs zustande der Batterie relativ zu dem Sicherheit sber eich umfassen. Wenn der Ladungszustand, bei welchem das Aufladen beginnt, höher ist als der Sicherheitsbereich, kann das Verfahren die Minderung des voreingesteilten Ladungszustande umfassen. Dies kann jedesmal bei Beginn des Ladezyklus stattfinden, wenn der Ladungs zustand der Batterie höher ist als der Sicherheitsbereich. Wenn jedoch nach Beginn eines Ladezykluses der Ladungszustand der Batterie niedriger ist als der Sicherheitsbereich, kann das Verfahren anfangs die Erhöhung des voreingesteilten Ladungszustande umfassen.
Typischerweise kann das Verfahren die Einstellung des Sicherheit sber ei chs bis zu einer Spannung umfassen, die einer für die Verwendung des Implantats für einen vorbestimmten Zeitraum benötigten Aufladung entspricht. Der Zeitraum kann beispielsweise ein vollständiger Tag sein, d.h. ein Zeitraum von 24 Stunden.
In einer zweiten Aus führungs form der Erfindung kann die zweite ladungsbezogene Batterieeigenschaft eine Ladungsgeschwin-digkeit der Batterie sein. Wie im Falle der ersten Ausführungsform der Erfindung kann die erste ladungsbezogene Batterieeigenschaft, in dieser Ausführungsform, der Sicherheitsbereich sein. - 5 -
In dieser zweiten Ausführungsform der Erfindung kann das Verfahren die Adjustierung der Ladungsgeschwindigkeit der Batterie umfassen, statt des Grades an Ladung, abhängig von dem Ladungszustand der Batterie relativ zu dem Sicherheitsbereich. Dadurch kann das Verfahren die Erhöhung der Ladungsgeschwindigkeit umfassen, wenn der Ladungs zustand geringer ist als der Sicherheitsbereich. Umgekehrt kann das Verfahren die Verringerung der Ladungsgeschwindigkeit umfassen, wenn der Ladungszustand über dem Sicherheitsbereich liegt.
In Bezug auf beide Ausführungsformen kann das Verfahren die Steuerung der Ladungsmenge, welche normalerweise in der Batterie gespeichert ist, umfassen. Die Menge an normalerweise in der Batterie gespeicherter Ladung kann unter Verwendung einer Rückkopplungstechnik geregelt werden. Beispielsweise kann, auf täglicher Basis, der voreingestellte Ladungszustand (im Falle der ersten Ausführungsform der Erfindung) oder die Ladungsgeschwindigkeit (im Falle der zweiten Aus führungs form der Erfindung) angepasst werden. Der Umfang der Anpassung kann auf den Sicherheitsbereich bezogen sein. Typischerweise kann der Umfang des Anpassungsschritts etwa 1%-10% des Sicherheitsbereichs, genauer gesagt etwa 3%-7% des Sicherheitsbereichs unä am Besten etwa 5% des Sicherheitsbereichs sein.
Desweiteren kann das Verfahren die Anpassung des Sicherheitsbereichs umfassen, um das Altem der Batterie zu berücksichtigen. Der Sicherheitsbereich kann automatisch durch Charakterisieren der Batterie während des Alterns angepasst werden. Das Verfahren kann daher die Erstellung einer Nach-schlagetabelle in einem elektronischen Speicher des Implantats umfassen, die einen Sicherheitsbereichspunkt für jeden voreingestellten Ladungszustand oder Ladungsgeschwindigkeit bereitstellt, so dass, wenn der voreingesteilte Ladungszustand oder die Ladungsgeschwindigkeit aktualisiert wird, der Sicherheitsbereich auch aktualisiert wird. Die Tabelle kann so aufgebaut sein, dass der Sicherheitsbereich gleich einem festgelegten Zeitraum ist.
Es kann auch sein, dass die durch den Sicherheitsbereich dargestellte Zeit abhängig von den Bedürfnissen des Empfängers eingestellt werden muss. Der Empfänger oder ein Dritter kann die Zeit festlegen, welche zum Einstellen des Sicherheitsbereichs benötigt wird, und durch die Kenntnis der Batterieeigenschaften • 9 · ·· · ·· I · · • · · · · · 99 ·· ·· • · 9 9 9 9 9 9 ·· 9 • 9 9 · ·· 9 9 # · · - 6 - und des Stroms, welcher durch das empfängerspezifische Datenabbild aufgezeichnet wird, kann eine Spannung entsprechend dem vom Empfänger gewünschten Sicherheitsbereich in dem elektronischen Speicher des Implantats gespeichert werden. Der Sicherheitsbereich kann zusammen mit dem Speicherabbild des Empfängers auf den Speicher des Implantats heruntergeladen werden.
Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung ist ein Steuerungssystem zur Steuerung des Aufladens einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese bereitgestellt, wobei das Steuerungssystem umfasst: eine Steuervorrichtung zur Steuerung der Aufladung der Batterie, wobei die Steuervorrichtung eine programmierbare Steuervorrichtung ist und Daten umfasst, die sich auf eine erste ladungsbezogene Batterieeigenschaft und eine zweite ladungsbezogene Batterieeigenschaft beziehen und zum Anpassen der zweiten ladungsbezogenen Batterieeigenschaft abhängig davon, wo ein Ladungszustand der Batterie relativ zur ersten ladungsbezogenen Batterieeigenschaft ist, wenn ein Ladungszyklus beginnt; und eine Schaltanordnung zum Schalten einer Ladungsquelle zur LadungsÜbertragung an die Batterie, wenn ein Aufladen der Batterie notwendig ist.
Wie im Falle eines ersten Aspekts der Erfindung kann die zweite ladungsbezogene Batterieeigenschaft gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung ein voreingestellter Ladungszustand der Batterie sein und kann, gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, eine Ladungsgeschwindigkeit der Batterie sein. Die erste ladungsbezogene Batterieeigenschaft kann der definierte Sicherheitsbereich der Batterie sein.
Im Falle der ersten Ausführungsform dieses Aspekts der Erfindung kann die Schaltanordnung ein durch die Steuervorrichtung gesteuerter Schalter sein. Die Ladequelle kann eine Hochfrequenz- (HF) Verbindung umfassen, welche bei Bedarf der Batterie eine Aufladung bereitstellt, wenn benötigt, und/oder dem Implantat Energie bereitstellt. Der Schalter kann zwischen der HF-Verbindung und der Batterie verbunden sein und unter Einwirkung der Steuervorrichtung geschlossen werden, wenn die Batterie des Implantats einer Aufladung bedarf.
Das SteuerungsSystem kann einen Analog-Digital-Wandler zur Wandlung einer Batteriespannung in eine der Steuervorrichtung zuzuführende Zahl umfassen. 7
Die Steuervorrichtung kann Zahlen entsprechend den Spannungen speichern, die wiederum einem voreingestellten Ladungszustand, einer minimalen Batterieladung und dem Sicherheitsbereich entsprechen. Die Beziehung zwischen Ladungszustand und Spannung ist nicht linear, jedoch ist sie stabil, so dass sie für die Batterie bemessen werden kann. Eine einfache Nachschlagetabelle kann in einem Speicher der Steuervorrichtung gespeichert werden, die zur Spannungs/Ladungs-Wandlung verwendet wird.
Die Steuervorrichtung kann ermitteln, wenn die Aufladung der Batterie angefangen hat, d.h. wenn der Schalter geschlossen wurde, so dass die Steuervorrichtung ermitteln kann, wenn der voreingestellte Ladungszustand einer Anpassung bedarf. Dies kann durch periodische Überwachung der HF-Verbindungsenergie geschehen, beispielsweise einmal pro Minute.
Im Falle einer zweiten Ausführungsform der Erfindung kann die Schaltanordnung einen Schaltkreis umfassen. Der Schaltkreis kann einen Spannungs/Strom-Wandler umfassen, der einen Stromverstärker und Stromspiegel speist. Der Wandler kann einen Operationsverstärker umfassen, wobei ein Ausgang davon mit einem Schaltmittel in Form eines Feldeffekttransistors (FET) verbunden ist. Der Operationsverstärker kann einen ersten „Stromsteue-rungs-" Eingang umfassen, der eine Ausgabe des Verstärkers zur Einschaltung des FET verursacht. Der FET kann zwischen einem Paar widerständen verbunden sein. Wenn der FET eingeschaltet wird, fließt Strom durch einen ersten Widerstand, der mit einer Quelle des FET verbunden ist. Der gesamte Strom fließt ebenfalls durch den zweiten Widerstand, der mit einem Drain-Anschluß des FET verbunden ist. Strom kann durch den ersten Widerstand fließen bis die Spannungen an den Eingängen des Stromverstärkers gleich sind.
Der Stromfluss durch den zweiten Widerstand kann eine Spannung an einem Eingang des Stromverstärkers induzieren. Ein zweites Schaltmittel kann mit einem Ausgang des Stromverstärkers verbunden sein, wobei die aufzuladendende Batterie mit dem zweiten Schaltmittel verbunden ist. Das zweite Schaltmittel kann auch ein FET sein.
Die Komponenten der Schaltanordnung können so ausgewählt sein, dass nur eine geringe Spannungsdifferenz zwischen der Spannung von der HF-Verbindung und der Batteriespannung besteht. • · · · · · ·· ·· · • · · ··· ·· ·· ·· • · · · ·· ·· · · · • · · · · · · » · · · - 8 -
Der Ladungsstrom kann durch Veränderung der „Stromsteue-rungs-" Spannung angepasst werden. Dies kann durch Verwendung einer analogen Spannung oder durch Steuerung einer Digitalzahl erreicht werden, wenn ein Digital-Analog-Wandler verwendet wird.
Im Falle der zweiten Ausführungsform der Erfindung kann die Schaltanordnung den Schalter der ersten Ausführungsform der Erfindung ersetzen.
KURZE BESCHREXBONG DER ZEICHNUNGEN
Die Erfindung wird nun beispielhaft mit Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in welchen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines vollständig implantierbaren Innenohrimplantats;
Fig. 2 und 3 Ladungskurven in Abhängigkeit der Zeit für ein Ladeverfahren einer Batterie des Implantats gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 4 einen Teil einer Ladungskurve in Abhängigkeit der Zeit für ein Ladeverfahren einer Batterie des Implantats gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 5 ein Blockdiagramm eines SteuerungsSystems gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung zum Aufladen einer Batterie des Implantats von Fig. 1; und
Fig. 6 einen Teil eines SteuerungsSystems gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung zum Aufladen einer Batterie des Implantats von Fig. 1 zeigt.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
In Fig. 1 der Zeichnungen bezeichnet Bezugszeichen 10 im Allgemeinen ein vollständig implantierbares Innenohrimplantat, welches ein Beispiel der Erfindung miteinbezieht. Das Implantat 10 ist eine in sich geschlossene Einheit, welche in einen Schädel 12 eines Empfängers in einer freigelegten Region eines Schläfenbeins des Schädels 12 des Empfängers implantiert ist.
Wie in der oben erwähnten Internationalen Patentanmeldung der Anmelderin beschrieben, ist das Implantat 10 vollständig im Schädel des Empfängers implantiert und hat keine externen oder extern zugänglichen Komponenten.
Das Implantat 10 hat ein hermetisch verschlossenes Gehäuse 14. Das Gehäuse 14 beinhaltet eine Batterie 16 (Fig. 5 und 6).
Das Gehäuse 14 enthält ferner elektronische Komponenten des Implantats 10. Die elektronischen Komponenten umfassen einen Sprachprozessor und einen elektronischen Speicher, in welchem • · • · • f · ··· ·· ·· ·« • · · t ·· t I ·· · • t · · ·· ·· ·· · - 9 -...... die empfängerspezifischen Parameter gespeichert sind. In der dargestellten Ausftihrungsform ist die Batterie 16 eine mehrmals wiederaufladbare Lithium-Ionen-Batterie. Es soll verstanden werden, dass wiederaufladbare Batterien anderen Typs verwendet werden könnten.
Ein Mikrophon 22 ist am Gehäuse 14 zum Empfang externer Tonsignale zur Weiterleitung an die elektronischen Komponenten des Implantats 10 zwecks Verarbeitung befestigt.
Das Implantat 10 umfasst eine Empfängerantennenspule 24 mit einem zentralen Magneten 26. Die Empfängerantennenspule 24 ist extern am Gehäuse 14 befestigt und ist mit den elektronischen Komponenten und der Batterie 16 des Implantats 10 über externe Leitungen und einen Durchlass (beide sind nicht gezeigt) verbunden .
Stimulationssignale, welche durch den Sprachprozessor des Implantats 10 erzeugt werden, werden einer Elektrodenanordnung 32 über eine Leitung 34 zugeführt.
In der Praxis ist das Implantat 10 im Schädel 12 des Empfängers in eine Ausnehmung implantiert, welche im Schläfenbein neben einem Außenohr 36 des Empfängers gebildet ist. Die Elektrodenanordnung 32 ist im Innenohr 38 des Empfängers befestigt. Wenn Stimmulationssignale durch die Elektrodenanordnung 32 empfangen werden, werden diese Signale an die Basilarmembrane 40 weitergeleitet, um den Hömerv 42 des Empfängers zu stimulieren.
Das Gehäuse 14 des Implantats 10 besteht aus biokompatiblen Material. Genauer gesagt ist das Gehäuse 14 ein hermetisch verschlossenes Titangehäuse. Vor der Implantation wird das Gehäuse 14 mit einer Schicht Silikon oder Parylen als eine weitere Schutzmaßnahme für das Implantat 10 beschichtet.
Wie oben angegeben, ist die Batterie des Implantats 10 eine Lithium-Ionen-Batterie. Lithium-Ionen-Batterien haben den Vorteil, dass sie eine extreme Langlebigkeit aufweisen und mehrmals wiederaufgeladen werden können. Solche Batterien können jedoch nur eine begrenzte Anzahl oft aufgeladen werden bevor sie „abgenutzt" sind. Wenn sich eine Lithium-Ionen-Batterie abnutzt, verringert sich ihre LadungsSpeicherkapazität. In der Praxis kann eine Lithium-Ionen-Batterie nach etwa 1000 Ladungs-/Entladungs-zyklen, verglichen mit einer neuen Batterie, nur noch 50% der Ladung speichern.
Die Tendenz einer Batterie zur Abnutzung ist höher, wenn die • · • · • · · ··· ·· ·« ·· • · · · · · ·· ·· · • · · · t · ·· · · · - 10 -
Batterie jedes Mal, wenn sie einem Ladungszyklus unterzogen wird, vollständig aufgeladen wird. Ferner steigt die Geschwindigkeit der Abnutzung, wenn zur Aufladung einer Batterie oder deren Entladung hohe Ströme verwendet werden.
Vollständig implantierbare Innenohrimplantate sind zur Verwendung mit mindestens einem externen Netzteil zur Aufladung der Batterie vorgesehen. Falls die Situation es erfordert, wird das Implantat oftmals zusammen mit einem externen Sprachprozessor verwendet; oder falls kein externer Sprachprozessor benötigt wird, kann dieser weggelassen werden. Typischerweise wird ein externer Sprachprozessor verwendet, wenn der Empfänger sich in einer nachteiligen oder schwierigen akustischen Umgebung befindet oder bei der Arbeit, jedoch kann das Implantat auch allein, ohne den externen Sprachprozessor, verwendet werden, wenn es kosmetische Anforderungen und/oder die Einfachheit erfordern.
Der externe Sprachprozessor umfasst ein Netzteil, so dass der externe Sprachprozessor, wenn verwendet und benötigt, zum Aufladen der Batterie 16 des Implantats 10 verwendet werden kann. Das Aufladen der Batterie 16 findet unter Steuerung durch ein Steuerungssystem 50 (Fig. 5) statt, welches'ebenfalls erfindungsgemäß ist und welches später detaillierter beschrieben wird.
Optimierung des Aufladens der Batterie 16 stellt sicher, dass die Anzahl, wie oft das Implantat 10 während der Lebensdauer des Implantats 10 zum Batteriewechsel entnommen und/oder wiedereingesetzt werden muss, verringert wird.
Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung wird das Aufladen der Batterie geregelt, so dass die Batterie bis zu einem unter einem maximalen Ladungszustand 52 (siehe Fig. 2 und 3 der Zeichnungen) liegenden Zustand aufgeladen wird.
Zusätzlich wird eine erste ladungsbezogene Batterieeigenschaft, welche als „Sicherheitsbereichw bezeichnet wird, ausgewählt. Der Sicherheitsbereich, welcher bei 58 in den Fig. 2 bis 4 der Zeichnungen bezeichnet wird, ist ein Ladungszustand, der größer ist als ein minimaler Batterieladungszustand 60. Der minimale Batterieladungszustand ist ein Zustand, unter welchem die Batterie 60 nicht funktioniert.
Eine zweite ladungsbezogene Batterieeigenschaft wird ebenso ausgewählt. Im Falle der ersten Ausführungsform der Erfindung - 11 - ist die zweite ladungsbezogene Batterieeigenschaft ein voreingestellter Ladungszustand 62.
In den Zeichnungen wird davon ausgegangen, dass die Person den externen Sprachprozessor (nicht gezeigt) für ca. 12 Stunden pro Tag verwendet und dass das Implantat 10 über seine interne Batterie 16 für die restlichen 12 Stunden des Tages läuft. Wenn der externe Sprachprozessor verwendet wird, kann die Batterie 16 auf geladen werden. In Fig. 2 der Zeichnungen sind zwei Kurven 64 und 66 gezeigt. Im Fall der ersten Kurve 64 wird die Batterie 16 während des Tages durch den externen Sprachprozessor aufgeladen bis sie den voreingestellten Ladungszustand 62 erreicht. Während das Implantat 10 während der Nacht über seine interne Batterie 16 läuft, entlädt sich die Batterie 16 bis zu einem Zustand 68. Es ist darauf hinzuweisen, dass der Zustand 68 ein Ladungszustand ist, der den Sicherheitsbereich 58 übersteigt. Dementsprechend verringert das SteuerungsSystem 50 den voreingestellten Ladungszustand wie bei 70 gezeigt, so dass, wenn der externe Sprachprozessor am folgenden Tag verwendet wird, die Batterie 16 zu einem niedrigeren Zustand aufgeladen wird als am vorherigen Tag. Wenn die Batterieladung den voreingesteilten Ladungszustand 62 erreicht, beendet das Steuerungs System 50 das Auf laden der Batterie 16, wie durch das Plateau 72 der Kurve 64 gezeigt. Da die interne Batterie 16 des Implantats 10 nicht verwendet wird, verbleibt die Batterieladung auf diesem Plateau 72 bis der externe Sprachprozessor getrennt wird, wobei danach das Implantat 10 wieder auf Batterie 16 läuft, wodurch eine Entladung stattfindet.
Die Batterie 16 entlädt sich über Nacht bis zu einem Zustand, welcher bei 74 in Fig. 2 der Zeichnungen gezeigt wird. Abermals ist dieser Zustand höher als der Sicherheitsbereich 58, so dass am folgenden Tag, wenn der externe Sprachprozessor wieder angeschlossen wird, um die Batterie 16 aufzuladen, das Steuerungssystem 58 den voreingesteilten Ladungszustand zu einem noch niedrigeren Grad als bei 76 gezeigt, zurücksetzt. Sobald die Batterie den Ladungszustand 76 erreicht, verursacht das SteuerungsSystem 50 eine Beendigung des Aufladens der Batterie 16.
Die Kurve 66 zeigt die optimale Situation, in welcher die Batterie sich immer bis zum Sicherheitsbereich 58 entlädt. Dadurch muss der voreingestellte Ladungszustand 62 nicht angepasst • · · • · · ♦ ♦ · ·· ···· ··· ·· ·· ·· • · · · · · · • · · ♦ · · · ·· ♦♦ ·· ·· - 12 -werden.
Fig. 3 zeigt die Situation, in welcher sich die Batterie während des Betriebs des Implantats über die interne Batterie 16 während der ersten Nacht bis zu einem Zustand unterhalb des Sicherheit sbereichs entlädt, wie bei 78 in Fig. 3 der Zeichnungen gezeigt. Aufgrund dessen wird am folgenden Tag, wenn der externe Sprachprozessor verwendet wird, das Steuerungssystem 50 den voreingestellten Ladungszustand 62 nach oben angepasst, wie bei 80 in Fig. 3 der Zeichnungen gezeigt. In diesem Fall ist nur eine Anpassung notwendig, da in der folgenden Nacht, wenn das Implantat über seine Batterie 16 betrieben wird, sich die Batterie 16 bis zum Sicherheitsbereich 58 entlädt und danach keine Anpassung des vor eingestellten Ladungs zustandes 62 notwendig ist.
Mit nunmehriger Bezugnahme auf Fig. 4 der Zeichnungen ist eine weitere Kurve 82 einer zweiten Ausführungsform der Erfindung zur Steuerung des Aufladens einer Batterie des Implantats 10 dargestellt. Mit Bezugnahme auf Fig. 2 und 3 der Zeichnungen, bezeichnen gleiche BezugsZeichen gleiche Teile, wenn nicht anders angegeben.
In dieser Aus führungs form der Erfindung wird statt der Anpassung der Ladungshöhe der Batterie 16, die Geschwindigkeit des Aufladens der Batterie 16 verändert. Unabhängig von der Ausführungsform der Erfindung findet das Aufladen der Batterie so statt, dass die Batterie nicht bis zu ihrem maximalen Zustand 52 aufgeladen wird. Während des Tages, wenn der externe Sprachprozessor verwendet wird, wird die Batterie 16, falls sie einer Aufladung bedarf, mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit wie bei 84 gezeigt, aufgeladen. Die Geschwindigkeit, mit welcher die Batterie 16 aufgeladen wird, hängt davon ab, wo sich der Ladungs zustand der Batterie 16 zum Zeitpunkt des Beginns der Aufladung der Batterie 16 beim Anfang eines Ladezykluses befand. Wenn der Ladungszustand der Batterie 16 sich unterhalb des Sicherheitsbereichs befand, wird die Ladungsgeschwindigkeit der Batterie 16 bis zur Erreichung eines gewünschten Ladungszustande, wie bei 86 gezeigt, erhöht.
Wenn sich der Ladungs zustand der Batterie 16 über dem Sicherheitsbereich befindet, wird die Ladungsgeschwindigkeit der Batterie 16 verringert.
Mit nunmehriger Bezugnahme auf Fig. 5 der Zeichnungen wird 13 das Steuerungssystem 50 detaillierter beschrieben. Das Steuerungssystem 50 bildet einen Teil der elektronischen Komponenten, welche im Gehäuse 14 des Implantats 10 enthalten sind.
Wie oben angegeben, wird die Batterie 16 über eine Hochfrequenz (HF) -Verbindiong 88 vom externen Sprachprozessor aufgeladen. Das Steuerungssystem 50 umfasst eine Steuervorrichtung 90. Die Steuervorrichtung 90 basiert auf einem Mikroprozessor und umfasst einen elektronischen Speicher. Der elektronische Speicher speichert darin den Sicherheitsbereich 58 und den voreingestellten Sicherheitsbereich 62. Die Batteriespannung wird überwacht und durch einen Analog-Digital-Wandler 92 in eine Zahl umgewandelt. Die Zahl, welche die Batterie Spannung wiedergibt, wird vom Wandler 92 an die Steuervorrichtung 90 weit er gegeben. Das System 50 arbeitet auf einer Rückkopplungsbasis und umfasst eine Rückkopplungsschleife 94, welche einen normalerweise offenen Schalter 96 steuert. Der Schalter 96 wird durch die Steuervorrichtung 90 so gesteuert, dass, wenn die Batterie 16 aufgeladen werden muss, der Schalter 96 geschlossen wird und, wenn die Batterie 16 nicht aufgeladen werden muss, der Schalter 96 offen ist.
Energie, welche durch die Verbindung 88 übertragen wird, wird ebenso der Steuervorrichtung 90 zugeführt, so dass die Steuervorrichtung 90 ein Vorhandensein dieser „HF-Energie* ermittelt. Wenn die HF-Energie über die Verbindung 88 vorhanden ist, steuert die Steuervorrichtung 90 einen Kippschalter 98 über eine Steuerungsleitung 100, um einen Schaltarm des Schalters 98 auf Kontakte 98.1 umzuschalten, um eine Leitung 102 über eine Leitung 104 mit dem Implantat 10 zu verbinden. Energie wird daher von der Verbindung 88 zum Implantat 10 über die Leitung 104 zugeführt. Wenn die Steuervorrichtung 90 ermittelt, dass die Verbindung 88 fehlt, schaltet die Steuervorrichtung 90 den Schaltarm des Schalters 98 auf die Kontakte 98.2, so dass das Implantat 10 durch die eigene Batterie 16 betrieben wird.
Der voreingestellte Ladungszustand 62, der Sicherheitsbereich 58 und der minimale Batterieladungszustand 60 werden alle als Zahlen in der Steuervorrichtung 90 gespeichert. Die Beziehung zwischen Ladung und Batteriespannung ist nichtlinear, jedoch stabil, so dass sie für die Batterie 16 gemessen werden kann und eine einfache Nachschlagetabelle für Spannungs-Ladungs-Wandlungen wird verwendet. • · · ·· · · f · « · • · · ··· ·· «· ·· • · · · ·· f · « ♦ · • · · · ·· · · » ♦ · - 14 -
Die Steuervorrichtung 90 ermittelt den Beginn des Aufladens der Batterie 16, so dass festgestellt werden kann, wenn der voreingestellte Ladungszustand 62 angepaßt werden muss. Die Steuervorrichtung 90 überwacht die Verbindungsenergie periodisch, beispielsweise einmal pro Minute.
Im Falle der zweiten Ausführungsform der Erfindung wird der Schalter 96 durch eine Schaltanordnung 106 (Fig. 6 der Zeichnungen) ersetzt. Die Schaltanordnung 106 umfasst einen Spannungs-Strom-Wandler 108, der mit einem Stromverstärker und einem Stromspiegel 110 verbunden ist.
Der Wandler 108 umfasst einen Operationsverstärker 112 mit einem Paar Eingängen 112.1 und 112.2. Der Eingang 112.1 ist ein Stromsteuerungseingang. Eine Spannung an dem Stromsteuerungseingang 112.1 verursacht ein Einschalten eines Schalters in Form eines Feldeffekttransistors (FET) 114 durch den Ausgang des Operationsverstärkers 112. Wenn der FET 114 eingeschaltet wird, fließt Strom durch einen ersten Widerstand 116, der mit einer Quelle des FET 114 verbunden ist, bis die Spannungen an den Eingängen 112.1 und 112.2 des Verstärkers gleich sind. Der gesamte durch den ersten Widerstand 116 fließende Strom fließt auch durch einen zweiten Widerstand 118, der mit einem Drain-Anschluß des FET 114 verbunden ist. Dieser induziert eine Spannung am Eingang 120.1 eines Operationsverstärkers 120 des Verstärkers 110. Wenn dies passiert, schaltet der Operationsverstärker 120 einen zweiten Schalter in Form eines FET 122 ein, bis die Spannung quer über einem dritten Widerstand 124 gleich ist, der quer über dem zweiten Widerstand 118 ist. Dies führt zum Auf-laden der Batterie 16.
Der Schaltkreis 106 stellt einen stabilen Ladungsstrom bereit. Wenn geeignete geringe Werte der Widerstände 118 und 124 ausgewählt werden, ermöglicht dies eine Aufladung der Batterie 16 mit nur einer geringen Spannungsdifferenz zwischen der Spannung an der Verbindung 88 und der Batteriespannung 16. Der Ladungsstrom, d.h. die Geschwindigkeit, mit welcher die Batterie 16 auf geladen wird, kann durch Anpassen der am Eingang 112.1 des Operationsverstärkers 112 angelegten Spannung verändert werden. Dies kann durch Verwendung einer analogen Spannung erreicht werden oder durch Steuerung durch eine Digitalzahl erreicht werden, wenn ein Digital-Analog-Wandler verwendet wird.
Wie oben beschrieben, ersetzt der Schaltkreis 106 den • · · · · · · · t · · • · ···· ·· ·· Μ • · · · · · · · ·· · • ·· · · · · · ·· t - 15 -
Schalter 96 in dem System 50 im Falle einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, d.h. wenn die Batterieladungsgeschwindigkeit anstatt des Grades an Batterieladung adjustiert wird.
Im Falle der zweiten Ausführungsform der Erfindung ist eine Überwachung der maximalen Spannung, bis zu welcher sich die Batterie auflädt, nicht notwendig, außer zum Sichersteilen, dass die Batterie nicht überladen wird. Es ist jedoch noch immer notwendig, die minimale Spannung zu messen, so dass die Menge an gelieferter Aufladung gesteuert wird.
Wie oben beschrieben, verwendet das Steuerungssystem 50 eine Rückkopplung, um die Ladungsmenge, welche normalerweise in der Batterie gespeichert wird, zu regeln. Der voreingestellte Ladungszustand 62 oder die Ladungsgeschwindigkeit kann täglich, je nach Fall, angepasst werden. Der Anpassungsgrad muss ermittelt werden. Eine höhere Anpassung würde einer Kreisverstärkung entsprechen. Wenn die Anpassung zu hoch wäre, würde der Stromladungszyklus wegen der geringfügigen Unterschiede bei täglicher Verwendung schwanken. Umgekehrt könnte das System 50 der sich verändernden Batterieeigenschaften nicht nachkommen, wenn die Anpassung zu gering wäre. Da sich Batterieeigenschaften nur langsam verändern, ist nur eine langsame Änderung notwendig.
Eine geringe Anpassung stellt sicher, dass die Ladungszustände eher auf einer durchschnittlichen Verwendung über einen längeren Zeitraum als über einen einzigen Tag basieren, was sich bei Verwendung als abnormal erweisen würde. Typischerweise wird eine stufenweise Adjustierung von etwa 5% des Sicherheitsbereichs 58 als zufriedenstellend angesehen.
Je älter die Batterie 16 wird, desto geringer wird der Si-cherheitsbereich 58. In anderen Worten, nimmt die Zeit ab, welche vom System zum Entladen der Batterie von der Position des Sicherheitsbereichs 58 zu einem Punkt, wo die Batterie vollständig entladen ist, benötigt wird. Im Extremfall ist es möglich, dass die Zeit so kurz sein könnte, dass wenn der Empfänger eine besonders lange Zeit des Betriebs des Geräts durch die externe Batterie hat, die implantierte Batterie 16 versagen könnte und das Implantat 10 aufhören könnte zu arbeiten. Dadurch ist der Sicherheitsbereich 58 selbst anpassbar. Auf den Sicherheitsbereich 58 bezogene Daten sind in den Speicherabbildparametern des Empfängers für das Implantat umfasst.
Der Sicherheitsbereich 58 könnte auch automatisch angepasst • · · ·· · ·· ·· · • · · ··· ·· Μ ·· • · · · · · · f ·· · • · · · · · · · ·· · - 16 - werden. Dies wird durch Charakterisierung der Batterie 16 während des Alterns beeinflusst. Eine Nachschlage tabeile wird erstellt, welche den Sicherheitsbereich 58 für jeden voreingestellten Ladungszustand 62 oder Ladungsgeschwindigkeit, je nach Fall, bereitstellt, so dass, wenn der voreingstellte Ladungszustand oder die Ladungsgeschwindigkeit aktualisiert wird, auch der Sicherheitsbereich 58 aktualisiert wird.
Es kann auch sein, dass die durch den Sicherheitsbereich 58 dargestellte Zeit abhängig von den Bedürfnissen des Empfängers angepasst werden muss. Der Empfänger oder ein Dritter kann die Zeit in Stunden, welche er für den Sicherheitsbereich haben will, angeben. Durch Kenntnis der Batterieeigenschaften, d.h. der Beziehung zwischen der in der Batterie 16 vorhandenen Ladung und der Batteriespannung, und dem Strom, den ein spezifisches Empfängerabbild zieht, ist die Spannung, welche dem Sicherheitsbereich 58, wie vom Empfänger gewünscht, entspricht, in einem elektronischen Speicher des Implantats 10 umfasst. Dieser Wert wird zusammen mit dem Spei eher abbild des Empfängers unter Verwendung von herkömmlichen Implantatprogrammierungstechniken geladen.
Auf eine andere Art der Anpassung des Sicherheitsbereichs wird die Spannung, welche dem Sicherheitsbereich 58 entspricht, durch Aufforderung des Empfängers zur Verwendung des Implantats bis zum Ende des Betriebs in Folge einer vollständigen Entladung der Batterie 16 gemessen. Eine Uhr im Implantat 10 verursacht eine periodische, etwa stündliche, Messung der Batteriespannung und diese wird gespeichert. Aus diesen Daten wird die Spannung, welche dem gewünschten vom Empfänger benötigten Sicherheitsbereich entspricht, ermittelt.
Es sei verstanden, dass, statt einer automatischen Regelung der Ladung der Batterie, die Regelung der Ladung der Batterie manuell bewirkt werden könnte. In solch einem Fall wird die Batteriespannung telemetrisch überwacht und vom Implantat 10 an eine externe Steuerung, wie einem tragbaren Computer oder ein ähnliches Gerät, gemessen. Die externe Steuervorrichtung umfasst einen Betriebsanleitungsdisplay, das der Empfänger zur Beurteilung der Ladungsmenge der Batterie 16 verwenden kann. Die externe Steuervorrichtung umfasst ferner Befehle, welche der Empfänger oder ein Dritter zum Auswählen der Ladungsgeschwindigkeit oder der maximalen Lademenge der Batterie 16 verwenden kann. Das • « · ·· · · · ·· · • · · ··· ·· ·· ·· • · · · · « ·· ·· · • · · · ·· · · · · · - 17 -
System arbeitet auf gleiche Art und Weise wie das automatische SteuerungsSystem, mit der Ausnahme, dass der Empfänger die Anpassung der Ladungsparameter vornehmen muss.
Es ist ein besonderer Vorteil der Erfindung, dass dadurch, dass die Batterie 16 nicht bis zu ihrem maximalen Ladungszustand und nicht mit einer maximalen Ladungsgeschwindigkeit aufgeladen wird, die Lebensdauer der Batterie 16 im Vergleich zu Batterien, welche mit herkömmlichen Ladungsverfahren aufgeladen werden, erheblich verlängert wird. Der Vorteil davon ist, dass die Anzahl wie oft das Implantat 10 zum Batterieaustausch explantiert werden muss, wesentlich verringert wird. Dadurch wird das Trauma des Patienten, der sich einer Operation unterziehen muss, verringert. Verständlicherweise bietet dies, im Besonderen für Empfänger relativ fortgeschrittenen Alters, große Vorteile. Da das Verfahren zur Aufladung der Batterien im Wesentlichen mittels Software durchgeführt wird, wird die Komplexität des Implantats nicht Wesentlich erhöht. Dadurch sollte die Verlässlichkeit des Implantats nicht nachteilig beeinflusst werden.
Der Fachmann erkennt, dass eine Vielzahl an Variationen und/oder Modifikationen an der Erfindung gemäß der Darstellung in besonderen Ausführungsformen vorgenommen werden können, ohne dass von dem Geist oder Rahmen der Erfindung, wie allgemein beschrieben, abgewichen wird. Die vorliegenden Ausführungsformen sollen daher in jeglicher Hinsicht als illustrativ und nicht einschränkend angesehen werden.
Claims (28)
- f f • · · • · • · • · · ·· ·· · • ··· ·· ·· ·· • · · · ·· ·· · - 18 - ANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese, wobei das Verfahren umfasst: Bestimmen einer ersten ladungsbezogenen Batterieeigenschaft; Bestimmen einer zweiten ladungsbezogenen Batterieeigenschaft; Ermitteln des Beginns eines Ladungszyklus der Batterie; und Überwachen, sobald der Ladungszustand der Batterie in Relation zur ersten ladungsbezogenen Batterieeigenschaft steht, wenn der Ladezyklus beginnt, und Adjustieren der zweiten ladungsbezogenen Batterieeigenschaft abhängig von der Beziehung zwischen dem Ladungszustand und der ersten ladungsbezogenen Batterieeigenschaft bei Beginn des Ladezykluses.
- 2. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste ladungsbezogene Batterieeigenschaft eine.vorbestimmte minimale Ladungsmenge, welche in der Batterie enthalten ist, ist.
- 3. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste ladungsbezogene Batterieeigenschaft eine vorbestimmte minimale Ladungsmenge, welche in der Batterie enthalten ist, ist und die zweite ladungsbezogene Batterieeigenschaft ein vorbestimmter Ladungzustand der Batterie ist.
- 4. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der vorbestimmte Ladungzustand geringer ist als eine maximale Batterieladung der Batterie.
- 5. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass, sobald ein Ladezyklus beginnt, das Verfahren ferner die Überwachung des Ladungszustands der Batterie relativ zu der vorbestimmten minimalen Menge an Ladung, welche in der Batterie enthalten ist, umfasst.
- 6. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass, sobald der Ladungszustand, bei welchem das Auf laden beginnt, höher ist als die vorbestimmte minimale Ladungsmenge, welche in der Batterie enthalten ist, das Verfahren ferner die Verringerung des voreingestellten Ladungszustandes umfasst.
- 7. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass, sobald der Ladungszustand, bei welchem das Aufladen beginnt, niedriger ist als die vorbestimmte minimale Ladungsmenge, welche in der Batterie enthalten ist, das Verfahren ferner, wenigstens anfangs, die Erhöhung des voreingestellten Ladungszustandes umfasst.
- 8. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ferner die Einstellung der vorbestimmten minimalen Ladungsmenge, welche in der Batterie enthalten ist, umfasst wird, so dass sie eine Spannung ist, die einer zur Verwendung des Implantats über eine vorbestimmte Zeitperiode benötigten Ladung entspricht.
- 9. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitperiode ein vollständiger Tag ist, beispielsweise eine 24 Stunden Periode.
- 10. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite ladungsbezogene Batterieeigenschaft eine Ladungsgeschwindigkeit der Batterie ist.
- 11. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ferner die Anpassung der Ladungsgeschwindigkeit der Batterie abhängig vom Ladungszustand der - 20 - Batterie relativ zu der vorbestixnmten minimalen Ladungsmenge, welche in der Batterie enthalten ist, umfasst wird.
- 12. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ferner die Erhöhung der Ladungsgeschwindigkeit umfasst wird, sobald der Ladungszustand geringer ist als die vorbestimmte minimale Ladungsmenge.
- 13. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig inplantierbaren Hörprothese nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ferner die Verringerung der Ladungsgeschwindigkeit umfasst wird, sobald der Ladungs zustand höher ist als die vorbestimmte minimale Ladungsmenge.
- 14. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren ferner die Adjustierung der normalerweise in der Batterie gespeicherten Ladungsmenge umfasst.
- 15. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die normalerweise in der Batterie gespeicherte Ladungsmenge unter Verwendung einer Rückkopplungssteuerung angepasst wird.
- 16. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladungsgeschwindigkeit der Batterie unter Verwendung einer Rückkopplungssteuerung adjustiert wird.
- 17. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Anpassungsgrad in Verbindung mit der vorbestimmten minimalen Ladungsmenge der Batterie steht.
- 18. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer - 21 - vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Anpassungsgrad zwischen etwa 1%-10%, im Besonderen zwischen etwa 3%-7% und optimal etwa 5% der vorbestimmten minimalen Ladungsmenge der Batterie ist.
- 19. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass ferner bei der Anpassung der vorbestimmten minimalen Ladungsmenge der Batterie das Altern der Batterie berücksichtigt wird.
- 20. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte minimale Ladungsmenge automatisch angepasst wird.
- 21. Verfahren zur Steuerung der Aufladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren die Erzeugung einer Nachschlagetabelle in einem elektronischen Speicher des Implantats umfasst, welche die vorbestimmte minimale Ladungsmenge, je nach Fall, für jeden voreingestellten Ladungszustand oder die Ladungsgeschwind!gkeit bereitstellt, so dass, wenn der voreingestellte Ladungszustand oder die Ladungsgeschwindigkeit aktualisiert wird, die vorbestimmte minimale Ladungsmenge ebenfalls aktualisiert wird.
- 22. Steuerungssystem zur Regelung der Ladung einer Batterie einer vollständig implantierbaren Hörprothese, wobei das Steuerungssystem umfasst: eine Steuervorrichtung zur Regelung der Ladung einer Batterie, wobei die Steuervorrichtung eine programmierbare Steuervorrichtung ist und Daten umfasst, welche mit einer ersten ladungsbezogenen Batterieeigenschaft und einer zweiten ladungsbezogenen Batterieeigenschaft in Beziehung stehen, und zur Anpassung der zweiten ladungsbezogenen Batterieeigenschaft abhängig davon, wo ein Ladungszustand der Batterie relativ zu der ersten ladungsbezogenen Batterieeigenschaft ist, wenn ein Ladungszyklus beginnt; und eine Schaltanordnung zum Schalten einer Ladungsquelle in • ·· · · · · · ·· · • · · ·♦♦ ·♦ ·· ·· • · ·· · · · · · · · • ·· · · · ·» · · · - *22*- Ladungsverbindung mit der Batterie, wenn ein Aufladen der Batterie notwendig ist.
- 23. Steuerungssystem nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltanordnung ein durch die Steuervorrichtung gesteuerter Schalter ist.
- 24. SteuerungsSystem nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladungsquelle eine Hochfrequenz (HF)-Verbindung umfasst, die, falls notwendig, ein Aufladen der Batterie und/oder Energie an das Implantat bereitstellt.
- 25. SteuerungsSystem nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter zwischen der HF-Verbindung und der Batterie angeordnet ist und unter der Wirkung der Steuervorrichtung geschlossen wird, wenn die Batterie des Implantats eine Aufladung benötigt.
- 26. SteuerungsSystem nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerungssystem einen Analog-Digital-Wandler zum Umwandeln einer Batteriespannung in eine an die Steuervorrichtung weiterzuleitende Zahl umwandelt.
- 27. SteuerungsSystem nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung zur Ermittlung des Aufladens der Batterie vorgesehen ist.
- 28. Steuerungssystem nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Hörprothese ein Innenohrimplantat ist.
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