AT506318A4 - Türe, insbesondere rahmenlose glastüre - Google Patents

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Description


  Die Erfindung betrifft eine Tür gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1. 

  
Bei bekannten derartigen Türen, die im Wesentlichen lediglich das Türblatt umfassen, ergibt sich insbesondere bei Glaspendeltüren das Problem, dass die Drehachse oft nicht exakt mit dem scharnierseitigen Rand des Türblatts zusammenfällt; dies deshalb, weil die Scharniere relativ stabil ausgebildet werden müssen und daher einigen Platz benötigen, sodass die eigentliche Drehachse einige Zentimeter vom scharnierseitigen Rand des Türblatts entfernt ist. Dadurch ergibt sich bei geöffneter Türe zwischen dem scharnierseitigen Rand der Türöffnung und dem entsprechenden Rand des Türblattes ein relativ grosser Spalt, wogegen bei geschlossener Tür dieser Spalt sehr klein ist (er muss nur die unvermeidbaren Toleranzen ausgleichen) .

   Wird nun bei geöffnetem Türblatt in diesen Spalt gegriffen (was besonders Kinder manchmal tun) , so werden die Finger - wenn die Tür geschlossen wird - in dem immer schmäler werdenden Spalt gequetscht. Wenn - wie üblich - ein Türschliesser vorgesehen ist, ergeben sich aufgrund der erforderlichen Schliesskräfte für das Türblatt sehr hohe Klemmkräfte, die zu schweren Verletzungen führen können. Bedingt sind diese hohen Kräfte durch den Umstand, dass das Türblatt auch bei höheren angreifenden Windkräften in der Schliessstellung gehalten werden soll. Wesentlich für die im erwähnten Spalt auftretenden Klemmkräfte sind auch die Hebelverhältnisse, die sich bei einem Türblatt und dessen Halterung ergeben: im scharnierseitigen Spalt sind die Kräfte ganz wesentlich höher als im gegenüberliegenden (schlossseitigen) Spalt.

   Um diese Gefahr zu vermeiden kann man Abdeckungen vorsehen, die jedoch optisch störend wirken. 

  
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Tür der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, bei der die Gefahr des Einklemmens zwischen Türblatt und Rand der Türöffnung sicher vermieden werden kann ("Klemmfreiheit") .  Erfindungsgemäss wird dies durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 erreicht. 

  
Durch die vorgeschlagenen Massnahmen ist es möglich, die Leiste nur mit einer geringen, die Schliesslage der Leiste bestimmenden Kraft zu beaufschlagen. Da die Leiste entsprechend schmal ausgebildet sein kann, genügen geringe Kräfte, um die Leiste in ihrer Schliessstellung zu halten. Wird bei geöffnetem Türblatt in den Spalt zwischen diesem und der Leiste (bzw. zwischen der Leiste und der Türöffnung) gegriffen, so weicht beim Schliessen der Türe die Leiste aus, sodass beim 

  
Schliessen der Türe nur eine geringe Klemmkraft wirksam werden kann (nämlich nur die Klemmkraft der Leiste und nicht die der Türe) . 

  
Es ist dabei gleichgültig, ob die Leiste gemäss Anspruch 2 am Türblatt oder gemäss Anspruch 4 am Rand der Türöffnung gelagert ist. Im Normalfall wird man die Drehachse der Leiste bei der Ausführung nach Anspruch 2 möglichst mit dem Rand des Türblattes zusammenfallen lassen und bei der Ausführung gemäss Anspruch 4 mit dem Rand der Türöffnung. Somit ändert sich nur die Lage des Spaltes: im ersten Fall bildet er sich zwischen der Leiste und der Türöffnung aus, im zweiten Fall zwischen dem Türblatt und der Leiste. Der erfindungsgemässe Effekt ist in beiden Fällen gleich. 

  
Da auf die Leiste wesentlich geringere Kräfte wirken als auf das Türblatt, ist es kein Problem, dass die Drehachse der Leiste relativ genau mit dem Rand des Türblatts bzw. mit dem Rand der Türöffnung übereinstimmt, weil die Scharniere relativ zart dimensioniert werden können; und wenn die Drehachse mit dem Rand genau übereinstimmt, bildet sich in keiner Stellung der Leiste eine Öffnung zwischen der Scharnierseite der Leiste und dem benachbarten Element (Türblatt bzw. Türöffnung) aus, der gross genug wäre, um Finger hineinzustecken; und auf der dem Scharnier der Leiste abgewandten Seite kann die Leiste ja erfindungsgemäss wegschwenken.  Eine erfindungsgemässe Tür mit den Merkmalen des Anspruchs 2 eignet sich besonders für Glastüren, die in einer Glaswand vorgesehen sind, wobei die Türöffnung auch oben von der Glaswand begrenzt ist.

   Bei solchen Türen bringt man sichtbare, metallische Scharniere an, mit denen man gleichzeitig auch die Leiste lagern kann. Die Leiste wird beim Öffnen des Türblattes mitbewegt, und es kann bei geöffnetem Türblatt in den entstandenen Spalt zwischen der Leiste und dem Rand der Türöffnung eingegriffen werden. Beim Schliessen des Türblattes kann allerdings die Leiste gegenüber dem Türblatt verschwenken. Da die Leiste bereits mit einer nur kleinen Kraft in Richtung des Türblattes ausgerichtet gehalten werden kann, ergibt sich im Bereich des Spaltes zwischen der Leiste und der Türöffnung nur eine kleine Klemmkraft, bei der keine Verletzungen zu befürchten sind. 

  
Durch die Massnahmen des Anspruchs 3 kann auf einfache Weise sichergestellt werden, dass zwischen den ineinander eingreifenden Randbereichen des Türblattes und der Leiste nur ein besonders kleiner Spalt verbleibt, in den keinesfalls hineingegriffen werden kann. 

  
Eine erfindungsgemässe Tür gemäss dem Anspruch 4 eignet sich besonders für Türen, die sich im Wesentlichen über die gesamte Raumhöhe erstrecken, wie dies in der AT 501292 B beschrieben ist. Gemäss dieser Schrift erfolgt die Lagerung unsichtbar im Boden und in der Decke, und da ist es schwierig, die Leiste am Türblatt anzulenken. Hier ist es günstiger, wenn die Drehachse der Leiste ortsfest ist, also im Effekt am Rand der Türöffnung festgelegt ist. Dabei können das Türblatt und die Leiste einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweisen, und für die Leiste kann eine analoge Lagerung verwendet werden wie für das Türblatt (siehe die AT 501292 B) .

   Da für die Ausrichtung der Leiste in Schliessstellung nur kleine Kräfte erforderlich sind, ergeben sich auch hier nur kleine Klemmkräfte, wenn bei geöffnetem Türblatt in den Spalt  zwischen diesem und der Leiste eingegriffen wird, da sich die Leiste eben leicht ausschwenken lässt. 

  
Wenn eine Lagerung der Leiste an einem ihrer vertikalen Ränder technisch schwierig ist, dann ist es günstig, die Merkmale des Anspruchs 5 vorzusehen, also die Leiste etwa in ihrer Mitte zu lagern. Damit ergeben sich bei Verschwenken der Leiste zwar zwei Spalte (einer zwischen der Leiste und dem Türblatt, ein anderer zwischen der Leiste und dem Rand der Türöffnung) , aber infolge der geringen Rückstellkraft der Leiste kann man sich nicht verletzen, egal in welchem dieser Spalte man die Finger hat. 

  
Bei allen erfindungsgemässen Türen kann die Leiste aus dem gleichen Material, insbesondere Glas, wie das Türblatt hergestellt sein. Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemässen Tür; Fig. 2 ein Detail der Tür gemäss Fig. 1; Fig. 3 und 4 zeigen schematisch die Stellung des Türblattes zur Leiste in verschiedenen Betriebszuständen; Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Tür; und Fig. 6 zeigt ein Detail der Tür gemäss Fig. 5. 

  
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 sind in einer Glaswand 1 über Beschläge 2 und 3 ein Türblatt 4 und eine Leiste 5 schwenkbar gehalten. Das Türblatt 4 und die Leiste 5 decken gemeinsam eine Türöffnung 6 ab, die oben von einem Teil 7 der Glaswand 1 begrenzt ist. 

  
Die Beschläge 2 und 3 weisen fluchtende, vertikal ausgerichtete Achsstummeln auf, die eine gemeinsame Achse 8 bestimmen, um welche das Türblatt 4 samt der Leiste 5 verschwenkbar ist. Dabei durchsetzt die Achse 8 Ansätze 9, die auch durch Beschlagsteile gebildet sein können, und greift in die Leiste 5 ein. 

  
Wie aus den Fig. 3 und 4 zu erkennen ist, sind die einander zugekehrten vertikalen Ränder der Leiste 5 und des Türblattes  4 kreisbogenförmig konvex bzw. konkav ausgebildet, wobei der Mittelpunkt des kreisbogenförmigen Bereichs des vertikalen Randes der Leiste 5 mit der Achse 8 zusammenfällt und der Randbereich 10 des Türblattes 4 im Wesentlichen gegengleich zum diesem zugekehrten Randbereich 11 der Leiste 5 ausgebildet ist. Dabei greift der Randbereich 11 der Leiste 5 in den Randbereich 10 des Türblattes 4 ein. 

  
In der Schliesslage des Türblattes 4, gegen die dieses mit einer entsprechenden Kraft vorgespannt ist, ist die Leiste 5 mit dem Türblatt 4 ausgerichtet (Fig. 3) . Für diese Ausrichtung genügen sehr kleine Kräfte (verglichen mit der Schliesskraft des Türblatts 4) . Bei geöffnetem Türblatt 4 bildet sich, da sich die Leiste 5 mit dem Türblatt 4 mitbewegt, ein Spalt 12 zwischen dem Rand 13 der Türöffnung 6 und der Leiste 5 aus. Wird in diesen beim Schliessen des Türblattes 4 eingegriffen, so kann die Leiste 5 gegenüber dem Türblatt 4 verschwenken (Fig. 4), wobei sich nur relativ kleine Klemmkräfte ergeben, die zu keiner Verletzung führen können. 

  
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 5 und 6 erstreckt sich das Türblatt 24 in einer Glaswand 21 im Wesentlichen über die gesamte Raumhöhe, wobei Beschläge 22, 23 in die Decke bzw. den Boden eingelegt sind. Bei dem Beschlag 22 handelt es sich im Wesentlichen um eine zapfenartige Aufnahme 30 für einen Ansatz 32 des Türblattes 24, welche Aufnahme 30 in einer napfartigen Halterung 31, die in der Decke eingelassen ist, drehbar gehalten ist. Der im Boden eingelassene Beschlag 23 ist ähnlich aufgebaut, umfasst aber auch einen Schliessmechanismus, der das Türblatt 24 gegen dessen Schliesslage vorspannt . Die Türöffnung 26 erstreckt sich bei dieser Ausführungsform vom Boden bis zur Decke. 

  
Bei dieser Ausführungsform weisen das Türblatt 24 und die Leiste 25 einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf. Dabei verbleibt zwischen dem Türblatt 24 und der Leiste 25  ein kleiner Spalt 41 und zwischen der Leiste 25 und dem Rand der Türöffnung 26 ein Spalt 42. 

  
Die Leiste 25 ist mittels Beschläge 22' und 23' um eine separate Achse 8' verschwenkbar. Dabei ist die Leiste 25 gegen deren Schliesslage mit einer geringen Kraft vorgespannt. 

  
Wird bei geöffnetem Türblatt 24, das unabhängig von der Leiste 25 um eine durch die Beschläge 22, 23 bestimmte vertikale Achse 8 verschwenkbar ist, in den Spalt 41 gegriffen und das Türblatt 24 gegen dessen Schliessstellung bewegt, so kann die Leiste 25 gegen eine nur geringe Kraft verschwenkt werden, wodurch sich nur kleine Klemmkräfte ergeben, bei denen eine Verletzung auszuschliessen ist. Dabei verläuft die Achse 8' beim dargestellten Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 5 und 6 im Wesentlichen mittig in Bezug auf die Leiste 25. Es ist aber auch möglich, diese Achse 8' vom Türblatt 24 abzurücken, sodass sie am rechten Rand der Leiste 25 liegt. In diesem Fall vergrössert sich der Spalt 42 beim Verschwenken der Leiste 25 nicht nennenswert. 

  
Wien, am 

  
- 2. April 2008

Claims (3)

Weihburggasse P stfac i 1 9, - l Ol WI EN, sterreich Telefon: c +43 (1) 512 24 81 / Fax: S+43 (1) 513 76 81 / E-Mail: (c) repatent@aon.at Konto (PSK): 1480 708 BLZ 60000 BIC: OPSKATWW IBAN: AT19 6000 0000 0148 07081 480 708 MM/43735 Claus Weissofner 5622 Goldegg (AT) P a t e n t a n s p r ü c h e :
1. Türe, insbesondere rahmenlose Glastüre, z. B. einer Glaspendel- oder Anschlagtüre, mit einem Türblatt (4, 24) in einer Türöffnung (6, 26) und mit bodenseitigen und deckenseitigen oder seitlichen Scharnieren, die nahe eines vertikalen Randes des montierten Türblattes (4, 24) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem vertikalen Rand des Türblattes (4, 24) an dessen Scharnierseite und dem diesem gegenüberliegenden Rand der Türöffnung (6, 26) ein Spalt vorgesehen ist, der durch eine um eine vertikale Achse (8, 8') verschwenkbare Leiste (5, 25) abgedeckt ist.
2. Türe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die verschwenkbare Leiste (5) am Türblatt (4) gelagert ist.
3. Türe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die verschwenkbare Leiste (5) an dem dem Türblatt (4) zugekehrten vertikalen Randbereich (11) konvex kreisbogenförmig ausgebildet ist und in einen im Wesentlichen gegengleich ausgebildeten konkaven Randbereich (10) des Türblattes (4) eingreift, wobei die Schwenkachse (8) der Leiste (5) den Mittelpunkt des konvexen Randbereichs (11) der Leiste (5) bestimmt und das Türblatt (4) die Leiste (5) mit im oberen und unteren Endbereich des Türblattes (4) angeordneten Ansätzen (9) die Leiste (5) übergreift, welche Ansätze (9) von der gemeinsamen Achse (8) durchsetzt sind. - 2 Türe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die verschwenkbare Leiste (25) am Rand der Türöffnung (26) gelagert ist.
Türe nach Anspruch 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (8') der Leiste (25) im Wesentlichen mittig zur Leiste (25) angeordnet ist.
Wien, am <">2. <>i 2008
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