AT506419B1 - Therapie-, fitness- und/oder spielobjekt und verfahren zur herstellung eines solchen objekts - Google Patents

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AT506419B1
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Peter Michael Simetzberger
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    • A63BAPPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
    • A63B37/00Solid balls; Rigid hollow balls; Marbles
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    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63BAPPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
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Abstract

Bei einem erfindungsgemäßen Massagegegenstand mit stimulierenden Strukturelementen an der Oberfläche sind die Strukturelemente Fasern, Späne oder Stückchen von nachwachsenden pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen, wie Heu, Stroh, Maisstroh, Hanf, Sägespänen, Hobelspänen, Pappestücken, Papierstücken oder Wolle und der Gegenstand ist auch in oberflächenfernen Bereichen aus den Strukturelementen gebildet, die dem Gegenstand Körper und Form verleihen. Zur Herstellung werden die Strukturelemente aus nachwachsenden pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen, wie Heu, Stroh, Maisstroh, Hanf, Sägespänen, Hobelspänen, Pappestücken, Papierstücken oder Wolle, manuell und/oder mit einer Model in Form gebracht und danach durch Trocknen, Pressen und/oder Umwickeln fixiert.

Description

österreichisches Patentamt AT506 419 B1 2012-09-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft einen Massagegegenstand, sowie ein Verfahren für seine Herstellung.
[0002] Bei verschiedensten Massagebehandlungen werden zahlreiche Objekte als Hilfsmittel verwendet um spezielle Reize auszulösen und bestimmte Muskeln anzusprechen. Um die erwünschten Effekte zu erzielen, ist es oft von Vorteil wenn das Objekt in direktem Hautkontakt mit der Person ist, die es benützt bzw. an der es benutzt wird. Die Oberflächenstruktur und das Maß, in dem sich das Objekt durch Muskelkraft zusammendrücken lässt, sind für die zu erzielenden Effekte wesentlich.
[0003] Im Massagebereich wird bei Hautkontakt auf eine sorgfältige Materialwahl geachtet und es werden immer mehr natürliche Materialien bevorzugt. Ferner werden, wenn solche Gegenstände beschädigt sind oder ihre Oberfläche unansehnlich ist, oder wenn sie nicht mehr gebraucht werden, diese weggeworfen. Da sie jedoch meist aus Kunststoff gefertigt sind, sind sie ökologisch bedenklich, da sie einerseits bei der Herstellung viel Energie benötigen und anderseits die Mülldeponien lange Zeit belasten.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es einen Massagegegenstand und ein Verfahren für seine Herstellung zu schaffen, das die vorbeschriebenen Nachteile vermeidet.
[0005] Die Aufgabe wird durch einen Massagegegenstand mit stimulierenden Strukturelementen an der Oberfläche, dessen Strukturelemente Fasern, Späne oder Stückchen von nachwachsenden pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen, wie Heu, Stroh, Maisstroh, Hanf, Sägespänen, Hobelspänen, Pappestücken, Papierstücken oder Wolle sind, gelöst, wobei der Gegenstand auch in oberflächenfernen Bereichen aus den Strukturelementen gebildet ist, die dem Gegenstand Körper und Form verleihen. Unter solchen natürlichen Materialien gibt es eine große Auswahl, so dass jede beliebige Oberflächenstruktur hergestellt werden kann und der Benutzer kommt nur mit natürlichen Materialien in Hautkontakt. Die nachwachsenden Rohstoffe können pflanzlicher Natur wie gewachsen, z.B. ganze Halme, oder beliebig zerkleinert sein. Aber auch Rohstoffe tierischer Natur wie Wolle, Eierschalen oder Wachs sind geeignet.
[0006] Der Gegenstand verrottet zumindest teilweise rasch, bzw. ist er, wenn er wie bevorzugt zu 100 Gew.% aus fasrigem, spanförmigem und/oder stückigem Material aus nachwachsenden Rohstoffen besteht, vollständig kompostierbar.
[0007] Er kann kugel-, Würfel-, quader-, spindel-, scheiben-, kissen-, matten-, walzen-, hantel-, ei- oder ellipsenförmig sein. Die Form und die Größe des Gegenstands richtet sich nach dem gewünschten Massageeffekt. Vor allem können erfindungsgemäße Gegenstände Bälle in allen Größen aber auch körpergerechte Rollen und Kissen sein.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführung können dem Material Kräuter oder andere aromaspendende Pflanzenteile (wie z.B. Bio-Orangenschalen, Blüten, Zimtrinde) beigemengt sein. Diese können zusätzliche Wirkungen erzielen, z.B. beruhigend oder anregend wirken.
[0009] Das Material kann durch ein vorzugsweise aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugtes Bindemittel verbunden sein, das dem Gegenstand mehr oder weniger Festigkeit gibt und es haltbarer macht. Als Bindemittel eignen sich z.B. Leim oder andere Klebstoffe, aber auch harz-und wachsförmige Substanzen.
[0010] Er kann einen Träger für das fasrige, spanförmige und/oder stückige Material enthalten, der vorzugsweise aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt ist. Der Träger kann z.B. aus Holz oder Pappe sein, aber auch aus Styropor oder Kunststoff.
[0011] Er kann an seiner Oberfläche Befestigungsmittel aufweist, die vorzugsweise aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind und den Zusammenhalt verbessern. Als Befestigungsmittel dienen u.a. Fäden, Drähte, Spagat, Netze aus Naturfasern.
[0012] Ferner kann er an seiner Oberfläche eine Beschichtung aufweisen, die vorzugsweise 1 /3 österreichisches Patentamt AT506 419B1 2012-09-15 aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt ist und zur Struktur der Oberfläche beiträgt und/oder eine Schutzfunktion und/oder eine Dekorationsfunktion hat. Eine solche Beschichtung kann aus Wasserglas, Lack oder Leim sein.
[0013] Beim erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines Massagegegenstands mit stimulierenden Strukturelementen an der Oberfläche werden die Strukturelemente aus nachwachsenden pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen, wie Heu, Stroh, Maisstroh, Hanf, Sägespänen, Hobelspänen, Pappestücken, Papierstücken oder Wolle, manuell und/oder mit einer Model in Form gebracht und danach durch Trocknen, Pressen und/oder Umwickeln fixiert.
[0014] Dazu kann das fasrige, spanförmige und/oder stückige Material vor dem Formungsschritt, vorzugsweise durch Mischen, Besprühen oder Bedampfen mit Wasser oder durch Vermischen mit Papiermache, befeuchtet werden.
[0015] Der Formungsschritt kann aus dem Anformen der Strukturelemente an einen Kern bestehen.
[0016] Nach einer Ausführungsform enthält der Fixierungsschritt ein Pressen mit einem Formsieb.
[0017] Schließlich kann nach dem Fixierschritt ein Beschichtungsschritt zur Konservierung, Festigung und/oder Dekoration erfolgen.
[0018] Im Folgenden sollen drei Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben werden.
[0019] Bei einer ersten Ausführungsform wird pflanzliches Material wie Heu oder Stroh nachdem es von Verunreinigungen befreit wurde im trockenen Zustand zu verarbeitungsfähigen Einheiten zusammengefasst und eventuell mit Hilfe von Befeuchtung durch Besprühen bzw. Wasserdampf mit oder ohne Zusätzen in eine vorläufige Form gebracht. Dann wird das Werkstück auf einen drehbaren Dorn gesetzt, der Längsrillen an seiner Oberfläche aufweist. Zur Fixierung wird nun jeweils entlang einer Rille am Dorn ein Naturfaden, eventuell mit Hilfe einer Nadel oder einem ähnlichen Hilfsmittel von oben nach unten durchgezogen und an der Außenseite des Werkstückes in der Gegenrichtung zur nächsten Rille geführt bis das Werkstück die erwünschte Befestigung erhalten hat. Dann können die Enden des Garns beliebig fixiert werden, z.B. mit einander verknotet werden. Die Fadenführung sollte möglichst straff erfolgen und auf eine gestaltgerechte Komprimierung der Form unter Berücksichtigung der zu erzielenden Festigkeit ist zu achten. Zur Optimierung der Form kann das Werkstück zusätzlich mit Modeln zu Beginn und während des Wickelvorganges in die gewünschte Form gepresst werden. Ergänzend kann eine Beschichtung der äußeren Oberfläche mit Leim zur Verfestigung und/oder Lack zur Konservierung und/oder Gestaltung erfolgen. Schließlich wird der Fixierungsschritt durch einen Trockenschritt, durch einfache Lufttrocknung oder mit einem Gebläse und oder einer Wärmequelle abgeschlossen.
[0020] Gemäß einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird dem gesäuberten und zusammengefassten Material Papiermache, vorzugsweise hergestellt aus natürlichen Bindemittel wie Kleister oder Leim und schadstoffarmen Papier, im Zuge der Formgebung von innen und außen beigemengt. Ein zusätzlicher Auftrag an der Oberfläche ist empfehlenswert. Durch ein Formsieb kann bei einer abschließenden Pressung überschüssige Flüssigkeit bei gleichzeitiger Formgebung entfernt werden. Das Trocknen erfolgt wie beim zuvor beschriebenen Beispiel durch einfache Lufttrocknung oder mit einem Gebläse und oder einer Wärmequelle.
[0021] Bei einem dritten Verfahren gemäß der Erfindung wird das natürliche Material zerkleinert und mit Hilfe von Bindemittel auf einem Träger aufgetragen. Das Aufträgen kann durch Andrücken, Aufspachteln, Eintauchen oder über eine Negativform die den Träger umgibt erfolgen. Eine Optimierung der Oberfläche kann durch entsprechende Formsiebe oder durch manuelle Nachbearbeitung im halbtrocknen Zustand erzielt werden. Am Ende der Fixierungsschrittes ist wieder ein Trockenschritt vorgesehen. 2/3
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