AT506424A1 - Presslufthammer - Google Patents

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AT506424A1 AT2292008A AT2292008A AT506424A1 AT 506424 A1 AT506424 A1 AT 506424A1 AT 2292008 A AT2292008 A AT 2292008A AT 2292008 A AT2292008 A AT 2292008A AT 506424 A1 AT506424 A1 AT 506424A1
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Description

Presslufthammer
Die Erfindung betrifft einen Presslufthammer, insbesondere einen handgeführten Presslufthammer, bestehend aus einem Halte- oder Griffteil, einem steuerbaren 5 Druckluft-Einlassventil, einem Zylinder mit einem Schlagkolben, einem Ventilkörper bzw. Steuerkörper zur Druckluft-Wegsteuerung aus einem Druckringraum für einen Schlag- oder Arbeitshub und einem Rückhub des Kolbens sowie einem Schalldämpfer mit Abluftaustrag. 10 Für Druckluftwerkzeuge gibt es eine Vielzahl von Steuerungen zur regelmäßigen Hin- und Herbewegung des Schlagkolbens, wobei sich die Erfindung auf Hämmer mit Lufteinlass-Steuerung über einen Ventilkörper und einem Auslass durch den Hub des Arbeitskolbens bezieht. Mit anderen Worten: Das Öffnen und Schließen des Lufteinlasses erfolgt durch einen einfachen Ventilkörper, der Luftauslass wird durch 15 den Schlagkolben selbst gesteuert freigegeben.
Eine Lufteinlass-Steuerung kann alternativ mittels Flattersteuerung, Vollventilsteuerung und Rohrschiebersteuerung erfolgen. Die Erfindung basiert auf der Verwendung einer Flattersteuerung, bei welcher ein Ventilkörper zwischen zwei 20 Sitzen hin- und hergeworfen wird und dabei abwechselnd die eine oder die andere Seite des Zylinders mit Druckluft beaufschlagt und die entgegengesetzte Seite abschließt.
Eine Flattersteuerung kann mit einem kugel-, klappen-, scheiben- oder platten- sowie 25 ringförmigen Ventilkörper ausgeführt sein, wobei eine für den Rückhub dienende Druckleitung zumeist als Bohrung im Zylinder bzw. in der Zylinderwand ausgebildet ist.
Presslufthämmer nach dem Stand der Technik können bei schlechter Wartung, einer 3o unzureichenden Pressluftgüte wegen sowie bei niedrigen Temperaturen Probleme auch mit der Flattersteuenmg bekommen, die gegebenenfalls einen Anlauf des Hammers erschweren oder zu Prellschlägen führen. Als weitere Nachteile der herkömmlichen, insbesondere handgeführten Hämmer sind deren großes Gewicht, -l- • · • · deren aufwändige Wartung und der hohe Aufwand bei der Herstellung derselben anzumerken.
Hier will die Erfindung die Nachteile der bisherigen Ausführungsformen vermeiden 5 und setzt sich zum Ziel, eine neue Konzeption eines Presslufthammers zu schäften, mittels welcher gleichzeitig eine einfache und sichere Flattersteuerung bei vorteilhafter Pressluftführung, ein geringes Gewicht des Hammers und eine hohe Wirtschaftlichkeit sowie Servicefreundlichkeit voriiegen. 10 Dieses Ziel wird bei einem Presslufthammer, insbesondere einen handgeführten Presslufthammer der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass der Ventilkörper bzw. Steuerkörper zum Öffnen und Schließen der Lufteinlässe für eine Beaufschlagung des Kolbens mit Druckluft im Zylinder rohrförmig als Ring ausgebildet ist und die jeweiligen Lufteinlässe im Wesentlichen senkrecht zur i5 Bewegungsachse des Kolbens in einer Richtung einander gegenüberliegend im Zylinder und im Halte- bzw. Griffkörper angeordnet sind.
Die mit der Erfindung erreichten Vorteile sind im Wesentlichen im neuen System begründet, wobei die Komponenten in vorteilhafter Weise aufeinander abgestimmt 2o sind. Eingangsseitig betrifft dies den Steuerkörper für ein öffnen und Schließen der Lufteinlässe im Zusammenwirken mit einer konstruktiven Ausbildung der Druckluftführung. Ein Steuerkörper, ausgeführt als rohrförmiger Ring, ist stimseltig zwischen Zylinder und Griffkörper in einem Ventilraum bewegbar geführt und verfügt über Verbindungsmittel im Führungsbereich. Von dem mit Druckluft 25 beaufschlagbaren Ringraum sind einander gegenüberliegend ein Lufteinlass in den Zylinder zur Beaufschlagung des Kolbens für den Schlaghub einerseits und andererseits eine Zuleitung in ein Rohrsystem im Griffkörper, weiches letztlich zur Rückhuberstellung dient, angeordnet. Eine derartige Umsteuereinrichtung für die Druckluftführung ist besonders betriebssicher und von großem gasströmungs ~ 30 kinetischem Vorteil.
Eine konstruktiv besonders günstige Form mit hoher Betriebssicherheit und Funktionsstabilität des Steuerkörpers liegt vor, wenn der rohrförmige Ventilkörper bzw. Steuerkörper zumindest auf einer der Stirnseiten in Rohraxrichtung -2-
Vertiefungen bzw. Ausnehmungen als Verbindungsmittel zum Druckringraum aufweist.
Besondere Vorteile hinsichtlich eines geringeren Gewichts des Hammers sind 5 erreichbar, wenn der Zylinder für den Schlagkolben eine im Wesentlichen axsymmetrische Wanddicke frei von Längsbohrungen aufweist.
In dieser Ausführungsförm muss der Zylinder, besser gesagt die Zylinderwandstärke lediglich entsprechend der mechanischen Beanspruchung ausgelegt werden, 10 wodurch eine geringe Wanddicke und somit eine im Vergleich mit dem Stand der Technik Gewichtsreduktion des Hammers in günstiger Weise möglich ist.
Nach einer höchst vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Schalldämpfer für den Abluftaustrag mit dem Halte- bzw. Griffkörper und mit i5 dem Zylinder in Wirkverbindung steht und integriert ein Druckluftleitmittel zur Beaufschlagung des Kolbens für den Rückhub hat. Derart wird nicht nur eine wirtschaftliche Fertigung und hohe Servicefreundlichkeit des Hammers erreicht, sondern es sind damit auch Gewichtseinsparungen und eine verbesserte Schalldämmung möglich. 20
Wenn weiters der Schalldämpfer aus technischen Polyurethan (TPU) gebildet ist, und die Verbindungen mit dem Halte- oder Griffkörper und mit dem Zylinder sowie die Verbindung des Druckluftleitmittels als Steckverbindungen ausgebildet sind, kann die Schalldämpfung weiters intensiviert und eine Montage und/oder Demontage 25 wesentlich erleichtert und mit hoher Wirtschaftlichkeit durchgeführt werden.
Im Folgenden soll die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden Zeichnungen näher erläutert werden.
Es zeigt: 3o Fig. 1 einen handgeführten Presslufthammer (A) im Schnitt
Fig. 2 Schnittdarstellung ((AA) aus Fig. 1) senkrecht zur Axe im Bereich des Ventilkörpers
Fig. 3 Schnittdarstellung gern. Fig. 2 in Axrichtung -3- ·· ·· I · · « ► · · ι ·· ·· ··#· ·« • · · · ·♦ • · • · ♦ • · # • ··♦· Für eine vereinfachte Zuordnung der Teile in den Figuren kann die nachfolgende Bezugszeichenliste dienen: A Presslufthammer 1 Kolben 5 2 Zylinder 21 Lufteinlass in den Zylinder 3 Griffkörper 31 Lufteinlass in das Leitmittel im Griffkörper 32 Druckraum io 4 Ventilkörper 41 Verbindungsmittel im Ventilkörper 5 Steckverbundteil 51 Druckluftleitmittel 6 Schalldämpfer i5 61 Abluftaustrag
Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Presslufthammer A mit in Schlagrichtung federnden Haltegriffen zur Vibrationsverringerung. 20 Ein Schlagkolben 1 ist in einem Zylinder 2 positioniert, welcher Zylinder 2 eine im Wesentlichen ^symmetrische, geringe Wandstärke ohne axiale Bohrung hat. Ein aus Stahl gebildeter Zylinder 2 ist bei einer derartigen Ausfuhrungsform wirtschaftlich, beispielsweise durch Drehen und durch radiales Bohren, herstellbar und kann geringes Gewicht aufweisen. 25
Mit einem vorstehend beschriebenen Zylinder 2 ist ein Griffkörper 3 verbunden, weicherein steuerbares Drucklufteinlassventil, gegebenenfalls ein mittels Betätigungsmittel an einem Handgriff schaltbares Kugelventil hat und eine Pressluftzuführung zu einem Druckraum 32, gebildet durch Griffkörper 3 und Zylinder 30 2, aufweist.
Im Zylinder 2 Ist endenseitig im Bereich der Ausgangsposition für den Schlaghub des Kolbens 1 ein Lufteinlass 21 durch eine radiale Bohrung gebildet, welcher bzw. welche durch einen nohrförmigen Ventilkörper 4 verschließbar ist. In einem mit dem -4-
Zylinder 2 in Verbindung stehenden Griffkörper 3 ist in radialer Richtung, nach einem Ventilkörper 4 eine Bohrung gleichgerichtet mit jener 21 in der Zylinderwand, also radial, weitergeführt und dient als Lufteinlass in ein Leitmittel 31 im Griffkörper 3. 5 Im Griffkörper 3 erfolgt durch eine in das Leitmittel 31 mündende, axiale Bohrung eine Umleitung von Druckluft für einen Rückhub vom Kolben 1, wobei in der Bohrung ein Steckverbundteil 5 eingebracht ist, welches Teil 5 einen Kanal als Druckluftleitmittel 51 aufweist. io Gegenüberliegend ist das Steckverbundteil 5 in einen PTU-Schalldämpfer 6 einragend positioniert, in welchem eine Druckluftleitung zu den Einlassen für einen Rückhub im Zylinder 2 weiteigeführt ist.
Der Zusammenbau der Teile erfolgt im Wesentlichen in einem ersten Schritt durch i5 Einschieben eines Zylinders 2 mit eingelegtem Ventilkörper 4 und Kolben 1 in ein vormontiertes Griffteil 3, weiches mit einem Steckverbundteil 5 versehen ist. Im Folgeschritt sind Sicherungsmittel einzusetzen, sowie ein Schalldämpfer 6 aufzuschieben und zu einem Einrasten zu bringen. 20 Bei einer Demontage für Servicearbeiten oder einer Reinigung eines erfindungsgemäßen Presslufthammers können nach Überwindung von Einrastmittel oder Lösung von Sicherungsmittel in einfacher Weise der PTU-Schalldämpfer 6 vom Griffkörper 3 mit einem Steckverbundteil 5 abgezogen und Zylinder 2 und Griffkörper 3 schiebend getrennt werden, sodass der Ventilkörper 4 und die 25 Umsteuerkomponenten 21,31 freiliegen.
Fig. 2 ist ein Schnitt AA eines Presslufthammers A gemäß Fig. 1 senkrecht zur Hammeriängsaxe im Bereich einer Ventilsteuerung prinzipiell dargestellt. 30 Im Endenbereich bildet ein einspringender Absatz in einem Zylinder 2 einen
Freiraum bzw. Ventilraum zwischen Zylinder 2 und einem Griffkörper 3, in welchem Ventilraum ein Ventilkörper 4 radial verschiebbar angeordnet ist. -5- ·· • · · • · · • · · • · · ·· ·· ·· ·· Μ· ···· ·· ·« f · · · · • · ·· • · · · • · · · ♦ #··· ··
In radialer Richtung mit gleicher Axe sind im Ventilraumbereich als Lufteinlass 21 im Zylinder 2 und als Lufteinlass 31 in den Griffkörper 3 Bohrungen vorgesehen.
Bei einer radialen Verschiebung eines Ventilkörpers 4 mit einem Außendurchmesser 5 kleiner/gleich dem Außendurchmesser der Ausnehmung im Ventilraum zum Griffkörper 3 hin und einem Innendurchmesser größer/gleich dem Außendurchmesser des Zylinders 2 im Ventilraum können durch diesen alternativ die Lufteinlasse 21 bzw. 31 in den Zylinder 2 oder in den Griffkörper 3 geschlossen bzw. geöffnet werden. 10
Wie Fig. 3 in einem axialgeführten Schnitt im Bereich der Lufteinlässe 21,31 zeigt, ist unmittelbar unter dem Ventiiraum und mit diesem verbunden ein Druckraum 32 durch radiale Ausnehmungen von Zylinder 2 und Griffkörper 3 gebildet. i5 Ein rohrförmiger Ventilkörper 4 hat in Rohraxrichtung Ausnehmungen an mehreren Stellen, sodass trotz stimseitigem Anliegen an einer Radialteilfläche des Zylinders 2 jeweils ein Verbindungsmittel 41 zum Druckraum 32 gegeben Ist, welcher Druckraum 32 mit einer steuerbaren Pressluftzuleitung (Fig. 1) in Verbindung steht. -6-

Claims (5)

  1. r ·· ·· • · · « » · · « • · · « » · · · #· ·· ···· < • · ♦ « ·· • ·· • · « •04 0000 ·· 4 Patentansprüche 1. Presslufthammer (A), insbesondere handgeführter Presslufthammer, bestehend aus einem Halte- oder Griffteil, einem steuerbaren Druckluft-Einlassventil, einem 5 Zylinder mit einem Schlagkolben, einem Ventilkörper bzw. Steuerkörper zur Druckluft-Wegeteuerung aus einem Druckringraum für einen Schlag- oder Arbeitshub und einen Rückhub des Kolbens sowie einem Schalldämpfer mit Abluftauetrag, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (4) bzw. Steuerkörper zum öffnen und Schließen der Lufteinlässe (21,31) für eine Beaufschlagung des Kolbens (1) im io Zylinder (2) mit Druckluft rohrförmig als Ring ausgebildet ist und die jeweiligen Lufteinlässe (21,31) im Wesentlichen senkrecht zur Bewegungsachse (X) des Kolbens (1) in einer Richtung einander gegenüberliegend im Zylinder (2) und im Halte- bzw. Griffkörper (3) angeordnet sind. i5
  2. 2. Presslufthammer (A) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass der rohrförmige Ventilkörper bzw. Steuerkörper (4) zumindest auf einer der Stirnseiten in Rohraxrichtung Vertiefungen bzw. Ausnehmungen als Verbindungsmittel (41) zum Dmckringraum (32) aufweist.
  3. 3. Presslufthammer (A) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet dass der Zylinder (2) für den Schlagkolben (1) eine im Wesentlichen axsymmetrische Wanddicke frei von Längsbohrungen aufweist.
  4. 4. Presslufthammer (A) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch 25 gekennzeichnet dass der Schalldämpfer (6) für den Abluftauetrag mit dem Halte-bzw. Griffkörper (3) und mit dem Zylinder (2) in Wirkverbindung steht und ein Druckluftleitmittel (51) zur Beaufschlagung des Kolbens (1) für den Rückhub aufweist.
  5. 5. Presslufthammer (A) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet dass der Schalldämpfer (6) aus technischen Polyurethan (TPU) gebildet ist und dass die Verbindungen mit dem Halte- oder Griffkörper (3) und mit dem Zylinder (2) sowie die Verbindung des Druckluftleitmittels (52) als Steckverbindungen ausgebildet sind. 35 _7. 11 Feä>. 2008
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