AT506558A1 - Lafette für ein bohr- oder ankersetzgerät - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lafette für ein Bohr- oder Ankersetzgerät, mit einem länglichen Ausleger und einer in Längsrichtung des Auslegers verschiebbar geführten Vorschubeinheit, an welcher ein Bohr- oder Ankersetzgerät befestigbar ist, wobei eine Antriebseinheit zum Verschieben der Vorschubeinheit vorgesehen ist. Eine derartige Lafette geht beispielsweise aus der DE 102 24 906 A1 hervor. Diese Schrift lehrt eine Lafette, welche auf einem teleskopierbaren Lafettenrahmen angeordnet ist. Sowohl für das Ausfahren der Teleskopeinheit als auch zum Bewegen der Vorschubeinheit sind jeweils eigene Antriebseinheiten sowie Klemmvorrichtungen vorgesehen, was die Konstruktion relativ aufwändig und kostspielig macht. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine gattungsgemässe Lafette derart weiterzuentwickeln, dass sie zwar einerseits auf einfache Art und Weise auf unterschiedliche Platzverhältnisse einstellbar ist, jedoch andererseits diese Einstellbarkeit auf einfachere konstruktive Weise verwirklicht ist, bzw. die Lafette nicht für spezielle Platzverhältnisse umgebaut werden muss. Diese Aufgabe wird durch eine Lafette mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Durch das Vorsehen einer gemeinsamen Antriebseinheit zum Verschieben der wenigstens einen Auslegerveriängerung und der Vorschubeinheit verringert sich der Konstruktionsaufwand, da eine gesonderte Antriebseinheit für die Vorschubeinheit entfallen kann. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert. Während es beispielsweise denkbar ist, die Vorschubeinheit lösbar mit der wenigstens einen Auslegerveriängerung zu koppeln, genügt es doch meist, die Vorschubeinheit fest mit der Auslegerveriängerung zu verbinden. In diesem Fall wird ein Verschieben der Vorschubeinheit nur dann bewirkt, wenn es zu einer entsprechenden Verschiebung der Auslegerveriängerung kommt. Schutz wird auch begehrt für eine Lafette für ein Bohr- oder Ankersetzgerät mit einem länglichen Ausleger und einer in Längsrichtung des Auslegers verschiebbar geführten Vorschubeinheit, an welcher ein Bohr- oder Ankersetzgerät befestigbar ist, welche sich durch 63687 -36/fr wenigstens zwei ein- und ausschiebbar gelagerte Auslegerverlängerungen auszeichnet, wobei die Vorschubeinheit mit der am weitesten ausschiebbaren Auslegerveriängerung koppelbar oder gekoppelt ist und wobei wenigstens zwei mit Hydrauliköl beaufschlagbare, doppeltwirkende Kolben-Zylinder-Einheiten vorgesehen sind, wobei eine der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten eine Relatiwerschiebung zwischen dem Ausleger und wenigstens einer der Auslegerverlängerungen bewirkt und die andere der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten eine Relativverschiebung zwischen den Auslegerverlängerungen bewirkt. Durch eine derartige Lafette wird eine flexiblere Anpassbarkeit an die Platzverhältnisse und eine geringe Transportgrösse erreicht, da die Grundbaulänge mit der Anzahl an Auslegerverlängerungen abnimmt. Das Vorsehen von wenigstens zwei Kolben-ZylinderEinheiten an Stelle einer einzigen teleskopischen Kolben-Zylinder-Einheit, welche nur mit der am weitesten ausschiebbaren Auslegerveriängerung gekoppelt wäre, hat den Vorteil, dass eine die unterschiedlichen Ausfahrgeschwindigkeiten der Teleskopstufen (aufgrund der unterschiedlichen Kolbenflächen) ausregelnde Elektronik entfallen kann. Durch den Einsatz von wenigstens zwei doppeltwirkenden Kolben-Zylinder-Einheiten ist eine gleichmässige Ausschieb- bzw. Einschiebgeschwindigkeit der Vorschubeinheit ohne elektronische Regelung erzielbar, wie noch näher erläutert werden wird. Besonders bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass die Verschiebung der Auslegerverlängerungen begrenzende Anschläge in den Kolben-Zylinder-Einheiten selbst ausgebildet sind, wodurch die Notwendigkeit externer Anschläge für die Auslegerverlängerungen entfällt. Will man eine aufwändige elektronische Regelung des Ausschiebens bzw. Einschiebens der Auslegerverlängerungen verhindern, so sollte vorgesehen sein, dass eine der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten in Ausschieberichtung der Auslegerverlängerungen stärker ist und die andere der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten in Einschieberichtung der Auslegerverlängerungen stärker ist, gegebenenfalls unter Berücksichtigung einer ein Eigengewicht der Auslegerveriängerung samt montiertem Bohr- oder Ankersetzgerät kompensierenden Kompensationsvorrichtung. Der relative Kraftunterschied sollte vorzugsweise aber nur sehr gering sein. Beispielsweise kann eine Kräftedifferenz von bis zu 10 %, zum Beispiel 1 bis 6 % (auf Basis der kleineren Kraft) genügen. Der Kraftunterschied kann dabei für die Ausschiebe- und Einschieberichtung unterschiedlich gross sein und zum < 3 Beispiel ca. 5 % für die Ausschieberichtung und/oder ca. 2 % für die Einschieberichtung betragen. Besonders leicht lässt sich dies unter Beibehaltung von im Wesentlichen gleichen Öldrucken in den einzelnen Kammern der Kolben-Zylinder-Einheiten erreichen, wenn die relative Stärke in den beiden Verschieberichtungen der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten über die relativen Flächen der Kolben und der stangenseitigen Ringflächen vorgegeben ist. Eine besonders einfache Bauweise der Lafette ergibt sich, wenn vorgesehen ist, dass die Kolbenseiten und die Stangenseiten der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten durch Ölleitungen verbunden sind. Zur Vermeidung von Schläuchen kann dabei besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Zu- und/oder Abfuhr von Hydrauliköl in wenigstens eine der Kammern der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten über wenigstens eine in einer Kolbenstange der entsprechenden Kolben-Zylinder-Einheit angeordnete Ölleitungen erfolgt. Zur Kompensation des Eigengewichts der Auslegerveriängerungen und/oder der Vorschubeinheit und/oder eines Bohr- oder Ankersetzgeräts kann eine Kompensationsvorrichtung, vorzugsweise ein Druckbegrenzungsventil bzw. Überströmventil, vorgesehen sein. Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der Figuren sowie der dazugehörigen Figurenbeschreibung. Dabei zeigen: Fig. 1a, 1b eine Schemadarstellung einer erfindungsgemässen Lafette in einem voll eingeschobenen bzw. ausgeschobenen Zustand, Fig. 2a, 2b, 2c schematische Schnittdarstellungen der in Fig. 1 dargestellten Lafette in verschiedenen Stadien des Ausschubvorganges, Fig. 3a, 3b schematische Schnittdarstellungen zu zwei Stadien eines Einziehvorgangs einer Lafette, bei der es zu unerwünschten Bewegungen der Vorschubeinheit kommt, Fig. 4 eine schematische Schnittdarstellung einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Antriebseinheit einer Lafette, Fig. 5a, 5b eine schematische symbolische Darstellung der hydraulischen Verschaltung der Kolben-Zylinder-Einheit bzw. eine lagerichtige Darstellung, Fig. 6a, 6b, 6c weitere schematische symbolische Darstellungen der hydraulischen Verschaltungen weiterer Ausführungsbeispieie, Fig. 7 eine Explosionsdarstellung einer erfindungsgemässen Lafette und Fig. 8a, 8b die in Fig. 7 dargestellte Lafette im ausgefahrenen bzw. eingefahrenen Zustand. Fig. 1a zeigt schematisch eine Lafette 1, welche zur verschiebbaren Lagerung eines Bohroder Ankersetzgeräts 6 (hier Bohrgerät 6) dient. Das Bohrgerät 6 weist dabei einen beispielsweise drei Meter langen Bohrer 7 auf, welcher in einer Führung 8 der Lafette 1 geführt ist. Das Bohrgerät 6 ist auf einem Tisch einer Vorschubeinheit 5 in Längsrichtung des Auslegers 2 der Lafette 1 verschiebbar geführt. Das Bohrgerät 6 ist hier über Bolzen mit dem Tisch der Vorschubeinheit 5 verbunden. Die Vorschubeinheit 5 kann eine Vielzahl von Befestigungsstellen aufweisen, damit eine höhere Flexibilität der Lagerung des Bohr- oder Ankerstetzgerätes 6 an der Vorschubeinheit 5 erzielt werden kann. Fig. 1b zeigt die Situation kurz vor Beginn des Bohrvorgangs. Die beiden Auslegerveriängerungen 3, 4 wurden maximal aus dem Ausleger 2 herausgeschoben. Die Vorschubeinheit 5 und damit das Bohrgerät 6 befinden sich in ihrer maximal ausgeschobenen Position. Nunmehr kann der Bohrvorgang beginnen. Zur Erzielung eines Bohrvorschubs werden die Auslegerveriängerungen 3, 4 und damit die Vorschubeinheit 5 gemeinsam mit dem Bohrgerät 6 wieder in Richtung des Auslegers 2 bewegt. Dies geschieht über eine in den nachfolgenden Figuren genauer dargestellte Antriebseinheit 9. Dabei kann es je nach Dimensionierung der durch das Hydrauliköl beaufschlagten Wirkflächen zuerst zu einem gemeinsamen Verschieben der Auslegerveriängerungen 3, 4 in Richtung des Auslegers 2 (ohne Relativverschiebung zwischen den Auslegerveriängerungen 3, 4) kommen, wobei erst nach dem Einschieben der Auslegerveriängerung 3 in den Ausleger 2 die Auslegerveriängerung 4 in die Auslegerveriängerung 3 und damit den Ausleger 2 einfährt. Alternativ kann es auch bei einer anderen Dimensionierung zuerst zu einem Einschub der Auslegerveriängerung 4 in die Auslegerveriängerung 3, gefolgt von einem gemeinsamen Einschub der Auslegerveriängerungen 3,4 in den Ausleger 2 kommen. Dies wird anhand der nachstehenden Erläuterungen verständlich. Der konkrete bauliche Aufbau eines erfindungsgemässen Ausführungsbeispiels geht aus den Fig. 7, 8a, 8b hervor. Fig. 2a zeigt schematisch den teleskopischen Aufbau einer erfindungsgemässen Lafette 1, wobei zwei Auslegerveriängerungen 3, 4 im Wesentlichen vollständig in den Ausleger 2 eingeschoben sind und vor allem den Aufbau der Antriebseinheit. Der besseren Erkennbarkeit halber ist die mittlere Auslegerveriängerung 3 strichliert angedeutet. Die am weitesten ausfahrbare (innerste) Auslegerveriängerung 4 wurde strichpunktiert dargestellt. Von besonderem Interesse sind nun der Aufbau sowie die Befestigung der einzelnen Komponenten der Antriebseinheit 9. In diesem - besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Antriebseinheit 9 als Zylinderpaket umfassend drei KolbenZylinder-Einheiten ausgebildet. Die Antriebseinheit 9 wird natürlich durch einen in den Figuren nicht näher dargestellten, weil zum Stand der Technik gehörigen, Hydraulikblock, der eine Ölpumpe zur Förderung von Hydrauliköl sowie einen Öltank zur Entnahme bzw. Rückführung von Hydrauliköl aufweist, versorgt. In diesem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel weist das Zylinderpaket eine zentrale Kolben-Zylinder-Einheit auf, die ihrerseits einen Zylinder 10, einen Kolben 14 sowie eine Kolbenstange 13 umfasst. Beidseitig (symmetrisch) dieser Kolben-Zylinder-Einheit sind zwei weitere Kolben-Zylinder-Einheiten angeordnet, welche jeweils Zylinder 11, 12, Kolben 16 und Kolbenstangen 15 aufweisen. Die beiden Zylinder 11, 12 sind mit dem zentralen Zylinder 10 verbunden. Die Zylinderstange 13 ist an ihrem freien Ende am Fuss des Auslegers 2 befestigt. Die Zylinderstangen 15 der beiden seitlichen Kolben-Zylinder-Einheiten sind mit ihren freien Enden an der innersten Auslegerveriängerung 4 befestigt. Zusätzlich sind die Zylinder 11, 12 über Befestigungen 17 mit der mittleren Auslegerveriängerung 3 (aber nicht mit der innersten Auslegerveriängerung 4 - siehe zum Beispiel Fig. 2c) verbunden. Alle Befestigungen können als Schweissverbindungen ausgeführt sein. Durch die gewählte Art der Befestigung der einzelnen Kolben-Zylinder-Einheiten bleibt der Kolben 14 der zentralen Kolben-Zylinder-Einheit in Bezug auf den Ausleger 2 stets ortsfest. Der Zylinder 10 sowie die Zylinder 11 und 12, die Kolben 16 und die Kolbenstangen 15 können sich natürlich relativ zum Ausleger 2 bewegen. Eine Relativbewegung zwischen den Kolben 16 samt der Kolbenstangen 15 und den Zylindern 11 und 12 resultiert in einer entsprechenden Relativbewegung der Auslegerveriängerungen 3 und 4. Zum Ausfahren der Auslegerveriängerungen 3, 4 wird zuerst Hydrauliköl in die kolbenseitige Kammer 10a der mittleren (zentralen, inneren) Kolben-Zylinder-Einheit gepumpt (alle Kammern des Zylinderpakets sind natürlich bereits vollständig mit Hydrauliköl gefüllt). Obwohl dies in den Fig. 2a bis 2c nicht erkennbar ist (siehe aber die schematische Darstellung der Fig. 5a und die lagerichtige Darstellung der Fig. 5b), steht die kolbenseitige Kammer 10a der inneren Kolben-Zylinder-Einheit über nicht dargestellte Ölleitungen in Verbindung mit den kolbenseitigen Kammern 11a, 12a der äusseren Kolben-ZylinderEinheiten. Entsprechendes gilt für die stangenseitige Kammer 10b der inneren KolbenZylinder-Einheit und die stangenseitigen Kammern 11b, 12b der äusseren Kolben-ZylinderEinheiten. Wie aus Fig. 5b hervorgeht, kann vorgesehen sein, dass die Zu- und Abfuhr von Hydrauliköl zur zentralen Kolben-Zylinder-Einheit über die hohl ausgeführte Zylinderstange 13 und einer in dieser angeordnete Leitung erfolgt. Bei der in den Fig. 2a bis 2c besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist (siehe Fig. 4) die Fläche A des Kolbens 14 etwas grösser ausgebildet als die Summe der beiden Flächen B der Kolben 16. Konkret kann beispielsweise der Durchmesser des Kolben 14 ca. 90 mm betragen, während der Durchmesser der Zylinderstange 13 ca. 60 mm beträgt. Dies ergibt bei einer Beaufschlagung mit einem Öldruck von 205 bar eine auf die Fläche A einwirkende Kraft von 127810 N. Der Durchmesser der Kolben 16 kann hingegen jeweils beispielsweise 63 mm betragen bei einem Durchmesser der Zylinderstangen 15 von jeweils 40 mm. Dabei ergibt sich insgesamt (die seitlichen Kolben-Zylinder-Einheiten sind ja doppelt vorhanden) bei einer Beaufschlagung mit einem Öldruck von 205 bar eine auf die Flächen B einwirkende Kraft von 125 360 N. Da die über die Fläche A auf den Kolben 14 einwirkende Kraft um ca. 2 450 N grösser ist, bewirkt das Einpumpen von Hydrauliköl in die Kammer 10a, dass sich über die der auf die Fläche A wirkenden Kraft entgegengesetzte Reaktionskraft der Zylinder 10 und damit die mit dem Zylinder 10 verbundenen Zylinder 11, 12 in die in Fig. 2c dargestellte Position bewegen. Dies führt zu einem gemeinsamen Ausfahren der Auslegerveriängerungen 3, 4 aus dem Ausleger 2. Wie in Fig. 2b dargestellt, bewirkt das in die Kammer 10a eingepumpte Öl ausschliesslich ein Verfahren des Zylinders 10, so lange, bis der Kolben 14 zur Anlage an der stangenseitigen Stirnfläche des Zylinders 10 kommt, ohne dass hiermit eine Bewegung der Kolben 16 der seitlich angeordneten Kolben-ZylinderEinheiten in den jeweiligen Zylindern 11, 12 verbunden wäre. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Kolben 14 der zentralen Kolben-Zylinder-Einheit auf Grund der oben beschriebenen Massnahme dem Hydrauliköl mehr Kraft als die beiden Kolben 16 der seitlich angeordneten Kolben-Zylinder-Einheiten entwickelt. Dafür werden bei dieser Bauweise keine Ventile oder dergleichen benötigt. Vernachlässigt man für das Erste Massnahmen, welche zur Kompensation des Eigengewichts der Auslegerveriängerungen 3, 4 und der Vorschubeinheit sowie gegebenenfalls eines Bohr- oder Ankersetzgeräts 6 notwendig sein können, beiseite, so sind die Öldrücke während des Ausschiebens in allen kolbenseitigen Kammern 10a, 11a, 12a gleich, weil, wie bereits ausgeführt, die einzelnen Kammern 10a, 11a, 12a über Leitungen kommunizierend miteinander verbunden sind. Es wird nun so lange Hydrauliköl in die Kolbenseite 10a der zentralen Kolben-Zylinder-Einheit gepumpt, bis der Kolben 14 auf Anschlag ist. Auch anschliessend wird noch Hydrauliköl in die Kammer 10a gepumpt. Der Kolben 14 kann aber nicht mehr verfahren, da er ja auf Anschlag liegt. Dies hat zur Folge, dass das nunmehr zusätzlich eingepumpte Hydrauliköl über die angesprochenen Verbindungsleitungen zwischen der Kolbenseite 10a der zentralen Kolben-Zylinder-Einheit und den Kolbenseiten 11a, 12a der seitlich angeordneten Kolben-Zylinder-Einheiten in die Kobenseiten 11a, 12a einströmt und somit die Kolben 16 der seitlichen Kolben-ZylinderEinheiten verfährt. Man gelangt so in die in Fig. 2c dargestellte Lage, bei der die beiden Auslegerveriängerungen 3, 4 voll ausgefahren sind. In dieser Position befinden sich alle Kolben 14, 16 auf Anschlag. Bisher hat die oben diskutierte Massnahme, die Fläche A des Kolbens 14 der zentralen Kolben-Zylinder-Einheit etwas grösser zu machen als die Summe der Flächen B der Kolben 16 der seitlich angeordneten Kolben-Zylinder-Einheiten, nur bewirkt, dass zuerst der Kolben 14 der zentralen Kolben-Zylinder-Einheit ausfährt und auf Anschlag fährt und erst nachdem der Kolben 14 auf Anschlag gefahren ist, die Kolben 16 der seitlichen Kolben-ZylinderEinheiten bewegt werden. Wären die Flächen A, B so gewählt gewesen, dass die Summe der Flächen B etwas grösser ist als die Fläche A, dann wären zuerst die seitlichen KolbenZylinder-Einheiten ausgefahren, was ebenfalls kein Problem darstellen würde. Zum Einfahren werden die Kolbenseiten 10a, 11a, 12a aller Kolben-Zylinder-Einheiten drucklos auf Tank geschalten. Auch die Stangenseiten 10b, 11b, 12b aller Kolben-ZylinderEinheiten sind über nicht dargestellte Leitungen (siehe Fig. 5a, 5b) miteinander verbunden. Zum Einfahren der Lafette 1 wird Hydrauliköl in die Stangenseiten 10b, 11b, 12b gepumpt. Bei dem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass die stangenseitige Fläche a (siehe Fig. 4) der zentralen Kolben-Zylinder-Einheit etwas kleiner ist als die Summe der stangenseitigen Flächen b der beiden seitlichen Kolben-Zylinder Einheiten. Dies bewirkt, dass bei einem Einpumpen von Hydrauliköl in die stangenseitigen Kammern 10b, 11b, 12b zuerst die Kolben 16 der seitlichen Kolben-Zylinder-Einheiten auf Anschlag gefahren werden, sodass also zuerst ein Einfahren der Auslegerveriängerung 4 in die Auslegerveriängerung 3 geschieht, ohne dass die Auslegerveriängerungen 3, 4 oder die Antriebseinheit 9 in den Ausleger 2 einfahren. Wären bei einer anderen Variante (falls gilt A < 2 B) die Flächen a, b so gewählt, dass die stangenseitige Fläche a der zentralen Kolben-Zylinder-Einheit etwas grösser wäre als die Summe der beiden Flächen b der seitlichen Kolben-Zylinder-Einheiten, dann würde zuerst die Antriebseinheit 9 gemeinsam mit den Auslegerveriängerungen 3, 4 in den Ausleger einfahren und erst anschliessend würde die Auslegerveriängerung 4 in die Auslegerveriängerung 3 einfahren. Dies würde an sich auch kein Problem darstellen. Konkrete Zahlenangaben für die beim Einschieben auftretenden Kräfte können unter Annahme der obig angegebenen Dimensionierung beispielsweise wie folgt aussehen. Durch die beiden seitlichen Kolben-Zylinder-Einheiten wird beim Einschieben eine Kraft von insgesamt 76 280 N aufgebracht, was etwas grösser ist als die auf den Kolben 14 der zentralen Kolben-Zylinder-Einheit aufgebrachte Kraft von 72450 N. Wenn man eine Steuerungselektronik für die Zu- bzw. Abfuhr von Hydrauliköl vermeiden will, dann spielt die bei der besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehene Massnahme hinsichtlich der relativen Grössen der Flächen A, B der Kolben 14, 16 bzw. der stangenseitigen Fläche a, b eine wichtige Rolle. Durch diese Massnahme wird nämlich auf einfachste Weise erreicht, dass die zentrale Kolben-Zylinder-Einheit in Ausschieberichtung der Auslegerveriängerungen 3, 4 stärker ist und die seitlich angeordneten Kolben-Zylinder-Einheiten in Einschieberichtung der Auslegerveriängerungen 3, 4 stärker sind. Dies wäre an sich dann nicht von allzu grosser Bedeutung, wenn sichergestellt wäre, dass die Auslegerveriängerungen 3, 4 jeweils in einem Zug voll aus- oder eingefahren werden, da in diesem Fall ohnehin die Kolben 14, 16 stets auf Anschlag liegen. Ein Problem würde aber dann auftreten, wenn zum Beispiel beim Einfahren der Auslegerveriängerungen 3, 4 aus irgendeinem Grund eine geringfügige Bewegung in die entgegengesetzte Richtung vorgenommen werden muss, beispielsweise, weil die Bohrstange 7 etwas herausgezogen werden muss. Am einfachsten lässt sich diese Massnahme verstehen, wenn man betrachtet, was geschehen würde, wenn die mittlere Kolben-Zylinder-Einheit sowohl beim Ausfahren als auch beim Einfahren der Auslegerveriängerungen 3, 4 stärker wäre als die beiden seitlichen Kolben-ZylinderEinheiten. Entsprechende Situationen sind in den Fig. 3a und 3b (nicht massstabsgerecht) dargestellt. Da die Fig. 3a von der Annahme ausgeht, dass sowohl die Fläche A als auch die Fläche a der zentralen Kolben-Zylinder-Einheit grösser ist als die entsprechenden Flächen B bzw. b der seitlichen Kolben-Zylinder-Einheiten, erfolgt das Einschieben der Auslegerveriängerungen 3, 4 derart, dass zuerst beide Auslegerveriängerungen 3, 4 gemeinsam in den Ausleger 2 eingefahren werden und erst nach dem vollständigen Einschieben der Auslegerveriängerung 3 die Auslegerveriängerung 4 in den Ausleger 2 eingefahren wird. Die Fig. 3a zeigt die Situation kurz vor dem vollständigen Einschieben der Auslegerveriängerung 3 in den Ausleger 2. Wie man erkennt, befinden sich die Kolben 16 der seitlichen Kolben-Zylinder-Einheiten noch auf Anschlag. Der Kolben 14 der zentralen Kolben-Zylinder-Einheit liegt natürlich nicht mehr auf Anschlag, da ja der Zylinder 14 durch das in die stangenseitige Kammer 10b eingepumpte Hydrauliköl in Bewegung gesetzt wurde. Will man nun die Auslegerveriängerungen 3, 4 (eigentlich die Vorschubeinheit 5) in die entgegengesetzte Richtung verschieben, das heisst ein Ausschieben der Vorschubeinheit 5 vornehmen, so muss Hydrauliköl in die Kolbenseite 10a der zentralen Kolben-Zylinder-Einheit gepumpt werden. Dieses zusätzliche Hydrauliköl drückt natürlich auch auf die Kolbenseiten der seitlichen Kolben-Zylinder-Einheiten, weil diese über Leitungen verbunden sind. Die zentrale Kolben-Zylinder-Einheit ist aber stärker, weil sie insgesamt die grössere Fläche hat. Somit passiert Folgendes: Die gesamte Antriebseinheit 9 bewegt sich nach aussen, das heisst aus dem Ausleger 2 hinaus. Dabei bewegen sich aber die Anschläge der Kolben 16 der seitlichen KolbenZylinder-Einheiten von den Kolben 16 weg, da die Kolben 16 selbst ja stehen bleiben. Die Kolben 16 der seitlichen Kolben-Zylinder-Einheiten befinden sich dann also nicht mehr auf Anschlag (siehe Fig. 3b). Das Gesamtzylinderpaket bewegt sich aufgrund der grösseren Kraft der zentralen Kolben-Zylinder-Einheit schneller als die Auslegerveriängerung 4, an welcher die Kolbenstangen 15 der seitlichen Kolben-Zylinder-Einheiten befestigt sind. Die Auslegerveriängerung 4 bleibt quasi im Raum stehen. Daraus ergibt sich, dass die Kolben 16 der seitlichen Kolben-Zylinder-Einheiten tiefer in die Kolbenseiten 11a, 12a eintauchen, wodurch zusätzlich Hydrauliköl aus den Kolbenseiten 11a, 12a der seitlichen KolbenZylinder-Einheiten in die Kolbenseite 10a der zentralen Kolben-Zylinder-Einheit gelangt, wodurch sich das Gesamtzylinderpaket noch schneller nach aussen bewegt, ohne aber die Auslegerveriängerung 4 entsprechend mitzunehmen. Dies ergibt eine unerwünschte und äusserst problematische Ungenauigkeit beim Verfahren der mit der Auslegerveriängerung 4 gekoppelten Vorschubeinheit 5 und damit des Bohr- oder Ankersetzgeräts 6. Die Lösung der besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht darin, zuerst die Kolben 16 der seitlichen Kolben-Zylinder-Einheiten einfahren zu lassen und den Kolben 14 der auf Schub stärkeren zentralen Kolben-Zylinder-Einheit auf Anschlag zu lassen. Somit müssen die Kolben-Zylinder-Einheiten, welche auf Schub etwas schwächer sind, entsprechend bei Zug etwas stärker sein oder umgekehrt. Das Problem der Fig. 3a und 3b bestand ja darin, dass bei einem Richtungswechsel der Kolben 14 auf Anschlag fahren will und damit eine unerwünschte Verschiebung bewirkt. Durch die erfindungsgemässe Massnahme halten die Kolben 16 der seitlich angeordneten Kolben-Zylinder-Einheiten aber den Kolben 14 stets auf Anschlag. Dieser kann somit keine unerwünschte Verschiebung mehr bewirken. In der Praxis sollte natürlich noch das Eigengewicht der Antriebseinheit 9 sowie der Auslegerveriängerungen 3, 4 der Vorschubeinheit 5 sowie des Bohr- oder Ankersetzgeräts 6 berücksichtigt werden. Dieses Eigengewicht kann grösser sein als die erwünschte Differenz zwischen den Kräften zwischen den Kolben-Zylinder-Einheiten. Dies gilt umso mehr, je kleiner der Hydrauliköldruck ist, insbesondere bei ungünstiger Position der Lafette 1. Diese Differenz lässt sich aber über eine Kompensationsvorrichtung (beispielsweise in Form eines Druckbegrenzungsventils 18, vorzugsweise ein Überströmventil) kompensieren. Ein derartiges Ventil öffnet erst bei einem voreingestellten angelegten Druckpunkt. Somit lässt sich durch das Druckbegrenzungsventil auf beiden Seiten des Ventils ein etwas unterschiedlicher Druck in den Kammern einstellen. Dadurch kann beispielsweise in der kolbenseitigen Kammer 10a der zentralen Kolben-Zylinder-Einheit ein entsprechend höherer Druck vorhanden sein als in den Kammern der seitlichen Kolben-Zylinder-Einheiten zur Gewichtskompensation (siehe Fig. 6a). Um immer eine genügend grosse Kräftedifferenz (wegen Eigengewicht) zwischen den Zylindern in der Antriebseinheit 9 (auch bei leerem, d. h. weitgehend kraft- und damit auch druckfreiem Einfahren) zu gewährleisten, kann ein sogenanntes Gegenhalte- oder Vorspannventil 19 verwendet werden, welches immer einen eingestellten Mindestdruck auf der (kräftemässig) entlasteten Seite aufrecht erhält (Fig. 6b). somit wird sichergestellt, dass die oben beschriebene Funktion auch unter ungünstigen Betriebsbedingungen erhalten 11 bleibt. Weiters kann bei Verwendung eines solchen Ventils und geeigneter Auslegung bzw. Einstellung das Überströmventil 18 entfallen (Fig. 6c) Die ganze Problematik hinsichtlich der Genauigkeit der Verschiebung der Vorschubeinheit 5 bei einer Richtungsumkehr stellt sich natüriich nur dann, wenn zumindest zwei Auslegerveriängerungen 3, 4 vorhanden sind. Bei Vorhandensein nur einer Auslegerveriängerung 3, 4 tritt dieses Problem nicht auf. Auch ohne die besonders bevorzugt geschilderte Massnahme lässt sich aber eine erfindungsgemässe Lafette 1 mit zwei Auslegerveriängerungen 3, 4 exakt steuern. Für diesen Fall ist allerdings eine elektronische Steuereinrichtung vorzusehen, was sowohl kostspieliger als auch nachteiliger und fehleranfälliger ist. Bei Berücksichtigung der besonders bevorzugten erfindungsgemässen Massnahme hinsichtlich der Kräfteverhältnisse der Kolben-Zylinder-Einheiten kann die gesamte Lafette 1 im Wesentlichen elektrikfrei ausgebildet sein, sodass sie sich beispielsweise auch für einen Einsatz unter Wasser eignet. Innsbruck, am 2. April 2008
Claims (16)
1. Lafette (1) für ein Bohr- oder Ankersetzgerät (6), mit einem länglichen Ausleger (2) und einer in Längsrichtung des Auslegers (2) verschiebbar geführten Vorschubeinheit (5), an welcher ein Bohr- oder Ankersetzgerät (6) befestigbar ist, wobei eine Antriebseinheit (9) zum Verschieben der Vorschubeinheit (5) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass im oder am Ausleger (2) zumindest eine Auslegerveriängerung (3, 4) ein- und ausschiebbar gelagert ist, mit welcher die Vorschubeinheit (5) fest verbunden ist, sodass ein Verschieben der Auslegerveriängerung (3, 4) ein Verschieben der Vorschubeinheit (5) bewirkt und dass dieselbe Antriebseinheit (9) zum Verschieben von Auslegerveriängerung (3, 4) und Vorschubeinheit (5) vorgesehen ist.
1 N e u e P a t e n t a n s p r ü c h e
1. Lafette (1) für ein Bohr- oder Ankersetzgerät (6), mit einem länglichen Ausleger (2) und einer in Längsrichtung des Auslegers (2) verschiebbar geführten Vorschubeinheit (5), an welcher ein Bohr- oder Ankersetzgerät (6) befestigbar ist, wobei eine Antriebseinheit (9) zum Verschieben der Vorschubeinheit (5) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass im oder am Ausleger (2) zumindest eine Auslegerveriängerung (3, 4) ein- und ausschiebbar gelagert ist, mit welcher die Vorschubeinheit (5) so koppelbar oder gekoppelt ist, dass ein Verschieben der Auslegerveriängerung (3, 4) ein Verschieben der Vorschubeinheit (5) bewirkt und dass dieselbe Antriebseinheit (9) zum Verschieben von Auslegerveriängerung (3, 4) und Vorschubeinheit (5) vorgesehen ist.
1 P a t e n t a n s p r ü c h e
-->2. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kompensation des Eigengewichts der Auslegerveriängerungen (3, 4) und der Vorschubeinheit (5) sowie gegebenenfalls eines Bohr- oder Ankersetzgeräts (6) ein Druckbegrenzungsventil (18) vorgesehen ist.
2. Lafette (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der längliche Ausleger (2) die in Längsrichtung des Auslegers (2) verschiebbar geführte Vorschubeinheit (5) trägt.
2. Lafette (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubeinheit (5) fest mit der Auslegerveriängerung (3, 4) verbunden ist.
3. Lafette (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausleger (2) und die wenigstens eine Auslegerveriängerung (3, 4) als Rohr, Formrohr oder Hohlprofil ausgebildet sind, wobei die Auslegerveriängerung (3, 4) im Wesentlichen vollständig in den Ausleger (2) einfahrbar ist.
3. Lafette (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausleger (2) und die wenigstens eine Auslegerveriängerung (3, 4) als Rohr, Formrohr oder Hohlprofil ausgebildet sind, wobei die Auslegerveriängerung (3, 4) im Wesentlichen vollständig in den Ausleger (2) einfahrbar ist.
4. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei ineinander verfahrbare Auslegerveriängerungen (3, 4) vorgesehen sind, wobei die Vorschubeinheit (5) mit der innersten Auslegerveriängerung (4) fest verbunden ist.
4. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei ineinander verfahrbare Auslegerveriängerungen (3, 4) vorgesehen sind, wobei die Vorschubeinheit (5) mit der innersten Auslegerveriängerung (4) koppelbar oder gekoppelt ist.
5. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubeinheit (5) einen Tisch aufweist, auf welchem ein Bohr- oder Ankersetzgerät (6) befestigbar ist.
5. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubeinheit (5) einen Tisch aufweist, auf welchem ein Bohr- oder Ankersetzgerät (6) befestigbar ist.
6. Lafette (1) für ein Bohr- oder Ankersetzgerät (6), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einem länglichen Ausleger (2) und einer in Längsrichtung des Auslegers (2) verschiebbar geführten Vorschubeinheit (5), an welcher ein Bohr- oder Ankersetzgerät (6) befestigbar ist, gekennzeichnet durch wenigstens zwei ein- und ausschiebbar gelagerte Auslegerverängerungen (3, 4), wobei die Vorschubeinheit (5) mit der am weitesten ausschiebbaren Auslegerveriängerung (4) fest verbunden ist
6368722/hn
NACHGEREICHT 2 und durch wenigstens zwei mit Hydrauliköl beaufschlagbare, doppeltwirkende Kolben-Zylinder-Einheiten, wobei eine der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten eine Relatiwerschiebung zwischen dem Ausleger (2) und wenigstens einer der Auslegerveriängerungen (3, 4) und die andere der wenigstens zwei Kolben-ZylinderEinheiten eine Relatiwerschiebung zwischen den Auslegerveriängerungen (3, 4) bewirkt.
6. Lafette (1) für ein Bohr- oder Ankersetzgerät (6), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einem länglichen Ausleger (2) und einer in Längsrichtung des Auslegers (2) verschiebbar geführten Vorschubeinheit (5), an welcher ein Bohr- oder Ankersetzgerät (6) befestigbar ist, gekennzeichnet durch wenigstens zwei ein- und ausschiebbar gelagerte Auslegerverängerungen (3, 4), wobei die Vorschubeinheit (5) mit der am weitesten ausschiebbaren Auslegerveriängerung (4) koppelbar oder
63687 - 36/fr 2 gekoppelt ist und durch wenigstens zwei mit Hydrauliköl beaufschlagbare, doppeltwirkende Kolben-Zylinder-Einheiten, wobei eine der wenigstens zwei KolbenZylinder-Einheiten eine Relatiwerschiebung zwischen dem Ausleger (2) und wenigstens einer der Auslegerveriängerungen (3, 4) und die andere der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten eine Relatiwerschiebung zwischen den Auslegerveriängerungen (3, 4) bewirkt.
7. Lafette (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebung der Auslegerveriängerung (3, 4) begrenzende Anschläge in den Kolben-ZylinderEinheiten ausgebildet sind.
7. Lafette (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebung der Auslegerveriängerung (3, 4) begrenzende Anschläge in den Kolben-ZylinderEinheiten ausgebildet sind.
8. Lafette (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten in Ausschieberichtung der Auslegerveriängerungen (3, 4) stärker ist und die andere der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten in Einschieberichtung der Auslegerveriängerungen (3, 4) stärker ist, gegebenenfalls unter Berücksichtigung einer ein Eigengewicht der Auslegerveriängerung (3, 4) und der Vorschubeinheit (5) samt montiertem Bohr- oder Ankersetzgerät (6) kompensierenden Kompensationsvorrichtung.
8. Lafette (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten in Ausschieberichtung der Auslegerveriängerungen (3, 4) stärker ist und die andere der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten in Einschieberichtung der Auslegerveriängerungen (3, 4) stärker ist, gegebenenfalls unter Berücksichtigung einer ein Eigengewicht der Auslegerveriängerung (3, 4) und der Vorschubeinheit (5) samt montiertem Bohr- oder Ankersetzgerät (6) kompensierenden Kompensationsvorrichtung.
9. Lafette (1 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die relative Stärke in den beiden Verschieberichtungen der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten über die relativen Flächen (A, B) der Kolben (14, 16) und der stangenseitigen Ringflächen (a, b) vorgegeben ist.
9. Lafette (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die relative Stärke in den beiden Verschieberichtungen der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten über die relativen Flächen (A, B) der Kolben (14, 16) und der stangenseitigen Ringflächen (a, b) vorgegeben ist.
10. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenseiten (10a, 11a, 12a) und die Stangenseiten (10b, 11b, 12b) der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten durch Ölleitungen verbunden sind.
10. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenseiten (10a, 11a, 12a) und die Stangenseiten (10b, 11b, 12b) der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten durch Ölleitungen verbunden sind.
11. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zu- und/oder Abfuhr von Hydrauliköl in wenigstens eine der Kammern (10a, 10b, 11a, 11b, 12a, 12b) der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten über wenigstens eine in einer Kolbenstange (13) der entsprechenden Kolben-Zylinder-Einheit angeordnete Ölleitung erfolgt.
NACHGEREICHT
11. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zu- und/oder Abfuhr von Hydrauliköl in wenigstens eine der Kammern (10a, 10b, 11a, 11b, 12a, 12b) der wenigstens zwei Kolben-Zylinder-Einheiten über wenigstens eine in einer Kolbenstange (13) der entsprechenden Kolben-Zylinder-Einheit angeordnete Ölleitung erfolgt.
-->12. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kompensation des Eigengewichts der Auslegerveriängerungen (3, 4) und der Vorschubeinheit (5) sowie gegebenenfalls eines Bohr- oder Ankersetzgeräts (6) ein Druckbegrenzungsventil (18) vorgesehen ist.
13. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 gekennzeichnet durch einen, eine Ölpumpe und einen Öltank aufweisenden Hydraulikblock.
13. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 gekennzeichnet durch einen, eine Ölpumpe und einen Öltank aufweisenden Hydraulikblock.
14. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass über den gesamten Verschiebeweg der Vorschubeinheit (5) die Vorschubeinheit (5) nur über ein Ein- oder Ausschieben der Auslegerverlängerung(en) (3, 4) verschiebbar ist.
14. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass über den gesamten Verschiebeweg der Vorschubeinheit (5) die Vorschubeinheit (5) nur über ein Ein- oder Ausschieben der Auslegerverlängerung(en) (3, 4) verschiebbar ist.
15. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgung der Antriebseinheit (9) frei von Ölschläuchen ist.
15. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgung der Antriebseinheit (9) frei von Ölschläuchen ist.
16. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zur Gewährleistung einer genügend grosser Kräftedifferenz zwischen den KolbenZylinder-Einheiten der Antriebseinheit (9) ein Gegenhalte- oder Vorspannventil (19) vorgesehen ist.
Innsbruck, am 2. April 2008
* a
16. Lafette (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zur Gewährleistung einer genügend grossen Kräftedifferenz zwischen den KolbenZylinder-Einheiten der Antriebseinheit (9) ein Gegenhalte- oder Vorspannventil (19) vorgesehen ist.
Innsbruck, am 22. Dezember 2008
NACHGEREICHT
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT5222008A AT506558B1 (de) | 2008-04-03 | 2008-04-03 | Lafette für ein bohr- oder ankersetzgerät |
| DE200920004499 DE202009004499U1 (de) | 2008-04-03 | 2009-04-01 | Lafette für ein Bohr- oder Ankersetzgerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT5222008A AT506558B1 (de) | 2008-04-03 | 2008-04-03 | Lafette für ein bohr- oder ankersetzgerät |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT506558A1 true AT506558A1 (de) | 2009-10-15 |
| AT506558B1 AT506558B1 (de) | 2010-01-15 |
Family
ID=41137125
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT5222008A AT506558B1 (de) | 2008-04-03 | 2008-04-03 | Lafette für ein bohr- oder ankersetzgerät |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT506558B1 (de) |
| DE (1) | DE202009004499U1 (de) |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10224906B4 (de) | 2001-06-06 | 2011-06-30 | deilmann-haniel mining systems gmbH, 44319 | Teleskopierbares Bohr- und Ankersetzgerät |
-
2008
- 2008-04-03 AT AT5222008A patent/AT506558B1/de not_active IP Right Cessation
-
2009
- 2009-04-01 DE DE200920004499 patent/DE202009004499U1/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT506558B1 (de) | 2010-01-15 |
| DE202009004499U1 (de) | 2010-09-23 |
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