AT507305B1 - Element zur bildung eines schutztunnels - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Element zur Bildung eines Schutztunnels zum Schutz von Objekten, insbesondere Pflanzen od.dgl., welches aus verformbaren Trägern und einer Hülle besteht. Um eine einfach zusammenlegbare sowie Zeit und Platz sparende Ausbildung zu erreichen, sind die Träger durch flexible, insbesondere elastisch verformbare Spanten bzw. Bögen (2) gebildet sind, die mit der Hülle (4) bleibend verbunden.
Description
österreichisches Patentamt AT507 305B1 2010-08-15
Beschreibung [0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Element zur Bildung eines Schutztunnels zum Schutz von Objekten, insbesondere Pflanzen od.dgl., welches aus verformbaren Trägern und einer Hülle besteht.
[0002] Blumen- oder Gemüsebeete sind gegen mechanische Beschädigungen, insbesondere durch Hagel überaus empfindlich. Zum Schutz kommen daher herkömmliche Gewächshäuser aber auch Konstruktionen weniger dauerhafter Natur, wie Überdachungen, die lediglich aus stützendem Gestänge und einer Plane oder Folie bestehen, zum Einsatz. Gewächshäuser sind aufwändig und teuer. Temporäre Schutzkonstruktionen erfordern für Ihre Installation einen gewissen Zeitaufwand, womit ein kurzfristiges Reagieren auf herannahende Unwetter nicht erreichbar ist.
[0003] Die US 6892 743 B2 (Armstrong et al.) offenbart die herkömmlichen Systeme zum Aufbau von Schutztunnel für Pflanzen, wobei ein Traggerüst aufgestellt wird, über welches dann die Schutzfolie gelegt wird. Diese bekannten Ausbildungen haben den Nachteil, dass das Aufstellen eher langwierig ist, da zunächst eben die gesamte Stützkonstruktion aufzustellen ist, wonach dann erst die Folie auf diese Stützkonstruktion aufgelegt und im Boden verankert werden muss. Auch beim Abbau sind mehrere Arbeitsgänge erforderlich, um den Folientunnel zu entfernen.
[0004] Die Erfindung zielt nun darauf ab, gegen mechanische Beschädigung empfindliche Objekte und insbesondere Pflanzen und dergleichen gegen mechanische Einflüsse zu schützen und für einen derartigen Schutz eine einfache, zeit- und platz sparende, mitführ- bzw. lagerfähige Lösung zu bieten.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß ein Element der eingangs genannten Art dadurch gekennzeichnet, dass die Träger durch flexible, insbesondere elastisch verformbare Spanten bzw. Bögen sind, die mit der Hülle bleibend verbunden sind. Damit wird der Aufbau des Folientunnels je Element in einem Arbeitsgang vorgenommen, wobei auch der Abbau desselben ebenfalls einfach erfolgen kann. Auch bei der Lagerung sind nicht voneinander getrennte Teile aufzubewahren, sondern Hülle und Bogen bzw. Spanten bilden eine untrennbare Einheit. Die sich über eine Mehrzahl von Trägern in axialer Richtung des Tunnels erstreckende und mit den Trägern verbundenen Hülle bietet eine hervorragenden Schutz von Objekten und insbesondere von Pflanzen und dergleichen vor mechanischen Einflüssen und insbesondere Hagel, wobei ein sehr rascher Aufbau im Bedarfsfall möglich ist.
[0006] Die Spanten bzw. Bögen des Tunnels müssen hierbei nicht kreisrund ausgeführt sein, sondern können beispielsweise einen ellipsoiden Umriss oder auch einen rechteckigen Umriss mit abgerundeten Ecken aufweisen. Weiters können bogenförmige Spanten bzw. Bögen an oder nahe ihren freier Enden mit längenveränderlichen Zuggliedern unter Bildung eines halbkreisähnlichen bzw. halbelliptischen Tunnelelements verbunden sein, wodurch auf einfache Weise das räumliche Gebilde erstellt werden kann. Zum Aufbewahren oder Transportieren des Tunnels können die elastischen Spanten bzw. Bögen unter Verringerung des Gesamtdurchmessers zu einem flachen, vorgespannten Bündel verwunden werden, womit die Spanten bzw. Bögen gestapelt vorliegen und zusammen mit der Hülle so verwunden sind, dass zumindest eine Halbierung des Durchmessers der Spanten bzw. Bögen verglichen mit dem unverwunde-nen Zustand erreicht wird. Durch geeignetes Verwinden der Spanten bzw. Bögen ist ein Dritteln des Durchmessers in überaus einfacherWeise möglich, wobei durch diese Faltung der gesamte aus Spanten bzw. Bögen und Hülle bestehende Tunnel so vorgespannt gelagert werden kann, dass eine selbsttätige und rasche Entfaltung nach der Entnahme aus der Verpackung eintritt.
[0007] Der Tunnel ist in vorteilhafter Weise so ausgeführt, dass er eine offene Grundfläche aufweist. Dadurch, dass der Tunnel eine offene Grundfläche aufweist, gelingt es, den Tunnel auf den zu schützenden Objekten anzubringen, ohne Pflanzen oder ähnliches, zu beschädigen. Bei offener Grundfläche lassen sich mit geringstem Zeitaufwand größere Flächen von Pflanzungen schützen. 1/11 österreichisches Patentamt AT507 305B1 2010-08-15 [0008] Der Tunnel ist dahingehend ausgebildet, dass bogenförmige Spanten bzw. Bögen an oder nahe ihren freien Enden mit Zuggliedern verbunden sind, wobei die Zugglieder bevorzugt längenveränderlich sind. Durch Verstellen der Länge der Zugglieder können die Spanten bzw. Bögen mehr oder weniger verbogen werden, sodass der Tunnel in seiner Breite und Höhe an die abzudeckende Fläche und/oder zu schützende Objekte angepasst werden kann.
[0009] Durch die Reduktion bzw. Verkürzung der Zugglieder auf die Hälfte der ursprünglichen Länge im unaufgebauten Zustand, entsteht durch das kombinatorische Zusammenwirken mit den Bögen eine mathematisch annähernd als Halbkreis zu bezeichnende Form. Diese halbkreisförmige Ausbildung des Tunnels entspricht für die erfindungsgemäße Verwendung der Idealform. Die Idealform zeichnet sich dadurch aus, das die bodennahen Enden der Bögen bzw. Spanten annähernd normal (rechtwinkelig) auf den Untergrund ausgebildet sind und daher hohe Pflanzen an den Tunnelwänden ohne Beschädigung geschützt werden können. Weiters bietet die Idealform keine überdimensionale Sauhöhe im Scheitelpunkt, wodurch die Angriffsfläche für Wind reduziert und damit die Beschädigung durch Wind verhindert werden kann.
[0010] Die Hülle des Tunnels kann in bevorzugterWeise aus textilem Material und insbesondere aus Polyamidfaser- und/oder Polyestermaterial mit PU-Beschichtung bestehen, sodass Feuchtigkeit, welche sich aufgrund der Witterungseinflüsse auf dem Tunnel bilden kann, leicht abtrocknen kann. Die Spanten bzw. Bögen des Tunnels können in bevorzugterWeise mit textilem Material umnäht sein. Durch die Materialwahl der Hülle im kombinatorischen Zusammenwirken mit der flexiblen, elastischen Ausgestaltung der Spanten bzw. Bögen wird die Fallenergie von äußerlich einwirkenden mechanischen Belastungen wie Hagelkörnern oder Bällen absorbiert. Die Hagelkörner oder Bälle rieseln nach Einschlagen auf der Hülle, bedingt durch die Idealform des Hohlkörpers welche durch das kombinatorische Zusammenwirken der flexiblen Spanten mit den Zuggliedern erzeugt wird, seitlich ab, ohne die empfindliche Objekte und insbesondere Pflanzen zu beschädigen.
[0011] Mit Vorteil ist der Tunnel dahingehend weitergebildet, dass das textile Material für die Hülle winddurchlässig bzw. feinmaschig und/oder dehnbar bzw. elastisch ausgebildet ist, wodurch sichergestellt wird, dass der Tunnel für Wind, weicher naturgemäß häufig gemeinsam mit Hagel auftritt, möglichst durchlässig ist und somit bei Wind keine übermäßig großen Kräfte auf den Tunnel wirken.
[0012] Mit Vorteil ist der Tunnel so ausgebildet, dass zwischen jedem verformbaren Träger in Form von Spanten bzw. Bogen ein Reißverschluss oder ein die gleiche Funktion erfüllendes Verbindungsmittel wie Klettverschlüsse, Haken und Ösen oder Knöpfe in der Hülle eingenäht ist und somit eine Teilung des Tunnels im aufgebauten oder unaufgebauten Zustand vorgenommen werden kann. Einzelne Bögen welche die gleiche Konstruktion aufweisen und an den beiden axialen Enden mit Reißverschlüssen oder die gleiche Funktion erfüllende Verbindungsmittel wie Klettverschlüsse, Haken und Ösen oder Knöpfe versehen sind, können in freier Anzahl und mit geringem zeitlichen Aufwand zwischen den davor geteilten Tunnelteilen mit Hilfe des Reißverschlusses oder die gleiche Funktion erfüllende Verbindungsmittel wie Klettverschlüsse, Haken und Ösen oder Knöpfe eingefügt werden. Durch dieses modulare System kann der Tunnel in axialer Richtung an die gewünschte Beetlänge angepasst werden.
[0013] Zur Sicherung des Tunnels um das zu schützenden Objekt ist der Tunnel dahingehend weitergebildet, dass am Tunnel Ösen, Haken und/oder Zugglieder zur Festlegung des Tunnels vorgesehen sind, mit welchen der Tunnel in einfacherWeise am Boden festgelegt werden kann.
[0014] Die Erfindung wird im Folgenden anhand in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. In diesen zeigen die Figuren 1, 2 und 3 mögliche Ausführungsformen des Tunnels und die Fig. 4, 5, 6 und 7 die erfindungsgemäße Verwendung.
[0015] In Fig. 1 ist mit 1 ein Tunnel zur erfindungsgemäßen Verwendung dargestellt. Der Tunnel besteht aus einer Reihe von Spanten bzw. Bögen 2, die ohne Zwischenraum in axialer Richtung nebeneinander angeordnet sind. An oder nahe den freien Enden der Spanten bzw. Bögen sind längenveränderliche Zugglieder 3, angeordnet, welche, wenn sie gespannt, d.h. 2/11 österreichisches Patentamt AT507 305B1 2010-08-15 verkürzt werden, eine Wölbung der Spanten bzw. Bögen verursachen und somit zur Ausbildung des Tunnels führen.
[0016] In Fig. 2 ist mit 1 ein Tunnel zur erfindungsgemäßen Verwendung dargestellt. Der Tunnel besteht aus einer Reihe von Spanten bzw. Bögen 2, die jeweils mit einem Zwischenraum in axialer Richtung nebeneinander angeordnet sind. An oder nahe den freien Enden der Spanten bzw. Bögen sind längenveränderliche Zugglieder 3, angeordnet, welche, wenn sie gespannt, d. h. verkürzt werden, eine Wölbung der Spanten bzw. Bögen verursachen und somit zur Ausbildung des T unnels führen.
[0017] In Fig. 3 ist mit 1 ein Tunnel, mit 2 die Spanten bzw. Bögen 2, mit 3 die Zugglieder wie bereits in den Fig. I und 2 beschrieben, abgebildet. Überden Spanten bzw. Bögen ist eine Hülle 4 gespannt. An den Spanten bzw. Bögen sind an den Außenseiten des Tunnels Ösen, Haken und/oder Zugglieder 5, zur Fixierung des Tunnels am Untergrund vorgesehen um einem Verrutschen des Tunnels entgegen zu wirken. Zwischen jedem verformbaren Träger in Form von Spanten bzw. Bogen ist ein Reißverschluss 6, oder ein die gleiche Funktion erfüllendes Verbindungsmittel wie Klettverschlüsse, Haken und Ösen oder Knöpfe in der Hülle eingenäht, wodurch eine Teilung des Tunnels im aufgebauten oder unaufgebauten Zustand vorgenommen werden kann.
[0018] In Fig. 4 ist mit 2 ein einzelner Spant bzw. Bogen, mit 3 ein Zugglied wie bereits in den Fig. 1,2 und 3 beschrieben, abgebildet. Über dem Spant bzw. Bogen ist eine Hülle 4 gespannt. An dem Spant bzw. dem Bogen sind an den Außenseiten Ösen, Haken und/oder Zugglieder 5, zur Fixierung des Tunnelteiles am Untergrund vorgesehen um einem Verrutschen des Tunnelteiles entgegen zu wirken. An den beiden axialen Enden des Spants bzw. Bogens ist ein Reißverschluss 6, oder ein die gleiche Funktion erfüllendes Verbindungsmittel wie Klettverschlüsse, Haken und Ösen oder Knöpfe in der Hülle angeordnet, wodurch eine Verbindung mit anderen Tunnelteilen im aufgebauten oder unaufgebauten Zustand vorgenommen werden kann.
[0019] In den folgenden Figuren wurden die Bezugszeichen zum Zwecke der Übersichtlichkeit weggelassen.
[0020] In Fig. 5 ist das modulare System des Tunnels gezeigt, wie durch die axiale Teilung bzw. Aneinanderreihung von Tunnelteilen die erfindungsgemäße axiale Längenveränderung des Tunnels gegeben ist.
[0021] In Fig. 6 ist der Aufbau der erfindungsgemäßen Verwendung ersichtlich, bei welcher der Tunnel über beispielsweise einem Blumen- oder Gemüsebeeten auf- bzw. festgelegt ist.
[0022] In Fig. 7 ist der Abbau der erfindungsgemäßen Verwendung ersichtlich, bei welcher der Tunnel über beispielsweise einem Blumen- oder Gemüsebeeten auf- bzw. festgelegt ist.
[0023] Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch das kombinatorische Zusammenwirken der mit der Hülle verbundenen Bögen mit den an den Enden der Bögen befestigten Zuggliedern, welche längenveränderlich ausgeführt sind, der Tunnel eine halbkreisähnliche bzw. halbelliptische Form erlangt. Mehrere in axialer Richtung angeordnete Bögen mit den längenveränderlichen Zuggliedern lassen eine Längenanpassung an die jeweiligen Gegebenheiten zu.
[0024] Diese Bögen lassen sich durch Zusammendrücken in axialer Richtung und/oder Über-einanderlegen und/oder Faltung in überaus einfacher Weise sehr kompakt Zusammenlegen, sodass sie sich bei Nichtverwendung durch einen sehr geringen Platzbedarf auszeichnen.
[0025] Diese Platz und Zeit sparende Art des Zusammenlegens wird durch die flexible, elastische Ausgestaltung der Spanten bzw. Bögen mit der daran befestigten Hülle möglich.
Patentansprüche 1. Element zur Bildung eines Schutztunnels zum Schutz von Objekten, insbesondere Pflanzen od.dgl., welches aus verformbaren Trägern und einer Hülle besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger durch flexible, insbesondere elastisch verformbare Spanten bzw. Bögen (2) gebildet sind, die mit der Hülle (4) bleibend verbunden sind. 3/11
Claims (10)
- österreichisches Patentamt AT507 305B1 2010-08-15
- 2. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanten bzw. Bögen (2) einen bogenförmigen oder ellipsoiden Umriss oder einen rechteckigen Umriss mit abgerundeten Ecken aufweisen.
- 3. Element nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bogenförmige Spanten bzw. Bögen (2) an oder nahe ihren freier Enden mit längenveränderlichen Zuggliedern (3) unter Bildung eines halbkreisähnlichen bzw. halbelliptischen Tunnelelements verbunden sind.
- 4. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Bögen oder Spanten (2) unter Verringerung des Gesamtdurchmessers zu einem flachen vorgespannten Bündel verwindbar sind.
- 5. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle des Tunnels (1) aus textilem Material, insbesondere aus Polyamidfaser- und/oder Polyestermaterial mit PU-Beschichtung besteht.
- 6. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanten bzw. Bögen (2) mit textilem Material umnäht sind.
- 7. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das textile Material für die Hülle (4) winddurchlässig bzw. feinmaschig ausgebildet ist.
- 8. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass am Tunnelelement Befestigungsmittel (5), insbesondere Ösen, Haken, und/oder Zugglieder zur Festlegung des Tunnels (1) am Boden vorgesehen sind.
- 9. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen jedem Tunnelelement ein Reißverschluss (6) oder ein die gleiche Funktion erfüllendes Verbindungsmittel wie Klettverschlüsse, Haken und Ösen oder Knöpfe angeordnet sind, und somit einzelne Bögen mit gleicher Verbindungsart dazwischen angeordnet werden können und somit der Tunnel (1) in axialer Richtung längenveränderlich ist.
- 10. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass über der Hülle eine lichtdurchlässige Zusatzfolie unter Bildung eines Glashauses gespannt ist. Hierzu 7 Blatt Zeichnungen 4/11
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