AT507319B1 - Anordnung für spreizvorrichtungen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anordnung (15) für Spreizvorrichtungen (1) zum Einbau von Zargen (10), mit zwei Platten (16, 17). Diese zusätzliche Anordnung weist eine Grundplatte (16) auf, die an einer Spreizvorrichtung (1) befestigbar und eine Gegenplatte (17), die verschieblich mit der Grundplatte (16) verbunden ist, wodurch die Spreizvorrichtung (1) verlängert wir
Description
österreichisches Patentamt AT507 319B1 2010-11-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung für Spreizvorrichtungen zum Einbau von Zargen, mit zwei Platten.
[0002] Bei der Montage von Türstöcken werden oft Futterstöcke verwendet, bei denen für genauen Einbau Spreizvorrichtungen eingesetzt werden. Bei innen liegenden Türen, die mauereben eingebaut werden, muss man derzeit auf der Zierverkleidungsseite Keile oder Zwingen ansetzen, wobei sich die lichte Weite des Türstocks oft durch ein Nachdrücken oder durch das Aushärten des PU-Schaums verändert und das Türblatt nicht mehr korrekt eingesetzt werden kann. So beschreibt die DE 100 23 171 A1 ein Türfuttermontagesystem mit einer Spreizeinrichtung und beiderseitigen Klemmeinrichtungen zum Festklemmen an den beiden Seitenteilen einer Türzarge. Es wird hier die Spreizeinrichtung verwendet, um die Türzarge auseinander zu drücken. Die Erfindung will dies nun dadurch verhindern, dass eine zusätzliche Anordnung vorgesehen ist, wobei eine Grundplatte der zusätzlichen Anordnung an einer Spreizvorrichtung befestigbar und eine Gegenplatte verschieblich mit der Grundplatte verbunden ist, wodurch die Spreizvorrichtung verlängert wird. Damit kann diese zusätzliche Anordnung dann verwendet werden, wenn Bedarf ist und die bekannte Spreizvorrichtung, z.B. eine PORTEX Türspreize, kann für die übrigen Arbeiten genutzt werden. Es ist daher keine Anschaffung von teuren Spezialtürspreizen erforderlich.
[0003] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine, insbesondere zwei Stäbe an der Gegenplatte vorgesehen sind, die in Öffnungen der Grundplatte geführt werden.
[0004] Wird mindestens eine Feder vorgesehen, die die Grundplatte und Gegenplatte zueinander bewegt, so kann die Klemmung in einfacherWeise eingestellt werden.
[0005] Eine günstige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass an der Grundplatte Fixiervorrichtungen, beispielsweise Schrauben, vorgesehen sind, mit denen die Stäbe in Klemmstellung fixierbar sind. Damit kann der exakte Abstand immer fix gehalten werden, auch wenn z.B. PU Schaum in den Spalt eingebracht wird.
[0006] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung beispielhaft beschrieben, wobei [0007] Fig. 1 eine Spreizvorrichtung gemäß Stand der Technik, [0008] Fig. 2a, 2b schematische Darstellungen möglicher Zargenformen, zu deren Montage die erfindungsgemäße Anordnung geeignet ist, [0009] Fig. 3 [0010] Fig. 4 [0011] Fig. 5a [0012] Fig. 5b eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der Erfindung, die Anwendung einer erfindungsgemäßen Anordnung, eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung, eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung in Verbindung mit einer Spreizvorrichtung, [0013] Fig. 6a eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung, [0014] Fig. 6b eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung mit Spreizvorrich tung und [0015] Fig. 7 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Anordnung darstellt.
[0016] In Fig. 1 ist eine Spreizvorrichtung 1 gemäß Stand der Technik schematisch dargestellt. Die Spreizvorrichtung 1 umfasst im Wesentlichen eine in einem Rohr 2 geführte und fixierbare Gewindestange 3, die mittels Drehgriff 4 in das Rohr 2 hinein bzw. aus diesem heraus verschieblich ist. Die Gewindestange 3 ist mittels einer Halbmutter 5, die mit der Gewindestange 3 in Eingriff bringbar ist, in ihrer Position fixierbar. Die Spreizvorrichtung 1 stützt sich über zwei Druckschuhe 6 an einer zu montierenden, in Fig. 1 nicht weiter dargestellten Zarge ab. Die Halbmutter 5 ist an einem durch einen Federbügel 7 beaufschlagten Handhebel 8 angeordnet. 1/8 österreichisches Patentamt AT507 319 B1 2010-11-15
Durch Drücken des Handhebels 8 kann die Halbmutter 5 von der Gewindestange 3 abgehoben werden, wodurch die Spreizvorrichtung 1 nach der Montage der Zarge gelöst werden kann. Eine Vorspannfeder 9 soll die Vormontage bei bekannter Zargenweite vereinfachen. Betrachtet man Fig. 2a und 2b, so ist ersichtlich, dass bei derartigen Spreizvorrichtungen 1 gemäß dem Stand der Technik stets problematisch ist, dass die Zarge 10 mit einer Falzverkleidung 11 und einer Zierverkleidung 12 nicht vom Mauerwerk beabstandet montierbar ist, sondern mittels einer Spreizvorrichtung gemäß Fig. 1 nur in Anlage am Mauerwerk 13 gehalten werden kann. Ist das Mauerwerk 13 schief oder weist es größere Unebenheiten auf, ist damit zu rechnen, dass sich die Zarge 10 während der Montage verzieht oder verschiebt, so dass der optische Eindruck eines fertig montierten Türblattes 14 durch ungleichmäßige Spaltmaße getrübt wird oder Fehlfunktionen auftreten. Dies ist insbesondere im Falle einer flächenbündigen innen liegenden Falzverkleidung 11 und Türblättern 14, wie in Fig. 2b dargestellt, auffällig und kann auch nicht oder nur aufwändig ausgeglichen werden.
[0017] Die genannten Ungenauigkeiten kommen hauptsächlich dadurch zustande, dass sich die Verkeilung der Spreizvorrichtung 1 bei der Montage der Zarge 10 durch den, wenn auch nur leichten, Druck des Montageschaums lockert, wodurch sich die einander gegenüber liegenden senkrechten Teile der Zarge 10 relativ zueinander verschieben können. Dadurch sind ungleichmäßige Fugenweiten und schiefe, sich nicht, nur schlecht oder auch von selbst schließende Türblätter 14 möglich.
[0018] Fig. 3 stellt nun eine erfindungsgemäße Anordnung 15 dar. Diese weist eine Grundplatte 16 und eine Gegenplatte 17, die mittels Stäben 18 und einer Zugfeder 19 mit der Grundplatte 16 verbunden sind, wobei die Stäbe 18 durch Schrauben 20 in der Grundplatte 16 arretiert werden können. Weiters weist die Grundplatte 16 eine Schelle 21 auf, die über das Rohr 2 einer Spreizvorrichtung 1 nach dem Stand der Technik geschraubt werden kann. Dadurch wird eine bekannte Spreizvorrichtung 1 an beiden Seiten durch die erfindungsgemäße Anordnung 15 verlängert. Der Türzargen wird hierbei zwischen dem Druckschuh 6 der Spreizvorrichtung 1 und der Gegenplatte 17 der erfindungsgemäßen Anordnung 15 eingespannt, wobei die Grundplatte 16 als Gegenlager für den Druckschuh 6 dient.
[0019] Fig. 4 zeigt die Anordnung genauer. Man erkennt, dass die in der Türzarge 10 angebrachte Falzverkleidung 11 zwischen Gegenplatte 17 und Druckschuh 6 eingeklemmt wird. Die erfindungsgemäße Klemmvorrichtung wird daher an der Falzverkleidung 11 (der Seite an der die Türe hängt) angebracht. Im Gegensatz dazu werden die Türspreizen nach dem Stand der Technik immer auf der Falzverkleidung angesetzt bzw. fixiert.
[0020] Fig. 5 a zeigt eine Ansicht einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung 15 mit Grundplatte 16, Gegenplatte 17, Stäben 18 und Schelle 21. Hier sind Druckfedern 22 über den Stäben 18 angebracht, um Grundplatte 16 gegen die Gegenplatte 17 zu drücken und dazwischen die Falzverkleidung (nicht dargestellt) einzuzwängen. Die Stäbe 18 können auch hier durch (nicht dargestellte) Feststellschrauben 20 fixiert bzw. in der Grundplatte 16 arretiert werden.
[0021] Fig. 5b zeigt dieselbe Ansicht wie Fig. 5 a, jedoch in Verbindung mit einer Spreizvorrichtung 1. Hier erkennt man, den an der Grundplatte 16 anliegenden Druckschuh 6, sowie das von der Schelle 21 umfasste Rohr 2 der Spreizvorrichtung 1. Die Schelle 21 wird mittels einer Schraube 23 derart zusammengehalten, dass eine Pressung zwischen Schelle 21 und Rohr 2 entsteht. Fig. 6 a zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung 15. Hier ist die Situation gut dargestellt wie die Grundplatte 16 mit Gegenplatte 17 über Stäbe 18 verbunden ist und die Stellung auch unter Vorspannung der Druckfedern 22 mittels Feststellschrauben 20 arretiert wird.
[0022] In Fig. 6b ist dann die Situation gemeinsam mit einer Spreizvorrichtung 1 dargestellt. Die Bezugszeichen entsprechen denen der Fig. 5a, 5b und 6 a. Fig. 7 stellt nun eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Anordnung 15 dar, bei der besonders gut der Feststellmechanismus, nämlich Feststellschrauben 20 zum Arretieren der Stäbe 18 in der Grundplatte 16 sowie Schraube 23 zum Zusammenhalten der Schelle 21 erkennbar sind. 2/8
Claims (5)
- österreichisches Patentamt AT507 319B1 2010-11-15 Patentansprüche 1. Anordnung für Spreizvorrichtungen zum Einbau von Zargen, mit zwei Platten, dadurch gekennzeichnet, dass eine Grundplatte (16) der zusätzlichen Anordnung an einer Spreizvorrichtung (1) befestigbar und eine Gegenplatte (17) verschieblich mit der Grundplatte (16) verbunden ist, wodurch die Spreizvorrichtung (1) verlängert wird.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung eine Schelle (21) aufweist, die an der Grundplatte (16) befestigt ist und die über das Rohr (2) einer Spreizvorrichtung (1) geschraubt werden kann.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stab, insbesondere zwei Stäbe (18) an der Gegenplatte (17) vorgesehen sind, die in Öffnungen der Grundplatte (16) geführt werden.
- 4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Feder (19, 22) vorgesehen ist, die die Grundplatte (16) und die Gegenplatte (17) zueinander bewegt.
- 5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Grundplatte (16) Fixiervorrichtungen (20), beispielsweise Schrauben, vorgesehen sind, mit denen die Stäbe (18) in Klemmstellung fixierbar sind. Hierzu 5 Blatt Zeichnungen 3/8
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2008
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