AT507668A4 - Vorrichtung zur abscheidung und konzentrierung von schwefelsäure und schwefeldioxid - Google Patents

Vorrichtung zur abscheidung und konzentrierung von schwefelsäure und schwefeldioxid Download PDF

Info

Publication number
AT507668A4
AT507668A4 AT0004909A AT492009A AT507668A4 AT 507668 A4 AT507668 A4 AT 507668A4 AT 0004909 A AT0004909 A AT 0004909A AT 492009 A AT492009 A AT 492009A AT 507668 A4 AT507668 A4 AT 507668A4
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sulfuric acid
heat exchanger
gas stream
sulfur dioxide
acid
Prior art date
Application number
AT0004909A
Other languages
English (en)
Other versions
AT507668B1 (de
Inventor
Walter Dipl Ing Kanzler
Original Assignee
Kanzler Walter
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kanzler Walter filed Critical Kanzler Walter
Priority to AT0004909A priority Critical patent/AT507668B1/de
Application granted granted Critical
Publication of AT507668A4 publication Critical patent/AT507668A4/de
Publication of AT507668B1 publication Critical patent/AT507668B1/de

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C01—INORGANIC CHEMISTRY
    • C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69—Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74—Preparation
    • C01B17/76—Preparation by contact processes
    • C01B17/80—Apparatus
    • C01B17/806—Absorbers; Heat exchangers
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01D—SEPARATION
    • B01D53/00—Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/002—Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by condensation
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01D—SEPARATION
    • B01D53/00—Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34—Chemical or biological purification of waste gases
    • B01D53/46—Removing components of defined structure
    • B01D53/48—Sulfur compounds
    • B01D53/50—Sulfur oxides
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C01—INORGANIC CHEMISTRY
    • C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69—Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74—Preparation
    • C01B17/76—Preparation by contact processes
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C01—INORGANIC CHEMISTRY
    • C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69—Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/88—Concentration of sulfuric acid
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J2219/00—Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J2219/00002—Chemical plants
    • B01J2219/00004—Scale aspects
    • B01J2219/00006—Large-scale industrial plants
    • G—PHYSICS
    • G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10L—SPEECH ANALYSIS TECHNIQUES OR SPEECH SYNTHESIS; SPEECH RECOGNITION; SPEECH OR VOICE PROCESSING TECHNIQUES; SPEECH OR AUDIO CODING OR DECODING
    • G10L15/00—Speech recognition
    • G10L15/22—Procedures used during a speech recognition process, e.g. man-machine dialogue
    • G10L2015/223—Execution procedure of a spoken command

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Electrostatic Separation (AREA)

Description


  Vorrichtung zur Abscheidung und Konzentrierung von Schwefelsäure und Schwefeldioxid 

  
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit der Schwefelsäure und Feuchtigkeit enthaltende Gasströme bzw. Abgase aus industriellen Prozessen von Schwefelsäure gereinigt werden können und die Einhaltung der behördlichen Emissionswerte sichergestellt werden kann. 

  
Abgase , die Schwefelkomponenten wie Schwefelwasserstoff , Schwefelkohlenstoff Merkaptane, Schwefeldioxid u.a. enthalten , können z.B. in einer Claus -Anlage zu Schwefel umgesetzt werden und als Schwefel abgeschieden werden oder die Schwefelkomponenten werden zu Schwefeldioxid umgesetzt und mit diversen, dem Fachmann bekannten alkalischen Wäschen , hauptsächlich mit Kalkverbindungen zu Gips umgesetzt werden. 

  
An Katalysatoren können die Schwefelverbindungen auch zu Schwefeltrioxid umgesetzt werden (AT 398785, AT 410542 ) und durch verschiedene Wäscher und Filter kann die sich aus dem Schwefeltrioxid bei Abkühlung in feuchtem Gasstrom entstehende Schwefelsäure abgeschieden werden. 

  
Verfahren nach AT 398785 hat den Nachteil, dass einerseits keine handelsübliche Schwefelsäure hergestellt werden kann und andererseits durch ein Glasfaser-Kerzenfilter der nicht unerhebliche Feinstanteil mit Tröpfchengrössen unter 1 Mikrometer nicht abgeschieden werden kann und ausserdem an Katalysatoren meist ein Umsatz von ca. 99 % der Schwefelkomponenten zu Schwefeltrioxid erzielt wird, was durch das Gleichgewicht vorgegeben ist , und daher nicht umgesetztes Schwefeldioxid an die Umgebung abgegeben wird. 

  
Verfahren nach AT 410542 hat den Nachteil, dass es nur für niedrige Konzentrationen von Schwefelkomponenten in Gasströmen geeignet ist und die Säurekonzentration und die Emissionsgrenzwerte oft nicht eingehalten werden können. 

  
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die unter allen Konzentrationsverhältnissen aus Schwefeltrioxid unter Anwesenheit von Wasserdampf im Gasstrom konzentrierte Schwefelsäure mit 

  
Schwefelsäuregehalten von >95 , vorzugsweise 98 gew.% herstellen kann, 

  
Gegebenenfalls einen Rohgasstrom für die katalytische Reaktion auf 200 - 220 [deg.]C vorwärmen kann, 

  
Schwefelsäureaerosole mit einem Wirkungsgrad von 99,99 % auch für 

  
Feinsttröpfchen unter 1 Mikrometer Durchmesser abscheiden kann, 

  
Restgehalte an Schwefeldioxid im Gasstrom noch zu Schwefelsäure umsetzen kann und 

  
Und keinerlei nicht verwertbare verdünnte Schwefelsäure produziert.  Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Gasstrom (1) in einem ersten Wärmetauscher (2) mit einem 200 - 260 [deg.]C heissen Kühlmedium (3) auf eine Temperatur von < 300[deg.]C, vorzugsweise ca.270[deg.]C gekühlt wird, der vorgekühlte Gaktrom die von oben harabströmende, kondensierte Säure in einer Konzentrierkolonntf jm Gegenstrom aus eine Konzentration von ca.

   98 % bei einer Temperatur von > 260 [deg.]C trocknet und im zweiten Wärmetauscher (4) , welcher durch den Gasstrom von unten nach oben im Gegenstrom zu einem Kühlgasstrom (5) durchströmt wird, auf 60- 80 [deg.]C , vorzugsweise 70 [deg.]C abgekühlt wird, wobei der Kühlgasstrom auf 200 bis 220 [deg.]C aufgeheizt wird, und der gekühlte Gasstrom daraufhin einen Nasselektrofilter (7) von unten nach oben durchströmt , um die restlichen Schwefelsäuretröpfchen zu entfernen , worauf im Wäscher (8) die Abscheidung von Schwefeldioxid-Restmengen durch einen im Kreislauf gefahrenen DünnsäureStromerfolgt, in dem in einer Elektrooxidation (9) das abgeschiedene Schwefeldioxiddurch OH-Radikale zu Schwefelsäure oxidiert wird und die Dünnsäure ( 30 - 60 gew.%) gemeinsam mit der abgeschiedenen Dünnsäure aus dem Nasselektrofilter am Kopf des zweiten Wärmetauschers (4)

   eingedüst wird und am Boden (Sumpf ) der Konzentrierkolonne die konzentrierte Schwefelsäure (11) abgezogen wird. 

  
Erfindungsgemäss muss der Gasstrom im ersten Wärmetauscher (2) auf eine Temperatur knapp oberhalb des Taupunktes des jeweiligen Gasstromes , jedoch auf mindestens < 300 [deg.]C abgekühlt werden, damit der zweite Wärmetauscher (4) , dessen Heizflächen , bestehend aus Glasrohren in ein mit PFA ( einem Copolymerisat von Tetrafluorethylen und Perfluorpropylvinylether) ausgekleidetes Gehäuse und in Rohrplatten mit PFA eingebaut werden. Dieser zweite Wärmetauscher wird durch den Gasstrom von unten nach oben durchströmt, damit die heissen Gase die Wärme auch an die von oben herunterströmende verdünnte Schwefelsäure abgeben können und die Säure dabei auf über 95 gew..% Konzentration aufkonzentriert wird. Der Kühlgasstrom, der durch die Rohre geleitet wird, strömt im Kreuzgegenstrom von oben nach unten.

   Die Glasrohre werden erfindungsgemäss an den Enden mit ca. 30 - 80 mm lange Rohrstücke aus PFA eingeschrumpft, die wiederum in die Rohrplatte aus PFA eingeschweisst sind. Wahlweise kann die Rohrplatte auch in einer Form gemeinsam mit den Rohrstücken zur Rohreindichtung im Spritzgussverfahren hergestellt werden. Da die Rohre wiederum aus wirtschaftlichen Gründen eine Länge von 2 bis 3,5 m haben müssen, müssen die Rohre über ihre Länge mindestens einmal aus statischen und schwingungsdynamischen Gründen unterstützt werden. Wahlweise können auch z.B. zwei Rohre mit 1,5 m Länge verwendet werden, die durch einen aufgeschrumpften PFA-Schlauch verbunden werden und der verbindende PFA Schlauch wird in eine PFA Rohrplatte eingeschweisst , bzw. Schlauch ( Rohr) und Rohrplatte werden wie die Endeneindichtung im Spritzgussverfahren hergestellt. 

  
Erfindungsgemäss ist es von wesentlicher Bedeutung, dass die Glasrohre eingeschrumpft werden, da nur so absolute Dichtheit und stabile Lagerung der Glasrohre möglich ist. Andere und ähnliche Methoden der Eindichtung konnten keine vergleichbaren Ergebnisse erzielen. 

  
Die im Glasrohrwärmetauscher (4) abgeschiedene Säure erreicht nur eine Konzentration von 90 bis 95 gew.%, was die Verwertbarkeit der gewonnenen Schwefelsäure deutlich einschränkt. Erfindungsgemäss zeigte es sich, dass die Säurekonzentration auf 98 gew. % oder mehr erhöht werden kann, wenn man unter den Glasrohrtauscher (4) noch eine Konzentrierkolonne (6) schaltet, in der die herabströmende Säure mit den ca. 260 bis 300 [deg.]C heissen Gasen aus dem Reaktor und aus dem Wärmetauscher (2) getrocknet wird. Da bei manchen Abgasen das Verhältnis von abgeschiedener Säure zu Rauchgas sehr niedrig ist, ist es erforderlich die abgeschiedene Säure (11) teilweise noch einmal in die Konzentrierkolonne  zurückzuführen, da dann die Verteilung über den grossen Kolonnenquerschnitt besser erfolgen kann. 

  
Trotz der relativ langsamen Abkühlung im zweiten Wärmetauscher (4) ist die Verweilzeit zu kurz, dass sich für die vollständige Kondensation ausreichend grosse Tröpfchen bilden können, die eine Totalkondensation ermöglichen würden und so verbleibt eine Menge ( je nach Temperaturverhältnissen und Abkühlungsgeschwindigkeit ) von 10 bis 30 % der gebildeten Schwefelsäuremenge, die in Form von Tröpfchen im Tropfenspektrum unter 3 Mikrometer vorliegt, wobei ein wesentlicher Anteil davon sogar unter 0,4 Mikrometer liegt. Dieser Feinanteil der Tröpfchen im Gasstrom kann nur durch ein Nasselektrofilter wirkungsvoll aus dem Gasstrom entfernt werden. Dies erfolgt in einem stehenden Röhrenfilter, durch den der Gasstrom von unten nach oben strömt und die abgeschiedene Säure von oben nach unten fliesst.

   Die Rohrplatten des Filters, die Rohre und das Gehäuse sind erfindungsgemäss aus leitfähigem Polypropylen ( welches durch Zusatz von Russ ausreichend leitfähig gemacht wird). Die Filterrohre haben eine Rohrlänge von 3,5 - 5 m und die Rohre einen Durchmesser von 200 bis 300 mm, vorzugsweise 250 mm und die Fähnchen-Elektroden werden so dimensioniert, dass bei einer Spannung von ca. 24 KV ein Strom von ca.4 mA fliesst. Dabei entsteht in der Corona so viel Ozon und andere Radikale, dass auch noch vorhandenes , in der vorangegangenen Reaktion nicht vollständig umgesetztes Schwefeldioxid leicht oxidiert wird und teilweise schon im Elektrofilter und teilweise am nachfolgenden Wäscher (8) abgeschieden und umgesetzt wird. 

  
Der nachgeschaltete Wäscher (8) wird mit Dünnsäure ( 30 - 60 gew.%) betrieben und im Waschmittelkreislauf werden in einer Elektrooxidation (9) OH-Radikale erzeugt, die im Wäscher mit den Schwefeldioxid Molekülen zu Schwefeltrioxid oxidiert werden und mit dem vorhandenen Wasser Schwefelsäure bilden. 

  
Die Elektrooxidation wird in einem Elektrolyseur mit Elektrodenplatten, die mit Diamant beschichtet sind, ausgeführt, wobei eine Spannung von 2,3 bis 2,8 V angelegt wird und der Stromverbrauch je Kilogramm abgeschiedenem Schwefeldioxid ca. 5 KWh beträgt. 

  
Anwendungsbeispiel: 

  
Ein Gasstrom mit 30.000 NmVh Menge ( Temperatur 30[deg.]C, Druck 45 mbar Überdruck) mit 17 % Sauerstoffgehalt, 2 % Kohlendioxid, 5 g/Nm<3> Schwefelwasserstoff, 8 vol % Wasserdampf, Rest Stickstoff, wird im Wärmetauscher (4) auf 210[deg.]C vorgewärmt. Der Glasrohrtauscher besteht aus 7500 Glasrohren mit 28 mm Durchmesser und 3 m Rohrlänge und wird erfindungsgemäss durchströmt. Der vorgewärmte Gasstrom durchströmt eine Katalysatoranordnung, aus der der Gasstrom mit 410 [deg.]C herauskommt mit einem Gehalt an Schwefeltrioxid von 337,5 kg/h und an Schwefeldioxid von 12 kg/h. Der Gasstrom hat einen Säuretaupunkt von 211 [deg.]C und wird mit einem Thermoöl mit 225 [deg.]C Eintrittstemperatur von 410 auf 280 [deg.]C abgekühlt.

   Der solchermassen vorgekühlte Gasstrom tritt in die Konzentrierkolonne (6) im Sumpf ein, wo im Gegenstrom auf eine Füllkörperschicht ca. 1000 - 1500 kg/h Schwefelsäure aus dem Ablauf (11) aufgegeben werden. Die vom Ablauf (11) auf die Füllkörperschicht aufgegebene Schwefelsäure wird so weit gekühlt, dass der Gasstrom in der Konzentrierkolonne auf 260 [deg.]C gekühlt wird. Der vorgekühlte Gasstrom tritt in den Glasrohrtauscher (4) von unten ein und wird über die drei horizontalen Glasrohrregister von 260 auf 70 [deg.]C abgekühlt , wobei am Kopf des Wärmetauschers (4) Dünnsäure mit einer Konzentration von 45 gew.% aufgegeben wird. Der Gasstrom enthält beim Verlassen des Wärmetauschers (4) noch 74,4 kg/h Schwefelsäure, als 42 gew.%ige Säure, vorliegend in Form von Feinsttröpfchen , während 339 kg/h Schwefelsäure im Wärmetauscher(4) kondensiert sind.

    Neben den 74,4 kg/h Schwefelsäure gelangen auch noch 12 kg/h Schwefeldioxid mit dem Gasstrom in den Nasselektrofilter. Der Nasselektrofilter besteht aus 180 Rohren mit 250 mm Durchmesser und 5 m Rohrlänge, die parallel durchströmt werden. Beim Durchströmen wird die Schwefelsäure praktisch vollständig abgeschieden, und der Gasstrom mit Ozon angereichert. 

  
Im nachfolgenden Wäscher (8) wird der Gasstrom, der an dieser Stelle noch 12 kg/h Schwefeldioxid enthält, mit der in der Elektrooxidation behandelten Waschlösung in Kontakt gebracht, die aus 35 gew.% iger Schwefelsäure besteht und mit OHrRadikalen bzw. deren Reaktionsprodukten mit der Schwefelsäure beladen ist. Diese^Ajctivierte Waschlösung oxidiert das in den Wäscher eintretende Schwefeldioxid des Abgases zu Schwefelsäure und das Abgas enthält nur mehr 0,1 kg/h Schwefeldioxid. Der Stromverbrauch der Elektrooxidation beträgt 60 KWh. 52 kg/h der Waschlösung werden aus dem Wäscher abgezogen und gemeinsam mit der Dünnsäure aus dem Elektrofilter in den Kopf des Glasrohrtauschers aufgegeben.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur Abscheidung von Schwefelsäure und Schwefeldioxid aus heissen, feuchten Gasströmen, vorzugsweise Abgasen, durch Kondensation und nachfolgender Aerosolabscheidung zur Gewinnung von Schwefelsäure mit 98 gew.%, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasstrom (1) in einem ersten Wärmetauscher (2) mit einem 200 - 260 [deg.]C heissen Kühlmedium (3) auf eine Temperatur von < 300[deg.]C vorzugsweise ca.270 [deg.]C gekühlt wird, der vorgekühlte Gasstrom die von oben herabströmende, kondensierte Säure in einer Konzentrierkolonne im Gegenstrom auf eine Konzentration von 98 % bei einer
Temperatur von > 260 [deg.]C trocknet und in einem zweiten Wärmetauscher (4) , welcher durch den Gasstrom von unten nach oben im Gegenstrom mit einem Kühlgasstrom (5) durchströmt wird, auf 60- 80 [deg.]C , vorzugsweise 70 [deg.]C abgekühlt wird, wobei der Kühlgasstrom auf 190 bis 220 [deg.]C aufgeheizt wird, und der gekühlte Gasstrom daraufhin einen Nasselektrofilter (7) von unten nach oben durchströmt , um die restlichen Schwefelsäuretröpfchen zu entfernen , worauf im Wäscher (8) die Abscheidung von Schwefeldioxid-Restmengen durch einen im Kreislauf gefahrenen Dünnsäure-Strom erfolgt , in dem in einer Elektrooxidation (9) das abgeschiedene Schwefeldioxid durch OH-Radikale zu Schwefelsäure oxidiert wird und die Dünnsäure ( 30 - 60 gew.
%) gemeinsam mit der abgeschiedenen Dünnsäure aus dem Nasselektrofilter (30 - 60 gew.%) am Kopf des zweiten Wärmetauschers (4) eingedüst wird und am Boden (Sumpf ) der Konzentrierkolonne (6) die konzentrierte Schwefelsäure (11) abgezogen wird.
2. Vorrichtung gemäss Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Wärmetauscher als mindestens dreizügiger Kreuz-Gegenstrom Wärmetauscher ausgeführt ist und mit Glasrohren bestückt ist, die an beiden Enden in PFARohrstücke eingeschrumpft sind und das Rohrstück in eine PFA-Folie mit 2- 3 mm Wandstärke eingeschweisst ist , die Glasrohre 2 - 3,5 m , vorzugsweise 2,5 - 3 m , lang sind und mindestens eine Unterstützung in der Mitte aufweisen.
3. Vorrichtung gemäss Anspruch 1. und 2., dadurch gekennzeichnet, dass der Nasselektrofilter als Röhrenfilter ausgeführt wird und die Abscheiderohre und das Gehäuse aus leitfähigem Polypropylen ausgeführt sind.
4. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1.-3., dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrooxidation in einem Elektrolyseur stattfindet, dessen Elektrodenplatten mit einer Diamant-Schicht beschichtet und mit einer Spannung von 2,3 - 2,8 Volt beaufschlagt sind.
5. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1. - 4. , dadurch gekennzeichnet, dass die ca. 260 [deg.]C heisse oder auf > 190[deg.]C gekühlte Säure (11) zum Teil auf die Packung (Füllkörper oder geschichtete Wabenkö[phi]er) der Konzentrierkolonne (6) wieder aufgegeben wird.
AT0004909A 2009-01-14 2009-01-14 Vorrichtung zur abscheidung und konzentrierung von schwefelsäure und schwefeldioxid AT507668B1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0004909A AT507668B1 (de) 2009-01-14 2009-01-14 Vorrichtung zur abscheidung und konzentrierung von schwefelsäure und schwefeldioxid

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0004909A AT507668B1 (de) 2009-01-14 2009-01-14 Vorrichtung zur abscheidung und konzentrierung von schwefelsäure und schwefeldioxid

Publications (2)

Publication Number Publication Date
AT507668A4 true AT507668A4 (de) 2010-07-15
AT507668B1 AT507668B1 (de) 2010-07-15

Family

ID=42313261

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT0004909A AT507668B1 (de) 2009-01-14 2009-01-14 Vorrichtung zur abscheidung und konzentrierung von schwefelsäure und schwefeldioxid

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT507668B1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2014075718A1 (de) 2012-11-14 2014-05-22 Mecs, Inc. Zweistufige umsetzung von schwefeldioxid zu schwefelsäure in feuchten gasen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2014075718A1 (de) 2012-11-14 2014-05-22 Mecs, Inc. Zweistufige umsetzung von schwefeldioxid zu schwefelsäure in feuchten gasen

Also Published As

Publication number Publication date
AT507668B1 (de) 2010-07-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69523695T2 (de) Verfahren zur Reinigung von Kohlendioxyd
WO2008092604A1 (de) Verfahren und anlage zur behandlung von methan- und kohlendioxidhaltigen rohgasen, insbesondere biogas, zur gewinnung von methan
DE3047658C2 (de) Verfahren zur Reinigung von lösungsmittelhaltiger Abluft und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE3014934A1 (de) Verfahren zur entfernung von schwefeloxiden und stickstoffoxiden aus abgasen
DE1769352A1 (de) Regenerierung eines Absorptionsmittels unter Verwendung eines Kohlenstoff-Regenerierungsmittels
EP3792220A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur gewinnung von schwefelsäure aus verunreinigten schwefelhaltigen medien
US3365374A (en) H2s recovery by absorption and plural distillation
EP0254362B1 (de) Verfahren zur Reinigung von Rauchgasen
US3120993A (en) Gas purification process
AT507668B1 (de) Vorrichtung zur abscheidung und konzentrierung von schwefelsäure und schwefeldioxid
AT513414B1 (de) Verfahren zur zweistufigen katalytischen Oxidation von Schwefel-Verbindungen in Abgasen
EP3530340B1 (de) Verfahren und anlage zur abtrennung acider gasbestandteile aus metallcarbonyle enthaltendem synthesegas
CH644085A5 (de) Verfahren und vorrichtung zur gewinnung von reinem chlorcyan.
DD249857A5 (de) Verfahren zur verminderung des schadstoffgehaltes von staubhaltigen rauch- oder prozessgasen
EP0622106A1 (de) Verfahren zur Reinigung von Oxide des Stickstoffs und Schwefels enthaltenden Rauchgasen aus Verbrennungsanlagen
DE3531406C2 (de)
EP0243368B1 (de) Verfahren zur reduzierung der emissionswerte von industriellen abgasen und industrieller abluft
DE3117794C2 (de) Verfahren zur Feinreinigung von Gasen
DE10332794A1 (de) Verfahren zur Leistungssteigerung einer Claus-Anlage
EP0203408A2 (de) Verfahren zum Reinigen eines Sauerstoff und Schwefelverbindungen enthaltenden Gasstroms
DE2304273C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Synthesegas unter Aufarbeitung sulfidhaltiger Abwasser
WO2016156304A1 (de) Kontinuierliches verfahren und vorrichtung zur reinigung von so2-haltigen gasen
EP0846490A1 (de) Verfahren zum Entfernen von Quecksilber aus einem quecksilberhaltigen Abgas
DE2658060C2 (de)
DE102015003906A1 (de) Gasreinigungsanlage und Verfahren zur Reinigung von Gasen

Legal Events

Date Code Title Description
PC Change of the owner

Owner name: MECS INC., US

Effective date: 20120612

MM01 Lapse because of not paying annual fees

Effective date: 20140114